Test: Taschenlampe Aufmacher

Taschenlampen im Test : Lumen zum Mitnehmen

Update 04.12.2020

Für den Spaziergang im Dunkeln oder einen Stromausfall sollte man eine Taschenlampe haben. Jedoch gibt es viele, die bei der Leuchtstärke zu wünschen übrig lassen. Wir haben 28 Taschenlampen für beinahe jeden Einsatz getestet.

Update 4. Dezember 2020

Bei den günstigen Taschenlampen ist die Varta Indestructible F20 Pro eine neue Empfehlung.

12. Oktober 2020

Wir haben 13 weitere Taschenlampen getestet, davon haben es fünf in die Empfehlungen geschafft. Bei den günstigen Modellen sind die Ledlenser P7 und die Nextorch K3RT neu dabei, unter den Taschenlampen über 50 Euro können wir nun die Fenix TK35UE, die Nextorch TA30MAX und die Olight Baton Pro empfehlen.

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Franziska Irrgeher
ist Redakteurin aus München und testet vorwiegend Haushalts- und Gartengeräte.

Wenn man eine neue Taschenlampe kaufen möchte, ist die Auswahl riesig. Günstig oder teuer? Welche Leistung soll sie haben? Klein und leicht oder groß und schwer? Für jeden Bereich gibt es passende Lampen, wir haben 28 davon für verschiedene Einsatzzwecke getestet. Für eine bessere Übersicht wurden die Produkte in die Preisklasse bis 50 Euro und über 50 Euro eingeteilt.

Alle haben ihre Vor- und Nachteile, die perfekte Lampe für alle Einsatzbereiche gibt es nicht, daher haben wir unsere Empfehlungen für verschiedene Anforderungen gewählt.

Taschenlampen bis 50 Euro

Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bekommt man meist schon bei günstigen Modellen. Sie sind zwar tendenziell nicht so langlebig wie die hochwertigeren Modelle, haben dafür aber oft eine tolle Leuchtkraft. Als Batterien lassen sich häufig normale AA oder AAA-Batterien nutzen. Manche Modelle haben auch einen integrierten, aufladbaren Akku.

Sehr robust: Varta Indestructible F 20 Pro

Sehr robust

Varta Indestructible F20 Pro

Test: Varta Indistructible F20 Pro
Dank teils gummierter Oberfläche griffig und rutschfest. Der breite Lichtkegel leuchtet jeden Weg hell aus.

Die Varta Indestructible F 20 Pro überzeugt mit einem Gehäuse aus Aluminium und einem gummierten Endstück mit Leuchtkopf. Durch die Gummierung wird Abrutschen verhindert – auch wenn man die Taschenlampe mit Wollhandschuhen bedient. Der Reflektor und die Linse sind bruchsicher, somit ist die Lampe der perfekte Begleiter im Alltag.

Die Lampe wird ohne Handschlaufe oder Holster geliefert. Im Test-Kit waren ein Hammer und eine Edelstahl-Trinkflasche enthalten: Damit sollte gezeigt werden, wie extrem robust das Modell ist. Das konnte zwar nicht getestet werden, dennoch soll die Lampe laut Hersteller Fälle aus neun Metern Höhe überstehen und sie ist zudem nach IP67-Zertifizierung gegen Wasser und Staub geschützt. Die Gummierung sollte außerdem Stürze abfangen.

Das Modell von Varta verfügt nicht über einen verstellbaren Fokus und hat nur zwei Leuchtstufen. Auch Sonderfunktionen wie ein Strobe-Modus sind nicht vorhanden. Die beiden Stufen Low und High reichen aber für den täglichen Bedarf völlig aus. In der niedrigen Stufe wird der direkte Weg erhellt, in der hohen Stufe ist er angenehm hell und mittelweit ausgeleuchtet. Der Lichtkegel ist so gleichmäßig und breit wie kaum einer anderen getesteten Taschenlampe. An den Rändern zeigten sich zwar leichte Ringe, doch die haben im Test nicht weiter gestört. Das Gewicht von rund 200 Gramm liegt im mittleren Bereich. Der An- und Ausschaltknopf liegt hinten, hierüber wird zudem der Modus gewechselt.

Die Konkurrenz kann zwar bei der Ladeweise und beim Zubehör etwas mehr überzeugen, die F20 wirkt aber sehr robust und kommt mit Batterien. Die Varta Indestructible F 20 Pro eignen sich für alle, die eine gute Taschenlampe für den täglichen Gebrauch mit einem breiten Lichtkegel und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis suchen.

Powerbank: Varta Night Cutter F30R

Powerbank

Varta Night Cutter F30R

Test: Varta Night Cutter F30r
Die Varta Night Cutter F30R eignet sich nicht nur als Powerbank, dank dem verstellbaren Fokus kann man mit ihr sehr präzise kleine Bereiche ausleuchten.

Mit der Varta Night Cutter bekommt man nicht nur eine Taschenlampe, sondern auch gleich noch eine Powerbank.

Der hintere Teil der Lampe lässt sich aufdrehen, dort ist nicht nur der Anschluss für das Ladekabel versteckt, sondern auch ein USB-Anschluss, so kann man die Taschenlampe auch im Notfall als Powerbank fürs Handy nutzen. Praktisch ist das auf jeden Fall, leider ist aber der Akku der Taschenlampe fest verbaut, so kann man ihn nicht austauschen.

Insgesamt liegt diese Taschenlampe gut in der Hand, aber mit Handschuhen ist es eher rutschig, den Bedienknopf kann man dennoch gut ertasten. Vor allem vom verstellbaren Fokus der Lampe waren wir begeistert. Hier lässt sich der Leuchtkegel von sehr schmal zu weit verstellen. Mit dem weiten Kegel lassen sich wunderbar Gebäude ausleuchten. Der Fokus ist sehr scharf, auch entfernte Gegenstände lassen sich mit einem schmalen Leuchtkegel sehr gut erkennen.

Dafür ist die Taschenlampe nicht wasserdicht, Funktionen und Gewicht sind für Spaziergänge geeignet, auch fürs nächtliche Wandern oder den Gebrauch zuhause. Wer weiter entfernte Bereiche ausleuchten will, findet hier die passende Lampe.

Solide: Ledlenser P7 Taschenlampe

Solide

Ledlenser P7 Taschenlampe

Test Taschenlampe: Ledlenser P7 Taschenlampe
Eine Lampe für jeden Tag, ohne besondere Funktionen, dafür aber stabil und solide.

Die Ledlenser P7 wird in einer schwarzen Box zusammen mit Batterien, Handschlaufe, Holster und Anleitung geliefert. Mit Profimodellen kann sie zwar nicht mithalten, aber in ihrem Preissegment unter 50 Euro überflügelt sie große teile der Konkurrenz.

Die Leistung ist insgesamt solide: Der Fokus kann präzise eingestellt werden und ist klar und gut. Der breite Lichtkegel ist in der Nähe groß und gleichmäßig, allerdings reicht er nicht so weit wie bei größeren Modellen. Dafür ist die Taschenlampe handlich und eignet sich gut für den alltäglichen Einsatz. Angenehm ist auch, dass sich der Fokus einfach per Schieber verändern lässt.

Die P7 ist nicht wasserfest, aber nach IP54 gegen Staub und Spritzwasser geschützt. Auch ein Strobe-Modus ist nicht vorhanden, für den Preis darf man aber eben nicht zu viel erwarten. Zuhause oder beim abendlichen Spaziergang macht sie trotzdem eine gute Figur.

Stiftförmig: Nextorch K3RT

Stiftförmig

Nextorch K3RT

Test: Nextorch K3rt
Extrem hell und dank Clip immer dabei, sogar einen Strobe-Modus gibt es hier, und dank Nano-Keramik könnte man auch Scheiben einschlagen.

Die Nextorch K3RT kombiniert Penlight und Glasbrecher und kommt sogar noch mit Ladekabel und Clip. Stiftförmige Lampen wie diese trifft man sonst meist bei Ärzten an, allerdings sind sie nicht dafür geeignet, sich in die Augen zu leuchten. Konzipiert sind sie stattdessen als Alltagsbegleiter und erweisen sich als zweckmäßig, um mal schnell unters Auto zu leuchten oder etwas auf dem Dachboden zu suchen. Gerade in der Nähe haben Penlights ihre Stärken.

Die Nextorch wirkt erst einmal etwas rutschig, aber dank ihrer Form und dem Clip am Ende liegt sie doch sicher in der Hand. Bedient wird sie quasi wie ein Stift – gerade das Einschalten erinnert daran. Vorhanden ist übrigens auch ein Stroboskop-Modus.

Für ihre Größe leuchtet die K3RT überraschend weit, ist dabei auf etwas längere Strecken aber nicht mehr so hell wie die Konkurrenz. Als kleines Notfall-Licht eignet sie sich aber perfekt.

Was gibt es sonst noch?

Die Nextorch K21R ist acht Zentimeter lang und wiegt 55 Gramm. Im Lieferumfang ist ein aufladbarer Akku. An der Taschenlampe ist ein Clip befestigt und sie ist hinten magnetisch. Nach dem ersten Transport hatte sie ein paar Kratzer und die Farbe war leicht abgeblättert. Die Taschenlampe ist ein wenig rutschig und eher nicht für große Hände geeignet. Auch die Anleitung machte keinen guten Eindruck.

Ein Mittelklassemodell ist die Anker LC90 LED Taschenlampe. Von der Reichweite her liegt sie etwa zwischen den leuchtstarken und den kleinen Taschenlampen. Hier bemerken wir ebenfalls dunkle Ringe im Leuchtkegel, gleichmäßiger könnte er auch sein. Dennoch leuchtet diese Lampe gut und solide. Verglichen mit den günstigen Modellen kann man den Fokus hier etwas schwerer verstellen, aber sie ist schön hell und liegt angenehm in der Hand. Ein Lithium-Ionen-Akku ist dabei und auch zum Schreiben oder Lesen im Dunkeln ist ihr Licht gut geeignet.

Die Mag-Lite Mini Pro+ gleicht der Mini Pro. Bei beiden ist der Lichtstrahl im Nahbereich gleichmäßig, gut und scharf. In der Ferne wird er aber unschärfer. Auch diese Taschenlampe ist gut für den alltäglichen Gebrauch geeignet, dank des geringen Gewichts und ihrer Größe.

Wir hatten einige Modelle im Test, die sich bei Leuchtleistung und Funktion kaum unterschieden haben, so auch Winzwon, Wuben und Linkax. Bei der Linkax sind Batterien dabei, alternativ kann man auch einen Akku nutzen. Wenn der Fokusbereich verkleinert wird, sieht man auch hier einen quadratischen Lichtkegel, für die Weite eignet sich diese Lampe eher nicht, hier wird es unscharf. Auch mit Handschuhen kann man sie noch gut bedienen, dank rauer Oberfläche ist der Einschaltknopf gut tastbar. Den Fokus verändert man durch Ziehen, um den Modus zu verändern, drückt man den Knopf leicht. Wer nur eine Lampe zum Spazierengehen braucht, ist hier richtig.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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