Test: Ergometer

Ergometer im Test : Gezieltes Training für Zuhause

Veröffentlicht 22.01.2021

Wer sich auch daheim fit halten möchte, braucht entsprechendes Equipment. Fürs Ausdauertraining ist ein Fahrradergometer eine interessante Option. Gute Geräte lassen sich perfekt auf den Trainierenden einstellen und bieten vielseitige Trainingsmöglichkeiten.

Florian Glott
ist am liebsten in den Bergen und im Wald unterwegs, egal ob zu Fuß oder auf dem Mountainbike. Er testet Sport- und Outdoor-Produkte unter anderem für das Bergzeit-Magazin.

Heimfitness liegt im Trend – wenn auch aufgrund der Corona-Pandemie eher gezwungenermaßen. Das Training in den eigenen vier Wänden erfordert nicht nur ein gewisses Maß an Ehrgeiz und Disziplin, sondern auch die passende Ausrüstung. Zum Cardiotraining sind Fahrradergometer eine tolle Alternative.

Sie bieten gezieltes und abwechslungsreiches Training, ganz egal auf welchem Leistungslevel man sich befindet. Verletzte, die gerade in der Reha sind, können genauso ihr Training absolvieren wie der Otto-Normalverbraucher, der schlicht seine Ausdauer verbessern möchte. Wir haben 11 Ergometer getestet – da sollte für jeden Anspruch etwas dabei sein.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Guter AllrounderTolles DesignLäuft immer rundSport im LiegenKlappbar
Test Gezieltes Training für Zuhause: Skandika MorpheusTest: Hammer Cardio Xt6 BtTest: Bluefin Fitness Tour 5.0Gezieltes Training für Zuhause Test: Hop Sport Root 568x528Test: Wellactive Heimtrainer Silver
Modell Skandika Morpheus Hammer Cardio XT6 BT Bluefin Tour 5.0 Hop-Sport Root HS-040L Wellactive Silver
Pro
  • Guter Rundlauf
  • Großer Einstellbereich
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Einfache Bedienung
  • Gut verarbeitet
  • Tiefer Einstieg
  • Schönes Design
  • Bester Rundlauf
  • Bequeme Sitzposition
  • Großes Display
  • Bequem
  • Faltbar
  • Guter Rundlauf
  • Günstig
Contra
  • Bedienungsanleitung
  • Bedienungsanleitung
  • Quietschgeräusch am Sattel
  • keine Bluetooth Verbindung
  • Schwergängige Längeneinstellung
  • Unrunder Lauf
  • Umständliches Zusammenfalten
Bester Preis
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Guter Allrounder: Skandika Morpheus

Guter Allrounder

Skandika Morpheus

Test Gezieltes Training für Zuhause: Skandika Morpheus
Mit dem Morpheus bekommt man ein vollwertiges Trainingsgerät mit gutem Rundlauf und großem Einstellbereich.

Ein gutes Gesamtpaket bekommt man mit dem Skandika Morpheus. Der Aufbau geht fix und ist relativ selbsterklärend, sodass es auch nicht schlimm ist, dass die Anleitung etwas kurz gehalten ist. Das zusammengebaute Gerät wiegt rund 36 Kilogramm, davon sind 12 Kilogramm Schwungmasse. Vielleicht klingt das erst einmal schwer, aber es hat seine Vorteile: Das Ergometer steht stabil und die hohe Schwungmasse garantiert einen flüssigen Rundlauf. Zum leichteren Transport sind außerdem Rollen angebracht. Insgesamt macht das Skandika optisch einen gut verarbeiteten Eindruck.

Im Lieferumfang befindet sich selbstverständlich ein Sattel, man könnte aber auch seinen eigenen Fahrradsattel darauf montieren. Übrigens legt Skandika als einziger Hersteller im Test wirklich vernünftiges Werkzeug bei, um den Sattel ausreichend fest zu ziehen.

Der Sattel sowie der Lenker sind verstellbar in ihrer Neigung, und zwar mit ausreichend großem Spielraum. Laut Herstellerangaben sitzen Menschen zwischen 1,65 Meter und zwei 2,05 Meter bequem auf dem Ergometer. Angenehm intuitiv geht die Bedienung vonstatten. Alle Tasten sind selbsterklärend, eine Besonderheit ist die Body-fat-Taste, mit der der Körperfettanteil gemessen wird.

Insgesamt stehen 24 Programme zur Auswahl. Für Ausdauer- oder Intervalltraining stehen 12 voreingestellte Programme zur Verfügung, aber man kann sich auch manuell sein eigenes Training zusammenstellen. Vier selbst erstellte Programme können außerdem gespeichert werden. Per Up-/Down-Taste lässt sich der Widerstand verändern, hier gibt es gar 32 Stufen. Manche Programme erfordern übrigens eine Pulsmessung, dann lässt sich die Zielherzfrequenz eintragen.

Alle Informationen erhält man auf dem gut ablesbaren und übersichtlichen Display. Die Pulsmessung funktioniert entweder über am Lenker befindlichen Sensoren oder den beigelegten Pulsgurt.

Gute Voraussetzungen also für effizientes Training – und glücklicherweise lässt einen auch das Fahrgefühl nicht im Stich. Bis etwa 200 Watt läuft alles super, erst ab höheren Zahlen wird der Rundlauf ein wenig hakelig, vor allem bei gleichzeitig niedrigeren Trittfrequenzen. Nur das Bluefin Tour 5.0 machte unter den getesteten Geräten hier noch eine etwas bessere Figur. Angenehm ist darüber hinaus der niedrige Geräuschpegel: Der Motor surrt nur dann ganz leise auf, wenn der Widerstand verändert wird.

Somit kann das Skandika Morpheus in allen Belangen überzeugen. Ganz unabhängig vom Leistungslevel – hier wird jeder auf seine Kosten kommen.

Tolles Design: Hammer Cardio XT6 BT

Tolles Design

Hammer Cardio XT6 BT

Test: Hammer Cardio Xt6 Bt
Das Cardio XT6 BT ist ein hochwertig verarbeitetes Ergometer mit tiefem Einstieg und edlem Design.

Ebenfalls ein stimmiges Gesamtpaket bekommt man beim Hammer Cardio XT6 BT, somit ist auch hier Trainingsspaß garantiert. Schon beim Aufbau, der übrigens kinderleicht ist, merkt man, dass man es mit einem hochwertigen Ergometer zu tun hat. Dazu trägt nicht zuletzt die elegante, mattschwarze Lackierung bei. Dank zweier Rollen hat man das Gerät fix an den gewünschten Trainingsort bewegt.

Anpassungsmöglichkeiten an den jeweiligen Trainierenden sind zu Genüge vorhanden. Lenker wie Sattel sind in ihrer Neigung verstellbar, der Sattel kann außerdem vertikal verschoben werden. Ebenso hat man die Möglichkeit, seinen eigenen Sattel zu montieren. Zuletzt lässt sich der Sattel natürlich auch in der Höhe verstellen, sodass selbst große Personen noch komfortabel trainieren können.

Ideal für ältere oder verletzte Menschen ist der tiefe Einstieg. Der Nachteil daran ist allerdings, dass die Schrauben an der sonst ungestützten Lenkerstange umso fester angezogen werden müssen, damit die nicht wackelt.

Hochwertig am Cardio XT6 ist nicht nur die Verkleidung, sondern auch das Display. Hier findet man alle wichtigen Informationen und Einstellungsmöglichkeiten. 12 verschiedene Trainingsprogramme können gewählt werden, beim Widerstand stehen gar 16 Stufen zur Verfügung, die sich zwischen 10 und 350 Watt bewegen. Sowohl die Programme als auch den Widerstand wählt man mittels eines Drehrades unterhalb des Displays.

8 Kilogramm Schwungmasse sorgen für einen ordentlichen Rundlauf, allerdings laufen andere Ergometer noch besser. Das gilt vor allem für hohe Watt-Bereiche, denn dann kann es beim Hammer doch etwas unrund werden.

Trotzdem überzeugt uns das Hammer Cardio XT6 BT als leises, durchdachtes und vor allem schön verarbeitetes Trainingsgerät. Angenehm ist auch der niedrige Einstieg, sodass wir eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen können.

Läuft immer rund: Bluefin Fitness Tour 5.0

Läuft immer rund

Bluefin Tour 5.0

Test: Bluefin Fitness Tour 5.0
Das Bluefin Tour 5.0 besitzt den besten Rundlauf für ein komfortables Training.

Der nahezu perfekte Rundlauf ist die große Stärke des Bluefin Fitness Tour 5.0. Aber auch in anderen Punkten schlägt sich das Ergometer nicht schlecht. Der Aufbau ist nicht schwer, lediglich für die Montage der beiden Standfüße lohnt sich eine helfende Hand. Auch die Verarbeitung überzeugt auf den ersten Blick.

Verstellmöglichkeiten gibt es reichlich: Die Neigung des Lenkers lässt sich verändern, ebenso kann der Sattel sowohl in der Höhe als auch in der Vertikalen an die eigene Proportionen angepasst werden. So trainieren auch große Person noch bequem auf dem Bluefin. Wünschenswert wäre noch eine Verstellmöglichkeit für die Neigung des Sattels gewesen, außerdem ist es hier nicht möglich, seinen eigenen Sattel zu verwenden.

Das Display ähnelt dem des Sportstech ESX500. Dort sind die Programme am Rand vom Display skizziert, beim Bluefin ist das aber leider nicht so, was die Auswahl des gewünschten Programms ein wenig erschwert. 12 Programme sind wählbar, dazu gibt es 24 Widerstandsstufen. Ansonsten lässt sich alles leicht und intuitiv bedienen, lediglich die Verbindung per Bluetooth mit dem Smartphone ist uns nicht gelungen.

Licht und Schatten gab es dann beim Fahrtest. Sehr positiv fiel uns der Rundlauf auf, der im gesamten Testfeld klar der beste war. Ganz unabhängig von Trittfrequenz oder Widerstandsstufe konnten wir ihn nicht in Verlegenheit bringen. In dieser Beziehung kann das Tour 5.0 also sehr gut mit Profigeräten aus dem Fitnessstudio mithalten.

Gestört hat uns leider hingegen der quietschende Sattel. Je nach Einstellung des Sattels war das Quietschen mal etwas lauter und mal etwas leiser, aber ganz eliminieren konnten wir es nicht – trotz mehrmaliger Montage. Das stört natürlich beim Training. Wir hoffen, dass wir hier nur ein »Montagsgerät« erwischt haben. Dafür spricht auch, dass wir keine Rezensionen gefunden haben, die sich über ein ähnliches Problem beklagen.

Wer aber viel Wert auf den Rundlauf legt, hat mit dem Bluefin Fitness Tour 5.0 seinen perfekten Trainingspartner gefunden.

Sport im Liegen: Hop-Sport Root HS-040L

Sport im Liegen

Hop-Sport Root HS-040L

Gezieltes Training für Zuhause Test: Hop Sport Root 568x528
Das Liegeergometer Root HS-040L von Hop-Sport ermöglicht jedem ein unkompliziertes Training.

Eines der beiden Liegeergometer im Testfeld ist das Hop-Sport Root HS-040L. Werkzeug und Batterien sind mitgeliefert, sodass es nach dem schnellen Aufbau auch schon losgehen kann. Aufgrund seiner Bauform beansprucht es viel Platz, daher sollte man sich besser vor dem Kauf schon überlegen, wo man trainieren will. Ansonsten macht das Hop-Sport aber einen optisch guten Eindruck.

Die Länge, also der Abstand von den Pedalen zum Sattel, ist verstellbar. Allerdings sollte man zum Verstellen besser zu zweit sein, denn der Mechanismus ist ziemlich schwergängig. Hat man das aber hinter sich gebracht, ist der Komfort kaum zu schlagen. Der breite Sattel und die hohe Rückenlehne machen das Training maximal bequem. Am Lenker sind zudem Pulssensoren angebracht, die zuverlässig reagieren.

Das Display zeigt einem zwar nur die wichtigsten Informationen, daher ist es aber auch sehr übersichtlich. Die einzelnen Werte werden groß angezeigt und sind daher immer gut ablesbar. Mit dem Drehrad unter dem Display stellt man den Widerstand ein, acht Stufen stehen hier zur Verfügung.

Auf niedrigen Stufen überzeugt der Rundlauf noch, das ändert sich aber leider, je höher man geht. Obwohl sich laut Hersteller 9,5 Kilogramm Schwungmasse im Inneren befinden, wird es dann immer hakeliger – das trübt den Spaß ein wenig.

Der große Vorteil des Hop-Sport Root HS-040L liegt daher eindeutig im Komfort. Als Liegeergometer eignet es sich besonders gut für ältere Menschen, die sich zuhause noch ein wenig fit halten möchten.

Klappbar: Wellactive Silver

Klappbar

Wellactive Silver

Test: Wellactive Heimtrainer Silver
Das faltbare Ergometer Silver von Wellactive ermöglicht ein bequemes Training.

Einen einfachen und klappbaren Heimtrainer bekommt man mit dem Wellactive Best Ager Silver. Mit seinem tiefen Einstieg und der bequemen Rückenlehne eignet er sich besonders für ältere Menschen oder jene, die Wert auf mehr Komfort legen.

Dank einer guten Anleitung ist der Aufbau des Wellactive keine große Sache, sodass man schnell mit dem Trainieren loslegen kann. Dafür benötigt man lediglich noch zwei AAA-Batterien, denn auf einen Netzanschluss wurde verzichtet. So ist man immerhin flexibel, was den Trainingsort angeht. In fertig aufgebautem Zustand macht der Heimtrainer einen guten optischen Eindruck, an der Verarbeitung haben wir nichts auszusetzen.

So viele Einstellungsmöglichkeiten bezüglich Lenker und Sattel wie bei anderen Modellen gibt es hier leider nicht. Der Sattel ist nur höhenverstellbar, in der Vertikalen hat man keinen Spielraum. Auch der Lenker ist fest und kann daher nicht geneigt werden. Trotzdem ist das Training überaus komfortabel, was nicht zuletzt an der wirklich bequemen Rückenlehne liegt. Einzig für große Menschen jenseits der 1,90 Meter kann es problematisch werden, da zwischen den Knien und dem Lenker nicht mehr viel Platz bleibt.

Das Display ist eher schlicht, beinhaltet aber alle wichtigen Informationen. Wenig überraschend gibt es daher auch nur eine Taste, den Modus-Knopf, mit dem man zwischen den Informationen hin und her schaltet. Dem Trainierenden stehen acht Widerstandsstufen zur Verfügung, die über ein leicht erreichbares Wählrad unter dem Sattel ausgewählt werden.

Wirklich überrascht hat uns dann aber das Fahrgefühl: Nur 1,5 Kilogramm Schwungmasse schürten zunächst keine hohen Erwartungen, aber die Performance unterscheidet sich kaum von vielen Modellen mit deutlich mehr Schwungmasse. Nur bei hohen Stufen kann es etwas hakelig werden.

Nicht so gut hat uns der Klappmechanismus gefallen. Um den zu nutzen, muss der Sattel nämlich vorher in seine tiefstmögliche Position gestellt werden, was durchaus nervig sein kann. Das wiederum liegt an der Verstellschraube, die man dafür jedes Mal komplett herausdrehen muss – eine Schraube, die man nicht ganz herausdrehen muss, wäre da angenehmer.

Und auch ein zweites Problem gibt es vor dem Zusammenklappen noch: Unten an der Lenkerstange befindet sich eine Schraube, die ebenfalls herausgedreht werden muss. Dafür muss man sich hinknien oder tief bücken, was für ältere Menschen oder Reha-Patienten logischerweise nicht ideal ist.

Trotzdem ist das Wellactive Best Ager Silver insgesamt ein bequemer und leicht zu bedienender Heimtrainer mit einem für seinen Preis erstaunlich guten Rundlauf. So vielseitig wie bei teureren Modellen sind die Einstellungsmöglichkeiten zwar nicht, aber wer eben eine komfortable Trainingsmöglichkeit ohne viel Schnickschnack sucht, ist hier genau richtig.

Was gibt es sonst noch?

Schon quasi komplett zusammengebaut geliefert wurde uns das Horizon Paros Pro S, so konnten wir gleich mit dem Training beginnen. Verstellmöglichkeiten findet man reichlich: Der Sitz ist in der Höhe wie auch in der Vertikalen einstellbar und selbst die Neigung des Lenkers lässt sich ändern. Im Gesamten macht das Ergometer einen hochwertigen Eindruck, insbesondere der dank seiner Gelfüllung bequeme Sattel hat uns gut gefallen.

Die Bedienung ist schön intuitiv, auf den aufgeräumten Display findet man sich schnell zurecht. Dort finden sich 16 voreingestellte Trainingsprogramme und 16 Widerstandsstufen. Einwandfrei funktionieren auch die Pulssensoren – hier ist übrigens auch die Messung mittels Pulsmessgurt möglich. Mit nur 7 Kilogramm Schwungmasse ist das Fahrgefühl zwar okay, aber gerade bei höherem Widerstand wird es doch merklich hakeliger. Das Paros Pro ist insgesamt ein unauffälliges und grundsolides Ergometer, aber andere Hersteller liefern ähnliche Qualität für einen kleineren Preis.

Ein weiteres klappbares Ergometer ist das Ancheer F-Bike. Der Aufbau ist dank aussagekräftiger Anleitung schnell gemeistert und auch der Klappmechanismus funktioniert dank verschraubbarer Arretierung gut. Einen Netzanschluss gibt es nicht, somit ist man auf zwei Batterien angewiesen – im Lieferumfang sind keine. Immerhin braucht es so keine Steckdose in der Nähe.

Leider sind die Einstellmöglichkeiten eher sparsam, nur die Sitzhöhe lässt sich anpassen. Wenigstens sitzt man dank einer Rückenlehne bequem, dazu kann man sich auch an den Griffen unter dem Sattel festhalten. Möchte man allerdings lieber die Pulssensoren nutzen, so ist die angenehme Position dahin und man fühlt sich gegebenenfalls ein wenig überstreckt.

Simpel gehalten ist das Display, damit ist die Bedienung auch kinderleicht. Unter dem Display ist das Wählrad angebracht, mit dem man den Widerstand einstellt, 10 Stufen stehen hier zur Verfügung. Voreingestellte Programme gibt es leider nicht. Ebenso schade ist es, dass der Trainingsspaß unter dem auf höheren Stufen hakeligen Rundlauf leidet. Wer ein günstiges und platzsparendes Ergometer sucht, kann am Ancheer F-Bike trotzdem Freude haben. Für Sportler oder große Menschen ist es aber nur bedingt geeignet.

Einfach gehalten ist das Christopeit AL 2. Dank guter Beschreibung ist es schnell zusammengebaut, nur das mitgelieferte Werkzeug ist nicht gut geeignet, um den Sattel fest anzuschrauben. Auch die Verarbeitung unseres Testgeräts ist noch verbesserungswürdig: An der Kunststoffverkleidung fanden wir Spalten vor und manche Verbindungsteile waren nicht perfekt bündig zueinander.

An Verstellmöglichkeiten gibt es hingegen alles, was das Herz begehrt. Der Sattel ist in der Höhe, in der Vertikalen und sogar in der Neigung verstellbar, darüber hinaus lässt sich auch die Neigung des Lenkers anpassen. Wer möchte, kann hier auch seinen eigenen Sattel montieren. Für Abwechslung beim Training sorgen zehn voreingestellte Profile, vier Herzfrequenz- sowie fünf individuelle Programme. Ganze 24 Widerstandsstufen stehen außerdem zur Verfügung.

9 Kilogramm Schwungmasse bieten ordentliches Fahrgefühl, aber auch hier schwächelt der Rundlauf bei hohem Widerstand und wird entsprechend hakelig. In Kombination mit der mäßigen Verarbeitung reicht es daher nicht zu einer Empfehlung, obwohl uns die Handhabung und die vielen Einstellungsmöglichkeiten sehr gefallen haben.

Schon während des Aufbaus des Sportstech ESX500 merkt man, dass man es hier mit einem recht hochwertigen Trainingsgerät zu tun hat. Obwohl die Anleitung knapp ausfällt, ist der Zusammenbau kein Problem. Sogar ein Flaschenhalter ist dabei – ein schönes Detail. Der Sattel ist horizontal und vertikal verstellbar und auch die Neigung des Lenkers ist in Stufen änderbar. Selbst große Personen können so noch angenehm trainieren.

Auf dem übersichtlichen Display erhält der Trainierende alle wichtigen Informationen auf einen Blick. Abwechslung ist dank 18 Trainingsprogrammen und 16 Widerstandsstufen garantiert, auch das Fahrgefühl ist nicht zuletzt wegen der satten Schwungmasse von 12 Kilogramm sehr gut. Einziger Nachteil: Verstellt man den Widerstand, so dauert das gefühlt eine Ewigkeit. Bei kurz geschalteten Intervalltrainings kommt es da zu Problemen – die Verstellung ist schlicht zu träge.

Technikliebhaber werden sich über den USB-Anschluss und die Kompatibilität mit einigen Apps freuen. Das Ergometer ist schnell mit Smartphone oder Tablet verbunden, somit wird das Training nochmal etwas spannender. Hobbysportler werden mit dem ESX500 durchaus Spaß haben, für ambitioniertere Sportler reicht es aber nicht ganz.

Wissenswertes über Ergometer

Heimtrainer, Ergometer – ist das das gleiche? Nein! Nach Europäischer Norm wird beides unterschieden, wobei sie sich im Aufbau jedoch sehr ähneln. Fahrrad-Ergometer oder -Heimtrainer sind Trainingsgeräte, die in ihrer Bauart an ein Fahrrad oder manchmal auch an ein Liegerad erinnern. Statt Rädern wird eine Schwungscheibe angetrieben, die mit einer Bremse ausgestattet ist. Wie rund ein Ergometer oder Heimtrainer läuft, ist stark von der Schwungmasse abhängig. Je mehr Gewicht, desto träger ist logischerweise die Masse und desto runder fühlt sich letztendlich auch das Fahren an.

Ergometer Test: Ergometer
Ausdauertraining in den eigenen vier Wänden: Ergometer machen es möglich.

Die Bremswirkung muss vom Sportler die ganze Zeit überwunden werden. Hier hat man die Möglichkeit, unterschiedliche Widerstände einzustellen. Meist steht dafür ein Drehrad oder eine Taste am Display zur Verfügung.

Aber was ist nun der Unterschied zwischen einem Heimtrainer und einem Ergometer? Laut der Norm EN 957-1/5, Unterklasse A muss ein Ergometer über eine Wattanzeige verfügen und mindestens bis 250 Watt einstellbar sein. Heimtrainer brauchen das nicht. Außerdem sind Ergometer mit Pulssensoren ausgestattet oder können mit einem Pulsmessgurt gekoppelt werden. Damit sind Ergometer nicht nur für das Training in den eigenen vier Wänden geeignet, sondern werden auch im Profi-Bereich oder im therapeutischen Bereich eingesetzt.

So haben wir getestet

Bevor wir mit dem eigentlichen Testen beginnen konnten, mussten wir die Ergometer aufbauen. Nur das Horizon Fitness Paros Pro S+ war bereits komplett montiert.

Wir haben dann zunächst die Einfachheit des Aufbaus beurteilt, denn nicht jeder ist handwerklich begabt. Um es vorweg zu nehmen: Das muss man für die Ergometer aber auch nicht sein. Eine aussagekräftige Anleitung sowie gutes Werkzeug im Lieferumfang waren dennoch Pluspunkte.

Ergometer Test: Ergometer Gruppenfoto
Sechs der von uns getesteten Ergometer.

Dann ging es gleich ans Trainieren. Eine intuitive Bedienung ist hier ebenso wichtig wie ein aufgeräumtes und gut ablesbares Display. Wir haben uns die verschiedenen, vorinstallierten Programme angesehen und überprüft, ob sich die Ergometer auch mit Apps auf Smartphone oder Tablet koppeln lassen.

Entscheidend ist aber letztendlich vor allem das Fahrgefühl. Dazu zählt ein guter Rundlauf, der auch bei höheren Widerstandsstufen nicht hakelig wird. Genauso wichtig waren uns Einstellmöglichkeiten von Sattel und Lenker, mit denen man das Ergometer perfekt an den Trainierenden anpassen kann. Auch das Umschalten zwischen einzelnen Widerstandsstufen sowie den Geräuschpegel haben wir letztendlich noch beurteilt.

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