Test: Swemark Press

Sport-BHs im Test : Guter Halt beim Sport

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Veröffentlicht 04.09.2020

Egal ob große oder kleine Brust – beim Sport braucht sie Unterstützung, bestenfalls in Form eines Sport-BHs. Wir haben 9 Modelle getestet und können einige davon für verschiedene Bedürfnisse empfehlen.

Karin Bünnagel
Karin Bünnagel
schreibt als freie Journalistin überwiegend über Gesundheits- und Fitnessthemen, unter andere für das Fitnessmagazine Wanderlust und RADtouren. Sie testet überwiegend Produkte rund um Sport, Fitness und Gesundheit.

Wenn Frau Sport macht, empfiehlt sich ein Sport-BH in jedem Fall, egal ob die Brust nun eher klein oder groß ist. Sport-BHs geben Halt und stützen, so kann man sich auf den Sport konzentrieren und ist in seiner Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt.

Unter unseren Empfehlungen der 9 getesteten BHs sind für jede Cup-Größe welche mit dabei und auch für unterschiedliche Vorlieben bei Sitz und Material haben wir Alternativen.

Gut gestützt ohne einzuengen: Swegmark Movement

Gut gestützt ohne einzuengen

Swegmark Movement

Test Guter Halt beim Sport: Swegmark Movement
Für alle getesteten Cup-Größen und Sportarten empfehlenswert.

Unsere drei Testerinnen, die die Cup-Größen F, C und B haben, waren vom Movement von Swegmark alle begeistert und fanden ihn für bewegungsintensive und auch ruhige Sportarten am besten. Bei allen Testerinnen saß er gut, nichts verrutschte.

Genäht sind die Cups mit doppeltem Material. Man sieht von innen, dass unter der Brust der Stoff verstärkt ist. Insgesamt finden wir das Material angenehm kühl. Wenn man schwitzt, merkt man auch, dass es sich um einen feuchtigkeitsdurchlässigen Stoff handelt. Angenehm gepolstert sind außerdem die Schulterriemen. Beim Übergang sind die Nähe ordentlich verarbeitet, nichts stört hier. Am Rücken kann man die Träger einstellen.

Vor allem gefiel uns hier, dass die Träger auch am Rücken nochmal miteinander verhakt werden können. So rutschen sie nicht und die Stützkraft wird auch erhöht, wenn man eine größere Brust hat. Die Ringerrückenfunktion muss man aber nicht nutzen, der Haken stört auch so nicht.

Es gibt hier ein breites, verstärktes Unterbrustband. Trotzdem ist es beim Test umgeknickt, die Funktion wurde dadurch aber nicht merkbar beeinträchtigt. Seitlich ein wenig mehr Stabilität hätte sich jedoch die Probandin mit Cup-Größe F gewünscht.

Am Verschluss gibt es Schildchen, die die Testerinnen ebenfalls gestört haben, da sie bei Bewegung ein wenig am Rücken kratzen. Hierbei handelt es sich jedoch nur um einen kleinen Nachteil.

Da es den Swegmark Movement in vielen Farben und Größen gibt und die Testerinnen ihn insgesamt sehr gut fanden, können wir ihn definitiv empfehlen, unabhängig von der Brustgröße.

Preiswert: Syrokan Sport BH

Preiswert

Syrokan Sport BH

Test: Syrokan Sport Bh
Tolles Preis-Leistungs-Verhältnis.

Eine der Testerinnen hat mit dem Syrokan sogar ein Tischtennis-Duell gewonnen. Wer also bewegungsreiche Sportarten macht und Größe C oder B hat, sollte sich diesen BH definitiv ansehen. Er hat ein dünnes, leichtes Material, bei den Cups ist es doppelt genäht. Ein weißer Streifen verstärkt den Stoff unter der Brust nochmal und wertet den BH optisch ebenso auf. Insgesamt ist der Stoff leicht und weich.

Rücken und Seitenteile bestehen aus einem atmungsaktiven Mesh-Stoff. An der Schulter werden die Träger breiter, beim Tischtennis empfand eine Testerin das als störend. Bei Bewegung können die Träger aber immerhin nicht so leicht verrutschen.

Gepolstert sind die Träger außerdem. Wir finden die Verarbeitung sehr gut, beim Sport merkt man die Nahtstellen nicht und das Unterbrustband ist auch dehnfähig, stabil und breit. Hierbei handelt es sich zwar um eines der günstigsten Testprodukte, dennoch kann er mit der Konkurrenz definitiv mithalten.

Wer eine große Brust hat, wird hier aber nicht unbedingt glücklich. Für Yoga oder Ähnliches eignet sich der Syrokan definitiv, fürs Joggen sollte man aber doch eine BH wählen, der mehr stützt. Auch diesen BH gibt es in unterschiedlichen Farben.

Mit Frottee gefüttert: Anita Momentum

Mit Frottee gefüttert

Anita Momentum

Test: Anita Momentum
Für alle getesteten Cup-Größen und Sportarten empfehlenswert.

Der Momentum von Anita wirkt sehr sportlich und ist angenehm weich. Er war aber eines unserer teuersten Testprodukte. Hier gibt es mit Frottee gefütterte Cups, vor allem bei Sportarten, bei denen man viel schwitzt ist das gut. Die Größen F und C passten gut, B war der Testerin etwas zu groß.

Der Stoff unter der Brust ist verstärkt und auch ganz ohne Bügel wird die Brust schön geformt. Am Dekolleté gibt es ein breites Band, beim Hüpfen und Springen hat die Brust so genug Halt.

Ein stramm sitzendes Unterbrustband fanden zwei der Testerinnen gut, einer war es zu fest – sie fühlte sich davon eingeengt. Die Seiten werden außerdem von einer Naht gestärkt. Es gibt etwas gepolsterte Träger, deren Länge man verstellen kann. Rutschen ist hier auch ausgeschlossen, sogar bei bewegungsintensiven Übungen.

Ein dehnbares Netzteil am Rücken komplettiert das Ganze. Dessen Dehnkraft stellen die Testerinnen aber infrage, vor allem bei längerer Nutzung. Man schließt den BH über drei Häkchen bei den kleineren Größen, für Größe F gibt es vier Haken. Wir empfehlen den Anita Momentum in allen der getesteten Größen, er eignet sich definitiv auch für Sportarten, die bewegungsintensiver sind. Man hat auch hier die Wahl zwischen verschiedenen Farben.

Für große Cup-Größen: Abecita Kimberly

Für große Cup-Größen

Abecita Kimberly

Test: Abecita Kimberly
Für große Cup-Größen (getestet: F) auch für bewegungsintensive Sportarten empfehlenswert.

Manchen ist es zu viel, andere bekommen ein sicheres Gefühl durch mehr Material. Beim Kimberly von Abecita waren sich die Testerinnen nicht ganz einig, hier wurde mit doppeltem Material genäht, bei Rückenteil und Cups. Er wirkt luftig und leicht. Zwischen Rücken und Cups wurde ein Netzstoff verarbeitet, außerdem ist das Material insgesamt atmungsaktiv.

Der Stoff zwischen den beiden Cups ist nochmal verstärkt, auch an den Seiten. Unsere Testerin mit einem C-Körbchen fand, dass ihre Brust etwas zusammengedrückt wurde, die anderen beiden Testerinnen empfanden das aber nicht so.

Es gibt ein breites, elastisches und weiches Unterbrustband. Beim Testen blieb das stabil liegen, nichts knickte um. Breit und gepolstert sind auch die Träger, die darüber hinaus längenverstellbar sind. Rutschende Träger waren hier definitiv kein Thema. Bei Größe C und B schließen vier Haken den BH, den Testerinnen waren das zu viele. Bei Größe F gibt es fünf und hier war die Testerin begeistert.

Für eine große Brust ist der Abecita Kimberly definitiv empfehlenswert, auch für Tischtennis oder Joggen eignet er sich und ist ebenfalls in vielen Farben erhältlich.

Was gibt es sonst noch?

Vom Sport-BH von Susa waren wir erstmal angetan. Angenehm weicher Stoff, Cups aus doppelt genähtem Material und längenverstellbare, gepolsterte Träger. Die Polsterung geht an der Brust seitlich bis zum Unterbrustbund. Zwei Testerinnen fanden das unnötig und sahen darin eher »Füllstoff«, beim Tragen drückte die Polsterung außerdem. Die Testerin mit der größten Brust hat sich darüber zwar über den hohen Schnitt des BHs gefreut, ihrer Meinung nach sah das dann jedoch eher aus wie eine »Brustwurst«. Man schließt den BH in allen Größen mit drei Haken.

Es gibt ein verstärktes Unterbrustband. Bei unseren sportlichen Testeinheiten knickte das aber bald nach außen um. Die Testerin mit Cup-Größe F fand bei bewegungsintensiven Sportarten außerdem die Stabilität nicht ausreichend. Für ruhige Sportarten ist der BH aber empfehlenswert. Bei kleineren Cup-Größen eignet er sich auch für bewegungsintensiveren Sport und auch dieses Produkt gibt es in verschiedenen Farben.

Beim Courage von Swegmark hat man doppeltes Material verarbeitet. Sieht man ihn sich von innen an, merkt man, dass unter der Brust und zwischen den beiden Cups der Stoff verstärkt ist. Wirklich definiert wirkt die Brust so aber nicht, dafür ist das Material schweißabsorbierend. Die Haptik fanden die Testerinnen jedoch nicht so angenehm. Die gepolsterten Schulterriemen dagegen schon, die gut verarbeiteten Nähte stören auch nicht. Am Rücken kann man die Träger einstellen und auch miteinander verhaken. Dadurch rutschen sie nicht und bei großer Brust wird die Stützkraft nochmal erhöht.

Das breite Unterbrustband ist verstärkt, knickte beim Training aber dennoch um. Unsere Testerin mit der Körbchengröße F empfiehlt den BH eher nicht zum Joggen, den Halt findet sie nur mittelmäßig und hätte sich mehr Stützkraft an den Seiten gewünscht. Am Verschluss störten die Schildchen, die kratzten bei bestimmten Bewegungen am Rücken. Auch dieses Modell gibt es in vielen Farben.

Von Triumph kommt der Triaction Control Lit, es handelt sich um einen Sport-BH mit Bügeln. Davon waren nicht alle Testerinnen begeistert. Die Farben wirken sportlich und der erste Eindruck ist erstmal massig. Es gibt doppelte Cups, Stoff und gepolsterte Cups samt Bügeln darunter. Die Bügel haben zwei der Testerinnen nicht gefallen. Die Testerin mit Größe F fand die Brust durch den BH gut definiert – es handelt sich übrigens um einen sogenannten Minimizer. Der hat eher schmale Träger und ist hoch geschnitten, die Länge der Träger kann man verstellen und eine X-Position ist auch möglich, die bringt noch mehr Stützkraft. Das breite Unterbrustband rollt sich ein und sitzt eher stramm.

Bei den Größen C und B schließt man den BH mit zwei Häkchen, bei Größe F sogar mit drei. Die Hinweise zum Waschen befinden sich hier auf dem Verschluss, das fanden die Testerinnen gut, denn so gibt es keine kratzenden Schildchen. Dieser BH eignet sich für alle mit größerer Brust, die kein Problem mit den Bügeln haben und auch dieses Modell kann man in verschiedenen Farben kaufen.

Den Gloria von Salming konnten wir nur in C und B testen, da er maximal bis 85D verfügbar ist. Was auffällt: die Cups sind gepaddet. Die Brustwarzen sieht man so nicht, die Brust bekommt auch eine schöne Form, aber beim Sport fanden die Testerinnen das Ganze eher überflüssig. Auch hier gibt es die Ringerrückenfunktion. Zwischen den Schulterblättern hält ein Netz-Stoff den BH zusammen. Beim Anziehen hatte eine der Testerinnen Probleme. Nachteil beim Ringerrücken: die Bewegungsfreiheit wird dadurch eingeschränkt.

Es gibt leicht gepolsterte, längenverstellbare Träger, am Rückenverschluss gibt es zwei Häkchen. Außerdem hat der BH ein dehnbares und breites Unterbrustband, das beim Training auch nicht umgeknickt ist. Wir empfehlen diesen BH Für Sportlerinnen, die auf Cups nicht verzichten wollen. Joggen kann man damit gut, ebenso andere Sportarten ausüben, die im Rücken wenig Bewegungsfreiheit brauchen.

Warum soll man einen Sport-BH tragen?

Wie schmerzhaft Sport ohne einen BH sein kann, weiß wohl jede Frau, denn hier wirken Fliehkräfte auf die Brust ein. Wer eine größere Brust hat, wird hier natürlich eher Probleme haben, aber auch eine kleine Brust gerät dabei in Schwingungen. Laut einer englischen Studie bewegt sich pro Schritt die durchschnittliche Brust neun Zentimeter auf und ab. 80 Prozent von den Schwingungen soll ein guter Sport-BH auffangen können.

Die weibliche Brust wird nicht von Muskulatur unterstützt, sondern nur von Sehnen und Bändern gehalten. Man braucht daher ein wenig Unterstützung für den Brustbandapparat, vor allem dann, wenn es sich um bewegungsintensiveren Sport handelt wie etwa Joggen. Beim Laufen werden hier Haut und Bindegewebe ziemlich gedehnt. Dagegen hilft ein Sport-BH, Bindegewebe und Brustbandapparat werden stabilisiert und gestützt.

Sport-BH Test: Swemark Press
Ein Sport-BH sollte nicht einengen, aber stützen.

Solch ein Sport-BH besteht aus einem elastischen Material, welches eng anliegt und die Brust stützt. Das lässt die Brust zwar flacher wirken, aber wer sich daran stört, kann aber auch Sport-BHs kaufen, die Polster haben oder die Brust gut definieren.

Zudem absorbiert das Material Schweiß – auch wenn man schwitzt, ist der BH dann noch angenehm zu tragen. Unter der Brust staut sich dann auch keine Feuchtigkeit, denn die würde nur Pilze und Bakterien begünstigen, was zu Entzündungen der Haut führen könnten.

Kaufkriterien

Für Sport-BHs zahlt man mehr, als für normale, eine Investition in so einen BH lohnt sich aber dennoch. Unsere Testerin Judith berichtete: »Ein Sport-BH macht beim Tischtennis pro Satz einen Punkt aus.« Ein Sport-BH hat hier den Vorteil, dass man sich nicht mehr überlegen muss, ob der BH richtig sitzt oder ein Träger verrutscht. Ohne diese Probleme konnte sich die Testerin also ganz aufs Spielen konzentrieren. Auch die anderen Testerinnen haben sich mit einem Sport-BH wohler gefühlt als mit Bustier oder normalem BH.

Im Laufe eines Lebens verändert sich der Busen, etwa bei Gewichtsverlust oder -zunahme, Schwangerschaft oder mit steigendem Alter. Für die passende Größe sind Brustumfang und Unterbrustumfang wichtig. Die Differenz daraus ergibt dann die Körbchengröße. Wer es lieber professionell haben möchte, kann aber die Größe auch in einem Fachgeschäft bestimmen lassen.

Stramm sollte das Unterbrustband anliegen, die Brust sollte dadurch ganz umschlossen werden und gerade und mittig sitzen. Bilden sich im Körbchen Falten, ist es zu groß oder aber man muss die Träger verstellen. Cups oder Bügel, die hier integriert sein können, sollten möglichst gut sitzen. Einschneiden sollten die Träger nicht, rutschen ebenso wenig.

Ein Sport-BH sollte immer zum Einsatzgebiet passen. Wer Yoga macht, wird andere Ansprüche haben als eine Läuferin. Wenn man mehr springt, braucht die Brust mehr Unterstützung als beim Radfahren, aber ebenso mehr Bewegungsfreiheit. Wer eine größere Brust hat, braucht eher breite Träger sowie unterstützende Bereiche.

So haben wir getestet

Wir haben 9 Sport-BHs getestet in den Größen 95 F, 80 C und 75 B. Die BHs mussten bei verschiedenen Sportarten wie Joggen, Yoga, Spinning und auch Tischtennis ihr Können unter Beweis stellen. Ebenso bei Kräftigungs- und Dehnübungen. Relevant waren dabei für uns Bewegungsfreiheit, Stützkraft, Handhabung, Haptik und Tragekomfort.

All unsere Test-BHs wurden am Rücken mit Häkchen geschlossen. Bei größeren Körbchen gibt es oft mehr Haken, einige Modelle bieten auch einen Ringerrücken-Verschluss zusätzlich. All unsere Testerinnen schließen ihren BH lieber vorne und drehen den Verschluss dann nach hinten, so war das Anziehen teilweise schon eine Herausforderung.

Viele der Testprodukte haben keine Cups oder Bügel. Die Testerinnen fanden Cups überflüssig, bei Bügeln waren sie sich nicht ganz einig. Unsere Testerin mit der größten Brust mochte die Bügel als Unterstützung, die anderen beiden störten sich eher daran.

Sport-BH Test: Aufmacher
Wir haben die Größen F, C und B getestet.

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