Test: Zelttest Juni2020 Aufmacher

Zelte im Test : Übernachten unter freiem Himmel

Update 13.07.2021

Draußen zu übernachten kann ein großer Spaß sein. Dazu braucht man aber ein gutes Zelt, das Wettereinflüssen zuverlässig standhält, genug Platz bietet und in kurzer Zeit aufgebaut ist. Es gibt sie in vielen verschiedenen Formen, wobei es von den Anforderungen abhängt, welchen Typ man wählen sollte.

Update 13. Juli 2021

Wir haben sechs weitere Zelte getestet und drei neue Empfehlungen für Sie: Das Faltzelt Quechua 2 Seconds Easy 2 Fresh & Black, das Rucksackzelt MSR Elixir 2 V2 und für den Familienurlaub das Coleman Castle Pines 4.

Jochen Wieloch
schreibt unter anderem für Audiovision und i-fidelity und testet überwiegend Unterhaltungselektronik, Sport- und Fitnessgeräte sowie Video-Drohnen.

Für ein Zelt gibt es viele Einsatzmöglichkeiten: Vom klassischen Campingurlaub über längere Wander- oder Radtouren bis hin zum einfachen Übernachten im Garten. Auch bei Festivalgängern ist das Zelten sehr beliebt.

Was einst mit simplen Holzgestellen und Tierfellen begann, hat sich inzwischen zu einer durchaus komfortablen Schlafmöglichkeit entwickelt. Zelte bestehen heutzutage meist aus Kunststoffen, die Wind und Wetter standhalten und gleichzeitig möglichst leicht sind. Bei den Zeltgestängen haben Aluminium und Glasfaser das Holz abgelöst. Egal was man unternehmen möchte – man wird ein Zelt finden, das perfekt auf den geplanten Einsatz abgestimmt ist.

Wir haben 19 Zelte getestet. Dabei unterscheiden sich die Modelle nicht nur im Preis, sondern vor allem in ihrer Form.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
AllrounderViel Platz für wenig GeldSekundenschneller AufbauKompaktLuxus-ZeltFür Familien
Test: Vaude Campo 3Test: High Peak Kite 2Test: Zelte Mai2021 Quechuaseconds Easy 2 KleinTest: Msr Elixir 2 V2Test: Vaude Mark L 3pTest: Zelte Mai2021 Coleman Castle Pines 4
Modell Vaude Campo 3 High Peak Kite 2 Quechua 2 Seconds Easy 2 Fresh & Black MSR Elixir 2 V2 Vaude Mark L 2P Coleman Castle Pines 4
Pro
  • Einfacher Auf- und Abbau
  • Hochwertig verarbeitet
  • Zwei Eingänge, zwei geräumige Apsiden
  • Gutes Platzangebot
  • Effektive Belüftung
  • Schneller Auf- und Abbau
  • Geräumige Apside
  • Gute Verarbeitung
  • Kleines Packmaß, leicht
  • Ordentliche Durchlüftung
  • Extrem schneller Auf- und Abbau
  • Wärmereduzierende Außenhaut
  • Zwei Apsiden
  • Sehr gute Durchlüftung
  • Sehr schnell auf- und abgebaut
  • Leicht
  • Kompaktes Packmaß
  • Hochwertig verarbeitet
  • Bodenplane
  • Zwei geräumige Apsiden
  • Sehr schnell auf- und abgebaut
  • Innovative Konstruktion
  • Sehr hochwertig verarbeitet
  • Zwei große Apsiden
  • Kleines Packmaß, leicht
  • Teilbare, verdunkelte Schlafkabine
  • Separater Wohnraum
  • Drei Fenster
  • Hochwertig verarbeitet
Contra
  • Nur sechs Heringe mitgeliefert
  • Bodenplane könnte etwas stärker sein
  • Ungemütlich durch schwarzen Innenraum
  • Sturmleinen müssen separat erworben werden
  • Teuer
  • Teuer
  • Aufbau alleine schwierig
  • Großer Packsack, hohes Gewicht
Bester Preis

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Allrounder: Vaude Campo 3

Allrounder

Vaude Campo 3

Test: Vaude Campo 3
Das Campo 3 von Vaude ist ein ausgereiftes Kuppelzelt mit zwei Eingängen, zwei großen Apsiden, durchdachtem Konzept und hochwertiger Verarbeitung.

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Das Campo 3 von Vaude richtet sich ganz klar an Outdoor-Freaks. Wanderer, Radfahrer oder Camper bekommen hier das perfekte Kuppelzelt: In den Apsiden kriegt man viel Gepäck unter, der Aufbau ist fix geschafft und mit einem Packmaß von 55 x 22 Zentimetern bei rund 3,6 Kilogramm ist das Zelt leicht transportierbar.

Beim Außenzelt des Campo 3 setzt Vaude auf Polyester und Polyurethan. Nimmt man den Stoff in die Hand, so merkt man schon, dass diesem so schnell nichts etwas anhaben kann. An den Nähten gibt es rein gar nichts auszusetzen, auch Wasser hat keine Chance: Die Wassersäule des Außenzelts liegt bei 3.000 Millimeter, beim Boden sind es gar 5.000 Millimeter.

Zelte Test: Zelttest Juni2020 Vaude Campo3 Abgebaut
Zunächst breitet man das Innenzelt aus und fixiert die vier Ecken.

Das Campo 3 besteht aus Innen- und Außenzelt, wobei beide separat aufgebaut werden. Man beginnt mit dem Innenzelt, indem man es ausbreitet und mit leichten Alu-Heringen am Boden fixiert. Anschließend werden die zwei Gestängebögen in den vorgesehenen Schlaufen angebracht und an ihrem Kreuzungspunkt zusammengebunden. Die Bögen selbst sind aus Aluminium und robust und leicht gleichzeitig. Mithilfe zweier Kunststoffclips hängt man das Innenzelt schließlich in das Gestänge.

Nun kommt die dritte Aluminiumstange zum Einsatz: Diese führt man ins Außenzelt ein und spannt so das Dach. Gleichzeitig entsteht an den beiden Eingängen jeweils ein Vordach. Per Klettverschluss wird dann das Außenzelt an den Gestängebögen befestigt. Im letzten Schritt klickt man nur noch die Seiten in die schon am Boden befindlichen Schlaufen. Geschafft! Das Prozedere dauert mit ein wenig Übung nicht länger als fünf Minuten.

Das Zelt steht dann ohne weitere Hilfe stabil, einzig die Apsiden sollte man noch per Hering im Boden fixieren. Sturmleinen braucht es nicht unbedingt – wenn man aber welche anbringen möchte, benötigt man zusätzliche Heringe, denn im Lieferumfang sind nur sechs enthalten.

Unser Modell kam in Orange, was für angenehm warmes Licht im Innenraum sorgt. Die Wände des Innenzelts sind schön stramm, sodass kaum Platz verloren geht. Zu zweit mit Gepäck hat man auf jeden Fall noch ausreichend Platz, zu dritt kann es aber »kuschelig« werden.

Zelte Test: Zelttest Juni2020 Vaude Campo3 Tuer
Beim Campo 3 gibt es gleich zwei Eingänge, die schön groß ausfallen, sich aber bei Bedarf auch nur halb öffnen lassen.

Die Bodenwanne macht einen sehr stabilen Eindruck und verhindert, dass Regenwasser von unten ins Zelt läuft. Auch an den Reißverschlüssen hat Wasser keine Chance, wie sich in unserem Regentest zeigte. Perfekten Komfort bieten die zwei Apsiden: Hier hat man viel Platz, um Gepäck zu verstauen oder zu kochen. Außerdem muss man dank zweier Ausgänge nicht übereinander klettern und kann effizienter lüften. Mehr kann man sich nicht wünschen!

Selbst an Details hat man nicht gespart: Moskitonetze befinden sich an den Fenstern, die Türen können ganz oder nur halb geöffnet werden, auch Lüftung bei Regenwetter ist dank einer Hutze kein Problem.

Zelte Test: Zelttest Juni2020 Vaude Campo3 Sack
Den 55 x 22 x 22 Zentimeter großen Packsack kann man problemlos überall mit hin nehmen.

Schwächen findet man beim Campo 3 wirklich nicht. Verarbeitung, Stabilität, Einfachheit des Aufbaus und Details sind allesamt auf hohem Niveau. Dabei fällt das Zelt trotzdem noch kompakt aus und eignet sich perfekt als Ausrüstung für längere Touren. Braucht man mehr Platz, so ist das Campo Grande eine Option.

Viel Platz für wenig Geld: High Peak Kite 2

Viel Platz für wenig Geld

High Peak Kite 2

Test: High Peak Kite 2
Für wenig Geld bietet das High Peak Kite 2 ein gut verarbeitetes Tunnelzelt mit geräumiger Apside sowie kurzen Auf- und Abbauzeiten.

Ein günstiges Zelt, das leicht aufzubauen ist und mit guter Verarbeitung und Stabilität glänzt, ist das Kite 2 von High Peak. Für ein Tunnelzelt typisch ist sein großzügiges Platzangebot, obwohl es eigentlich nur für zwei Personen konzipiert ist.

2,8 Kilogramm und 52 x 15 Zentimeter Packmaß sind beste Voraussetzungen um ein Zelt auf jede Art von Unternehmung mitzunehmen. Dazu passend ist das Kite 2 sehr vielseitig: Auf einem Campingplatz macht es sich gleichermaßen gut wie in der freien Natur oder auf Festivals.

Zelte Test: Zelttest Juni2020 Highpeak Kite2 Platt
Sind die beiden Gestängebögen einmal in den vorgesehenen Kanälen, so muss man das Zelt nur noch aufrichten und spannen.

Für den Aufbau braucht man die beigelegte Anleitung eigentlich gar nicht, denn dank farblicher Markierungen ist quasi selbsterklärend, was man zu tun hat. Rote und blaue Elemente an den Gestängen aus Fiberglas sowie an den Einschubschächten weisen einem den Weg. Hat man die Zeltstangen durchgeschoben, so müssen sie ein wenig gebogen und in Ösen eingeklemmt werden. Da Tunnelzelte nicht von allein stehen, muss man das Gebilde noch mit Heringen im Boden fixieren. Das war es dann aber schon – auch hier eine Sache von fünf Minuten.

Innen- und Außenzelt sind praktischerweise schon verbunden, wobei das Innenzelt an kleinen Gummibändchen hängt. Bei der Außenhaut kommt mit Polyurethan beschichtetes Polyester zum Einsatz. Daran perlt Wasser zuverlässig ab, das Zelt ist nach einem Schauer auch schnell wieder getrocknet. Laut Herstellerangaben beträgt die Wassersäule 3.000 Millimeter, an den Nähten findet man zusätzliche Versiegelungen.

Zelte Test: Zelttest Juni2020 Highpeak Kite2 Gestaenge
Farbliche Markierungen am Gestänge weisen auf die passenden Ösen hin.

Stolze 2,30 Meter ist der Innenraum lang, sodass auch großgewachsene Menschen nicht an die Wände stoßen. 120 Zentimeter Breite sind genug für zwei Leute – für mehr Platz gibt es etwa das High Peak Kite 3: 40 Zentimeter mehr in der Breite sowie 15 Zentimeter mehr nach oben (105 statt 90) machen das Camping-Erlebnis noch etwas komfortabler.

Der Zeltboden ist rot und besteht aus Polyester. Er ist recht dünn, weshalb sich je nach Untergrund noch eine zusätzliche Schutzplane empfiehlt. Wasser oder Schmutz kann nicht in die Bodenwanne gelangen.

Als Tür für das Innenzelt nutzt man entweder ein Moskitonetz oder die Polyestertür. Vor dem Zelt steht eine 90 Zentimeter tiefe Apside zur Verfügung. Auch für dieses Vorzelt gibt es eine Bodenplane, die an das Innenzelt angenäht ist. Eine clevere Lösung, damit sich auch hier nicht zu viel Schmutz sammelt.

Für seinen günstigen Preis ist das Kite 2 erstaunlich gut verarbeitet. An den Nähten fallen keine Mängel auf, die Reißverschlüsse laufen sauber und halten dicht, sodass wir mit unserer Gießkanne keine Nässe ins Zeltinnere bringen konnten. Gleiches gilt für Kondenswasser, das am Innenzelt scheitert. Zwei Dauerventilationen belüften das Zelt gut.

Ebenso schnell wie der Aufbau geht auch der Abbau. Man zieht einfach die Stange wieder aus den vorgesehenen Kanälen und drückt die Luft aus dem Zelt. Dann passt alles mitsamt Zubehör wieder leicht in die Tasche.

Zelte Test: Zelttest Juni2020 Highpeak Kite2 Tasche
Kompakt und leicht: Die Tasche mitsamt Zelt bringt bei 52 Zentimetern Länge rund 2,8 Kilogramm auf die Waage.

Wer nicht allzu viel Geld ausgeben möchte und trotzdem ein sehr solides, vielseitiges Zelt sucht, ist beim Kite 2 genau richtig. Positiv fallen vor allem der für ein Tunnelzelt schnelle und einfache Aufbau sowie das Platzangebot auf.

Sekundenschneller Aufbau: Quechua 2 Seconds Easy 2 Fresh & Black

Sekundenschneller Aufbau

Quechua 2 Seconds Easy 2 Fresh & Black

Test: Zelte Mai2021 Quechuaseconds Easy 2 Klein
Das Quechua 2 Seconds Easy 2 Fresh & Black steht innerhalb von Sekunden und ist genauso schnell wieder im Packsack verschwunden.

Dass Wurfzelte einem nicht nur den Aufbau ersparen, sondern auch sonst einiges zu bieten haben, beweist das 2 Seconds Easy 2 Fresh & Black von Quechua. Es besteht aus Innenzelt und Außenzelt und glänzt mit hervorragender Verarbeitung.

Während andere Leute noch mühsam ihr Zelt aufbauen, sitzt man schon längst in seinem Quechua-Wurfzelt – denn es baut sich ganz allein innerhalb von Sekunden auf. Praktischer geht es nicht, aber Wurfzelte haben auch Nachteile: Sie sind nicht besonders handlich. So auch beim Quechua, das mit einem Packmaß von stolzen 77 Zentimetern Durchmesser und 4,2 Kilogramm klar zu den sperrigeren Modellen gehört. Ein Transport im Rucksack ist da ausgeschlossen.

Zelte Test: Zelttest Juni2020 Quechua2second Fresh&black Aussen2
Das Quechua ist mit vier Heringen sowie zwei Sturmleinen gut gesichert.

Möchte man sein Zelt aufschlagen, so muss man es nur aus der Tragetasche nehmen und einen Gurt sowie vier Klips öffnen. Dann wirft man das Zelt auf den Boden und lässt es sich entfalten. Das passiert in wenigen Sekunden. Danach sollte man es noch mit Heringen befestigen, optional kann man auch Sturmleinen spannen. Weniger Aufwand geht eigentlich nicht.

Viele, gerade günstige Wurfzelte sparen am Material. Nicht so beim Quechua-Zelt: Hier setzt man auf robustes Polyester, bei der Bodenplane kommt Polyethylen zum Einsatz, beim Gestänge Glasfaser. Die Eingangstür ist aufrollbar, dahinter trifft man auf eine weitere Tür, die das Zeltinnere abdunkeln soll, sowie ein Moskitonetz. Dank der Bodenwanne ist man gut vor eintretendem Wasser geschützt.

Nicht nur wegen der Extra-Tür ist es im Innenraum ziemlich dunkel. Dass es im Inneren nicht so heiß wird, liegt am besonderen Fresh & Black-Gewebe. Wer es zum Schlafen gerne sehr dunkel hat oder nicht gleich von der Sonne geweckt werden will, ist hier also richtig. Gleichzeitig sollte man aber bedenken, dass es auch tagsüber nicht besonders hell im Zelt wird – zum Lesen etwa braucht man eine Lampe. Für Freunde der Helligkeit empfiehlt sich daher ein baugleiches Zelt in Blau oder Grün.

Die Fläche im Inneren beträgt 180 x 210 Zentimeter. Das reicht in der Theorie für drei Personen, allerdings gibt es leider keine Apsiden. Daher muss man hier auch noch Gepäck unterbringen – zu dritt kann es dann sehr eng werden. Immerhin ist zwischen Innen- und Außenzelt noch ein wenig Platz, um wenigstens Schuhe abzustellen.

Clever gelöst hat man die Lüftung: Normalerweise ist das Außenzelt auf der Rückseite per Clip-Verschluss am Innenzelt befestigt. Löst man diesen Clip, entsteht ein kleiner Spalt, durch den Luft ins Zelt kommt. Öffnet man dann noch Fenster und Türen, entsteht angenehmer Durchzug.

Unserer Gießkanne hielt die Außenhaut problemlos stand. Die Herstellerangabe sind 2.000 Millimeter Wassersäule, die Nähte sind zudem extra versiegelt. Quechua testet seine Zelte übrigens im Windkanal: Hier werden die Modelle Windstärke 6 ausgesetzt, was 50 Kilometer pro Stunde entspricht. Auch wir konnten uns von guter Stabilität überzeugen. Mit ein wenig Übung ist das Quechua dann in rund einer Minute wieder zurück in der Transporttasche.

Zelte Test: Zelttest Juni2020 Quechua2second Fresh&black Tasche
Satte 77 Zentimeter Durchmesser: Damit ist der Transport nicht immer einfach.

Das 2 Seconds Easy 2 Fresh & Black von Quechua beweist, dass ein Wurfzelt weit mehr kann, als einem nur den Aufbau zu ersparen. Genügend Platz, gute Verarbeitung und Absicherung gegen Wettereinflüsse machen das Camping-Erlebnis sehr angenehm. Der einzige Nachteil: Wie bei Wurfzelten üblich ist die Transporttasche sehr groß und unhandlich.

Kompakt: MSR Elixir 2 V2

Kompakt

MSR Elixir 2 V2

Test: Msr Elixir 2 V2
Das MSR Elixir 2 V2 ist leicht, hat kompakte Packmaße, ist super schnell auf- und abgebaut und hochwertig verarbeitet.

Transportiert man sein Zelt auf dem Fahrradgepäckträger oder im Rucksack, benötigt man ein leichtes Modell mit einem kompaktem Packmaß. Beide Anforderungen erfüllt das Kuppelzelt Elixir 2 V2 von MSR.

Das in Grün und Grau erhältliche Modell hat ein geringes Gewicht von 2,24 Kilogramm und benötigt im zusammengefalteten Zustand nur 56 x 17 Zentimeter. Das prädestiniert das Zelt für die nächste Fahrradtour oder den kommenden Rucksacktrip.

 Zelte Test: Zelte Mai2021 Msr Elixir 2
Eine der Stärken des Kuppelzeltes ist das geringe Gewicht. Damit lässt sich das Zelt perfekt im Rucksack transportieren.

Das Außenzelt ist aus Polyester (68D Ripstop) gefertigt, beim Innenzelt hat der Hersteller Nylon (40D Ripstop) eingesetzt. Außerdem liefert der Hersteller eine extra Bodenplane aus Nylon (70D Taffeta) mit. Alle Materialien des Zeltes sind mit DWR/PU beschichtet. Die Außenhaut des Elixir 2 V2 hat eine Wassersäule mit 1.500 Millimeter, der Zeltboden 3.000 Millimeter. Das stabile und sehr leichte Gestänge besteht aus Aluminium.

Als wir das Gestänge auspacken, sind wir begeistert: Die Materialqualität überzeugt und das Konzept des Herstellers ist durchdacht. Die einzelnen Stangen aus Aluminium haben ein Format von 8,5 Millimetern. Faltet man sie auseinander, so ergeben sich zwei Gestängebögen. Diese sind miteinander verbunden. Der Aufbauprozess gestaltet sich kinderleicht: Zuerst wird das Innenzelt vor sich auf die Erde gelegt, dann hakt man die Enden der Gestänge in kleine metallische Ösen ein, sodass sich die Bögen aufrichten.

Zum Schluss werden die Plastikhalterungen des Innenzelts ins Gestänge eingeklipst: Aufbau erledigt! Innerhalb von 120 Sekunden ist immerhin ein provisorischer Zufluchtsort entstanden. Zusätzliche Stabilität wird durch Einsetzen einer extra Stange aus Aluminium im oberen Zeltbereich erreicht. Als letzter Arbeitsschritt wird das Außenzelt über das Bogenskelett gezogen und zusätzlich an vier Stellen eingeklipst.

 Zelte Test: Zelte Mai2021 Msr Elixir 2 Gestaenge
Die beiden Aluminiumbögen haben einen Durchmesser von 8,5 Millimetern und sind miteinander fest verbunden.

Die farbige Markierung hilft bei der Orientierung, somit kann praktisch kein Fehler gemacht werden. Wir konnten das MSR Elixir 2 V2 entspannt in knapp fünf Minuten aufbauen. Vor die selbsttragende Konstruktion müssen zusätzlich nur noch die zwei Türen der praktischen Stauräume mit Heringen aufgespannt werden. Auch die leuchtend roten Heringe wurden aus leichtem, stabilen Aluminium gefertigt.

Der Innenraum hat einen sehr hohen Wohlfühlfaktor. Durch einen rot-weißen Stoff entsteht eine angenehme, entspannte Atmosphäre. Zum Schutz von Regenwasser, das in das Innere des Zeltes hereinlaufen könnte, wurde der Untergrund des MSR außen leicht in die Höhe gezogen. Auch mit seiner Körpergröße von 1,88 Metern konnte unser Tester bequem im Zelt mit einer Länge von 210 Zentimetern liegen, beziehungsweise sitzen (Innenhöhe des Zeltes beträgt einen Meter).

Beide Apsiden haben je eine Tiefe von 65 Zentimeter und nehmen somit genug nasse Schuhe oder Gepäck auf. Dagegen ist der Innenraum des Zeltes nicht besonders groß, bietet aber locker zwei Campern samt Gepäck Platz. Für Kleinkram sind im Zelt geräumige Taschen vorgesehen. Oben an der Zeltdecke kann eine Leuchte angebracht werden.

 Zelte Test: Zelte Mai2021 Msr Elixir 2 Innen
Der Innenraum wirkt gemütlich und ist hell.

Zwei Lüfter in der Decke und beide Türen dienen einer ausreichenden Belüftung. Eine sehr gute Naht-Verarbeitung und die besondere Stabilität des Zeltes gefiel uns gut. Damit dürften auch höhere Windstärken dem MSR Elixir 2 V2 nichts ausmachen. Zudem hat das Zelt unseren Regentest problemlos bestanden.

Beim Lieferumfang waren leider keine Abspannleinen dabei. Zwar können Sie sich die Sicherungsleinen in Gegenden mit Windstille sparen, dennoch raten wir zur Sicherheit grundsätzlich welche mit an Bord zu haben.

Das Außenzelt können Sie auch ohne Innenzelt praktischerweise separat aufbauen: Für eine kleine Pause ist das wunderbar! So kann es als schattiges und luftiges Plätzchen genutzt werden.

Das Abbauen und Verpacken des Kuppelzelts ist genau so schnell zu bewerkstelligen wie das Aufbauen: Innerhalb kürzester Zeit waren Heringe, das Zelt, das Gestänge sowie der Boden im roten Sack mit MSR-Logo verstaut.

 Zelte Test: Zelte Mai2021 Msr Elixir 2 Verpackt
Die Heringe und das Zelt mitsamt Gestänge sind innerhalb von fünf Minuten im roten Packsack verschwunden.

Suchen Sie für zwei Leute ein Modell mit geringem Gewicht, kurzer Aufbauzeit, kleinem Packmaß und guter Verarbeitung, kann das Elixir 2 V2 von MSR ein tolle Empfehlung für den Gepäckträger eines Rades oder den eigenen Rucksack sein.

Luxus-Zelt: Vaude Mark L 2P

Luxus-Zelt

Vaude Mark L 2P

Test: Vaude Mark L 3p
Als Mischung aus Tunnel- und Firstzelt begeistert das Vaude Mark L 2P durch sein innovatives Aufbaukonzept, zwei große Apsiden und Top-Materialien.

Ein sehr interessantes Hybridzelt ist das Mark L 2P von Vaude. Es lässt sich keiner der gängigen Formen zweifelsfrei zuordnen, stattdessen ist es ein Hybridmodell. Zwar muss man vergleichsweise tief in die Tasche greifen, dafür bekommt man aber raffinierte Technik und toll verarbeitete Materialien.

Beim Auspacken springen einem direkt die bronzefarbenen Alu-Stangen ins Auge. Wobei, eigentlich handelt es sich nur um eine einzige Stange: Alle Glieder sind nämlich per Gummiband verbunden, außerdem gibt es zwei Kreuzungspunkte.

Beim Aufbau stellt man zunächst fest, dass das Innenzelt schon im Außenzelt hängt – schön, das erspart etwas Arbeit. Man breitet das Zelt auf der Wiese aus, hakt das Gestänge an den vorgesehenen Punkten ein und spannt das Ganze auf. Nun kommt eine Besonderheit: Die »Mark Leine«, die am Gestänge angebracht und an Kunststoffhaken fixiert wird. Die Idee dahinter ist, dass die Leine Spannungsbelastungen durch Wettereinflüsse – wie etwa Schneelast – selbst ausgleicht.

In aufgebautem Zustand stellt man fest, dass es sich beim Mark L 2P um einen Hybrid aus Tunnelzelt und Firstzelt handelt. Das Zelt steht von alleine, nur die beiden Apsiden muss man zusätzlich abspannen. Hat man das Zelt sorgfältig aufgebaut, so steht es bombenfest und hält auch extremen Wetterlagen stand. Die Außenhaut besteht aus Polyester mit einer dreifachen Silikonbeschichtung. Selbst starker Regen hat da gar keine Chance und perlt schlicht ab – noch dazu ist das Material flott wieder getrocknet.

Zelte Test: Zelttest Juni2020 Mark L 2p Apside Aussen
Hinten und vorne gibt es Eingänge und Apsiden.

Im 230 x 130 Zentimeter großen Innenraum finden zwei Personen Platz, die hellen Farben sorgen auch bei schlechtem Wetter für ein gutes Ambiente. Die Wassersäule der Außenhaut beträgt 3.000 Millimeter, die des Bodens gar 7.000 Millimeter – hier braucht man sich wirklich keine Sorgen machen.

Sehr detailreich ist der Innenraum ausgestattet: Oben ist eine Leine angebracht, an der man Lampen oder Kleidung aufhängen kann. Außerdem gibt es drei Taschen. An den hochwertigen Nähten, Netzen und Reißverschlüssen bemerkt man den hohen Preis.

Apsiden findet man erfreulicherweise auf beiden Seiten, jeweils mit einem Meter Tiefe. Da kann man ruhig auch etwas mehr Gepäck mitnehmen. Einen Nässeeinbruch muss man dank der Bodenwanne nicht befürchten. Praktisch sind übrigens auch der große Eingang und die aufrollbaren Seitenwände.

Ebenso unproblematisch wie der Aufbau funktioniert auch der Abbau. Im Packsack kriegt man alle Bauteile unter, ohne dass es knapp wird. Dennoch ist er mit 55 x 20 Zentimetern und 3 Kilogramm noch schön kompakt.

Zelte Test: Zelttest Juni2020 Mark L 2p Packsack
Angenehm für unterwegs: Mit seinen kompakten Maßen ist das Mark L 2P ein guter Reisebegleiter.

Für Hobbycamper mag das Mark L 2P von Vaude auf den ersten Blick etwas teuer sein. Dennoch investiert man sein Geld hier sehr gut – das Zelt bietet Qualität an allen Ecken und Enden. Braucht man noch etwas mehr Platz, so kann man sich das ansonsten baugleiche Mark L 3P ansehen.

Für die ganze Familie: Coleman Castle Pines 4

Für Familien

Coleman Castle Pines 4

Test: Zelte Mai2021 Coleman Castle Pines 4
Mit einer trennbaren Schlafkabine und einem separaten Wohnraum erwirbt man mit dem Coleman Castle Pines 4 eine eigene kleine Ferienwohnung.

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Wenn die Familie zwei Wochen im Gebirge oder am Meer im Zelt übernachten möchte, braucht man genug Platz. Bestenfalls sogar mit getrennten Schlafkabinen. Für diesen Gebrauch ist das Castle Pines 4 von Coleman eine interessante Alternative.

Dass das Castle Pines 4 nicht mit einem deutlich kompakteren Igluzelt vergleichbar ist, wird bereits an der Transporttasche schnell ersichtlich. Mit einer Abmessung von 70 x 30 Zentimeter Grundfläche und einer Höhe von 30 cm ist die Tragetasche um ein einiges ausladender als bei einigen anderen Modellen. Das stattliche Gewicht von 16,8 Kilo macht schnell klar: Diese transportable Unterkunft, als Tunnelzelt konzipiert, wird am besten mit einem Auto transportiert.

 Zelte Test: Zelte Mai2021 Coleman Castle Pines 4 Groß
Um das Familienzelt aufzubauen und die Leinen zu verspannen wird Platz benötigt.

Das Coleman Außenzelt ist aus Polyester gefertigt und mit einem Polyurethan-Überzug versehen, der Boden besteht aus Polyethylen und ist zusätzlich verschweißt. 6.000 Millimeter hat die Wassersäule des Zeltes. Wir raten den Aufbau des Zeltes zu zweit durchzuführen. Vier Fiberglas-Zeltstangen – eine kurze und drei lange – werden durch Schlaufen im Außenzelt geführt. Das Gestänge des Zeltes wird schrittweise zu einem Bogen geformt und dann in Metallstifte eingehängt. Innen- und Außenzelt richten sich dadurch von allein auf.

Das Zelt steht nicht von allein: Werden die Spannleinen mit den Heringen allerdings am Boden befestigt, haben alle drei Gestängebögen genügend Halt. Das Vordach, dem durch eine kurze Stange aus Fiberglas seine Form gegeben wird, wird dann auch verspannt. Wir haben den Aufbau in 15 Minuten absolviert, mit ein wenig Erfahrung klappt das aber wahrscheinlich sogar schneller. Viele Gurte und Spannleinen sind bereits an das Zelt genäht, sodass man das Pines 4 auch gegen stürmischen Wind optimal schützen kann.

 Zelte Test: Zelte Mai2021 Coleman Castle Pines 4 Vorzelt
Durch einen Seiten- und Fronteingang lässt sich der Wohnraum gut erreichen. Durch drei Fenster kommt genug Tageslicht in den vorderen Teil des Zeltes.

Das Zelt ist in eine 5,9 Quadratmeter großen Schlafkabine und einen fünf Quadratmeter großen Wohnraum unterteilt. Die Schlafkabine kann durch eine Wand aus Stoff mittels Reißverschluss mittig abgetrennt werden. Mit dem Sonnendach besitzt das Zelt eine Gesamtlänge von ganzen 4,70 Metern: Die Länge des Vorzeltes ist 1,65 Meter, der Innenbereich hat eine Breite von 2,80 Meter und die Schlafkabine beträgt 2,10 Meter. Damit ist ein entspanntes Liegen problemlos möglich. Die Höhe beträgt komfortable 1,90 Meter, wodurch sich die Mehrheit der campenden Familienmitglieder bequem in aufrechter Position im Castle Pines 4 bewegen kann.

 Zelte Test: Zelte Mai2021 Coleman Castle Pines 4 Innen3
Die 1,65 Meter Länge des Wohnraumes bieten ausreichend Platz.

Den Zutritt zum Wohnbereich ermöglicht entweder die Seitentür auf der rechten Seite oder der vordere Eingang. Beide Eingänge sind mit separaten Moskitonetzen versehen. Die gute Verarbeitungsqualität des Zeltes hat uns gefallen: Alle Nähte sind verklebt, die Materialien des Zeltes wurden mit einem feuerhemmenden Überzug beschichtet.

Das Innere der Schlafkabine ist vollständig in schwarz gehalten, um einen besseren Schlaf zu ermöglichen. Das Obermaterial ist so konzipiert, dass es die Einstrahlung der Sonne auffängt und so für eine komfortable Innentemperatur sorgt. Im Eingangsbereich und der Kabine finden sich eine Vielzahl von Taschen. Das Vorzelt besitzt drei Fenster mit Klarsichtfolie, die sich bei Bedarf aber abdecken lassen. Um die Belüftung müssen Sie sich ebenfalls nicht sorgen: Die Stärke der Zufuhr von Frischluft kann individuell angepasst werden.

Die Demontage des Zeltes ist vom Prinzip her einfach: Die Heringe einfach aus dem Erdboden ziehen, die Leinen wieder einwickeln und das Gestänge zerlegen. Beim Zusammenlegen sollte man allerdings etwas Sorgfalt walten lassen, um das Zelt problemlos in die Transporttasche zu bekommen.

Mit einem Preis von circa 430 Euro erscheint das Castle Pines 4 nicht gerade ein Schnäppchen. Dafür bekommt man aber ein hochwertig verarbeitetes Zelt, welches schnell aufgebaut ist und einer vierköpfigen Familie in fast jedem Bereich genug Platz bieten kann.

Was gibt es sonst noch?

Das Marmot Limelight 2 ist ein schnell aufzubauendes und leichtes Polyesterzelt mit hervorragender Verarbeitung, zwei Apsiden und zwei geräumigen Eingängen. Das Gewicht beträgt nur 2,55 Kilogramm und das Packmaß fällt mit seinen 46 x 18 Zentimeter klein aus. Außerdem im Lieferumfang enthalten ist eine passende Bodenplane. Die robuste und leichte Aluminiumgestänge-Einheit verläuft über Kreuz und kann schnell zusammengesteckt werden. Die Enden des Gestänges befestigen Sie am Innenzelt, welches Sie auch dann wieder am Gestänge einklipsen können. Über Klickverbinder wird das Außenzelt am Innenzelt eingestellt. Die beiden Türen in Form eines Ds haben eine angenehme Größe, wodurch der Ein- und Ausstieg und die Nutzung des Reisegepäcks in den Vorräumen erleichtert wird.

Mit einer Gesamtlänge von 2,21 Meter kann auch der großgewachsene Nutzer bequem im Limelight 2 liegen, reisen Sie mit vielen Gepäckstücken, dürfen Sie sich über sehr viel Stauraum freuen. Das Marmot ist in Grau-Grün und Orange erhältlich. Im Innenzelt hat der Hersteller drei Taschen untergebracht, oben kann dank eines Hakens eine Lampe aufgehängt werden. Die Wassersäule des Zeltes beträgt 1.500 mm: Trotz mehrerer starker Regenfälle blieb das Innere des Zeltes während unseres Testlaufes absolut trocken. Durch extra Lufteinlässe und große Türen ist eine problemlose Durchlüftung garantiert. Der Abbau gestaltet sich ebenfalls unproblematisch – nach circa fünf Minuten ist das Zelt samt Zubehör wieder im Packsack verschwunden. Das Limelight 2 ist ein Modell ohne große Schwächen, welches aber nicht gerade billig ist.

Das Kuppelzelt High Peak Kira 3.0 besitzt eine geräumige Apside. Außenzelt und Innenzelt wurden aus Polyester gemacht. Die äußere Schicht ist mit Aluminium beschichtet, die einen UV-Sonnenschutz von 80 aufweist und die Wärme laut Hersteller um 17 Prozent reduziert. Das 7,9 Millimeter starke Fiberglas-Gestänge ist flexibel, wirkt aber nicht sehr stabil. Das Außenzelt wirkt qualitativ alles andere als hochwertig: Nachdem wir ausgepackt hatten, fiel uns sofort ein kleines Loch im Stoff des Vorzeltes auf. Dafür gestaltet sich der Aufbau unproblematisch. Das Zelt wird in die zwei Gestängebögen eingehängt, was Zeit spart. Danach zieht man das Außenzelt darüber. Das Durchfädeln einer dritten Stange im Eingangsbereich und das Einschlagen von zwei Heringen sorgt für Stabilität der Apside.

Die 1,20 Meter tiefe Apside nimmt eine Menge Gepäck auf und bietet sich als Platz zum Kochen an. Ins Innere gelangt man entweder von vorne oder seitlich. Zwei Dauerventilationen sorgen für ausreichend Belüftung. Zwei Fenster aus Klarsichtfolie ermöglichen einen Blick auf die Umgebung. Das komplett in schwarz gehaltene Innenzelt soll für einen ungestörten Schlaf sorgen. Die Atmosphäre empfanden wir aber als zu düster und ungemütlich. Die Reißverschlüsse sind in neongrün gehalten und hervorragend sichtbar, gegen Überschwemmung ist die Bodenwanne hochgezogen, am Lampenhalter kann eine Leuchte befestigt und in drei Innentaschen kann Kleinkram verstaut werden. Für zwei Menschen mit einer Menge Reisegepäck ist das Zelt ideal geeignet, großgewachsene Personen können liegen, ohne irgendwo anzustoßen. Bei 1,20 Meter ist die Sitzhöhe ordentlich. Der flotte Abbau wird nur vom Einpacken getrübt: Zwei Nähte sind an der Packtasche gerissen. Qualität sieht anders aus.

Wurfzelten haftet oft ein Spielzeugcharakter an. Nicht so beim Quechua 2 Seconds 3 Fresh & Black: Das besitzt eine tolle Verarbeitung, verfügt über ein Außen- und Innenzelt und bietet alle Vorteile eines herkömmlichen Wurfzelts. Das Quechua-Wurfzelt ist verpackt 77 Zentimetern lang, sowie 10 Zentimetern hoch bei einem Gewicht von 4,2 Kilogramm und ist superschnell aufgebaut. Beim Quechua sind Gestänge, Innenzelt und Außenzelt bereits miteinander verbunden: Einfach die zwei orangefarbenen und die zwei roten Klips lösen, das Bündel auf den Boden werfen und das Zelt entklappt von allein. Es muss nun noch mit Heringen am Boden fixiert und die zwei Sturmleinen gespannt werden. Außenhaut und Innengewebe des 2 Seconds 3 sind aus einem reißfesten und stabilen Polyester gefertigt und die Bodenplane besteht aus Polyethylen. Beim Gestänge verwendet der Hersteller Glasfaser. Wir waren mit der Standfestigkeit des 2 Seconds 3 zufrieden.

Hinter der Eingangstür befinden sich ein Moskitonetz und eine abdunkelnde Tür. Die Bodenwanne des Quechua ist hochgezogen um den Innenraum vor Überflutung zu schützen. Das Fresh&Black-Gewebe reduziert das Aufheizen des Innenraums und verdunkelt ihn laut Hersteller aber auch bei direkter Sonneneinstrahlung zu 99 Prozent: Egal ob Sie Kleidung suchen oder ein Buch lesen möchten: Licht ist dafür immer von Vorteil, deswegen sollten Sie sich die Farbwahl gut überlegen. Alternativ kann das Wurfzelt auch in Blau oder Grün erworben werden, höherer Innenraumtemperaturen inklusive. Die Fläche von 180 x 210 Zentimetern bietet drei Personen ausreichend Platz. Aufgrund fehlender Apsiden kann es mit Gepäck dann allerdings sehr eng werden. Die Zelthöhe von ganzen 104 Zentimetern bietet ein entspanntes Sitzen ohne die Decke zu berühren. Die Außenhaut besitzt eine Wassersäule mit 2.000 Millimetern. Sämtliche Nähte wurden mit einem thermogeklebten Band abgedichtet. Verarbeitungsqualität und Platzangebot sowie der schnelle Ab- und Aufbau des Wurfzeltes überzeugten uns.

Beim Wechsel Outpost 3 fällt zunächst die asymmetrische Grundfläche auf. Eine Kabinenseite ist 2,90 Meter lang, die andere kommt nur auf 2,10 Meter. Die Breite beträgt 173 Zentimeter, sodass drei Personen hier gut Platz finden. Am Eingang steht eine erfreulich große, ebenso asymmetrische Apside zur Verfügung, die auch das Gepäck von drei Leuten problemlos beherbergen kann. Der Aufbau ist dank den farblich markierten Gestängebögen nicht schwer, auch Innen- und Außenzelt sind schon verbunden. Die Außenhaut besteht aus Polyester, das mit Polyurethan beschichtet wurde. Für ausreichende Belüftungsmöglichkeiten ist gesorgt, Nässe hat bei einer Wassersäule von 5.000 Millimetern keine Chance. Im Inneren finden sich einige Taschen, um Kleinzeug zu verstauen.

Des Weiteren fällt die sehr gute Verarbeitung auf: Nähte und Abspannpunkte sind verstärkt, die Leinen reflektieren. 4,1 Kilogramm sind zwar ein recht stolzes Gewicht, aber das Packmaß bleibt mit 54 x 21 Zentimetern doch handlich. Beim Abbauen erwies es sich als ein wenig anstrengend, das Gestänge wieder aus den schmalen Kanälen zu ziehen. Ansonsten gibt es an der Qualität nicht viel auszusetzen, besonders platzmäßig weiß das Wechsel Outpost 3 zu überzeugen – allerdings gehört es klar zur teureren Garde.

Wissenswertes über Zelte

Zelte gibt es in verschiedenen Formen. Welchen Zelttyp man wählen sollte, hängt vom beabsichtigten Einsatz ab. Vor allem kommt es auf den Einsatzort an, aber auch, ob man alleine oder mit Familie unterwegs ist. Je nachdem sind Gewicht, Stabilität, Wetterfestigkeit oder Platzangebot wichtige Kriterien. Wir stellen daher fünf gängige Zelttypen mit ihren Vorzügen und Mankos vor.

Tunnelzelte bieten dank ihrer steilen Wände natürlich viel Platz und sind so ideal für Familienausflüge. Sie können aus einigen Kabinen bestehen, ein Vorzelt hilft zudem, Gepäck zu verstauen. Das große Platzangebot bezahlt man wegen der großen Seitenflächen allerdings mit Windanfälligkeit. Beim Aufbau mit Heringen und Sturmleinen sollte man daher sorgfältig arbeiten und das Zelt im Idealfall in Windrichtung positionieren, dann ist man auch für starke Winde gut vorbereitet.

Zelte Test: Coleman Tunnelzelt
Tunnelzelte sind echte Platzwunder.

Kuppel- oder Igluzelte trifft man häufig an, denn sie sind gute Allrounder. Der Aufbau ist mit zwei kreuzenden Gestängebögen schnell erledigt, dann steht das Zelt schon erstaunlich stabil, ganz ohne Heringe. Für extremes Wetter ist man sogar besser gerüstet als mit einem Tunnelzelt. Im Inneren hat man immer noch ausreichend Platz, auch Apsiden sind bei vielen Modellen dabei.

Zelte Test: Coleman Igluzelt
Igluzelte benötigen weder Heringe noch Leinen und stehen trotzdem bombenfest.

Möchte man sich beim Aufbau überhaupt nicht anstrengen, so sollte man ein Wurfzelt wählen. Die nimmt man einfach aus der Tasche, wirft sie auf den Rasen – und den Rest erledigt das Zelt selbst. Klingt sehr verlockend, der Nachteil ist aber der Transport. Meist werden Wurfzelte in runden Taschen verpackt, die wiederum mit bis zu 80 Zentimetern Durchmesser zu groß für viele herkömmliche Rucksäcke sind.

Zelte Test: Wurfzelt
Zweimal blinzeln und schon steht das Wurfzelt.

Auf eine ältere Bauweise trifft man beim First- oder Giebelzelt. Als Nachbildung eines klassischen Hauses sind die Hersteller bei der Größe sehr flexibel, sodass man in einem Firstzelt durchaus auch eine ganze Schulklasse unterbringen könnte. Gegenüber anderen Zelttypen gibt es allerdings einige Schwächen. Die Haltestangen stören beim Ein- und Ausgehen, die hohen Wände machen das Zelt anfällig für Wind. Aufgrund des fehlenden Innenzelts kann es auch zu Problemen mit Kondenswasser kommen. Ein Vorzelt müsste man separat dazu anbauen.

Zelte Test: Firstzelt
Als Auslaufmodell gilt inzwischen das übliche Firstzelt.

Für Abenteurer oder Expeditionen empfiehlt sich ein Geodätzelt. Auf den ersten Blick erinnert es an ein Iglu, allerdings werden hier die Gestänge hier mindestens zweimal gekreuzt. Das garantiert noch mehr Stabilität, vor allem gegen Wind. Selbst extreme Bedingungen können dem Geodät nichts anhaben – dafür sind sie aber auch ziemlich teuer.

Zelte Test: Everest Geodaetzelt
Mit einem Geodätzelt ist man auf alle Bedingungen vorbereitet.

Neben der Form sollte man beim Zeltkauf noch ein paar weitere Dinge beachten. Zunächst die Größe: Die Innenkabinen sind immer etwas kleiner als die angegebenen Außenmaße, weshalb man hier besser großzügig planen sollte. Bei der Länge des Zelts sind die eigene Körpergröße plus 30 Zentimeter ein guter Richtwert, um nicht ständig an den Wänden anzustoßen.

Möchte man es besonders komfortabel haben, so sollte man auf ein Zelt mit zwei Eingängen setzen – auch Durchlüften funktioniert dann viel besser. Ebenfalls sehr praktisch sind Apsiden, also Vorzelte. Dort kann man Gepäck lagern, schmutzige Ausrüstung liegen lassen oder auch kochen.

Achten sollte man insbesondere darauf, dass ein Zelt aus Innen- und Außenzelt besteht. So ist man vor tropfendem Kondenswasser geschützt, bei warmem Wetter kann man zudem das Außenzelt schnell abmontieren. Dann hat man es schön luftig, ist aber dennoch vor Insekten geschützt.

So haben wir getestet

Erst einmal haben wir alle Zelte aufgebaut und zusammen abgelichtet. Danach wurde jedes Modell einzeln getestet, die empfehlenswertesten haben wir dann noch einmal ab- und wieder aufgebaut. Hier zeigte sich, wie leicht Auf- und Abbau von der Hand gehen und ob alle Nähte und Materialien gut verarbeitet sind. In aufgebautem Zustand haben wir dann die Stabilität begutachtet.

Zelt Test: Zelttest Juni2020 Zenph Gruppenbild
Keine Expedition, sondern alle 13 getesteten Zelte im heimischen Garten.

Anschließend haben wir geprüft, ob die vom Hersteller angegebene Personenanzahl auch wirklich komfortabel im Zeltinneren Platz findet. Große Apsiden für Gepäck wirken sich positiv aus, genauso wie eine robuste Bodenplane. Mit Gießkannen haben wir Regen simuliert und die Zelte so auf ihre Wasserdichtigkeit überprüft. Zuletzt haben wir Gewicht sowie Packmaß kontrolliert.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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