Schlafsack Test: Schlafsaecke Alle3

Schlafsäcke im Test : Camping zu jeder Jahreszeit

Update 12.10.2021

Schlafsäcke gibt es für jede Temperatur und Jahreszeit, außerdem gibt es den praktischen Bett-Ersatz auch in unterschiedlichen Formen. Günstige Modelle in unserem Test kosten nur 15 Euro, nach oben hin gibt es aber kaum eine Grenze beim Preis. Wir haben 21 Modelle getestet.

Update 12. Oktober 2021

Wir haben neun weitere Schlafsäcke getestet. Neue Empfehlungen sind die Gruezibag SubZero DownWool 200, der Vaude Meglis 700 SYN, der Exped Megasleep Duo 25D und der Mountain Hardwear Lamina -1.

Arnold Zimprich
ist Autor und Outdoor-Freak und testet für verschiedene Magazine Sportartikel und Outdoor-Produkte. Er schreibt unter anderem für Alpin, das Bergzeit-Magazin und die Alpenvereins-Magazine Panorama und Bergauf.

Ob leichte Sommerdecke, die man per rundumlaufenden Reißverschluss zum Schlafsack macht oder Luxusmodell mit Daunen, der auch der Himalaya-Expedition standhält – Schlafsäcke gibt es für alle Lebenslagen. Wir haben versucht, Modelle für möglichst viele verschiedene Zwecke auszusuchen und haben dabei Sommerschlafsäcke ebenso im Test gehabt wie Allrounder. Sogar Winter-Camping ist mit manchen Modellen möglich.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Bester SchlafkomfortNachhaltigDoppelschlafsackPreiswertRecyceltes Futter
Camping zu jeder Jahreszeit Test: Grueezibag Biopod Downwool Subzero 200 E1630404452171Camping zu jeder Jahreszeit Test: Vaude Meglis 700Camping zu jeder Jahreszeit Test: Exped Mega Sleep Duo 25 E1630405318772 1344x499Test Schlafsack: Mountrex SchlafsackCamping zu jeder Jahreszeit Test: Mountain Hardwear Lamina 1 E1630404492501
Modell Grüezibag Biopod DownWool Subzero 200 Vaude Meglis 700 Exped Mega Sleep Duo 25L Mountrex Schlafsack Mountain Hardwear Lamina -1
Pro
  • Sehr komfortables Innen­material
  • Breiter Temperatur­bereich
  • Homogene Wärme­leistung
  • Schöne Verarbeitung
  • Innovative Stretch-Konstruktion
  • Hoher Schlaf­komfort
  • Nachhaltige Herstellung
  • Faire Preis-Leistung-Verhältnis
  • Praktische Wende­funktion
  • Großes Platz­angebot
  • Kuscheliges Innen­futter
  • Schöner Packsack
  • Auf Exped Megamat Duo Isomatte abgestimmt
  • Unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Funktionale, durchdachte Schlaf­sack­hülle
  • Bietet viel Ausstattung fürs Geld
  • Faires Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Schöner Kompressions­sack
  • Schöne Verarbeitung
  • Anschmiegsames Material
  • Futter recycelt
Contra
  • Hohes Preisniveau
  • Etwas hohes Pack­volumen und Gewicht
  • Packsack optimierungs­würdig
  • Etwas verwirrende Kordel-Hand­habung
  • Hohes Gewicht und Packmaß (dafür aber Zweipersonen-Schlafsack!)
  • Etwas labbriges Außen­material
  • No-Name-Reiß­verschluss
  • Kein Wärme­kragen
Bester Preis

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Bester Schlafkomfort: Grüezibag Biopod DownWool Subzero 200

Bester Schlafkomfort

Grüezibag Biopod DownWool Subzero 200

Camping zu jeder Jahreszeit Test: Grueezibag Biopod Downwool Subzero 200 E1630404452171
Ausgesprochen komfortabler Schlafsack mit Daunen-Woll-Mischfüllung. Bester Schlafkomfort im Test, dafür nicht ganz billig.

Reinschlüpfen, wohlfühlen und einschlafen. So ließen sich unsere Erfahrungen aus dem Test des Grüezibag Biopod Downwool Subzero 200 am besten beschreiben. Das Modell des oberbayerischen Herstellers rief wie kein anderes im Test den Wunsch hervor, auch die nächste Nacht in der wohlig-kuschligen Wärme des Komfortwunders verbringen zu wollen anstatt ins nächste Testmodell zu wechseln.

Der Grüezibag ist der teuerste Schlafsack im Testfeld, jedoch zugleich der wärmste. Dafür sorgt zum einen die Füllung aus 70 Prozent Entendaune und 30 Prozent veredelter Schafwolle. Diese Mischung sorgt für eine sehr homogene, gleichmäßige Wärmeleistung. Weil die Füllung kaum verrutscht, bleibt die Wärmeverteilung gleichbleibend gut, egal in welcher Position man liegt. Darüber hinaus bietet der Grüezibag das weichste, seidigste und anschmiegsamste Innenmaterial im gesamten Testfeld. Es fühlt sich besonders weich auf der Haut an und sorgt so nach langen und anstrengenden Outdoor-Tagen für Entspannung. Dieses Level an Komfort ist definitiv etwas Besonderes.

Der Rest der Ausstattung ist durchdacht und konzentriert sich auf die wesentlichen Dinge: Eine Außentasche mit Reißverschluss sowie eine Innentasche mit Klettverschluss sind dabei, zudem gibt es einen Wärmekragen und eine Verstellkordel am Kopfteil. Der asymmetrische und im Halbrund verlaufende Reißverschluss vereinfacht die Handhabung, denn er ist einfacher zu erreichen als ein klassischer, »geradeauslaufender« Reißverschluss. Der zweifache Reißverschluss lässt sich zudem zum Lüften unten öffnen, dank des asymmetrischen Verlaufs liegen die Füße weich gebettet.

Der Grüezibag Biopod DownWool Subzero 200 wurde im Früh- bis Hochsommer getestet. Dabei gefiel die durchdachte und ausgewogene Ausstattung. Der Schlafsack schafft es hier die Mitte zwischen zu viel und Minimalismus optimal zu treffen.

Nachhaltig: Vaude Meglis 700 SYN

Nachhaltig

Vaude Meglis 700

Camping zu jeder Jahreszeit Test: Vaude Meglis 700
Sich den Schlafbewegungen anpassender, schön verarbeiteter Schlafsack des deutschen Nachhaltigkeitspioniers.

Teil der Philosophie von Vaude sind ökologische Innovationen und Nachhaltigkeit. Das sind auch zwei der positiven Eigenschaften des Meglis 700 SYN. Durch das Spiral-Schnittmuster sowie die Stretch-Konstruktion sieht das Modell weniger wie ein Schlafsack aus, sondern ähnelt eher einem Kokon.

Im Test fällt dann aber der Vorteil der besonderen Konstruktion auf: Der Vaude passt sich an die Körperhaltung an, dadurch liegt er in jeder Position eng an. Das bedeutet sehr hohen Komfort, aber ohne Engegefühl. Durch den üppigen Wärmekragen wird die Anpassungsfähigkeit des Modells noch erhöht. Durch die Kombination des Wärmekragens mit den beiden Armöffnungen bleibt man auch beim Lesen, Kochen oder Essen warm.

Hauptstoff und Innenmaterial sind aus Synthetiktextilien, sie fühlen sich aber trotzdem angenehm und natürlich an. Die Materialien sind nach dem bluesign-Standard geprüft: Die Füllung ist vollständig aus Sensofiber Eco, diese reflektiert die Körperwärme und wärmt auch wenn sie nass ist. Lining und Hülle bestehen komplett aus Recycling-Polyamid. Die Verwendung schadstoffgeprüfter Materialien sowie die für den Hersteller typische sozial faire Herstellung machen den Vaude zu einem richtigen Nachhaltigkeitsprodukt.

Auf einer Trekkingtour im Rucksack funktioniert der Meglis nur bedingt: Er hat lediglich eine Schlaufen-Haken-Einstellung, die sich trotz Kompression womöglich von allein lösen kann. Das Packmaß ist mit rund 25 x 25 x 35 Zentimetern in Ordnung für ein Synthetikmodell, im Rucksack nimmt das allerdings viel Platz weg. Das wird auch am Gewicht von etwa 1.600 Gramm deutlich.

Der Meglis 700 SYN von Vaude überzeugt mit seinem Engineering, den verwendeten Materialien und seinem Tragekomfort. Nur um ihn über längere Etappen mit sich herumzutragen eignet er sich weniger.

Doppelschlafsack: Exped Mega Sleep Duo 25L

Doppelschlafsack

Exped Mega Sleep Duo 25L

Camping zu jeder Jahreszeit Test: Exped Mega Sleep Duo 25 E1630405318772 1344x499
Doppelschlafsack mit Wendefunktion für wärmere Temperaturen. Perfekt auch für Familiencamping.

Eine Sonderwertung erhält der Exped Megasleep Duo 25, denn hierbei handelt es sich um den einzigen Pärchenschlafsack im Testfeld. Mit etwa 240 Euro ist er für ein Produkt von Exped erstaunlich preiswert. Er verfügt zudem über die für den Schweizer Hersteller typische Detailliebe.

Getestet wurde der Schlafsack auf einem Campingplatz in rund 1.800 Metern Höhe in den Schweizer Alpen. Dabei wurde er für komfortable Mutter-Kind-Übernachtungen genutzt. Schon in der ersten, recht kalten Nacht stößt der Expad an seine Grenzen. Glücklicherweise verfügt er aber eine Umdreh-Funktion: Wird die hellblaue Seite nach außen gedreht, kann man den Schlafsack problemlos bis 5°C nutzen. Wird er auf die andere Seite gedreht, hält er bis rund -3 Grad warm.

Im Test zeigt sich: Bei der Komforttemperatur der Schlafsacks von 5°C muss man schon hart im Nehmen sein, um sich bei einstelligen Temperaturen in dem geräumigen Schlafsack wohlzufühlen. Deshalb drehen wir das Modell schon nach nicht allzu langer Zeit um. Außerdem fällt schnell auf, dass wenn zwei Erwachsene in dem Megasleep schlafen die Sache ein andere ist. Ein Kleinkind »heizt« Schlafsack lange nicht so gut mit wie ein Erwachsener.

Der Schlafsack wird per Kordel bedient, was zunächst etwas fummelig ist und ein wenig Übung bedarf. Der Doppelschlafsack lässt sich in wenigen Handgriffen auch in eine große Decke verwandeln. Die Tragetasche ist sehr komfortabel zu handhaben: Statt den Schlafsack mühsam in einen kleinen Packsack zu stopfen, findet der Megasleep Duo 25 in der beigelegten, schicken Tasche problemlos Platz.

Preiswert: Mountrex Schlafsack

Preiswert

Mountrex Schlafsack

Test Schlafsack: Mountrex Schlafsack
Preiswerter Sommerschlafsack mit überzeugender Funktion und praktischem Kompressions-Packsack.

Keine Preise gefunden.

Als Sommerschlafsack können wir den Mountrex  empfehlen. Hier bekommt man ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und auch ein Kopfkissen, das aufgeblasen werden kann und recht komfortabel ist, ist mit dabei. Wir finden das sehr praktisch. Uns gefällt der kleine Schlafsack gut.

Wir fragen uns zwar, wie es möglich sein kann, diesen Schlafsack für lediglich 27 Euro anzubieten, aber darauf möchten wir hier nicht eingehen. Alles bei diesem Schlafsack besteht aus Polyester und wir nehmen an, dass die Temperaturangaben vom Hersteller stimmen, die Minimaltemperatur sind hier zehn Grad, fünfzehn Grad die Limit-Temperatur und die Komfort-Temperatur 20 Grad. Wir fanden ihn auch im Test ab etwa 15 Grad oder mehr ziemlich komfortabel und die Wärmeleistung ganz gut.

Lieferumfang und Verarbeitung sind in Ordnung, gut gefällt uns das zusätzliche Kopfkissen sowie die Schlafsackhülle. Die hat ein Kompressionssystem und ergonomisch geformte Zurrvorrichtungen, die sich leicht bedienen lassen. Die Verarbeitung des Schlafsacks ist ordentlich, es gibt einen großen Reißverschluss inklusive Einzwickschutz, das ist bei unseren Test-Schlafsäcken eher selten und uns gefällt das gut.

Ansonsten gibt es nicht viel Ausstattung, im Sommer dürfte sie aber ausreichen. Am Kopfteil gibt es einen Kordelzug. Die leicht nach vorn gezogene Kapuze umschließt den Kopf gut. Einen Wärmekragen gibt es aber nicht. Das Innenfutter ist schön weich.

Wir finden hier vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis gut und empfehlen den Mountrex.

Recyceltes Futter: Mountain Hardwear Lamina -1

Recyceltes Futter

Mountain Hardwear Lamina -1

Camping zu jeder Jahreszeit Test: Mountain Hardwear Lamina 1 E1630404492501
Dreijahreszeiten-Schlafsack zum fairen Preis mit kuscheligem Innenfutter, Anti-Snagging-Reißverschluss und hohem Schlafkomfort.

Schlafsäcke mit Kunstfaserfüllung sind günstig, pflegeleicht, nicht so empfindlich gegen Nässe und es stellen sich keine schwierigen Fragen nach der Herkunft der Daune. Zusätzlich zu diesen Vorteilen hat das Material des Mountain Hardwear Lamina 30F/-1C einen hohen Recyclinganteil. Das Modell gehört mit seinen 170 Euro zur oberen Mittelklasse im Testfeld.

Der Lamina gefällt schon auf den ersten Blick, er ist sauber verarbeitet und erfrischend schnörkellos. Der Kompressionsbeutel ist sehr funktional und optimal dimensioniert. Der mittellange Reißverschluss auf der Seite reicht ungefähr bis auf Kniehöhe. Die breite und gefütterte Reißverschlussabdeckung verhindert eine Kältebrücke hervorragend. Der Reißverschluss verfügt zudem am Schieberbändchen über einen fluoreszierenden Überzug sowie einen »Anti-Snagging«-Einklemmschutz.

In der Größe Regular ist der Lamina für unseren 1,82 Meter großen sowie 80 Kilo schweren Tester optimal geschnitten. Es gibt ausreichend Bewegungsfreiheit, ohne überschüssiges Luftvolumen, das zunächst »erwärmt« werden muss. Eine etwas größere Körpergröße wäre ebenfalls kein Problem. Der Schlafsack ist außerdem auch in Short und Long erhältlich.

Der Lamina wurde im späten Frühjahr bei Nachttemperaturen im niedrigen einstelligen Bereich getestet. Er passt ohne Probleme quer in einen 35-L-Wochenendrucksack. In diesem Temperaturbereich ist es wichtig, mit der richtigen Unterlage für genügend Isolation von unten zu sorgen. Das ist bedingt durch ein individuell unterschiedliches Kälteempfinden subjektiv, für uns ist die Nacht im Lamina aber sehr angenehm. Die ersten Eindrücke der guten Passform und auch die Temperaturdaten des Normtests bestätigen sich.

Bei dem Lamina -1 von Mountain Hardwear erhält man einen schnörkellosen, funktionellen und soliden Schlafsack, der zudem nachhaltig produziert ist und einen hohen Schlafkomfort bietet.

Was gibt es sonst noch?

Der Kunstfaserschlafsack Carinthia G280 kostet stolze 228 Euro. Das Komfort-Limit liegt bei -11 Grad. Er liefert somit ein tolles Verhältnis von Heizleistung zu Packmaß. Die Verbreitung ist toll, die Kapuze gut geschnitten und auch die Positionierung vom Wärmekragen und die Dimensionierung bei der Fußbox stimmen perfekt. Die Kapuze ist großzügig und umfasst den Kopf damit gut. Den Schlaftest hat dieser Schlafsack ebenfalls bestanden, bei etwa fünf Grad Außentemperatur. Die Wärmeverteilung ist toll und eignet sich für Nächte in der Übergangszeit, von kühl bis eiskalt. Die Bauschkraft der G-Loft-Füllung überzeugt uns und der Schlafsack ist damit angenehm kuschelig. Verarbeitung und Wärme sind top.

Von der Haptik her erinnert er an einen Daunenschlafsack, weil er so weich ist. Das Shelltex-Innenfutter ist leicht und ebenfalls angenehm, es fühlt sich schön weich an. Außerdem gibt es eine Innentasche, die wir praktisch finden und Kordelzug und Wärmekragen der Kapuze sind einfach zu bedienen. Auch eine Fußbox mit großzügigen Dimensionen gibt es. Das einzig Negative: Der Wärmekragen ist großzügig in der Dimension und der Stoff verhakt sich schnell mal im Läufer vom Reißverschluss. Wir würden uns hier einen festen Stoffstreifen wünschen.

Der Mountain Equipment Helium 600 kostet stolze 350 Euro, dafür bekommt man hier aber einen Daunenschlafsack. Er ist sehr angenehm und klein verpackt, wiegt er ein wenig mehr als ein Kilo. Die Nähte sind toll verarbeitet und der YKK-Reißverschluss ist leichtgängig. Außerdem überzeugt uns die Kapuzen-Form. Alles bewegt sich auf sehr hohem Niveau und auch die Wärmeleistung kann sich sehen lassen.

Der Schlafsack ist für extreme Einsätze konzipiert, von Frühjahr bis Herbst und auch in alpiner Gegend. Nur mit ihm zu Campen reicht da eigentlich nicht, denn er ist eher ein Schlafsack für Alpinisten, die auf 2000 Metern Höhe noch im Freien bei Biwaks oder ähnlichem schlafen wollen. Die Testnacht hat er problemlos gemeistert, der Kordelzug der Kapuze ist leichtgängig und der per Magnet verschließbare Wärmekragen sorgt für tollen Wärmerückhalt. Wir fanden das Schlafgefühl grandios.

Das Außenmaterial nennt sich Helium und ist reißfest, leicht, daunendicht und windabweisend. Innen gibt es ein Supersoft-Material, das angenehm weich ist und dafür sorgt, dass Feuchtigkeit zügig entweichen kann. Dazu gibt es ein Trapezium-Vier-Fußteil, das hat vier Kammern und bringt gleichmäßige Wärmeverteilung. Für extreme Bedingungen finden wir diesen Schlafsack daher toll, auch wenn er teuer ist, bekommt man hier ein geniales Produkt für niedrige Temperaturen.

Der Sea To Summit Spark 1 ist nicht mal ein Pfund schwer und schön verarbeitet. Das Material ist unglaublich fluffig, anschmiegsam und federleicht. Der Schlafsack kann auf ein geradezu lächerliches Packmaß von 28 Zentimetern Länge komprimiert werden. Dadurch lässt er sich sehr gut verstauen und transportieren. Das Modell des australischen Herstellers hat eine Daunenfüllung, die für eine komfortable Wärmeverteilung sorgt. Der Reißverschluss reicht circa bis zur Hüfte, was zum schnellen Rein- und Rausschlüpfen ausreicht, nicht aber zum Lüften. Einziges technisches Feature ist die Kordel für die Kapuzenverstellung.

Die untere Temperaturgrenze liegt laut Hersteller bei 5°C, in Extremsituationen soll der Spark 1 sogar bis -9°C warm halten. Streng genommen ist er aber ein reiner Sommerschlafsack, für anspruchsvollere Einsätze ist er einfach zu dünn. Wir fragen uns, wie er unter 0 Grad oder gar unter -5°C warm halten soll – vielleicht wenn man ihn mit einer isolierten Isomatte und mit Biwaksack kombiniert.

Der Nanowave 50  kostet etwa 80 Euro und hält bis zu – 3 Grad Temperatur aus. Sein Packmaß ist kompakt und er wiegt laut Herstellerangaben 850 Gramm. Der kleine Schlafsack ist hochwertig verarbeitet. Es gibt einen leichtgängigen YKK-Reißverschluss und eine Kapuze, die ergonomisch geformt ist und den Kopf umschließt. An der Kapuze und vorne gibt es einen Kordelzug, der separat reguliert werden kann. Am Reißverschluss gibt es keine Wärmeleiste, aber da man ihn vorwiegend im Sommer nutzt, macht das nichts. Das Material wirkt hochwertig und auch die Nähte sind gut, wir erwarten hier eine lange Lebensdauer.

Schade war aber, dass der Schlafsack tatsächlich mit 1050 Gramm deutlich mehr gewogen hat als angegeben, wir haben Größe »R« getestet, das war eigentlich für die Gewichtsangabe die Referenzgröße. Wir finden aber dennoch Qualität und Verarbeitung gut.

Beim Gipfelsport Mumienschlafsack gefällt uns gleich die Hülle, denn sie wirkt robust und uns gefallen die leicht zu bedienenden Schnallen und das Kompressionssystem. Fasst man das Außenmaterial an, so wirkt es billiger als teure Schlafsäcke, aber der No-Name-Reißverschluss ist leichtgängig und hinterlegt mit einem etwas härteren Textilstreifen. So verhakt sich nichts und das Innenmaterial wird geschont, den Reißverschluss sollte man dennoch ein wenig behutsam zuziehen.

Die Kapuze ist überformt, das bringt ein molliges Gefühl beim Schlafen und hält den Kopf wärmer. Angegeben ist die Komforttemperatur mit acht Grad, wir können das bestätigen. Vorne an der Innenseite befindet sich ein Wärmekragen in U-Form. Man legt ihn um den Hals, wie man es mit einem Schal tun würde, so soll das Entweichen von Wärme verhindert werden. Im Test stellen wir fest: das funktioniert, herumwälzen sollte man sich dazu aber nicht zu sehr, sonst verrutscht der Kragen schnell.

Wissenswertes über den Schlafsackkauf

Bevor man Geld in einen Schlafsack investiert, sollte man wissen, worauf es ankommt, sonst nützt das beste Schnäppchen nichts. Grundsätzlich muss ein Schlafsack natürlich warm halten. Je nach Jahreszeit mehr oder weniger und wie warm, das kommt auch auf das eigene Kälteempfinden an. Für »Warmschläfer« eignet sich eher ein sehr warmer, für »Kaltschläfer« ein Schlafsack mit weniger Isolation. Außerdem muss die Passform stimmen, meist bekommt man heute Mumienschlafsäcke, diese Art von Schlafsack wird nach unten schmäler, das bringt eine bessere Wärmeleistung. Auch sollte ein Schlafsack einfach zu transportieren sein z. B. fürs Camping, so haben wir unter anderem Leichtschlafsäcke getestet, die weniger als ein Kilo wiegen, keines unserer Testmodelle wog mehr als zwei Kilo. Vor dem Kauf muss man wissen, ob der Schlafsack auch im Rucksack für längere Zeit getragen werden soll, denn dann fallen unsere Testmodelle von Frozen Mummy, King Camp und Vaude raus, da sie recht schwer sind.

Ein ungerechter Vergleich?

Manch einer wird sich wohl fragen, weshalb wir billige 20-Euro-Modelle mit Markenqualität aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vergleichen – mit den Schlafsäcken von Vaude, Carinthia und Mammut können die billigen Produkte natürlich nicht mithalten. Dennoch ging es uns nicht darum, wer das beste Material verwendet, sondern wie die Detailllösungen aussehen und wie gut der Schlafsack in seinem Einsatzbereich ist. »Ausreichend« ist also eher auf den Einfallsreichtum der Hersteller bezogen, denn auch unter 50 Euro finden sich überzeugende Schlafsäcke, die in ihrem Einsatzbereich überzeugen.

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Will man draußen übernachten, sollte man den passenden Schlafsack kaufen, um nicht zu frieren.

Billig oder teuer?

Preislich liegen unsere Testprodukte teils weit auseinander. Wenn man den Schlafsack für Besucher, einen kurzen Ausflug aufs Festival oder für gelegentliche Übernachtungen benutzen möchte und keinen besonderen Wert auf die Verarbeitungsqualität und Herkunft legt, dann eignet sich ein günstiger Schlafsack definitiv. Zumindest die Modelle, die uns überzeugen konnten.

Will man gute Verarbeitung, tolle Detaillösungen und gute Marken-Reißverschlüsse und soll der Schlafsack zudem noch langlebig sein, dann sollte man mindestens 100 Euro investieren. Außerdem sind diese Schlafsäcke besser für die Umwelt, denn die billigen Modelle hatten kein Nachhaltigkeitssiegel.

Daunen oder Kunstfasern?

Viele unserer Test-Schlafsäcke bewegten sich preislich unter 50 Euro. Ein qualitativ hochwertiges Produkt mit z. B. Daunenfüllung bekommt man hier nicht. Kunstfaser hat Daune gegenüber den Nachteil, dass die Füllung mehr Packvolumen und Gewicht verursacht, wenn man von ähnlichen Daten bei Leistung und Temperatur ausgeht. Das ist aber vernachlässigbar, wenn man den Schlafsack nicht tagelang durch die Gegend trägt.

Kunstfasern haben aber den Vorteil, dass, auch wenn sie feucht werden, die Isolationseigenschaften fast unverändert bleiben. Silikonisierte Kunstfasern trocknen zudem schneller wieder. Meist ist die Füllung bei unseren Test-Modellen lagenweise verarbeitet. So sorgt zwischen den (vier) Lagen außerdem Luft für höhere Wärmeleistung. Kunstfaserschlafsäcke haben ihre Sache im Test gut gemacht, dennoch kamen höchstens Vaude Sioux 1000 SYN und Carinthia G280 an die Wärmeleistung unseres Daunenschlafsacks von Mountain Equipment heran, das Gleiche gilt für Gewicht und Packmaß.

So haben wir getestet

Wir haben im Frühherbst und Spätsommer getestet. Hierzu haben wir im Freien bei Biwaks und im Zelt beim Camping getestet, bei sehr leichten Sommerschlafsäcken haben wir den Test auch in geschlossenen Räumen durchgeführt, draußen war es uns dank herbstlicher Temperaturen etwas zu riskant.

Angesehen haben wir uns Verarbeitung, Wärmeleistung und Details, etwa wie die Kapuze gestaltet ist, den Wärmekragen und die Qualität der Reißverschlüsse.

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