Smarte Outdoor-Überwachung Test: Überwachungskamera

Über­wachungs­kameras im Test : Smarte Überwachung

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Update 27.10.2020

Direkt per Push-Nachricht erfahren, wenn sich Personen nähern, über die App die Lage im Live-Stream beobachten. Moderne Überwachungskameras können einiges – worauf bei der Out- und Indoor-Überwachung zu achten ist, haben wir getestet.

Update 27. Oktober 2020

Wir haben weitere Überwachungskameras getestet:

Unter den Outdoor-Kameras konnten die Lupus LE221 Outdoor, die Reolink Argus 2 mit Solarpanel sowie die Bosch Eyes-Außenkamera überzeugen.

Bei den Indoor-Kameras haben die Netatmo Welcome und die Bosch Eyes-360°-Innenkamera eine Empfehlung bekommen.

Sebastian Jentsch
Sebastian Jentsch
ist Technik-Journalist, passionierter Heimwerker und Hobbykoch. Er schreibt unter anderem für Notebookjournal und Notebookcheck über mobile Technik und testet regelmäßig Küchen-, Haushalts- und Gartengeräte.

Der Markt für Überwachungskameras ist groß und sie sind in allen Preiskategorien zu haben. Bei der Wahl der richtigen Überwachungskamera ist zunächst entscheidend, in welchem Bereich sie eingesetzt werden soll. Egal ob drinnen oder draußen – für beide Fälle gibt es unterschiedliche Anforderungen und entsprechend verschiedene Modelle. Daher ist dieser Test auch in Geräte für den In- und Outdoor-Gebrauch unterteilt.

Wir haben 36 Modelle für den Außenbereich und 7 für drinnen getestet. 32 der getesteten Modelle sind aktuell noch erhältlich.

Die besten Outdoor-Überwachungskameras

Das Potenzial einer modernen Outdoor-Überwachung ist riesig, da die aktuelle Technik viel vereinfacht und neue Möglichkeiten eröffnet. Kameras werden immer hochauflösender, Cloud-Speicher und Apps ermöglichen sowohl Live-Übertragung, als auch das Speichern von großen Datenmengen und den Zugriff auf diese von unterwegs. Das klingt alles erst einmal schlüssig und technisch unproblematisch. Allerdings gibt es viel, was dabei beachtet werden muss, so dass die Kombination dieser komplexen Systeme zuverlässig und alltagstauglich funktioniert.

Man spricht hier von IP, Internet Protocol-Kameras oder auch von Netzwerkkameras, die ins Heimnetzwerk eingespeist werden und die Aufnahmen sowohl auf einem internen Speicher, als auch online abgelegt werden können. Häufig wird dafür ein externer Router/Basis-Station verwendet. Die Kameras können sowohl akkubetrieben, als auch kabelgebunden sein.

Die Kameras selbst müssen witterungsbedingt einiges aushalten und fast schon intelligent arbeiten können und das nicht nur tagsüber, sondern auch nachts. Damit nicht jede Schneeflocke durch ihre Bewegung Alarm auslöst, arbeiten die meisten Kameras mit Infrarot-Sensoren, die bei Bewegungen in Kombination mit Wärme aktiv werden, diese Technik wird PIR, Pyroelectric/Passive Infrared genannt.

Gestochen scharf: Lupus LE221 Outdoor

Gestochen scharf

Lupus LE221 Outdoor

Test: Lupus Le221 Outdoor
Von Lupus kommt eine robuste, wetterfeste und bildstarke Kamera. Man muss sie nur an 230 bzw. 12 Volt anschließen, ausrichten und sich nie wieder um die Hardware kümmern – ohne Folgekosten.

Die Lupus LE221 Outdoor ist wetterfest, robust, wartungsfrei und liefert erstklassige Bildqualität. Die Kamera kann im WLAN oder am Netzwerkkabel – das die Kamera dann auch mit Energie versorgt – betrieben werden. Ein 12-Volt-Steckernetzteil wird mitgeliefert. Da dies aber nicht wetterfest ist, muss es trocken untergebracht sein. Empfehlenswert ist der Betrieb über das Ethernet-Kabel, da die Verbindung über WiFi zu langsam ist und so einen verzögerten Live-View liefert. Die Kamera ist nach IP67 gegen Staub, Sand und Wasser geschützt sowie nach IK10 gegen mechanische Einwirkungen.

Bilder und Videos werden auf einer SD-Karte in der Kamera gespeichert, eine SD-Karte wird allerdings nicht mitgeliefert. Einen Cloud-Service gibt es ebenfalls nicht – man ist also selbst für die Speicherung der Videos verantwortlich.

Mehrere Lupus-Kameras können in der App miteinander kombiniert werden. Jede Kamera bekommt dabei einen Nutzernamen und ein Passwort, dafür muss man sich nicht beim Hersteller registrieren und Daten preisgeben. Überwachungszeiten können festgelegt werden, allerdings können keine Privat-Zonen im Sichtfeld definiert werden.

Eine Video-Sichtung auf der Timeline ist in der App nicht komfortabel, außerdem gibt es keine Tageszusammenfassung und keine Gesichtserkennung. Bei Alarm kann die App Push-Nachrichten empfangen und anzeigen. Eine Sirene oder Talk-Funktion gibt es bei dieser Kamera allerdings nicht. Die NVR-Software SmartVision fungiert als Schnittstelle zur Kamera: Hier kann man alle Einstellungen vornehmen, Videos sichten und Zeitpläne erstellen.

Bei Tag liefert die Lupus LE221 Outdoor erstklassiges Bildmaterial mit natürlichen Farben und leicht verzerrten Objekten. Nachts bietet die Kamera gestochen scharfe Aufnahmen: Eine zentrierte IR-Ausleuchtung macht im Radius von vier bis sechs Metern jedes Detail sichtbar. Ob 3840 x 2160 Bildpunkte notwendig sind ist Ansichtssache, der Speicherplatz ist dadurch aber unnötig schnell erschöpft und auch die Bandbreite wird strapaziert.

Die Lupus LE221 Outdoor eignet sich vor allem für einen weiten Garten, einen großen Hof oder ein Betriebsgelände.

Starkes Gesamtpaket: Logitech Circle 2

Starkes Gesamtpakt

Logitech Circle 2

Test Outdoor-Über­wachungs­kamera: Logitech Circle 2
Die Circle 2 ist kompakt, flexibel, komfortabel in der Bedienung (Tagesresümee) und wird in der Nacht fast unsichtbar.

Bevor die Logitech Circle 2 an der gewünschten Position installiert werden kann, muss man sie erstmal einrichten und in das Heimnetzwerk integrieren. Das hat bei uns länger gedauert als erhofft, wir mussten die Kamera mehrfach zurücksetzen und neu starten, bevor sie mit dem WLAN verbunden werden konnte. Für die App muss man einen eigenen Account erstellen.

Danach kann das Gerät im Radius von 10 Metern vom WLAN-Router entfernt sein und die Montageplatte an gewünschter Stelle angeschraubt werden, auf die dann die Kamera einfach aufgesteckt wird. Dieser Ort sollte so gewählt werden, dass eine mühelose Demontage garantiert ist, da der Akku nicht ganz hält, was er verspricht und je nach Nutzung nach wenigen Tagen oder Wochen wieder geladen werden muss. Wem das zu umständlich ist, der kann das Gerät auch an die Steckdose stecken, sollte dabei aber bedenken, dass das mitgelieferte Kabel nicht wetterfest ist oder sich direkt die kabelgebundene Version kaufen.

Über Alexa, Google Home und Apple HomeKit, kann mit dem Gerät verbal kommuniziert werden. Die Kamera verfügt sowohl über Mikrofone als auch einen Lautsprecher, der jedoch nur bei Netzbetrieb über die App als Gegensprechanlage funktioniert.

Die App ist sehr übersichtlich aufgebaut und es gibt zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten, wie beispielsweise die Auflösung der Aufnahmen, Nacht-Modus, die Einstellung des zu überwachenden Bildes oder die Bewegungserkennung. Eine sehr gelungene Funktion ist das Tages-Resümee, welche im Zeitraffer die Aufnahmen von bis zu 24 Stunden zusammenfasst und ein mühsames Durchsuchen der Clips obsolet macht. Außerdem beherrscht die Circle 2 auch Geofencing, das heißt, wenn die Bewohner sich zuhause befinden, ist die Kamera nur im Standby-Modus, verlassen die Bewohner das Haus wird sie wieder aktiviert.

Die Aufnahmen werden im Cloud-Speicher abgelegt, reicht einem der Zugriff auf die letzten 24 Stunden ist dieser Service kostenlos, das Speichern der letzten zwei Wochen kostet 4 Euro im Monat und 31 Tage-Speicherung mit Personenerkennung und Bewegungszonen kosten 10 Euro im Monat. Aber der kostenlose Service ist für die meisten Nutzer vermutlich ausreichend.

Insgesamt kommt die Logitech Circle 2 mit vielen sehr nützlichen Eigenschaften und einer wirklich hervorragenden App und das zu einem unschlagbaren Preis. Nichtsdestotrotz hat sie auch die ein oder andere Schwachstelle. Am gravierendsten ist die Akkuleistung, die laut Logitech zwei Monate beträgt, wir mussten bereits nach vier Tagen feststellen, dass der Akku neu geladen werden musste. Selbstverständlich wurde die Kamera in diesem Zeitraum durch unseren Test extrem beansprucht und er entspricht nicht der alltäglichen Nutzung, aber wir bezweifeln, dass das Gerät auch unter normalen Bedingungen so lange durchhält.

Weitere Kritikpunkte sind die Wartezeit von ca. 15–20 Sekunden, bis man ein Live-Bild in der App zu sehen bekommt und auch die Reaktion des Bewegungssensors ist ein wenig zögerlich, tritt ein potentieller Einbrecher in den Überwachungsbereich ein, dauert es erstmal eine Sekunde bis, die Kamera aktiviert wird, so könnte es sein, dass die Person, dann bereits wieder aus dem Aufnahmebereich verschwunden ist.

Diese Schwächen können den ein oder anderen Käufer abschrecken, für andere reichen die Fähigkeiten der Logitech Circle 2 vielleicht schon aus. Hervorzuheben ist ihr hervorragender Komfort in der Bedienung und ihre flexible Einsatzfähigkeit. Wen das Aufladen stört, der sollte sich entweder einen zweiten Akku oder gleich die kabelgebundenes Version besorgen.

Für Experten
Test Outdoor-Über­wachungs­kamera: D-Link DCS-2802KT-EU
D-Link liefert eine robuste und kompakte Kamera, sie lässt die Wahl zwischen lokaler oder einer günstigen Cloud-Speicherung.

Das Überwachungssystem D-Link DCS-2802KT-EU besteht aus zwei kabellosen Kameras und einer nicht wetterfesten Basisstation, die über ein Kabel mit dem Router verbunden wird. Das ermöglicht eine blitzschnelle Eingliederung ins Heimnetzwerk, über einen Synchronisations-Knopf werden die Kameras aktiviert. An die Basis kann eine SD-Karte oder eine externe Festplatte per USB angesteckt werden, auf der die Aufnahmen gespeichert werden, beides muss zusätzlich angeschafft werden. Auch hier gibt es die Möglichkeit eines Abonnements, um die Videos in einer Cloud zu sichern. Das Speichern des Materials eines Tages ist kostenlos, die Basic-Variante kostet 25 Euro im Jahr und speichert sieben Tage. 30 Tage kosten 100 Euro im Jahr. Doppelt speichern, ist doppelt sicher. Ein wenig undurchdacht ist, dass die Homebasis, über einen Alarm verfügt, was einem Einbrecher, der nicht vor Schreck davonläuft, ermöglicht die Basisstation samt gespeicherten Aufnahmen mitzunehmen. Dieser Alarm muss jedoch nicht aktiviert werden und durch die Cloud-Option kann das Material zusätzlich gesichert werden.

Die Montage funktioniert sehr einfach, eine Montageplatte wird festgeschraubt und dann wird die Kamera mittels Magneten einfach aufgesteckt. Das ist praktisch, da man sie ja immer wieder abmontieren muss, um sie zu laden. D-Link verspricht zwar eine Akkulaufzeit von über sechs Monaten unter der Bedingung, dass keine Live-Schaltung aktiviert wird und die Kamera nur etwa drei Minuten am Tag aufzeichnet. In unserer intensiven Testphase mussten die Akkus allerdings nach wenigen Tagen wieder geladen werden.

Die App ist modern gestaltet und bietet vielfältige Einstellungsmöglichkeiten. Man kann über die »One Tap«- Funktion verschiedene Modi einrichten und diese dann mit einem Klick aktivieren. Solche Anpassungen kosten dann doch einiges an Zeit, sind aber für diejenigen, die genaue Vorstellungen von dem haben, was sie wollen, ein Segen. All denen, die nicht so viel Zeit investieren möchten, empfehlen wir eine intuitiv bedienbare App, wie bei der Logitech Circle 2.

Wurde eine Bewegung registriert zeichnen die Kameras von D-Link nahezu ohne Verzögerung auf, was bei anderen getesteten Geräten häufig erst innerhalb von ein paar Sekunden der Fall war. Außerdem hat man bei den Kameras viele Möglichkeiten sie optimal für die eigenen Wünsche einzurichten, hat man sich erstmals in die App eingearbeitet bietet sie tolle Möglichkeiten. Durch den Zukauf von bis zu zehn Kameras kann man sich ein riesiges Überwachungssystem aufbauen und jeder Kamera eine individuelle Aufgabe zuteilen, dann ist man allerdings auf das Cloud-Abonnement angewiesen.

Mobil einsetzbar
Test: Reolink Argus 2 + Solarpanel
Die Energie der Reolink kommt aus dem Solarmodul, es braucht nur eine Verbindung zu ihrem WLAN.

Die Reolink Argus 2 kommt zusammen mit einem Solarpanel, das den Akku der Kamera bei Sonnenschein auflädt. Doch auch im Schatten produziert das Panel Strom. So müssen keine neuen Akkus oder Batterien gekauft werden und man kann den stromfressende Live-View benutzen oder lange, hochauflösende Videos aufnehmen.

Die Kamera ist mit Rundsockel, Regenhaube und Tragegurt auch mobil einsetzbar, zum Beispiel im Urlaub oder auf Festivals. Die SD-Karte wird direkt in die Kamera geschoben, nur auf Wunsch geht das Bildmaterial in die Cloud. Über die App lassen sich Videos und Bilder teilen. Die Timeline und die Talk-Funktion lassen sich gut bedienen, allerdings ist der Lautsprecher nicht sehr laut.

Man kann Zeitpläne definieren, aber keine Privat-Zonen, in denen Bewegungen nicht erfasst werden sollen. Das Bildmaterial ist okay, allerdings wird es im Detail pixelig. Nachts sind die Aufnahmen der Reolink Argus 2 nur bis 3 Meter einigermaßen erkennbar, die Infrarot-Ausleuchtung ist schwach.

Unauffällig: Bosch Smart Home Eyes-Außenkamera

Unauffällig

Bosch Smart Home Eyes-Außenkamera

Test: Bosch Smart Home Eyes Außenkamera
Die Bosch ist eine Leuchte für den Hauseingang, mit Bewegungsmelder, Gegensprechanlage und unscheinbarer Kamera.

Die Bosch Smart Home Eyes-Außenkamera tarnt sich als unauffällige Leuchte für den Hauseingang inklusive Gegensprechanlage, Bewegungsmelder und Stimmungslicht. So ist die Überwachungskamera nicht als solche an der Fassade erkennbar.

Die Kamera kann nicht an ein Netzwerk-Kabel angeschlossen werden und benötigt daher Zugriff auf ein schnelles WLAN mit einer minimalen Upload Geschwindigkeit von 758 Kbit/s. Damit reagieren App und Live-View blitzschnell. Der interne 4-Gigabyte-Speicher kann nicht erweitert werden und es gibt keinen SD-Card Slot.

Die Nutzung der kostenlosen Bosch Cloud ist daher Pflicht. Möchte man sein Material länger als 14 Tage vorhalten, muss man das zahlungspflichtige Abo in Anspruch nehmen. Die App lässt sich angenehm bedienen und auch das Teilen von Videos und Bildern geht einfach. Man kann Zeitpläne und sensible Bereiche erstellen.

Das Gehäuse ist aus poliertem Aluminium und einem Milchglas. Oben und unten leuchtet das Stimmungslicht. Die Kamera besitzt keinen Infrarot-Scheinwerfer. Nachts wird daher der Scheinwerfer eingeschaltet, sodass circa 4 Meter gut ausgeleuchtet sind. Fällt am Tag starkes Sonnenlicht auf die Kamera, sind die Farben des Bildmaterials zu kontraststark. Lebensechte Farben liefert die Kamera bei halbschattigen Lichtverhältnissen. Die Bosch Smart Home Eyes-Außenkamera nimmt in FullHD auf, im Zoom wird es so schnell pixelig.

Was gibt es sonst noch?

Die Reolink Go kann über ein zusätzliches Solarpanel aufgeladen werden. Sofern die Sonne gut steht, muss sie dann also nicht mehr extra geladen werden. Wer klassisch laden möchte, muss je nach Modus und Nutzung nach wenigen Tagen oder Wochen per USB laden. Mitgeliefert wird eine V-SIM-Karte von Vodafone, die man freischalten muss. Anschließend hat man die Wahl zwischen einer monatlich kündbaren Option für fünf Euro und einem zweijährigen Abonnement einer monatlichen Gebühr von vier Euro. Alternativ können auch Pin-freie micro SIM-Karten von anderen Anbietern verwendet werden. Wichtig ist, zu prüfen welcher davon vor Ort eine stabile LTE oder 4G Verbindung garantieren kann. Über die App kann man ein Live-Bild machen oder auf die Videoaufzeichnungen zugreifen, die auf der SD-Karte gespeichert sind.

Die Netatmo Presence sieht aus wie ein einfacher Strahler und fügt sich somit unauffällig in eine Hausfassade ein. Die Presence ist absolut wetterfest und kommt in einem stabilen und hochwertigen Gehäuse, das schnell montiert ist. Darüber hinaus kann das Gerät zwischen Tieren, Autos und Menschen unterscheiden. Außerdem können einzelne Teile des Aufnahmebereichs ausgeschaltet werden, sodass dort Bewegungen keine Benachrichtigungen auslösen. Das aufgezeichnete Material wird auf der SD-Karte gespeichert und kann zusätzlich über FTP oder in der Dropbox gesichert werden.

Die Netgear Arlo besticht durch einen wirklich guten Preis und kann dafür auch einiges. Sie kann vor allem durch eine schnelle und leicht verständliche Installation und eine intuitive Bedienung punkten. Die Kamera kommt mit einer eigenen Basisstation, die über ein Kabel mit dem Router verknüpft wird. Von ihrem mitgelieferten Router darf sie dann maximal 15 Meter entfernt sein, kann aber nahezu überall montiert werden. Schwach dagegen ist die Infrarot-Beleuchtung, sodass die Nachtaufnahmen nur in unmittelbarer Nähe Bilder liefert, auf denen man etwas eindeutig identifizieren kann. Wer nachts mehr sehen, möchte kann hier mit IR-Scheinwerfern nachrüsten. Anders als die kabellosen Konkurrenten kommt die Netgear Arlo mit vier CR2-Batterien, die circa drei bis vier Monate halten.

Die Arlo Pro 2 von Netgear kommt mit zwei Kameras, es können allerdings bis zu 25 Kameras über den mitgelieferten Router integriert werden. Das sind zehn Kameras mehr als bei der Arlo. Außerdem kann eine Festplatte an den Router angeschlossen werden, so werden die Aufnahmen sowohl in der Cloud als auch lokal abgelegt. In der Bildqualität lassen sich keine deutlichen Unterschiede erkennen. Die kompakte Bauweise und die einfache Installation machen die Arlo Pro 2  zu einer guten Wahl und da man weitere Kameras ins System integrieren kann, eignet sie sich auch für professionelle und größere Betriebe.

Die Ring Video Doorbell 2 ist im Grunde eine smarte Türklingel, neben der Sprechfunktion, registriert sie in bis zu zehn Metern Entfernung Bewegungen. Man kann den Bereich individuell bestimmen, so dass man nur benachrichtigt wird, wenn sich Personen in unmittelbarer Nähe befinden und das Gerät somit nicht ständig auch auf vorbeilaufende Passanten reagiert. Die Ring Video Doorbell 2 ist schon für 100 Euro zu haben und liefert dafür gute Ergebnisse, macht jedoch nur im Eingangsbereich Sinn.

Die EufyCam E besteht aus zwei Kameras und einer Basistation, an die eine SD-Karte oder eine Festplatte angesteckt werden kann. Zusätzlich kann auch ein kostenpflichtiges Cloud-Speicher-Abonnement abgeschlossen werden. Während die Kameras gut verarbeitet sind, überzeugt die Befestigungskonstruktion nicht. Wirklich problematisch ist allerdings die Reaktionszeit von zwei Sekunden bis die Kamera aufnimmt, das dauert viel zu lang und vermeintliche Eindringlinge sind dann bereits aus dem Aufnahmebereich verschwunden.

Die Nest Cam Outdoor  kommt mit einem wetterfesten, sieben Meter langem Kabel. Seit 2014 gehört die amerikanische Firma zu Google und punktet aber bereits seit der Gründung in Sachen Qualität. Die Kamera kommt mit sehr guten Installationsmaterial und konnte auch in der Bildqualität mit sehr scharfen Bildern und kräftigen Farben überzeugen. Auch hinter der App steckt ein ausgeklügeltes System. Die Kamera kann ununterbrochen aufzeichnen, dafür ist allerdings das Nest Aware Plus Abo für 100 Euro jährlich notwendig. Für ereignisbasierten Cloud-Speicher reicht das Nest Aware Abo für 50 Euro jährlich. Kostenlos zugänglich sind lediglich Aufnahmen der letzten drei Stunden. Das macht die Nest Cam Outdoor  zwar zu einer extrem zuverlässigen, aber nicht gerade preiswerten Investition.

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