Test: Fahrradbeleuchtung

Fahrradbeleuchtung im Test : Licht ins Dunkle

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Veröffentlicht 13.04.2020

Fahrradfahren kann nachts gefährlich werden, wenn man kein Licht anschaltet, nicht nur für einen selbst, sondern auch für alle anderen. Daher sollten Rad und Weg immer gut sichtbar sein, wir haben dafür 20 Sets für die Beleuchtung von Fahrrädern getestet.

Florian Glott
Florian Glott
ist am liebsten in den Bergen und im Wald unterwegs, egal ob zu Fuß oder auf dem Mountainbike. Er testet Sport- und Outdoor-Produkte unter anderem für das Bergzeit-Magazin.

Fährt man nachts Rad, so ist es wichtig, dass der Weg vor einem gut ausgeleuchtet ist, ebenso sollte man aber auch von anderen Verkehrsteilnehmern im Dunkeln gut gesehen werden. All das muss außerdem klappen, ohne den Gegenverkehr dabei zu blenden. Leuchten fürs Fahrrad brauchen daher ein homogenes Beleuchtungsbild und müssen in der Handhabung einfach sein und sich leicht montieren lassen. Wir können einige der getesteten Sets empfehlen.

Tolle Ausleuchtung: Cat Eye GVolt 70

Unsere erste Empfehlung ist Cat Eye GVolt 70. Mit dabei ist alles, was man braucht und vor allem die Leistung konnte uns überzeugen, denn dieses Set leuchtet die Umgebung toll aus.

Tolle Ausleuchtung

Cat Eye GVolt 70

Test Fahrradbeleuchtung: Cat Eye GVolt 70 + Rapid Micro 6

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Im Lieferumfang enthalten ist eine Frontlampe, die 116 Gramm wiegt und die Rücklampe Rapid Micro G, außerdem werden Halter und Befestigungsgummi sowie zwei USB-Kabel zum Laden mitgeliefert.

Die Lampen wirken hochwertig. Mit dem Gummi kann die Rücklampe befestigt werden an der Sattelstütze. Man kann sie auch aus- und einklipsen aus der Halterung. Für die Frontlampe ist ein H-34 Halter dabei, den finden wir toll, denn mit einem Kunststoffrad, das sich drehen lässt, wird das Band, das gezahnt ist, festgezogen. Ein Gewinde sorgt dafür, dass alles in Position bleibt.

Die Lampen lassen sich einfach in die Halter legen und wieder herausnehmen. Durch die mögliche Montage kopfüber am Lenker hängt die Lampe dann unterhalb Lenker und sorgt daher für einen aufgeräumten Look. Der Knopf zum Einschalten der Lampe ist unten am Gehäuse. Wer möchte, kann aber auch einen GP-Adapter kaufen, damit eignet die Lampe sich dann auch für GP-Halterungen.

Die Lampe vorne hat drei verschiedene Leuchtmodi: Low, Mid und High, mit 10, 50 oder 70 Lux. Wir haben mit dem High-Modus nachgemessen und kamen auf 85 Lux. Die Brenndauer beträgt laut Hersteller im höchsten Modus zwei Stunden, im mittleren drei und im niedrigsten sogar 15. Im höchsten Modus lag unser Messwert bei der Leuchtdauer bei ca. drei Stunden.

Bei beiden Leuchten gibt es außerdem einen Indikator für den Ladezustand, sind es noch 20 Prozent, so leuchtet eine LED und man weiß, die Lampen brauchen neuen Saf. Bei der GVolt 70 gibt es zudem eine Memory-Funktion, soll heißen die Lampe merkt sich den letzten Modus vor dem Ausschalten und aktiviert ihn beim Anschalten wieder.

Ausleuchten kann dieses Set toll, im Fernbereich schön hell, im Nahbereich ein bisschen weniger. Die Breite fanden wir toll, denn so erkennt man Hindernisse am Rand schnell. Dieses Set hat seinen Preis, aber es ist einfach und hat die Stärken genau im richtigen Bereich. Bikepacker, Mountainbiker oder Rennradfahrer sollte dieses Set ebenfalls überzeugen. Wir finden es toll.

Aber gibt es auch Nachteile? Nicht wirklich, außer vielleicht den Preis.

Gute Montage: Busch & Müller IXON Core

Gute Montage

Busch & Müller IXON Core

Das Set von Busch & Müller IXON Core beinhaltet auch eine IXXI Rückleuchte, außerdem mit dabei sind Halter und USB-Kabel fürs Laden, Netzteil, Gummibänder und Ausgleichsring, der ist für dünne Lenker gedacht. Wir finden neben der Verarbeitung vor allem die Montage einfach und gut.

Die Lampe hat ein Gehäuse aus Alu, so sieht sie hochwertig aus, die vordere Leuchte wiegt 134, die hintere 31 Gramm.

Montiert werden kann intuitiv, die vordere Lampe klipst man seitlich ein, das Rücklicht macht man an der Sattelstütze per Gummiband fest, das geht schnell und kann ebenso schnell wieder entfernt werden. Vorne hat man die Wahl zwischen zwei Modi: Low oder High. Zudem gibt es im Einschaltknopf einen Indikator für den Ladezustand. Alle zwei Minuten blinkt es hier, wobei es bei 80 bis 100 Prozent Akku fünfmal blinkt, bei 60 bis 80 Prozent viermal, bei 40 bis 60 Prozent dreimal, 20 bis 40 Prozent zweimal und einmal heißt, dass man weniger als 20 Prozent Akku hat und definitiv laden sollte.

Der High-Modus leuchtet den Fern- und Nahbereich gut aus, auch den Randbereich etwas. Die Lampe sollte aber passend eingestellt sein, sonst blendet man den Gegenverkehr. Mit dem Low-Modus wird man von anderen auch noch gut gesehen. Beide Lichter kann man im Dunkeln auch seitlich noch erkennen. Wir finden das Beleuchtungsbild gut und den Preis in Ordnung und empfehlen auch dieses Set.

Auch die Akkulaufzeit ist gut, bei Low hält der Akku der Frontlampe 16,5 Stunden, bei High sind es 5,5. Die Rückleuchte ist noch besser und leuchtet in Rot über 24 Stunden lang, bei Heckleuchten mit Akku ist das der beste Wert. Die Leuchtstärke beträgt 55 Lux, auch das ist noch ganz akzeptabel.

Tag- und Nachtmodus: Büchel BLC 820

Auch mit dem Büchel BLC 820 bekommt man ein Beleuchtungsset, das wir empfehlen können, vor allem die Zusatzfunktionen gefallen uns.

Mit dabei sind die Lampen, USB-Kabel und Halter für die Leuchten. Wir finden die Lampen wertig und gut. Auch sie können leicht montiert werden, hierfür gibt es ein Gummiband, das sehr stabil ist, mit den Bändern werden die Lampen an Sattelstütze und Lenker befestigt. Per Schalter, der leicht zu bedienen ist, können die Leuchtmodi gewählt und die Lampen ein- oder ausgeschaltet werden.

Auch hier gibt es eine Anzeige des aktuellen Ladezustandes. Das bedeutet, dass am hinteren Licht eine LED blinkt, wenn der Akku geladen werden möchte, vorne gibt es vier LEDs, die darüber Auskunft geben. 100 Prozent entspricht vier grünen LEDs, leuchtet nur eine davon, sind es 25 Prozent. Ist eine LED rot, bleiben lediglich zehn Prozent Restkapazität.

Beim Licht vorne kann man aus drei Helligkeitsstufen wählen, der Hersteller gibt die Beleuchtungsstärke mit 80 Lux beim höchsten Modus an, im mittleren sind es 40 und beim Low-Modus noch 15 Lux, die Modi können gewählt werden, indem man den Schalter drückt.

Die automatische Lichtsteuerung erhöht vielleicht auch die Leuchtdauer. Drückt man den Schalter einmal, so kommt man in den Auto-Modus. Damit wird dann die Lampen-Helligkeit an die Umgebungshelligkeit angepasst. Drückt man erneut, kann man durch die verschiedenen Modi schalten. Vier blaue LEDs in einer Leiste zeigen die Stufe der Lampe an.

Praktisch finden wir auch, dass die Rückleuchte einen Nacht- und Tagmodus hat sowie eine Bremslichtfunktion. Diese funktioniert gut. Drückt man den Schalter ein Mal, hat man den Tag-Modus. Ist es draußen also hell, bleibt die Lampe ausgeschaltet, wird es dunkel, schaltete sie sich ein. Drückt man erneut, ist man dann im Nachtmodus, hier leuchtet das Rücklicht nun dauerhaft. So kann man nicht vergessen, das Rücklicht einzuschalten. Hinten gibt es die Bremslichtfunktion, hier misst ein Beschleunigungssensor Verzögerungen, haben die einen gewissen Wert, leuchtet für drei Sekunden eine weitere LED auf.

Ausleuchten kann unsere erste Empfehlung etwas besser, im Fernbereich kann diese Lampe das aber auch gut, im Nahbereich ist es weniger hell. Seitlich wird aber fast nicht ausgeleuchtet, auf befestigten Straßen oder Wegen sollte es aber ausreichen. Vorne gibt es auch eine seitliche Beleuchtung, das erhöht die Sichtbarkeit. Wir finden vor allem die durchdachten Zusatzfunktionen gut. Vor allem die Bremslichtfunktion dürfte sich auch für Rennradfahrer eignen, die gerne gemeinsam fahren.

Längste Akkulaufzeit: Trelock LS 950 Control

Mit dem Set Trelock LS 950 Control bekommt man die LS 720 REEGO Rückleuchte und eine Frontlampe, beide machen einen hochwertigen Eindruck und die Verarbeitung ist ebenfalls gut. Mit dabei ist ein USB-Kabel zum Laden und zwei Halter. Wir bekommen hier die längste Akkulaufzeit und empfehlen die Lampe daher alle, die nicht so oft laden können oder wollen.

Die Frontlampe wiegt 221 Gramm und kann leicht entnommen und wieder eingelegt werden, hier klappt das von allen Test-Sets sogar am besten. Hinten wird es aber schwieriger.

Es gibt fünf Leuchtmodi, aus denen man wählen kann, das macht man mit den Plus und Minus-Tasten, außerdem schaltet man die Lampe damit an oder aus.

Auch das LC-Display gefällt uns, hier wird die Leuchtstufe angezeigt und auch der Ladezustand des Akkus, das ist übrigens ein Li-Ion. Auch die verbleibende Leuchtzeit der Lampe sieht man so einfach. Wählt man den höchsten Modus, ist es möglich, dass die Lampe überhitzt, dann wird ein geringerer Modus automatisch eingeschaltet, im Display steht dann »°C«.

Im Betrieb haben wir dauerhaft ein Surren vernommen, auch wenn es beim Fahren kaum auffällt. Ausleuchten kann sie ganz gut, vor allem im Fernbereich, in der Nähe weniger und seitlich dagegen kaum. Für befestigte Wege reicht das aber. Auch seitlich kann man die Lampen noch gut sehen.

Warum empfehlen wir die Lampen also trotzdem, obwohl es einiges auszusetzen gibt? Ganz einfach, die Akkulaufzeit ist hier enorm. Bei Low reicht der Akku für 56 Stunden, mit High schafft die Lampe 14,5 Stunden, wobei die Helligkeit etwas gedrosselt wird, sollte die Lampe zu heiß werden. Nach fünf Stunden war das bei uns bei Raumtemperatur der Fall, bei Kälte erst nach 7 Stunden.

Auch das Rücklicht macht seine Sache gut und hält beinahe 13 Stunden durch. Gemessen haben wir 85 Lux, das ist gut. Wir empfehlen dieses Set allen, die einen Akku mit langer Laufzeit suchen.

Günstig: Sigma Aura 60

Von Sigma kommt das Set Aura 60. Hier gibt es eine Nugget II Rücklampe und eine Frontleuchte, außerdem noch USB-Kabel und zwei verschiedene Gummibänder für die Rücklampe. Dieses Set ist günstiger zu haben als viele andere.

Die Frontlampe wirkt am hochwertigsten unter unseren Testgeräten und wir finden auch ihr Design hübsch. Das ist aber ein subjektiver Eindruck. Mit Gummibändern lassen sich die beiden Lampen einfach an Sattelstütze und Lenker anbringen und ebenso schnell abbauen. Die Frontlampe wiegt 101 Gramm, hierfür gibt es einen Gummihalter bzw. Band und Schraube zum Fixieren, so kann man auch den Winkel ändern.

Drei Leuchtstufen stehen zur Auswahl: Low, Mid und High. Der höchste Modus soll laut Hersteller 60 Lux haben und auch eine Anzeige für den Ladezustand gibt es. Die besteht aus einer grünen leuchtenden LED unter dem Ein- und Ausschalter, wenn der Akku zwischen 31 und 70 Prozent hat, darunter ist die LED rot und die Lampe will geladen werden.

Die Nugget II wiegt nur 23 Gramm und hat auch eine Anzeige für den Ladezustand. Hier gibt es Batteriesymbole, die aufgedruckt sind. Muss geladen werden, werden die Symbole ausgeleuchtet.

Ausgeleuchtet wird beim Fahren auf befestigten Straßen oder Wegen gut, Fern- und auch Nahbereich werden hell ausgeleuchtet, die Seitenbereiche aber schlecht oder überhaupt nicht. Das finden wir nicht gut. Für eine seitliche Beleuchtung sorgen aber weitere LEDs, so ist man für den Straßenverkehr gleich sichtbarer.

Wir finden die Verarbeitung gut und auch die Funktion des Sets, aber sind nicht restlos begeistert. Wir empfehlen es vorwiegend für Rennradfahrer, denn die Lampen sind klein und man muss den Halter am Lenker nicht fest anbringen.

Was gibt es sonst noch?

Von SGODDE gibt es ein Set mit LR-03K Rück- und LF-06 Frontlampe. Mit dabei ist außerdem zum Laden ein USB-Kabel und alles für die Befestigung. Die hintere Lampe kann an der Sattelstütze mit einem Gummiband angebracht werden und ist nachts gut sichtbar, auch seitlich. Vorne wird alles per Schnellspanner befestigt, mit dabei sind auch Ausgleichsbänder für verschieden dicke Lenker. Hier sitzt alles fest, aber das Ganze wirkt ein wenig klobig und wiegt etwa 200 Gramm.

Wie der Ladezustand vorne ist, zeigen vier LEDs, die sich hinter dem Knopf zum Einschalten befinden. Es gibt als Leuchtmodi Low und High und dem Hersteller gemäß 600 Lumen maximal. Wir finden das Beleuchtungsbild gut, hell im Fernbereich und in der Nähe ist auch der Seitenbereich einigermaßen ausgeleuchtet, das macht es auch im Wald einfach.

Wer auf schickes Design verzichten kann und ein Set mit guter Leistung zu niedrigem Preis sucht, bekommt es hier.

Beim Trelock LS 760I-Go Vision gibt es Zusatzfunktionen. Mit im Set sind LS 720 REEGO Rücklicht und eine Frontleuchte, außerdem Halter und USB-Kabel, gleich drei Stück. Zwei davon für USB-C. Wir finden, dass die Lampen eine angenehme Haptik haben und gut verarbeitet sind. Will man sie montieren, mutet das kompliziert an, sieht man in die Anleitung, ist es aber doch einfach und Lampe, die 173 Gramm wiegt, wird gut gehalten.

Auch ein- und ausklipsen lässt sie sich einfach. Man kann die Lampe über Plus- und Minus-Tasten aus- oder einschalten und darüber auch den Leuchtmodus wählen. Das ganze funktioniert unter dem LC-Display. Auf dem Display wird die Uhrzeit angezeigt, außerdem wie viel Ladung der Li-Ion Akku noch hat und welcher Leuchtmodus aktiv ist, zudem wird die restliche Brenndauer der Lampe angezeigt. Hier kann die Lampe beim höchsten Modus überhitzen, dann schaltet sie in einen niedrigeren. Ein »°C« erscheint dann im Display. Das Rücklicht zu montieren, geht leichter und es gibt hier einen Aus- und Einschalter, das Einlegen in die Halterung ist aber nicht ganz so leicht.

Die Frontlampe leuchtet ganz gut im Fern- und Nahbereich, seitlich recht schwach. An der Seite der vorderen Lampe gibt es außerdem beleuchtete Schlitze, so wird man gut gesehen.

Die Besonderheiten sind die Levelfunktion, die soll das Einstellen der Lampe leichter machen und klappt recht gut. Und das Kabel für USB-C, mit dem die Lampe geladen werden kann oder man nutzt sie als Powerbank, da braucht man für die Schnittstelle aber wahrscheinlich einen Adapter.

Wir finden das Set solide mit einigen Schwächen, die Zusatzfunktionen gefallen uns aber.

Auch das Axa Greenline 50 ist gut verarbeitet, aber wir finden das Plastik macht einen billigen Eindruck. Mit dabei sind Halter und USB-Kabel. Den Halter kann man per Gummiband am Lenker befestigen und die Lampe einklicken. Das Herausnehmen der Lampe ist ebenso einfach und sie sitzt stets da, wo sie sein soll. Im Einschaltknopf gibt es eine Anzeige des Ladezustandes mit drei farbigen LEDs. Über 75 Prozent leuchtet die blaue, bei 25 bis 75 die gelbe und bei weniger als 25 Prozent die rote.

Es gibt zwei Leuchtmodi, Low und High, im höchsten wird die Lampe aber zu warm und geht nach 3,5 Stunden einfach aus. Sie beleuchtet mehr zentral und an den Seiten fast nicht, dafür im Zentralbereich aber hell. Es gibt aber Sets mit ähnlichem Preis, die deutlich mehr können.

Von Dansi kommt das XC-213K mit Frontlampe und XC-102 Mini LED für hinten. Das Set ist billig, aber das merkt man auch. Mit dabei ist alles für die Montage, aber keine Batterien. Montiert werden können die Lampen aber leicht, vorne gibt es zwei Leuchtmodi, Low und High. Die Ausleuchtung ist gut und auch die Rückleuchte erkennt man im Dunkeln. Für wenig Geld bekommt man hier ein Beleuchtungsset, das im Notfall genutzt werden kann, wer einen Akku möchte, muss aber mehr Geld in die Hand nehmen.

Life Bee bietet das LTIK-FSW567, auch das ist günstig und zudem klein und leicht und kann für den Notfall auch einfach mitgenommen werden. DIe Frontlampe hat zwei verschiedene Modi und außerdem gibt es eine LTIK-FS 364 Lampe hinten und Montagematerial sowie zwei USB-Kabel. Die vordere Lampe lässt sich leicht anbringen, den hinteren Halter schraubt man fest an die Sattelstütze. Ein- und wieder Ausklipsen geht etwas schwer. Wir finden die Verarbeitung nicht besonders, sie leuchten aber ausreichend, von der Seite sieht man die Lampen nicht so gut.

Wissenswertes über Fahrradbeleuchtungen und StVZO

Mittlerweile darf man Akku-Lampen am Rad anbringen, bis 2017 mussten es noch per Dynamo betriebene fest angebrachte sein. Nicht alle kaufbaren Lampen haben aber überhaupt für den Straßenverkehr eine Zulassung, denn dafür gibt es Anforderungen. Da wäre zunächst die Zulassungsnummer vom Kraftfahrtbundesamt, so darf dann mit »StVZO-zugelassen« geworben werden. Der Gegenverkehr darf beispielsweise durch die Lampen nicht geblendet werden und die Lampe muss in vorgeschriebener Höhe montiert sein.

Vorne gilt dabei die Höhe von 40 bis 120 Zentimetern, hinten 25 bis 125. Das sagt Paragraph 67 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung aus: »Fahrräder müssen mit einem oder zwei nach vorn wirkenden Scheinwerfern für weißes Abblendlicht ausgerüstet sein. Der Scheinwerfer muss so eingestellt sein, dass er andere Verkehrsteilnehmer nicht blendet.«

Der Lichtkegel der vorderen Lampe sollte etwa so geneigt sein, dass die Mitte davon fünf Meter entfernt halb so hoch ist, wie beim Austritt des Lichtkegels.

Außerdem sagt Paragraph 67 der StVZO: »Scheinwerfer, Leuchten und deren Energiequelle dürfen abnehmbar sein, müssen jedoch während der Dämmerung, bei Dunkelheit oder wenn die Sichtverhältnisse es sonst erfordern, angebracht werden.« Gänzlich entfällt die Pflicht zur Anbringung damit nicht.

Blinken dürfen die Lichter übrigens auch nicht.

Helm- oder Radlampen und StVZO

Helmlampen haben keine Zulassung für den Straßenverkehr, das liegt daran, dass sie am Rad nicht fest montiert werden, denn meist bringt man sie am Helm an, um den Trail gut sehen zu können.

Außerdem haben diese Lampen eine ziemlich hohe Lichtleistung über 2000 Lumen, das würde andere Verkehrsteilnehmer blenden und es könnte gefährlich werden.

Lumen, Candela und Lux

Angegeben wird die Lichtleistung mit lm, also Lumen. Das sagt aus, wie hell die Lampe ist, also wie viel Licht zu allen Seiten ausgestrahlt wird und damit allgemein zur Verfügung steht. Je höher der Lumen-Wert, desto mehr Licht ist verfügbar.

Candela, cd, meint den Lichtstrom, welcher in eine bestimmte Richtung abgestrahlt wird. Bei beiden Werten handelt es sich um Sendergrößen, denn sie gehen von der Lampe aus.

Lux, lx, ist die Beleuchtungsstärke und sagt etwas über den Lichtstrom aus, welcher auf eine beleuchtete Fläche fällt. Hier haben wir eine Empfängergröße, die reine Angabe von Lux ist damit nicht besonders aussagekräftig, denn sie hängt vom Abstand ab. Messen kann man diese Stärke mit einem Luxmeter, wir haben aus 10 Metern Entfernung gemessen, entsprechend der Prüfnorm für Fahrradleuchten.

So haben wir getestet

Beim Test haben wir uns die Verarbeitung angesehen. Gibt es Fehler? Scharfe oder unsaubere Kanten? Auch die Haptik war uns wichtig und was alles im Lieferumfang dabei ist. Braucht man zusätzliches Werkzeug? Gewogen haben wir die Lampen auch, inklusive des Befestigungsmaterials, denn das alles hängt am Ende ja am Rad.

Dann haben wir uns an die Montage gemacht und geschaut, wie einfach die funktioniert und ob die Lampe auch bei holprigem Trail an Ort und Stelle bleibt. Damit wir uns ein Bild von der Ausleuchtung eines Wegs machen können, haben wir die Lampen am Lenker angebracht und per Kamera Bilder davon in Kopfhöhe gemacht. Wir haben dazu eine Sony Alpha 5000 Kamera mit  SEL-P1650 Objektiv verwendet. Mit folgenden Einstellungen wurde fotografiert: Iso 400, Blendeneinstellung f/3.5, Belichtung: 1 Sekunde, Belichtungskorrektur +1.

Die Leuchtdauer haben wir auch gemessen, mit voll aufgeladenen Lampen. Eine Videokamera ist mitgelaufen, damit wir die Dauer genau feststellen konnten. Außerdem haben wir mit einem Luxmeter aus zehn Metern Entfernung noch die Beleuchtungsstärke im höchsten Modus gemessen.

Fahrradbeleuchtung Test: Fahrradbeleuchtungen
Unsere Test-Fahrradbeleuchtungen aus 2019/09.

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