Herren-Laufjacke Test: Laufjacken Herren So Haben Wir Getestet

Laufjacken für Herren im Test : Laufen bei Wind und Wetter

Veröffentlicht 18.12.2020

Die perfekte Laufjacke zu finden gleicht der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Wir haben 11 Laufjacken getestet. Dabei mussten die Jacken nicht nur bei Regen eine gute Figur machen, sondern es wurde auch deren Atmungsaktivität und Verarbeitung in Augenschein genommen.

Arnold Zimprich
ist Autor und Outdoor-Freak und testet für verschiedene Magazine Sportartikel und Outdoor-Produkte. Er schreibt unter anderem für Alpin, das Bergzeit-Magazin und die Alpenvereins-Magazine Panorama und Bergauf.

Laufjacken gibt es wie Sand am Meer, da fällt es schwer, die richtige Jacke für die individuellen Ansprüche zu finden. Um allen Anforderungen gerecht zu werden, haben wir in diesem Laufjackentest deshalb darauf geachtet, eine möglichst breite Palette an Jackenmodellen auf Herz und Nieren zu prüfen.

Von der leichten Windjacke bis hin zu technisch ausgefeilten Modellen, die man bei jedem Wetter tragen kann, ist alles dabei. Insgesamt haben wir 11 Laufjacken für Herren getestet.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Für SchönwetterläuferKompakt und leicht Gut und günstigFunktionalität und Technik
Test Herren-Laufjacke: New Balance Anticipate 2.0Herren-Laufjacke Test: Bildschirmfoto 2019 09 23 Um 15.32.21Test Herren-Laufjacke: Asics AccelerateTest Herren-Laufjacke: Gore Wear R5 Gore-Tex Infinium Soft Lined
Modell New Balance Anticipate 2.0 Inov-8 Windshell Asics Accelerate Gore Wear R5 Gore-Tex Infinium
Pro
  • Guter Preis
  • Hoher Komfort
  • Alltagstauglich
  • Leicht
  • Kompakt
  • Tolles Design
  • Tolle Haptik
  • Funktionsreich
  • Gute Verarbeitung
  • Super Preis-Leistung
  • Tolle Verarbeitung
  • Herausragende Funktionen
  • Super Passform
Contra
  • Nicht wasserdicht
  • Filigranes Material
  • Enge Daumenschlaufen
  • Teuer
Bester Preis

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Für Schönwetterläufer: New Balance Anticipate 2.0

Für Schönwetterläufer

New Balance Anticipate 2.0

Test Herren-Laufjacke: New Balance Anticipate 2.0
Die Jacke ist äußerst bequem und trocknet schnell, falls das Wetter mal schlechter sein sollte.

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Die Anticipate 2.0 von New Balance ist eine gelungene Mischung aus gemütlichem Sweatshirt und funktionaler Laufjacke. Sie ist so bequem, dass es schwer fällt, sie überhaupt wieder auszuziehen. Grund hierfür ist das herrliche weiche Polyester-Elasthan-Gemisch, das sich jeder Bewegung des Läufers perfekt anpasst.

Das Material trocknet überraschend zügig und sorgt zudem dafür, dass Feuchtigkeit schnell durch die Jacke entweichen kann. Unser Tester mit einer Größe von 1,88 Metern und einem Gewicht von 84 Kilogramm trug Größe M, die körperbetont, aber nicht zu eng war. Im Zweifel sollte man also wegen des amerikanischen Schnitts der Jacke besser zur kleineren Größe greifen.

Was die Ausstattung der Laufjacke angeht, so verfügt sie über zwei recht geräumige Seitentaschen, bei denen man aber leider den Reißverschluss vermisst, eine Kapuze, die mit einem Kordelzug versehen ist, sowie reflektierende Elemente, die vor allem beim Laufen im Dunkeln einen zusätzlichen Sicherheitsaspekt darstellen.

Weil es neben der Kapuze keinen weiteren Regen- oder Windschutz gibt, ist die Anticipate 2.0 jedoch nur für Schönwetterläufer geeignet. Wer auch bei Regen und Wind seine Laufrunden drehen will, sollte sich deshalb nach einer Alternative umsehen.

Kompakt und leicht: Inov-8 Windshell

Kompakt und leicht

Inov-8 Windshell

Herren-Laufjacke Test: Bildschirmfoto 2019 09 23 Um 15.32.21
Die Windshell Windproof ist unfassbar leicht und lässt sich sehr klein zusammenfalten – praktisch für längere Ausflüge.

Die Inov-8 Windshell ist ganz klar der Minimalist in unserer Auswahl. Ihr seidiges, hauchdünnes Obermaterial passt sich angenehm der Haut an und sorgt dafür, dass sie sich sehr klein machen lässt. So klein, dass sie sich in der auf Brusthöhe angebrachten Tasche unterbringen lässt.

Damit beim Laufen kein unangenehmer Luftzug entsteht, ist die Jacke mit Stretcheinfassungen versehen. Bis auf das reflektierende, große Logo ist die Jacke mit keinen weiteren optischen Applikationen ausgestattet und genügt sich in ihrer seidenen, glänzenden Art.

Abseits davon, dass sich die extrem leichte Jacke auf die Größe einer Faust zusammenrollen lässt, ist sie winddicht und mit einem Druckknopf ausgestattet, mit dem die Kapuze fixiert werden kann, wenn man sie nicht benötigt. So umgeht man das Problem, dass sie sich bei Wind verselbstständigt und zu einer Art Fahne wird.

Die Inov-8 Windshell ließ sich in Größe L vom Tester (1,88m, 84kg) perfekt tragen. Ein kleiner Wermutstropfen war, dass eine Kapuzenregulierung dem Rotstift, beziehungsweise der Gewichtsersparnis zum Opfer gefallen ist. Man hat es hier also ganz klar mit einer Jacke zu tun, die sich voll und ganz dem Laufen verschrieben hat und dementsprechend auf jeglichen anderen Schnickschnack verzichtet.

Gut und günstig: Asics Accelerate

Gut und günstig

Asics Accelerate

Test Herren-Laufjacke: Asics Accelerate
Die Asics Accelerate ist super verarbeitet und bringt viele Funktionen mit. Der Preis ist dafür mehr als fair.

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Die Asics Accelerate fällt sehr klein aus. Unser Tester (1,88m, 84kg) fühlte sich trotz Größe L ein wenig beengt, ein bis zwei Kilo mehr und es wäre wohl XL fällig geworden. Die Passform selbst war jedoch sehr gut, das Material der Jacke ist leicht elastisch und knitterfrei. Dazu kommt ein hervorragendes Verhältnis von Preis und Leistung.

 

Besonders gut haben uns im Test die cleveren Details der Laufjacke gefallen. Dazu gehören der am Rücken angebrachte Reflektorstreifen, abgedeckte und seitlich angebrachte Reißverschlusstaschen sowie ein integriertes Handyfach. Ebenso gut gefallen hat uns die Kapuze, die selbst bei etwas stärkerem Wind nicht zu flattern angefangen hat und sich zudem leicht verstellen ließ.

Die nach unserem Geschmack etwas engen Daumenschlaufen sorgen dafür, dass die Jacke bei Armbewegungen nicht zurückrutscht. In Anbetracht des Preises erscheint die Ausstattungsliste der Asics Accelerate sehr üppig, zudem verfügt sie noch über ein tolles Klimamanagement.

Funktionalität und Technik: Gore Wear R5 Gore-Tex Infinium

Funktionalität und Technik

Gore Wear R5 Gore-Tex Infinium

Test Herren-Laufjacke: Gore Wear R5 Gore-Tex Infinium Soft Lined
Die Jacke von Gore Wear überzeugt mit ihrer hochwertigen Verarbeitung und der vielseitigen Funktionalität.

Die Wear R5 Gore-Tex Infinium von Gore grenzt sich schon optisch deutlich vom Rest des Testfeldes ab. Das Außenmaterial der Jacke ist elastisch und fühlt sich etwas gummiartig an, was zunächst einmal recht gewöhnungsbedürftig ist, aber für ein hervorragendes Abperlverhalten bei Regen sorgt. Während auf der einen Seite Regen und Wind draußen gehalten werden, ist die Jacke auf der anderen Seite dennoch sehr atmungsaktiv.

Ebenso überzeugt hat uns die hervorragende Passform der Jacke, man merkt dem Hersteller einfach an, dass er über jede Menge Know-How in diesem Bereich verfügt.

Auch die Verarbeitung der Jacke ist über jeden Zweifel erhaben, das innenliegende Futter ist sehr angenehm und die Einfassung der Kapuze elastisch. Zudem ist die Gore Wear R5 Gore-Tex Infinium mit zwei recht großen Seitentaschen sowie einem Kordelzug am Hüftsaum ausgestattet. Ob das Gesamtpaket die dafür fälligen 300 Euro wert ist, muss jedoch jeder für sich selbst entscheiden, was die Qualität und Verarbeitung der Jacke anbelangt, so spielt sie jedenfalls in ihrer ganz eigenen Liga.

Was gibt es sonst noch?

Die Compass Jacket ist von Falke, einer Firma, die eigentlich als Sockenhersteller bekannt sind, jedoch ein breites Sortiment an Sportbekleidung jeglicher Art anbieten. Wie schon bei den Socken des Herstellers gibt es auch bei der Jacke, was die Verarbeitungsqualität angeht, nichts zu meckern. Auffällig ist die asymmetrische Optik der Brustpartie, die langen Ärmel, die bis über das Handgelenk reichen, sowie die »Rockschöße«, die der Jacke eine frackähnliche Optik verleihen.

Im Praxistest hat der lange Schnitt nicht weiter gestört, vielmehr sorgte er für einen extra Schutz gegen Nässe, was vor allem bei starkem Regen und Wind sehr angenehm war. Für Sicherheit bei Dunkelheit sorgen an den Ärmeln und am Reißverschluss angebrachte, reflektierende Streifen.

Die Pero Jacket von Tao ist im Vergleich zu den übrigen von uns getesteten Laufjacken recht voluminös. Das liegt daran, dass es sich hier um eine Softshell-Jacke handelt, was sie natürlich für den Einsatz an kalten, regnerischen Tagen prädestiniert. Neben diesem Schlechtwetter-Eigenschaften hat die Jacke einen hervorragenden Sitz, der für das Laufen optimiert ist.

Dass der Hersteller bei einer solchen Jacke auf eine Kapuze verzichtet, liegt daran, dass die meisten Läufer die Jacke wohl sowieso mit Stirnband oder Mütze kombinieren werden. Beim Testen sind uns zudem die hervorragende Wärmeleistung und die elastischen und angenehmen Daumenschlaufen der Jacke aufgefallen. Dass es die 250-Euro-Jacke schließlich nicht zu einer Empfehlung gebracht hat, lag lediglich daran, dass die Jacke von Gore bei der Ausstattung die Nase vorn hatte.

Die Performance Hooded Jacket von Nike setzt vor allem auf Understatement. Auffällige Logos und Aufdrucke findet man daher auf dieser Jacke nicht, was ihr einen geradlinigen Look verleiht. Dennoch ist die Ausstattungsliste der Jacke lang, neben einem Kordelzug auf Höhe der Hüfte gibt es auch einen an der Kapuze, sowie zwei recht geräumige Seitentaschen. Die Jacke ist äußerst atmungsaktiv, bringt ihren Träger aber ein wenig früher zum Schwitzen, als das bei Modellen mit Gore-Tex-Technologie der Fall ist.

Optisch hat die UA Storm Launch Jacke von Under Armour weniger mit einer Regen- als mit einer dünnen Softshell-Jacke gemein. Was die Passform angeht, so ist diese weniger »hauteng« – wie es die Marketingabteilung des Herstellers suggeriert – sondern vielmehr figurbetont. Um sich allen Bewegungsabläufen möglichst gut anzupassen, wurde bei der Herstellung der Jacke sogenannter 4-Way-Stretchstoff verwendet.

Regenschauer übersteht man mit der Jacke noch, wasserdicht ist sie jedoch aufgrund der fehlenden Imprägnierung nicht, da flunkert der Hersteller ein wenig. Reflektierende Details sorgen für zusätzliche Sicherheit bei Dunkelheit. Unterm Strich bekommt man hier eine Jacke, die bequem, unkompliziert und warm ist. Wasserabweisende Funktionen bietet sie jedoch nicht.

Die Puma Ignite Blocked Jacket wurde drei Wochen lang von uns getestet, wobei sie sich dank ihrer Allrounder-Eigenschaften von der Masse abheben konnte. Obwohl sie von Puma ausdrücklich als Laufjacke beworben wird, eignet sie sich auch hervorragend als Freizeitjacke. Sie ist primär bei schlechtem Wetter zu gebrauchen und hält ihren Träger auch bei relativ starkem Wind warm. Lediglich bei Starkregen wurden manche Armpartien nass. Zudem ist die Jacke relativ leicht, was für zusätzlichen Tragekomfort, gerade bei sportlichen Betätigungen sorgt.

Die Adidas Parley W.N.D. ist komplett aus Plastikmüll gefertigt, der in Küstenregionen und an Stränden gesammelt und daraufhin recycelt wurde. Warum die Jacke dann jedoch in einer Tüte aus Plastik verpackt ist, bleibt das Geheimnis von Adidas, die Idee selbst ist aber gut. Der Schnitt der Jacke ist leger und fällt von allen getesteten Modellen am größten aus, was dafür sorgt, dass das Gesichtsfeld beim Zuziehen der Kapuze eingeschränkt wird.

In der kleinen Stautasche lässt sich die Jacke gut unterbringen. Ebenso positiv aufgefallen ist uns der Saum der Jacke, welcher mit einen Gummizug versehen ist, sowie die clever positionierten Belüftungsreißverschlüsse.

Wissenswertes über Laufjacken

Weil das Laufen zwangsläufig mit einer gewissen Transpiration einhergeht, sollte eine Laufjacke vor allem atmungsaktiv sein. Wie durchlässig das Material einer Jacke ist, wird mit Gramm pro Kubikmeter pro 24 Stunden angegeben. Die besten Laufjacken kommen hier auf Werte von bis zu 40.000.

Eine weitere wichtige Eigenschaft, auf die man beim Kauf einer Laufjacke achten sollte, ist ihre Wasserdichtigkeit. Indikator für diese ist die sogenannte Wassersäule, die den auf die Kleidung durch Regen einwirkenden Wasserdruck simuliert. Gemessen wird, ab wie viel Wasserdruck, respektive Höhe der Wassersäule, das Material seine wasserabweisenden Eigenschaften verliert. Spitzenmodelle halten Wassersäulen von bis zu 30.000 Millimetern stand.

Herren-Laufjacke Test: Laufjacken Herren So Haben Wir Getestet
Die von uns getesteten Laufjacken.

Um einer Jacke die oben genannten Eigenschaften zuteil werden zu lassen, ist das A und O natürlich das richtige Material. Bei Laufjacken setzen die meisten Hersteller deshalb auf Polyester, das in manchen Fällen mit Polyamid oder Baumwolle ergänzt wird. Die Reißverschlüsse einer Laufjacke stammen meist von Qualitätsherstellern, wobei der japanische Hersteller YKK hier besonders hervorsticht, da ein Großteil der Hersteller ihre Reißverschlüsse von diesem bezieht. Adidas beispielsweise geht hier jedoch einen anderen Weg und setzt auch die Marke »Ideal«.

So haben wir getestet

Die Laufjacken wurden von uns einem Praxistest unterzogen, indem wir sie bei Laufrunden zwischen 5 Kilometern und 20 Kilometern Länge und teilweise sogar beim Fahrradfahren eingesetzt haben. Interessiert hat uns dabei der Tragekomfort, die wasserabweisenden Eigenschaften, die Atmungsaktivität, sowie die Verarbeitung der Jacke und ihre Features. Zudem haben wir die Angaben des Herstellers mit dem verglichen, was die Jacke tatsächlich zu leisten im Stande ist.

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