Für den perfekten Schwung Test: Nordic Walking Stöcke

Nordic-Walking-Stöcke im Test : Für den perfekten Schwung

Update 01.07.2021

Nordic-Walking-Stöcke eignen sich nicht nur für den Sport, einige nutzen sie auch als stylische Alternative zur Gehhilfe. Welchen Einsatz auch immer sie letztendlich haben sollen – der Stock sollte gut verarbeitet und stabil sein. Wir haben 18 Modelle getestet.

Update 1. Juli 2021

Wir haben neun weitere Nordic-Walking-Stöcke getestet. Der Swix CT4 sowie der Stock von SchwabMarken sind neue Empfehlungen.

Karin Bünnagel
schreibt als freie Journalistin überwiegend über Gesundheits- und Fitnessthemen, unter andere für das Fitnessmagazine Wanderlust und RADtouren. Sie testet überwiegend Produkte rund um Sport, Fitness und Gesundheit.

Nordic-Walking-Stöcke, Wanderstöcke und Skistöcke sind das Gleiche? Nein, ganz und gar nicht. Wer also Wert auf einen richtigen Nordic-Walking-Stock legt, sollte auf ein paar Kriterien beim Kauf achten. Wofür man die Stöcke dann benutzt, bleibt aber jedem selbst überlassen.

Wir haben uns 18 Stöcke angesehen und sie ausführlich draußen getestet, dabei haben wir einige empfehlenswerte Modelle gefunden und können Tipps zum Kauf geben.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
HochwertigCleveres WechselsystemExtrem leichtTeleskop-StockFür wenig Geld
Test Nordic-Walking-Stock: Leki ResponseTest: Swix Ct40Nordic-Walking-Stock Test: Komperdell FeatherlightTest Nordic-Walking-Stock: Leki Traveller AluTest: Schwabmarken Nordic Walking Teleskop Stöcke
Modell Leki Response Swix CT40 Komperdell Carbon Featherlight Leki Traveller Alu SchwabMarken Nordic Walking Teleskop Stöcke
Pro
  • Hautschutz zwischen Daumen und Zeigefinger
  • Handschlaufe einhändig lösbar
  • Weiches Material
  • Pads leicht auswechselbar
  • Runder Bewegungsablauf möglich
  • Pfiffiges Wechselsystem Pad-Spitze
  • Stabile Handschlaufe
  • Liegt gut in der Hand
  • Handschlaufe einhändig lösbar
  • Hautschutz zwischen Daumen und Zeigefinger
  • Runder Bewegungsablauf möglich
  • Handschlaufe zweihändig lösbar
  • Hautschutz zwischen Daumen und Zeigefinger
  • Runder Bewegungsablauf möglich
  • Handschlaufe einhändig lösbar
  • Günstiger Preis
  • Handschlaufe einhändig lösbar
  • Verzeiht Technikfehler
  • Mit Tasche
Contra
  • Teuer
  • Rechts-Links-Markierung innen
  • Lösen der Schlaufe manchmal frickelig
  • Falsche Pads in der Lieferung
  • Pads schwer auswechselbar
  • Kein Extra-Hautschutz
  • Schwer
Bester Preis
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Hochwertig: Leki Response

Hochwertig

Leki Response

Test Nordic-Walking-Stock: Leki Response
Der Aluminiumstock von Leki ist hochwertig verarbeitet und perfekt zum Nordic Walking geeignet.

Ein guter Stock ist der Response von Leki. Er eignet sich nicht nur für Anfänger, sondern auch für Fortgeschrittene und gleichermaßen für Asphalt und Gelände. Auch der Preis ist in Ordnung und wir sehen in ihm ein gutes Gesamtpaket.

Der Stock wirkt hochwertig und der Korkgriff lässt sich angenehm und gut greifen. Die minimalistische Handschlaufe ist durchdacht, es gibt einen Hautschutz zwischen Zeigefinger und Daumen, hier scheuert kein Riemen. Auch das Material finden wir angenehm. Die Verarbeitung des Klettverschlusses überzeugt ebenfalls und auch für schmale Handgelenke eignet er sich, hier steht kein Verschluss über, er liegt schön fest an.

Der Stock schwingt beim Nordic-Walken mit, ohne dass er vibriert. Auch wenn man den Griff am Ende eines Armschwungs loslässt, kann man den Nordic-Walking-Stock leicht wieder greifen. Das sorgt für einen gleichmäßigen Bewegungsablauf.

Die Pads für den Asphalt können leicht ausgewechselt werden. Sie greifen auf Asphalt gut. Für lockeren Untergrund geben Metallspitzen guten Halt. Indem bei der Kunststoffkappe der orange Hebel gedrückt wird, kann die Handschlaufe einfach gelöst werden. Ist man darin geübt, funktioniert das auch mit einer Hand. Man kann die Lasche auch leicht zurück in die dafür vorgesehene Öffnung führen, dazu muss der Griff umfasst werden. Rastet die Lasche ein, kann es weitergehen.

Wir finden vor allem das Verhältnis von Preis und Leistung toll, denn für den Leki Response muss man nicht zu viel Geld ausgeben.

Cleveres Wechselsystem: Swix CT4

Cleveres Wechselsystem

Swix CT40

Test: Swix Ct40
Der CT40 hat ein cleveres Spitze-Pad-System.

Auch der Swix CT4 hat uns überzeugt, vor allem wegen seines cleveren Pad-Spitze-Systems »Twist and Go«, bei dem die komplette Einheit herumgedreht werden kann, um dann mit den integrierten Pads aus Gummi zu walken. Einfach den metallenen, kleinen Knopf betätigen und man kann die komplette Einheit umdrehen. Damit von der Spitze keine Verletzungsgefahr ausgeht oder teure Parkettböden nicht verkratzt werden, hat ihr der Hersteller eine Verschlusskappe spendiert. Damit sich die Kappe nicht löst, sollte sie mit stärkerem Druck befestigt werden, bis sie fest einrastet. So thront sie jederzeit fest auf der Stockspitze.

Der aus Kork gefertigte Stockgriff liegt angenehm und sicher in der Hand, Kunststoff ist lediglich am unteren und oberen Ende verarbeitet. Die Handschlaufe ist in zwei Größen verfügbar: S (Small) und L (Large). Small hat für die Hände unseres Testers besser funktioniert. Das feste Material ist ziemlich flexibel, dennoch fest und angenehm hautfreundlich konzipiert. Es bietet genug Grip, selbst wenn Sie verschwitzte Hände haben sollten. Fixiert man die Handschlaufe, steht die Kletterschluss-Lasche nicht über. Die Laschen sind jeweils mit einem aufgenähten R beziehungsweise L markiert, so hält man Stöcke in der jeweils richtigen Hand.

Selbst bei geöffneter Handfläche ist der physische Kontakt zum Nordic-Walking-Stock immer gegeben. Dadurch lassen sich die Nordic-Walking-Stöcke sauber und gut schwingen und der sensible Hautbereich zwischen Zeigefinger und Daumen ist ausreichend geschützt.

Die Schlaufe für die Hand kann durch Herunterdrücken der schwarzen Kappe problemlos vom Stock gelöst werden. Verfügt man über einen kräftigen Zeigefinger und etwas Übung, klappt das ebenfalls einhändig. Die Stöcke von Swix besitzen nur wenig Gewicht, bleiben beim Armschwung aber auf Spur. Der Carbon-Anteil der Stöcke beträgt 30 Prozent.

Schauen Sie sich nach einem neuen Paar Stöcke um, können wir Ihnen die Swix CT4 empfehlen – besonders, wenn Sie ihre Gummipads gerne mal schnell verlegen oder verlieren. Gut gefallen hat uns außerdem der unkomplizierte Wechsels des Pads bei häufigen Asphalt-Gelände-Wechseln.

Extrem leicht: Komperdell Carbon Featherlight

Extrem leicht

Komperdell Carbon Featherlight

Nordic-Walking-Stock Test: Komperdell Featherlight
Federleichter Nordic-Walking-Stock aus Carbon.

Der Carbon Featherlight von Komperdell ist seinem Namen entsprechend tatsächlich extrem leicht. Auch hier findet sich ein Korkgriff. Für diese Leichtigkeit muss man zwar mehr Geld zahlen, wir finden den Stock aber empfehlenswert.

Der Stock ist in Schwarz gehalten und hat einen kupferfarbenen Streifen, er wirkt fast schon elegant. Die Handschlaufe fühlt sich auf der Hautoberfläche angenehm an und wirkt robust. Auch hier wird die Haut zwischen Zeigefinger und Daumen geschützt, und zwar durch ein flexibles Band. Auch bei diesem Stock steht der Klettverschluss selbst bei schmalen Handgelenken nicht ab, sondern liegt schön fest an. An der Innenseite der Schlaufe findet sich außerdem eine Markierung für den rechten und linken Stock. Da die Schlaufe nahe am Griff liegt, sind beim Armschwung flüssige Bewegungsabläufe möglich.

Damit die Handschlaufe vom Stock gelöst wird, muss man nur an einer Lasche ziehen, auf deren Kunststoffkappe der Firmenname steht. Um die Schlaufe dann erneut an den Nordic-Walking-Stock zu setzen, einfach die Halterung in die Kunststoffkappe hineindrücken, dann schließt der clevere Mechanismus wieder. Dafür braucht man aber zwei Hände und das Auslösen beziehungsweise das Verbinden ging nicht immer gleich einfach.

Die Pads kann man schnell auswechseln, sie sind fußförmig und haben auf Asphalt einen guten Grip. Auch die abgeflachte Metallspitze funktioniert gut.

Der Carbon Featherlight von Komperdell ist leicht, aber auch recht teuer. Wir empfehlen ihn daher vor allem, wenn Sie besonderen Wert auf geringes Gewicht legen.

Teleskop-Stock: Leki Traveller Alu

Mit dem Traveller Alu von Leki bekommt man einen Teleskopstock, der dank Schnellspanner auf die korrekte Länge eingestellt werden kann. Wir finden ihn vor allem gut, wenn man mit der Standard-Stocklänge nicht zurechtkommt und sie gerne individuell einstellen möchte. Die Stocklänge kann dabei mit Hilfe einer Skala angepasst werden, die zeigt mögliche Einstellungen in Schritten von fünf Zentimetern an.

Auch hier liegt der Griff aus Kork angenehm in der Handfläche und auch das Gewicht empfinden wir nicht als negativ. Der Stock vibriert bei der Benutzung nicht. Wenn der Griff losgelassen wird, hat man ihm beim Armschwung dann auch schnell zurück in der Hand. Wie bei den anderen Empfehlungen liegt auch hier der Klettverschluss selbst bei dünnem Handgelenk fest an.

Von den Asphalt-Pads waren wir zunächst verwundert, denn laut Internet sollten sie fußförmig sein, unsere hätten wir eher bei Wanderstöcken vermutet. Auch das Austauschen gestaltete sich ein wenig schwierig. Die Metallspitze bietet im Gelände aber guten Halt und ist abgeflacht.

Uns gefällt, wie sich die Handschlaufe vom Stockgriff lösen lässt. Dazu muss der rote Hebel der Plastikkappe zum Nutzer nach unten gedrückt und die Hand nach oben geschoben werden. Das Andocken geht noch leichter, hierzu muss die Öse der Handschlaufe über die entsprechende Halterung gestreift werden und schon ist man fertig. Hat man mehr Übung und kräftige, gelenkige Daumen, klappt das auch einhändig.

Wir empfehlen den Traveller Aluvon Leki für alle, die ein robustes Traveller-Modell suchen.

Für wenig Geld: SchwabMarken Nordic Walking Stock

Für wenig Geld

SchwabMarken Nordic Walking Teleskop Stöcke

Test: Schwabmarken Nordic Walking Teleskop Stöcke
Günstiges Einstiegsmodell für absolute Anfänger.

Gleich mal vorweg: Der SchwabMarken Nordic-Walking-Stock hat ein paar Schwächen, ist aber interessant für Neulinge, die für ihr erstes Modell erstmal nicht so viel Geld hinblättern möchten. Vor allem verzeiht er gutmütig Technikfehler.

Der Stockgriff ist zu jeweils 50 Prozent aus Kunststoff und aus Kork gefertigt. Da wo die Finger den Griff des Teleskopstockes umfassen, hat der Hersteller Kork verarbeitet. Mittels zweier Drehverschlüssen kann jeder der Nordic-Walking-Stöcke auf die benötigte Länge arretiert werden. Dazu wird der untere Teil bis zu einer Stopp-Marke herausgezogen. Lediglich der obenliegende Teil des Nordic-Walking-Stocks kann in Abständen von einem Zentimeter eingestellt werden. Fest zudrehen, und das war’s.

Wir empfanden die Handschlaufe als angenehm, aber etwas hart. Da der Abschluss bei jedem Abknicken des rechten Handgelenks drückte, bereitete uns die rechte Handschlaufe etwas Probleme. Nachdem wir den entsprechenden Klettverschluss ein wenig gelockert hatten, war das Problem gelöst. Mit der linken Handschlaufe hatten wir dieses Problem übrigens nicht. Der fixierte Klettverschluss liegt vollständig an.

Mit einer Hand kann die Handschlaufe angebracht und wieder gelöst werden. Das Anbringen der Schlaufe mussten wir erst üben: Da der kleine Stift einrasten muss, gelang uns das erst nach mehreren Malen.

Bemängeln müssen wir, dass die Hautfalte zwischen Zeigefinger und Daumen nicht von einem Extra-Schutz abgeschirmt wird. Der Riemen reibt dauerhaft an der sensiblen Haut, was auf Dauer störend sein könnte. Dünne Nordic-Walking-Handschuhe können hier Abhilfe schaffen. Neben einer Nylontasche sind ebenfalls zwei Paare Schneeteller und zwei Gummipads im Lieferumfang enthalten.

Der SchwabMarken-Stock ist aus Aluminium gefertigt und besitzt ein vergleichsweise höheres Gewicht als Stöcke aus Carbon, verzeiht dadurch aber eine unsaubere Ausführung der Technik. Das prädestiniert ihn für uns als günstiges Einsteigermodell.

Was gibt es sonst noch?

Die Stöcke Team 15 von One Way sehen direkt hochwertig aus. Es gibt einen Kork-Griff, der angenehm in der Handfläche liegt. Der Stock verfügt zwischen Zeigefinger und Daumen über einen Hautschutz. Den Abstand zwischen der Schlaufe und dem Griff kann man individuell einstellen. Damit funktioniert der Bewegungsablauf reibungslos. Zum Fixieren der Einstellung muss die Halterung dann nur nochmal fest in die Kappe gedrückt werden. Wird die Schlaufe nahe am Griff positioniert, entsteht eine Öse, die hat uns im Test aber nicht gestört. Wir finden es dennoch schade, dass man deshalb die Schlaufe nicht vom Stock lösen kann.

Vor allem das Spitze-Pad-Wechselsystem gefällt uns gut, wenn man die Spitze nicht braucht, kann der Pad-Aufsatz nach oben geknickt werden, dann rastet er ein. Das erfordert aber ein wenig Druck, daher sollte man aufpassen, dass man sich dabei nicht verletzt, denn der Metallstift ist spitz. So kann man keine Pads verlieren oder vergessen. Sollten die Pads mal abgenutzt sein, so können sie einfach gegen ein Ersatzteil getauscht werden.

Der Stock von Flash Carbon von Leki besitzt einen Carbonanteil von 70 Prozent. Das atmungsaktive Material ist flexibel und die Handschlaufe hautsymphatisch. Für besonderen Schutz der Haut zwischen Zeigefinger und Daumen hat der Hersteller eine extra Lage Stoff eingearbeitet. Bequem kann die Handschlaufe einhändig vom Stock entfernt werden: Einfach die dunkelrote Kappe drücken, dann kann die Handschlaufe gelöst werden. Ziehen Sie an der Plastik-Lasche, wird der Klettverschluss geöffnet. Wir vermuten, dass die Lasche nach einiger Zeit abreißen könnte, wenn zu stark und zu oft an ihr gezogen wurde.

Hat man die Pads aufgedrückt, lassen sie sich nur mit einiger Kraftanstrengung wieder lösen. Damit soll ein möglicher Verlust der Stöcke vermieden werden. Das Nordic Walking mit den zwei Stöcken macht Spaß: Der Leki schwingt hervorragend und ist nachdem man die Hand geöffnet hat wieder schnell griffbereit. Der Stock ist sowohl für geübte Nordic Walker wie auch Einsteiger gleichermaßen geeignet.

Gut gefallen hat uns auch der aus Carbon gefertigte Leki Pacemaker. In Anwendung und Design ist er sportlich. Der Griff aus Kork liegt gut und bequem in der Hand. Mit einem Klettverschluss lässt sich die Handschlaufe gut befestigen. Selbst bei schmaleren Handgelenken steht hier nichts über. Schwingt man den Arm, landet der Stockgriff, nachdem man ihn losgelassen hat, sofort erneut in der Handinnenfläche. Damit gelingen runde Bewegungsabläufe.

Die Asphalt-Pads sind geriffelt und lassen sich leicht auswechseln. Die Metallspitze sorgt für guten Halt. Wird der rote Hebel an der Plastikkappe nach unten gedrückt und die Hand nach oben geschoben, löst sich die Handschlaufe. Möchten Sie die Schlaufe wieder verbinden, streifen Sie die Öse einfach über die Stockhalterung. Mit einem gelenkigen beziehungsweise kräftigem Daumen und etwas Übung kann die Schlaufe auch einhändig gelöst werden. Preislich liegt der Nordic-Walking-Stock im Testfeld in einem höheren Bereich. Der Stock richtete sich in erster Linie an diejenigen, die ein sportliches Carbon-Modell suchen.

Der Attrac Ultra Light ist komplett aus Carbon gefertigt. Der Stock ist nicht allzu leicht und lässt sich ordentlich und gut führen. Der Stockgriff des Ultra Light ist zu 100 Prozent aus Kork gefertigt, die Handschlaufe ist aus einem atmungsaktiven und weichen Material gefertigt. An unserem Handgelenk stand der Klettverschluss etwas ab. Schön: An eine zusätzliche Abdeckung, die die Haut zwischen Zeigefinger und Daumen schützt, wurde ebenfalls gedacht. Die Pads können bequem entfernt und wieder angebracht werden. Im Lieferungsumfang sind drei Paare der Pads enthalten. Bei uns kamen allerdings nicht drei unterschiedliche an, sondern ein doppeltes Paar. Die flachen Pads fehlten im Paket. Die gerade Spitze des Stockes bot uns auch im Gelände ausgezeichneten Halt. Unser Fazit: Solide Stöcke aus Carbon für einen erschwinglichen Preis.

Beim Levante Carbon von Komperdell halten wir ebenfalls ein reines Carbon-Modell in unseren Händen. Für eine Überraschung sorgte die hellgraue Farbe der Handschlaufe und der Pads. Gewöhnlich sind die Pads des Stockes in einem schwarzen Farbton gehalten. Der Stock ist komplett in Weiß gehalten, was insgesamt für einen schicken Look sorgt. Die weiche Handschlaufe ist flexibel und robust und die Distanz zum Stock kann individuell angepasst werden. Die empfindliche Haut zwischen Zeigefinger und Daumen wird von einer Extra-Schicht vor Reibung geschützt. Die Klettverschluss-Auflage ist breit bemessen.

Nicht so schön: Die Angabe, ob die Schlaufe für die linke oder die rechte Hand ist, befindet sich unterhalb der Klettverschluss-Lasche. Mit etwas Übung lässt sich die Handschlaufe mit einer Hand anbringen und wieder lösen. Da mit dem Daumen der Knopf am Stockgriff gedrückt und zeitgleich die Hand weggezogen werden muss, ist das Lösen etwas komplizierter. Der ultraleichte Stock kann unruhig werden, sollte die Nordic-Walking-Technik unsauber ausgeführt werden. Das Resümee: Ein Stock der für fortgeschrittene Nordic Walker mit einer sauberen Technik geeignet ist, mit einem hohen Anschaffungspreis.

Wissenswertes über Nordic-Walking Stöcke

Nordic-Walking Stöcke sind keine Ski- oder Wanderstöcke. Beim Nordic-Walking handelt es sich um ein Ganzkörpertraining, bei dem viele Muskelpartien gekräftigt werden. »Aufgrund der Stöcke werden die Fußgelenke entlastet. Und auch die Belastung für die Kniegelenke ist geringer als beispielsweise beim Joggen«, so Andrea Martens, frühere Redakteurin des Fachmagazins »Nordic Walker« und Nordic-Walking-Instruktorin. Der Einsatz der Stöcke fördert außerdem die Koordination und bringt Trittsicherheit.

Nordic-Walking-Stock Test: Nordic Walking
Die natürlichen Bewegungen werden unterstützt.

Man stößt sich mit den Nordic-Walking-Stöcken ab, so können Rücken- und Armmuskulatur gestärkt werden, außerdem können sich dabei auch Schulter- und Nackenverspannungen lösen. Vorausgesetzt, man benutzt die Stöcke richtig und hat den geeigneten Stock.

Welche Stocklänge?

Die ist von der Körpergröße abhängig, Andrea Mertens beschreibt folgendes: »Stellen Sie aufrecht hin, umfassen Sie mit der Hand den Stock am Griff, und stellen Sie ihn senkrecht vor sich. Der Winkel in der Armbeuge sollte einen 90-Grad-Winkel beschreiben.« Der Winkel sollte bei Anfängern auf keinen Fall kleiner sein, Profis und Fortgeschrittene können aber auch längere Stöcke benutzen.

Nordic-Walking-Stock Test: Nordic Walking Stocklänge
Hier sieht man einen Stock mit der idealen Länge.

Eine Formel dafür gibt es ebenfalls: Man nimmt die Körpergröße – in Zentimeter– und multipliziert mit 0,68, das wären etwa 166 cm x 0,68 = 112,88 cm. Mit diesen Maßen gibt es natürlich keine Stöcke, daher sollte auf- oder abgerundet werden, hier wäre das etwa ein Stock mit 110 Zentimeter Länge. Daneben gibt es auch Teleskopstöcke, die können separat eingestellt und beispielsweise für einen Transport auch kleiner gemacht werden.

Schneeteller, Pads, Spitzen

Fürs Gelände eignen sich Spitzen, Pads eher für den Asphalt. Die Spitzen sollten dabei aus Hartmetall gefertigt sein und sorgen für Halt bei losem Untergrund. »Damit sie nicht unnötig auf hartem Asphalt abgenutzt werden, sollten man in diesen Situationen die Pads aus Gummi verwenden«, so Andrea Martens.

Nordic-Walking-Stock Test: Nordic Walking Spitzen
Verschiedene Aufsätze eignen sich fürs Gelände oder Asphalt.

All unsere Test-Stöcke hatten abnehmbare Pads, bei manchen waren sogar Schneeteller dabei. Will man einen Verlust der Pads vermeiden, sollten sie fest angebracht werden. One Way bietet hierfür zum Beispiel ein praktisches Drehsystem an. Die meisten Test-Pads waren angeschrägt oder fußförmig, so kann sich der Nutzer vorteilhafter mit dem Nordic-Walking-Stock abstoßen.

Der richtige Halt

Ein Griff dient beim Nordic-Walking nicht ausschließlich zum Festhalten: »Beim Nordic Walking öffnet man beim Ende des Armschwungs die Hand und lässt den Stock kurze Zeit los, um ihn dann wieder zu greifen«, erklärt Andrea Martens. »Daher sollte die Handschlaufe gut sitzen, damit der Schwung nicht verloren geht.«

Nordic-Walking-Stock Test: Nordic Walking
Die Technik ist entscheidend, der Stock wird kurz losgelassen.

Deshalb muss man die Handschlaufe individuell einstellen können, damit sie der Hand angepasst wird. Manche Hersteller bieten die Schlaufen in unterschiedlichen Größen an. Es ist daher wichtig, welcher Stock rechts oder links sitzt, die Test-Produkte hatten hierfür Hinweise angebracht.

Die Schlaufe für die Hand sollte diese nicht einschnüren und genügend Bewegungsfreiheit bieten. Beim Armschwingen sollte die Hand geöffnet werden können, ohne dabei den Stockkontakt zu verlieren. Mit der Schwungbewegung muss der Stock zurück in der Handfläche landen.

Der Griff sollte außerdem eine ergonomische Form haben. Wir hatten im Test ausschließlich Korkgriffe mit einer Kunststoffkappe. Das hat den Vorteil, dass die Stöcke gut in den Händen liegen, wenn man schwitzt.

So haben wir getestet

All unsere Testprodukte hatten abnehmbare Pads für Asphalt. Die Griffe waren aus Kork mit Kunststoffkappe, die Stöcke selbst aus Carbon, Aluminium oder einem Carbon-Glasfaser-Mix. Wir haben Stöcke mit 115 Zentimetern Länge und auch Teleskopstöcke getestet.

Nordic-Walking-Stock Test: Nordic Walking
Unsere Test-Stöcke aus 2019/10.

Wir haben überprüft, wie schwer der Stock ist, wie er schwingt, wie die Gummipads auf uns wirken – leicht anzubringen und abzunehmen sind – und wie gut der Halt auf Asphalt und losem Grund ist.

Alle Handschlaufen wurden per Klettverschluss an den Handgelenken angebracht. Außer bei zwei Modellen können sie auch einfach wieder vom Nordic-Walking-Stock entfernt werden. Das Material der Schlaufen haben wir uns ebenfalls angesehen.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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