Elektro-Schafe für den Garten Test: Mähroboter Alle

Mähroboter im Test : Elektro-Schafe für den Garten

Update 30.09.2021

Mähroboter sieht man mittlerweile häufig durch den Garten fahren, denn theoretisch sorgen sie dafür, dass man sich das lästige Rasenmähen per Hand spart. Aber funktioniert das wirklich so leicht? Wir haben 23 Geräte getestet und geben einige Tipps für Installation und Kauf.

Update 30. September 2021

Wir hatten acht weitere Mähroboter im Test. Der Worx M700 Plus, AL-KOs Robolinho 1150W und der Yardforce Compact 400Ri sind neue Empfehlungen.

Sebastian Jentsch
ist Technik-Journalist, passionierter Heimwerker und Hobbykoch. Er schreibt unter anderem für Notebookjournal und Notebookcheck über mobile Technik und testet regelmäßig Küchen-, Haushalts- und Gartengeräte.

Ist ein Mähroboter wirklich die Lösung, wenn man keine Lust hat, selbst den Rasen zu mähen? Wir haben es getestet und Geräte zwischen 600 und 2000 Euro ausprobiert, wochenlang wurden sie einem Härtetest unterzogen. Die Unterschiede sind dabei recht groß, einige Geräte machen nur Ärger, andere funktionieren so, wie sie sollen. Teuer heißt dabei nicht immer gut, einige unserer Empfehlungen sind schon günstig zu haben. Als Allrounder für den Garten konnten uns teure Geräte nicht unbedingt überzeugen, denn im sandigen Boden fahren sie sich häufig fest und man muss Hindernisse erst eingrenzen, das ist aufwendig.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
ErweiterbarHindernismeisterFür große FlächenGünstigOhne WLAN
Test: Worx Landroid M 700Elektro-Schafe für den Garten Test: Al Ko Robolinho 1150w E1628611049831Mähroboter Test: Stihl iMow RMI 422 PCTest: Yardforce Compact 400 RiTest Mähroboter: Bosch  Indego 350 Connect
Modell Worx Landroid M 700 AL-KO Robolinho 1150W Stihl iMow RMI 422 PC Yardforce Compact 400Ri Bosch Indego S+ 350
Pro
  • Powershare-Akkus – ideal für Winterlagerung
  • Optional durch Zubehör aufrüstbar
  • Kaum hörbar
  • Bedächtige Fahrweise, sanftes Anstoßen
  • Kein Gateway und Dongle mehr notwendig
  • Großer Lieferumfang
  • Flüsterleise mit 60 dB(A)
  • Seitliches Einfahren
  • Schnell eingerichtet
  • Gute App und Menüführung
  • Haupt und Neben­flächen
  • Dynamischer Mähplan nach Wetter­prognose
  • Braucht kein WLAN
  • GPS-Schutz + PIN-Code
  • Bedächtige Fahrweise, vermeidet Anstoßen durch Ultraschall­sensorik
  • Starten und Grob-Programmierung ohne App
  • Vier Mähbereiche
  • Robust, keine Klappen
  • Smart Mowing: Standort, Wetter
  • Schneller: Fährt in Bahnen
  • Braucht kein WLAN
  • Mit Alexa kompatibel
  • Punktgenaues Fort­setzen nach Laden
Contra
  • Ungeschütztes Display
  • Kurze Erdnägel
  • Stellenweise fehlerhafte App
  • 4 Messer feststehend
  • Rand bleibt stehen
  • Nervige Sicherheits-PIN-Eingabe
  • Hoher Preis
  • Kein Tragegriff
  • Schmale Schnittbreite
  • Stellenweise fehlerhafte App
  • Fährt nicht unter niedrige Objekte (z. B. Schaukel)
  • Fuhr im Test nicht auf Stihl-Erdkabel
  • Lauter als Stihl RMI 422
Bester Preis
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Erweiterbar: Worx Landroid M 700

Erweiterbar

Worx Landroid M 700

Test: Worx Landroid M 700
Fährt leise, ist aufrüstbar und hat einen entnehmbaren Akku.

Der Landroid M 700 von Worx eignet sich besonders gut für Rasenflächen von 500 bis 1.000 Quadratmetern. Dank breiter Räder und genügend Bodenfreiheit hat der Mähroboter kaum Probleme mit Steigungen, Rampen und Engpässen. Nach dem Baukastenprinzip erwirbt man hier das Basismodell, das man in Sachen Akku-Kapazität, Funkmodul und Sensorik nach den eigenen Wünschen gestalten kann.

Der Mähroboter ist sehr stabil und kompakt. Er fährt auch gut durch hügeliges Gelände und umfährt ohne Probleme Büsche und Mülltonnen. Der Worx ist dank Automatikbetrieb schnell einsatzbereit und man muss dafür nicht mal die App benutzen.

Mit dem seitlichen Mähwerk schneidet der Landroid ziemlich nah am Rand, sodass für nachträgliches Trimmen wenig stehen bleibt.

Dank Regensensor fährt der Mähroboter bei Regen von selbst zu seiner Basis zurück. Wie die anderen Worx-Modelle kann auch der Landroid die Station seitlich anfahren. Die Station verfügt zudem über ein Rasengitter, sodass der darunterliegende Rasen nicht zerstört oder gemäht wird.

Installation

Dem Landroid M 700 ist ein Installations-Kit beigelegt, dass Befestigungsmaterial für eine Fläche von 700 Quadratmetern enthält: Erdkabel, Heringe sowie Erdschrauben für die Ladestation und einige Kabelklemmen.

Erdnägel: fast alle sind bei sandigen Böden schlecht, sie sind zu kurz und haben keine Rippen.
Die Erdnägel enttäuschen fast alle auf sandigem Untergrund – sie besitzen keine Rippen und sind darüber hinaus recht kurz.

Die Erdnägel sind leider zu kurz und haben keine Rippen, somit halten sie in weichen Böden schlecht. Das fällt vor allem bei welligen Untergründen negativ auf. Bei sandigen Böden sollte man sich also längere Erdnägel besorgen oder das Kabel direkt im Boden verlegen. Möchte man viele Bereiche eingrenzen lohnt sich außerdem die Anschaffung einer zweiten Rolle Begrenzungskabel sowie einiger Kabelklemmen.

Lässt man das Verlegen des Begrenzungskabels außer Acht, liegen zwischen dem Auspacken und Start des Mähroboters nur rund 30 Minuten. Eine Rand-Testfahrt macht der Worx nicht, im Automatikbetrieb startet er eigenständig den Mähvorgang. Eine Verbindung des Landroids mit WLAN und App ist nur dann nötig, wenn man Zonen und Zeiten einstellen möchte.

Mögliche Erweiterungen

Der Landroid M 700 funktioniert nach dem Baukasten-Prinzip: Unter Umständen ist das Basismodell auch ohne Akku zu haben. Je nach Fläche kann man 20 Volt Powershare-Akkus mit zwei oder vier Amperestunden wählen. Hat man solche Akkus von Worx bereits im Einsatz, muss man keine neuen erwerben.

Vor allem für die Wartung im Winter ist der Wechsel-Akku praktisch: Der Akku verbleibt frostfrei im Ladegerät, während der Mähroboter im Schuppen überwintert.

 Mähroboter Test: Mähroboter Update Worxlandroidm700 Wr142e
Der Landroid lässt sich mit diversen Modulen erweitern.

Das Anti-Collision-System (ACS) besteht aus einem nach vorn ausgerichteten Ultraschall-Aufsatz und kostet zwischen 180 und 200 Euro. Hierdurch kann der Mähroboter Hindernisse erkennen und ohne diese anzustoßen umfahren.

 Mähroboter Test: Mähroboter Worxlandroidm700 Wr142ei
Das Off-Limits-Magnetband wird unterirdisch verlegt.

Befinden sich kleine Blumeninseln oder Ähnliches im Rasen kann man die Off-Limits-Magnetbänder nutzen: Die werden um das Hindernis herum einen spaltbreit unter der Erde verlegt. Dann muss man nur noch den Sensor von unten an den Mähroboter stecken, dann überfährt der Roboter Magnetmarkierung nicht mehr.

 Mähroboter Test: Mähroboter Worxlandroidm700 Wr142ei
Das Ultraschallmodul.

Das Modul Voice Control sorgt dafür, dass man den Landroid auch per Sprachsteuerung bedienen kann. Dadurch muss man dann nicht mehr auf den Tasten am Gerät herumtippen und auch das Smartphone samt App wird nicht gebraucht. Nachdem man die rote Stopp-Taste gedrückt hat, stellt der Worx simple Fragen und reagiert dann der Antwort entsprechend. Das Modul erkennt diverse Akzente und Sprachen, Internet wird nicht benötigt. Wir haben Voice Control jedoch für diesen Test nicht ausprobiert.

Bei Radio Link handelt es sich um ein GPS- und 4G-Mobilfunkmodul inklusive SIM-Karte. Hier wird man benachrichtigt, wenn der Mähroboter sich nicht mehr in seinem Geofence-Bereich befindet. Er lässt sich dann sperren und orten. Die SIM-Karte ist im Voraus für einen Zeitraum von drei Jahren bezahlt.

Dass man den Worx nach seinen Wünschen ausbauen kann ist praktisch, da man häufig erst nach der ersten längeren Benutzung feststellt, was man noch verbessern möchte. Andererseits ist das Basisgerät ohne Akku schon recht teuer und auch die Erweiterungen sind nicht gerade günstig.

Bedienung

Der Landroid verfügt über ein LC-Display sowie ein paar Tasten. Durch sie können man Mähroboter die grundlegenden Settings gewählt werden: Uhrzeit, WiFi-Funk oder Automatikbetrieb inklusive Arbeitszeiten.

Die App ist vor allem zur Feinjustierung der Betriebszeiten, dem Zonenmanagement sowie der Auswertung da. So kann man eingreifen wenn im Automatik-Betrieb zu häufig gemäht wird, beispielsweise wenn die Rasenfläche unter 500 Quadratmetern groß ist. Mit der App kann man den Worx manuell von Weitem starten, stoppen und den Akku-Stand ablesen.

In der App kann man darüber hinaus auch Sicherheitsfunktionen aktivieren. Sobald der Rasenmäher aus seinem Bereich entfernt wird, beginnt er zu piepen und hört auf zu arbeiten. Um einen gestohlenen Worx orten zu können, benötigt man aber das Modul Radio Link.

Verarbeitung

Das Kunststoffchassis des Landroid ist stabil und die matten Oberflächen sowie die Tasten wirken langlebig.

Die mittelbreiten, gummierten Räder tragen ebenfalls zum guten Gesamtbild bei. Auch auf sandigen Untergründen sorgen sie für einen guten Grip, sodass der Worx auch Steigungen meistert.

Das Display ist leider ungeschützt und somit täglich UV-Strahlung und Witterung ausgesetzt.

Funktionen

Der Worx ist mit einem Regensensor ausgestattet, wenn es anfängt zu regnen, fährt er wieder zurück zur Basis. Der Mähvorgang wird dann nach einer gewissen Zeit fortgesetzt. Man kann den Regensensor jedoch auch deaktivieren, die Verzögerungszeit lässt sich ebenfalls einstellen.

Per Drehrad wird die Schnitthöhe zwischen drei bis sechs Zentimetern gewählt. Die Schnittbreite ist hier mit 18 Zentimetern vergleichsweise gering.

Bei den Worx Landroid-Mährobotern liegen die Messer nicht mittig unter dem Mäher, sondern seitlich. Dadurch kann bis 2,5 Zentimeter an den Rand geschnitten werden. Hierfür muss das Kabel möglichst genau an den Rändern verlegt werden, die der Mähroboter nicht überfahren soll (hohe Rasenkantensteine, Zaun, Hauswand etc.).

Am Rand befindet sich eine metallene Schutzabdeckung, sodass Kinder nicht in die Messer gelangen können.

Besteht die Fläche aus mehreren Bereichen, die über einen Korridor miteinander verbunden sind, werden diese automatisch vom Worx erkannt. Zusätzlich kann man in der App eine Multi-Zonen-Programmierung einstellen. Verteilung der Arbeitszeiten sowie der Startpunkt zum Mähen einer bestimmten Zone können so festgelegt werden. Insgesamt können vier Zonen eingerichtet werden.

Mäh-Test

Der Landroid wurde über mehrere Wochen getestet, in der Zeit haben ihm auch Starkregen, Gewitter und Sturm nichts ausgemacht.

Worx liefert die einzige Station mit Gitter und seitlichem Andocken.
Die Basis mit Gitter.

Der Landroid fährt seitlich in die Station. Dadurch kann die Basis zum einen platzsparend aufgestellt werden, die Bodeneinheit mit Rasengitterstruktur wächst zudem auch schnell ein und ist somit fast unsichtbar.

Zum vollständigen Aufladen braucht der Mähroboter rund zwei Stunden, die Laufzeit beträgt je nach Untergrund und Komplexität der Fläche etwa 100 Minuten. Im Test haben wir einen Powershare-Akku mit 4 Amperestunden und 20 Volt verwendet.

Wie größtenteils alle Modelle fährt auch der Landroid nach dem Zufallsprinzip im Zickzack-Muster über den Rasen. Das mag chaotisch aussehen, führt jedoch zu einem ordentlichen und homogenen Ergebnis, denn innerhalb einer Woche wird jeder Grashalm wenigsten einmal geschnitten. Die Geräuschentwicklung ist dabei durchaus angenehm, aus einer Entfernung von 20 Metern vernimmt man nur ein leichtes Surren.

Wartung und Kosten

Zu den laufenden Kosten gehört das Nachkaufen der Ersatzklingen, bestenfalls kosten hier 30 Klingen 20 Euro. Die Messerabnutzung wird zudem durch die Vorwärts- und Rückwärtsrotation gemindert und ein sauberes Schnittbild erzeugt. Je nach Mähhäufigkeit soll so laut Hersteller ein Wechsel der Klingen nur einmal in der Saison notwendig sein.

Auch ein Ersatz-Akku wird irgendwann fällig. Zum Wechseln kann der 20-Volt-Lithium-Ionen-Akku einfach unter der Klappe entnommen werden. Für den Powershare mit 4,0 Amperestunden bezahlt man etwa 150 Euro, Nachbauten gibt es für deutlich weniger Geld.

Im Spätherbst muss der Landroid ins Trockene. Der Akku sollte unter Ladung gelagert werden, daher muss man lediglich den Akku herausnehmen und an das Ladegerät anschließen.

Nachteile

Für uns hat der Landroid M 700 kaum Schwächen. Die Erdnägel sind kurz und halten auf sandigen Böden häufig nicht. Hier sollte man auf eine unterirdische Verlegung zurückgreifen.

Möchte man den Mähroboter mit der App verbinden, muss er im Bereich des WiFi sein, was bei größeren Flächen häufig nicht möglich ist. Um vom App-Komfort und automatischen Updates zu profitieren, muss zumindest die Basis im WiFi-Bereich sein. Bei fehlender Verbindung kann das Radiomodul helfen, das soll die Reichweite auf bis zu einen Kilometer erweitern.

Ein weiterer Kritikpunkt ist das hochpreisige Zubehör: Der Yardforce Compact 400Ri ist auch mit Ultraschall-Sensoren ausgestattet, kostet jedoch weniger als das Basismodul des Landroid. Der entsprechende Ultraschall Aufsatz von Worx kostet dagegen bereits 200 Euro.

Hindernismeister: AL-KO Robolinho 1150W

Hindernismeister

AL-KO Robolinho 1150W

Für große und größtenteils zusammenhängende Grundstücke mit schmalen Passagen eignet sich der AL-KO Robolinho 1150W. Laut Hersteller kann der Mähroboter 1.000 Quadratmeter bearbeiten, bei dieser Größe sollte die Fläche aber größtenteils zusammenhängend sein. Ist das Gelände stark zergliedert und beinhaltet vielleicht sogar Steigungen bis 24 Grad, sollte es nicht größer als 800 Quadratmeter sein.

Maximal 60 Zentimeter breit sollten die Korridore sein. Damit alle Flächen ähnlich intensiv befahren werden, sollte man bei Haupt- und Nebenflächen Startpunkte festlegen. Das passiert am Begrenzungskabel, beispielsweise 50 Meter links von der Ladebasis. Der Mähroboter fährt dann direkt zu dieser Nebenfläche.

Anders als die kleineren Schwestermodelle hat der AL-KO keinen Regensensor. Das bedeutet aber keinen Rückschritt, denn man kann den Automatikbetrieb nun vom Wetter und der daraus resultierenden Wuchsgeschwindigkeit abhängig machen. Dadurch wird letzten Endes auch der Verschleiß gemindert: Wo bei Trockenheit wenig wächst, muss auch weniger häufig gemäht werden.

Die feststehenden Klingen schneiden harte Gräser auch dann, wenn sie etwas an Schärfe eingebüßt haben. Anders als bei beweglichen Klingen können hier aber bewegliche Dinge wie Kinderspielzeug oder Gartenschläuche angeschnitten und beschädigt werden.

Das seitliche Einfahren in die Station klappte im Test einwandfrei, auch wenn die Station nicht völlig eben stand. Die kleinen Vertiefungen an den Rädern tragen zu einer exakten Positionsfindung bei.

Lässt man das Verlegen des Begrenzungsdrahtes außer Acht, ist der Robolinho 1150 W schnell eingerichtet. Auf Wunsch läuft er auch ohne App zeitgesteuert. In der übersichtlichen Menüführung kann man nicht ganz so viele Einstellungen vornehmen wie per App. Hier kann man den Eco-Modus oder eine Karenzzeit nach Regen aktivieren. In der hübsch gestalteten Wochenübersicht mit den Arbeitszeiten erkennt man sofort, wie lange es noch bis zum nächsten Mähvorgang dauert.

Die ausladende Schürze des Rasenmähers ist in puncto Sicherheit vorteilhaft: Egal wo sie anstößt, es wird als Hindernis erkannt und umfahren. Nur Gegenstände die besonders leicht sind wie ein Kinderspielzeug oder ein Ball, schiebt der Robolinho umher.

Vor Diebstahl soll eine Sicherheits-PIN schützen. Nervig ist, dass man die nicht deaktivieren kann und man sie bei jedem Zugriff sowie jeder Blockade eingeben muss.

Für das Mähen um Hindernisse bzw. den Randschnitt ist das in der Mitte sitzende Mähwerk nicht optimal. Es verbleibt stets ein gutes Stück Rasen, außer Rasen und Nachbarfläche sind ebenerdig und der Mähroboter kann mit einem Rad darauf fahren.

Für große Flächen: Stihl iMow RMI 422 PC

Für große Flächen

Stihl iMow RMI 422 PC

Mähroboter Test: Stihl iMow RMI 422 PC
Der Roboter schafft auch große Flächen von bis zu 1.700 Quadratmetern mit Steigungen, ist leise und mäht je nach Wetter und Wachstum.

Hat man viel Fläche, die gemäht werden muss, sollte man sich den Stihl iMow RMI 422 PC näher ansehen. Hier läuft ebenso alles über die Zufallsfahrt, jedoch schafft er dafür Steigungen bis zu 22 Grad, das kann die Konkurrenz meist nicht. Obwohl er eine feststehende Klinge hat, ist er eines der leisesten Testgeräte.

Hier gibt es ein GPS-Modul, so werden Standort und Wetterdaten erkannt, die Arbeitszeiten werden automatisch angepasst.

Das GPS-Modul dient darüber hinaus der Sicherheit, denn die App kann das Gerät lokalisieren, so findet es ihn schnell wieder. Auch hier gibt es gegen Diebstahl einen PIN-Code. Nur wenn man die Zahlenfolge kennt, kann man ihn bedienen. Wer den Extra-Schutz als überflüssig empfindet, kann die Funktion deaktivieren.

Die Schürze liegt tief und ist weit ausladend, auf dem Korpus steckt sie beweglich und in Gummi gelagert, somit steht Sicherheit im Vordergrund. Größer als bei anderen Geräten ist hier der Abstand von Mähwerk und Korpus, wichtig wird das, wenn das Gerät mal versehentlich über eine Kinderhand fährt.

Diese Design-Entscheidung bringt jedoch einen Nachteil mit sich – steigt das Gelände plötzlich an oder gibt es Vertiefungen oder Gefälle, so kann das Gerät stecken bleiben.

Insgesamt bietet der Stihl iMow RMI 422 PC aber viele nützliche Features besonders für große Flächen.

Günstig: Yardforce Compact 400Ri

Günstig

Yardforce Compact 400Ri

Test: Yardforce Compact 400 Ri
Sorgt mit Ultraschallsensoren für Sicherheit und ist genau das richtige für Familien mit kleinen Kindern – und kleinem Garten.

Der Yardforce Compact 400Ri ist vergleichsweise günstig, verfügt aber über Eigenschaften, die manch teurerer Mähroboter nicht zu bieten hat oder dort teuer bezahlt werden müssen. Hier fallen vor allem die beiden frontal ausgerichteten Ultraschallsensoren auf, die Hindernisse erkennen, die höher sind als fünf Zentimeter. So werden Hindernisse nicht angerempelt, sondern sanft umfahren.

Es muss sich dabei nicht mal um massive Hindernisse handeln, der mobile Hasen- oder Meerschweinchenauslauf oder der Laubhaufen wird ebenfalls zuverlässig erkannt. Bei anderen Modellen erkennt der Bumper diese Soft-Hindernisse nicht.

Yardforce Compact 400Ri: Dank Ultraschall - Meerschweinchen Gehege wird erkannt und umfahren
Dank Ultraschall umfährt der Mähroboter das Meerschweinchengehege.

Tiefhängende Objekte wie ein Trampolin oder eine Schaukel auf 40 Zentimetern Höhe werden allerdings nicht unterfahren. Stattdessen meldet die Sensorik ein Hindernis.

Der Ultraschall ist standardmäßig aktiviert, er kann nicht abgestellt und die Ausrichtung auch nicht verändert werden. Nur der Abstand zum Hindernis, ab dem beigedreht werden soll, lässt sich verändern. Standardmäßig sind 30 Zentimeter eingestellt. Schmale Hindernisse wie Tischbeine, schlanke Stämmchen oder der Wäscheleinenpfahl werden teils nicht erkannt, erst wenn der Rasenmäher an das Objekt anstößt.

Ist das Hindernis kleiner als zehn Zentimeter, schaut der Ultraschall darüber hinweg. Daher sollte man flache Hindernisse mit dem Begrenzungsdraht eingrenzen. Andererseits umfährt der Mähroboter fälschlicherweise hohes Gras.

 Mähroboter Test: Mähroboter Update Yardforcecompact400ri
Das Tastenfeld hat kein Display, ist aber ausreichend für den Automatikbetrieb.

Die Fahrweise ist bedächtig und fast langsam, der Rasenmäher lässt sich sehr viel Zeit. Die geringe Schnittbreite von 16 Zentimetern trägt ihr Übriges zur langsamen Arbeitsweise bei. Wenn es Ihnen beim Rasenmähen vor allem auf Schnelligkeit ankommt, ist dieser Mähroboter demnach nicht die richtige Wahl.

Bei abrupten Mulden und Senken kann sich die tiefe Schürze festfahren. Mähroboter mit größerer Bodenfreiheit sind hier besser. Auf der anderen Seite wird durch eine geringere Bodenfreiheit die Gefahr gemindert, dass Gliedmaßen unter das Gerät geraten. Die freischwingenden Messer würden einen Finger nur anschneiden, aber nicht abschlagen.

Start und Grob-Programmierung kann man komplett ohne App vornehmen. Ein Display gibt es nicht, nur leuchtende Tasten. Hier leuchtet auf, was gerade eingestellt ist, beispielsweise die tägliche Arbeitszeit von vier, sechs, acht oder zehn Stunden.

Die Verbindung des Rasenmähers mit der App hat im Test nicht funktioniert. Die schlecht formulierte Anleitung lässt viel Interpretationsspielraum. Aufgrund des Auto-Betriebs nach täglichen Arbeitsstunden hat uns das letztlich nicht gestört. Per App lassen sich Arbeitszeiten einstellen und die Reichweite des Ultraschallsensors justieren. In der App lassen sich auch vier Mähbereiche anlegen.

Ladestation und Mähroboter sind robust und wirken wettertauglich. Der Yardforce Compact 400Ri verfügt nicht über ein Display, das durch die Sonne beschädigt werden könnte und auch keine Klappen, die brechen könnten. Trotzdem ist Unterstand empfehlenswert, denn durch das UV-Licht kann der Kunststoff ausbleichen und spröde werden.

Ohne WLAN: Bosch Indego S+ 350

Ohne WLAN

Bosch Indego S+ 350

Test Mähroboter: Bosch  Indego 350 Connect
Der clevere Mäher ohne WLAN fährt zielgerichtet und berechnet Mähzeiten selbst – nach Wetter, Standort und Wachstum.

Der Bosch Indego S+ 350  wirkt erstmal alles andere als attraktiv, denn er kostet etwa 750 Euro und soll dafür lediglich 350 Quadratmeter mähen. Der Eindruck täuscht aber, denn er ist clever.

Seine Mähzeiten passt er automatisch an Standortfaktoren und Wetter an, so berechnet er, wie schnell Gras bei den gegebenen Wetterbedingungen wächst, dementsprechend mäht er dann seltener oder öfter, das nennt sich Smart Mowing. Für das Ganze muss man im Menü oder in der App nur ein Zeitfenster dafür festlegen.

Eine Verbindung mit dem WLAN ist dafür nicht nötig, integriert ist ein GPS-Chip, der den Standort erkennen und dafür die Wetterdaten empfangen kann. Nicht mal eine SIM-Karte wird dafür benötigt.

Bosch Indego S+ 350: Cleverer Allrounder, der Ihren Garten kartiert und in Bahnen sowie punktgenau mäht.
Er mäht in Bahne und punktgenau.

Außerdem gibt es die LogiCut-Navigation, das bedeutet, dass das Gerät in systematischen Bahnen mäht, somit wird die Fläche schneller gemäht. Das Gerät vermisst den Garten. Er weiß immer, wo er gerade ist, so kann bei Bedarf der Akku nachgeladen werden und anschließend macht der kleine Helfer an der Stelle weiter, wo er zuvor aufgehört hat. Die anderen Geräte seiner Preisklasse können das nicht, sie fahren per Zufallsnavigation.

Die Zufallsnavigation bringt kein schlechteres Ergebnis, aber somit fährt der Roboter im Garten länger.

Zeichnen sich beim Bosch Gerät durch die Bahnen dann Flächenmuster ab? Nein, die Bahnen überschneiden sich nicht, das Mähwert erreicht also nicht den Streifen zwischen den Bahnen, dort bleibt Gras stehen, das verschwindet aber normalerweise bei der nächsten Fahrt. Das liegt daran, dass er nicht auf den Zentimeter genau fährt, sondern manchmal etwas versetzt starten kann, so kommt es nicht zum Flächenraster.

Bosch Indego S+ 350: sehr geringe Bodenfreiheit
Geringe Bodenfreiheit.

Ein weiterer Vorteil der GPS-Ortung: man kann den Mähroboter einfach per Hand in einen anderen Gartenbereich umsetzen, das nennt sich MultiArea-Funktion. Dort mäht er dann und fährt danach am Draht zurück zur Ladestation. Wichtig ist das, wenn zwischen zwei Flächen eine Treppe oder ein enger Korridor ist. So muss nicht für jede Fläche eine extra Ladestation aufgestellt werden.

Das Gerät funktioniert auch kabelbetrieben, die unterirdisch verlegt sind, jedoch nicht tiefer als fünf Zentimeter. Mit dem Kabel, das der Stihl-Monteur verlegt hat, ist er aber nicht gefahren, während das Worx-Gerät damit kein Problem hatte. So haben wir für Bosch dann oberirdisch ein Kabel verlegt.

Ein Nachteil ist die geringere Bodenfreiheit, gibt es Unebenheiten, etwa bei Hindernissen, so fährt er sich fest und eignet sich maximal für Steigungen bis zu 15 Grad.

Insgesamt gefällt uns aber, wie flexibel der Bosch Indego S+ 350 ist.

Was gibt es sonst noch?

Der teure Stihl RMI 522 C wirkt unscheinbar, ist allerdings für Rasenflächen von bis zu 2.100 Quadratmetern konzipiert. Die Schnittbreite beträgt 22 Zentimeter. Dank des eingebauten GPS- und Funkmoduls kann man auch ohne WLAN per App mit dem Gerät sprechen. Einen Vertrag oder eine SIM-Karte braucht man hierfür nicht. Im Auto-Betrieb fährt der Stihl mit einem dynamischen Mähplan, bei Regen fährt er also wieder zur Basis zurück. Darüber hinaus hat er auch einen Regensensor an Bord.

In der guten Menüführung kann der Roboter ohne App schnell startklar gemacht werden, hier werden Fläche, Aktivzeiten und Randfahrten eingerichtet. Darüber hinaus kann man für die nächste Fahrt eine Verzögerung einstellen, um noch schnell den Rasen aufzuräumen. Die Basis ist wettersicher und die Kabelführung hervorragend. Kleines Manko: Durch die punktuellen Fahrten entsteht kein homogenes Schnittbild.

Der AL-KO Robolinho 500 E  ist günstig, mäht zuverlässig und reibungslos. Er kehrt zur Basis zurück und findet die Nebenfläche. Die Oberschale ist beweglich und darunter liegt die Karosserie. Der Robolinho erstaunte uns, indem er nicht einmal im sandigen und kahlen Boden stecken blieb. Um Hindernisse manövriert er herum und geht dabei bedächtig vor. Die beiden Vorderrollen helfen dabei, auf weichen Böden einwandfrei zu fahren. Somit muss nicht jeder Baum oder Strauch eingegrenzt werden, das spart Kabel.

Vom Hersteller wird angegeben, dass er Steigungen bis 24 Grad schafft. Wir glauben daran aber nicht ganz, denn seine gummierten Räder dürften doch rutschen, wenn das Gras nass ist. Wir fanden die fehlende App nicht schlimm, Zeitpläne und Einstellungen kann man problemlos am Display einrichten. Uns nervte nur die Sicherheits-PIN: Man kann sie nicht deaktivieren, sodass sie jedes Mal beim Zugriff oder einer Blockade neu eingegeben werden muss.

Für Flächen bis 700 Quadratmeter ist der Worx M700 Plus konzipiert. Er verfügt über die Cut-to-Edge-Funktion, mäht also nah am Rand, und einen echten Regensensor. Der Auto-Betrieb ist schnell eingerichtet, das Chassis ist robust. Das Gerät hat einen 20-Volt-Wechsel-Akku, flexible Klingen und kann mit Zusatzfeatures erweitert werden. Durch die schwingende Lagerung der Mähscheibe wird Festfahren verhindert: Fährt der Mähroboter über eine Hindernis oder eine deutliche Erhebung, hebt sich das Mähwerk wenige Zentimeter an, der Roboter bleibt am Boden.

Die Räder wühlen aufgrund der ruppigen Fahrweise Löcher in lockere Sandböden, schwache Hölzer werden geknickt und auch manche Steine verschoben. Ohne die Aufrüstung mit teuren Infrarot-Sensoren stößt der Mähroboter an jedes Hindernis, bevor er es als solches erkennt. Rutscht das Single-Frontrad in eine Vertiefung, fährt es sich gerne mal fest. Zudem hat es kein Kugellager, was den Verschleiß begünstigt. Das Display ist nicht vor Sonneneinstrahlung geschützt. Das Betriebsgeräusch ist moderat, aber recht laut. Bei Regen rutschen die Standard-Reifen, hier helfen optionale Bereifungen.

Laut Hersteller soll der Bosch Indego S+ 500 für bis zu 500 Quadratmeter konzipiert sein. Auf dem Testgelände von 350 Quadratmetern kam der Mähroboter schon beinahe an seine Grenzen, weswegen wir ihn eher für mehr oder weniger homogene Rasenflächen bis 400 Quadratmeter empfehlen. Der Bosch unterteilt die Fläche in Segmente, die dann in parallelen Bahnen abgearbeitet werden. Er ist dadurch schnell fertig und das Mähbild wird einheitlich. Das Gerät kann sich maximal drei Karten merken.

Die Fahrweise ist bedächtig, das Geräusch kaum hörbar und im Auto-Betrieb fährt der Roboter nach Wettervorhersage. Sogar bei Regen rutschen die Räder nicht weg. Dank des mobilfunkbasierten und kostenfreien M2M-Service ist WiFi für den Indego nicht notwendig. Leider hat das Modell Probleme mit steil ansteigenden, schmalen Hindernissen wie Drähten, Zeltschnüren oder Schaukelpfosten. Die fährt er wiederholt hinauf und bleibt schlussendlich angewinkelt stehen bis er eingesammelt wird. Auch das Einfahren in die Station klappt bei zehn Versuchen nur einmal.

Der Gardena Mähroboter R40Li gehört zur Husqvana-Gruppe. Die Gemeinsamkeiten bemerkt man schnell: Verkleidung, Fahrwerk und Chassis-Prinzip sind recht ähnlich. Für die Sicherheit ist der Aufbau des Chassis vorteilhaft, dafür fährt das Gerät sich aber oft irgendwo fest, wenn das Gelände uneben ist. Man kann dieses Gerät in einer halben Stunde in Betrieb nehmen. Die Menüführung ist übersichtlich und der Automatikmodus simpel, praktisch finden wir den vollständigen Ziffernblock, hier gibt man nach einer Störung den PIN-Code ein. Man kann einen Auto-Betrieb oder stattdessen einen Zweitagesrhythmus wählen.

Wetterfest ist er dank Verkleidung und Deckel für Display und Bedienfeld außerdem. Einen Regensensor dagegen hat der Mähroboter nicht. Als optionales Zubehör gibt es eine passende Garage für die Ladestation, wo der Roboter inklusive Ladestation sicher verstaut werden kann. Dieses Gerät ist leise und etwas kompakter als das von Worx. Festgefahren hat er sich im Test nur selten, Steigungen mag er aber nicht. Wenn er an einer Rampe hinunterfährt, bleibt am Boden oft die tiefe Schürze hängen, dadurch hängen die Räder dann in der Luft und er sitzt fest.

Wissenswertes über Mähroboter

Wenn man die Zeit lieber sinnvoller nutzen möchte, als den Rasen zu mähen, sollte man über einen Mähroboter nachdenken. Günstig sind die aber nicht und es gibt einige Tücken.

Gras wird grundsätzlich von den Geräten gemäht, egal in welcher Verfassung es ist.

Auch große Flächen sind kein Problem, für Flächen über 1000 Quadratmeter gibt es genauso passende Geräte. Setzt man das falsche Gerät auf eine zu große Fläche, muss dauernd der Akku nachgeladen werden.

Die meisten Geräte fahren nach dem Zufallsmodus, so machen sie nach dem Aufladen nie dort weiter, wo sie zuvor gestoppt haben und je nach Modell eignet sich der Antrieb nicht für große Laufzeiten.

Mähroboter Test: Testsieger Worx Landroid S WiFi.
Skizze des Testgeländes.

Wir haben aber festgestellt, dass man ein Gerät, das eigentlich für 500 Quadratmeter geeignet ist, durchaus auf 800 fahren lassen kann, das klappt aber nur gut, wenn die Fläche zusammenhängend ist.

Meist gibt es vor allem bei Grundstücken bis 800 Quadratmeter aber mehrere Segmente, die sind durch schmale Korridore verbunden und Hindernisse wie Büsche und Bäume, Steine oder der Gemüsegarten sind im Weg. Hat man solch einen Garten, sollte man ein Gerät mit der entsprechenden Quadratmeterkennzahl kaufen.

Die Kanten sind wichtig. Hier wird das Gras nur dann exakt abgemäht, wenn die Fläche daneben ebenerdig ist zur Rasenfläche. Fährt das Gerät an einer Wand entlang, erreicht das Mähwerk, das in der Mitte sitzt, den Rand nicht, das Gras bleibt stehen und muss mit einem Rasentrimmer entfernt werden. Worx schafft es bis auf nur wenige Zentimeter an den Rand.

Somit muss man trotz Roboter noch manuell nachhelfen, außer wenn alle Ränder vom Gerät überfahren werden können und ebenerdig sind.

Was ist mit Hindernissen?

Ob die Leistung des Geräts ausreicht, hängt vom Untergrund ab. Wurde der Garten professionell angelegt, dann ist die Rasenfläche plan und Gehwege oder Platten auf Rasenhöhe eingelassen, für die Mäher also kein Problem.

Meist gibt es aber Steigungen, grobe Steine, Anhöhen, lockeren Rand und mehr. Für derartige Gärten haben wir auch getestet und empfehlen daher Geräte, die mit weniger perfekten Bedingungen klarkommen.

Im Garten steht so einiges herum, Hindernisse können die Roboter aber blockieren. Bestenfalls kann er aber damit umgehen und umrundet alles einfach.

Jedoch können in der Praxis leichtere Hindernisse einfach mitgeschoben werden, Schnüre und Kabel werden zerschnitten oder aufgewickelt. Wenn es blöd läuft und das Begrenzungskabel schlecht verlegt ist, wird auch das durchtrennt.

Die Bahn muss also frei sein und dafür ist der Besitzer zuständig. Liegen Kabel und Schläuche sehr flach, werden sie überfahren, besser lässt man so etwas aber gar nicht erst liegen.

Teilflächen und Korridore

Mehrere Teilflächen können von Mährobotern bearbeitet werden, dafür muss der Korridor dazwischen aber breit genug sein. »Ausreichend breit« ist wichtig, denn nur 60 Zentimeter reichen hier nicht aus. Aber warum, wenn das Gerät doch schmaler ist? Der Grund dafür sind die Begrenzungskabel, die man an den Gartengrenzen verlegen muss. Die Kabel grenzen den Abstand weiter ein und abzüglich der Begrenzungskabel bleiben gerade Mal null bis 20 Zentimeter Fahrbreite übrig – zu wenig für unsere kleinen Helfer.

Es gibt aber auch geeignete Geräte, wie den Bosch Indego S+ 350, der kann manuell versetzt werden.

Korridor: Worx nennt 1 Meter, 80 Zentimeter genügen aber auch
Der Mindestabstand für den Korridor kann unterschiedlich sein.

Die Datenblätter geben meist nicht an, wie breit der Korridor sein muss. Bei Worx genügen 80 Zentimeter, sind die Passagen aber schmaler, sollte man lieber zum Modell mit einem Suchkabel greifen. Das ist ein drittes Kabel, es beginnt an der Ladestation, führt durch den Korridor und endet dann mittig in der Freifläche. Somit wird das Gerät zur Teilfläche geführt und findet bei schwachem Akku auch schnell wieder zurück.

Feste oder bewegliche Messer?

Neun unserer Testgeräte hatten rotierende Klingen. Meist sind das drei bis vier Cuttermesser, die beweglich an einer rotierenden Scheibe festgemacht sind. Damit wird das Gras geschnitten anstatt abgeschlagen.

Das bedeutet weniger Lärm und fürs Gras ist es angeblich auch besser.

Bei Benzinrasenmähern oder Elektro-Geräten gibt es vorwiegend feststehende Messer. Der schnelldrehende Motor verursacht eine Sogwirkung, das liegende Gras wird also angehoben und abgeschlagen, per Luftstrom gelangt dann alles in den Korb oder Fangsack.

Rechen oder Mulchen?

Bei Mähroboter gibt es keinen Fangkorb und keinen Motor mit Sogwirkung, das Gras bleibt also liegen. Dadurch, dass häufig geschnitten wird, sind es aber kurze Halme, es gibt also kein Heu, sondern der Boden wird gemulcht, das düngt den Rasen zugleich. Da die Halme zu 90 Prozent aus Wasser bestehen, wird das Material vom Boden auch schnell aufgenommen und dank regelmäßigem Schnitt bleibt die Rasenhöhe gleichmäßig niedrig.

Welche Nachteile gibt es?

Will man einen naturbelassenen Garten mit Blumen, so eignen sich Mähroboter nicht, das häufe Mähen verhindert, dass Blumen ihre Blüten ansetzen können. Liebhaber von natürlichen Wiesen können diese Geräte also nicht einsetzen.

Wie sicher sind sie?

Die Verletzungsgefahr ist niedrig, aber dennoch da. Damit keiner versehentlich in die Klinge greifen kann, gibt es Neige- und Hebesensoren. Die Messer stoppen also, wenn das Gerät auf die Seite gelegt oder angehoben wird. Diese beiden Sensoren sind wichtig beim Kauf.

Tiefe, ausladende Schürzen sind ebenfalls ein Sicherheitsmerkmal. Auch wenn der nackte Fuß überfahren wird, bleibt bis zum Messer noch genug Platz.

Schutzschlitten über dem seitlichen Messer (Worx)
Schutzschlitten für das seitliche Messer bei Worx.

Feste Hindernisse werden von den beweglichen Rasierklingen von Husqvana, Gardena, Bosch und Worx nicht zerschlagen, damit bleiben Spielzeug oder Finger ganz, wenn man damit doch mal unter die Klingen kommen sollte. Schlimmstenfalls droht dann eine Schnittverletzung.

Ambrogio L60B+: muss unter Aufsicht laufen, da er keine Begrenzungen kennt
Beim Ambrogio L60B+ gibt es keine Begrenzungen, er darf nur unter Aufsicht fahren.

Und Tiere?

Tiere wie kleine Katzen können unter das Gerät kriechen, jedoch muss der Roboter erstmal aus der Station fahren und der Motor muss angelassen werden, Gefahr besteht also nicht.

Kleintiere: Die Roboter im Test fahren erst aus der Station, dann setzen sie die Messer in Gang.
Erst fahren sie aus der Station, dann starten die Messer.

Tiere überfahren kann der Roboter nicht, denn er hält dank Stoßsensoren sofort an. Gestört werden Haustiere durch die Geräte auch nicht, da sie viel leiser sind als normale Rasenmäher.

Mit App oder ohne?

Viele Geräte kann man per App bedienen, jedoch nicht alle. Wir finden die App nicht unbedingt notwendig. Denn nach der Installation und der Testphase sollte das Gerät autark arbeiten. Statusmeldungen zum blockierten Schneidewerk finden wir da überflüssig.

Interessant mag das am Anfang noch sein, wenn man sehen will, ob das Gerät fährt, aber spätestens nach einem Monat hat man keine Lust mehr, den Mäher vom Büro aus zu starten. Daher haben wir eine App nicht als Vorteil gewertet.