Test: Photo 1501555088652 021faa106b9b

Wanderrucksäcke im Test : Komfortabel unterwegs trotz viel Gepäck

Veröffentlicht 27.11.2020

Rucksäcke sind vielseitig einsetzbar. Fürs Wandern oder längere Touren sollte es aber ein spezieller Wanderrucksack sein. So hat man trotz mehr Gepäck die Hände frei. Der Tragekomfort des Rucksacks ist dabei das wichtigste, um den Rücken auch bei etwas mehr Gepäck zu entlasten.

Karin Bünnagel
schreibt als freie Journalistin überwiegend über Gesundheits- und Fitnessthemen, unter andere für das Fitnessmagazine Wanderlust und RADtouren. Sie testet überwiegend Produkte rund um Sport, Fitness und Gesundheit.

Ob Verpflegung, Regenjacke oder Wechselkleidung: Beim Wandern und vor allem bei längeren Touren kann einiges an Gepäck zusammenkommen.

Dabei ist es vor allem wichtig, einen gut sitzenden Wanderrucksack zu haben, der trotz des hohen Gewichts Komfort bietet und gleichzeitig den Rücken möglichst entlastet. Denn auch der stärkste Rücken wird nach ein paar Stunden Wanderung irgendwann müde. Wir haben 13 Wanderrucksäcke getestet.

Für viel Gepäck: Deuter Futura 26L

Für viel Gepäck

Deuter Futura 26L

Test: Deuter Futura 26l
Der Deuter Futura ist ein optimaler Wanderrucksack für längere Tagestouren mit viel Gepäck.

Der Futura 26L von Deuter eignet sich vor allem für längere Tagestouren mit viel Gepäck. Er sitzt auch bei höherer Belastung noch sehr komfortabel. Die ergonomischen Schultergurte und die Hüftflossen sind gepolstert. Zudem hat der Rucksack einen Netzrücken und einen Lageverstellriemen.

Der Futura trägt sich angenehm und schränkt dabei die Bewegungsfreiheit nicht ein. Die gut erreichbaren Gurte sind leicht zu handhaben, wodurch sich der Rucksack zügig einstellen lässt. Den Hüftgurt kann man per Pull-Forward-System nach vorne ziehen und einstellen.

Der Rucksack verfügt auch über diverse Fächer: Die Netztaschen an den Hüftflossen sind mit einem Reißverschluss versehen. Am Deckelfach findet sich innen und außen jeweils eine kleine Tasche. An den Seiten gibt es links und rechts elastische Taschen, zum Beispiel für eine Getränkeflasche.

Der Deuter Futura 26L kann frontal über einen Reißverschluss geöffnet werden. So erreicht man auch schnell und einfach Sachen, die mittig oder am Boden des Rucksacks verstaut sind, ohne den gesamten Inhalt zu durchwühlen. Am Boden befindet sich zudem eine Regenhülle. Frontal sind Halterungen für Wanderstöcke sowie eine Einschubtasche angebracht.

Auch für schlechtes Wetter: Vaude Jura 24

Auch für schlechtes Wetter

Vaude Jura 24

Test: Vaude Jura 24
Der Vaude Jura ist ein besonders stabiler Rucksack, der sehr angenehm zu tragen ist.

Der Vaude Jura 24 hat ein angenehmes Tragegefühl, ist besonders stabil und bietet genügend Bewegungsfreiheit. Auch optisch macht er eine gute Figur. Der Rucksack eignet sich vor allem für Wanderer, die den Rucksack lieber nah am Rücken tragen und auch mal bei wechselhaften Wetter wandern wollen.

Die Hüftflossen und ergonomischen Schultergurte sind gepolstert. Außerdem verfügt der Rucksack über einen Netzrücken und einen Lageverstellriemen. Der Jura 24 lässt sich mit den gut erreichbaren Gurten einfach einstellen. Der Hüftgurt ist mit dem Pull-Forward-System schnell eingestellt.

An beiden Seiten gibt es jeweils eine elastische Tasche und eine Seitentasche mit einem Reißverschluss. Im Deckel gibt es ein zusätzliches Fach, am Boden ist eine Regenhülle verstaut. Darüber hinaus bietet der Vaude Jura 24 eine Vorrichtung für ein Trinksystem und eine Befestigung für Wanderstöcke.

Besonders leicht: Salewa Albris Hike 26

Besonders leicht

Salewa Albris Hike 26

Test: Salewa Albris Hike 26
Der Salewa Albris Hike ist ein sehr leichter Rucksack mit angenehmem Tragekomfort.

Der Salewa Albris Hike 26 ist mit etwa 850 Gramm ein echtes Leichtgewicht. So ist er vor allem für Wanderer empfehlenswert, die Wert auf eine leichte Ausrüstung legen. Trotz des geringen Gewichts ist der Rucksack robust. Die Hüft- und Schultergurte sind ergonomisch und gepolstert. Der Hüftgurt sowie der gesamte Wanderrucksack lassen sich leicht und schnell einstellen.

Der Albris Hike 26 liegt auch bei unwegsamen Gelände beständig auf der Hüfte und bietet zudem viel Bewegungsfreiheit. Der Rücken wird dank des Netzrückens gut belüftet. Außen befinden sich ein Deckelfach, zwei elastische Seitenfächer, sowie ein zusätzliches Fach mit Reißverschluss. Außerdem können Wanderstöcke angebracht werden. Im Rucksack selbst gibt es eine Stretchtasche und eine Regenhülle am Boden.

Für Bergsportler: Deuter Trail 30L

Für Bergsportler

Deuter Trail 30L

Test: Deuter Trail 30l
Der Deuter Trail ist ein körpernaher Rucksack und besonders für Bergsportler geeignet.

Der Deuter Trail 30L eignet sich besonders für Bergsportler. So ist er unter anderem mit Helmschlaufen und Pickelhalterung ausgestattet. Der Rucksack liegt besonders nah am Rücken, was insbesondere bei bewegungsintensiven und sportlichen Wanderungen gut ist. Über den Lageverstellriemen kann er noch näher am Körper positioniert werden.

Die Belüftung erfolgt über die zwei Polster des Kontaktrückens. Die ergonomischen Schultergurte sind s-förmig und gepolstert. Ebenfalls gepolstert ist der Hüftgurt. Er hat zudem ein kleines Fach mit Reißverschluss. Über das Pull-Forward-System lässt sich der Hüftgurt zügig einstellen.

Über einen Reißverschluss lässt sich das Hauptfach frontal öffnen. So gelangt man auch an Sachen, die in der Mitte oder unten im Rucksack verstaut sind. Die Regenhülle am Boden des Trails ist auch von außen zugänglich. An den Seiten befinden sich eine elastische Tasche und eine Tasche mit Reißverschluss.

Was gibt es sonst noch?

Der Hüftgurt und die ergonomischen Schultergurte des AC Lite 26L von Deuter sind gepolstert. Der Wanderrucksack liegt stabil auf der Hüfte, bietet ausreichend Bewegungsfreiheit und ist dank eines Federstahlrahmens stabil. Er hat zwei elastische Fächer an den Seiten, ein inneres sowie ein äußeres Fach im Deckel und ein zusätzliches elastisches Fach im Inneren. Der Rucksack ist mit 920 Gramm schön leicht.

Der Mammut Ducan Spine ist einer der teureren Rucksäcke im Test. Der Rucksack hat ein sehr gutes Stabilitätsverhalten, allerdings stört das Rückenpolster ein wenig. Der Rollverschluss ist ungewöhnlich. Sachen im unteren Teil des Rucksacks lassen sich über den Frontal-Reißverschluss gut erreichen. Der Hüftgurt und alle anderen Riemen sind schnell eingestellt. Am Boden befindet sich zudem eine Regenhülle.

Der Deuter Speed Lite 20L liegt direkt am Körper, die Belüftung erfolgt dabei über den Air-Mesh-Bezug. Die ergonomisch geformten Schultergurte sind gepolstert. Der Hüftgurt ist abnehmbar, hat aber keine Flossen. An den Seiten und frontal befinden sich elastische Taschen, in einer kleinen Tasche im Deckel können Wertsachen untergebracht werden. Im Inneren gibt es ebenfalls elastische Taschen. Zudem bietet der Rucksack eine Helmhalterung und eine Regenhülle am Boden.

Der Osprey Hikelite 32 wiegt nur 820 Gramm. Die gepolsterten Schultergurte sind s-förmig. Der Hüftgurt ist nicht gepolstert, kann aber bei Bedarf abgenommen werden. Zudem gibt es einen Lageverstellriemen und der Brustgurt hat eine Pfeife. Für Belüftung sorgt der Netzrücken. An Fächern hat der Wanderrucksack zwei elastische Fächer an den Seiten, ein elastisches Innenfach und zwei Deckelfächer. Im Boden befindet sich eine Regenhülle.

Wissenswertes über Wanderrucksäcke

Mit einem Wanderrucksack ist man mehrere Stunden unterwegs, daher sollte er auch genügend Tragekomfort bieten. Dafür ist es wichtig, dass der Rucksack auch richtig passt. Um sicher zu gehen, sollte man den Rucksack mit Gewicht Probe tragen. Bei den meisten Rucksäcken für Tagestouren ist die Rückenlänge fix. Bei Trekking-Rucksäcken lässt sich die Rückenlänge oft individuell einstellen. Es gibt auch spezielle Rucksäcke für Frauen, die schmaler geschnitten und in der Rückenlänge etwas kürzer sind.

Bei guten Wanderrucksäcken sollten neben den Schultergurten noch ein Hüftgurt und ein Brustgurt vorhanden sein. Schultergurte und Hüftgurt sind oftmals gepolstert, der Brustgurt besteht aus einem Riemen, der höhenverstellbar sein sollte. Bei einem Rucksack mit Hüftgurt und Flossen verteilt sich das Gewicht besser auf der Hüfte.

Der Rucksack sollte auch über ein Belüftungssystem verfügen, damit er beim Wandern nicht am Rücken klebt. Es gibt Wanderrucksäcke mit Kontaktrücken und mit Netzrücken. Beim Kontaktrücken liegt der Rucksack am Körper an. Die Belüftung funktioniert entweder über einen Kanal im Rückenpolster oder senkrechte Streifen dienen als Abstandshalter. Beim Netzrücken hat der Rucksack am Rücken eine gewölbte Fläche, worunter ein luftdurchlässiges Netz gespannt ist.

So stellt man den Rucksack richtig ein: Bevor man den Rucksack schultert, sollten alle Riemen gelockert werden. Der Hüftgurt wird als erstes positioniert: Dabei sollten die Flossen mittig auf den Hüftknochen liegen. Dann wird der Hüftgurt geschlossen und straff gezogen. Der Ansatz der Schultergurte sollte mittig an den Schulterblättern anliegen. Der Brustgurt soll die Schulterträger stabilisieren ohne die Atmung zu beeinträchtigen.

Einige Modelle haben auch einen Lageverstellriemen: Dadurch kann der Rucksack näher an den Körper gebracht werden, was für mehr Stabilität sorgt. Wird der Riemen gelockert, gibt es mehr Luftzirkulation am Rücken.

So haben wir getestet

Die Testrucksäcke haben alle ein Volumen von 20 bis 40 Liter und eignen sich so für eine Tages- oder Wochenendtour. Gepackt wurden die Rucksäcke mit 8,5 Kilo.

Das Hauptaugenmerk lag auf dem Tragekomfort: Die Hauptlast sollte auf den Hüftgurten liegen. Außerdem sollte sich der Rucksack individuell einstellen lassen können und ein gutes Tragegefühl haben. Auch das Belüftungssystem am Rücken wurde bewertet. Letztlich war auch die Verarbeitung der verschiedenen Modelle wichtig.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links, die mit markiert sind. Kaufen Sie über diese Links ein Produkt, erhalten wir eine kleine Provision. Mehr dazu.