Schlafsack Test: Schlafsaecke Alle3

Schlafsäcke im Test : Camping zu jeder Jahreszeit

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Veröffentlicht 12.04.2020

Schlafsäcke gibt es für jede Temperatur und Jahreszeit, außerdem gibt es den praktischen Bett-Ersatz auch in unterschiedlichen Formen. Günstige Modelle in unserem Test kosten nur 15 Euro, nach oben hin gibt es aber kaum eine Grenze beim Preis. Wir haben 12 Modelle getestet.

Arnold Zimprich
Arnold Zimprich
ist Autor und Outdoor-Freak und testet für verschiedene Magazine Sportartikel und Outdoor-Produkte. Er schreibt unter anderem für Alpin, das Bergzeit-Magazin und die Alpenvereins-Magazine Panorama und Bergauf.

Ob leichte Sommerdecke, die man per rundumlaufenden Reißverschluss zum Schlafsack macht oder Luxusmodell mit Daunen, der auch der Himalaya-Expedition standhält – Schlafsäcke gibt es für alle Lebenslagen. Wir haben versucht, Modelle für möglichst viele verschiedene Zwecke auszusuchen und haben dabei Sommerschlafsäcke ebenso im Test gehabt wie Allrounder und auch den teuren Mountain Equipment Helium 600. Sogar Winter-Camping ist mit manchen Modellen möglich.

Für drei Jahreszeiten: Mammut Kompakt MTI 3-Season

Der Mammut Kompakt MTI 3-Season ist auf den ersten Blick vor allem eins: schön grün. Der Schlafsack ist ansonsten Strukturlos und glatt, der erste Eindruck ist nicht so vielversprechend, das sollte einen aber nicht abhalten, genauer hinzusehen, denn der Schlafsack weiß definitiv mit der Verarbeitung und Leistung zu überzeugen!

Für drei Jahreszeiten

Mammut Kompakt MTI 3-Season

Test Schlafsack: Mammut Kompakt MTI 3-Season
Detailreich ausgestatteter Dreijahreszeiten-Schlafsack mit toller Wärmeleistung und top Verarbeitung.

Keine Preise gefunden.

Getestet haben wir ihn im Herbst in Kroatien. Unser Tester hat erstmal den Reißverschluss ganz zugezogen bei der Übernachtung im Zelt, draußen hatte es da etwa 12 Grad. Dieser Schlafsack heizt aber gut, so wurde der Reißverschluss dann nach nächtlichem Erwachen wieder ganz geöffnet.

Die Komforttemperatur, die aufgedruckt ist, liegt bei -1 Grad Celsius, die darf man durchaus ernst nehmen, denn der Schlafsack hat eine tolle Wärmeleistung.

Ansonsten gilt hier Schweizer Präzision, denn der Schlafsack konnte uns vollkommen überzeugen. Die Kapuze ist einstellbar und umschließt den Kopf sehr angenehm, der Wärmekragen lässt sich mit einem Knopf fixieren und hat außerdem eine Kordel. Zudem gibt es eine Innentasche samt Klettverschluss. Beim YKK-Reißverschluss, der leichtgängig ist, gibt es eine hinterlegte Leiste, so entkommt keine Wärme.

Wir finden, dass man hier ein sehr gutes Gesamtpaket bekommt und sich definitiv nicht vom ersten Eindruck abschrecken lassen sollte. Die Qualität zu einem angemessenen Preis überzeugt uns.

Für den Sommer: Mountrex Schlafsack

Für den Sommer

Mountrex Schlafsack

Test Schlafsack: Mountrex Schlafsack
Preiswerter Sommerschlafsack mit überzeugender Funktion und praktischem Kompressions-Packsack.

Als Sommerschlafsack können wir den Mountrex  empfehlen. Hier bekommt man ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und auch ein Kopfkissen, das aufgeblasen werden kann und recht komfortabel ist, ist mit dabei. Wir finden das sehr praktisch. Uns gefällt der kleine Schlafsack gut.

Wir fragen uns zwar, wie es möglich sein kann, diesen Schlafsack für lediglich 27 Euro anzubieten, aber darauf möchten wir hier nicht eingehen. Alles bei diesem Schlafsack besteht auf Polyester und wir nehmen an, dass die Temperaturangaben vom Hersteller stimmen, die Minimaltemperatur sind hier zehn Grad, fünfzehn Grad die Limit-Temperatur und die Komfort-Temperatur 20 Grad. Wir fanden ihn auch im Test ab etwa 15 Grad oder mehr ziemlich komfortabel und die Wärmeleistung ganz gut.

Lieferumfang und Verarbeitung sind in Ordnung, gut gefällt uns das zusätzliche Kopfkissen sowie die Schlafsackhülle. Die hat ein Kompressionssystem und ergonomisch geformte Zurrvorrichtungen, die sich leicht bedienen lassen. Die Verarbeitung des Schlafsacks ist ordentlich, es gibt einen großen Reißverschluss inklusive Einzwickschutz, das ist bei unseren Test-Schlafsäcken eher selten und uns gefällt das gut.

Ansonsten gibt es nicht viel Ausstattung, im Sommer dürfte sie aber ausreichen. Am Kopfteil gibt es einen Kordelzug und vorne eine leicht nach vorne gezogene Kapuze, die umschließt den Kopf gut. Einen Wärmekragen gibt es aber nicht. Das Innenfutter ist schön weich.

Wir finden hier vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis gut und empfehlen den Mountrex.

Günstig: Gipfelsport Mumienschlafsack

Günstig

Gipfelsport Mumienschlafsack

Test Schlafsack: Gipfelsport Mumienschlafsack
Günstiger Schlafsack für Sommer und Übergangszeiten mit gutem Schlafkomfort.

Beim Gipfelsport Mumienschlafsack gefällt uns gleich die Hülle, denn sie wirkt robust und uns gefallen die leicht zu bedienenden Schnallen und das Kompressionssystem. Angegeben sind 1304 Gramm Gewicht und 36 x 20 Zentimeter für diesen Kunstfaserschlafsack. Wir finden ihn vor allem als Allround-Modell gut.

Das Innenleben hat uns zunächst überrascht. Fasst man das Außenmaterial an, so wirkt es billiger als teure Schlafsäcke, aber der No-Name-Reißverschluss ist leichtgängig und hinterlegt mit einem etwas härteren Textilstreifen. So verhakt sich nichts und das Innenmaterial wird geschont, den Reißverschluss sollte man dennoch ein wenig behutsam zuziehen.

Die Kapuze ist, wie man das von teuren Modellen kennt, überformt, das bringt ein molliges Gefühl beim Schlafen und hält den Kopf wärmer. Angegeben ist die Komforttemperatur mit acht Grad, wir können das bestätigen. Etwas Besonderes befindet sich vorne an der Innenseite: ein Wärmekragen in U-Form. Man legt ihn um den Hals, wie man es mit einem Schal tun würde, so soll das Entweichen von Wärme verhindert werden. Im Test stellen wir fest: das funktioniert, herumwälzen sollte man sich dazu aber nicht zu sehr, sonst verrutscht der Kragen schnell.

Uns gefällt der Schlafsack gut und wir empfehlen ihn für den Herbst, Sommer und Frühling, also als Dreijahreszeiten-Schlafsack, dank seiner Wärmeleistung und des Gewichts eignet er sich gut dafür.

Für extreme Kälte: Mountain Equipment Helium 600

Für extreme Kälte

Mountain Equipment Helium 600

Test Schlafsack: Mountain Equipment Helium 600
Überragend verarbeiteter Daunenschlafsack mit top Heizleistung, durchdachten Features und molligem Schlafgefühl.

Keine Preise gefunden.

Der Mountain Equipment Helium 600 kostet stolze 350 Euro, dafür bekommt man hier aber einen Daunenschlafsack – den einzigen dieser Art in unserem Test. Er ist sehr angenehm und klein verpackt, wiegt ein wenig mehr als ein Kilo. Wärmeleistung und Gewicht hängen die Konkurrenz hier klar ab.

Dass Mountain Equipment wissen, was sie tun, merkt man schnell, denn die Nähte sind toll verarbeitet und der YKK-Reißverschluss ist leichtgängig. Außerdem überzeugt und die Kapuzen-Form. Alles bewegt sich auf sehr hohem Niveau und auch die Wärmeleistung kann sich sehen lassen.

Wir haben diesen Schlafsack Anfang November erneut mit Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt getestet. Ab diesem Bereich fühlt sich der Schlafsack wohl, denn der Schlafsack ist für extreme Einsätze konzipiert, von Frühjahr bis Herbst und auch in alpiner Gegend. Nur mit ihm zu Campen reicht da eigentlich nicht, denn er ist eher ein Schlafsack für Alpinisten, die auf 2000 Metern Höhe noch im Freien bei Biwaks oder ähnlichem schlafen wollen.

Die Testnacht hat er problemlos gemeistert, der Kordelzug der Kapuze ist leichtgängig und der per Magnet verschließbare Wärmekragen sorgt für tollen Wärmerückhalt. Wir fanden das Schlafgefühl grandios.

Für die tolle Wärmeleistung gibt es mehrere Technologien. Das Außenmaterial nennt sich Helium und ist reißfest, leicht und daunendicht und windabweisend. Innen gibt es ein Supersoft-Material, das angenehm weich ist und dafür sorgt, dass Feuchtigkeit zügig entweichen kann. Dazu gibt es ein Trapezium-Vier-Fußteil, das hat vier Kammern und bringt gleichmäßige Wärmeverteilung. Für extreme Bedingungen finden wir diesen Schlafsack daher toll, auch wenn er teuer ist, bekommt man hier ein geniales Produkt für niedrige Temperaturen.

Was gibt es sonst noch?

Der Carinthia G280  war der Kunstfaserschlafsack mit dem höchsten Preis in unserem Test, der High-End-Schlafsack kostet stolze 228 Euro. Das Komfort-Limit liegt bei -11 Grad, das hat kein anderes Testprodukt geboten. Er liefert somit ein tolles Verhältnis von Heizleistung zu Packmaß. Die Verbreitung ist toll, die Kapuze gut geschnitten und auch die Positionierung vom Wärmekragen und die Dimensionierung bei der Fußbox stimmen perfekt. Die Kapuze ist großzügig und umfasst den Kopf damit gut.

Den Schlaftest hat dieser Schlafsack ebenfalls bestanden, bei etwa fünf Grad Außentemperatur. Die Wärmeverteilung ist toll und eignet sich für Nächte in der Übergangszeit, von kühl bis eiskalt. Die Bauschkraft der G-Loft-Füllung überzeugt uns und der Schlafsack ist damit angenehm kuschelig. Verarbeitung und Wärme sind top.

Apropos Verarbeitung: von der Haptik her erinnert er an einen Daunenschlafsack, weil er so weich ist. Das Shelltex-Innenfutter ist leicht und ebenfalls angenehm, es fühlt sich schön weich an. Außerdem gibt es eine Innentasche, die wir praktisch finden und Kordelzug und Wärmekragen der Kapuze sind einfach zu bedienen. Auch eine Fußbox mit großzügigen Dimensionen gibt es.

Das einzig Negative: Der Wärmekragen ist großzügig in der Dimension und der Stoff verhakt sich schnell mal im Läufer vom Reißverschluss. Wir würden uns hier einen festen Stoffstreifen wünschen.

Wir finden ihn gut, mit kleinen Abstrichen.

Mit dem High Peak TR 300 bekommt man einen Schlafsack für weniger als 50 Euro und der Hersteller wirbt mit langer Lebensdauer bei den Fasern. Das Innenfutter ist atmungsaktiv und hat einen Baumwollanteil von 20 Prozent. Wir finden das angenehmer als reines Polyester. Der Mumienschlafsack hat einen guten Schnitt, bis zwei Meter Größe dürften kein Problem sein bei diesem Schlafsack. Kleinere Nutzer haben damit aber mehr Luftvolumen bei den Füßen, das will erwärmt werden und das dauert dementsprechend länger.

Es gibt eine verstellbare Kapuze und der Wärmekragen lässt sich zweifach anpassen. Der zwei-Wege-Reißverschluss ist leichtgängig und lang, er reicht bis zum Fußbereich und hat innen überall eine Abdeckleiste, die isoliert. Ist er geschlossen, kann er per Klett-Querriegel gesichert werden. Auch mit einem weiteren Schlafsack kann man ihn koppeln, dafür gibt es den Reißverschluss wahlweise rechts oder links.

Außerdem gibt es eine verschließbare Innentasche. Wir finden, hier bekommt man einen Schlafsack mit tollem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Der Nanowave 50  kostet etwa 80 Euro und hält bis zu – 3 Grad Temperatur aus. Sein Packmaß ist kompakt und er wiegt laut Herstellerangaben 850 Gramm. Der kleine Schlafsack ist hochwertig verarbeitet. Es gibt einen leichtgängigen YKK-Reißverschluss und eine Kapuze, die ergonomisch geformt ist und den Kopf umschließt. An der Kapuze und vorne gibt es einen Kordelzug, der separat reguliert werden kann. Am Reißverschluss gibt es keine Wärmeleiste, aber da man ihn vorwiegend im Sommer nutzt, macht das nichts. Das Material wirkt hochwertig und auch die Nähte sind gut, wir erwarten hier eine lange Lebensdauer.

Schade war aber, dass der Schlafsack tatsächlich mit 1050 Gramm deutlich mehr gewogen hat als angegeben, wir haben Größe »R« getestet, das war eigentlich für die Gewichtsangabe die Referenzgröße. Wir finden aber dennoch Qualität und Verarbeitung gut.

Der KingCamp kostet etwa 25 Euro und ist unser einziger Deckenschlafsack. Er wiegt 1830 Gramm und kann zur fast quadratischen Decke aufgeklappt werden. Damit eignet er sich als Backup für Besuch. Irritiert waren wir von der Temperaturangabe. Bis – 13 Grad soll er wärmen, das können wir nicht so wirklich glauben.

Die Verarbeitung ist solide, aber man merkt die Stangenware am Reißverschluss und der Hülle mit Schnallen, die billig wirken. Auch das Obermaterial überzeugt nicht mit seiner Haptik. Eine Naht hat sich aufgelöst, das fanden wir nicht gut, wir gehen davon aus, dass auch die restlichen Nähte nicht lange halten.

Das Packvolumen eignet sich nur fürs Auto, nicht für längere Strecken zu Fuß, aber wenigstens fühlt sich das Innenmaterial angenehm und nicht wie Polyester an. Als Besucherschlafsack finden wir ihn gut und auch fürs Camping, wenn es nicht unter zehn Grad geht.

Der ActiveEra 150 Premium ist ein Leichtschlafsack und bei Amazon der meistverkaufte Mumienschlafsack, »Premium« ist hier aber eigentlich nichts. Das Kopfende hat keinen Kordelzug und die Kapuze ist an die Kopfform nicht angepasst, der Transportbeutel macht auch keinen langlebigen Eindruck. Wir würden daher dringend raten, mindestens 10 Euro mehr zu investieren und den Mountrex zu kaufen. Billig ist schließlich nicht alles. Der Reißverschluss geht einigermaßen leicht, ansonsten bietet er aber keine zusätzliche technische Ausstattung, wir sehen ihn eher als Notlösung. Die Extremtemperatur wird mit fünf Grad angegeben, wir bezweifeln das etwas und würden eher von zehn Grad ausgehen. Empfehlen können wir ihn nicht.

Wissenswertes über den Schlafsackkauf

Bevor man Geld in einen Schlafsack investiert, sollte man wissen, worauf es ankommt, sonst nützt das beste Schnäppchen nichts. Grundsätzlich muss ein Schlafsack natürlich warm halten. Je nach Jahreszeit mehr oder weniger und wie warm, das kommt auch auf das eigene Kälteempfinden an. Für »Warmschläfer« eignet sich eher ein sehr warmer, für »Kaltschläfer« ein Schlafsack mit weniger Isolation. Außerdem muss die Passform stimmen, meist bekommt man heute Mumienschlafsäcke, diese Art von Schlafsack wird nach unten schmäler, das bringt eine bessere Wärmeleistung. Auch sollte ein Schlafsack einfach zu transportieren sein z. B. fürs Camping, so haben wir unter anderem Leichtschlafsäcke getestet, die weniger als ein Kilo wiegen, keines unserer Testmodelle wog mehr als zwei Kilo. Vor dem Kauf muss man wissen, ob der Schlafsack auch im Rucksack für längere Zeit getragen werden soll, denn dann fallen unsere Testmodelle von Frozen Mummy, King Camp und Vaude raus, da sie recht schwer sind.

Ein ungerechter Vergleich?

Manch einer wird sich wohl fragen, weshalb wir billige 20-Euro-Modelle mit Markenqualität aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vergleichen – mit den Schlafsäcken von Vaude, Carinthia und Mammut können die billigen Produkte natürlich nicht mithalten. Dennoch ging es uns nicht darum, wer das beste Material verwendet, sondern wie die Detailllösungen aussehen und wie gut der Schlafsack in seinem Einsatzbereich ist. »Ausreichend« ist also eher auf den Einfallsreichtum der Hersteller bezogen, denn auch unter 50 Euro finden sich überzeugende Schlafsäcke, die in ihrem Einsatzbereich überzeugen.

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Will man draußen übernachten, sollte man den passenden Schlafsack kaufen, um nicht zu frieren.

Billig oder teuer?

Preislich liegen unsere Testprodukte teils weit auseinander. Wenn man den Schlafsack für Besucher, einen kurzen Ausflug aufs Festival oder für gelegentliche Übernachtungen benutzen möchte und keinen besonderen Wert auf die Verarbeitungsqualität und Herkunft legt, dann eignet sich ein günstiger Schlafsack definitiv. Zumindest die Modelle, die uns überzeugen konnten.

Will man gute Verarbeitung, tolle Detaillösungen und gute Marken-Reißverschlüsse und soll der Schlafsack zudem noch langelebig sein, dann sollte man mindestens 100 Euro investieren. Außerdem sind diese Schlafsäcke besser für die Umwelt, denn die billigen Modelle hatten kein Nachhaltigkeitssiegel.

Daunen oder Kunstfasern?

Viele unserer Test-Schlafsäcke bewegten sich preislich unter 50 Euro. Ein qualitativ hochwertiges Produkt mit z. B. Daunenfüllung bekommt man hier nicht. Kunstfaser hat Daune gegenüber den Nachteil, dass die Füllung mehr Packvolumen und Gewicht verursacht, wenn man von ähnlichen Daten bei Leistung und Temperatur ausgeht. Das ist aber vernachlässigbar, wenn man den Schlafsack nicht tagelang durch die Gegend trägt.

Kunstfasern haben aber den Vorteil, dass, auch wenn sie feucht werden, die Isolationseigenschaften fast unverändert bleiben. Silikonisierte Kunstfasern trocknen zudem schneller wieder. Meist ist die Füllung bei unseren Test-Modellen lagenweise verarbeitet. So sorgt zwischen den (vier) Lagen außerdem Luft für höhere Wärmeleistung. Kunstfaserschlafsäcke haben ihre Sache im Test gut gemacht, dennoch kamen höchstens Vaude Sioux 1000 SYN und Carinthia G280 an die Wärmeleistung unseres Daunenschlafsacks von Mountain Equipment heran, das Gleiche gilt für Gewicht und Packmaß.

So haben wir getestet

Wir haben im Frühherbst und Spätsommer getestet. Hierzu haben wir im Freien bei Biwaks und im Zelt beim Camping getestet, bei sehr leichten Sommerschlafsäcken haben wir den Test auch in geschlossenen Räumen durchgeführt, draußen war es uns dank herbstlicher Temperaturen etwas zu riskant.

Angesehen haben wir uns Verarbeitung, Wärmeleistung und Details, etwa wie die Kapuze gestaltet ist, den Wärmekragen und die Qualität der Reißverschlüsse.

Bald war klar, dass man unsere Schlafsäcke in fünf Gruppen aufteilen könnte: Wir hatten drei Leichtschlafsäcke dabei, die weniger als 1100 Gramm wogen und von Mountrex, Active Era und Marmot stammen, von King Camp einen Deckenschlafsack, Kompaktschlafsäcke, deren Einsatzbereich breit ist von High Peak, BeGlo, Mammut und Gipfelsport, High-End-Modelle, die mehr als 200 Euro gekostet haben von Mountain Equipment und Carinthia sowie zwei Winterschlafsäcke von Frozen Mummy und Vaude.

Schlafsack Test: Schlafsäcke Alle
Unser Schlafsack-Stapel vom Test 2019/11.

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