Für sicheres Radfahren Test: Fahrradhelm

Fahrradhelme im Test : Für sicheres Radfahren

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Veröffentlicht 22.04.2020

Vor allem E-Bikes bringen aufgrund ihres höheren Tempos eine erhöhte Verletzungsgefahr mit sich. Fahrradhelme können vor gefährlichen Kopfverletzungen schützen. Wir haben 17 Modelle getestet.

Jochen Wieloch
Jochen Wieloch
schreibt unter anderem für Audiovision und i-fidelity und testet überwiegend Unterhaltungselektronik, Sport- und Fitnessgeräte sowie Video-Drohnen.

Nur rund 30 Prozent der Radfahrer in Deutschland tragen einen Fahrradhelm, denn in Deutschland gibt es keine Helmpflicht. Dabei war 2017 jeder achte Verkehrstote ein Radfahrer, bei den Verletzten jeder fünfte. Kopfverletzungen passieren bei Stürzen schnell, die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie berichtet, dass bis zu 70 Prozent der tödlichen Hirnverletzungen verhindert werden könnten, wenn die Fahrradfahrer einen Kopfschutz getragen hätten.

Einen Fahrradhelm zu tragen lohnt sich also, egal wie oft, wie schnell oder wie vorsichtig Sie fahren. Wir haben 17 Modelle getestet, nicht alle haben uns überzeugt. Fünf Fahrradhelme können wir empfehlen.

Beleuchtet: Uvex City Light

Mit dem Uvex City Light bekommt man einen Helm, der sich gleichermaßen für Rennradfahrer, Mountainbiker, Ausflügler und E-Biker eignet. Zum Inlineskaten kann man ihn ebenfalls verwenden. Gut gefällt uns vor allem das Beleuchtungskonzept, das ist innovativ, denn per Knopfdruck leuchtet der Helm oben und an der Rückseite.

Beleuchtet

Uvex City Light

Test Fahrradhelm: Uvex City Light
Der Uvex City Light sitzt nicht nur perfekt, sondern sorgt durch 32 integrierte LEDs für optimale Erkennbarkeit im Dunkeln.

von 49 Lesern gekauft

Es gibt den Helm in zwei Größen, 56 bis 61 und 62 bis 57 Zentimeter, auswählen kann man zudem zwischen Weiß und Anthrazit. Der Tragekomfort ist sehr gut, mit einem Gewicht von 360 Gramm ist der Helm sehr leicht.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Uvex City Light: Erst bei Nacht zeigt er, was er wirklich drauf hat.

Mit einer Verstellschraube kann man den Helm an den Kopfumfang anpassen. Oben und vorne gibt es eine weiche Polsterung. Auch bei festem Sitz gibt es mit diesem Helm keine Druckstellen und der Anpressdruck kann fein dosiert werden. Die Polsterung ist mit einer antibakteriellen Beschichtung ausgestattet, man kann sie auch herausnehmen und waschen. Vorne gibt es ein Insektenschutzgitter, so kommen keine Fliegen oder Ähnliches in den Helm.

Besonderheiten

Als Verschluss dient eine Kunststoffratsche, mit ihr kann man nach dem Schließen des Gurtbandes die Länge verändern.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Das Verstellrad ist leicht erreichbar.

Per Hand und Knopfdruck kann man den Mechanismus einhändig öffnen, das funktioniert sogar mit Fahrradhandschuhen. Die Gurtbänder sind mit einem reflektierenden Streifen ausgestattet.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Tolles Handling, auch einhändig.

Eine gute Luftzirkulation gibt es ebenfalls, 18 Öffnungen sorgen für genügend Frischluft am Kopf. Wer will, kann die Sonnenblende abnehmen und für noch mehr Belüftung sorgen.

Ein leuchtender Helm

Drückt man aufs gummierte Bedienfeld hinten am Helm, beginnt der City Light zu leuchten: Vier LED-Bänder unter der Außenschale beherbergen insgesamt 32 LEDs, vorne sind sie blau, hinten rot. Per Knopfdruck kann man zwischen blinkendem und Dauer-Licht umschalten.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Rote LEDs leuchten im Dunkeln.

Die LEDs erhöhen die Sichtbarkeit im Dunkeln, auf eine geeignete Fahrradbeleuchtung sollte man deshalb aber nicht verzichten.

Der Akku hält abhängig vom Leuchtmodus sechs bis zwölf Stunden. Zwei Stunden dauert das Aufladen per mitgeliefertem USB-Kabel. Außerdem zeigt eine weitere LED den Ladestatus an, ist sie grün, sind es 60 Prozent, Grün-Rot bedeutet zwischen 30 und 60 Prozent und Rot unter 60 Prozent Kapazität.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Und auch oben leuchtet es.

Mit dem Uvex City Light  bekommt man ein tolles Gesamtpaket mit guter Sichtbarkeit bei Nacht und tollem Tragekomfort.

Leicht: Cratoni Pacer+

Leicht

Cratoni Pacer+

Fahrradhelm Test: 81szdc+98ml. Sl1500
Leicht, angenehm zu tragen und stylisch: Der Cratoni Pacer+ ist der optimale Allrounder-Helm für Biker und Inliner.

von 42 Lesern gekauft

Der Cratoni Pacer+ passt beim ersten Anprobieren schon perfekt und man vergisst fast, dass man ihn aufhat. Den Helm gibt es in elf verschiedenen Farben. Wir hatten ein Modell in Lime-Matt im Test, die Farbe ist irgendetwas zwischen Gelb und Grün, fällt damit definitiv im Straßenverkehr auf, was die Sicherheit erhöht.

Fahrradhelm Test: 20180930
Der Cratoni Pacer+: Das Design kann sich sehen lassen.

Den Helm gibt es in drei verschiedenen Größen: L-XL (58-62 Zentimeter), S-M (54-58 Zentimeter) und XS-S (49-55 Zentimeter). Man kann ihn als »Pacer+« und als »Pacer« kaufen, den Pacer+ gibt es einfarbig und größer, der Pacer dagegen ist kleiner und mehrfarbig.

Fahrradhelm Test: 20180930
Präzise Größeneinstellung.

Man kann den Helm per Stellschraube auf der Rückseite gut an den Kopfumfang anpassen. Dank kleiner Schritte kann man die Anpassung fein dosieren.

Außerdem gibt es innen Polsterungen und zwar seitlich, vorne und an der Platte oben. Dank Klettverschluss kann das Innenleben einfach entfernt werden, praktisch nach längeren Touren, wenn man geschwitzt hat. Die Polster-Einsätze kann man dann einfach trocknen oder waschen. Ein Insektenschutzgitter gibt es ebenfalls, das verhindert, dass im oberen Helmbereich ungebetene Gäste eindringen.

Fahrradhelm Test: 20180930
Weiche Polsterung und gutes Klima.

Der Pacer+ wiegt lediglich 260 Gramm und gehört damit zu den leichtesten Modellen im Test. Die Länge des Kinnriemens kann flexibel angepasst werden, dazu gibt es eine Art Schnalle mit einem Klappmechanismus. Das spart Kraft beim Kürzen oder Verlängern des Riemens. Den Kinnriemen schließt man mit einem stabilen Mechanismus, das klappt auch mit Handschuhen. Will man den Verschluss lösen, zieht man an der roten Lasche, das entriegelt die Arretierung. Auch d geht einfach und ohne Kraftaufwand.

Fahrradhelm Test: 20180930
Der Verschluss kann schnell geöffnet werden.

Für gute Belüftung und Luftzirkulation sorgen 20 Ventilationsöffnungen, so staut sich unterm Helm keine Hitze. Vorne gibt es einen Sonnenschutz, den man auch abnehmen kann.

Fahrradhelm Test: 20180930
Blende und Insektenschutz.

Der Pacer+ hat für seinen Preis eine gute Ausstattung und bietet einen sehr guten Tragekomfort. Die große Auswahl an Farben gefällt uns ebenfalls. Nur eine integrierte Beleuchtung gibt es nicht, schade.

Klappbares Visier: Casco Roadster Visor

Klappbares Visier

Casco Roadster Visor

Test Fahrradhelm: Casco Roadster
Als perfekter Schutz vor Insekten, Wind und Regen ist der Casco Roadster mit einem klappbaren Visier ausgestattet.

Keine Preise gefunden.

Ein überaus schicker Helm ist der Casco Roadster Visor, hier merkt man die Liebe zum Detail. Für die morgendliche Fahrt zum Bäcker braucht man so einen speziellen Helm sicher nicht, wenn man aber jeden Tag länger Rad fährt, lohnt sich die Anschaffung, denn der Roadster hat seinen Preis.

Den Helm gibt es in unterschiedlichen Designs und drei Größen. Wir hatten das Design »Jeans-Blue«, das richtig stylisch daherkommt. Das Modell hat eine leicht strukturierte Oberfläche und einen Insektenschutz aus Aluminium. Der Helm wirkt stabil und hochwertig. Ein Mehrschichtaufbau soll für mehr Sicherheit sorgen. Außerdem gibt es reflektierende Streifen, die die Sichtbarkeit erhöhen. Die Streifen können ausgetauscht werden, aus über 20 Farben kann man wählen.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Casco Roadster, tolles Design.

Der Tragekomfort ist gut, der Helm wiegt nur 360 Gramm und ist damit angenehm leicht. Natürlich ist auch dieses Modell innen weich gepolstert.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Austauschbare reflektierende Bänder.

An der Rückseite gibt es ein Drehrad, mit dem eine präzise Anpassung an den Kopfumfang möglich ist. Der Regler ist allerdings recht weit oben und etwas ungünstig angebracht. Das macht der Helm durch seine gute Passform, die kein Druckgefühl verursacht, und seinen festen Halt wieder wett.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Hier ist der Abstand bis zur Helmkante gering und das Verstellen geht nicht ganz so einfach.

Der Kinnriemen hat ein weiches Polster und wird mittels Haken und Metallring verschlossen. Das ist ungewohnt, klappt aber gut. Außerdem lässt sich dieser Mechanismus mit einer Hand öffnen.

Der Helm kommt mit einem verspiegelten Visier, das man herunterklappen kann. Vor Regen und Insekten wird man damit gut geschützt. Das Herunterklappen funktioniert zwar nicht ganz reibungslos, doch wenn das Visier mal unten ist, rastet es gut ein und schließt plan ab.

Brillenträger sollten ausprobieren, ob das Visier über die Brille passt, das könnte bei manchen Probleme bereiten. Das Visier ist getönt, so spart man sich unter Umständen eine Sonnenbrille.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Fast wie ein Motorradhelm.

Für diesen professionellen Helm ist zusätzlich eine Abdeckung erhältlich, die die Lüftungsschlitze abdeckt und Zugluft ausschließt. Gegen frierende Ohren im Winter gib es ein Winter-Kit.

Der Casco Roadster Visor richtet sich vor allem an ambitionierte Radfahrer, die viel fahren. Auch Rennfahren im Winter ist mit ihm dank Wetterschutz und Visier kein Problem.

Gute Passform: Alpina Mythos 3.0 LE

Gute Passform

Alpina Mythos 3.0 LE

Test Fahrradhelm: Alpina Mythos 3.0 LE
Durch sein geringes Gewicht und die tolle Passform ist der Alpina Mythos 3.0 LE der ideale Begleiter auf kurzen und langen Radtouren.

Der Alpina 3.0 LE ist mit 290 Gramm ein sehr leichter Helm, der farblich eher dezent gehalten ist. Auch dieses Modell kann auf den Kopfumfang eingestellt werden und bietet einen sehr guten Tragekomfort.

Für ein gutes Klima verfügt der Helm über 24 Belüftungsschlitze und einen Schutzschirm, der gegen Sonne und Regen schützt. Vorne ist zudem ein Netz angebracht, das vor Fliegen und großen Insekten schützt. Den Alpina-Helm gibt es in rund einem Dutzend verschiedener Farben.

Fahrradhelm Test: 20181003
Der Alpina Mythos 3.0 LE.

Den Helm kann man in drei Größen kaufen, 59 bis 64, 57 bis 52 und 52 bis 57 Zentimeter. An die Kopfform lässt er sich dank Bändchen an der Rückseite leicht anpassen.

Der Kinnriemen ist weich ummantelt und scheuert nicht, die Enden kann man leicht ineinanderstecken. Auch während des Fahrens kann man den Kinnriemen leicht verstellen, hierfür gibt es eine Arretiervorrichtung. Wir würden uns hier allerdings einen schwergängigeren Verstellmechanismus wünschen, der Knopf sitzt allzu locker.

Fahrradhelm Test: 20181003
Hier wünschen wir uns mehr Rückmeldung vom »Press«-Taster.

Im Crashtest des ADAC  wurde der Unfallschutz des Alpina-Helms mit 2,7 bewertet, in der Gesamtnote kam er auf 2,4.

Leuchtstreifen: Casco Activ 2

Leuchtstreifen

Casco Activ 2

Test Fahrradhelm: Casco Activ 2
Individuell einsetzbare Leuchtstreifen sorgen dafür, dass man den perfekt sitzenden Casco Activ 2 im Dunkeln gut sieht.

Der Casco Activ 2 war Testsieger beim ADAC, für den Unfallschutz gab es eine 1,9, Komfort und Handhabung wurden mit 1,7 bewertet. Dieser Helm sitzt wirklich sehr gut, die Größe kann sehr präzise über das Verstellrädchen eingestellt werden. Innen gibt es keine Druckstellen, der Helm sitzt angenehm.

Der Verschlussmechanismus für den Kinnriemen ist ein wenig fummelig. Es gibt keine Plastikschnalle sondern Metallringe und Kunststoffhaken, die eingeklippst werden.

Fahrradhelm Test: 4
Den ADAC und uns hat der Casco Activ 2 überzeugt.

Der Helm wiegt angenehme 290 Gramm, es gibt ihn wahlweise in Schwarz-Anthrazit, Weiß-Schwarz, Schwarz-Blau oder Marine-Weiß und drei verschiedenen Größen mit 58-62, 56-58 oder 52-56 Zentimetern Umfang. Sepearat erhältliche Leuchtstreifen in verschiedenen Farben können auf der Schale des Fahrradhelms eingesetzt werden, so wird man im Dunkeln gut gesehen.

Fahrradhelm Test: 20181003
Verschluss mit Metallring.

Gegen das Schwitzen helfen die 26 Luftschlitze und ein Frontspoiler schützt vor Sonne und Regen. Den Spoiler kann man auf Wunsch auch abnehmen. Die Stoffpolsterungen sind per Klettverschluss angebracht und können zum Reinigen oder Entlüften einfach herausgenommen werden. Vorne gibt es einen Insektenschutz und engmaschigem Draht.

Was gibt es sonst noch?

Der Uvex Viva 2 ähnelt dem Uvex i-vo cc, ist aber 20 Euro billiger und es gibt ihn in nur vier Designausführungen. Anstatt 24 Lüftungsschlitzen wie beim anderen Modell dieser Marke gibt es hier 15 und die Polsterung ist ein wenig dünner. Der Sonnenschutz lässt sich abnehmen. Wir finden den Tragekomfort gut, doch er reicht nicht an den Komfort des teureren Uvex-Helms heran. Das gilt auch für die Anpassung an die Kopfform. Wir raten daher dazu, die Helme aufzubrobieren und die Unterschiede selbst zu testen. Wer nicht so viel Geld ausgeben möchte, bekommt mit dem Viva 2 einen passablen Helm.

Der Cairbull City Aerodynamic  ist preiswert und laut Hersteller für Mountainbiker, er soll guten Heckschutz bieten. Der Helm ist mit seinen 280 Gramm schön leicht und das Visier ist abnehmbar, hierfür muss man drei Schrauben lösen. 22 Schlitze sorgen für gute Belüftung und man kann den Helm in Größe 55 bis 61 Zentimeter kaufen. Das Polster innen kann mit einem Klettverschluss herausgenommen werden. Wir hatten die richtige Größe, dennoch eignete sich dieser Helm nicht für die Kopfform des Testers. Wenn man die Stellschraube festdreht, drückt er schnell, weniger Druck lässt ihn zu locker werden. Auch wenn der Helm fest sitzt, hat er aber seitlich wenig Halt und umschließt den Kopf nicht wirklich. Die Schnalle des gepolsterten Kinnriemens kann mit etwas Kraftaufwand geöffnet werden.

Der Skullcap MTV-01 ist mit 380 Gramm recht schwer und soll ein Allrounder sein. Für längere Fahrradtouren können wir ihn jedoch nicht empfehlen, denn uns geht er seitlich nicht weit genug herunter. Wir sehen hier keinen sicheren Halt, trotz guter Polsterung. Der Mechanismus lässt sich gut einstellen, den optimalen Tragekomfort haben wir dennoch nicht gefunden.

Sonnenschutz gibt es hier nicht, auch keine Luftzirkulation an den Seiten. Der Tragegurt hingegen gefällt uns. Er wird per Klickmechanismus verschlossen, der rastet gut ein und das Öffnen geht einfach. Wir empfehlen ihn eher als stylischen Hingucker für BMX-Fahrer oder Skater, Radfahrern würden wir eher zum klassischen Helm raten.

Der Abus Hyban wirkt ein wenig wie ein Reithelm, erst auf der Rückseite sieht man seine Besonderheit, denn er kann per Druck auf die Lampe beleuchtet werden. Die rote Lampe leuchtet dauerhaft oder blinkt, je nach Einstellung. Wir würden uns eine USB-Verbindung zum Aufladen wünschen statt der Knopfzellen.

Der Helm ist mit 400 Gramm recht schwer und eher ungeeignet für lange Touren. Selbst bei festgedrehter Stellschraube sitzt er nicht ganz so sicher wie unsere Empfehlungen. Die Justierschraube ist ungünstig positioniert und verheddert sich schonmal im Jackenkragen.

Man kann die Polsterung herausnehmen, muss aber aufpassen, um nicht die aufgeklebten Klettverschlüsse versehentlich von der Innenseite des Helms zu lösen. Den Kinnriemen kann man dagegen einfach schließen.

Der Nutcase Metroride sieht originell aus und wiegt 310 Gramm. Die Lüftung ist gut, leider fehlen seitlich Lüftungsschlitze. Den Tragekomfort finden wir angenehm, wenn auch der Helm nicht perfekt sitzt, sondern drückt oder zu locker ist. Wir finden die Justierschraube am Hinterkopf störend, denn sie ist bei uns nicht eingerastet in den Stufen. Wir können leider nicht sagen, ob das speziell an unserem Modell lag.

Für den Kinnriemen gibt es einen Magnetverschluss, das ist etwas umständlich. Einen strammen Sitz der Riemen haben wir nicht hinbekommen. Die Polsterung hingegen ist gut gelöst, sie sind weich und können zum Waschen einfach entfernt werden.

Wissenswertes über Fahrradhelme

Ein Fahrradhelm kann Leben retten, denn er verhindert schwere Kopfverletzungen. Laut Bundesverkehrsministerium kann der richtige Helm bis zu zwei Drittel der Energie absorbieren, der der Kopf ohne Helm beim Sturz ausgesetzt wäre.

Darüber hinaus kann ein Helm helfen, als Radfahrer im Straßenverkehr besser gesehen zu werden, dafür sorgen leuchtende und kräftige Farben, Reflektoren oder sogar eigene, in den Helm integrierte Beleuchtung.

 Fahrradhelm Test: Uvex City Light

Was gibt es beim Helmkauf zu beachten?

Bestenfalls probiert man einen Helm an, bevor man ihn kauft. Der Helm sollte nicht drücken aber stramm sitzen. Bewegt man den Helm auf dem Kopf, sollte die Stirn bestenfalls ein paar Falten schlagen, dann wissen Sie, dass er gut sitzt Mit geschlossenem Kinnriemen darf sich der Helm außerdem nicht nach hinten abstreifen lassen. Die Helm-Vorderkante sollte im Idealfall einen Abschluss mit den Augenbrauen bilden.

Fast jeder Helm bietet eine gewisse Größenverstellung per Drehrad. Die meisten Helme gibt es zwei bis drei verschiedenen Größen. Dazu ermittelt man den Kopfumfang mit einem Maßband, gemessen wird über die Mitte der Stirn, oberhalb der Ohren.

Bei manchen Helmen kann man weitere Anpassungen durch Kletteinsätze vornehmen. Wir empfehlen, auf Reflektoren oder gut sichtbare Farben zu achten. In der Sonne werden dunkle Farben außerdem wärmer als helle. Die Verpackung sollte Auskunft über das Produktionsdatum des Helms geben, der ADAC warnt vor dem Kauf alter Helme.

Nach dem Sturz gilt es, den Helm durch einen neuen zu ersetzen, denn auch wenn man keinen Riss oder Bruch sieht, kann die Struktur im Inneren doch Schaden genommen haben und das hat Einfluss auf die Schutzwirkung.

So haben wir getestet

Wir haben im Test auf die Verarbeitung, die Handhabung, den Tragekomfort, die Belüftung, das Gewicht und zusätzliche Ausstattung wie Beleuchtung geachtet. Außerdem haben wir uns angesehen, wie bequem der Helm sitzt und wie gut er Bewegungen mitmacht. Wie leicht sind die Kinnriemen zu schließen und kann das Verstellrädchen ohne Probleme erreicht werden? Kommt genug frische Luft an den Kopf beim Fahren?

Der Tragekomfort ist ein subjektiver Eindruck, denn selbst wenn der Helm Person A perfekt passt, kann er bei Person B mit anderer Schädelform drücken. Wir empfehlen daher dringend, die Helme vor dem Kauf anzuprobieren.

Wie viel Schutz die Helme bei einem Unfall bieten, konnten wir nicht überprüfen, haben dafür aber auf so weit vorhanden auf die Testergebnisse des ADAC zurückgegriffen.

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