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Schwimmbrillen im Test : Freie Sicht unter Wasser

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Veröffentlicht 30.03.2020

Schwimmbrillen gehören zu den Dingen, an die man bei einem Schwimmbadbesuch nicht unbedingt denkt, dabei haben sie nicht nur für Profis Vorteile. Mit Brille hat man nicht nur freie Sicht unter Wasser, so kommt auch vor allem kein Chlor in die Augen. Wir haben 12 Modelle getestet und wurden von den meisten positiv überrascht.

Karin Bünnagel
Karin Bünnagel
schreibt als freie Journalistin überwiegend über Gesundheits- und Fitnessthemen, unter andere für das Fitnessmagazine Wanderlust und RADtouren. Sie testet überwiegend Produkte rund um Sport, Fitness und Gesundheit.

Man braucht zum gelegentlichen Schwimmen nicht zwingend eine Brille, vor allem wenn man es nur als Hobby ansieht. Die unscheinbaren Accessoires bieten aber einige Vorteile gegenüber dem Schwimmen ohne Brille, die nicht unterschätzt werden wollen. Ob Meer, See oder Schwimmbad, für alles gibt es die richtige Brille, die vor Augenreizungen schützt und auch problemloses Schwimmen mit Kontaktlinsen ermöglicht. Unbequem müssen sie dabei auch nicht sein, vorausgesetzt, man wählt das richtige Modell.

Angenehm: Arena The One

The One von Arena ist in Lila und Mint gehalten, wir denken dabei an Eis mit Pistazien und Heidelbeergeschmack –das macht gleich Lust auf Freibad oder Badesee. Farben allein machen aber noch keine gute Schwimmbrille, bei dieser Brille überzeugen ebenfalls die wichtigen Eigenschaften.

Angenehm

Arena The One

Test Schwimmbrille: Arena The One
Die einfache Handhabung, der angenehme Sitz und die weiche Passform machen die Brille zum Testsieger.

von 43 Lesern gekauft

Auch mit nassen Händen kann man die Brille noch leicht einstellen. Dazu muss man an den Enden des Bandes ziehen, dann wird die Brille enger, oder man drückt auf den Schnellverschluss, dann kann man das Band weiter stellen. Das hat einfach und problemlos geklappt, die Brille mussten wir dazu nicht ausziehen.

Auch die Passform fanden wir sehr gut, denn dank weicher Abdichtungen liegt sie auf dem Gesicht gut auf, drückt aber nicht zu stark auf die Augenhöhlen. Dabei bleibt sie trotzdem wasserdicht. Den Nasensteg kann man nicht einstellen, die Brille soll sich aber universell anpassen. Bei uns saß sie perfekt, ob das bei jeder Gesichtsform so ist, können wir aber nicht garantieren.

Das Kopfband ist geteilt und bietet am Hinterkopf stabilen Halt, auch bei starken Bewegungen verrutscht hier nichts.

Mit den Polycarbonat-Gläsern hat man seitlich und frontal gute Sicht, sie sind leicht bläulich getönt, das fanden wir im Freibad recht angenehm.

Wir fanden diese Schwimmbrille toll und auch der Preis ist nicht hoch.

Leicht anzupassen: Cressi Flash

Leicht anzupassen

Cressi Flash

Test Schwimmbrille: Cressi Flash
Die Cressi ist unkompliziert anzupassen und hat eine schöne Passform.

Bei der Cressi Flash waren wir beim Ansaugtest zunächst skeptisch, ob sie passen wird, das hat sie aber, und zwar sehr gut. Uns gefällt vor allem, dass sie schön leicht verstellt werden kann.

Die Handhabung bei dieser Brille ist praktisch und einfach, ebenso leicht kann das Kopfband angepasst werden. Dazu muss man nur an den Enden ziehen oder die Flügelchen anheben, die sich am Schnellverschluss befinden, damit wird das Band gelockert. Das funktioniert mit nassen Händen gut und auch hier kann die Brille dabei anbehalten werden.

Diese Brille lässt kein Wasser durch, wenn sie sich festgesaugt hat und drückt dabei nicht. Auch hier kann aber der Nasensteg nicht eingestellt werden. Die Struktur ist elastisch, soll sich aber ans Gesicht anpassen. Das funktionierte bei uns gut, dass es bei jedem klappt, können wir, wie bereits erwähnt, nicht versichern.

Dieses Modell verfügt ebenfalls über ein geteiltes Kopfband und angenehmen Halt. Gut finden wir auch, dass Band und Schnalle mit den Teilen anderer Cressi-Modelle ausgetauscht werden können. Etui oder Schutzhülle fehlt zwar, aber man kann die Brille einfach in ihrer Verpackung transportieren.

Günstig: Adidas Persistar Fit

Günstig

Adidas Persistar Fit

Test Schwimmbrille: Adidas Persistar Fit
Adidas punktet mit angenehmer Passform und einem gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die Adidas Persistar Fit hat ebenfalls ein regulierbares Kopfband, das Anpassen gestaltet sich aber etwas schwieriger als bei der Konkurrenz. Zur Weitenverstellung muss man die Brille abnehmen. Uns gefällt vor allem der einstellbare Nasensteg und wir empfehlen sie auch aufgrund des günstigen Preises.

Adidas setzt ebenso auf ein geteiltes Kopfband, das guten Halt bietet. Der Nasensteg kann leichter eingestellt werden. Im Gegensatz zu anderen Produkten, denen unterschiedliche Nasenstege beiliegen, bekommt man hier drei verschiedene Abstufungen, zwischen denen man wählen kann. Adidas bietet diese Möglichkeit als einzige Brille in unserem Test  an.

Die Abdichtungen fest und trotzdem bequem und weich. Die graue Tönung der Gläser, die auch als Smoke oder Rauch bezeichnet werden, soll helfen, Kontraste und Farben natürlicher wahrzunehmen. Dieses Modell eignet sich vor allem fürs Freiwasser und helle Schwimmbäder.

Wir fanden das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen. Eine Hülle oder ein Etui gibt es nicht im Lieferumfang, aber diese Brille kann einfach in ihrer Verpackungsbox transportiert oder aufbewahrt werden.

Verspiegelte Gläser: Zionor G1

Verspiegelte Gläser

Zionor G1

Test Schwimmbrille: Zionor G1
Die Zionor kommt mit Brillentasche und polarisierten und verspiegelten Linsen.

Keine Preise gefunden.

Bei der Zionor G1 gibt es verspiegelte Gläser, sie sind bunt und aus Polycarbonat. Diese Gläser eignen sich vor allem für starke Lichtverhältnis wie beim Freiwasser, so wird man nicht von der Sonne geblendet. Wir empfehlen sie daher für alle, die oft draußen schwimmen.

Die Gläser sind mit Spiegel und Rauch polarisiert, dadurch eignen sie sich fürs Schwimmen draußen. Auch hier gibt es einen Schnellverschluss, über den das Kopfband eingestellt werden kann. Dazu drückt man einfach den Verschluss runter und lockert das Band. Das funktioniert auch ohne Brille ausziehen und selbst mit nassen Händen.

Hier finden wir die Abdichtungen um die Augen ebenfalls angenehm und weich. Der Rahmen passt sich der Gesichtsform an, den Nasensteg kann man aber nicht einstellen. Mit dabei ist hier eine Schutztasche, damit kann die Brille aufbewahrt oder transportiert werden, das gefällt uns.

Großes Sichtfeld: Aqua Sphere Vista

Großes Sichtfeld

Aqua Sphere Vista

Test Schwimmbrille: Aqua Sphere Vista
Eine Schwimmmaske mit großem Sichtfeld und gutem Sitz.

Die Vista von Aqua Sphere ist eine Schwimmmaske, damit auch größer als eine Saugnapfbrille. Die Brille ist größtenteils transparent, nur der Rahmen ist in Blau und Türkis gehalten, das nimmt ihr das massige Aussehen etwas. Wir empfehlen sie für alle, die Wert auf ein großes Sichtfeld legen.

Die Maske saugt sich gut fest, selbst wenn wir leichte Grimassen schneiden löst sich hier nichts. Die Einstellung funktioniert einfach: Schnellverschluss runterdrücken oder an den Enden des Bandes ziehen und fertig.

Wie bei der Konkurrenz hat auch die Sphere Vista ein geteiltes Kopfband, das stabilen Halt bietet. Schwimmmasken sollen angeblich leichter verrutschen, bei diesem Modell konnten wir das aber nicht feststellen, sie saß sehr gut. Die stabile Verpackung kann auch zur Aufbewahrung oder zum Transport dienen, eine separate Box oder ein Etui gibt es leider nicht.

Was gibt es sonst noch?

Mit der Arena Cobra Ultra Mirror kommt Sommer-Feeling auf, denn die Brille ist schön bunt. Sie kommt mit Nasenstegen in Weiß und Gelb, insgesamt gibt es fünf Größen. Das Kopfband reguliert man hier in der Mitte am Hinterkopf für links und rechts. Abdichtung und Rahmenprofil fallen eher klein aus. Diese Brille ist mehr für Vereinsschwimmer oder Athleten gedacht, daher soll sie so wenig Wasserwiderstand wie möglich bieten. Die verspiegelten Gläser sind dunkel und hart. Dennoch ist die Sicht gut und die Brille ist außerdem PVC-frei.

Mit der Zerhunt-Schwimmbrille bekommt man auch Ohrstöpsel und Nasenklemme. Das Kopfband kann man per Schnalle schließen und öffnen. Das fanden wir eher ungewohnt, aber man wird sich daran gewöhnen. Die Weite wird durch Ziehen am Verschluss eingestellt. Andere Brillen haben hier bessere Lösungen. Auch wenn Silikon lange hält, hatten wir hier eher ein ungutes Gefühl.

Die dunkel getönten Gläser sind breit und groß. Sie sind verspiegelt aber auch recht empfindlich, nach dem ersten Mal hatten wir schon Kratzer drauf. Die Ränder verzerren die Sicht etwas und das Sichtfeld ist insgesamt klein. Aber die Abdichtung tut was sie soll und in der Verpackung kann die Brille auch aufbewahrt oder transportiert werden.

Eine weitere Schwimmmaske bekommt man von Cressi. Hier klappt das Ansaugen ebenfalls gut. Möchte man das Kopfband anpassen, so zieht man an dessen Enden oder man muss die Flügelchen des Schnellverschlusses anheben. Damit wird das Band gelockert. Das funktioniert mit nassen Händen auch gut. Die Gläser haben keine Tönung und es gibt ein großes Sichtfeld. Zur Aufbewahrung wird nichts mitgeliefert, aber man kann dazu die Verpackung nutzen.

Die Sportastisch Pro Swim war vor allem eines: frickelig. An Hinterkopf laufen vier Bänder zusammen, die können alle eingestellt werden. Per Verschluss hinten am Kopf kann die Brille geschlossen und geöffnet werden. Insgesamt gefiel uns die Handhabung nicht. Im Lieferumfang mit dabei sind drei Nasenstege, Ohrstöpsel sowie eine Nasenklemme. Außerdem wird ein stabiles schwarzes Etui mitgeliefert. Die Abdichtungen sind gut, die Gläser haben eine graue Tönung und sind verspiegelt, das schützt vor Sonnenreflexionen.

Bei der Vetoky sind drei Nasenstege mit dabei und eine Hülle zum Transportieren oder Aufbewahren. Das Kopfband ist doppelt und nicht so einfach zu verstellen. Das Sichtfeld ist klein, das hat uns nicht gefallen, ebenso wenig, dass der Rand verzerrt ist. Bei dieser Schwimmbrille spiegeln die Gläser und haben eine blaue Tönung. Sie dichtet gut ab, aber den Tragekomfort fanden wir nicht so toll, auch wenn sie richtig angepasst ist und nicht zu eng, drückt sie auf die Augenhöhlen.

Wissenswertes über Schwimmbrillen

Schwimmbrillen sind nicht nur was für Profis, auch Freizeitschwimmer können sie nutzen, denn so eine Brille schützt beispielsweise vor Spritzwasser, außerdem vor Keimen, Salz, Chlor und je nachdem wo man schwimmt auch vor Algen und Tieren. Zudem wird dadurch unter Wasser die Sicht verbessert und vor allem Kontaktlinsenträger dürften sich freuen, denn mit der Brille kann man trotz Linsen tauchen und schwimmen.

Chlor befindet sich im Wasser, damit es sauber gehalten und desinfiziert wird, so werden Erreger wie etwa Bakterien unschädlich gemacht. Es reizt aber auch die Augen beim Wasserkontakt. Ebenso können die Augen durch Süß- oder Salzwasser gereizt werden oder durch im Wasser schwimmende Partikel oder Tierchen. Eine Schwimmbrille, ob im Schwimmbad oder im See, verhindert den Kontakt mit diesen Erregern und sorgt so für ein angenehmeres Schwimmen.

Vor dem Brillenkauf sollte man wissen, wofür man sie einsetzen möchte. Für den gelegentlichen Schwimmbadbesuch abends? Oder eher am Meer oder See? Braucht man eine Brille für regelmäßige Einsätze und Wettkämpfe? Auch persönliche Vorlieben tragen zur Entscheidung bei.

Für welchen Einsatz?

Wettkampfschwimmer, Triathlet oder doch Freitzeitschwimmer? Je nach Einsatzzweck braucht man unterschiedliche Brillen. Wichtig sind dabei die Augenschalen, Tönung und Sichtfeld.

Für den Triathlon oder im Freiwasser sind ein großes Blickfeld und Tönung wichtig. Bei verspiegelten Gläsern wird das Sonnenlicht vom Auge weg reflektiert, das sorgt für abgedunkelte Sicht, wenn es sonnig ist. Mit einem großen Sichtfeld hat man bei Training und Wettkampf außerdem einen besseren Überblick.

Ist das Sichtfeld zu klein, kann das möglicherweise zu Schwindel führen. Viele Schimmbrillen sind am Rand verzerrt, dadurch bekommt manch Einer Orientierungsprobleme und Schwindel während dem Schwimmen.

Außerdem sind nicht alle Dichtungen gleich hart. Die Dichtung sollte möglichst weich sein, so wird auch mal ein unabsichtlicher Tritt ins Gesicht gedämpft.

Wie passt die Brille?

Sie muss in jedem Fall wasserdicht sein und gut sitzen. Ein Ansaugtest im Trockenen hilft beim ersten Eindruck. Hierzu muss die Brille auf die Augenpartie gedrückt werden, ohne das Band über den Kopf zu ziehen. Dabei entsteht Unterdruck und die Brille sollte ein paar Sekunden halten. Unsere Test-Brillen konnten das alle, manche besser als andere.

Schwimmbrille Test: Nasenstege
Verschiedene Nasenstege ermöglichen eine optimale Passform.

Die Brille sollte auch bei kleineren Bewegungen des Gesichts – Augen zusammenkneifen zählt nicht dazu – noch haften. Funktioniert das, wird sie wahrscheinlich auch wasserdicht sein. Zumindest im Ruhezustand, bei Druck oder Bewegung kann das wieder anders aussehen.

Wie reinigt man die Brille?

Wir haben uns reine Schwimmbrillen angesehen, keine Tauchermasken. Die Hersteller geben an, dass sich die Brillen nur bis zwei Meter Tiefe eignen.

Viele Brillen sind so beschichtet, dass sie nicht beschlagen sollen, die Gläser sollte man daher weder außen noch innen mit den Fingern berühren, sonst kann der Schutz verloren gehen.

Nach einiger Zeit kann es aber trotzdem sein, dass die Gläser beschlagen, das Internet bietet hier Tipps wie Zahnpaste innen auf die Gläser zu reiben. Die enthält aber Partikel, welche den Schutzfilm eher zerstören, wir raten davon also dringend ab. Stattdessen empfehlen wir etwas Speichel zu verwenden und anschließend mit klarem Wasser spülen. Das Spülen mit klarem Wasser sollte aber sowieso nach der Benutzung dazugehören.

Unsere Test-Brillen haben alle einen UV-Schutz, so stören keine Lichtreflexionen oder Sonnenstrahlen.

So haben wir getestet

Getestet haben wir 12 Saugnapfschwimmbrillen und Schwimmasken. Die Brillen haben an der Augenschale eine Gummidichtung, also einen Saugnapf, der saugt sich beim Andrücken am Gesicht fest. Dadurch sind sie gut gedämpft, es bleiben keine Abdrücke und die Brillen haben einen guten Halt. Für die perfekte Passform muss man aber vielleicht länger nach einer Brille suchen.

Schwimmasken dagegen ähneln Tauchermasken, haben die Nasenpartie aber nicht integriert. Auch ist bei der Augenpartie der Dichtungsgummi größer, die Brille sitzt damit nicht auf den Augenhöhlen, sondern um diese herum. Das nimmt eventuell auch das Druckgefühl. Diese Brillen verrutschen jedoch etwas schneller bei schnellen Bewegungen, denn der Wasserwiderstand ist größer.

Eine Schwimmbrille muss gut sitzen, kann daher mit unterschiedlichen Möglichkeiten individuell eingestellt werden. Das geschieht hauptsächlich am Kopfband. Wir hatten Bänder mit Clips hinten am Kopf, geteilte und doppelt gelegte Kopfbänder. Außerdem unterscheiden sich die Arten, wie das Band eingestellt wird. Wir legen hier Wert auf einfache Handhabung, auch bei nassen Händen. Fest sitzen muss das Band zudem, aber am Kopf nicht drücken.

Wichtig ist auch der Nasensteg, manche Hersteller bieten hier anpassbare Modelle oder nutzen Technologien, durch die die Brille flexibel bei unterschiedlichen Augenabständen ist.

Wir haben unter Wasser beim Schwimmen getestet, um festzustellen, wie wasserdicht die Brillen sind. Beachtet haben wir dabei vor allen die Ansprüche von Freizeitschwimmern an eine Brille, weshalb wir die speziellen Anforderungen für Wettkämpfe, Triathlon oder Ähnliches eher außer Acht gelassen haben.

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