Test: Rauchmelder Update042021 Elro Fs1805

Rauchmelder im Test : Unscheinbare Lebensretter

Update 17.02.2022

Ab 2021 sind Rauchmelder in Deutschland Pflicht für alle, egal ob Mietwohnung oder Haus. Die ideale Zeit also um die unscheinbaren Lebensretter zu testen. Wir haben 47 Modelle einem Praxistest unterzogen.

Update 17. Februar 2022

Wir haben acht weitere Modelle auf Herz und Nieren geprüft und zwei neue Empfehlungen gefunden: Der Gira Dual Q sticht vor allem durch seinen modularen Aufbau und seine Vernetzungsmöglichkeiten hervor. Das Dreierset X-Sense XS01-WR stellt eine bereits verbundene Melder-Gruppe dar und lässt dabei komplizierte Ergänzungen weg.

23. Juni 2021

Wir haben unseren Test um 10 Modelle erweitert. Mit dem ELRO FS1805 und dem X-Sense SC06 gibt es zwei neue Empfehlungen.

5. Oktober 2020

Nach unserem Test-Update haben wir zwei neue Empfehlungen: Den Abus RWM250 und den X-Sense SD01.

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Sebastian Jentsch
ist Technik-Journalist, passionierter Heimwerker und Hobbykoch. Er schreibt unter anderem für Notebookjournal und Notebookcheck über mobile Technik und testet regelmäßig Küchen-, Haushalts- und Gartengeräte.

Rauchmelder können Leben retten – aber wie zuverlässig sind sie in der Praxis? Wir haben 47 fotooptische Rauchmelder mit Preisen zwischen 8 und 25 Euro getestet. Wissen wollten wir dabei natürlich, wie zuverlässig sie sind und auch, wie leicht man sie installieren kann.

Seit 2017 sind die Geräte in Deutschland Pflicht, das heißt, dass auch bereits bestehende Wohnungen und Häuser nachgerüstet werden müssen. Für jedes Bundesland gab es jedoch verschiedene Übergangsfristen, bis wann der Einbau erfolgt sein musste.

Diese neue Pflicht hat durchaus ihren Sinn, denn jährlich sterben bei etwa 200.000 Wohnungsbränden über 400 Menschen, 95 Prozent davon durch eine Rauchvergiftung. Verantwortlich für den Einbau sind die Wohnungseigentümer, für die Betriebsbereitschaft entweder Eigentümer oder Bewohner je nach Bundesland.

Ebenfalls gibt es eine Regelung dazu, wo die Rauchmelder installiert sein müssen: Kinderzimmer, Schlafzimmer, Flure und Fluchtwege.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Schnelle ReaktionFür ProfisAlarm im EinklangKomfort-AlternativeMiniatur-DetektorAuch CO-Melder
Test: Elro Fs1805Test: Gira Dual QTest: X Sense Xs01 Wr 3er SetTest  Rauchmelder: Hekatron Genius HTest  Rauchmelder: Abus Mini GRWM30600Test  Unscheinbare Lebensretter: X-Sense SC06
Modell ELRO FS1805 Gira Dual Q X-Sense XS01-WR 3er Set Hekatron Genius H Abus Mini GRWM30600 X-Sense SC06
Pro
  • Klebe-Pad mit Magnetsockel
  • Wechselbare Batterie
  • Schnelle Reaktion
  • Unauffälliges Design
  • Detektiert Rauch schnell und effektiv
  • Viele Zusatzoptionen
  • Verbund mit bis zu 40 Meldern möglich
  • Melder im Set sind bereits verbunden
  • Schnelle Auslösung
  • Wechselbare Batterie
  • Kompakte Bauform
  • Mute-Taste 9 min
  • Kein WiFi-Funk, 3-4 Jahre Batterielaufzeit realistisch
  • LED wird nachts gedimmt
  • Gute Raucherkennung
  • Gutes Montagematerial
  • Sehr klein
  • Zügige Raucherkennung
  • Stummschaltung nach 10 Minuten
  • Auch ein CO-Melder
  • Stabile, wieder nutzbare Grundplatte
  • Sehr gutes Gehäuse
  • Gute Anleitung
Contra
  • Höchstens fünf Jahre Batterielaufzeit
  • Reagiert auf Wasserdampf
  • Hoher Preis der Komponenten
  • Reagiert auf Wasserdampf
  • Falschaussage "10 years battery life"
  • Relativ leise
  • Reagiert auf Wasserdampf
  • Löst bei Wasserdampf zügig aus
  • Klebemontage mit Pad nicht möglich
  • Wuchtig und auffällig
Bester Preis
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Schnelle Reaktion: ELRO FS1805

Schnelle Reaktion

ELRO FS1805

Test: Elro Fs1805
Der ELRO reagiert schnell und zuverlässig und ist dank Klebe-Pads leicht abnehmbar.

Der ELRO FS1805 löst verlässlich aus, hat eine angemessene Lautstärke, ein unauffälliges, stabiles Gehäuse und verfügt über mit Metall-Sockeln ausgestattete Klebe-Pads. Somit kann das Modell ohne Werkzeug angebracht und abgenommen werden, beispielsweise wenn der 9-Volt-Block gewechselt oder die seitlichen Öffnungen gereinigt werden müssen.

Der Alarm wird beim Rauchtest in unter 20 Sekunden ausgelöst. Da der Melder allerdings auch schnell auf Wasserdampf reagiert, wären die Küche oder Sauna für ihn nicht der passende Ort.

Die wechselbare 9-Volt-Batterie erscheint ökologisch und ökonomisch sinnvoll: Sie hält im besten Fall fünf Jahre, doch durch die austauschbare Batterie kann man die angegebene 10-jährige Lebenszeit auf jeden Fall ausnutzen. 9-Volt-Lithium-Blöcke kosten zwar mehr, sind aber sehr viel langlebiger als Alkaline-Batterien.

Der ELRO kann alternativ auch an eine Grundplatte angeschraubt werden. Verglichen mit anderen Klebe-Varianten hat der magnetische Metall-Sockel eine Besonderheit: Da sich die Metallflächen ineinander fügen und in die Einrast-Position gedreht werden, kann sich das Gerät nicht verschieben oder einfach abgezogen werden. Das ist ideal für Wohnwaagen und Boote.

Mit einer Höhe von vier Zentimetern ist der ELRO flach und mit neun Zentimetern auch nicht besonders breit. Die ausführliche Gebrauchsanleitung informiert in visuellen Erklärungen darüber, wo und wie der Rauchmelder angebracht wird.

Mit der einfach austauschbaren Batterie lässt sich die Lebensdauer des FS1805 maximal ausschöpfen. Mit dem Alkali-9-Volt-Block gibt der Hersteller eine 5-jährige Laufzeit an, was sich jedoch mit Erfahrungen mit andere ähnlichen Modellen nicht bestätigen lässt. Spätestens alle zwei Jahre wird ein Batteriewechsel fällig sein, besonders bei häufig vorkommenden Fehlalarmen. Bei diesem Turnus können aber auch gleich die Öffnungen gereinigt und die Lebensdauer und Funktion verlängert bzw. erhalten werden.

Für Profis: Gira Dual Q

Für Profis

Gira Dual Q

Test: Gira Dual Q
Der modulare Aufbau, die Optionen wie Relais-Module, KNX-Bus und die Kabel-Verdrahtung machen dieses Gerät zur Empfehlung.

Der Gira Dual Q ist vollbepackt mit Funktionen, was natürlich seinen Preis hat. Dafür kann das Gerät als Teil eines vernetzten Systems, beispielsweise eines KNX-Buses in Verknüpfung mit automatisch funktionierenden Rollos, einer Brandmeldeanlage und einem externen Alarm, verwendet werden. Aber auch in Isolation hat der Dual Q einiges zu bieten.

Am einfachsten kann man Gira-Geräte durch einen Telefondraht zu einer Gruppe von maximal 40 Meldern kombinieren. Etwas fortgeschrittener wäre dann die Kopplung dieser Gruppe an eine Sirene durch ein Relais-Modul. Mehrere Gebäude können so verknüpft werden, und mithilfe eines KNX-Gateways kann die Einheit sogar in ein Smart-Home-System integriert werden. Die ganzen Zusatzfunktionen können aber auch einfach ignoriert werden, was genau der Vorteil am Dual Q ist: Die Möglichkeit zum Aufrüsten besteht immer, man kann es sich aber auch einfach machen. Besonders hervorheben möchten wir den Sockel mit einer Spannung von 230 Volt, über den der Dual Q seinen Strom beziehen kann. So fällt der nervige Batterietausch weg.

Rauchmelder Test: Rauchmelder Update122021 Gira Dualq
Sowohl Rauch als auch Hitze meldet der Gira und wird mit einer zehn Jahre durchhaltenden Batterie ausgestattet.

Zehn Jahre soll der Akku des Meldegeräts halten, aber gerade mit zugeschalteten Extrafunktionen wie dem Funkmodul wird der Akku schneller ausgehen, weshalb alternative Stromquellen interessant sein könnten. Der Gira ist außerdem durch seinen modularen Aufbau gut für den Austausch einzelner Module geeignet, denn etwa ein verwendetes Relais- oder Funkmodul würde so in der Zwischenzeit weiter funktionieren.

Gerade die Erkennung von Rauch geschieht blitzschnell. In unserem Test untersuchten wir ein anderes Gerät, worauf Dual Q nach 20 Sekunden schon Alarm schlug. Ab zwei Metern Entfernung wird Rauch bereits erkannt, und die Sirene enttäuscht definitiv nicht. Dabei kann der Gira Einsatztemperaturen zwischen -5 und + 55 Grad Celsius überstehen. Am besten platziert man ihn aber nicht direkt beim Herd, da auch Wasserdampf (nach 33 Sekunden) erkannt wird. Ein Leuchtring gibt an, sollten irgendwelche Partikel gemessen werden und durch einen kurzen Druck wird der Alarm satte 15 Minuten lang deaktiviert. Bei anderen Geräten sind etwa zehn Minuten die Norm.

Gerade die Qualität des Giras ist extrem hoch und nach dem Anbringen sitzt er bombenfest. Das Design samt Farbe ist auch auf die Gira-Schalterserie 55 Pure White Glossy abgestimmt. Sollte man den Rauchmelder abdecken wollen, kann man auch die beigelegte Malerhaube darüber stülpen. Der Gira ist deshalb für alle diejenigen gedacht, die ein ausgefuchstes, modular aufgebautes Gerät suchen, welches in ein komplexes Meldesystem eingebaut werden kann. Diese Vorzüge haben natürlich ihren Preis, den man zuerst einmal zu zahlen bereit sein muss.

Alarm im Einklang: X-Sense XS01-WR 3er Set

Alarm im Einklang

X-Sense XS01-WR 3er Set

Test: X Sense Xs01 Wr 3er Set
Ein kompaktes Funkmelder Set mit zügig anschlagenden Meldern, die bereits ab Werk verbunden sind.

Die Melder der X-Sense kommen in Dreier-, Sechser- und Zwölfersets daher, denn das Ausgewiefte bei den X-Sense XS01-WR ist, dass sie bereits gekoppelt geliefert werden. Schlägt ein Melder Alarm, tun es die anderen ihm gleich. Wahlweise können mehr Geräte zum Netzwerk hinzugefügt werden. Bis zu 24 können so per Funk untereinander kommunizieren. Allerdings kommt hier kein WLAN ins Spiel, und so kann das System auch nicht per App gesteuert oder in ein Smart-Home integriert werden. Bei einem Falschalarm muss übrigens genau der Melder stummgeschaltet werden, der den Alarm ausgelöst hat, denn so sucht man gezwungenermaßen die Räume ab, und eine eventuelle Brandquelle bleibt so nicht unentdeckt.

Das XS01-WR-Modell gibt auch sehr schnell an, sowohl bei Dampf wie auch bei Rauch (10 bzw. 17 Sekunden), weshalb man keine Einheit in Herdnähe oder im Bad anbringen sollte.

Rauchmelder Test: Rauchmelder Update122021 X Sense Xs01 Wr
Die angegebene Lebensdauer der CR123A beträgt fünf Jahre.

Positiv fällt die Wechselbatterie mit drei Volt vom Typ CR123A auf. Zwar könne die Batterie gemäß Hersteller ganze fünf Jahre durchhalten, gerade bei Kälte oder einigen Fehlalarmen wird die Lebensdauer definitiv kürzer ausfallen. Die Wechselbatterie löst dieses Problem aber gekonnt und auch deshalb wird die zehnjährige Verjährungsfrist des Produktes definitiv ausgenutzt. Unglücklich ist es hingegen, dass gerade auf Internetseiten eine Batterielaufzeit von zehn Jahren angegeben wird, was die Anleitung so auch nicht angibt.

Wurde die Batterie einmal eingesetzt, ist der Rauchmelder aktiviert, denn eine Aktivierung per Aufstecken auf die Befestigungsplatte gibt es nicht. Auf der Kehrseite gestaltet sich das Befestigen am Sockel so einfacher.

Der XS01-WR fällt durch seine Bauart überhaupt nicht auf im Raum, und anbringen kann man ihn auch ganz leicht. Dabei sind die mitgelieferten Hilfsmittel, ganz herkömmliche Schrauben und Dübel, durchaus brauchbar. Wir empfehlen den X-Sense-WR allen, die ein kleines Meldenetzwerk einrichten möchten, ohne dabei eine App oder WLAN zu benötigen, und von einer Wechselbatterie profitieren möchten.

Komfort-Alternative: Hekatron Genius H

Komfort-Alternative

Hekatron Genius H

Test  Rauchmelder: Hekatron Genius H
Keine blinkende LED zur Nachtzeit und sehr gutes Befestigungsmaterial machen die Nutzung angenehm.

Komfort beim Rauchmelder klingt erstmal seltsam, aber genau das bietet der Hekatron Genius H. Konkret meinen wir damit, dass ein komfortables Gerät eine zeitliche Stummschaltung haben muss und bestenfalls bei Fehlalarm per Knopfdruck stummgeschaltet werden kann. Hier gibt es sogar noch mehr: Die Betriebs-LED wird mit einer Echtzeituhr zwischen 22 und 6 Uhr gedimmt, so stört das Blinken nicht beim Schlafen.

All das gefällt uns sehr, zudem wurde die LED derart designt, dass sie in Richtung der Eingangstüre leuchtet. Dafür gibt es bei der Befestigungsplatte entsprechende Markierungen.

Nur hinsichtlich der Lautstärke besteht etwas Verbesserungsbedarf im Vergleich zu unserer ersten Empfehlung. Leise ist aber auch dieser Rauchmelder nicht. Wir finden den zusätzlichen Komfort toll.

Miniatur-Detektor: Abus Mini GRWM30600

Miniatur-Detektor

Abus Mini GRWM30600

Test  Rauchmelder: Abus Mini GRWM30600
Der Name ist Programm: Der Abus Mini braucht kaum Platz, funktioniert aber genauso gut wie ein Großer!

Der kompakteste Rauchmelder in unserem Test war der Abus Mini GRWM30600 mit einem Durchmesser von nur 7 Zentimetern und einer Höhe von 3,5 Zentimetern. Der Durchschnitts-Rauchmelder hat etwa 12 Zentimeter Durchmesser, manche kommen auch auf 15. Wer vor allem ein kleines Gerät sucht, ist beim Abus definitiv richtig.

Durch Kompaktheit ist vor allem eine fest integrierte Lithium-Batterie sinnvoll. Auf einem Aufkleber kann man notieren, wann das Gerät in Betrieb genommen wurde und weiß dann, wann man es wieder austauschen muss.

Der Rauch wird zügig erkannt, nach weniger als 30 Sekunden. Auch auf Wasserdampf reagiert der Rauchmelder, hier nach 21 Sekunden, daher eignet er sich nicht für die Küche. Eine sichtbare Taste gibt es nicht, das Gehäuse ist einfach eine große Taste. Für den Test drückt man sie entweder länger oder für das zehnminütige Stummschalten nur kurz.

Das Befestigungsmaterial ist recht gut, ein Klebe-Pad wird nicht mitgeliefert, damit kann man den Abus aber auch an der Decke befestigen, ohne schrauben zu müssen.

Auch CO-Melder: X-Sense SC06

Auch CO-Melder

X-Sense SC06

Test  Unscheinbare Lebensretter: X-Sense SC06
Mit dem integrierten Kohlenmonoxidmelder eignet sich der SC06 ideal für Räume mit Feuerstellen.

Neben Rauchpartikeln detektiert der X-Sense SC06 ebenfalls giftiges Kohlenmonoxid (CO), das beim Verbrennen von Pellets, Holz, Heizöl oder Benzin entsteht, geschmacks- und geruchsneutral ist und die Fähigkeit des Körpers, sich mit Sauerstoff zu versorgen, beeinträchtigt. Das Gefährliche: Die Symptome Schwindel, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit oder Übelkeit verbindet man nicht direkt mit Rauchgas, vor allem nicht während man schläft.

CO verschwindet normalerweise wie die anderen Verbrennungsgasen über den Rauchabzug. Reichert es sich aber aufgrund eines Defekts an den Abzügen oder des Einsatzes von brennstoffbetriebenen Fahrzeugen oder Maschinen im geschlossenen Raum an, wird es zu einer schleichenden Gefahr.

Der X-Sense SC06 erkennt als Kohlenmonoxid-Melder die steigende CO-Konzentration und weist darauf mit einem Warnsignal hin. Dabei unterscheiden sich CO- und Rauch-Alarm akustisch: CO bekommt kurze Pieptöne, Rauch lange. Es gibt für die beiden Alarm-Versionen einen Stumm-Modus, den man mit der Test-Taste auslösen kann. CO ist grundsätzlich gefährlicher, daher liegt die Stumm-Zeit hier bei sechs Minuten, bei Rauch bei neun. Ist die Konzentration nach Ablauf dieser Zeit nicht unter dem Schwellwert, schlägt der X-Sense erneut an.

Der SC06 ist wuchtig und solide und hat eine breite Grundplatte, die nach der Betriebsdauer von zehn Jahren wiederverwendet werden kann. Aufgrund fehlender glatter Flächen kann die Grundplatte nicht mit doppelseitigen Klebe-Pads befestigt, sondern nur geschraubt werden, was aber wegen des recht hohen Gewichts von mehr als 300 Gramm sowieso besser ist.

Die fest verbaute Lithium-Batterie kann nicht ausgetauscht werden. Beim Eindrehen in die Grundplatte aktiviert sich der X-Sense SC06 automatisch, sodass das Einschalten nicht vergessen werden kann. Die handliche, mehrsprachige Anleitung informiert übersichtlich und ausführlich über technische Daten, Befestigungsorte, die Alarm-Versionen und Kohlenmonoxid.

Der Rauchmelder ist allerdings nicht für die Küche geeignet, da er bei Wasserdampf ebenfalls schnell anschlägt.

Was gibt es sonst noch?

Gerade für die Küche oder das Bad eignet sich der Abus RWM250, denn bei Wasserdampf löst er keinen Alarm aus. Sonst nimmt er sowohl Rauch als auch Hitze ab 60 Grad wahr – jeweils eines der beiden muss gemessen werden, damit die Sirene ertönt. Die Kappe kann man abnehmen und sogar mit Wandfarbe bemalen, denn die bleibt haften. An der Decke befestigt wird der Abus per Magnetstreifen, wodurch man ihn auch sehr leicht entfernen kann. Bis zu zwölf Jahre soll der RWM250 durchhalten, bevor er ausgewechselt werden muss, weil die Batterie sich leider nicht austauschen lässt. Ein Negativpunkt ist leider, dass Rauch manchmal erst nach zwei Minuten erkannt wird, manchmal geht es aber nur 20 Sekunden.

Der Busch-Jaeger ProfessionalLine bietet in allen wichtigen Aspekten eine gute Leistung, bei der Reaktionszeit bei Rauch verdient er sogar eine sehr gute Bewertung, da er in weniger als zehn Sekunden reagiert. Gerade falls die Sirene einmal ertönt, kann man die ohrenbetäubende Lautstärke erkennen, mit der sich der Busch-Jaeger gekonnt von der Konkurrenz absetzt. Einsetzbar ist er in einem Temperaturrahmen von -10 bis + 60 Grad, womit er auch beispielsweise in kalten Werkstätten seinen Platz findet. Zwar gibt es keine Möglichkeit, den Alarm sofort auszuschalten, denn dieser geht lediglich nach 20 Sekunden aus. Positiv ist aber die Möglichkeit, den Melder per Kabel mit Strom zu versorgen. Auch per Funk lassen sich mehrere Einheiten vernetzen.

Der Ei Electronics Ei650W überzeugt zwar, allerdings kostet ein einzelner Melder mit Funkmodul rund 80 Euro. Möchte man ein ganzes Objekt ausrüsten, kommt hier schon eine große Summe zusammen. Ratsamer ist es daher, zu einer günstigeren Empfehlung zu greifen und diese mit zwei bis vier der Ei Electronics Modelle zu kombinieren. Der Ei650W ist gut ausgestattet: eine ausführliche Anleitung, vorbildliche Befestigung und die Betriebstemperatur beginnt bei -10 Grad. Der Fehlalarm lässt sich per Knopfdruck abschalten. Der Alarmton ist mit 81 Dezibel aber eher leise.

Der Brennenstuhl WRHM01 Connect ist mit einem WiFi-Modul ausgestattet, das seinen Status sowie den Alarm ans Smartphone durchgeben kann. So erfährt man auch aus der Ferne, dass es einen Alarm gibt. Zusätzlich ist ein Hitze-Melder integriert. Der Rauchmelder wird über zwei AA-Batterien mit Energie versorgt. Der Hersteller spricht zwar von einer Laufzeit von einem Jahr, doch aufgrund des WiFi ist diese Angabe stark anzuzweifeln. Somit müssen die Batterien häufig ausgetauscht werden. Pluspunkte sind die hervorragende Gebrauchsanleitung und die träge Empfindlichkeit bei Wasserdampf, wodurch sich der Brennenstuhl auch in der Küche nutzen lassen müsste.

Zuverlässig bei Rauch, aber langsam bei Wasserdampf – mit diesen Eigenschaften könnte der ABUS RWM150 auch für die Küche nutzbar sein. Da das Status-Blinken nur alle sechs Minuten erfolgt, ist er zudem ideal fürs Schlafzimmer. Auch die Anleitung ist überzeugend. Die fest verbaute Batterie soll zehn Jahre halten. So muss man das fummelige Aufsetzen auf die Trägerplatte bestenfalls lediglich einmal erledigen.

Wissenswertes über Rauchmelder

Die meisten Rauchmelder in Deutschland sind fotooptische Rauchmelder. Hier sendet eine Diode in einer lichtgeschützten Kammer dauernd einen Infrarotstrahl auf eine Fotodiode. Die wird leitend gemacht durch den Infrarotstrahl. Wird der Strahl nicht durch Rauchpartikel unterbrochen, passiert nichts weiter. Wenn er aber unterbrochen wird, löst der Alarm aus.

Dann gibt es noch thermooptische Rauchmelder, die auch Rauch/Hitze-Melder genannt werden, hier wird das fotooptische Prinzip mit einem Detektor für die Raumtemperatur kombiniert. Einfache Rauchmelder können nämlich nicht zwischen Wasserdampf und richtigem Qualm inklusive Kohlenmonoxid-Anteil unterscheiden.

Beim Rauch/Hitze-Melder gibt es einen Heißleiter aus elektrisch leitendem Material, das leitet Strom bei hohen Temperaturen besser. Außerdem gibt es einen Vergleichsheißleiter, der dient als Referenz, sollte die Temperatur zu schnell ansteigen. Somit schlägt ein thermooptischer Rauchmelder nur dann Alarm, wenn Rauch und schneller Temperaturanstieg gegeben sind.

Jedoch ist dieses Prinzip für die meisten Brandursachen ungeeignet, da es lange dauert, bis am Rauchmelder eine hohe Temperatur erreicht wird, die Bewohner könnten da längst erstickt sein. Somit eignen sich diese Geräte nur für die Küche oder alle Räume, wo Staub oder Wasserdampf regelmäßig auftreten.

In Flur und Schlafzimmer sollte man aber immer zum fotooptischen Rauchmelder greifen.

Stand-alone oder vernetzt?

Die meisten Rauchmelder sind unabhängig von anderen Meldern. Gibt es also im Heizungskeller einen Brand, so wird im Keller Alarm geschlagen, sonst im Haus aber nicht.

Schlimmstenfalls wird dieser Alarm überhört und das Feuer kann sich ausbreiten, bis auch die anderen Geräte Alarm schlagen. Stand-alone-Geräte sollte man bei der Funktionsüberprüfung auch alleine testen.

Wenn Funkrauchmelder miteinander gekoppelt sind, schlagen alle an, wenn irgendwo Rauch erkannt wird. Daher sollte man über diese Variante nachdenken, wenn es mehrere Geschosse oder Gebäude gibt. Alternativ kann man Stand-alone auch mit Funk kombinieren.

Jedoch sind die vernetzten Geräte deutlich teurer als die Stand-alone-Variante.

Ei Electronics Ei650W: Funkmodul
Ei Electronics Ei650W: Das Funkmodul wird eingesetzt.

Besonders ist noch die kabelgebundene Vernetzung, hier werden die Geräte durch ein dünnes Kabel verbunden und schlagen gleichzeitig Alarm, wenn es brennt.

Wissenswertes für den Kauf

Rauchmelder kosten zwischen 5 und 30 Euro, aber lohnen sich die günstigen Geräte auch? Wir geben Tipps für den Kauf des richtigen Geräts.

Die Batterien

Meist haben die Geräte fest eingebaute Batterien, die etwa zehn Jahre halten, auswechselbare Batterien sind eher die Ausnahme.

Bei Rauchmeldern mit fest verbauter Batterie muss das Gerät dann komplett ausgetauscht werden. Laut Hersteller ist das nötig, da die Messkammer mit der Zeit verschmutzen kann, nach zehn Jahren wäre ein zuverlässiger Betrieb dann nicht mehr garantiert.

Müll wird bei solch einem kompletten Austausch auch produziert, wir finden daher Geräte mit Batterien zum Auswechseln gut.

mumbi RMF150-4: Der Funk-Melder mit wechselbaren Batterien soll 5 Jahre durchhalten
Beim Mumbi RMF150-4 können die Batterien ausgewechselt werden.

Angegeben wird bei den Batterien eine Lebensdauer von zwei, drei, fünf oder zehn Jahren. Wobei zehn Jahre anscheinend nur bei fest verbauten Lithium-Batterien drin sind. Ausnahmen gibt es aber auch, da kann man die Alkali-Batterien dann gegen länger haltbare Lithium-Batterien tauschen. So etwa bei einer unserer Empfehlungen.

Wenn die Rauchmelder für Wohngebäude ausgelegt sind, eignen sie sich für Temperaturen zwischen plus 5 und plus 40 Grad Celsius. Für Scheune oder Garage braucht man spezielle Geräte, die Extremtemperaturen vertragen. Da sind dann Betriebstemperaturen zwischen minus 10 und plus 60 Grad drin. Auch hier finden sich welche bei unseren Empfehlungen.

Wartung und Installation

Vor dem Kauf weiß man meist nicht, wie der Rauchmelder befestigt wird.

Grundsätzlich sind meist minderwertige Holzschrauben dabei und Dübel, die sich für Beton eignen. Für eine Gipskartondecke wären daher Gipsplattendübel besser samt dazu passender Schrauben.

Hekatron Genius H: Mit LED Nacht-Dimmung
Der Hekatron Genius H bietet eine Nachtdimmung.

Will man nicht Bohren, kann man auch Klebe-Pads nutzen. Aber nicht bei allen Geräten gibt es auch eine homogene Fläche bei der Grundplatte.

X-Sense DS22: Plastik-Bolzen schwer
Beim X-Sense DS22 lassen sich die Plastikbolzen bei der Demontage schwer entfernen.

Für die Installation sollte man genügend Zeit einplanen. Für ein Wohnhaus und sechs bis acht Rauchmelder, sind etwa zwei bis drei Stunden anzusetzen. Am längsten braucht man dabei dafür, den richtigen Standort zu wählen und eventuell auch fürs Bohren.

Überprüfen sollte man die Funktionen regelmäßig mit dem Testknopf. Abhängig vom Modell hat man ein wöchentliches Wartungsintervall, monatlich oder auch vierteljährlich.

Zudem wird von den Herstellern empfohlen, regelmäßig die Geräteöffnung abzusaugen.

Rauchmelder und Apps

Hat man mehrere Rauchmelder und will den Zustand regelmäßig kontrollieren, so eignen sich Funkmelder, die für den Smart-Home-Bereich geeignet sind. Alternativ auch Geräte, die man per App auslesen kann.

Rauchmelder und Smartphone kommunizieren akustisch über Töne, die von der App dann interpretiert werden. So lassen sich Betteriestand und Verschmutzungsgrad auslesen, ohne dazu eine Leiter holen zu müssen. Man muss jedoch direkt unter dem Gerät stehen.

Für Privatnutzer ist das nicht so interessant, eher für Facility-Manager oder Vermieter, wenn es viele Standorte mit vielen Rauchmeldern gibt.

Welche Kaufkriterien gibt es noch?

Weitere Punkte sind für den Kauf aber auch wichtig. Dazu gehört etwa, dass bei vielen Zwischenwänden eine gekoppelte Lösung besser ist, da von vielen Meldern nicht mal der 85 dB(A)-Standard bezüglich der Lautstärke erreicht wird.

Bei vielen Rauchmeldern blinkt eine Bereitschafts-LED alle 60 oder 120 Sekunden, im Wohn- oder Schlafzimmer kann das nerven. Außerdem sollte man darauf achten, ob es eine Stummschaltefunktion gibt, so kommt es beim Kochen nicht zum Alarm, wenn man den Testknopf vorher einmal drückt. Diese Funktion bieten viele Geräte.

Wenn es einen Fehlalarm gibt, sollte der Alarm schnell abgeschaltet werden können, etwa mithilfe eines Besenstiels, nicht alle Geräte lassen sich aber deaktivieren.

So haben wir getestet

Getestet haben wir fotooptische Rauchmelder zwischen 8 und 25 Euro, außerdem auch Funkmelder und zwei Geräte, bei denen man den Status per App auslesen kann.

Nachdem man den Standort für seinen Rauchmelder gewählt hat, sollte das Auspacken und anschließende Ausrichten, Anschrauben und auch Aktivieren nicht mehr als zehn Minuten in Anspruch nehmen. Bei minderwertigen Schrauben kann der Schraubendreher aber abrutschen, die Dübel können zu kurz sein, der Rauchmelder schief sitzen. Klebe-Pads werden nur selten mitgeliefert. Daher bewerten wir auch die Qualität des Befestigungsmaterials.

Rauchmelder Update 06/2019: (von links nach rechts) Smartwares RM250, Brennenstuhl RM C 9010, FireAngel ST-622-DET P-Line, Sebson GS506G, Brennenstuhl RM L 3100, Hekatron Genius PLUS, SHD DOF29, Pyrexx PX-1, Abus GRWM30600, Xeltys FIT380675 Toba
Unser Update 06/2019 mit Geräten von Smartwares, Brennenstuhl, FireAngel, Sebson,  Hekatron, SHD, Pyrexx, Abus und Xeltys.

Wir haben die Melder gut bewertet, die auf Anleitung oder Verpackung auf gute Standorte hingewiesen haben. Außerdem haben wir auch die Anleitungen unter die Lupe genommen, da gab es gut bebilderte und ausführliche, aber auch welche mit wenigen Informationen.

Die Sonderfunktionen

Einige unserer Geräte können per Funk gekoppelt werden. Bei anderen gibt es eine integrierte Echtzeituhr, die eine Dimmfunktion ermöglicht, so blinkt die LED nicht zwischen 22 und 6 Uhr. Eines der Geräte lässt sich per App auslesen und verwalten, nicht per Funk, sondern über Töne.

Der Rauch

Anschlagen sollte solch ein Gerät zügig, wenn es raucht. Nicht alle machen das aber so zuverlässig, manche Testgeräte waren sogar durch starken Qualm nicht sonderlich beeindruckt.

Genutzt haben wir hier eine Brandquelle mit Öl und Baumwolle, selbst bei 40 bis 50 Zentimeter Abstand brauchten zwei Geräte über 30 Sekunden, um anzuschlagen.

Pyrexx PX-1 - obgleich er im schwarzen Ruß versinkt meldet er erst nach 36 bzw. 60 Sekunden!
Der Pyrexx PX-1 reagiert erst nach 36 oder 60 Sekunden.

Funktionieren sollte bei einem Rauchmelder vor allem, dass er auch auslöst und laut genug muss er dabei auch sein.

Die Lautstärke

Wir haben aus drei Metern Entfernen mit einem Messmikrofon die Lautstärke überprüft und mit Rauch echten Alarm ausgelöst. Bei einigen Meldern sind Test- und Alarmsignal nicht identisch.

Die Lautstärke wird mit >85 dB(A) angegeben, davon unterscheidet sich die Lautstärke in Sone. Da die eher dem menschlichen Gehör entspricht, kennzeichnet die höchste Sone-Messung den lautesten Rauchmelder.

Die Testgeräte variieren von leise bis laut, einige kamen nicht mal auf 85 Dezibel.

Bei manchen Geräten kann man bei einem Fehlalarm nicht per Knopfdruck stumm schalten. Unter diese Kategorie fällt auch eine unserer Empfehlungen.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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