Outdoor-Trampolin Test: Trampoline Alle

Trampoline im Test : Hüpftempel für den Garten

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Update 26.08.2020

Ein Trampolin ist nicht nur etwas für Kinder, auch Erwachsene können damit Spaß haben. Trampoline für den Garten findet man mittlerweile bei vielen Familien, dabei gibt es günstige Modelle bereits ab 100 Euro, deren Qualität konnte uns im Test aber nicht überzeugen. Wir haben 13 Trampoline getestet.

Update 26. August 2020

Wir hatten fünf weitere Trampoline im Test. Neue Empfehlungen sind das Ampel 24 Klassik, das Decathlon Domyos Essential 365 sowie das Active Fun Gartentrampolin.

Nele Wobker
Nele Wobker
ist freie Autorin und Vollblut-Gamerin und powert sich auch gern physisch aus. Als Technik-Redakteurin testet sie am liebsten Gaming-Zubehör und Fitness-Geräte.

Garten-Trampoline gibt es ab 1,80 Meter Durchmesser. Wir finden aber, dass es mindestens 2,50 Meter sein sollen, damit sich der Hüpfspaß auch lohnt. Leute mit viel Platz im Garten können auch Trampoline mit einem Durchmesser von vier oder fünf Metern kaufen. Große Trampoline bringen schließlich noch mehr Platz und Spaß mit. Im Test konnten wir feststellen, dass der Preis hier wirklich einen Unterschied macht, bei Sprungverhalten und Aufbau waren die teureren Geräte viel besser als die billige Konkurrenz.

Benutzerfreundlich: Ampel 24 Deluxe

Das Ampel 24 Deluxe gefällt uns von allen Trampolinen am besten, da es nicht nur hochwertig verarbeitet ist, sondern auch das Gefühl beim Springen ist toll. Außerdem garantieren zwei Prüfsiegel die Sicherheit. Wir können es, neben zwei Alternativen, empfehlen.

Benutzerfreundlich

Ampel 24 Deluxe

Test Outdoor-Trampolin: Ampel 24 Deluxe
Der benutzerfreundliche Alleskönner für Sportler, Familien und Menschen, die einfach gerne Spaß haben.

Der Aufbau dauert lange, aber dafür bekommt man auch ein tolles Trampolin. Dieses hier kann mit unterschiedlichen Durchmessern gekauft werden, wir haben mit 305 Zentimetern das kleinste getestet. Dieses Trampolin ist aber bis 490 Zentimeter Durchmesser verfügbar.

Alle Modelle kommen mit viel Zubehör, unter anderem ist alles nötige Werkzeug dabei, genauso wie Utensilien zur Sicherung wie etwa Bänder und Spiral-Erdhaken. Die sorgen dafür, dass das Trampolin auch bei stärkerem Wind am Boden bleibt. Außerdem gibt es zwei Paar Handschuhe zum Aufbauen, die bräuchte man aber nicht einmal unbedingt, denn Verletzungsgefahr besteht hier kaum.

Sicherheitsnetz und Leiter sind ebenfalls qualitativ hochwertig, das Trampolin ist TÜV zertifiziert und hat ein GS-Siegel. Kauft man dieses Trampolin, so hält es sicher nicht nur einen Sommer lang, sondern mehrere Jahre. Es ist ein Sportgerät und nicht nur ein Trampolin mit kurzer Nutzdauer.

Die Testpersonen hatten hier beim Springen den größten Spaß, denn das Tuch federt gut, nicht zu hart oder zu weich. Und das unabhängig vom Gewicht der hüpfenden Person. Somit eignet sich dieses Trampolin auch für Mehrpersonenhaushalte, bei denen alle springen wollen.

Vor allem für Familien mit Kindern dürfte außerdem die Sicherheit wichtig sein. Sorgen muss man sich keine machen und kann die Kinder guten Gewissens springen lassen.

Selbst langes Hüpfen belastet die Gelenke und den Rücken nicht, andere Testgeräte haben dagegen schon nach kurzer Zeit für Verkrampfungen gesorgt. Auf diesem Produkt hatten alle Tester den längsten Spaß.

Was ist alles dabei?

Wir bekamen gleich fünf Kartons geliefert, darin findet sich alles, was für Benutzung und Aufbau nötig ist. So sind die Matten und Stangen für das Gerät dabei und Zubehör wie eine Leiter, die einen hochwertigen Eindruck macht und Erdhaken zur Sicherung. Außerdem gibt es Handschuhe und passendes Werkzeug für den Aufbau. Selbstverständlich ist es nicht, dass alles nötige Werkzeug dabei ist. Das ist ein Pluspunkt. Außerdem gibt es noch rutschfeste Sportsocken, gleich zwei Paar sogar.

Die Aufbau- oder Bedienungsanleitung finden wir gut, einzelne Schritte werden mit Fotos gut erklärt und die Schrift hat die richtige Größe, so kann man sie auch von weiter weg lesen.

Hingewiesen wird auch darauf, dass je nach Trampolingröße unterschiedlich viele Teile dabei sind. Bei anderen Herstellern kann es schnell verwirrend werden, wenn es eine Anleitung für alle Größen gibt und man irritiert nach den vermeintlich fehlenden Teilen sucht.

Der Zusammenbau ist einfach, wenn man sich an die Anleitung hält. Außerdem sind die Teile gut verarbeitet, so passt alles ineinander und wir brauchen weder Gewalt noch Kraft beim Aufbau. Auch zusätzliches Werkzeug ist unnötig, hier ist alles mit dabei.

Die Tipps zur Sicherheit sind sinnvoll, andere Hersteller versuchen da gerne, sich gegen alle Eventualitäten abzusichern. Bei Ampel muss das Trampolin mindestens zwei Meter von anderen Objekten entfernt stehen, die Konkurrenz gibt hier bis zu acht Meter an.

Außerdem ist eine Liste mit dabei, die laminiert ist und die Sicherheitsanweisungen enthält. Mit den enthaltenen Kabelbindern kann man sie daher einfach am Trampolin fest machen und muss nicht immer die Anleitung zur Hand haben.

Was uns nicht so gut gefällt

Da gibt es eigentlich nicht viel, denn wir hatten mit dem Trampolin im Test großen Spaß, zudem ist es pflegeleicht. Im Winter sollte man es dennoch einpacken. Das gilt auch für alle anderen Geräte, hier dauert der Abbau aber ähnlich lange wie der Aufbau.

Das Trampolin muss auf einer Fläche stehen, die kein Gefälle hat und eben ist. Durch die Bauart ist ein Höhenausgleich nicht möglich, das gilt aber auch für die meisten anderen Testprodukte.

Qualität hat aber ihren Preis, dafür dürfte dieses Trampolin aber länger halten als manch anderes, außerdem hat man hier viel Sicherheit und Komfort. Wir empfehlen das Ampel 24 Deluxe vor allem Familien mit Kindern, da es sehr sicher ist. Aber auch Sportler, die Wert darauf legen, auch anspruchsvolle Übungen durchführen zu können, werden bei diesem Trampolin fündig. Das rechtfertigt unserer Meinung nach auch den Preis.

Erstklassiges Material: Ampel 24 Klassik

Erstklassiges Material

Ampel 24 Klassik

Test: Ampel 24 Klassik
Eine günstigere Alternative, bei der jedoch ein paar kleine Kompromisse gemacht werden müssen.

Im Vergleich zur »Deluxe«-Variante aus gleichem Hause spart man beim Ampel 24 Klassik etwas Geld, muss dafür aber auch kleinere Einbußen in Kauf nehmen. An der Qualität lässt sich zunächst nicht viel bemängeln, es fällt allerdings auf, dass die Metallstangen hier nicht lackiert und zudem ziemlich ölig sind. Dank der beigelegten Aufbauhandschuhe ist das aber nicht so schlimm.

Positiv fallen nach dem Auspacken vor allem die schwarze Leiter sowie die Randabdeckung auf. Letztere ist aus festem, dickem, aber gleichzeitig flexiblem Material gefertigt, wodurch Stürze auf den Rand nicht so schmerzhaft ausfallen, wie bei vielen anderen Herstellern. Sehr gut!

In der Anleitung findet man neben Sicherheitshinweisen eine farbliche Auflistung aller Bauteile, somit stellt sie insgesamt eine echte Hilfe dar. Mit einer Ausnahme: Ampel24 empfiehlt, die Sprungfedern mit dem beigelegten Hebel anzubringen und von einer anderen Person mithilfe einer weiteren Sprungfeder festziehen zu lassen. Das ist jedoch gefährlich – stattdessen sollte man hierzu besser nur den Hebel verwenden.

Mitgeliefert sind außerdem zwei Paar Stopper-Socken, die einem noch mehr Grip beim Springen geben. Laut Herstellerangaben trägt das Trampolin 150 Kilogramm, somit eignet es sich nicht nur für Kinder, sondern bietet auch Übergewichtigen eine abwechslungsreiche Art von Bewegung. Gerade bei höherer Belastung tendiert das Trampolin allerdings dazu, etwas wackelig zu werden. Ebenso mag die Federung insbesondere für höher gewachsene Nutzer ein wenig zu stark sein. Um Stauchungen zu vermeiden, sollte man sich daher vor dem Springen kurz aufwärmen.

Im Vergleich zum Deluxe muss man also auf das ein oder andere Detail verzichten, dafür kommt man beim Ampel 24 Klassik aber deutlich sparsamer weg.

Preiswert und schnell aufgebaut: Decathlon Domyos Essential 365

Preiswert und schnell aufgebaut

Decathlon Domyos Essential 365

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Die preiswerte Alternative zu unserem Favoriten, bei der die Anleitung leider etwas irreführend ist.

Eine weitere, preiswerte Alternative bekommt man mit dem Decathlon Domyos Essential 365. Beim Auspacken wird man von hochwertigen Bauteilen überrascht. Außerdem gefiel uns, dass die kleinen Teile mit Beschriftung auf einem Stück Karton verschweißt sind, was sich beim Aufbau als hilfreich herausstellte.

Von den beiden erwachsenen Testern wurde das Sprunggefühl unterschiedlich empfunden. Die Person mit etwa 85 Kilogramm Körpergewicht empfand das Sprungtuch als angenehm, wenn auch etwas weich. Dagegen hatte die 62 Kilogramm schwere Person das Gefühl, dass das Tuch für hohe und kräftige Sprünge eventuell nicht stabil genug sei – obwohl der Hersteller die maximale Belastung mit 110 Kilogramm angibt, weshalb man sich hier eigentlich keine Sorgen machen sollte.

Gegen Regenwasser ist man ausreichend geschützt: Um die Netzhaltestangen bringt man nämlich Schaumstoffhülsen an, über die man wiederum noch Schutzschläuche zieht. Leider sind diese Schritte beim Aufbau nicht gerade einfach, vor allem bei den Hülsen wäre es schön, würde der Hersteller diese schon vormontiert liefern.

Überhaupt benötigt man beim Aufbau mindestens noch eine helfende Person, allerdings ist das Werkzeug nicht doppelt mitgeliefert, sodass die andere Person immer eine Zeit lang nur wartend daneben stehen kann.

Im Lieferumfang fehlte uns eine Leiter, diese kann man aber für recht wenig Geld beim Hersteller noch zusätzlich erwerben. Die Anleitung könnte hier und da etwas präziser ausfallen oder mehr Bilder beinhalten – so wie sie momentan ist, läuft man ab und an Gefahr, Fehler zu begehen. Es ist dann doppelt mühsam, diese wieder zurück zu bauen und zu korrigieren. Wenn man kein absoluter Trampolin-Experte ist, wird man es entgegen der Herstellerangabe kaum schaffen, das Gerät in einer Stunde aufzubauen.

Wer aber ein günstiges Trampolin mit viel Springspaß sucht, macht mit dem Domyos Essential 365 nichts falsch.

Einklappbar: Active Fun Gartentrampolin

Einklappbar

Active Fun Gartentrampolin

Test: Active Fun Active Fun Gartentrampolin
Dieses Modell lässt sich bei schlechtem Wetter besonders praktisch verstauen, ist aber auch sehr teuer.

Sehr innovativ kommt Active Fun mit seinem Haltebogen-Trampolin daher. Diese Klappbögen, die sonst kein anderes Trampolin in unserem Test hatte, sind zusammenfaltbar – dann kann man die beigelegte Plane darauf spannen und schützt das Gerät so vor Wettereinflüssen.

Die gesamte Lieferung passt in gerade mal zwei Kartons. Dabei fällt positiv auf: Alle Bauteile sind beschriftet und werden auch in der Anleitung aufgelistet. Beim Zusammenbau merkt man dann, dass die Teile so gut verarbeitet sind, dass sie stets perfekt ineinander passen. Obwohl der ganze Aufbauprozess etwa vier Stunden dauerte, hatten wir dabei keine Probleme, da man von der Anleitung stets kompetent unterstützt wird. Andere Hersteller versprechen zwar kürzere Aufbauzeiten, allerdings hat man dann oft mit einer ungenauen Anleitung zu kämpfen – sodass die zeitlichen Unterschiede letztendlich doch gering sind.

Mit einem einfachen Klick-Verschluss befestigt man das Netz an den Haltebögen. Was erst einmal praktisch klingt, erweist sich beim Aufbau allerdings als tückisch, da die Gurte in ihrer Voreinstellung zu kurz sind. Also gilt: Bevor man hier viel Kraft beim Ziehen verschwendet, erst die Gurte verstellen! Diese Kraft braucht man schließlich noch später beim Bespannen, da die Federn sowieso schon recht stark unter Spannung stehen. Hier wird dann deutlich, warum man die Federn einmal jährlich ersetzen sollte.

Gerade für den vergleichsweise hohen Preis ist es schade, dass Benutzer laut Hersteller nur bis 100 Kilogramm wiegen dürfen. Als sehr angenehm erweisen sich dagegen die Klappbögen in Verbindung mit der Wetterschutzplane sowie die detaillierte Anleitung. Somit trifft man alles in allem mit dem Active Fun Gartentrampolin eine gute Wahl.

Was gibt es sonst noch?

Eine günstigere Alternative ist das Ultrasport Jumper. Hier gibt es ebenfalls ein TÜV-Siegel. Der Lieferumfang ist übersichtlicher gehalten als bei den Ampel-Trampolinen, aber immerhin springt es sich gut darauf.

Hier kommt alles in einem Paket, mit dabei ist nur, was man wirklich braucht – immerhin auch Werkzeug. Eine Leiter gibt es nicht und das Trampolin ist nur bis 120 Kilo geeignet. Wir finden das Sprunggefühl solide.

Die Anleitung sagt aus, dass zum Aufbau zwei Personen benötigt werden. Die Beschreibung verwirrt uns zuerst etwas, denn die Bilder sind klein, skizzenhaft und können schon mal falsch verstanden werden. Etwa dann, wenn der Winkel auf dem Bild vermeintlich nach vorne zeigt, aber tatsächlich nach unten geht. Nachdem das Gestell steht und die Sprungmatte eingehängt ist, muss man das Sicherheitsnetz einfädeln. Das ist fummelig. Hier hätten wir uns eine bessere Beschreibung oder bessere Bilder gewünscht.

Handschuhe werden zum Aufbau empfohlen, mit dabei sind sie aber nicht. Man braucht kein zusätzliches Werkzeug und wenn der Aufbau dann fertig ist, sieht auch alles auf einer geraden Fläche recht stabil aus. Auch hier wäre kein Höhenausgleich möglich. Das Netz könnte reißen oder das Trampolin kippen, daher sollte man sich eher nicht gegen das Netz werfen. Wer Kompromissbereitschaft zeigt, bekommt hier ein durchaus stabiles Trampolin für kleines Geld.

Das Trampolin von Monzana kommt in zwei Kartons und hat GS- und TÜV-Siegel. Dieses Produkt empfehlen wir ebenfalls als Alternative zum teuren Ampel-Trampolin.

Das zulässige Höchstgewicht sind hier 150 Kilo, aber das Sprungtuch fühlt sich schon mit über 80 Kilogramm zu gespannt an, der Rahmen hat zu niedrig gewirkt. Wiegt man etwa 60 Kilo, ist das Sprunggefühl aber gut.

Die Anleitung gibt an, dass man für den Aufbau drei Erwachsene braucht, zum Tragen sogar eine Person mehr. Eine Leiter ist im Lieferumfang enthalten und schon fertig zusammengebaut. Beim Trampolin passen die einzelnen Teile gut ineinander. Dass das Trampolin günstiger ist, bemerkt man aber etwa an der Randabdeckung, denn die ist dünner als bei anderen Geräten.

Man darf sich nicht auf den Rand des Rahmens setzen, denn er hält die damit nicht gleichmäßige Gewichtsverteilung nicht aus. Wenn man die Sprungfedern einhängt, sollte man darauf achten, ob die Haken auch richtig in den dafür vorgesehenen Löchern sitzen. Die Verarbeitung ist teils unsauber, da klappt das nicht immer und könnte ein Sicherheitsrisiko darstellen.

In den Sicherheitshinweisen liest man, dass Kinder, wenn sie unter sechs Jahre alt sind, nur unter Aufsicht springen dürfen. Außerdem muss alle zwei Jahre das Sicherheitsnetz ausgetauscht werden. Für Stürme braucht man Erdhaken, die sind aber nicht mit im Lieferumfang.

Den günstigen Preis bemerkt man bei der Qualität, daher muss man beim Aufbau mehr Sorgfalt walten lassen und mehr Einsatz bringen. Dafür bekommt man aber auch ein durchaus brauchbares Trampolin.

Beim SixJump vom Hersteller SixBros fielen uns vor allem die zahlreichen Warnhinweise auf, Absicherungen in Textform und Haftungsausschlüsse auf. Dafür fehlt aber das noch zulässige Höchstgewicht für Nutzer in der Anleitung. Siegel von TÜV oder GS gibt es hier auch nicht. Das Trampolin hat einen Durchmesser von 245 Zentimetern, zum Aufbau braucht man zwei Personen. Will man es anschließend aber noch verschieben eher die doppelte Anzahl an Leuten.

Wiegt man etwa 60 Kilo, hat man hier aber ein durchaus gelenkschonendes und gutes Sprunggefühl.

Vom Kinetic Sports TPLH08 waren wir ebenfalls nicht so begeistert, die Anleitung ist mangelhaft und weist viele Lücken auf. Auch die Materialien sind alles andere als hochwertig und anscheinend dürfen dieses Trampolin keine Kinder benutzen, unabhängig von Alter und Gewicht.

Personen mit ca. 60 Kilo werden es zu stark federnd finden, damit kann es zu Stauchungen und Zerrungen im Rücken kommen, obwohl man sich vorher aufgewärmt hat. Dafür ist es aber bis zu 150 Kilo belastbar. Wir raten von der Benutzung aus gesundheitlicher Sicht aber eher ab, wenn Sie weniger als 90 Kilo wiegen.

Das STR8FT von Songmics enttäuschte uns ebenfalls. Das maximale Gewicht sind hier 80 Kilo, der durchschnittliche Deutsche wiegt aber etwas mehr. Für die meisten Käufer ist dieses Trampolin nicht sonderlich brauchbar. Vor allem, wenn man das Trampolin benutzen möchte, um etwas Gewicht zu verlieren, hat man mit diesem Modell schlechte Karten.

Außerdem fanden wir den Aufbau schwierig, teils haben sich uns auch die Schritte nicht erschlossen, so bleibt etwa der Rahmen bis zum Ende flexibel, dadurch besteht Quetschgefahr. Zum Aufbau braucht man außerdem drei oder mehr kräftige Personen.

Das Material finden wir schlecht verarbeitet und billig. Hier dürfen außerdem keine Kinder hüpfen, die jünger als sechs Jahre sind. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass die Rahmenpolster nicht zum Halten des eigenen Gewichts dienen. Auch fehlende Siegel von GS oder TÜV sind alles andere als vertrauenerweckend.

Am wenigstens überzeugen konnte uns das Zero Gravity Ultima 4. Der Aufbau kostet Kraft und ist gefährlich, denn hier müssen die schweren Metallstangen mit Hieben in zu enge Öffnungen gedrückt werden. Das Werkzeug dazu ist theoretisch mit dabei, wir haben aber dennoch unser eigenes zusätzlich gebraucht. Der Hersteller bietet im Internet Anleitungsvideos an, wirbt mit Kundenservice, so gibt es auch Zettel mit Öffnungszeiten und Telefonnummer. Das bringt aber nichts, falls man sich beim Aufbauversuch verletzt hat.

Nach zwölf Monaten muss man das gesamte Trampolin inklusive Einzelteile ersetzen. Dazu sollte man oft auch Eigenwartungen durchführen. Das nutzt bei zu Beginn schon gesprungenen Stangen, kaputtem Reißverschluss und rissigem Netz aber nichts.

Außerdem darf das Trampolin bis maximal 75 Kilo belastet werden, Kinder jünger als sechs Jahre dürfen es nicht benutzen. Wir raten aber allgemein davon ab, dieses Trampolin zu kaufen.

Wissenswertes über Trampoline

Trampoline gibt es in unterschiedlichen Formen, Größen und Farben, entweder mit oder ohne Leiter, Sprungfedern, Zertifikaten, Wetterschutzplanen und anderem. Was aber muss ein gutes Outdoor-Trampolin können oder mitbringen?

Vor allem sollte der Aufbau einfach sein. Das Trampolin kann noch so teuer und hochwertig sein, wenn man es nicht aufbauen kann, nützt das nichts. Die Materialien sollten nicht zu billig verarbeitet sein, die einzelnen Komponenten müssen passen und vor allem das Sprunggefühl muss sicher sein und stimmen.

Vor dem Kauf lässt sich all das aber schwer beurteilen. Wir fanden im Test vor allem eines wichtig: Zertifikate, denn all unsere Empfehlungen haben welche, entweder TÜV, GS (»Geprüfte Sicherheit«) oder beides.

Wir empfehlen daher, dass man beim Kauf vor allem auf die Prüfsiegel achtet, bestenfalls TÜV, sie geben einen ersten Anhaltspunkt.

So haben wir getestet

Wir haben uns nicht nur den Preis angesehen, auch die Aufbauanleitungen wurden auf Verständlichkeit hin überprüft. Und wir haben überprüft, wie lange es dauert, bis das Trampolin fertig dasteht, ob es sicher ist und ob man den Aufbau auch alleine hinbekommt. Eine weitere wichtige Frage war für uns ob der Boden dafür eben sein muss.

Outdoor-Trampolin Test: Dsc
Der Aufbau dauert und ist nicht immer einfach, wir empfehlen definitiv mindestens einen Helfer.

Als Erstes haben wir jedes Trampolin ausgepackt und uns die Anleitung angesehen. Wir wollten wissen, wie übersichtlich die Anleitung ist und ob sie Bilder, Fotos oder Skizzen enthält. Außerdem interessierte uns, ob man zusätzliches Werkzeug braucht. Ebenfalls wichtig ist, wie hochwertig die einzelnen Teile sind. Wir fanden unter anderem lose Fäden, recht billiges Plastik und stark eingeölte Stangen.

Wir haben den Aufbau zunächst als Einzelperson ausprobiert und schnell gemerkt, dass es oft ohne Helfer nicht wirklich funktioniert.

Bei jedem unserer Testmodelle wurde das Sprungtuch mit Sprungfedern am Metallrahmen befestigt. Wir haben darauf geachtet, ob das enthaltene Spannwerkzeug dafür geeignet ist und wie einfach das Spannen geht.

Das mag unwichtig erscheinen, aber uns schoss so manches Modell entgegen. Denn bei viel Spannung hat sich durch die Zugkraft der Rahmen in Bewegung gesetzt, statt dass die Sprungfeder verankert werden konnte. So viel Kraft sollte man zum Aufbau eines Outdoor-Trampolins eigentlich nicht brauchen.

Ebenfalls bewertet haben wir die Aufbauzeit, die war aber bei allen Trampolinen recht lange, bis zu vier Stunden braucht man, abhängig davon, ob man Hilfe hat oder nicht.

Danach wurde probegehüpft, entsprechend dem zugelassenen Höchstgewicht. Getestet haben hier ein Mann mit etwa 80 Kilo und eine Frau mit rund 60 Kilo, außerdem zwei Kinder von zehn und sieben Jahren, das Gewicht dem Alter entsprechend.

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