Test: Gesamt (1)

Wandersocken im Test : Für ein optimales Fußklima

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Veröffentlicht 12.02.2021

Mit Wandersocken sind Sie bei Touren zu jeder Jahreszeit ideal gekleidet. Egal, ob leichte Wanderung, lange Bergtouren oder hochalpine Expeditionen. Polsterungen an besonders beanspruchten Stellen verhindern die Bildung von Blasen und Druckstellen. Wir haben 9 Paar Wandersocken getestet.

Arnold Zimprich
Arnold Zimprich
ist Autor und Outdoor-Freak und testet für verschiedene Magazine Sportartikel und Outdoor-Produkte. Er schreibt unter anderem für Alpin, das Bergzeit-Magazin und die Alpenvereins-Magazine Panorama und Bergauf.

Kunstfaser oder Merinowolle? Dünn oder dick? Bis kurz über den Knöchel oder bis zur Wade? Die Auswahl an Wandersocken ist riesig und die Preisspanne dabei sehr breit gefächert: Circa fünf bis 30 Euro müssen Sie für ein Paar Socken ausgeben.

Wir haben in unserem Test versucht herauszufinden, in welchen Bereichen sich die teureren Modelle aus den USA und der EU von Billigsocken aus Fernost unterscheiden. Erhöht Merinowolle den Tragekomfort? Auf welche Dinge sollte man bei einem Kauf achten? Wir haben 9 Wandersocken getestet.

Ausgezeichnete Passform: Smartwool Men’s PhD Outdoor Light Crew

Ausgezeichnete Passform

Smartwool Men's Phd Outdoor Light Crew Socks

Test: Smartwool Herren Wandersocke
Weicher, mollig warmer Wandersocken mit ausreichender Materialstärke auch für anspruchsvollere, längere Wanderungen. Sehr schöne Verarbeitung und Passform.

Hersteller Smartwool ist in der Fertigung von Socken aus Merino-Wolle ein alter Routinier. Seit über 25 Jahren produzieren die Profis aus den USA Socken. Und das spürt man beim Modell Men’s PhD Outdoor Light Crew Socks sofort. Bei keinem anderen der von uns getesteten Sockenpaare stellte sich ein Wohlgefühl nach dem Reinschlüpfen so schnell ein.

Wandersocken Test: Smartwool5
Weich und kuschlig: Die Merino-Socken von Smartwool.

Der Socken besitzen eine ausgezeichnete Passform, Zehen- und Fersenpartie sind angenehm vorgeformt und schön verarbeitet. Außerdem punktet der Socken mit einem sehr guten Sitz. Schlüpft man mit dem Wandersocken in seine Wanderstiefel, schlackert nichts, nichts ist zu weit oder verschiebt sich. So werden Reibestellen, zumindest was den Sitz des Socken angeht, schon im Voraus verhindert.

Die Socken-Verpackung ziert der Hinweis, dass der Wollanteil 56 Prozent beträgt. Außerdem findet sich auf dem Karton der Hinweis, dass es sich um »Merino Wool« handelt. Ob die angegebenen 56 Prozent auch komplett aus Merinowolle bestehen, sei jetzt mal dahingestellt – auf jeden Fall bemerkt man, wie sich der Socken an die Füße anschmiegt. Hier hat der Hersteller seine Hausaufgaben zum Thema »Flauschigkeit« gemacht. Um die Kuscheligkeit des Socken zu erhalten, sollten diese nur in einem speziellen Schonwaschgang bis maximal 40 Grad in der Maschine gewaschen werden.

Der Tragekomfort hat uns so sehr entzückt, dass wir kaufinteressierten Wanderfans den Kauf von zwei Socken-Paaren empfehlen. So haben Sie trotz eines eventuellen Waschtages immer ein Ersatzpaar parat. Die Smartwools können für mehrtägige Touren in der Übergangszeit ebenso verwendet werden wie für winterliche Wanderungen bei Minusgraden. Im Hochsommer allerdings könnte das Fußklima eventuell zu warm werden.

Die Men’s PhD Outdoor Crew Socks von Smartwool konnten uns überzeugen. Es gibt aber auch clevere Alternativmöglichkeiten, die in bestimmten »Spezialbereichen« aufgrund des verwendeten Materials oder anderer Eigenschaften in unserem Test punkten konnten.

Atmungsaktiv: Sealskinz Waterproof Hiking Mid Socks

Atmungsaktiv

Sealskinz Waterproof Hiking Mid

Test: Sealskinz Warterproof Hiking Mid
Der Sealakinz spielt in einer eigenen Liga. Der warme Socken wird aus steifem, dicht gewebtem Material hergestellt und ist perfekt für eiskalte Temperaturen.

Der Herstellername Sealskinz wird vielen Sportlern ein Begriff sein. Bei Bikern hat sich der aus dem englischen Norfolk stammende Hersteller bereits seit einigen Jahren Lorbeeren verdient.

Kein anderer Hersteller hat sich so sehr auf das Gebiet »Schlechtwetter« spezialisiert. Ob das nun an den berühmten englischen Wetterverhältnissen liegt, können wir nicht sagen. Dank der Produkte des Herstellers haben zahllose Wanderer und Fahrradfahrer warme und trockene Füße – selbst bei den widrigsten Wetterverhältnissen.

Beim Anziehen der Waterproof Hiking Mid Socks von Sealskinz fiel uns eine ungewöhnliche Steifheit auf. Auch das Anschmiegsame der Smartwool-Socken fehlt. Trägt man sie allerdings unterwegs bei Niederschlag und niedrigen Temperaturen, möchte man die Socken nicht mehr missen. Sie sind immer noch kuschlig warm, wo andere Socken nur noch nasse und kalte Füße bieten.

Für alle Schlechtwetterfreunde, die öfter mal unter nassen und kalten Füßen leiden sind die Socken von Sealskinz eine klare Kaufempfehlung. Dank des vom Hersteller empfohlenen Normalwaschgangs können die Socken auch problemlos bei 40 Grad gewaschen werden. Wir haben die Sealskinz einige Male gewaschen: Die Eigenschaften der Materialien wurden davon während unseres Tests nicht nachteilig beeinflusst.

Äußerst bequem: Falke TK2

Äußerst bequem

Falke TK2

Test: Falke Tk2
Fein verarbeiteter, dicht gewebter Socken für längere Wanderungen oder Bergtouren bei wärmerem Wetter.

Der Wandersocken TK2 von Falke ist eine Wohltat. Hier merkt man, dass der Hersteller seine Qualitätsverpflichtung ernst genommen hat. Die bequemen, mittel gepolsterten und dünnen Socken sorgen für einen hohen Wohlfühlfaktor. Außerdem punkten sie im Test mit einer beispiellos einzigartigen Verarbeitung. Wir wollten die Socken fast schonen, so exquisit kamen sie uns vor.

Wir haben die Socken auf unterschiedlich langen Bergtouren getestet. Die an die Fuß-Anatomie angepasste Passform war dabei auffällig. Der Socken von Falke bietet einen exzellenten Tragekomfort und passte sich in unserem Wandersocken-Test der Fußform wie kein anderes Konkurrenzmodell an.

Im Gegensatz zum Modell von Smartwool sind die Socken von Falke etwas dünner gepolstert. Daher empfehlen wir sie nur für Sommertouren und Übergangszeiten mit weniger Wandergepäck.

Außergewöhnlich ist, dass der Hersteller zum größten Teil auf künstliche Fasern setzt – der Rohstoff Wolle ist hier nur zweitrangig. Überraschenderweise fällt das in unserem Testlauf gar nicht weiter ins Gewicht: Der Falke bietet ein ausgezeichnetes Klimamanagement und ist weich wie ein Socken aus Merinowolle. Die Füßen fühlen sich trocken und warm an, da der Schweiß rasch nach außen abtransportiert wird.

Der langen Rede kurzer Sinn: Mit den Falke TK2 trifft man eine vorzügliche Wahl.

Toller Preis: Yuedge Wandersocken

Toller Preis

Yuedge Wandersocken

Test: Yuedge Crewsocken Sportsocken Wandersocken
Für diesen Preis kann man wenig falsch machen. Ein Allrounder, der nicht nur beim Wandern für einen angenehmen Klima- und Gehkomfort sorgt. Schöne Passform.

Die Yuedge Wandersocken haben eine mittlere Höhe, sind wohltuend stretchig und schön verarbeitet. Dabei sind die Wandersocken so dünn, dass der zu einem Großteil aus Baumwolle bestehende Socken noch Luft durchlässt, ohne sich unangenehm vollzusaugen. Damit sind sie für Wanderaktivitäten wie Mehrtageswanderungen bis hin zu kurzen Touren in die Berge geeignet.

Wir zogen den Yuedge Wandersocken auf einer Wanderung mit der Familie an und waren angesichts der leicht stützenden, angenehmen Passform überrascht. Nichts drückt, der Yuedge-Socken sitzen an Fersen und Zehen angenehm. Das mittelhohe Bündchen sorgt für guten Halt und schnürt nicht ein. Beeindruckend ist auch der Preis von circa 5,60 Euro je Paar. Das macht die Socken von Yuedge zu einem Kauftipp!

Sollte Forstgrün in Ihrer Farbpalette nicht ganz oben stehen, können Sie sich auch im Portfolio von Yuedge umschauen – der chinesische Hersteller hat auch noch weitere Farben im Sortiment. Bei der Frage, unter welchen Bedingungen die Arbeiter die Socken in der Volksrepublik gefertigt haben, bleibt ein fader Beigeschmack. Wollen Sie bei diesem Thema Sicherheit, kaufen Sie lieber Socken, die in der europäischen Union gefertigt wurden.

Was gibt es sonst noch?

Bei der Vergabe der Test-Auszeichnungen waren wir zwiegespalten. Hätte Alpin Loacker nicht so unverschämt ersichtlich beim Konkurrenten Smartwool abgeschaut, was das Design und den Aufbau seiner Wandersockens angeht, hätten wir einen Komfort-Tipp vergeben. So waren wir gleich skeptisch. Bei einem Endverbraucherpreis von circa 16 Euro sind die Socken mit einem Anteil von 85 Prozent Merinowolle außergewöhnlich preiswert. Beim Tragen der Wandersocke zeigt sich: Der Socken der Vorarlberger Firma trägt sich angenehm. Allerdings wirkt das verwendete Material etwas weniger hochwertig als bei anderen Modellen und es fällt auf, dass der Socken vergleichsweise locker sitzt.

Das der Socken in der Volksrepublik China gefertigt wurde, stimmt uns skeptisch. Auf Amazon verkündet Alpin Loacker, dass sein Produkt »environmentally friendly« sei. Wir bezweifeln diese Aussage vorsichtig und raten Fans von Merinowolle, bei Markenherstellern wie Ortovox, Icebreaker oder Smartwool einzukaufen. Bei diesen Herstellern lassen sich Produktions- und Lieferwege teilweise nachverfolgen.

Wenn Ihnen das allerdings egal ist, bekommt mit den Socken sehr komfortable Weggefährten für einfache Bergtouren und Wanderungen oder auch einfach nur als warme Haussocken für den Winter. Auf jeden Fall ist der Verkaufspreis für einen Socken mit 85 Prozent Merino-Anteil außergewöhnlich günstig.

Orientiert sich Gipfelsport an Falke? Bei oberflächlicher Betrachtung der dunkelblauen, dezent gestalteten Socken kann dieser Gedanke aufkommen. Wenn man genauer hinschaut, zeigen sich aber doch schnell Unterschiede. Die Wertigkeit des zu einem großen Teil aus Polyester bestehenden Socken lässt dann doch etwas zu wünschen übrig. Im direkten Vergleich zu den anderen getesteten Socken macht das Gipfelsport-Modell den alltagstauglichsten Eindruck.

Somit wird der Einsatzbereich des Wandersockens ersichtlich (auf Amazon offiziell als eine »Hiking Sock« bezeichnet). Aufgrund seines dünnen Materials und der niedrigen Bundhöhe ist der Socken für Wanderungen im Flachland, für alltägliche Einsätze in Übergangszeiten oder Winterläufe geeignet. Innerhalb des Testfeldes hat es der Gipfelsport schwer – bei der Passform muss sich er sich der Konkurrenz geschlagen geben. Da haben die Modelle von Alpin Loacker oder Falke in puncto Wander-Tauglichkeit die Gipfelsports weit überholt.

Den Danish Endurance-Socken entströmt ein intensiver Geruch nach Schaf! Für die einen ist es das Aroma eines ökologischen, natürlichen Lifestyles, für andere eher aufdringlich. Wir waren jedenfalls irritiert, denn dieser Geruch kann ein Anhaltspunkt darauf sein, dass es bei der Verarbeitung der Wolle offenbar sehr schnell gehen musste. Für Tierfreunde beunruhigend, da es nicht unbedingt für ein Merkmal für Qualität steht. Zumindest sind die Socken erfreulich hoch geschnitten, damit werden bei Schuhen mit hohem Schäften die Schienbeine geschont. Die Verarbeitung hat uns allerdings weniger gefallen. Der Socken für elf Euro platziert sich im direkten Vergleich zu Konkurrenten wie Falke und Smartwool auf den hinteren Plätzen.

An der Oberfläche der Socken zeigen sich ab und zu kleine Maschen. An Nahtstellen mutet das Material störanfällig und dünn an. Der Bund der Socken ist ungleichmäßiger verarbeitet als bei den Markenkonkurrenten. Da stellt sich für uns gleich eine wichtige Frage: Schultert man bei seinen Touren einen schweren Rucksack – wie viele Lastwechsel wird dieser Socken wohl aushalten?

Beim Tragen des Testmodells fiel uns auf: Der Socken von Danish Endurance sitzt vergleichsweise sehr locker. Wir vermuten, dass liegt daran, dass Danish Endurance fünf Schuhgrößen mit nur einem Größenschritt abdecken möchte: Der Größenbereich des Danish Endurance-Modells erstreckt sich von Größe 43 bis 47. Der Tester lag mit seiner Schuhgröße 44.5 fast genau in der Mitte. Die Konkurrenzmodelle mit enger gefassten Größenstaffelungen sitzen trotzdem eindeutig besser.

Einen vernünftigen Eindruck machen die Footnote-Socken. Sie sind anschmiegsam, stretchig und angenehm weich. Doch schon nach kurzer Zeit sitzen die Footnotes zu locker. Da hätten wir uns mehr Unterstützung gewünscht. Schnell hatten wir das Testmodell zu gern getragenen Wohlfühl-Socken für Zuhause auserkoren. Für diese Art Kuschelsocken gibt es allerdings schönere Designs. Die Aufmachung mit den vielen graphischen Elementen und rotem Punkt erscheint uns ein wenig gewöhnungsbedürftig und ist nicht gerade ein optischer Hingucker.

Wenn Sie mit den Footnotes wandern möchten, können wir die Socken eher weniger empfehlen. Ein Grund ist, dass der Baumwollanteil von 60 Prozent sich zwar angenehm weich anfühlt, dem Klima echter Schurwoll- oder Merinosocken aber deutlich hinterherhinkt.

Faserbedingt trocknen sie im feuchten Zustand bedeutend langsamer und saugen sich sehr schnell voll. Beide Nachteile sind typisch für Baumwolle. Die meisten Hersteller von Wandersocken haben diese Probleme längst durch die Verwendung anderer Materialien gelöst. So platzieren sich die Socken von Footnote nicht unter den Top Vier. Trotzdem möchten wir eine Empfehlung als Alltagssocken mit Wohlfühlfaktor aussprechen.

Der Markenname Weekend Peninsula lässt uns anfangs etwas stutzen. Wochenend-Halbinsel? Wie bitte? Geht es um die Namensgebung von Bekleidung im Outdoor-Bereich und andere Ausrüstung, waren chinesische Hersteller schon immer außerordentlich kreativ. Die Wandersocken aus China haben es innerhalb des Testfelds schwer. Die teilweise schon fast schrille Optik ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack. In der von uns getesteten Farbvariante in Neongrün werden sich manche Wanderer schwer tun, die passenden Wanderschuhe im Schuhschrank zu finden. Außerdem finden wir den Schnitt der Socke etwas niedrig. Trägt man beispielsweise einen Schuh mit hoher Schafthöhe, schließt der Weekend Peninsula mit dem Schuhschaft ab. Das ist beim Wandern nur bedingt sinnvoll, denn zu guter Letzt soll der Socken die Wade wärmen und ebenso vor dem Unterholz schützen.

Die größte Schwäche der sehr günstigen Wandersocken liegt im hohen Kunstfaseranteil von 77 Prozent Polyester. Das ist beim Tragen auch deutlich zu merken. Merino- und Wollsocken haben hier in puncto Kuschelfaktor und Anschmiegsamkeit weit die Nase vorn. Bleibt noch zu erwähnen, dass der Socken zu klein ausfällt und an der Oberseite des Fußes, gerade in der Fußbeuge, zu starken Druck ausübt. Ob dieser Effekt der Kompression Zufall oder gewollt ist, können wir nicht abschließend klären. In unserem Test platzieren sich die Socken von Weekend Peninsula souverän am Tabellenende.

Wissenswertes über Wandersocken

Die Socken-Experten streiten sich bei der Material-Thematik. Socken aus reiner Kunstfaser haben das Manko, dass sie rasch zu stinken beginnen. Ein Socken aus Baumwolle trocknet langsam beziehungsweise schlecht. Ein Socken aus 100 Prozent Merinowolle ist nicht sehr haltbar und stretchig. Dafür ist die Produktion sehr teuer.

Deshalb sind Hersteller dazu übergegangen Mischgewebe zu kreieren. Diese Mischungen kombinieren beispielsweise die Eigenschaften der auch bei Nässe wärmenden und geruchsmindernden Merinowolle mit den stretchigen Merkmalen von Elasthan und der hervorragenden Haltbarkeit und den Trocknungseigenschaften von künstlichen Fasern wie Polyester oder Polypropylen.

Wandersocken Test: Yuedge1
Der ideale Socken ist atmungsaktiv, bildet keine Gerüche und ist schnell trocknend.

Schon seit einem längerem Zeitraum ist der Rohstoff Merinowolle ein Reizthema. War die Verwendung von Merinowolle vor einem Vierteljahrhundert noch eine kleine Revolution, ist sie heutzutage zum Alltag geworden. Das hat das Bedürfnis nach Wolle von Merinoschafen geradezu explodieren lassen.

Billig-Hersteller erwerben die Wolle zu Dumping-Preisen, dass wir nur noch mit dem Kopf schütteln können. Bei diesen Konditionen steht das Wohl der Tiere hintenan. Der Begriff »Mulesing« hat schon vor Jahren einen Aufschrei der Empörung ausgelöst. Diese umstrittene Praxis bedeutet, dass den Tieren ohne eine örtliche Betäubung Hautteile am Hinterteil abgeschnitten werden. Das Gewerbe vernarbt dabei großflächig. Somit können keinen Fliegen mehr in den dort ansässigen Hautfalten Eier ablegen und der Wollertrag ist größer.

Hersteller wie beispielsweise Smartwool werben mit der Mulesing-freien Produktion ihrer Produkte. Laut Herstellerangaben werden die von uns getesteten Wandersocken von Danish Endurance, Gipfelsport, Alpin Loacker, Sealskinz und eben Smartwool mit Wolle von Merinoschafen hergestellt.

Das Thema Bodymapping ist schon lange auch bei den Socken angekommen: Hersteller verwenden verschiedene Gewebearten an verschiedenen Körperzonen, um den vorhandenen Ansprüchen an das Bekleidungsmaterial gerecht zu werden.

An Stellen mit starker Beanspruchung wie den Zehen oder der Ferse sind die Socken mit Materialverstärkungen versehen. Atmungsaktive Materialien werden an Bereichen mit verstärkter Schweißproduktion wie beispielsweise dem Fußrücken angewendet. Manche Hersteller scheint das Thema Bodymapping nicht oder nur weniger zu interessieren, andere Produzenten haben sich dem Thema begeistert angenommen.

Wandersocken Test: Gesamt (1)
Die Testmodelle aus unserem Test 11/2020.

So haben wir getestet

Alle der 9 Socken wurden während eines circa achtwöchigen Testzeitraums bei unterschiedlichen Wanderaktivitäten von uns getestet. Diese beinhalteten sowohl kurze Bergtouren mit nur leichtem Gepäck bis hin zu mehrtägigen Touren mit einem schweren Rucksack.

Die meisten Sockenmodelle trugen wir auch im Alltag. Einzelne Modelle testeten wir beim Joggen. Die Temperaturen im Test umfassten dabei einen Spanne von circa minus 10 Grad bis 15 Grad Celsius. Schneller als erwartet zeichneten Unterschiede ab.

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