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Fußballschuhe im Test : Für perfekte Ballkontrolle

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Veröffentlicht 21.09.2020

Egal ob Hobby- oder Profispieler: Ein guter Fußballschuh muss in erster Linie bequem sein, denn niemand will 90 Minuten in einem drückenden oder reibenden Schuh spielen. Wichtig sind aber auch guter Grip auf verschiedenen Geläufen sowie sichere Ballkontrolle.

Jochen Wieloch
Jochen Wieloch
schreibt unter anderem für Audiovision und i-fidelity und testet überwiegend Unterhaltungselektronik, Sport- und Fitnessgeräte sowie Video-Drohnen.

Wer weiß, ob die deutsche Nationalmannschaft 1954 ohne Stollenschuhe Fußball-Weltmeister geworden wäre. Im verregneten Finale von Bern waren die Fußballschuhe mit besserem Grip sicherlich ein Vorteil gegenüber den eigentlich favorisierten Ungarn, die – wie damals noch beinahe alle Teams – auf Leistenschuhe setzten.

Diese Erfindung geht auf Adidas-Gründer Adolf Dassler zurück und hat sich seitdem fest im Profifußball etabliert und weiterentwickelt. Schraubstollen, wie sie damals verwendet wurden, spielen heutzutage nicht zuletzt wegen der hohen Verletzungsgefahr keine so große Rolle mehr. Stattdessen bauen viele Hersteller auf feste Nocken oder Multinocken.

Freilich unterscheiden sich Fußballschuhe in weit mehr als nur der Griffigkeit. Um herauszufinden, welche anderen Kriterien die Spreu vom Weizen trennen, haben wir 10 Paar Fußballschuhe getestet.

Hoher Tragekomfort: Puma One 20.1 FG/AG

Hoher Tragekomfort

Puma One 20.1 FG/AG

Test Fußballschuhe: Puma One 20.1 FG/AG
Für maximale Spielfreude besteht der Puma One 20.1 FG/AG unter anderem aus Leder und begeistert durch perfekte Passform, eine griffige Sohle und eine nützliche Anziehhilfe.

Den Puma One 20.1 FG/AG bekommt man wahlweise in auffälligem gelb oder dezentem schwarz. Er ist leicht, bequem und gewährt nichtsdestotrotz sehr gute Agilität – damit sind die wichtigsten Anforderungen an einen Fußballschuh schon erfüllt. Von allen Schuhen mit Schlupfkonzept im Test wurde das An- und Ausziehen hier am besten umgesetzt.

Fußballschuh Test: Fussballschuh Puma One 20.1 Fgag Hinten
Schön verarbeitet: Der Übergang der Anziehhilfen in die Fersenkappe.

Die Oberfläche des One 20.1 FG/AG besteht aus sogenanntem K-Leder, das angenehm weich ist und mit einer leichten 3D-Struktur versehen wurde. Ergänzend kommt eine spezielle Synthetikmischung zum Einsatz. Übergänge, Nähte und die Sohle sind allesamt gut verarbeitet, da gibt es nichts zu meckern. In den Schuh integriert ist außerdem eine Art dehnbare Socke sowie eine herausnehmbare Einlegesohle. An der Ferse befindet sich eine Schlaufe, die als Anziehhilfe dient.

Fußballschuh Test: Fussballschuh Puma One 20.1 Fgag Sohle
Griffig wie die Pfote eines Puma: Der One 20.1 ist auf Natur- und Kunstrasen zuhause.

Am Knöchel ist der One 20.1 FG/AG höher als die meisten klassischen Fußballschuhe, jedoch im Vergleich zu vielen Schlupfmodellen etwas niedriger. Die Anziehhilfe erweist sich hier als sehr zweckmäßig.

Die gute Verarbeitung schlägt sich auch im Tragekomfort nieder. Dank des weichen Materials im Innenschuh liegt der Schuh eng an, gewährt dem Fuß aber trotzdem ein leichtes und luftiges Gefühl – perfekte Voraussetzungen also für gute Ballkontrolle und präzise Pässe.

Die Kürzel FG/AG attestieren dem One 20.1, dass er für Natur- und Kunstrasen konzipiert ist. Entsprechend hat man auf diesen Geläufen dank der runden Kunststoffstollen und der länglichen Nocken hervorragenden Halt. Mit solch gutem Grip machen Sprints, schnelle Richtungswechsel oder Zweikämpfe wirklich Freude. Nässe kann dem Schuh nichts anhaben, der Fuß bleibt somit stets trocken.

Alles in allem ist der Puma One 20.1 FG/AG ein rundum ausgezeichneter Fußballschuh. Nicht nur optisch macht er einiges her, auch die Funktionalität überzeugt durch die Bank.

Traditionell: Adidas Kaiser 5

Traditionell

Adidas Kaiser 5

Test Fußballschuhe: Adidas Kaiser 5
Der Adidas Kaiser 5 vereint als legendärer Fußballschuh hohen Tragekomfort, tolles Ballgefühl und hochwertige Verarbeitung.

Ein echter Klassiker ist der Adidas Kaiser 5, der manchmal auch unter dem Namen »Copa Mundial« anzutreffen ist. Sein Look erinnert stark an die 70er Jahre, dementsprechend findet man hier auch keinen besonderen Schnickschnack, den man mittlerweile vielleicht von anderen Modellen kennt.

Fußballschuh Test: Fussballschuh Adias Kaiser5 Groß
Das Design des Kaiser 5 wird seit Generationen weitergetragen und ist auch heutzutage noch nicht aus der Mode.

Schon beim Anziehen überzeugt der Kaiser mit Einfachheit: Im Gegensatz zu den engen Schlupfmodellen kann man hier einfach die Lasche so weit nach vorne ziehen, bis genug Platz ist, um komfortabel einzusteigen. Beim Obermaterial setzt Adidas auf sogenanntes Full-Grain-Leder, das schön robust und dick ist, gleichzeitig aber auch weich genug ist um sich bequem an den Fuß anzuschmiegen. Unsaubere Schüsse oder Pressschläge werden dank dieser Kombination abgefedert, was den Fuß wiederum schützt.

Bei der Verarbeitung hat Adidas darauf geachtet, dass man die Schuhe einige Jahre tragen kann: Die meisten Nähte wurden doppelt genäht, die Sohle hat man vorne sowohl geklebt, als auch genietet – und Leder ist erfahrungsgemäß sowieso sehr langlebig.

Fußballschuh Test: Fussballschuh Adias Kaiser5 Sohle
Die zwölf Nocken auf der Unterseite fühlen sich auf festem Naturrasen am wohlsten.

Auf der Sohle hat man die Wahl zwischen Stollen, Nocken und Multinocken. Unser Testmuster war mit vergleichsweise großen Nocken ausgestattet, womit man – was den Untergrund angeht – am vielseitigsten ist. Auf Naturrasen gewährte er uns stets sicheren Stand, auch bei Nässe.

Am Tragekomfort gibt es rein gar nichts auszusetzen. Innen ist der Kaiser 5 mit weichem Leder ausgestattet, sodass es nirgends drückt oder reibt. Selbst breitere Füße finden hier ausreichend Platz, dennoch hat man nicht das Gefühl, dass der Schuh zu locker sitzt. Eine teilweise verklebte Einlegesohle, die man aber auch herausnehmen kann, rundet den bequemen Fußballschuh ab.

Die gute Passform schlägt sich schließlich auch in der Ballkontrolle sowie beim Schießen und Passen nieder. Bemängeln könnte man allenfalls, dass der Schuh bauweisebedingt im Knöchelbereich nicht so viel Halt und Schutz bietet wie einige moderne Modelle.

Nostalgiker werden sich am Retro-Design des Adidas Kaiser 5 erfreuen. Tatsächlich verzichtet Adidas auch auf moderne Materialien, was den Schuh aber nicht weniger bequem macht. Ganz im Gegenteil: Das weiche Rindsleder in Kombination mit dem weiten Einstieg machen ihn extrem komfortabel. So fällt es natürlich auch leichter, Bälle zu kontrollieren und präzise zu schießen.

Gut verarbeitet: Asics Blue/White/Flash Coral

Gut verarbeitet

Asics Blue/White/Flash Coral

Test Fußballschuhe: Asics Blue/White/Flash Coral
Aus weichem Leder gefertigt überzeugt der Asics Blue/White/Flash Coral mit bequemem Einstieg, toller Verarbeitung und viel Spielgefühl.

Keine Preise gefunden.

Ein weiterer, klassischer Fußballschuh ist der Asics Blue/White/Flash Coral. Wie der Adidas Kaiser 5 besteht er aus Leder, ist allerdings nicht so breit geschnitten und eignet sich daher tendenziell eher für Spieler mit schmalerem Fuß.

Fußballschuh Test: Fussballschuh Asics Bluewhiteflash Coral
Knallige Farben, normaler Schnitt: Auf dem Platz macht der Asics eine durchaus gute Figur.

Mithilfe der großen Lasche ist der Einstieg in den Blue/White/Flash Coral kinderleicht. In den blauen und rosa Bereichen sind viele Nähte doppelt verarbeitet, zudem ist die Oberfläche vorne etwas geriffelt. Insgesamt wirkt die Verarbeitung sehr solide, was sich auch beim Blick auf die Sohle bestätigt: Drei Nieten halten Sohle und Schuh fest zusammen.

Das Innere ist mit weichem, grauen Leder gepolstert. Besonders im Bereich der Ferse führt das zu hohem Tragekomfort, aber auch sonst drückt oder scheuert es an keiner Stelle. Eine herausnehmbare Sohle verleiht zusätzliche Stabilität.

Auch hier erweist sich das Leder als schön robust, wodurch die Füße jederzeit ausreichend geschützt sind. Darunter leidet die Ballkontrolle glücklicherweise keineswegs, man behält also sowohl mit Innen- und Außenrist, als auch mit dem Vollspann gutes Gefühl.

Fußballschuh Test: Fussballschuh Asics Bluewhiteflash Coral Sohle
Die Sohle ist vernietet, der Mittelfußbereich sinnvoll verstärkt.

Nässe hat gegen den Asics keine Chance und perlt daher ab. An den zwölf Nocken befinden sich jeweils kleine Einsätze, die an Spikes erinnern. Vermutlich sollen die den Grip nochmal erhöhen, allerdings sammelt sich hier schnell Erde an, wonach der gewünschte Effekt ins Leere läuft. Dennoch bleibt man stets agil, ohne Angst haben zu müssen, auszurutschen. Dem klassischen Fußballschuh fehlt allerdings im Gegensatz zu vielen neuen Modellen ein extra Schutz am Knöchel.

Insgesamt liefert Asics mit dem Blue/White/Flash Coral jedoch einen sehr empfehlenswerten Fußballschuh ab. In Sachen Tragekomfort und Spielgefühl gibt es nichts zu meckern – und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

Außerdem getestet

Der Nike Superfly 7 Academy ist auf Natur- und Kunstrasen zuhause. Man bekommt ihn wahlweise in Schwarz oder Blau und er besteht aus synthetischem Material. Dank der strukturierten Oberseite fällt es leicht, dem Ball Effet mitzugeben und ihn im Dribbling eng zu führen. Elf Nocken garantieren außerdem in jeder Spielsituation gute Traktion.

Beim Anziehen hat man aufgrund der recht klein geratenen Öffnung ein paar Probleme, auch weil es keine zusätzliche Anziehhilfe, etwa eine Schlaufe, gibt. Ist man einmal drin, so werden sich gerade Menschen mit breiteren Füßen etwas eingeengt fühlen. Natürlich soll der schmale Schnitt gute Ballkontrolle gewähren, aber für manchen wird das hier zu viel des Guten sein.

Andere Marke, ähnlicher Fußballschuh: Der Adidas Nemeziz 17.1 FG gleicht dem Nike Superfly 7 Academy in der Konstruktion und hat damit auch die gleichen Nachteile, nämlich den sehr schmalen Schnitt und den erschwerten Einstieg. Dazu kommt im Falle des Nemeziz noch eine unangenehme Druckstelle am Übergang zwischen Polsterung und Abschlussstreifen.

Der Tragekomfort ist somit nicht optimal – dafür hat man jedoch tolle Ballkontrolle, wofür neben der Passform auch die raue Oberfläche sorgt. Mithilfe der elf Nocken behält man selbst bei abrupten Richtungswechseln sicheren Grip. Wiederum gilt also: Ein sehr ordentlicher Fußballschuh, sofern man schmale Füße hat.

Was auf den ersten Blick wie ein Nike-Fußballschuh aussieht, ist in Wahrheit ein China-Duplikat: Der Bolog High Top Spikes Cleats Athletics bedient sich einem Logo, das kaum vom bekannten Nike-Swoosh zu unterscheiden ist. Preislich liegt man logischerweise weit unter einer Top-Marke, dementsprechend lässt auch die Qualität hier und da zu wünschen übrig. So ist etwa die Oberfläche nicht nur aus billigem Synthetik-Material, sondern auch noch ziemlich glatt – ein wenig Struktur würde bei der Ballbehandlung durchaus helfen. Die Polsterung der Innenseite ist recht dünn, genau wie die Einlegesohle.

Positiv zu vermerken ist hingegen, dass der Einstieg nicht zu eng geraten ist und der Schuh an sich breit genug ausfällt. Ebenso in Ordnung ist die Griffigkeit, wobei sich ein wenig mehr Seitenhalt noch besser anfühlen würde. Für Gelegenheitsspieler mag der Schuh zum kleinen Preis noch ausreichen, ambitioniertere Kicker hingegen sollten sich nach etwas anderem umschauen.

Für einen sehr stolzen Preis bietet Under Armour den Magnetico Control Pro an. Er macht sich am besten auf Natur- und Kunstrasen und besteht aus sogenanntem Wallaroo-Material, das gutes Tragegefühl mit Strapazierfähigkeit vereinen soll. Die 3D-Struktur auf der Oberfläche erleichtert die Ballkontrolle, die Nocken sichern bei jeder Bewegung perfekten Halt. Sehr angenehm!

Leider hat man es hier wieder mit einem sehr engen Einstieg zu tun, eine Schlaufe sucht man ebenfalls vergeblich – damit ist An- und Ausziehen einfach zu aufwändig. Der Schuh selbst fällt wiederum ziemlich schmal aus und ist damit nicht für jeden Fuß etwas, bei uns drückte er ein wenig an der Ferse. Gerade bei solch einem teureren Modell sollte man den Schuh vorher wenn möglich anprobieren um herauszufinden, ob er mit dem eigenen Fuß »kompatibel« ist.

Wer breiter geschnittene Fußballschuhe bevorzugt, findet mit dem Nike Vapor 13 Academy FM/GM eine Alternative. Nur vorne fällt er etwas enger aus, ansonsten passt er sehr angenehm. Das verwendete Synthetikmaterial wirkt robust, sodass der Schuh auch die ein oder andere Grätsche locker aushält. Gute Ballkontrolle und präzise Schüsse sind kein Problem, außerdem bieten die Nocken zuverlässigen Stand.

Der Einstieg ist leichter als bei manch anderem Modell, trotzdem dürfte die Lasche ruhig ein wenig länger sein, sodass man sie beim Hereinschlupfen nicht erst zurechtzupfen muss. Eine herausnehmbare Innensohle ist dabei, im Knöchelbereich fehlt jedoch das letzte bisschen Stabilität. Ein insgesamt solider Fußballschuh, mit dem man nicht viel falsch machen kann.

Wissenswertes über Fußballschuhe

Bei den Outdoor-Fußballschuhen gibt es im Großen und Ganzen drei Möglichkeiten, um den Grip auf dem Rasen zu erhöhen: Stollen, Nocken oder Multinocken. Schraubstollen bieten den Vorteil, dass man die Länge der Stollen an die Platzeigenschaften anpassen kann, nasses Geläuf erfordert beispielsweise längere Stollen. Ist das Terrain aber trocken, so wird es auch mit kürzeren Stollen schnell unkomfortabel, auf Kunstrasenplätzen sind sie gar verboten.

Fußballschuh Test: Fussballschuh Adidas Kaiser5 Stollen
Schraubstollen sind ideal für nassen Rasen, hier bieten sie optimale Haftung.

Daher erfreuen sich Fußballschuhe mit Nocken immer größerer Beliebtheit. Die meist 10 bis 14 Nocken sind fest an der Sohle angebracht und machen die Schuhe zu echten Allroundern. Der Nachteil: Austauschen geht nicht – wenn die Nocken abgenutzt sind, muss man neue Schuhe kaufen.

Fußballschuh Test: Fussballschuh Puma Nocke
Nocken eignen sich sowohl für Natur- als auch für Kunstrasen.

Multinockenschuhe machen sich besonders auf Kunstrasen gut. Hier sind an der Sohle viele kleine Gummizapfen angebracht, was gute Standfestigkeit und Stabilität gewährt. Auf trockenem Naturrasen funktioniert das auch noch, bei Nässe wird es aber schnell zu rutschig.

Fußballschuh Test: Fussballschuh Adidas Multinocke
Multinockenschuhe werden ob ihrer Sohle auch als »Tausendfüßler« bezeichnet.

Damit potenzielle Käufer gleich wissen, für welchen Untergrund der jeweilige Schuh konzipiert ist, findet man in der Produktbeschreibung häufig bestimmte Kürzel. Die gängigsten sind »SG« (Soft Ground / Naturrasen), »AG« (Artificial Ground / Kunstrasen), »TF« (Turf / Asche und kurzer Kunstrasen) sowie »FG« (Firm Ground) und »HG« (Hard Ground), die beide jeweils für Natur-, Kunstrasen und Asche geeignet sind.

Es geht bei Fußballschuhen aber nicht nur um die Sohle: Auch beim Schnitt gibt es interessante Unterschiede. Manche Hersteller bieten inzwischen Schuhe an, die eng wie eine Socke geschnitten sind und sich so perfekt an den Fuß anschmiegen sollen. In der Praxis fühlt sich das aber nur gut an, wenn das Modell wirklich perfekt passt. Anprobieren ist da eigentlich unerlässlich. Wer lieber online bestellt, sollte daher sicherheitshalber eher auf einen klassischen Fußballschuh zurückgreifen.

Fußballschuh Test: Fussballschuh Adidas Hauteng
Eng anliegende Fußballschuhe sind in Mode: Der Einstieg ist dann allerdings oft etwas mühsamer.

Wie bei allen Schuhen ist aber letztendlich die Passform für den Tragekomfort entscheidend. Ein bisschen Platz zur Schuhspitze ist gerade bei abrupten Bewegungen durchaus angenehm, prinzipiell sollte der Schuh aber möglichst eng anliegen, um maximales Ballgefühl zu garantieren.

Hat man sich für den Schuhkauf im Laden entschieden, so sollte man beachten, dass Füße tagsüber und bei Belastung etwas anschwellen. Es empfiehlt sich daher, Fußballschuhe lieber nachmittags oder abends anzuprobieren, um »Wettkampfbedingungen« zu simulieren. Außerdem ergibt es Sinn, zur Anprobe solche Socken zu tragen, die man auch im Spiel benutzt. Es ist übrigens zu bedenken, dass Lederschuhe mit der Zeit noch etwas nachgeben, während Synthetikmaterialien sich kaum noch verformen.

Vor dem Kauf sollte man die Verarbeitung sorgfältig überprüfen und sich die Oberflächenstruktur ansehen. Schuhe mit einer gewissen Struktur oder Naben machen es einem leichter, dem Ball Effet mitzugeben – bei glatter Oberfläche ist das schwieriger.

Fußballschuh Test: Fussballschuh Gruppenbild

So haben wir getestet

Zuerst wurden die Schuhe nach ihrem Äußeren begutachtet. Hier standen Design, Verarbeitung und die verwendeten Materialien im Fokus. Im folgenden Praxistest mussten sie sich auf Naturrasen beweisen, beginnend mit dem Tragekomfort. Der ist natürlich recht subjektiv, da jeder Fuß etwas anders geformt ist und sich dementsprechend auch Schuhe unterschiedlich anfühlen.

Im Spiel ist es für Fußballer wichtig, guten Grip zu haben. Daher haben wir überprüft, ob die Nocken auch bei schnellen Richtungswechseln und kurzen Sprints noch genug Stabilität geben, um nicht wegzurutschen. Daneben ist natürlich das vermittelte Ballgefühl ein zentraler Punkt. Im Idealfall verschmelzen Fuß und Schuh zu einer Einheit, die den Ball stets präzise kontrolliert, und wirken nicht wie zwei Fremdkörper. Um das zu prüfen hilft natürlich nur, eine Weile in den Schuhen zu spielen.

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