Test: Laufband

Laufbänder im Test : Laufen bei Wind und Wetter

Update 22.11.2021

Mit einem Laufband kann man unabhängig von Wind, Wetter und Glatteis trainieren. Daher haben Laufbänder eine treue Fangemeinde. Wir haben 6 Modelle getestet, um herauszufinden, mit welchem Modell man sein Training am abwechslungsreichsten gestalten kann.

Update 22. November 2021

Wir haben zwei weitere Laufbänder getestet, nämlich das Sportstech F31 und das Sportstech F37. Beide können wir empfehlen!

Arnold Zimprich
ist Autor und Outdoor-Freak und testet für verschiedene Magazine Sportartikel und Outdoor-Produkte. Er schreibt unter anderem für Alpin, das Bergzeit-Magazin und die Alpenvereins-Magazine Panorama und Bergauf.

Für ein Laufband kann man viel Geld ausgeben – muss man aber nicht: Bei Amazon finden sich Modelle für 200 bis hin zu 12.000 Euro. Dabei gibt es vom günstigen Laufrad für Zuhause bis zum vollausgestatteten Highend-Gerät mit 21,5-Zoll-LC-Touchscreen und umfangreichen Smart-Funktionen alles.

Damit die Auswahl der Testgeräte einigermaßen repräsentativ ist und vor allem Laufbänder getestet werden, die auch im weitesten Sinne zu Hause genutzt werden können, finden sich im Testfeld Laufbänder in der 200-Euro-, 600-Euro-, 1.000-, sowie aus der 1.500-Euro-Klasse. Dabei lag das Hauptaugenmerk darauf, wie leicht es die Hersteller es dem Nutzer machen, mit den Geräten zu interagieren und quasi einen Kaltstart hinzulegen. Hier gibt es große Unterschiede.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Gutes Preis-Leistungs-VerhältnisVielseitigBasisausstattungEdel
Test: Sportstech F31Test: Sportstech F 37Test  Laufen bei Wind und Wetter: Newgen Medicals LF 203Test  Laufen bei Wind und Wetter: Horizon Fitness Omega Z
Modell Sportstech F31 Sportstech F37 Newgen Medicals LF 203 Horizon Fitness Omega Z
Pro
  • Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis im Test
  • 12+1 Trainings­programme
  • App-Kompatibilität
  • Vergleichsweise leicht
  • Auch für Singles gut bedien- und verräumbar
  • Neigungs­verstellung
  • Große Lauf­fläche
  • Training bis 20 km/h möglich
  • Hohe Lauf­ruhe
  • Neigungs­verstellung
  • App-Kompatibilität
  • Vergleichsweise leicht
  • Einfache Hand­habung
  • Platzsparend zusammen­klapp­bar
  • Günstiger Preis
  • Tolles Design
  • Per Bluetooth mit App koppelbar
  • Hoher Grad an Individualisierbarkeit
  • Neigungs­verstellung
Contra
  • Für große Läufer evtl. etwas zu kleine Lauf­fläche
  • Relativ schwer
  • Nur drei Trainings­programme
  • Keine Neigungs­verstellung
  • Geringe Trainings­geschwindigkeit
  • Kleine Lauf­fläche
  • Keine Smart-Funktionen
  • Komplizierte, wenig intuitive Bedienung
  • Klobig und schwer – nur zu zweit auspackbar
  • Mangelhafte Bedienungs­anleitung
  • Empfohlene App nur auf Chinesisch
Bester Preis
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Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Sportstech F31

Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Sportstech F31

Test: Sportstech F31
Viel Ausstattung für einen fairen Preis, vergleichsweise leicht und kompakt. App-Kompatibilität, dadurch individuelle Trainingsgestaltung möglich.

Beim Sportstech F31 bekommt man sehr viele Trainingsmöglichkeiten für einen fairen Preis. Zwölf Trainingsmodi sowie die bis maximal 15 Prozent einstellbare Steigung machen das Lauferlebnis schön abwechslungsreich – vom gemütlichen Feierabendlauf bis zum fordernden Berglauf ist alles möglich.

Gerade die unterschiedlichen Intervalltrainings, die mit dem F31 möglich sind, fordern den Trainierenden immer wieder aufs Neue, was nicht nur für den Fortschritt förderlich ist, sondern auch einfach Spaß macht. Mitgeliefert wird außerdem ein Pulsgut, der sich mit dem F31 koppeln lässt, sodass man seine Herzfrequenz stets im Blick behält.

Maximal 16 km/h verlangt das Sportstech von seinem Läufer ab, für den Otto-Normal-Trainierenden sollte das ausreichen. Die Lauffläche ist mit rund 120 x 42 Zentimetern für kleinere Personen noch in Ordnung, bei großen Lauffans ist allerdings etwas Konzentration bzw. Gewohnheit gefragt, um nicht daneben zu treten. Die eher kleine Lauffläche bedeutet allerdings auch, dass das F31 im heimischen Wohnzimmer nicht allzu viel Platz wegnimmt. Aber wenn man ohnehin Platz sparen muss, ist auch die Verstaufunktion hilfreich.

Im Vergleich zu anderen Laufbändern aus seiner Preisklasse ist das F31 erfreulich leicht – »nur« 53 Kilogramm bringt es auf die Waage. Das klingt zwar erstmal nach viel, aber mit den Transportrollen lässt es sich doch erstaunlich leicht aus dem Weg räumen. Praktisch ist außerdem die Möglichkeit, sein Training per Smartphone oder Tablet über die Kinomap-App zu steuern. Dafür steht eine Halterung zur Verfügung.

Positiv aufgefallen ist uns beim Training außerdem, dass das F31 schön leise arbeitet. Verantwortlich dafür ist das »aktive 6-Zonen-Dämpfungssystem«. Solange man nicht willentlich auf dem Laufband trampelt, bleibt der Lautstärkepegel im absolut erträglichen Rahmen – die Mitbewohner oder Nachbarn werden das zu schätzen wissen!

Bedeutet: Wer ein vergleichsweise kleines und leichtes Laufband mit guter Handhabung sucht, das aber dennoch vielseitige Trainingsmöglichkeiten bieten soll, der ist beim Sportstech F31 genau richtig.

Vielseitig: Sportstech F37

Vielseitig

Sportstech F37

Test: Sportstech F 37
Deckt ein breites Spektrum an Läufertypen ab und überzeugt mit großer Lauffläche. App-Kompatibilität, dadurch individuelle Trainingsgestaltung möglich.

Das F37 wird von Sportstech als »Profi-Laufband« deklariert – und das nicht zu Unrecht. Schließlich kommt es mit leistungsstarkem Motor, der immerhin 20 km/h ermöglicht. Damit auch bei höherem Tempo keine Unfälle passieren, ist die Lauffläche hier mit 130 x 50 Zentimeter etwas größer als beim F31, dem kleinen Bruder.

Bestens bekannt vom F31 ist allerdings das 6-Zonen-Dämpfungssystem, das auch beim F37 seinen Job einwandfrei erledigt – man fühlt sich, als laufe man über Wolken. Ohnehin steht das Sportstech mit satten 77 Kilogramm bombenfest auf dem Boden, hier wackelt gar nichts, selbst wenn man sprintet. Bei so einem hohen Gewicht sind Rollen zum leichteren Manövrieren natürlich Pflicht, allerdings helfen die auch nichts mehr, wenn man das Monstrum mal im Schrank verstauen will.

In puncto Konnektivität erfüllt das Sportstech F37 alle Wünsche. Eine Smartphone- bzw. Tablethalterung ist ebenso an Bord wie Pulssensoren – ein Pulsgurt ist allerdings nicht mit dabei. Dennoch warten nach dem Download der Kinomap-App unzählige Trainingsszenarien auf den Trainierenden. Aber auch ohne App hat man viele Trainings- und Einstellungsmöglichkeiten, in die man sich dank der intuitiven Bedienoberfläche schnell eingearbeitet hat.

Klar, das Sportstech F37 hat mit rund 1.000 Euro seinen Preis, bietet dafür aber auch eine Menge an Funktionen und eine simple Bedienung. Wer intensiv und auf ambitionierterem Niveau trainieren möchte, ist mit dem F37 optimal bedient.

Basisausstattung: Newgen Medicals LF203 Mini

Basisausstattung

Newgen Medicals LF 203

Test  Laufen bei Wind und Wetter: Newgen Medicals LF 203
Etwas antiquiert wirkendes, aber funktionales Laufband für Gelegenheitsläufer. Sehr klein und vergleichsweise leicht.

Mit rund 22 Kilo ist das Newgen Medicals LF 203 schön leicht. Man kann es relativ leicht auf- und wieder abbauen. Zusammengeklappt lässt es sich mit seinen 125 x 25 x 60 Zentimetern gut verstauen und findet sogar hinter dem Bett oder neben dem Schrank Platz. Besonders wichtig: Das Laufband kann man auch alleine auspacken und aufstellen.

Das Design erinnert eher an den Anfang der 90er-Jahre. Das schlichte LC-Display ist aber gut lesbar. Das Modell besteht aus einem simplen Stahlrahmen, einem relativ kleinen Laufband, sowie einem gummierten Griffbügel. Die kompakte Displaybox kann man beim Zusammenfalten einklappen.

Das LF203 bietet eine Grundausstattung für Gelegenheitsnutzer, die nicht so viel Wert auf umfangreiche oder ausgefeilte Trainingsprogramme legen, sondern nur hin und wieder trainieren möchten. Es gibt drei zehnminütige Trainingsprogramme, die unterschiedlich abgestufte Geschwindigkeitsintervalle bieten. Zudem kann man eine Geschwindigkeit auswählen und direkt drauflos laufen. Die Geschwindigkeit lässt sich beim Laufen per Knopfdruck verändern. Das Display zeigt die Anzahl der verbrannten Kalorien, sowie die zurückgelegte Streckenlänge an.

Nachteil ist die mit 10 km/h geringe Höchstgeschwindigkeit. Zumindest für ehrgeizige Läufer ist das zu wenig. Doch für dieses Klientel ist das Laufband auch nicht gedacht, sondern eher für Menschen, die das Gerät fix aufbauen und nur gelegentlich nutzen möchten. Für Variations-Fans und Dauer-Trainierer ist es aber zu simpel und bietet nicht genug Abwechslung.

Daher ist das Newgen Medicals LF203 für alle geeignet, die nicht allzu viel Platz zur Verfügung haben und gelegentlich bei mäßigen Geschwindigkeiten trainieren möchten.

Edel: Horizon Fitness Omega Z

Edel

Horizon Fitness Omega Z

Test  Laufen bei Wind und Wetter: Horizon Fitness Omega Z
Technisch umfassend ausgestattetes, vielseitig programmierbares Laufband mit Smartfunktionen auch für anspruchsvollere Läufer.

Edel kommt das knapp 100 Kilo schwere Horizon Fitness Omega Z daher. Es ist völlig in schwarz und weiß gestaltet und bietet eine raffinierte Kombination aus clever platzierten Rundungen und scharfen Kanten.

Der zentrale Kritikpunkt bei diesem Modell ist die Bedienung, die nicht selbsterklärend ist, denn das Display ist wenig aussagekräftig und ebenso wenig selbsterklärend. Ohne Anleitung wäre man hier komplett aufgeschmissen, allerdings ist die mitgelieferte Gebrauchsanweisung mangelhaft: Sie besteht aus wenigen zusammengehefteten, schwarz-weißen DIN A4-Blättern, ist nicht sonderlich einladend gestaltet und nicht wirklich informativ. Für ein so kompliziertes Modell ist sie schlicht zu undetailliert und kurz.

Durch die dünne Anleitung entsteht der Eindruck, dass dieses Modell weniger für den Heimgebrauch, sondern eher für die Verwendung im Fitnessstudio konzipiert ist, wo man in die Bedienung eingewiesen wird. Wenn man sich etwas eingelesen hat, erschließen sich viele der vielfältigen Trainingsmöglichkeiten und -programme nach und nach. In den Modi P3 (Intervalle) sowie P4 (Leistung) fordern die Trainingsprogramme heraus, das Display ist gut ablesbar und das Laufband kann mit zwei Nutzerprofilen gesteuert werden.

Für die Modi P1 (Pulszug) und P5 (Herzfrequenz) haben wir extra einen Herzfrequenzgurt erstanden, da dieser nicht mitgeliefert wird. In der Gebrauchsanleitung ist zwar angegeben, dass man für den P1-Modus einen solchen kabellosen Herzfrequenzgurt tragen muss, doch im Test konnte dieser nicht gekoppelt und genutzt werden, da die Gebrauchsanleitung nicht angibt, ob der Gurt mit dem Smartphone oder direkt mit dem Laufband verbunden werden muss.

Ähnlich irritierend ist die Kopplung des Bands mit Apps: In der Anleitung wird empfohlen, dass Modell über Bluetooth mit der fitDisplay-App auf dem Smartphone zu verbinden – diese öffnet sich aber dann mit chinesischer Bedienoberfläche. Erst nach dem Test haben wir herausgefunden, dass man das Band auch mit weiteren Apps, wie etwa der Kinomap-App, koppeln kann. Auf diese Möglichkeit wird nur auf der Website hingewiesen, nicht aber in der offiziellen Anleitung.

Für einen unwissenden Endnutzer hinterlässt das Horizon Fitness Omega Z einen gemischten Eindruck. Man sollte Zeit und Interesse haben, sich in die Funktionstiefe des Modells einzuarbeiten. Die Funktionen erschließen sich nicht sofort, sodass das Laufband im Test hinter den Möglichkeiten zurückbleibt. Dennoch ist es empfehlenswert für Fans von smartem Training und alle Frickler – mit dem Aufruf an Horizon Fitness, die Anleitung zu verbessern.

Was gibt es sonst noch?

Das Bedienpult des Reebok Jet 300 begrüßt den Nutzer mit vielen Tasten, einem riesigem Display und einem futuristischen, anachronistisch wirkenden Design. Bereits beim ersten Eindruck bietet das Laufband eine Vielzahl an Funktionen. Jedoch ist hier die Handhabung der vielfältigen Trainingsprogramme die einfachste im Test.

Die meisten der Basisfunktionen wie Zeit- und Geschwindigkeitseinstellung erschließen sich intuitiv. Es gibt die Möglichkeit, das rund 90 Kilo schwere Laufband per USB oder Kabel mit dem MP3-Player oder dem Handy zu verbinden und Musik abzuspielen. Bluetooth ist allerdings nicht vorhanden. Das Ventilationssystem des Bands ist aufgrund der recht schwachen Leistung eher unnötig.

Sobald das Laufband aufgebaut ist, kann man einfach drauflos trainieren: Über das manuelle Programm bestehend aus Start und Speed-Steuertaste, kann man auch ohne große Einarbeitung anfangen und so schnell und lange trainieren wie gewünscht. Die Geschwindigkeit lässt sich beim Laufen über die Speed-Taste anpassen, möchte man das Training beenden, drückt man auf Stopp. Zusätzlich gibt es 24 leicht ansteuerbare Trainingsprogramme, mit denen man ein Intervalltraining in unterschiedlichsten Intensitätsstufen absolvieren kann.

Zudem gibt es die Möglichkeit, benutzerdefinierte Programme einzurichten. Trainiert man auf ein festgelegtes Ziel hin, kann man drei unterschiedliche Programme einstellen, wo in den Intervallen Steigung und Geschwindigkeit variieren. Es gibt auch die Option, das Körperfett gezielt abzubauen. Dieser Effekt konnte aber in der kurzen Testzeit nicht begutachtet werden.

Digital Natives mag das Reebok Jet 300 eventuell durch seine »analoge« Bedienung langweilen. Verglichen mit dem Horizon Fitness Omega Z ist dieses Laufband aber deutlich einfacher zu bedienen. Das Modell braucht zwar viel Platz und ist zudem kein Leichtgewicht, dafür bietet es aber auch genügend Abwechslung.

Das Mittelklasse-Modell Fitifito ST500 verfügt über keine vorinstallierten Trainingsprogramme. Man kann lediglich die Geschwindigkeit sowie die Trainingszeit einstellen. Diese Basisausstattung bietet auch das günstigere und leichtere Gerät von Newgen Medicals. Bei dem Modell handelt es sich laut Hersteller um ein sogenanntes »Walking Pad«, das sich im zusammengeklappten Zustand zum Walken nutzen lässt und dafür braucht man tatsächlich keine Trainingsprogramme. Auf der anderen Seite wird das Modell als »Laufband« vermarktet, es hat eine Höchstgeschwindigkeit von 15 km/h und eignet sich somit zum Laufen. Wer auf Trainingsprogramme verzichten kann oder auf der Suche nach einem Walking Pad ist, für den ist dieses Modell durchaus interessant, jedoch ist der aufgerufene Preis für so ein nur eindimensional nutzbares Laufband zu hoch.

Das Laufband verfügt über eine Fernbedienung, mit der man es auch im Tablet-Modus steuern kann – das Touch-Display ist in diesem Modus nach unten abgeklappt und verdeckt. Allerdings müssen die Griffe abmontiert werden. Zudem kann man über die Fernbedienung auch den Puls messen. Außerdem lässt sich das Laufband per Bluetooth mit dem Smartphone verbinden, um über die integrierten Lautsprecher Musik abzuspielen.

Im aufgeklappten »Normalmodus« findet das Band mit 147 x 76 Zentimetern auch im Wohnzimmer und weniger großen Räumen Platz. Mit seinem Gewicht von 41 Kilo lässt sich das Modell auch gut alleine verstauen und ist dadurch auch für schwächere Personen und Singles geeignet.

Anstelle der Fernbedienung oder der Bluetooth-Lautsprecher wären Trainingsprogramme wünschenswerter. Dass das auch bei kleinen, kompakten Laufbändern möglich ist, sieht man bei dem Modell von Newgen Medicals.

Wissenswertes über Laufbänder

Grundsätzlich sind Laufbänder für eine breite Käufer- und Läuferschicht geeignet. Nur eingefleischte Freiluft-Läufer werden vom Trainieren im Wohnzimmer oder Keller weniger begeistert sein. Doch auch für Natur-Läufer kann es Spaß machen, sich in die Funktionstiefe der Modelle einzuarbeiten und die verschiedenen Trainingsprogramme auszuprobieren. Und dann ausgepowert nach erfolgreichem 45-Minuten-Training vom Band zu steigen, hat auch durchaus seinen Reiz.

Anfänger können mit allen getesteten Modellen trainieren, für Fortgeschrittene wird es auf dem Fitifito und dem Newgen Medicals mit ihren geringen Höchstgeschwindigkeiten bereits nach wenigen Trainingseinheiten zu langsam. Möchte man regelmäßig mit einem Schnitt von 4:30 min/km oder schneller trainieren, bieten sich im Testfeld nur Horizon Fitness und Reebok an.

Sind Laufbänder für zu Hause geeignet?

Ob ein Laufband für den Heimgebrauch geeignet ist oder nicht, hängt zum einen vom zur Verfügung stehenden Raum, zum anderen von der Zahl der Personen ab, die beim Auspacken und Manövrieren helfen können. Nicht zuletzt ist auch die eigene Körperkraft entscheidend, da Laufbänder oft ganz schön schwer sind.

Für Einraumwohnungen, kleinere Räume oder die Nutzung in höheren Stockwerken eignen sich im Grunde lediglich das Newgen Medicals und eventuell das Fitifito. Das Modell von Newgen Medicals lässt sich auch von schwächeren bzw. kleiner gebauten Personen gut bedienen, das Fitifito ist schwerer, bewegt sich aber dennoch in einem bewältigbaren Rahmen.

Die rund 90 Kilogramm schweren Reebok und Horizon Fitness, die zusätzlich auch klobig sind, lassen sich schon beim Auspacken nur zu zweit manövrieren. Eine Nutzung dieser Modelle in höheren Stockwerken bietet sich auch nur an, wenn mehrere Personen beim Tragen helfen können oder ein Aufzug zur Verfügung steht. Zudem nehmen sie auch in der Wohnung deutlich mehr Platz ein.

Somit sollte man vor dem Kauf sorgfältig überlegen, wo man das Laufband nutzen möchte. Im Test mussten einige Modelle aufgrund ihrer Größe in der Garage getestet werden, was aber keine Dauerlösung ist.

Wie trainiert man mit Laufbändern?

Mit allen Laufbändern im Test kann man einfach drauflos laufen: Man muss nur eine Streckenlänge und die Geschwindigkeit einstellen und los geht’s. Wer gezielt trainieren möchte, sollte jedoch nach System bzw. Trainingsplan trainieren: Variationen bei Geschwindigkeit und Streckenlänge, zeitlich abgestimmte Sprints oder strategisch aufgebaute Intervalltrainings sind hier das A und O. Diese lassen sich beim Reebok und dem Horizon Fitness unproblematisch umsetzen, da es möglich ist, Trainingsprogramme selbst zu entwerfen oder mit voreingestellten Programmen zu trainieren.

Der »Suchtfaktor« ist bei Laufbänder hoch und wenn man sich nicht sicher ist, welches Programm das beste oder vielleicht zu viel ist, sollte man einen Experten zu Rate ziehen. Zudem sollten Menschen über 35, die noch nie oder nur selten Ausdauersport betrieben haben, vor dem Trainingsbeginn einen medizinischen Checkup machen. Diese Checkups werden in der Regel ab 35 Jahren alle zwei Jahre von gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Generell gilt: Lieber langsam starten und intensivieren als zu schnell und so ein Übertraining oder eine Verletzung zu riskieren.

So haben wir getestet

Alle Modelle wurden über mehrere Monate umfassend getestet. Dabei wurden vor allem folgende Punkte bewertet: Wie leicht lässt sich das Laufband auspacken, aufstellen und verstauen? Wie einfach ist die Bedienung und welche Programme sind verfügbar? Lässt sich das Modell mit dem Smartphone oder anderen Geräten verbinden? Dadurch stellte sich schnell heraus, welche Bedienoberfläche am benutzerfreundlichsten ist und wo man sich länger einarbeiten muss.

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