Für sicheres Radfahren Test: Fahrradhelm

Fahrradhelme im Test : Für sicheres Radfahren

Update 17.06.2021

Vor allem E-Bikes bringen aufgrund ihres höheren Tempos eine erhöhte Verletzungsgefahr mit sich. Fahrradhelme können vor gefährlichen Kopfverletzungen schützen. Wir haben 33 Modelle getestet.

Update 17. Juni 2021

Wir haben neun weitere Fahrradhelme getestet und drei neue Empfehlungen gekürt: Den Casco Cuda 2, den Fischer Urban und den Lumos Ultra.

Jochen Wieloch
schreibt unter anderem für Audiovision und i-fidelity und testet überwiegend Unterhaltungselektronik, Sport- und Fitnessgeräte sowie Video-Drohnen.

Nur rund 30 Prozent der Radfahrer in Deutschland tragen einen Fahrradhelm, denn in Deutschland gibt es keine Helmpflicht. Dabei war 2017 jeder achte Verkehrstote ein Radfahrer, bei den Verletzten jeder fünfte. Kopfverletzungen passieren bei Stürzen schnell, die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie berichtet, dass bis zu 70 Prozent der tödlichen Hirnverletzungen verhindert werden könnten, wenn die Fahrradfahrer einen Kopfschutz getragen hätten.

Einen Fahrradhelm zu tragen lohnt sich also, egal wie oft, wie schnell oder wie vorsichtig Sie fahren. Wir haben 33 Modelle getestet, nicht alle haben uns überzeugt. Fünf Fahrradhelme können wir empfehlen.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
BeleuchtetHoher TragekomfortGünstigKlappbares VisierTolles Lichtkonzept
Test  Fahrradhelm: Uvex  City LightTest  Für sicheres Radfahren: Casco Cuda 2Test: Fischer Helm UrbanTest  Fahrradhelm: Casco RoadsterTest: Lumos Matrix
Modell Uvex City Light Casco Cuda 2 Fischer Urban Casco Roadster Visor Lumos Ultra
Pro
  • Perfekte Beleuchtung
  • Hoher Tragekomfort
  • Sonnenschutz
  • Praktischer Verschluss
  • Hoher Tragekomfort
  • Leuchtbänder
  • Netz im Helm
  • Sonnenschutz
  • Insektenschutz
  • Sehr preiswert
  • Licht
  • Hoher Tragekomfort
  • Leicht
  • Hoher Tragekomfort
  • Klappbares Visier
  • Reflektierende Streifen
  • Wetterschutz, Ohrenwärmer (optional)
  • Innovatives Lichtkonzept
  • Blinkerfunktion
  • Sehr gute Sichtbarkeit
  • Fernbedienung und App-Steuerung
Contra
  • Kein Licht
  • Licht lässt sich schwergängig einschalten
  • Drehregler für Kopfanpassung recht schwergängig
  • Visier hakelt etwas
  • Rückseitger Verstellring ungünstig platziert
  • Tragekomfort mit Schwächen
Bester Preis
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Beleuchtet: Uvex City Light

Mit dem Uvex City Light bekommt man einen Helm, der sich gleichermaßen für Rennradfahrer, Mountainbiker, Ausflügler und E-Biker eignet. Zum Inlineskaten kann man ihn ebenfalls verwenden. Gut gefällt uns vor allem das Beleuchtungskonzept, das ist innovativ, denn per Knopfdruck leuchtet der Helm oben und hinten.

Beleuchtet

Uvex City Light

Test  Fahrradhelm: Uvex  City Light
Der Uvex City Light sitzt nicht nur perfekt, sondern sorgt durch 32 integrierte LEDs für optimale Erkennbarkeit im Dunkeln.

Es gibt den Helm in zwei Größen, 56 bis 61 und 62 bis 57 Zentimeter, auswählen kann man zudem zwischen Weiß und Anthrazit. Der Tragekomfort ist sehr gut, mit einem Gewicht von 360 Gramm ist der Helm sehr leicht.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Uvex City Light: Erst bei Nacht zeigt er, was er wirklich drauf hat.

Mit einer Verstellschraube kann man den Helm an den Kopfumfang anpassen. Oben und vorne gibt es eine weiche Polsterung. Auch bei festem Sitz gibt es mit diesem Helm keine Druckstellen und der Anpressdruck kann fein dosiert werden. Die Polsterung ist mit einer antibakteriellen Beschichtung ausgestattet, man kann sie auch herausnehmen und waschen. Vorne gibt es ein Insektenschutzgitter, so kommen keine Fliegen oder Ähnliches in den Helm.

Besonderheiten

Als Verschluss dient eine Kunststoffratsche, mit ihr kann man nach dem Schließen des Gurtbandes die Länge verändern.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Das Verstellrad ist leicht erreichbar.

Per Hand und Knopfdruck kann man den Mechanismus einhändig öffnen, das funktioniert sogar mit Fahrradhandschuhen. Die Gurtbänder haben einen einem reflektierenden Streifen.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Tolles Handling, auch einhändig.

Eine gute Luftzirkulation gibt es ebenfalls, 18 Öffnungen sorgen für genügend Frischluft am Kopf. Wer will, kann die Sonnenblende abnehmen und für noch mehr Belüftung sorgen.

Ein leuchtender Helm

Drückt man aufs gummierte Bedienfeld hinten am Helm, beginnt der City Light zu leuchten: Vier LED-Bänder an der Außenschale beherbergen insgesamt 32 LEDs, vorne sind sie blau, hinten rot. Man kann per Knopfdruck zwischen blinkendem und Dauer-Licht umschalten.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Rote LEDs leuchten im Dunkeln.

Die LEDs erhöhen die Sichtbarkeit im Dunkeln, auf eine geeignete Fahrradbeleuchtung sollte man deshalb aber nicht verzichten.

Der Akku hält abhängig vom Leuchtmodus sechs bis zwölf Stunden. Zwei Stunden dauert das Aufladen per mitgeliefertem USB-Kabel. Außerdem zeigt eine weitere LED den Ladestatus an, ist sie grün, sind es 60 Prozent, Grün-Rot bedeutet zwischen 30 und 60 Prozent und Rot unter 60 Prozent Kapazität.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Und auch oben leuchtet es.

Mit dem Uvex City Light  bekommt man ein tolles Gesamtpaket mit guter Sichtbarkeit bei Nacht und tollem Tragekomfort.

Hoher Tragekomfort: Casco Cuda 2

Hoher Tragekomfort

Casco Cuda 2

Test  Für sicheres Radfahren: Casco Cuda 2
Leuchtstreifen und ein Netz im Helm für einen höheren Tragekomfort machen den Casco Cuda 2 zu einem besonderen Modell.

Der Cuda 2 von Casco bietet zwei Besonderheiten: zum einen das innen befestigte Netz, zum anderen die Leuchtstreifen, welche für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen sollen.

Das Modell ist in drei Größen zwischen 52 und 62 Zentimetern sowie in sechs Farbkombinationen zu haben. Es ist mit einem abnehmbaren und höhenverstellbaren Helmschild und vorne mit einem Insektenschutzgitter ausgestattet. Über den Helm verteilen sich 25 Luftöffnungen.

 Fahrradhelm Test: Fahrradhelme April2021 Casco Cada2 A
Durch die heruntergezogene Form am Hinterkopf erhöht sich die Schutzwirkung bei einem Unfall.

Der untere Bereich des Helms ist farblich abgesetzt und wirkt mit seiner strukturierten Oberfläche sehr hochwertig. Am Hinterkopf ist das Modell etwas heruntergezogen, was den Schutz im Falle eines Unfalls verstärkt.

Eine Beleuchtung ist beim Cuda 2 nicht vorhanden. Wird er angestrahlt, so ist er bei Dunkelheit trotzdem sehr gut sichtbar. Das liegt an den rückseitigen Reflektoren und den beiden Leuchtstreifen, die sich von hinten nach vorne über die Oberseite ziehen. Für rund 10 Euro kann man die Streifen auch gegen andersfarbige Versionen austauschen.

 Fahrradhelm Test: Fahrradhelme April2021 Casco Cada2 B
Leuchtstreifen und Reflektoren erhöhen die Sichtbarkeit.

Über ein rückseitiges Drehrädchen wird die Passform des Helms angepasst. Dabei ist der Mechanismus feinfühlig dosierbar und erfordert auch nicht viel Kraft. Das innenliegende, sich zusammenziehende Kunststoffband schmiegt sich an den Kopf, sodass er Helm fest sitzt, aber nicht drückt.

 Fahrradhelm Test: Fahrradhelme April2021 Casco Cada2 C
Durch das innenliegende Netz gibt es quasi keine Druckstellen.

Das innenliegende Netz verhindert, dass man mit dem Kopf an die Oberseite des Helmes stößt. Dadurch entstehen quasi keine Druckstellen, sodass der Tragekomfort hervorragend ist. Auch der Kinnriemen ist weich gepolstert. Geschlossen wird der Cuda 2 mit einer klassischen Klicklösung, die auch mit Fahrrad-Handschuhen mühelos bedienbar ist.

Unterm Strich überzeugt der Casco Cuda 2 mit einer hochwertigen Verarbeitung, hohem Tragekomfort und guter Sichtbarkeit.

Günstig: Fischer Urban

Günstig

Fischer Urban

Test: Fischer Helm Urban
Für schmales Geld bietet der leichte Fischer Urban Licht, hohen Tragekomfort, Sonnenblende und Insektenschutz.

Den Fischer Urban gibt es für unter 20 Euro und er hat trotzdem Licht, einen verstellbaren Innenring, Sonnenblende und Insektenschutz zu bieten. Der Tragekomfort ist ebenfalls erstaunlich gut.

Der Helm ist in acht Farben zu haben – vom dezenten Schwarz und Weiß über Braun und Blau bis zu knalligem Orange. In Sachen Größe kann man zwischen S/M (52 bis 59 Zentimeter) oder L/XL (58 bis 61 Zentimeter) wählen. Das getestete Modell hat die Größe S/M und ist mit 262 Gramm ein Leichtgewicht. Im Hinterkopfbereich ist der Fischer Urban heruntergezogen, wodurch die Schläfen besser geschützt sind.

 Fahrradhelm Test: 20200326
Der Fischer Urban ist besonders günstig zu haben.

Die Innenschale aus EPS hat keine feste Verbindung zur Außenhaut. An den vielen Lüftungsschlitzen ist erkennbar, dass sie sich bewegen lässt und Spiel hat. Das ist jedoch bestenfalls ein kleiner, optischer Mangel, der in diesem Preissegment zu verkraften ist.

Der Drehregler für die Anpassung der Größe auf der Rückseite des Helms hat ein integriertes Licht. Wie man dieses einschaltet, ist allerdings nicht intuitiv, einen Druckknopf oder kleinen Schalter gibt es nicht. Zur Aktivierung muss man stattdessen aufs Licht drücken, was nur mit Kraftaufwand gelingt. Neben Dauerlicht gibt es zudem eine Blinkfunktion.

 Fahrradhelm Test: 20200326
Der Drehregler für die Größenanpassung bietet eine integrierte Leuchte.

An der Vorderseite ist der Insektenschutz eingearbeitet. Der Sonnenschutz ist abnehmbar, 20 Öffnungen sorgen stets für einen Luftaustausch. Auch der Tragekomfort kann überzeugen: Das Helminnere fühlt sich sehr weich an, die rundherum angebrachten Polster schmiegen sich sehr angenehm an den Kopf. Außerdem wird der Kopf vom Helm umschlossen, was die Stabilität und den Halt erhöht. Selbst wenn beidhändig am Kopfschutz gerüttelt wird, liegt er sauber auf und verbleibt in Position.

 Fahrradhelm Test: 20200326
Per Druckverschluss wird der Kinnriemen geschlossen.

Das Verstellrädchen ist zwar etwas schwergängig, erlaubt jedoch eine genaue Anpassung des Fahrradhelms. Der Kinnriemen schließt sich mit einem simplen Druckverschluss und kann mit einer Hand geöffnet werden.

Der Fischer Urban ist also nicht nur für Sparfüchse der ideale Fahrradhelm.

Klappbares Visier: Casco Roadster Visor

Klappbares Visier

Casco Roadster Visor

Test  Fahrradhelm: Casco Roadster
Als perfekter Schutz vor Insekten, Wind und Regen ist der Casco Roadster mit einem klappbaren Visier ausgestattet.

Ein überaus schicker Helm ist der Casco Roadster Visor, hier merkt man die Liebe zum Detail. Für die morgendliche Fahrt zum Bäcker braucht man so einen speziellen Helm sicher nicht, wenn man aber jeden Tag länger Rad fährt, lohnt sich die Anschaffung, denn der Roadster hat seinen Preis.

Den Helm gibt es in unterschiedlichen Designs und drei Größen. Wir hatten das Design »Jeans-Blue«, das richtig stylisch daherkommt. Das Modell hat eine leicht strukturierte Oberfläche und einen Insektenschutz aus Aluminium. Der Helm wirkt stabil und hochwertig. Ein Mehrschichtaufbau soll für mehr Sicherheit sorgen. Außerdem gibt es reflektierende Streifen, die die Sichtbarkeit erhöhen. Die Streifen können ausgetauscht werden, aus über 20 Farben kann man wählen.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Casco Roadster, tolles Design.

Der Tragekomfort ist gut, der Helm wiegt nur 360 Gramm und ist damit angenehm leicht. Natürlich ist auch dieses Modell innen weich gepolstert. An der Rückseite gibt es ein Drehrad, mit dem eine präzise Anpassung an den Kopfumfang möglich ist. Der Regler ist allerdings recht weit oben und etwas ungünstig angebracht. Das macht der Helm durch seine gute Passform, die kein Druckgefühl verursacht, und seinen festen Halt wieder wett.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Austauschbare reflektierende Bänder.

Der Kinnriemen hat ein weiches Polster und wird mittels Haken und Metallring verschlossen. Das ist ungewohnt, klappt aber gut. Außerdem lässt sich dieser Mechanismus mit einer Hand öffnen.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Hier ist der Abstand bis zur Helmkante gering und das Verstellen geht nicht ganz so einfach.

Der Helm kommt mit einem verspiegelten Visier, das man herunterklappen kann. Vor Regen und Insekten wird man damit gut geschützt. Das Herunterklappen funktioniert zwar nicht ganz reibungslos, doch wenn das Visier mal unten ist, rastet es gut ein und schließt plan ab.

Brillenträger sollten ausprobieren, ob das Visier über die Brille passt, das könnte bei manchen Probleme bereiten. Das Visier ist getönt, so spart man sich unter Umständen eine Sonnenbrille.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Fast wie ein Motorradhelm.

Für diesen professionellen Helm ist zusätzlich eine Abdeckung erhältlich, die die Lüftungsschlitze abdeckt und Zugluft ausschließt. Gegen frierende Ohren im Winter gib es ein Winter-Kit.

Der Casco Roadster Visor richtet sich vor allem an ambitionierte Radfahrer, die viel fahren. Auch Rennfahren im Winter ist mit ihm dank Wetterschutz und Visier kein Problem.

Tolles Lichtkonzept: Lumos Ultra

Tolles Lichtkonzept

Lumos Ultra

Test: Lumos Matrix
Licht, Blinker, Fernbedienung und App-Steuerung: Der Lumos Ultra ist der perfekte Helm für alle, die im Stadtverkehr nicht übersehen werden möchten.

Im Vergleich zur ehemaligen Empfehlung Lumos Matrix ist der Lumos Ultra mit seinen 370 Gramm sehr leicht und bietet zudem eine pfiffiges Beleuchtungskonzept. Das Modell ist in drei unterschiedlichen Größen zu haben und bietet vorne 30 weiße sowie hinten je 34 orangene und rote LEDs. Dabei genügt ein Druck der gummierten Taste auf der Rückseite, um die Lichter einzuschalten. Neben Dauerlicht blinken sie auch in zwei verschiedenen Rhythmen.

Der 1.100mAh-starke 2,7-Volt-Lithium-Ionen-Akku wird mit USB-C geladen und hält im Flash-Modus 10 und im Standard-Modus maximal 2,5 Stunden. Im Lieferumfang befindet sich eine Fernbedienung, die man mit zwei Gummibändern ohne Probleme am Lenker befestigen kann. Im Test musste lediglich die Knopfzelle eingelegt werden, damit die Fernbedienung startklar ist.

 Fahrradhelm Test: Fahrradhelme April2021 Lumos Ultra1
Der Lumos Ultra ist mit Front- und Rücklicht ausgestattet.

Mit einem Druck der rechten Taste blinkt der Ultra rechts, bei Druck auf links signalisiert man den anderen Verkehrsteilnehmern, dass man links abbiegen möchte. Ein beeindruckendes und sehr pfiffiges Feature.

Der Lumos-Helm unterstützt auch Bluetooth 4.0 und soll sich so mit der Lumosa Companion App auf dem Apple- oder Android-Smartphone verbinden. Hierfür muss man den Einschaltknopf drei Sekunden drücken. Im Test führte das allerdings dazu, dass sich der Ultra komplett ausschaltete und auch mit Ladekabel nicht wieder zum Leben erweckt werden konnte. Das getestete Exemplar stammt jedoch aus der Vorserie, sodass es möglich ist, dass es sich hier um ein Problem handelt, das bis zum Marktstart gelöst ist. Über die App lassen sich auch die Blinker bedienen, das Licht ein- und ausschalten und es wird die verbleibende Akku-Kapazität angezeigt.

 Fahrradhelm Test: Fahrradhelme April2021 Lumos Ultra2
Hinten finden sich die Blinker, der An-Knopf und die Ladebuchse für das USB-Kabel.

Der Lumos verfügt in der Außenhülle über sechs Öffnungen, die eine ausreichende Frischluftzufuhr ermöglichen. Über das rückseitige Drehrädchen lässt sich der Helm problemlos an den Kopf anpassen.

Bereits beim ersten Anprobieren fällt auf, dass der Helm eher auf dem Kopf thront, anstatt ihn zu umschließen. Besser wäre es, wenn der Lumos für einen besseren Halt seitlich heruntergezogen wäre. Das mittlere Polster ist zu dünn, so drückt der Ultra mittig leicht auf den Kopf, was unangenehm ist. Daher ist der Tragekomfort nur durchschnittlich. Den Kinnriemen öffnet und schließt man mit einem klassischen Klickverschluss.

 Fahrradhelm Test: Fahrradhelme April2021 Lumos Ultra3
Die Polsterung in der Mitte ist zu dünn, sodass man den Ultra auf dem Kopf spürt.

Auch wenn der Tragekomfort des Lumos Ultra nicht optimal ist, so überzeugen das Licht- und Blinkerkonzept. Die kleine Fernbedienung ist direkt einsatzbereit und ermöglicht eine intuitive Steuerung.

Was gibt es sonst noch?

Der leichte Cratoni Velo-X ist in drei Farben sowie den Größen S/M (52 bis 57 Zentimeter) und M/L (56 bis 60 Zentimeter) erhältlich. Für genügend Frischluftzufuhr sorgen 17 Ventilationsöffnungen. Vorne ist ein Insektenschutz eingebaut und am Hinterkopf sorgt die heruntergezogene Form für einen besseren Sitz sowie zusätzlichen Schutz der Schläfen. Die Clean-Tex-Polster im Inneren sind weich, schützen den gesamten Kopf vor Druckstellen und lassen sich zum Reinigen problemlos entfernen. Auch der Kinnriemen sitzt angenehm und scheuert nicht.

Die Anpassung des Helms an den Kopf gelingt schnell über den Drehregler auf der Rückseite. Der Verschlussmechanismus sitzt fest und kann auch mit Handschuhen bedient werden. In das Drehrad wurde ein Licht integriert, dass in drei verschiedenen Modi leuchten kann. Reflektoren und ein reflektierendes Gurtband sorgen zusätzlich für bessere Sichtbarkeit. Das Visier lässt sich abnehmen.

Der Lumos Matrix verfügt vorn über 22 und hinten über ganze 77 LEDs mit Bremslicht, Blinkern und anderen Lichtspektakeln, wobei die maximale Leuchtkraft bei 1.000 Lumen liegt. Eingeschaltet wird der Helm mit einem kleinen gummierten Knopf am linken Kinnriemen. Die Blinkerfunktion lässt sich auch über die kleine Fernbedienung steuern, die man bequem am Lenker befestigen kann. Alternativ kann man für die Steuerung auch problemlos die passende App nutzen. Der Akku reicht für fünf bis zehn Stunden, die Ladezeit beträgt fünf Stunden.

Leider ist der Matrix mit seinen 580 Gramm unangenehm schwer und zudem auch sehr teuer. Der Helm ist zudem nur in einer Größe (56 bis 61 Zentimeter) erhältlich, den Kopfumfang kann man über einen Drehregler auf der Rückseite verändern. Im Lieferumfang finden sich zwei unterschiedlich große Polsterungen für das Helminnere. Im Test saß der Matrix nicht bombenfest und trotz der weichen Innenpolster war ein leichtes Druckgefühl zu spüren. Trotz der acht Lufteinlässe gelingt die Luftzirkulation bei anderen Modellen bessern.

Der Casco Activ 2 sitzt wirklich sehr gut, die Größe kann sehr präzise über das Verstellrädchen eingestellt werden. Innen gibt es keine Druckstellen, der Helm sitzt angenehm. Der Verschlussmechanismus für den Kinnriemen ist ein wenig fummelig. Es gibt keine Plastikschnalle sondern Metallringe und Kunststoffhaken, die eingeklippst werden. Der Helm wiegt angenehme 290 Gramm, es gibt ihn wahlweise in Schwarz-Anthrazit, Weiß-Schwarz, Schwarz-Blau oder Marine-Weiß und drei verschiedenen Größen mit 58-62, 56-58 oder 52-56 Zentimetern Umfang.

Separat erhältliche Leuchtstreifen in verschiedenen Farben können auf der Schale des Fahrradhelms eingesetzt werden, so wird man im Dunkeln gut gesehen. Gegen das Schwitzen helfen die 26 Luftschlitze und ein Frontspoiler schützt vor Sonne und Regen. Den Spoiler kann man auf Wunsch auch abnehmen. Die Stoffpolsterungen sind per Klettverschluss angebracht und können zum Reinigen oder Entlüften einfach herausgenommen werden. Vorne gibt es einen Insektenschutz und engmaschigem Draht.

Den Cratoni Pacer+ gibt es in elf verschiedenen Farben und in drei verschiedenen Größen: L-XL (58-62 Zentimeter), S-M (54-58 Zentimeter) und XS-S (49-55 Zentimeter). Man kann den Helm per Stellschraube auf der Rückseite gut an den Kopfumfang anpassen. Außerdem gibt es innen Polsterungen und zwar seitlich, vorne und an der Platte oben. Dank Klettverschluss kann das Innenleben einfach entfernt werden, praktisch nach längeren Touren, wenn man geschwitzt hat. Die Polster-Einsätze kann man dann einfach trocknen oder waschen. Ein Insektenschutzgitter gibt es ebenfalls, das verhindert, dass im oberen Helmbereich ungebetene Gäste eindringen.

Der Pacer+ wiegt lediglich 260 Gramm und gehört damit zu den leichtesten Modellen im Test. Die Länge des Kinnriemens kann flexibel angepasst werden, dazu gibt es eine Art Schnalle mit einem Klappmechanismus. Das spart Kraft beim Kürzen oder Verlängern des Riemens. Den Kinnriemen schließt man mit einem stabilen Mechanismus, das klappt auch mit Handschuhen. Will man den Verschluss lösen, zieht man an der roten Lasche, das entriegelt die Arretierung. Auch d geht einfach und ohne Kraftaufwand. Für gute Belüftung und Luftzirkulation sorgen 20 Ventilationsöffnungen. Vorne gibt es einen Sonnenschutz, den man auch abnehmen kann.

Der Alpina 3.0 LE ist mit 290 Gramm ein sehr leichter Helm, der farblich eher dezent gehalten ist. Auch dieses Modell kann auf den Kopfumfang eingestellt werden und bietet einen sehr guten Tragekomfort. Für ein gutes Klima verfügt der Helm über 24 Belüftungsschlitze und einen Schutzschirm, der gegen Sonne und Regen schützt. Vorne ist zudem ein Netz angebracht, das vor Fliegen und großen Insekten schützt. Den Alpina-Helm gibt es in rund einem Dutzend verschiedener Farben und in drei Größen, 59 bis 64, 57 bis 52 und 52 bis 57 Zentimeter. An die Kopfform lässt er sich dank Bändchen an der Rückseite leicht anpassen.

Der Kinnriemen ist weich ummantelt und scheuert nicht, die Enden kann man leicht ineinanderstecken. Auch während des Fahrens kann man den Kinnriemen leicht verstellen, hierfür gibt es eine Arretiervorrichtung. Wir würden uns hier allerdings einen schwergängigeren Verstellmechanismus wünschen, der Knopf sitzt allzu locker.

Wissenswertes über Fahrradhelme

Ein Fahrradhelm kann Leben retten, denn er verhindert schwere Kopfverletzungen. Laut Bundesverkehrsministerium kann der richtige Helm bis zu zwei Drittel der Energie absorbieren, der der Kopf ohne Helm beim Sturz ausgesetzt wäre.

Darüber hinaus kann ein Helm helfen, als Radfahrer im Straßenverkehr besser gesehen zu werden, dafür sorgen leuchtende und kräftige Farben, Reflektoren oder sogar eigene, in den Helm integrierte Beleuchtung.

 Fahrradhelm Test: Uvex City Light

Was gibt es beim Helmkauf zu beachten?

Bestenfalls probiert man einen Helm an, bevor man ihn kauft. Der Helm sollte nicht drücken aber stramm sitzen. Bewegt man den Helm auf dem Kopf, sollte die Stirn bestenfalls ein paar Falten schlagen, dann wissen Sie, dass er gut sitzt Mit geschlossenem Kinnriemen darf sich der Helm außerdem nicht nach hinten abstreifen lassen. Die Helm-Vorderkante sollte im Idealfall einen Abschluss mit den Augenbrauen bilden.

Fast jeder Helm bietet eine gewisse Größenverstellung per Drehrad. Die meisten Helme gibt es zwei bis drei verschiedenen Größen. Dazu ermittelt man den Kopfumfang mit einem Maßband, gemessen wird über die Mitte der Stirn, oberhalb der Ohren.

Bei manchen Helmen kann man weitere Anpassungen durch Kletteinsätze vornehmen. Wir empfehlen, auf Reflektoren oder gut sichtbare Farben zu achten. In der Sonne werden dunkle Farben außerdem wärmer als helle. Die Verpackung sollte Auskunft über das Produktionsdatum des Helms geben, der ADAC warnt vor dem Kauf alter Helme.

Nach dem Sturz gilt es, den Helm durch einen neuen zu ersetzen, denn auch wenn man keinen Riss oder Bruch sieht, kann die Struktur im Inneren doch Schaden genommen haben und das hat Einfluss auf die Schutzwirkung.

So haben wir getestet

Wir haben im Test auf die Verarbeitung, die Handhabung, den Tragekomfort, die Belüftung, das Gewicht und zusätzliche Ausstattung wie Beleuchtung geachtet. Außerdem haben wir uns angesehen, wie bequem der Helm sitzt und wie gut er Bewegungen mitmacht. Wie leicht sind die Kinnriemen zu schließen und kann das Verstellrädchen ohne Probleme erreicht werden? Kommt genug frische Luft an den Kopf beim Fahren?

Der Tragekomfort ist ein subjektiver Eindruck, denn selbst wenn der Helm Person A perfekt passt, kann er bei Person B mit anderer Schädelform drücken. Wir empfehlen daher dringend, die Helme vor dem Kauf anzuprobieren.

Wie viel Schutz die Helme bei einem Unfall bieten, konnten wir nicht überprüfen, haben dafür aber auf so weit vorhanden auf die Testergebnisse des ADAC zurückgegriffen.

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