Test: Damen Laufschuh Test 2020

Damen-Laufschuhe im Test : Der perfekte Laufpartner

Veröffentlicht 23.11.2020

Ein guter und perfekt sitzender Laufschuh ist der wichtigste Bestandteil der Laufausrüstung. Oft gibt es Modelle speziell für Damen oder Herren, die sich in Punkten wie Dämpfung und Schnitt voneinander unterscheiden. Wir haben 24 Damen-Laufschuhe getestet.

Veronika Heidrich
holt sich in den Bergen beim Wandern, Trailrunning, Mountainbiken oder Tourenskigehen den nötigen Ausgleich zum Büro. Als freiberufliche Autorin testet sie vor allem Sport- und Outdoor-Produkte.

Was macht eigentlich einen speziellen Damen-Laufschuh aus? Hier ist die Antwort: Da Frauen typischerweise leichter sind als Männer, benötigen sie eine weichere Dämpfung. Damenschuhe sind darüber hinaus an der Ferse etwas stärker abgerundet und insgesamt schmaler geschnitten – beides aus anatomischen Gründen. Im Übrigen ist auch das abweichende Design ein nicht zu vernachlässigender Faktor.

Bei der Wahl des passenden Damen-Laufschuhs kommt es vor allem auf den primär angestrebten Einsatzzweck an. So gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Laufschuhvarianten: Für Einsteiger oder Profis, für Kurz- oder Langstrecken, sowie für weichen oder harten Untergrund. Genauso breitgefächert sind auch die Preiskategorien. So gibt es Modelle für circa 30 Euro bis hin zu Modellen für rund 250 Euro. Wir haben 24 Laufschuhe für Damen getestet.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Perfekte PassformFür jeden UntergrundBesonders leichtFürs GeländeNachhaltig
Test: Saucony Ride 13Test: Salomon Sense Ride 3 WTest Damen-Laufschuh: Saucony Kinvara 10Test: Salomon Speedcross 5 Gtx WTest: Icebug Outrun W
Modell Saucony Ride 13 Salomon Sense Ride 3 W Saucony Kinvara 10 Damen Salomon Speedcross 5 GTX W Icebug Outrun W RB9X
Pro
  • Super Abrollverhalten
  • Perfekte Passform
  • Reaktionsfreudiger Schuh
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Gute Passform
  • Hoher Tragekomfort
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Gute Dämpfung
  • Sehr leicht
  • Sehr flexibel
  • Stark atmungsaktiv
  • Reaktionsfreudige Mittelsohle
  • Adaptive Passform
  • Überarbeitete Passform
  • Bewegliche Zunge
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Quicklace-Schnürsystem
  • Nachhaltige Produktion
  • Angenehme Dämpfung
  • Gute Passform
  • Hochwertige Verarbeitung
Contra
  • Steinfang im Profil
  • Etwas träge, dafür perfekt für Dauerläufe
  • Sehr weiche Sohlenmischung (schneller Abrieb)
  • Sehr hohe Ferse
  • Relativ hohes Gewicht
Bester Preis

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Perfekte Passform: Saucony Ride 13

Perfekte Passform

Saucony Ride 13

Test: Saucony Ride 13
Leicht, komfortabel und mit perfekter Passform. Mit dem Ride 13 fliegen die Kilometer nur so an einem vorbei.

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Der Saucony Ride 13 ist leicht, komfortabel und eignet sich sehr gut für die tägliche Laufeinheit. Dank der PWRRUN Dämpfung kann man länger mit weniger Kraftaufwand laufen. Die Laufschuhe sind in einem auffälligen Gelb gestaltet und zudem reaktiv. Der Schuh wiegt nur 522 Gramm und hat eine 8 Millimeter Sprengung.

In der Zwischensohle sowie im Obermaterial ist der Saucony mit der FORMIT Technologie ausgestattet. So passt sich der Schuh an verschiedenste Belastungsmuster und Fußformen an. Dadurch sitzen die Schuhe immer perfekt und angenehm. Im Obermaterial sorgen die strukturgebenden 3D-Prints für noch mehr Halt. Für die nötige Langlebigkeit und ein angenehmes Abrollverhalten sorgt die TRI-FLEX Außensohle, die aus Blown Rubber besteht.

Der Ride 13 hat dicke, Marshmallow-ähnliche Polster an der Zunge und im Fersenbereich. Der Fuß wird von dem weichen Material perfekt umschlossen. Das angenehme Tragegefühl wird durch das kleine Gewicht, sowie das anschmiegsame Obermaterial aus Mesh zusätzlich unterstützt. Das Obermaterial ist zudem auch sehr luftdurchlässig und lässt so den Fuß auch bei hohen Temperaturen atmen.

Dank des PWRRUN-Materials eignet sich der Ride 13 für Kurz- und Langstrecken. Durch den Komfort wird der Laufstil locker und flüssig. Auch für Tempoläufe ist er agil und flexibel genug. Der Damen-Laufschuh ist somit ein echter Allrounder und auch für Einsteiger empfehlenswert.

Für jeden Untergrund: Salomon Sense Ride 3 W

Für jeden Untergrund

Salomon Sense Ride 3 W

Test: Salomon Sense Ride 3 W
Der Sense Ride 3 ist ein Hybrid aus Straßen- & Trailschuh und bietet auf jedem Terrain hohen Komfort.

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Der Sense Ride 3 W von Salomon ist eine Mischung aus Straßen- und Trailschuh und daher für jeden Untergrund geeignet. Er bietet nicht nur genügend Schutz und einen guten Grip, sondern zudem auch viel Dämpfung, Dynamik und Komfort. So eignet sich der Schuh für wechselhafte Untergründe wie Forstwege, Schotterpisten oder Asphalt.

Der Damen-Laufschuh ist enorm robust verarbeitet: Er bietet einen Rundumschutz, der die Füße vor Wurzeln oder Steinen schützt. Zunächst wirkt er durch den hohen Fersenbereich ein bisschen klobig. Doch die Optivibe-Technologie sorgt für eine angenehme Dämpfung und gute Antriebseigenschaften. Beim Laufen werden Vibrationen mithilfe einer Kombination verschiedener Schaumstoffe reduziert, sodass man länger mit gleichem Energieaufwand laufen kann.

Für die Sohle wurden unterschiedlich harte Gummimischungen kombiniert und sie hat ein ausgeprägtes Stollenprofil. Die Gummimischung ist an stark belasteten Stellen dicker und robuster. Die Contagrip-Technologie bietet bei wechselhaften Wetterbedingungen und auf unterschiedlichen Böden super Halt. Durch die robuste Verarbeitung ist der Laufschuh nicht der schnellste Schuh, bietet dafür aber eine sehr gute Führung und stabilen Halt. Somit ist er gerade für Langstreckenläufe geeignet, besonders auf Forst- und Waldwegen.

Das Obermaterial aus Mesh ist luftig und atmungsaktiv. Trotzdem ist es so robust, um Steine und Wurzeln auszuhalten. Salomon-typisch hat auch der Sense Ride 3 das Quicklace-System, durch das der Laufschuh perfekt am Schuh fixiert wird und die Schnüre an der äußeren Seite der Zunge in einer kleinen Tasche verstaut werden.

Besonders leicht: Saucony Kinvara 10 Damen

Besonders leicht

Saucony Kinvara 10 Damen

Test Damen-Laufschuh: Saucony Kinvara 10
Er schafft den Spagat zwischen Komfort und Geschwindigkeit: leicht, agil und obendrein einer der beliebtesten neuralen Tempolaufschuhe aus dem Hause Saucony.

Vom Saucony Kinvara Damen gibt es mittlerweile die zehnte Auflage. Er verbindet dynamisches Laufen und Komfort dank EVERUN-Topsohle sowie flexibler EVA-Zwischensohle. Der leichte Damen-Laufschuh besteht aus stabilem Mesh-Material. Dieses sitzt durch einen nahtlosen Aufbau sehr komfortabel am Fuß. Er bietet Halt und Stütze und ist zudem atmungsaktiv.

Beim Laufen passt sich der Schuh perfekt an den Fuß an und hat zudem ein tolles Abrollverhalten und eine sehr gute Dämpfung. Durch die Sprengung von vier Millimeter fühlt sich der Schuh sehr natürlich an und lässt der Läuferin ein gutes Gefühl für den Untergrund. Der Grip ist sowohl auf Asphalt als auch auf Forst sehr gut. Die Sohle ist sehr weich, wodurch sich kleine Steinchen in sie hineinbohren und stecken bleiben können. Der Saucony Kinvara 10 Damen eignet sich besonders gut für Kurz- bis Mittelstrecken.

Fürs Gelände: Salomon Speedcross 5 GTX W

Fürs Gelände

Salomon Speedcross 5 GTX W

Test: Salomon Speedcross 5 Gtx W
Die neueste Version des Salomon Kultschuhs ist nun noch bequemer und überzeugt mit super Grip und einer tollen Dämpfung.

Der Salomon Speedcross 5 GTX W ist der wohl bekannteste Trailrunningschuh. Er bietet maximalen Grip, gute Stabilität, ein ausgeprägtes Stollenprofil und ist in vielen verschiedenen Farbvarianten erhältlich. Das Obermaterial des Damen-Laufschuhs ist nahtlos, sodass er sich fast sockenartig anfühlt. Die GORE-TEX Konstruktion schützt vor Wetter und hält die Füße trocken.

Die frei bewegliche Zunge bietet in der neuen Auflage mehr Komfort. Außerdem sind nun die Stollen ein wenig größer und breiter angelegt, damit sie besser greifen. So hat man auf verschiedenen Böden einen guten Grip und auch auf Asphalt ist das Laufgefühl angenehm und gut gedämpft. Die Passform ist im Vergleich zu den Vorgängermodellen etwas breiter und die Zehenbox bietet mehr Platz.

Der Salomon Speedcross 5 GTX W ist natürlich vor allem fürs Gelände konzipiert: Die Stollen geben gerade auf weichem Waldboden sehr guten Halt, im Downhill gibt es eine weiche Dämpfung und der Zehenschutz schützt vor Stößen. Die 10-Millimeter-Sprengung schluckt relativ viel Gefühl für den Boden. Das kann bei längeren Läufen ermüdend sein. Durch das GORE TEX ist der Schuh vor allem bei regnerischem Wetter oder kühlen Temperaturen geeignet. Bei Sommerhitze ist die Version ohne GTX eher empfehlenswert.

Nachhaltig: Icebug Outrun W RB9X

Nachhaltig

Icebug Outrun W RB9X

Test: Icebug Outrun W
Der nachhaltigste Trail-Running-Schuh der Welt. Minimalismus mit genug Komfort für Langdistanzen.

Der Icebug Outrun W RB9X setzt den Fokus auf Nachhaltigkeit: Obermaterial, Innensohle und Futter bestehen zu 100 Prozent aus recyceltem PET-Polyester. Die Außensohle ist zu 15 Prozent aus Gummi, die Mittelsohle zu 10 Prozent aus Bloom Foam. Dieses Dämpfungsmaterial wird aus schädlichen Algen hergestellt.

Der Icebug ist vor allem auf Komfort für Langstreckenläufe abseits des Asphalts ausgelegt. Er hat einen flachen Aufbau, schützende Gummiverstärkungen und eine Rockblade-Platte in der Sohle. Die Passform ist sehr bequem, stabil und bietet einen guten Fersenhalt. Der Icebug Outrun W RB9X bietet einen angenehme Dämpfung und das Profil sorgt auf verschiedenen Böden Halt. Allerdings wirkt er beim Laufen etwas schwerfällig, gerade das Abrollen ist nicht wirklich kräftesparend.

Was gibt es sonst noch?

Der Adrenaline GTS 20 ist die neueste Auflage des Klassikers von Brooks. Er bietet eine super Kombination aus Stabilität und Dämpfung. Beim Laufen hat man so immer genügend Komfort. Mit ihm kann man sowohl lange Strecken laufen als auch kurze Trainingseinheiten absolvieren. Er bietet mit einer gepolsterten Ferse tollen Halt, sitzt gut am Fuß und ist zudem schön leicht. Weiterer Pluspunkt sind die GuideRails: Eine stabilisierende Führung um den Fuß, die das Knie entlastet.

Der Salming Enroute 3 fördert mit dem Natural Running Support System einen natürlichen Laufstil. Das Obermaterial ist atmungsaktiv und mit zusätzlichen Belüftungslöchern ausgestattet. Die Passform ist gut und der Zehenbereich bietet ausreichend Platz. Der Damen-Laufschuh bietet eine neutrale Dämpfung, ein natürliches Abrollen und eine Sprengung von sechs Millimetern. Er eignet sich vor allem als Straßenlaufschuh und für kürzere Distanzen.

Der Nike Tanjun ist ein günstiger Sport- und Lifestyle-Schuh. Das Obermaterial besteht aus luftigen, flexiblen Mesh, Mittel- und Außensohle aus einer Schicht EVA Schaumstoff. Der Schuh ist leicht am Fuß, hat eine weiche Dämpfung und auf der Sohle kein nennenswertes Profil. Die Passform ist gemütlich, bietet aber nicht viel Führung, Schutz oder Halt. Er eignet sich für Einsteiger, kurze Regenerationsläufe oder auch als Sneaker im Alltag.

Der Hybrid Runner von Puma besteht aus den innovativen PUMA Zwischensohlen-Komponenten IGNITE und NRGY: Die Kugeln bieten dabei eine sehr gute Dämpfung und der Foam eine hohe Energierückgabe. Dadurch eignet sich der Laufschuh für lange und schnelle Trainingseinheiten. Das Obermaterial ist aus atmungsaktiven evoKNIT Strick und hat keine störenden Falten oder Nähte. Die Passform ist etwas breit und kann auch durch Schnürung nicht enger gemacht werden. So sitzt der Schuh etwas locker am Fuß und fühlt sich durch die schwere Sohle an der Ferse zudem etwas klobig und wacklig an.

Der komplette Strickteil des Adidas Ultra boost ST ist aus einem Stück gefertigt, sodass es keine störenden Nähte oder Fugen gibt. Nur Fersen- und Zehenbereich sind etwas stärker geschützt. Die Passform ist bequem, aber auch breit und groß. Das weiche Obermaterial aus Strick gibt nur wenig stabilen Halt. Dafür bietet der Strick eine sehr gute Belüftung. Die Dämpfung ist komfortabel, sodass der Damen-Laufschuh vor allem für längere Laufeinheiten geeignet ist.

Wissenswertes über Damen-Laufschuhe

Das wichtigste an der Laufausrüstung ist ein gutes und perfekt sitzendes Paar Laufschuhe. Der Schuh sollte den Träger im Training unterstützen, motivieren und führen. Die Wahl des perfekten Laufschuhs ist gerade am Anfang sehr wichtig, um eine Überbelastung oder andere Laufverletzungen zu verhindern. In einem kompetenten Sport- und Laufgeschäft kann man sich beraten und auch eine Laufanalyse erstellen lassen.

Wie viele Paare Laufschuhe man benötigt hängt davon ab, wie oft man trainieren möchte. Bei mehr als zweimal die Woche sollte man über ein zusätzliches Paar Laufschuhe nachdenken. Bei drei bei sechs Trainingseinheiten pro Woche sollte man mindestens vier verschiedene Paar Schuhe im Schrank haben. So wird eine Überbelastung verhindert, da durch jeden Schuh die Muskulatur leicht unterschiedlich belastet wird.

Frauen sind in der Regel leichter als Männer und brauchen daher eine weichere Dämpfung. Für den Einstieg oder für Asphalt eignen sich Schuhe mit einer sehr guten Dämpfung. Die Beweglichkeit des Körpers beeinflusst das Abrollverhalten des Fußes. Da Frauen mit der Ferse weiter außen aufsetzen, sind Damen-Laufschuhe an dieser Stelle stärker abgerundet.

Frauenschuhe sind schmaler geschnitten als die Männermodelle, da Frauen bei gleicher Schuhgröße meist einen schlankeren Fuß haben. Frauen haben auch eine schmalere Ferse und im Verhältnis einen breiteren Vorfuß. Im Zweifel sollte man den Laufschuh eine halbe Nummer größer nehmen oder ein Modell mit geräumiger Zehenbox wählen.

Die Sprengung beschreibt den Höhenunterschied von Vorfuß und Ferse. Im Rückfuß wird meist mehr Dämpfungsmaterial eingebaut, die Mittelsohle ist vorn etwas flacher. Der Vorfuß steht so dichter am Boden. Je nach Vorliebe und Trainingsstand bieten sich Laufschuhe mit wenig Sprengung (null bis acht Millimeter) oder mit sehr viel Sprengung an.

So haben wir getestet

Die Damen-Laufschuhe wurden auf verschiedenen Distanzen zwischen 8 und 40 Kilometern getestet. Je nach Modell wurde auf hartem (Fels, Beton, Asphalt) oder weichem (Schnee, Wald, Forstweg) Untergrund gelaufen. Die Schuhe wurden nach ihrer Eignung für den jeweiligen Einsatzzweck beurteilt und bestimmten Zielgruppen wie Einsteigern oder Langstreckenläufern zugeordnet.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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