Ausdauernde Benziner Test: Benzin Rasenmaeher Aufmacher

Benzin-Rasenmäher im Test : Ausdauernde Benziner

Update 03.09.2021

Benzin-Rasenmäher sind laut und riechen nicht besonders angenehm, dennoch sind sie beliebt, denn hier muss kein Akku aufgeladen werden, damit man weitermähen kann. Wir haben insgesamt 16 Benzin-Rasenmäher getestet.

Update 3. September 2021

Wir haben den Stihl RM 253 T neu getestet und er konnte direkt eine Empfehlung ergattern.

13. Juli 2021

Wir haben drei weitere Benzin-Rasenmäher getestet. Der Husqvarna LC140SP und der AL-KO Premium 521 VS-H, sind neue Empfehlungen. Der AL-KO Premium 470 VS-B und der Deltafox DG-PLM 4213 SP 4in1 sind nun unter „Was gibt es sonst noch?“ zu finden.

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Sebastian Jentsch
ist Technik-Journalist, passionierter Heimwerker und Hobbykoch. Er schreibt unter anderem für Notebookjournal und Notebookcheck über mobile Technik und testet regelmäßig Küchen-, Haushalts- und Gartengeräte.

Benzin-Rasenmäher sind laut und können unangenehm riechen, außerdem brauchen sie mehr Wartung als etwa Akku-Geräte. Dennoch erfreuen sie sich weiter großer Beliebtheit, denn da sie durchzugsstark sind, schaffen sie auch hohes und nasses Gras ohne Probleme.

Meist kommen die Modelle mit Radantrieb und teils Elektrostarter, sogar schon bei den günstigeren Modellen. Will man 1.000 bis 1.500 Quadratmeter mähen, macht sich der Viertakter bezahlt. Für kleine Flächen könnte ein Akku-Gerät dennoch besser sein, denn Benzin-Rasenmäher sind wartungsintensiver. Alternativ kann man auch in einen Mähroboter investieren.

Will man aber regelmäßig große Flächen mähen, so eignen sich Benzin-Geräte definitiv, auch für anspruchsvolles Gelände. Wir haben 16 Benzin-Rasenmäher getestet, einige können wir empfehlen.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Ersatzteil-GarantieKompaktFür große FlächenStarke Motorisierung
Benzin-Rasenmäher Test: Bildschirmfoto 2019 09 05 Um 11.58.29Test: Husqvarna Lc140spAusdauernde Benziner Test: Stihl Rm 253 TTest: Al Ko Premium 521 Vs H
Modell Stihl RM 448 PC Husqvarna LC140SP Stihl RM 253 T AL-KO Premium 521 VS-H
Pro
  • Komfortable Korb­entnahme
  • Mittlere Geschwindigkeit
  • Schnell zusammen­geklappt und einfach verstellbar
  • Vergleichsweise leicht
  • Echtes Mulch-Kit optional
  • Leicht und wendig
  • Gute Verarbeitung
  • Material­schonende Klapp­mechanik
  • Kompakt zusammen­geklappt
  • Vergleichsweise leise
  • Durchlässiger Gewebe­korb mit Metall­rahmen
  • Stabiles Stahlblech-Chassis und solide Korb­befestigung
  • Radantrieb
  • Korbentnahme mit einer Hand
  • Leicht zu schieben
  • Homogener Schnitt auf Wiese
  • Hohe Leistung
  • Gutes Fahrgefühl dank großer Hinter­räder
  • Gute Verarbeitung
  • Geschwindigkeit stufenlos
  • Mulcheinsatz und Grasauswurf
  • Großer Korb von 70 Liter
Contra
  • Korb mit Kunststoff­nasen
  • Fixierte Geschwindigkeit
  • Kleiner Tank von 0,8 Liter
  • Fixierte Geschwindigkeit
  • Kunststoffräder und -höhen­einstellung
  • Korb ohne Füllstands­anzeige
  • Äußere Flügel­schraube verkantet sich an Zäunen etc.
  • Korb nicht aufklappbar
  • Keine Trage­griffe am Korpus
  • Keine Höhen­einstellung am Holm
  • Hohes Gewicht
  • Keine Holm-Höhen­verstellung
  • Zusammengeklappt vglw. groß
  • Hohes Gewicht
  • Verarbeitungsdetails: Speed-Hebel
Bester Preis
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Ersatzteil-Garantie: Stihl RM 448 PC

Ersatzteil-Garantie

Stihl RM 448 PC

Benzin-Rasenmäher Test: Bildschirmfoto 2019 09 05 Um 11.58.29
Höchster Komfort, starke Verarbeitung und gute Ersatzteil-versorgung – für kleine und mittlere Flächen.

Will man mit dem Gerät nur mittlere oder kleine Gärten mähen, so eignet sich der RM 448 PC von Stiehl. Die Arbeit mit ihm ist komfortabel und mit dem Radantrieb kommt man sogar durch hohes Gras. Teuer ist er, dafür bekommt man aber Komfort und gute Qualität.

Auch bei hohen Hartgräsern gibt es keine Probleme dank OHV-Motor mit drei Pferdestärken. Der Rasenmäher bleibt in der Spur und lässt sich nicht aufhalten. Den Fangkorb kann man schnell entnehmen, das liegt auch an dem Mono-Komfortlenker. Außerdem kann man diesen Korb aufklappen, das spart Zeit, denn so kann man ihn deutlich schneller entleeren.

Auch wie das mit der zentralen Schnitthöhenverstellung gelöst ist, finden wir gut: Dank Feder-Unterstützung nur den Hebel am Tragegriff ziehen, das Gerät herunterdrücken beziehungsweise hochziehen, so kann die Schnitthöhe leicht mehrstufig verstellt werden.

Benzin-Rasenmäher Test: Benzinmaeher Stihl248t
Stihl RM 448 PC.

Es gibt mit ReadyStart ein Leichtstartsystem, so braucht man keinen Choke-Hebel. Kalt- und Warmstart funktionieren damit ohne Probleme und mit wenig Kraftaufwand. Auch Elektrostarter gäbe es, die kosten dann aber mehr. Auch ein Kit zum Mulchen mit einem zweiten Messer gäbe es im Set zu kaufen, so kann das Gerät umgerüstet werden zum Multimäher. Das Kunststoffgehäuse aus Polymer ist leicht, schlagfest und auch gegen UV-Strahlen und Hitze widerstandsfähig. Hier merkt man deutliche Unterschiede zu den Akku-Rasenmähern mit PE-Kunststoff als Gehäuse, da Polyethylen nicht schlagfest oder UV-stabil ist.

Ein Stahlblech-Rahmen findet sich verdeckt unter dem Gehäuse aus Polymer. Damit wird der schwere Motor getragen und für Verwindungssteifigkeit gesorgt. Anbauteile und Holm sind sehr gut befestigt, nichts wackelt, das gilt auch für die kugelgelagerten Räder, die gummiert sind. Der Rasenmäher ist gut verarbeitet und die Konstruktion innovativ. So gibt es den Mono-Komfortlenker, den kann man zweistufig verstellen und die Arbeitshöhe so ohne Werkzeug an die Statur anpassen.

Außerdem lässt sich der Lenker auch zum Gerät hin umklappen und das mit nur einem Handgriff, so ist die Parkposition schnell erreicht, platzsparend ist sie außerdem. In der Parkposition haben wir hier eine der geringsten Höhen im Test gemessen, im zusammengeklappten Zustand sind es nur 57 Zentimeter, andere kommen da auf 61 bis 75.

Zum Verladen oder Transportieren gibt es Tragegriffe, die kann man auch als Verzurrösen nutzen, wenn das Gerät per Gurt fixiert werden soll. Gut ist auch, dass man das Gerät vom Fachhändler fertig montiert bekommt, Benzin und Öl sind auch schon drin, hier muss man nicht erst noch Anbauteile festschrauben.

Hat man mittelgroße oder kleine Flächen zu mähen, ist der Stihl RM 448 PC ideal, bis zu 1200 Quadratmeter sind drin. Die Geschwindigkeit des Radantriebs ist mittel, bei großen Flächen mag das zu wenig sein. Hier gibt es aber auch Modelle wie den RM 545 VM, der kostet etwa 900 Euro und hat eine variable Geschwindigkeit.

Kompakt: Husqvarna LC140SP

Kompakt

Husqvarna LC140SP

Test: Husqvarna Lc140sp
Leichter und wendiger als die anderen schlängelt sich der Husqvarna zwischen Buschwerk und auf engen Pfaden.

Der LC140SP von Husqvarna, kommt fast überall durch. So schlängelt sich der leichte, an seiner breitesten Stelle nur 49 Zentimeter breite Benziner locker zwischen Zäunen, Begrenzungen, Mauerwerk, Obstbäumen und Buschwerk hindurch. Mit seiner Schnittbreite (40 Zentimeter) ist die Maschine nicht für sehr große Flächen geeignet. Aber dafür ist er auch nicht konzipiert. Der Rasenmäher eignet sich für mittelgroße Gärten, die mit mehr Leistung abgefahren werden möchten oder zu groß sind für Rasenmäher mit Akku. Mit nur 26,8 Kilo ist der Benzin-Rasenmäher ein Leichtgewicht, was der Manövrierfähigkeit des Husqvarna zugute kommt. Dank einer Griffmulde an der Vorderseite kann er an schwierigen Stellen auch mal locker angehoben werden.

Mit 2,6 PS ist das Modell eher schwach motorisiert. Das Mähdeck ist aber schmal ausgefallen und dafür leiser. Der kräftige Luftsog füllt den Korb zuverlässig, hier vermissen wir allerdings eine Füllstandsanzeige.

 Benzin-Rasenmäher Test: Benzin Rasenmäher Update Husqvarna Lc140sp
Lässt sich kompakt verstauen.

Der Radantrieb lässt sich leider nicht regulieren, weshalb der Nutzer ihn an schwierigen Stellen, bei denen vorsichtiger gefahren werden muss, erst gar nicht einsetzen sollte. Positiv: Beim Anschieben ohne Radantrieb gibt es keinen Rollwiderstand, Bei etlichen Modellen ist das anders.

Husqvarna hat bei diesem Modell ein Chassis aus Stahlblech mit mehreren Abdeckungen und eine Klappe aus schlag- und kratzfestem ABS-Kunststoff verbaut. Der Klapp-Mechanismus am Gestänge ist materialschonend und gefällt uns. Die Holme sind mit Kappen aus Kunststoff versehen beziehungsweise haben Zwischenstücke aus Kunststoff. Damit kann der Benzin-Rasenmäher lackschonend und quetschfrei zusammengefaltet werden. Die Arbeitshöhe des Führungsholmes kann zweistufig eingestellt werden.

Sogar mit Korb macht sich der LC140SP beim Zusammenklappen sehr klein und kommt auf 74 x 56 Zentimeter. So kann das Modell sogar im Kofferraum eines Kleinwagens transportiert werden. Im Praxistest haben wir uns dann aber geärgert: Die Flügelschraube (außen, links, rechts) verkantet sich gern mal an Gartenzäunen, da sie über den Führungsholm hinaus steht. Aufgrund der Kappe aus Kunststoff kann sie nicht nach innen verlagert werden. Der LC140SP von Husqvarna ist für vor allem für Nutzer konzipiert, die für ihren winkeligen Garten einen günstigen Benzin-Rasenmäher benötigen.

Für große Flächen: Stihl RM 253 T

Für große Flächen

Stihl RM 253 T

Ausdauernde Benziner Test: Stihl Rm 253 T
Der Stihl arbeitet sich mit seinem 51-Zentimeter-Schnitt zügig durch Rasen und Wiese. Das klassische Stahlblech-Chassis und der 1-Gang-Radantrieb überzeugen.

Ein klassischer Benzin-Rasenmäher ohne Schnickschnack ist der Stihl RM 253 T. Er hat einen Radantrieb, 2,8 PS und eine Schnittbreite von 51 Zentimetern. Er schafft große Flächen und kann auch ohne Fangkorb genutzt werden, dann bleibt das Gras einfach auf dem Rasen liegen. Man braucht hier keinen Mulchstopfen und keinen seitlichen Auswurf.

Auch der Aufbau des Mähers ist klassisch: Hier findet man keinen Komfort-Mono-Lenker, Aufklappkorb oder E-Starter. Auch Griffe zum Anheben des Geräts gibt es nicht, was bei einem Gewicht von 29 Kilo negativ auffällt.

Dieses Stihl-Modell ist günstiger als unsere Empfehlung Stihl RM 448 PC. Er hat zudem auch mehr Schnittbreite und ist somit für größere Rasenflächen geeignet. Die Fläche sollte aber auch nicht zu groß sein, denn der 1-Gang-Radantrieb ist ein wenig zu langsam. Bei hohem, dichten Gras ist die Geschwindigkeit in Ordnung, mäht man jedoch nur dünnes Gras, schiebt man gerne zusätzlich mit.

 Benzin-Rasenmäher Test: Benzin Rm Update Stihl Rm253t
Der Stihl RM 253.1 T ist besonders für großen Flächen geeignet, der Antrieb könnte aber schneller sein.

Schieben geht auch ohne Radantrieb gut von der Hand, das ist vor allem für den Heimweg wenn der Fangkorb voll ist wichtig. Der Korb hat einen sehr guten Einrastmechanismus. Die Haltenasen sind allerdings mit einem schweren Korb überfordert. Der Fangkorb fasst 55 Liter und kann nur nach vorne ausgeschüttet werden. Durch die aufklappbare Vergrößerung der Öffnung geht das schneller. Bei gestopften Gras muss man aber trotzdem mit der Hand nachhelfen.

Der Stihl eignet sich durch seine hohe Schürze für unebenes Gelände, die Korbentnahme ist auch einhändig möglich.

Sucht man nach einem Stihl-Rasenmäher für eine Rasenfläche ab 1.800 Quadratmeter und zu einem moderaten Preis, ist der RM 253 T empfehlenswert.

Starke Motorisierung: AL-KO Premium 521 VS-H

Starke Motorisierung

AL-KO Premium 521 VS-H

Test: Al Ko Premium 521 Vs H
Schwerer Mäher für große Flächen, mit Auswurf und Mulchkeil ideal für die Arbeit ohne Korb.

Im aktuellen Test überzeugte der AL-KO Premium 521 VS-H mit der starken Motorisierung des 4,35-Pferdestärken-Honda-Motors und variablem Speed. Souverän arbeitet der Benzin-Rasenmäher sich über unsere holperige Testwiese und schafft dabei viel Rasenfläche. Da so eine Fläche ohne Korb gemäht wird, besitzt der Premium 521 VS-H einen Seitenauswurf und einen Mulchkeil. So gibt es schön aufgeschüttete Reihen vom Schnittgut.

Für unseren Test erwies sich eine Dorf-Wiese (Schnittbreite 51 cm) als ideal, mit nur 46 Zentimetern machte das allerdings nur wenig Spaß. Der Benziner schnitt hohe Hartgräserstengel sehr gut ab. Andere Modelle knicken diese oft nur um, weswegen kein einheitliches Schnittbild entstand.

Dank der großen Hinterräder sind die Fahreigenschaften des Premium 521 VS-H sehr gut, gerade bei Unebenheiten. Dank des hohen Gewichts (36,2 Kilo) war der Benzin-Rasenmäher gut handhabbar, solange unsere Tester auf der Wiese blieben. Kleinere Bereiche des Gartens werden mit dem leider etwas sperrigen Benziner eine Qual.

 Benzin-Rasenmäher Test: Benzin Rasenmäher Update Al Ko Premium521vs H
Der seitliche Auswurf.

Mit einem Zughebel kann die Geschwindigkeit stufenlos mittels Bowdenzug reguliert werden. Allerdings hat der Hebel Einrast-Positionen, weswegen die Bezeichnung stufenlos nicht ganz treffend ist.

Die Hebelbedienung des Premium 521 VS-H ist schwergängig geraten. So konnten wir praktisch sofort die Kunststoff-Kappe abschieben. Hier hätte das Design gern hochwertiger ausfallen können.

Der Hersteller setzt auf ein Chassis aus Stahlblech, eine verstärkte Polypropylen-Klappe und einen stabilen Führungsholm. Leider ist der Holm nicht höhenverstellbar. Im Wesentlichen finden wir die Verarbeitung gut, dann finden wir aber noch ein weiteres Manko: Die Rastschuppen der Höhenverstellung sind aus Plastik gefertigt. Dazu fällt der Zusammenbau des Korbes fummelig aus. Im zusammengeklappten Zustand ist der Benziner leider immer noch recht sperrig, was am Plastik-Korb mit 70 Liter Fassungsvermögen und der starren Holm-Fixierung liegt.

Empfehlenswert ist der Premium 521 VS-H für alle, die große Flächen mähen möchten, aber nicht die Summe für einen Stiehl oder SABO zahlen möchten.

Was gibt es sonst noch?

Bis auf den variablen Speed ist der 47-VARIO von Sabo im Wesentlichen baugleich mit dem 47-A Economy. Die Geschwindigkeit ist in sieben Stufen über einen Drehknopf regulierbar. Der rastet in den sämtlichen Positionen ein, erleichtert das Mähen auf stark hügeligen Untergrund und besitzt einen komfortablen Aufbau. Die Verarbeitungsqualität ist herstellertypisch erstklassig. Das Mähdeck aus Alu und die Falt-Mechanik wirken langlebig.

Der komfortable Benzin-Rasenmäher besitzt keine variable Geschwindigkeit. Er eignet sich nicht für eine holprige Wiese dafür aber für große Rasenflächen. Lange Hartgräserstengel wurden in unserem Praxistest häufig nicht abgeschnitten und blieben oft stehen. Ein weiteres Manko: Ohne Radantrieb ist das schwere Modell (38 Kilo) nur schwer zu bewegen, die Antriebskupplung bremst den freien Lauf der Räder. Bei einigen Konkurrenzmodellen ist das anders.

Will man mehr Komfort, so sollte man sich den Sabo 47-Vario E ansehen. Der bietet einen stufenlosen Radantrieb, zwischen 2,7 und 4,3 Kilometern in der Stunde ist alles drin. Damit eignet er sich für alle, die Wert auf veränderbare Geschwindigkeit legen. Der Rasenmäher hat 47 Zentimeter und eignet sich auch für Flächen, auf denen es viele Hindernisse gibt und ebenso für einfache, große Flächen. Wählt man die langsame Geschwindigkeit, so kann man Blumenvasen, Hausecken, Zaunpfeiler und Büsche ohne Probleme umfahren.

Auch die Verarbeitung kann sich sehen lassen, denn hier findet sich das im Test einzige Aluminium-Gehäuse. Weniger Gewicht bringt das nicht, aber gegenüber Stahlblech ist dieses Material rostfrei. Die Teile sitzen alle fest, wo sie sein sollen, auch sie wirken langlebig und hochwertig. Um die Haltbarkeit bei ausgedehnten Arbeiten muss man sich da keine Sorgen machen. Mit dabei ist eine ausführliche Bedienungsanleitung, dort findet man auch detaillierte Informationen zur Wartung. Auch hier kann das Mulch-Kit erworben werden, hier sind ein zweites Messer sowie ein Stopfen dabei. Mit dem Doppelmesser zerkleinert das Gerät langes Gras, sodass es schneller vertrocknet. Der Benzin-Rasenmäher kostet um die 1000 Euro, das ist viel, aber es wird etwas billiger, wenn man keinen Wert auf eine Elektrostart-Funktion legt. Das wäre dann der 47-Vario mit etwa 930 Euro. Dafür eignet sich der Rasenmäher aber auch für große Flächen.

Der hochwertige RM 448 VC von Stiehl ist ein Mittelklassemodell, das sich für häufige Einsätze eignet. Es ist ein Schwestermodell unserer Empfehlung RM 448 PC, verfügt aber zusätzlich über einen variablen Radantrieb. So kann mit Geschwindigkeiten von 2,4 bis zu 4,6 km/h gefahren werden. Der Benzin-Rasenmäher besteht aus Polymer-Kunststoff, die Ränder unten am Chassis sind mit Metall verstärkt. An der Konstruktion haben wir nichts zu meckern, sie ist solide wie die unserer Empfehlung. Die Maschine kann kompakt abgestellt und der Mono-Lenker nach vorn umgeklappt werden. Nachteilig finden wir den recht hohen Preis und den kleinen Tank von 0,8 Litern.

Der DG-PLM 4213 von Deltafox spielt seine Vorteile in verwinkelten, kleinen Gärten aus. Durch geringe Höhe des Griffs und das geringe Gewicht kann er hervorragend – dank Radantrieb – unter niedrigem Buschwerk und Bäumen bewegt werden. Große Nutzer werden nur wenig Freude am Deltafox haben, denn der Handgriff ist einfach zu tief und die Höhe kann auch nicht angepasst werden. Der stabile Korb ist mit 45 Liter klein bemessen und fest verankert. Blöd: Ein unpraktischer Steg aus Kunststoff behindert das Entleeren des Schnittguts. Aufgrund der Einrastung verhakt der Korb bei der Entnahme. Hier muss sich der Nutzer erst daran gewöhnen nicht nach hinten, sondern erst nach oben zu ziehen.

Der Deltafox wird mit Mulch-Paket geliefert, welches aus Stopfen und seitlichem Auswurf besteht. Mit einem Gewicht von 21 Kilogramm ist der Deltafox verglichen mit den Konkurrenzmodellen leicht. Lässt man beim Mähen den Korb weg, bewältigt der Benzin-Rasenmäher problemlos große Rasenflächen von bis zu 1.000 Quadratmeter. Eine gute Manövrierfähigkeit zeichnet das Modell aus. Auch ohne den Radantrieb ist es leichtgängig. Die 42-Zentimeter Karosserie aus Stahlblech ist solide, Griff und Holm sind befriedigend. Von der gewohnten Qualität eines Stiehl- oder Sabo-Modells ist der DG-PLM 4213 aber leider weit entfernt.

Wissenswertes über Benzin-Rasenmäher

Akku- oder Benzin-Rasenmäher? Beide Varianten haben ihre Vorteile sowie Nachteile.

Benzin-Geräte schaffen mehr Fläche, da sie leistungsstärker sind. Dank Radantrieb geht auch stundenlanges Mähen ohne Mühe. Gelegentlich will aber der Korb geleert werden, alternativ kann man auch die Mulch-Funktion benutzen.

Benzin-Rasenmäher Test: Benzinmaeher Stihl248t
Mit dem Stihl RM 248 T bekommt man einen Allrounder mit viel Komfort.

Für das Mähen von Flächen bis zu 800 Quadratmeter kann man auch Akku-Rasenmäher nutzen, wenn regelmäßig gemäht wird. Ist das Gras feuchter, dichter und höher, hat der Akku-Mäher damit mehr Probleme, dann schafft er nicht so viel Fläche. Ist der Bewuchs nur gering, dann kann man auch mit einer Akkuladung länger mähen.

Außerdem sind Akku-Geräte leiser, Abgase gibt es hier auch nicht. Zudem sind sie wartungsfrei, man muss kein Benzin oder Öl nachfüllen und keine Auspuffanlage und Luftfilter reinigen. Eine Fachwerkstatt braucht man dafür auch nicht, abgesehen von Akku und Messer, die Verschleißteile sind, kommen keine Folgekosten auf einen zu.

Deltafox: gute Frau-Eigenschaften und ordentliche Laufzeit
Deltafox punktet mit guter Laufzeit und tollen Fahreigenschaften.

Zudem sind die Akku-Rasenmäher leichter, hier ist kein schwerer 4-Takt-Motor verbaut und dementsprechend gibt es auch keine Vibrationen. Günstiger sind Akku-Geräte daher auch.

Jedoch sind Benzin-Rasenmäher deutlich leistungsstärker, auch eine ungepflegte Wiese ist da kein Problem. Einsetzbar sind sie auch immer, bei Akku-Geräten muss erstmal die Batterie geladen sein.

Was muss getankt werden?

Der Rasenmäher braucht Öl und Benzin, hinein kommt Standard-Kraftstoff, bleifrei und mit einem Ethanol-Anteil von höchstens zehn Prozent. Darf man kein E10 verwenden, so ist das im Handbuch angegeben. Meist sind die Tanks klein, hinein passen zwischen 0,9 und 1,3 Liter Kraftstoffgemisch. So gilt es, vorsichtig nachzufüllen, wenn möglich mit Trichter, sonst läuft schnell etwas über.

Separat füllt man das Motoröl ein, damit wird der Verbrennungsmotor geschmiert, auch das sollte regelmäßig überprüft und nachgefüllt werden. Mindestens einmal im Jahr sollte das Motoröl gewechselt werden, vor allem, wenn man das Gerät oft nutzt.

Benzin-Rasenmäher Test: Benzinmaeher Sabovarioe
Eingefüllt wird je nach Empfehlung Super- oder bleifreies Normalbenzin.

Einige Hersteller empfehlen, das Motoröl nach den ersten fünf Stunden im Betrieb zu wechseln. So wird Metall-Abrieb aus dem Motor entfernt. Ein Getriebe gibt es normalerweise nicht, daher braucht man auch kein Getriebeöl.

Die Wartung

Jedes Motorgerät will gewartet werden, so auch Benzin-Rasenmäher. Vor allem am Saisonende ist das nötig, die Anleitungen geben Auskunft darüber, was genau getan werden muss.

Meist muss man Schneid- und Mähwerk reinigen, das Motoröl kontrollieren und auffüllen und immer nach etwa 50 Betriebsstunden den Luftfilter wechseln.

Benzin-Rasenmäher Test: Benzinmaeher Sabovarioe
Zwischen 400 und 600 Milliliter Motorenöl benötigen die Viertakter im Schnitt.

Bei der Winter-Inspektion ist mehr Aufmerksamkeit angesagt, sie soll dafür sorgen, dass der Motor nicht durch Treibstoffrückstände, Korrosion, Minusgrade oder Schmutz geschädigt wird.

Dabei wird der Vergaser komplett entleert, hierzu startet man den Motor bei zugedrehtem Benzinhahn und lässt das Gerät laufen, bis der Kraftstoff aus ist und das Gerät ausgeht. So verharzt der Vergaser nicht.

Das Mähgehäuse reinigt man, indem man mit einem alten Handfeger Schmutz und Pflanzenrückstände entfernt. Die beweglichen Teile wie Startbügel, Gashebel, Radlager etc. werden mit einem geeigneten Universalöl benetzt, Antriebsteile und Motor dürfen aber kein Öl abbekommen. Ein dünner Ölfilm schützt auch ein Gehäuse aus Stahlblech vor dem Rosten, Gusseisen oder Aluminium brauchen das nicht.

Normalerweise sind die Räder kugelgelagert, mit Wälzlager-Fett sollte man diese Kugellager einmal im Jahr nachfüllen. Zudem muss man die Zündkerzen reinigen und den Elektrodenabstand einstellen.

Messer schärfen geht beim Fachhändler oder beim Schlosser. Hat man eine (Nass-)Schleifmaschine und weiß, was man tut, geht das aber auch alleine. Dabei müssen beide Messerseiten das gleiche Gewicht besitzen, sonst kommt es zur Unwucht und das kann das Motorlager beschädigen.

Prüfen kann man die Klingen-Balance danach mit einer (runden) Schraubendreherklinge oder einem Nagel. Wenn sich dabei eine der Seiten nach unten neigt, muss dort noch Metall abgenommen werden.

Gibt es eine Starter-Batterie, so muss diese ganz aufgeladen und frostfrei gelagert werden. Gut wäre es, wenn sie über den Winter durchgehend an einem Erhaltungs-Ladegerät angeschlossen ist.

Ist das Gerät neu, sollte man nach den ersten zehn Betriebsstunden prüfen, ob noch alle Verschraubungen fest sitzen. Außerdem sollten Lüftergehäuse, Messerkupplung und den Lüfter auf richtigen Sitz und Verschleiß überprüft werden.

Wie oft muss gemäht werden?

In der Saison, also zwischen März und Oktober, würden wir einen Schnitt in der Woche empfehlen. In den Monaten Mai und Juni ist das Wachstumshoch, da dürfen es auch mehr sein.

Zwischen März und November kann man den Rasen immer mähen, jedoch sollte es dafür trocken sein. Je nach Rasentyp muss unterschiedlich oft gemäht werden. Zier- oder Gebrauchsrasenflächen brauchen in der Woche einen oder zwei Schnitte, Kräuterrasen ist pflegeleichter, hier reichen im Jahr sechs bis zehn Schnitte.

Benzin-Rasenmäher Test: Tippsrasenmaehen
Empfehlungen zum Rasenmähen. Quelle: meine-rasenwelt.de.

Wie geht Mulchen?

Wer nicht weiß wohin mit dem Schnitt, kann ihn einfach liegen und verrotten lassen, so nutzt man ihn als Dünger. Jedoch geht das nur, wenn alles nicht zu hoch oder dicht ist, sonst bekommt man einfach Heu, das dem Rasen darunter das Licht raubt.

Benzin-Rasenmäher Test: Benzinmaeher Alko468
Der Gras-Auswurf wird blockiert, so bleibt das Schnittgut liegen.

Bei manchen Modellen gibt es auch eine Funktion zum Mulchen, das ist oft ein Mulchstopfen. Den setzt man in die Öffnung des Auswurfs und fährt ohne Korb, so bleibt der Schnitt liegen. Manche Benzin-Rasenmäher wie etwa Fuxtec bieten auch einen Seitenauswurf.

Mit dem Mulchstopfen kann man aber, etwa bei hohem Grasbewurf, nicht Mulchen, so gibt es etwa bei Sabo ein Mulch-Kit mit zweitem Messer. Durch die Doppelmesser wird alles nochmal zerkleinert, so trocknet und verrottet das Gras deutlich schneller. Die Kits von AL-KO und Fuxtec finden wir nicht so gut, denn das klappt nur bei Rasen, der auch öfters gemäht wird.

So haben wir getestet

Wir haben insgesamt 16 Rasenmäher mit Benzinmotor getestet. Das Stihl-Gerät haben wir von einem Fachhändler bezogen.

Mit dabei hatten wir den Marktführer Stihl mit einem Gerät, ebenfalls die Qualitätsmarke Sabo, hier sehen wir im Test, was Markenqualität alles kann und welchen Komfort man bei Preisen von 500 bis 1.000 Euro erwarten kann. Mit Fuxtec, Grizzly, AL-KO und Einhell decken wir auch den Bereich »Baumarktware«, also Preise von 250 bis 400 Euro ab.

Jedoch gibt es auch da Highlights wie den Elektro-Starter von Grizzly, unser Stihl-Gerät bietet das nicht. Fuxtec bietet ein Mulch-Kit mit seitlichem Grasaufwurf, inklusive, bei Sabo und Stihl muss man das dazukaufen.

Wir haben auf einer trockenen und großen Wiese getestet mit großen Hartgräsern. Unsere Testgeräte hatten damit keine Probleme. Radantrieb und kräftiger Durchzug sorgen dafür, dass sie gute Leistung gebracht haben.

Die Körbe und Säcke waren schnell voll. In einer zweiten Runde haben wir dann die Mulch-Funktion getestet, falls es eine gab.

Ein Benzin-Rasenmäher braucht ein Chassis das solide und steif ist, da es den schweren Motor tragen und seine Vibrationen aushalten muss. Wir haben uns daher die Verarbeitung genau angesehen. bei den Gehäusen wird lackiertes Stahlblech, Aluminium, Grauguss oder Polymer-Kunststoff verwendet. Anbauteile wie Führungsholm und Bedien-Gestänge haben sich die Tester ebenfalls angesehen, dort gab es teils große Unterschiede. AL-KO haben wir auch einmal seitlich auf den Rasen gelegt, dann fiel die Armatur ab, denn sie ist nur im Holm des Mähers eingesteckt und fällt heraus, wenn sich irgendetwas verzieht.

Kunststoff-Modelle haben ein geringeres Gewicht, hier etwa Stihl. Er war etwa zehn Kilogramm leichter als die restlichen Modelle.

Wir haben uns auch den Bedienkomfort angesehen, etwa wie schnell der Korb ein- und ausrastet, wie schnell man das Gerät zusammenklappen kann und wie leicht es sich starten lässt. Geräte mit Elektrostarter haben hier einen Vorteil.

Außerdem interessierte uns, welche Arbeitsleistung und Fläche das Gerät schafft. Bei großen Wiesen muss es schneller gehen.

Geräte mit einer variablen Geschwindigkeit haben da klar Vorteile, damit kann man beispielsweise langsam um Bäume fahren und schneller auf ebener Fläche. So erzielt man die beste Produktivität. Einhell und Fuxtec haben hier mit fester Geschwindigkeit Nachteile.

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