Fahrrad-Navi Test: Garmin Edge Explore Lifestyle (c) Garmin Deutschland Gmbh

Fahrrad-Navis im Test : Immer auf dem richtigen Weg

Update 31.05.2021

Wer mit dem Rad häufig Touren fährt, will nicht immer eine Karte mitnehmen. Als Alternative gibt es Fahrrad-Navis, die einem den richtigen Weg weisen. Wir haben 17 davon getestet.

Update 31. Mai 2021

Wir haben sieben weitere Fahrrad-Navis getestet. Das Garmin Edge 530 ist eine neue Empfehlung.

Florian Glott
ist am liebsten in den Bergen und im Wald unterwegs, egal ob zu Fuß oder auf dem Mountainbike. Er testet Sport- und Outdoor-Produkte unter anderem für das Bergzeit-Magazin.

Ob Bikepacking oder Trekking-Tour, den richtigen Weg muss man bei allem finden, wenn man mit oder ohne Reisegepäck auf dem Rad unterwegs ist. Will man dabei auf das Kartenmaterial verzichten und Platz sparen, so kann man ein Navi fürs Rad benutzen. Das Smartphone ließe sich theoretisch auch nutzen, ein Navi bringt aber Wasserfestigkeit, Robustheit und einfache Bedienung mit. Wir sind mit allen 17 Test-Navis auf dem Lenker gefahren und können einige empfehlen.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Vollwertiges NaviViel ZubehörLuxusmodellFür Radsportler
Test Fahrrad-Navigationsgerät: Garmin Edge ExploreTest Fahrrad-Navigationsgerät: Tahuna Teasi One 4Fahrrad-Navigationsgerät Test: 61+surpezml. Sl1229Test: Garmin Edge 530
Modell Garmin Edge Explore Tahuna Teasi One4 Sigma Sport ROX 12.0 Garmin Edge 530
Pro
  • Gut ablesbares Display
  • Sehr einfache Bedienung
  • Einfache Bedienung
  • Preis-Leistungsverhältnis
  • Einfache Bedienung
  • Kostenlose Auswertungs-Software
  • Gute Halterung
  • Nützliche Funktionen
Contra
  • Spiegelndes Display
  • Wacklige Halterung
  • Preis
  • Wirkt recht klobig
  • Teuer
  • Umständliche Bedienung
Bester Preis
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Vollwertiges Navi: Garmin Edge Explore

Vollwertiges Navi

Garmin Edge Explore

Test Fahrrad-Navigationsgerät: Garmin Edge Explore
Mit dem Edge Explore bekommt man ein vollwertiges Navi, das sicher am Lenker sitzt und sich intuitiv bedienen lässt.

Garmin steht für Outdoor-Navis, so kommt auch eine unserer Empfehlungen wenig überraschend von dieser Marke. Das Garmin Edge Explore hat uns definitiv überzeugt als vollwertiges Navigationsgerät.

Das Gerät wiegt nur 115 Gramm und hat ein großes 3-Zoll-Display. Im Lieferumfang gibt es Halterungen für den Lenker plus Gummiunterlage und Spanngummis mit unterschiedlicher Länge – das alles dient der Montage am Lenker. Mit dabei sind außerdem noch Handschlaufe und USB-Kabel zum Laden.

Die Montage funktioniert schnell und intuitiv am Lenker. Hierzu muss man den Halter plus Gummiunterlage nur in die richtige Position bringen und der Breite des Lenkers entsprechend einen Gummi wählen, der wird in zwei Haltenasen gelegt. Gummi um den Lenker herumziehen und in die anderen Nasen legen. Schon ist die Halterung fertig montiert. Per Bajonettverschluss kann das Navi dann darin fixiert werden.

Nach unserem Abfahrtstest war die Position am Lenker kaum verändert und das Display währenddessen gut ablesbar. Fast nichts hat hier gewackelt, wir führen das auf die niedrige Montagehöhe zurück. Wir nehmen aber an, dass dauernder Regen die Reibung verringern und das Gerät so zum Rutschen bringen könnte.

Das Garmin ist einfach zu bedienen, es gibt eine Runden- und eine Powertaste und auf der Unterseite eine mit Start/Stop zum Aufzeichnen der Route. Der Startbildschirm ist übersichtlich und per großem Button kommt man zur Aktivität, zwei andere dienen der Navigation.

Unten gibt es dann Einstellungen bei denen man z. B. fürs Mountainbiken oder Wandern Profile laden kann und eine Taste für Connect IQ App. Damit lädt man GPX-Tracks aufs Gerät, die man etwa mit der Komoot-App erstellt hat.

Ohne App geht es aber auch: GPX-Daten aus dem Netz können auf das Gerät geladen werden, indem man den Ordner/Garmin/NewFiles auf dem PC öffnet und die Daten dort speichert. Über »Strecken« können diese Daten am Navi dann ausgewählt werden. Außerdem kann man auch einfach eine Zieladresse eingeben über »Zieleingabe«, die Route wird vom Gerät dann erstellt.

Auch kann man auf der farbigen Karte Punkte setzen und so die Strecke ohne PC oder App selbst erstellen und speichern. Spontan während der Tour kann so die Route umgestellt oder neu erstellt werden. Wir finden das Gerät einfach und intuitiv navigierbar, Neulinge sollten beim Bedienen keine Probleme haben.

Mit Wischbewegungen können Infos angefordert werden wie Höhenprofil oder Informationen über die Strecke, das Ganze geht ebenfalls während der Fahrt. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist das Display schön lesbar und auch Herzfrequenzmesser oder andere Sensoren können mit dem Garmin gekoppelt werden.

Wir finden das intuitiv bedienbare Garmin Edge Explore toll und vielseitig und empfehlen es auch Einsteigern.

Viel Zubehör: Tahuna Teasi One 4

Viel Zubehör

Tahuna Teasi One4

Test Fahrrad-Navigationsgerät: Tahuna Teasi One 4
Das Teasi One4 bietet viel Zubehör für wenig Geld. Neben dem Navi gibt es hier auch einen Herzfrequenzsensor und Schutzfolien.

Beim Teasi One 4 wird viel Zubehör mitgeliefert für einen entsprechenden Preis wie beim Garmin-Gerät. Wir empfehlen es für alle, die kein zusätzliches Geld in Zubehör investieren wollen.

Mit dabei ist natürlich die Haltevorrichtung, außerdem ein Ladegerät, extra Schutzfolien und ein USB-Ladekabel, zudem noch ein Brustgurt zur Herzfrequenzmessung. Für unter 200 Euro gibt es das Gerät aber auch ohne das alles.

Die Montage ist leicht: Das Moosgummiband einfach dort an den Lenker kleben, wo die Halterung hin soll. Die Halterung fixiert man anschließend mit den enthaltenen Kabelbindern, die lassen sich auch wiederverwenden.

Die Auflagefläche vom Halter wirkt aber alles anderes als groß und ist zudem eher hoch gebaut, so rutschte und wackelte es beim Abfahrtstest ziemlich. Dieses Navi eignet sich also mehr für befestigte Straßen und die Ablesbarkeit im Sonnenlicht war bei Garmin auch besser, hier spiegelt es ziemlich. Dafür gibt es aber die matten Schutzfolien fürs Display.

Bedient werden kann der Teasi leicht und wir finden das Startdisplay sehr übersichtlich. An den Ecken des Displays gibt es Buttons für die Einstellungen und man kann auch unterschiedliche Fahrerprofile auswählen.

Auch die Navigation damit ist leicht. Entweder man erstellt die Route direkt am Gerät oder man gibt ein Ziel oder eine Adresse ein. Aus dem Netz heruntergeladene Tracks können ebenfalls verwendet werden. Heruntergeladene und selbst erstellte Tracks legt man im Ordner BikeNavImportedTrips ab.

Es gibt ein kostenloses Tahuna-Tool, das selbsterklärend ist und mit dem man auch eine Route erstellen und dann aufs Navi übertragen kann. Mit der App können gefahrene oder gespeicherte Routen zudem analysiert werden. Um die gespeicherten Tracks am Navi zu öffnen, nutzt man die Speicher-Taste und dann »Go«, schon geht es los.

Wir finden Halterung und Display nicht so gut, zumindest für Mountainbiker, ansonsten ist beim Teasi One 4 aber viel dabei und die Bedienung ist einfach.

Luxusmodell: Sigma Sport ROX 12.0

Luxusmodell

Sigma Sport ROX 12.0

Fahrrad-Navigationsgerät Test: 61+surpezml. Sl1229
Hier hat man die Wahl zwischen der Bedienung per Touchdisplay und Tasten. Das ROX 12.0 überzeugt mit einfacher Bedienung.

Das ROX 12.0 von Sigma ist teuer und nicht nur ein Radcomputer, sondern ein vollwertiges Navi. Zusätzlich ist es aber auch noch Radcomputer inklusive Trainingssystem. Das erklärt den Preis. Wer also mehr als einen Fahrrad-Computer sucht, wird hier fündig.

Im Lieferumfang befindet sich alles nötige für die Befestigung sowie ein USB-Kabel und die optionale Aero-Halterung.

Das Gerät hat Ähnlichkeiten mit einem Smartphone. An der Seite und unterhalb des Displays gibt es Tasten, die eine Bedienung sogar mit kompakteren Handschuhen ermöglichen. So ist das Navi aber auch dementsprechend klobig.

Montiert wird es mit Kabelbindern und Halter am Lenker oder alternativ mit dem Aero-Halter. Das klappt schnell und es sitzt auch nach dem Abfahrtstest noch sicher. Das Display misst 3 Zoll und ist gut lesbar, bei Sonne spiegelt es aber doch mehr als das Navi von Garmin.

Bedient werden kann es einfach und logisch, wenn man sich daran gewöhnt hat. Auswählbare Profile sind farbig hinterlegt, so vergisst man nicht, in welcher Einstellung man gerade ist.

GPX-Tracks können mit der Software SIGMA DATA CENTER aufs Navi geladen werden. Das ist kostenlos und schnell und ermöglicht zudem die Auswertung bereits gefahrener Strecken. Koppeln kann man das Navi auch mit ANT+ Sensoren, so begleitet es einen gut im Training.

Die Navigation auf dem Gerät selbst ist ebenfalls durchdacht, man kann eine Adresse eingeben oder die Route mit Draw-myRoute auf dem Bildschirm zeichnen und dann speichern. Das klappt, aber das Display ist dafür recht klein. Tracken kann man Strecken auch, hierzu gibt es links und rechts zwei Tasten beim Home-Button, die stoppen oder starten das Ganze. Eine direkte Anbindung an Komoot ist ebenfalls vorhanden.

Wir finden das ROX 12.0 ist auch empfehlenswert, auch wenn man dafür etwas tiefer in die Tasche greifen muss.

Für Radsportler: Garmin Edge 530

Für Radsportler

Garmin Edge 530

Test: Garmin Edge 530
Mit dem Garmin Edge 530 GPS Radcomputer bekommt man nicht nur ein fast vollwertiges Navi, sondern auch einen hervorragenden Trainingsbegleiter.

Ein fast perfekter Trainingsbegleiter ist der Edge 530 von Garmin mit GPS Funktion und 2,6 Zoll großem Farbdisplay.

Im Lieferumfang finden sich neben dem 76 Gramm schweren Gerät diverse Halter, ein Befestigungsband, ein USB-Ladekabel sowie eine Bedienungsanleitung. Mit Gummibändern können zwei Standard-Halter am Lenker montiert werden. Ebenfalls im Karton befindet sich ein Garmin Aero-Halter, der dank der beiden Spacer aus Gummi an jedem Lenker befestigt werden kann. Möchten Sie das Edge 530 nicht dauerhaft am Lenker fixieren, dann reichen die Standardhalter völlig aus. Egal, welchen Halter Sie letztendlich verwenden, bei holprigen Abfahrten bleibt das Navi in Position.

Durch die Möglichkeit, verschiedene Sensoren für Herz- oder Trittfrequenz mit dem Radcomputer zu koppeln, wird das Navi zu einem vollwertigen Trainingspartner.

Im Voraus am PC erstellte Tracks können mit der Connect App von Garmin an das Edge 530 gesendet und abgefahren werden. Außerdem ist es möglich, einen Wegpunkt auf der Navigationskarte des Gerätes selbst zu wählen, welcher anschließend angefahren werden kann. Die Route berechnet das Navi eigenständig.

Dass das Gerät nur mit sieben Tasten gesteuert werden kann, finden wir umständlich. Die Navigation arbeitet – wie vom Hersteller gewohnt – problemlos. Bei schneller Fahrt erscheinen die Hinweise zum Abbiegen rechtzeitig. Im Test war das Display jederzeit gut ablesbar. Bei ungünstigem Einfall des Sonnenlichts beginnt es allerdings zu spiegeln.

Neben den Navigationsdaten kann sich der Biker ebenfalls Informationen wie Höhe oder Geschwindigkeit zeigen lassen. Dass das Garmin in erster Linie für Mountainbiker und Rennradler konzipiert wurde, ist an weiteren Features zu erkennen. Dank der Downhill-Analyse-Funktion kann sich der Fahrer beispielsweise Flow und Grit Werte berechnen und anzeigen lassen. Der Flow gibt an, wie flüssig der Fahrstil bei Bergabfahrten ist. Der Grit zeigt anhand von Höhen-, GPS-, und anderen Daten die Tour-Schwierigkeit an. So kann der Biker seine Fähigkeiten messen lassen und verbessern. Schön finden wir die Möglichkeit, sich ebenfalls anzeigen zu lassen, wie lang der noch verbleibende Anstieg und die Steigung ist. Alle Funktionen lassen sich auch nach der Tour ansehen.

Radsportler, die Wert auf eine gut funktionierende Navigation legen und die ihre Leistungen präzise ermitteln lassen wollen, können mit dem Edge 530 von Garmin happy werden. Für Bikepacker und Radreisende gibt es andere Alternativen.

Was gibt es sonst noch?

Ein Multitalent in unserem Test ist das TwoNav Trail 2 Bike. Der Lieferumfang fällt eher minimalistisch aus. Im Karton befinden sich neben dem 220 Gramm schweren Navi noch ein Halter, der mittels zwei Bänder aus Gummi leicht am Lenker fixiert werden kann, eine Bedienungsanleitung sowie ein USB-Kabel. Der Halter besitzt scharfe Kanten und ist nicht sehr hochwertig verarbeitet. Bei normaler Fahrt hält der Halter das Navi fest an seinem Platz. Wird die Strecke aber rauer, fängt das TwoNav an zu wackeln und verrutscht in eine andere Position.

Bereits am heimischen PC geplante GPX-Tracks können einfach und schnell mittels Drag-and-Drop aufgespielt werden. Ebenso kann die App »TwoNav Link« verwendet werden. Touren können auch am Navigationsgerät direkt geplant werden. Allerdings ist diese aber nicht so intuitiv wie beispielsweise beim Edge Explore von Garmin. Die Bedienung des Trail 2 Bike ist einfach, aber leider nicht wirklich intuitiv.

Das Gerät navigierte uns anstandslos zu den von uns eingegeben Zielen. Wird die Strecke verlassen, weil man sich beispielsweise verfahren hat, ertönt ein Warnton. Allerdings wird der Biker vom Gerät nicht auf die Route zurück navigiert. Nach Ende der Radtour kann diese gespeichert, sowie alle Daten abgerufen und auf einen PC geladen werden. Auch während der Fahrt ist das 3,7 Zoll große Display mit Touch-Funktion dank einer automatischen Helligkeitsanpassung immer gut ablesbar. Bei diagonal einfallender Sonneneinstrahlung neigt das Display hingegen zum Spiegeln.

Der Hersteller hat dem Navi vier große Tasten spendiert, um die Bedienung des Gerätes während der Tour zu vereinfachen. Diese befinden sich unter dem Bildschirm. Dank der Minus und Plus-Taste kann in der Karte rasch heraus und hereingezoomt werden. Durch Fingerdruck der rechten Taste können weitere Informationen während der Fahrt abgerufen werden. Da mehrere Sensoren wie Trittfrequenz, Puls oder ein Leistungsmessung-Sensor mit dem TwoNav verbunden werden können, eignet es sich als vollwertiger Trainingspartner.

Ein GPS-Radcomputer ist Edge 130 Plus von Garmin. Er benötigt für die Navigation die Connect App von Garmin, da er kein autonomes Gerät ist. Im Lieferumfang befinden sich zwei Halterungen, welche mit Bändern aus Gummi am Lenker des Fahrrads befestigt werden können, ein Befestigungsband, ein USB-Ladekabel sowie eine Bedienungsanleitung. Die Montage des Halters gestaltet sich schnell und unkompliziert. Für das Gewicht des 33 Gramm schweren Gerätes ist er passend bemessen und hält das Gerät permanent in seiner Position.

Nach der App-Installation und dem Koppeln des Edge 130 Plus können vorab geplante GPX-Tracks auf das Garmin überspielt werden. Auch bei ungünstigem Lichteinfall ist der kleine Bildschirm jederzeit gut ablesbar. Wie beim großen Bruder Edge 530 bietet das Garmin Edge 130 Plus Funktionen wie beispielsweise eine Climbpro-Funktion. So kann sich der Nutzer die Steigung und den noch verbleibenden Anstieg anzeigen lassen. Ebenso können die Geschwindigkeit oder die absolvierten Kilometer angezeigt werden. Außerdem lässt sich das Gerät mit verschiedenen Sensoren koppeln, womit das Edge 130 Plus zu einem vollen Begleiter für das Training wird. Die absolvierte Tour kann gespeichert und zu einem späterem Zeitpunkt analysiert werden.

Von Garmin kommt auch das eTrex Touch 25, das sich wie auch das eTrex Touch 35 mit Akkus betreiben lässt. Mit dabei ist die Lenkerhalterung, die einfach montiert werden kann und bleibt, wo es ist. Das Navi selbst lässt sich leicht bedienen. Um GPX-Tracks aufzuspielen braucht man keine Software, sie können einfach im Ordner gespeichert werden. Das Display hat 2,6 Zoll, aber mit 160 x 240 Pixeln die schlechteste Auflösung der vollwertigen Test-Navis. Gut ablesen bei direktem Sonnenlicht kann man es aber dennoch.

Gibt man eine Adresse ein, werden Routen vom Gerät erstellt, alternativ kann man auch Punkte setzen und die Route so erstellen. Es gibt Radprofile und auch welche wie Geocaching und Bergsteigen. Außerdem hat das Gerät einen elektrischen Kompass und eignet sich damit auch hervorragend für Outdoor-Fans und Bikepacker. Das Gehäuse ist dick und die Auflösung nicht so toll, ansonsten schneidet es aber ganz gut ab.

Ein vollwertiges Navi ist Navic 400 von Ciclosport. Es besitzt ein Gewicht von knapp 180 Gramm, ein vier Zoll großes Display und ist für Preis von circa 200 Euro zu bekommen. Ein Aero-Mount Halter sowie ein Ladekabel mit USB-Anschluss werden vom Hersteller mitgeliefert. Mittels einer Schraube lässt sich die Halterung einfach und schnell am Lenker befestigen und hält das Navi fest in seiner gewünschten Position.

Die Menüführung und Bedienung ist logisch und einfach aufgebaut und somit leicht und komfortabel zu bedienen. Das Navic 400 ermöglicht eine direkte Tour-Planung am Gerät selbst. Außerdem können am PC vorbereitete GPX-Tracks komfortabel mittels Drag & Drop auf das Ciclosport aufgespielt werden. Darüber hinaus ist die Navigation durch Adresseingabe möglich. An der rechten Seite sowie unterhalb des Displays sitzen weitere Tasten zum Protokollieren der Touren oder die Menü-Navigation. Damit die schwergängigen Tasten reagieren, mussten wir sie mittig drücken.

Das Gerät ist insgesamt eher langsam. So vergehen 70 Sekunden, bis das Navi seine Betriebsbereitschaft signalisiert. Weitere Minuten können vergehen bis das Gerät ein GPS-Signal gefunden hat. Bei Fahrt reagiert es ebenfalls träge. So kam es öfters vor, dass bei schneller Fahrt der laute, akustische Hinweis auf ein Abbiegen erst etwa 100 Meter später ertönte oder die Anzeige des Gerätes bei einer Kurvenfahrt zu spät die Display-Ansicht drehte. Das gut ablesbare Display ist bei direkter Sonneneinstrahlung allenfalls noch akzeptabel.

Der Elemnt Bolt kommt von Wahoo und ist kein vollwertiges Navi, sondern ein GPS-Radcomputer. Per App können darauf GPX-Tracks gespielt werden, die man dann fahren kann. An das Gerät lassen sich Sensoren koppeln und das schwarz/weiß-Display hat 2,5 Zoll. Dafür lässt es sich aber auch in der Sonne gut lesen. Auch mit dicken Handschuhen kann man die großen Tasten noch gut bedienen.

Per mitgelieferter Halterung ist der Radcomputer leicht montiert und zudem recht aerodynamisch, denn das Gerät ist nur halb in der Halterung integriert. Fährt man los, so startet das Gerät die Aufzeichnung und pausiert, wenn man wieder stoppt. Das klappt sogar in der Tasche der Hose beim Wandern. Wir finden ihn vor allem für Rennradfahrer gut, für alle anderen dürfte das Display aber zu klein sein.

Wissenswertes über Fahrrad-Navis

Ein perfektes Navi gibt es leider nicht, denn jedes hat seine Vorteile und Schwächen. Möchte man ein vollwertiges Navi, das sich leicht bedienen lässt oder lieber einen Radcomputer mit GPS? Oder will man das Gerät mit Sensoren an Körper und Rad koppeln? Ist der Preis entscheidend? Für alles gibt es ein passendes Gerät.

Ein echtes Navi ist eines, bei dem Touren am PC oder Gerät erstellt werden können und bei dem man ein Ziel oder eine Adresse eingeben kann, durch die dann die Route berechnet wird und die Strecken inklusive Details gespeichert wird. So kann man sie nach der Fahrt auswerten. Für Backpacker und Reisende oder alle, die Wert auf eine eigene Route legen, ist das toll. Das Display sollte sich dabei einfach ablesen lassen und das Gerät einfach zu bedienen sein.

Fahrrad-Navigationsgerät Test: Dsc00678
Genaue Routenführung klappt nur bei echten Navigationsgeräten.

Auf GPS-Fahrradcomputer kann man dagegen Tracks laden, die man heruntergeladen oder am PC erstellt hat. Die Tour wird dann nachgefahren, wirklich navigieren kann man mit ihnen aber nicht. Sie eignen sich etwa für Radrennfahrer und sind leicht und klein und natürlich einfach in der Bedienung.

Mit Batterien oder Akku?

Das hängt vom Einsatzzweck ab. Denn wer Wert auf schlankes Design legt und nach der Tour Zugang zu Steckdosen hat, der wird mit einem Akku glücklich. Die Laufzeit reicht meist für eine Tour aus.

Abhängig von den Einstellungen etwa bei der Helligkeit des Bildschirms kommt man damit sieben Stunden hin. Ist man länger unterwegs, braucht man eine Powerbank.

Für mehrere Tage eignen sich Batterien, die wieder aufgeladen werden können, aber besser.

So haben wir getestet

Für den Test haben wir uns den Markt der Fahrrad-Navigationsgeräte angesehen und einige ausgesucht. Angesehen haben wir uns die Geräte sowie den Lieferumfang. Wie ist die Verarbeitung und ist das Gerät gegen Spritzwasser geschützt? Ist genug zum Befestigen und Navigieren dabei? Hier konnten alle Geräte überzeugen, dabei war immer das Nötigste und die Verarbeitung war allgemein gut.

Außerdem haben wir ausprobiert, wie leicht die Montage klappt und ob das Gerät auch nach holpriger Abfahrt noch da sitzt, wo es soll. Wir sind dazu auf einem holprigen Trail mit dem Mountainbike gefahren und haben die Position vor und nach der Fahrt geprüft.

Fahrrad-Navigationsgerät Test: Dsc00746
Einige unserer Test-Navis warten auf den Einsatz.

Vor allem ist aber die leichte Bedienung wichtig, schließlich will man schnell starten können. Wir haben getestet, wie die Routenplanung unterwegs oder von zuhause aus klappt und auf die Bedienfreundlichkeit bei der Fahrt geachtet.

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