Test: T1tan Alien Green Devil

Torwarthandschuhe im Test : Alles fest im Griff

Veröffentlicht 21.09.2020

Beim Kauf von Torwarthandschuhen steht man vor der Wahl: Ein teureres Markenmodell oder ein günstiger No-Name-Handschuh? Wer ernste Absichten hat und daher Qualität braucht, sollte etwas mehr Geld in die Hand nehmen, aber für Gelegenheitskeeper gibt es auch gute, preiswerte Alternativen.

Jochen Wieloch
schreibt unter anderem für Audiovision und i-fidelity und testet überwiegend Unterhaltungselektronik, Sport- und Fitnessgeräte sowie Video-Drohnen.

Torwarthandschuhe trifft man bei weitem nicht nur bei Profi- und Amateurkeepern an. Auch bei Freizeit-Kicks mit Freunden oder Kollegen auf dem Bolzplatz ist es immer gut, wenn Torwarthandschuhe zur Verfügung stehen. Denn derjenige, der im Tor steht, ist sicherlich froh drum, harte Schüsse mit einem womöglich noch dreckigen Ball nicht mit bloßen Händen abwehren zu müssen.

Handschuhe schützen aber nicht nur die Hände und Finger, sondern gewähren dem Torhüter auch deutlich mehr Kontrolle über den Ball sowie eine größere Abwehrfläche. Gerade der erhöhte Grip erlaubt es, viel mehr Bälle direkt zu fangen, anstatt sie nur »klatschen« zu lassen.

Wir hatten 12 Paar Torwarthandschuhe im Test.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Hoher TragekomfortSchön verarbeitetStarke FangeigenschaftenFür den kleinen Geldbeutel
Test: T1tan Alien Green DevilTest: 6b18b127 4e0d 550d 9719 C20cb434f772Test: Adidas Predator ProTest: Sportout Torwarthandschuhe Mit Fingersave
Modell T1tan Torwarthandschuhe Puma One Grip 1 Hybrid Pro Adidas Predator Pro Sportout Torwarthandschuhe mit Fingersave
Pro
  • Sehr guter Grip
  • Perfekter Tragekomfort
  • Ausgezeichnete Verarbeitung
  • Hochwertige Materialien
  • Exzellente Verarbeitung
  • Perfekte Passform
  • Super griffig
  • Gute Klimatisierung
  • Extremer Grip
  • Tolles Tragegefühl
  • Hervorragend verarbeitet
  • Sehr gute Durchlüftung
  • Separates Stretchband für das Handgelenk
  • Guter Tragekomfort
  • Ordentlicher Grip
  • Bequemer Fingerschutz
  • Solide Verarbeitung
  • Preiswert
Contra
  • Für Kunstrasen nur bedingt geeignet
  • Teuer
  • Kein Schutz für Kunstrasen
  • Teuer
  • Für Kunstrasen nicht geeignet
  • Teuer
Bester Preis

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Hoher Tragekomfort: T1tan Torwarthandschuh

Hoher Tragekomfort

T1tan Torwarthandschuhe

Test: T1tan Alien Green Devil
Dank Latex, Neopren und Silikon ist der T1tan die perfekte Fanghilfe, die sich angenehm an die Haut schmiegt.

Ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bekommt man beim T1tan Torwarthandschuh. Zu einem fairen Preis bietet er hohen Tragekomfort, guten Grip und schöne Verarbeitung.

Vielen ist die Marke T1tan vielleicht noch kein Begriff – geläufiger sind die Konkurrenten von Adidas, Reusch und co.. Das sollte sich aber in Zukunft ändern, denn T1tan liefert ausgezeichnete Qualität. Mit verantwortlich dafür ist der Ex-Nationalkeeper René Adler, der an der Entwicklung der Torwarthandschuhe beteiligt war. Eine persönliche Note kann man den Handschuhen verleihen, indem man das Klettband individuell bedrucken lässt – ein schönes, kleines Feature.

Torwarthandschuh Test: T1tan Alien Green Devil
Die Innenhand ist mit 4 Millimeter dickem Haftschaum ausgefüllt.

Für einen Innennaht-Handschuh fällt die Fangfläche erfreulich groß aus. Der Bereich der Innenhand ist mit sogenanntem Gecko Grip, einem vier Millimeter dickem Haftschaum, ausgestattet und fällt vergleichsweise weich aus. Auf der Oberseite setzt man auf Neopren, im Bereich der Finger ist außerdem Silikon verarbeitet. An den Nähten gibt es nichts zu meckern. Dank eines elastischen Klettbands umschließt der Handschuh sowohl dicke, als auch dünne Handgelenke fest.

Torwarthandschuh Test: T1tan Alien Green Devil
Die Oberseite des Klettbands ist individuell bedruckbar.

Als Anziehhilfe fungiert ein gummiertes Endstück, welches man beim Hereinschlüpfen mit der jeweils anderen Hand festhält. Am Tragekomfort gibt es nichts auszusetzen: Das Material ist elastisch und weich, auch Druckstellen zeichnen sich nicht ab. Weil T1tan auf einen Fingersave verzichtet, bleiben die Finger außerdem schön beweglich. Im Vergleich zu anderen Modellen geht der T1tan recht weit über das Handgelenk hinaus, was dem Keeper das Gefühl einer »Einheit« von Körper und Handschuh vermittelt.

Vor der ersten Nutzung sollte der T1tan lauwarm ausgewaschen und anschließend ausgewringt werden. In leicht feuchtem Zustand verbessern sich im Übrigen auch die Grip-Eigenschaften noch ein wenig.

Torwarthandschuh Test: T1tan Alien Green Devil
Bälle kann man sogar mit nur einer Hand aufheben.

Im Praxistest wurden wir von diesen guten Voraussetzungen nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil. Harte Schüsse werden von der Latexschicht gut abgefedert, sodass man kaum etwas spürt. Sehr angenehm ist das Fangen, da sich hier der starke Grip bewährt. Hat man den Ball erstmal zu fassen bekommen, wird er sicherlich nicht mehr aus der Hand rutschen.

Dank der zusätzlichen Silikonschicht an den Fingern ist Fausten – auch und vor allem über längere Distanzen – kein Problem. Insgesamt fällt auf, dass die Balance zwischen Elastizität und Widerstandsfähigkeit des Materials einfach stimmt. Die Hand fühlt sich im Handschuh schön beweglich an, umknickenden Fingern wird aber dennoch gut vorgebeugt.

Der T1tan ist also ein rundum toller Torwarthandschuh, dem man beileibe keine Schwächen attestieren kann. Fangeigenschaften, Verarbeitung und Tragekomfort bewegen sich durchgehend auf hohem Niveau, der Preis ist dafür absolut vertretbar.

Schön verarbeitet: Puma One Grip 1 Hybrid Pro

Schön verarbeitet

Puma One Grip 1 Hybrid Pro

Test: 6b18b127 4e0d 550d 9719 C20cb434f772
Wie eine zweite Haut schmiegt sich der Puma One Grip 1 Hybrid Pro an die Hand und begeistert durch tolle Fangeigenschaften und Verarbeitung.

Noch ein Handschuh, der schön mit der Hand zu einer Einheit verschmilzt, sodass man ihn irgendwann gar nicht mehr bemerkt: der Puma One Grip 1 Hybrid Pro. Hoher Tragekomfort ist damit garantiert. Unser Testmuster kam in Schwarz-Gelb, als Alternative bietet Puma noch Schwarz-Asphalt-Weiß an.

Torwarthandschuh Test: Puma One Grip 1 Hybrid Pro
Mit dem Puma One Grip 1 Hybrid Pro lässt man so schnell keinen Ball wieder los.

Die Verarbeitung des One Grip 1 Hybrid Pro ist gut gelungen: Er ist präzise genäht und besteht außen aus Polyester und Polyurethan. Damit ist der Handschuh robust genug, aber gleichzeitig noch schön weich und atmungsaktiv. An den Fingern (außer dem Daumen) wurden zum Schutz dünne Gummistreifen eingesetzt, der Bereich zum Fausten ist gar noch stärker gepolstert.

Wie der Name schon verrät, handelt es sich um ein Hybrid-Modell, und zwar aus Innennaht und Rollfinger. Im Detail heißt das, dass der vier Millimeter dicke Ultimate Grip Latex sich um die Finger rollt, bevor er schließlich in die Oberfläche übergeht. So sitzt der Handschuh gerade an den Fingern extrem eng, was natürlich dem Ballgefühl zugute kommt.

Torwarthandschuh Test: Puma One Grip 1 Hybrid Pro
Die weiche Innenseite zieht sich um die Finger – Kunstrasen könnte den Handschuhen aber gefährlich werden.

Ein Fingerschutz ist nicht integriert, aber man hat auch nicht das Gefühl, dass man zulasten des tollen Tragekomforts einen bräuchte. Beim Grip ist Puma ebenso auf Augenhöhe mit den Modellen von T1tan und Adidas – es ist also kein Problem, den Ball vom Boden mit einer Hand hochzuziehen. Noch dazu absorbiert die Innenfläche feste Schüsse zuverlässig, wodurch die Hände gut geschützt sind. Die Strapazen eines Kunstrasenplatzes sollte man der empfindlichen Innenfläche lieber nicht zumuten, auch weil auf eine Schutzzone am Handballen verzichtet wurde. Mit dem elastischen Klettband zieht man den Handschuh je nach Belieben fest.

Torwarthandschuh Test: Puma One Grip 1 Hybrid Pro
Test bestanden: Der Ball lässt sich nur mit einer Hand problemlos heben.

Im Puma One Grip 1 Hybrid Pro findet man also einen weiteren Torwarthandschuh, der ausnahmslos hochwertig daher kommt. Funktional gibt es nichts auszusetzen und auch optisch ist er ein Hingucker.

Starke Fangeigenschaften: Adidas Predator Pro

Starke Fangeigenschaften

Adidas Predator Pro

Test: Adidas Predator Pro
Tragekomfort, Verarbeitung, Grip – der Adidas Predator Pro verdient sich überall Bestnoten und ist ein Handschuh der Spitzenklasse.

Keine Preise gefunden.

Der Adidas Predator Pro fühlt sich leicht wie ein Langlauf-Handschuh an, passt sich schön der Hand an und lässt zudem auch noch die Luft gut zirkulieren. Ankommende Bälle saugt der aus Baumwolle, Latex und Polyurethan bestehende Handschuh förmlich an.

Torwarthandschuh Test: Adidas Predator Pro
Dank der weichen Baumwolle trägt sich der Predator Pro sehr komfortabel.

An der gestrickten Rückseite kann man schon erahnen, dass es sich beim Predator Pro um ein hochwertiges Modell handelt. Die Oberfläche ist somit elastisch und fühlt sich sehr angenehm an. An den Fingern befinden sich außerdem Silikonelemente, die für mehr Griffigkeit beim Fausten sorgen. Zwischen der Rückseite und der Innenfläche befindet sich bei unserem Testmuster ein neongelber Streifen.

Auf jener Innenfläche sorgen 3,5 Millimeter Haftschaum für eine ausreichend starke Polsterung. Typisch für ein Innennaht-Modell ist die eher kleine Fangfläche, die sich dafür allerdings schön an die Finger anpasst und sehr gute Ballkontrolle garantiert.

Torwarthandschuh Test: Adidas Predator Pro
Schon bei der Draufsicht lässt sich erahnen, dass der schwarze Haftschaum gute Klebeeigenschaften mitbringt.

Ein angenähtes Bändchen hilft effektiv beim Anziehen. Ist man hineingeschlüpft, so hat man trotz des engeren Schnitts gute Bewegungsfreiheit. Auch bei längerem Training kommen keine Druck- oder Reibestellen auf. Am Handgelenk sitzt die schwarze Bandage schön weich und locker. Für mehr Stabilität kann man zusätzlich die beigelegte Klettbandage darumwickeln.

Wirklich beeindruckend ist der Grip des Predator. Am Schaumstoff der Innenseite bleiben Bälle quasi kleben, selbst harte Schüsse werden gut absorbiert und verursachen so keine Schmerzen. Im Handballenbereich findet man übrigens eine extra Dämpfungs-Zone. Auf Kunstrasen nützt die allerdings nicht so viel – sowieso sollte man diesen Untergrund wegen der sensiblen Innenfläche eher meiden.

Torwarthandschuh Test: Adidas Predator Pro
Hand auf das Spielgerät und hochheben – der Ball bleibt geradezu kleben.

Selbst wenn man es wollte, würde man am Adidas Predator Pro keine Mäkel finden. Jeder Torwart wird am angenehmen Tragegefühl und den hervorragenden Fangeigenschaften seine Freude haben. Beim Kauf im Internet sollte man vorher ruhig einmal die Preise vergleichen, denn die divergieren doch je nach Design oder Shop.

Für den kleinen Geldbeutel: Sportout Torwarthandschuh

Für den kleinen Geldbeutel

Sportout Torwarthandschuhe mit Fingersave

Test: Sportout Torwarthandschuhe Mit Fingersave
Der Sportout-Handschuh ist günstig, bietet ordentlichen Grip, guten Tragekomfort und einen bequemen Fingerschutz.

Eine deutlich günstigere Alternative zu den Top-Modellen von T1tan, Adidas und Puma ist der Sportout Torwarthandschuh. Natürlich muss man dafür qualitativ leichte Abstriche machen, aber die wesentlichen Kriterien eines guten Handschuhs werden doch erfüllt. 

Torwarthandschuh Test: Sportout-Torwarthandschuh
Mit dem Sportout-Handschuh hat man den Ball sicher im Griff.

Der Sportout ist in drei verschiedenen Designs von Größe 5 bis 10 verfügbar, damit findet man auch für den Nachwuchs ein passendes Modell. Unser Testmuster kam in Größe 10 und saß wie angegossen, sodass die Finger noch schön beweglich waren, aber gleichzeitig nicht mehr im Inneren herumrutschen können.

Typisch für ein preiswertes Modell ist der Außennaht-Schnitt, der ordentlich verarbeitet wurde. Bei der Außenhaut kommt EVA-Verbundmaterial zum Einsatz, das besonders zum Fausten gut geeignet ist, da es recht rau ausfällt. Um die Langlebigkeit muss man sich zunächst mal keine Sorgen machen: Wir haben schon länger einen Sportout in Benutzung, der nach einigen Monaten trotz regelmäßiger Einheiten auf Rasen immer noch wenig Gebrauchsspuren aufweist.

Torwarthandschuh Test: Sportout-Torwarthandschuh
Die Innenfläche ist strapazierfähig und bietet trotzdem ordentlichen Grip.

Die Innenfläche besteht aus Latex und bietet für die Preiskategorie erstaunlich guten Grip, wird aber natürlich von teureren Alternativen in der Qualität noch übertroffen. Gleiches wie für den Grip gilt auch für die Absorption von festen Schüssen.

In allen Fingern – außer dem Daumen – kommt beim Sportout ein Schutzsystem zum Einsatz, das sehr praktisch umgesetzt wird. Die verwendeten Plastikeinsätze sind schön flexibel und daher nicht störend, bieten aber im Ernstfall trotzdem genug Schutz. Angenehm ist außerdem die gute Atmungsaktivität, sodass man auch bei längeren Trainings oder Spielen nicht zu sehr an den Händen schwitzt.

Am Handgelenk sitzt der Sportout weich. Je nach den Präferenzen des Keepers kann man den Handschuh per Klettbandage mit Stretch-Band lockerer oder fester ziehen. Das rundet den insgesamt guten Tragekomfort ab. Wer nicht so tief in die Tasche greifen möchte, ist beim Sportout Torwarthandschuh also richtig.

Außerdem getestet

Ein weiterer Top-Handschuh ist der Puma Future Grip 5.1 Hybrid. Der Name verrät schon: Es handelt sich um ein Hybridmodell aus Innennaht und Rollfinger, weshalb der Handschuh sehr eng anliegt und sich komfortabel wie ein Winterhandschuh trägt. Für das Ballgefühl ist das natürlich super, und auch die Bewegungsfreiheit leidet nicht unter dem Schnitt. Anziehen ist trotz des langen, gestrickten Einschlupfs kein Problem, da neben einem Reißverschluss sogar noch eine angenähte Einstiegshilfe zur Verfügung steht.

Die Innenhand ist aus Elite+ Latex gefertigt, was hervorragenden Grip gewährt. Ebenso gut gelungen ist die Polsterung, dank der man keine Angst vor harten Schüssen haben muss. Auf der Rückhand kommt zusätzlich Silikon zum Einsatz, fürs Fausten wäre sogar noch ein wenig mehr Unterstützung wünschenswert.

Wer aber doch auf der Suche nach einem günstigen Torwarthandschuh ist, sollte sich den Attono Attack Breaker II Fingersave näher anschauen. Der Latex-Schaum auf der Fangfläche ist ziemlich stark und absorbiert Schüsse daher ziemlich gut, auch seine Griffigkeit ist in Ordnung. Bis auf den Daumen sind die Finger mit eingesetzten Stäbchen verstärkt. Trotzdem behält man genug Bewegungsfreiheit und sollte keine Probleme mit schmerzenden Fingerknöcheln haben. Um bessere Haftung beim Fausten zu haben, dürfte die Oberseite ruhig etwas rauer ausfallen.

Über die Verarbeitung kann man sich nicht beschweren: Die vergrößerte Handfläche beim Abwehren durchaus hilfreich, jedoch hat die Hand noch ein bisschen zu viel Spiel im Handschuh – da muss man das Klettband schon sehr fest ziehen, sodass der Attono stramm sitzt. Alles in allem bietet er dennoch ein sehr ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis und ist eine gute Wahl für Schnäppchenjäger.

Eine etwas preiswerterer Adidas-Torwarthandschuh ist der Predator Top Training Fingersave. Von seinem bereits vorgestellten Kollegen unterscheidet ihn vor allem der Fingersave, der gut gelungen ist. Er minimiert das Verletzungsrisiko, ohne dabei den Bewegungsfreiraum der Finger zu sehr einzuschränken, etwa beim Fausten. An Grip und Polsterung gibt es dank des Soft Grip Pro Latex nichts zu meckern. Bei der Außenhaut setzt man auf eine Mischung aus Polyester und Polyurethan. Insgesamt trägt sich der Predator Top Training Fingersave angenehm, ohne dabei wesentliche Defizite zu offenbaren.

Die Erima Flexinator New Talent erinnern – auch wenn es böse klingt – ein wenig an Topflappen. Der Haftschaum auf der Innenseite fällt ziemlich dünn aus, weswegen auch der Grip und die Absorptionseigenschaften noch Luft nach oben haben. Wenigstens ist die Fangfläche dafür recht groß und der Handschuh an sich fühlt sich leicht an. Beim Fausten würde ein wenig mehr Verstärkung auf den Fingern guttun und auch beim Klettriemen zeigt sich, dass Erima dort gespart hat. Für Kinder im Garten ist der Handschuh ausreichend, aber für größere Aufgaben bräuchte er bessere Fangeigenschaften.

Auf den ersten Blick macht der Alpas PowerSafe V3 einen guten Eindruck: Schönes Design, dicker Haftschaum und die Möglichkeit, seinen Namen aufs Klettband drucken zu lassen. Vielleicht ist dieses deshalb so lang, damit man auch ja jeden Namen darauf unterkriegt – eigentlich braucht es nämlich keine 40 Zentimeter. Die Finger werden ausreichend geschützt, dabei muss man allerdings leichte Bewegungseinschränkungen in Kauf nehmen.

Prinzipiell ist der Grip gut, nur am Handballen nicht: Hier befindet sich eine Schutzzone, die der Abnutzung auf Kunstrasen entgegenwirken soll. Gute Idee eigentlich, leider fällt die Stelle aber sehr rutschig aus, sodass Bälle von dort ziemlich unkontrolliert wegprallen. Ansonsten ist die Fangfläche aber groß genug und dämpft Schüsse angenehm ab. Für seinen kleinen Preis ist der Alpas PowerSafe V3 sicherlich noch eine Alternative.

Wissenswertes über Torwarthandschuhe

Unter den Torwarthandschuhen gibt es prinzipiell zwei verschiedene Schnittformen: Innen- und Außennaht. Modelle, die von außen genäht werden, weisen eine größere Fangfläche auf und sitzen daher auch an den Fingern recht locker. Handschuhe mit Innennaht hingegen fallen deutlich enger aus und liegen im Idealfall wie eine zweite Haut an, was zu besserer Ballkontrolle führt.

 

Torwart-Handschuh Test: Erima Flexinator New Talent
Außennahthandschuhe von Erima: Mehr Bewegungsfreiheit für die Finger und eine große Handfläche.

Die meisten Einsteigermodelle haben ihre Naht außen. Von innen genähte Handschuhe sind in der Regel etwas besser verarbeitet, daher aber auch teurer. Manche Hersteller vermischen sogar beide Schnittformen in Hybrid-Modellen. Seltener trifft man auf Rollfinger-Handschuhe: Hier befindet sich Haftschaum rund um die Finger, der mit der Oberseite vernäht wird. Das soll für Grip und Dämpfung gleichzeitig sorgen.

 

Torwart-Handschuh Test: Adidas Torwarthandschuhe Predator Gl Pro
Ein Adidas-Modell mit Innennaht: Kleinere Fangfläche, aber mehr Ballkontrolle.

Um speziell die Finger der Torhüter noch besser zu schützen, haben viele Hersteller Handschuhe mit sogenanntem Fingersave entwickelt. Kernstück dieser Technologie sind Fingerprotektoren, die nur in eine Richtung beweglich sind, nämlich nach vorne. So kann der Torwart seine Hand stets zu einer Faust formen, aber die Finger können bei einem hart geschossenen Ball nicht nach hinten überstreckt werden.

Der Nachteil daran: Mit den Protektoren ist man doch deutlich unbeweglicher und hat etwas weniger Gefühl in der Hand. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte man daher erst einmal ausprobieren, ob einem ein solcher Fingersave zusagt oder nicht.

Um herauszufinden, welche Größe man benötigt, misst man die Breite der Handinnenfläche. Den jeweiligen Wert ordnet man dann in einer Größentabelle ein. Bei Handschuhen mit Fingersave empfiehlt es sich, im Zweifel lieber eine halbe Nummer größer zu wählen.

Erforderlich für gute Fangeigenschaften ist der Haftschaum – oft Latex – auf der Oberfläche. Im Grunde gilt hier: Mit weichem Haftschaum hat man besseren Grip, allerdings ist das Material nicht besonders langlebig. Dementsprechend hält härteres Latex länger, weist aber geringeren Klebeeffekt auf. Je nach Einsatzzweck muss man hier einfach einen guten Kompromiss finden.

So haben wir getestet

Um Torwarthandschuhe effizient zu testen, hilft nur eins: sich ins Tor stellen und Bälle halten. Dabei mussten sich die Handschuhe in Sachen Grip und Fangeigenschaften beweisen. Manchmal kann man einen Ball nur fausten – hier kommt es gerade bei den Modellen mit Fingerschutz darauf an, ob das problemlos möglich ist. Gleichzeitig sollen die Handschuhe natürlich ein angenehmes Tragegefühl vermitteln.

Torwarthandschuh Test: Torwarthandschuhe Gruppenbild 01
Unsere getesteten Torwarthandschuhe in der Übersicht.

Neben den Spieleigenschaften haben wir die Verarbeitung betrachtet und mit einbezogen, wie leicht sich die Handschuhe an- und ausziehen lassen. Besonders beim Haftschaum macht gute Qualität einen Unterschied – sei es in Bezug auf Grip oder Langlebigkeit. Insgesamt stellte sich heraus, dass es sich bei Torwarthandschuhen lohnt, etwas mehr Geld zu investieren.

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