Test: Akku Rasentrimmer Update062021 Stiga Lt500 Li48

Akku-Rasentrimmer im Test : Rasentrimmen ohne Kabel

Update 21.07.2021

Beim Rasenmähen gibt es immer Stellen, die man mit dem großen Gerät einfach nicht erreicht, dort bleibt das Gras dann stehen. Für diesen Zweck gibt es aber Rasentrimmer, mit ihnen kommt man auch an schwerer zugängliche Stellen. Wir haben 28 davon getestet.

Update 21. Juli 2021

Wir haben sieben weitere Akku-Trimmer ausprobiert und drei neue Empfehlungen: Stiga LT500 Li48, Husqvarna 115i und Cub Cadet LH5 T60.

Sebastian Jentsch
ist Technik-Journalist, passionierter Heimwerker und Hobbykoch. Er schreibt unter anderem für Notebookjournal und Notebookcheck über mobile Technik und testet regelmäßig Küchen-, Haushalts- und Gartengeräte.

Akku-Geräte unter den Rasentrimmern sind eher selten, dennoch haben sie Vorteile, denn man ist nicht auf ein Stromkabel angewiesen. Wir haben Geräte bekannter Hersteller auf einem Areal mit unterschiedlichem Bewuchs getestet.

Die Geräte hatten Preise von 100 bis 500 Euro, teils waren Ladegerät und Akku schon enthalten, bei manchen muss man dieses Zubehör aber auch extra kaufen. Wir haben uns die Geräte gründlich angesehen und sie ausgiebig getestet. Außerdem geben wir Tipps zum Kauf des passenden Rasentrimmers.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Müheloses ArbeitenAllrounderLange LaufzeitTolle VerarbeitungGute Motorsense
Test: Akku-Rasentrimmer – Testsieger Makita DUR181ZRasentrimmen ohne Kabel Test: Stiga Sgt 500 Ae SetTest: Husqvarna 115ilTest: Stihl Fsa 57Test: Bildschirmfoto 2021 06 11 Um 17.13.36
Modell Makita DUR181Z Stiga SGT 500 AE Kit Husqvarna 115iL Stihl FSA 57 Set Cub Cadet LH5 T60
Pro
  • Gut verarbeitet
  • Schafft auch Hartgräser
  • Akku ist schnell geladen
  • Tolle Vertikal-Lösung mit Rad
  • 31 Min. Arbeitszeit
  • Rand-Experte
  • Solide Verarbeitung
  • Kompakte Aufbewahrung
  • 56 Min. Laufzeit m. BLi20 (ohne Eco)
  • Eco Mode
  • robuster eckiger Teleskop Schaft
  • Autom. Fadenverlängerung durch deutliche Aufschlag-Taste
  • Sehr leicht
  • Leistungsstark, für kleine Bereiche als Motorsense nutzbar
  • Bessere Verarbeitung/Stabilität
  • Holm verlängerbar
  • Modus Hi & Low
  • 41 Min. im Hi-Modus
  • Schild ABS
  • Spule einfach gewickelt
  • Sehr solide Verarbeitung
  • Kompakte Aufbewahrung
Contra
  • Schwer
  • Relativ teuer
  • Akku und Ladegerät nicht inklusive
  • Ausladendes Akku-Fach schwammig
  • Ausladendes Akku-Fach schwammig
  • Wirbelt vglw. viel Sand, Steine auf
  • Keine Neigung des Schneidkopfes
  • Kurze Arbeitszeiten mit AK10-Akku
  • Sperrige Länge
  • Akku-Fach schwammig
Bester Preis
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Müheloses Arbeiten: Makita DUR181Z

Müheloses Arbeiten

Makita DUR181Z

Test: Akku-Rasentrimmer – Testsieger Makita DUR181Z
Mit dem Makita bringt man easy auch verwilderte Gärten auf Vordermann. Aber der günstige Preis täuscht: Die Akkus muss man extra erwerben.

Der Makita-Rasentrimmer hat einen leistungsstarken Motor, der auch Brennnesseln und Hartgräser schafft. Mit ihm arbeitet es sich leicht und dank Gurt kann man dieses Gerät auch einfach tragen und das, obwohl es das schwerste Testgerät war. Der Akku ist schnell geladen, nach nur etwa einer Stunde kann man schon weitermachen. Das Gerät liegt außerdem angenehm in der Hand, nichts wackelt, auch Motor und Gestänge sitzen fest. Bei Makita werden dank kräftig drehendem Faden auch Hartgräser und dicke Sträucher geschnitten. Die Schnittbreite beträgt 26 Zentimeter – so macht es definitiv Spaß.

Angegeben wird eine Laufzeit von 45 Minuten für den Akku mit 3,0 Amperestunden, sowie eine Ladezeit von 22 Minuten. Mit 4,0 Amperestunden sollen es dann 60 Minuten Laufzeit und eine Ladezeit von 36 Minuten sein. Beim Test haben wir mit dem Akku mit 3 Amperestunden eine Laufzeit von 27 Minuten gemessen, ohne Unterbrechung. Die tatsächliche Laufzeit ist meist geringer als vom Hersteller angegeben. Kurz vor dem Ende der Laufzeit wird die Leistung schwächer, das merkt man auch dadurch, dass am Griff eine rote Warnlampe blinkt.

Mit dem Ladegerät DC18RC  von Makita dauert das Laden 75 Minuten. Hier merkt man auch einen Vorteil des Geräts, denn es kommt ohne Ladegerät und Akku. So kann man beides abhängig von der Gartengröße dazu kaufen, auch in passender Anzahl und gegebenenfalls ein Schnellladegerät wie DC18RC oder als Doppellader DC18RD.

Der Trimmer von Makita ist unser schwerstes Testgerät, dafür ist er aber auch solide verarbeitet. Am hinteren Ende sitzt der Motor fest, hier wackelt und schwingt nichts beim Betrieb. Andere Hersteller versuchen, den Komfort durch Neigungs- und Winkeleinstellungen zu erhöhen, doch das geht zulasten der Stabilität, wir finden solche Features eher problematisch. Bei Makita gibt es diese vielen Betriebswinkel nicht für den Griff und den Motor. Hier kann man nur den Führungsholm der Körpergröße des Bedieners anpassen. Außerdem kann man den Motor-Winkel zum Führungsholm verstellen. Man kann den Winkel von Führungsholm und Boden fünfstufig verstellen. Das ermöglicht bequemes Arbeiten, jedoch bietet diese beiden Features auch jeder andere Trimmer.

Bei Makita ist eine Schutzbrille mit dabei und auch ein Tragegurt. Meistens gibt es bei Trimmern nicht mal eine Öse zur Befestigung eines Gurtes, daher fällt uns das positiv auf. Damit man sie nicht aus Versehen einschaltet, haben Trimmer alle einen Ein- und Ausschalter und eine Arretier-Taste. Letztere muss man halten, sonst klappt das Ein- und Ausschalten nicht. Im Betrieb selbst muss dann nur die Taste für Ein/Aus gehalten werden. Beim Makita-Gerät kann man diese Power-Taste spielend halten.

Bei Makita wird der Trimmer dann im Betrieb einfach einmal auf den Erdboden gedrückt, schon rollen einige Zentimeter von der Spule automatisch ab, das nennt man Tippautomatik. Am Schild-Außenrand wird der Faden durch ein Metall dann automatisch auf die benötigte Länge gekürzt. Das nimmt nur zwei Sekunden in Anspruch und schon kann es weitergehen.

Makita ist im Betrieb kostengünstig, wenn man möchte, kann man auch selbst neue Fäden aufwickeln. Für den Fadenkopf Tap und Go von Makita zahlt man 13 Euro, für eine Rolle Trimmerfaden mit 90 Metern und 1,6 Millimetern Stärke 10 Euro. Insgesamt ist ein Modell mit Faden kostengünstiger, denn den Faden kann man bis zum Spulen-Verschleiß auch selbst manuell aufwickeln. Jedoch muss die Spule zum Modell passen, online findet man zahlreiche Beschwerden über Spulen, die nicht richtig funktionieren, weil sie im falschen Gerät genutzt werden. Für die Messer zahlt man beim Nachkauf mehr, dafür muss hier nichts aufgerollt werden und sie sind weniger störanfällig als Spulen. Für ein Allround-Gerät würden wir dennoch den Faden empfehlen, im Test war die Schnittleistung bei den Geräten mit Messer nämlich schlechter, sie blieben im Hartgras und dichtem Gras stecken, denn der Motor konnte hier nicht in Schwung bleiben.

Mit dem Makita-Gerät machte uns die Arbeit Spaß und mit den richtigen Ersatz-Akkus geht es auch auf größeren Flächen ohne Probleme, denn hier muss man nicht mehrmals über eine Stelle fahren. Auch hohes und dichtes Gras schafft das Gerät relativ problemlos. Der Preis für das Ladegerät und den Akku ist recht hoch, ansonsten haben wir an dem DUR181Z von Makita nichts auszusetzen. Insgesamt finden wir dieses Gerät leistungsstark und gut, er schneidet auch hohes und dichtes Gras.

Allrounder: Stiga SGT 500 AE Kit

Allrounder

Stiga SGT 500 AE Kit

Rasentrimmen ohne Kabel Test: Stiga Sgt 500 Ae Set
Der Stiga überzeugt bei großen Flächen ebenso wie bei Begrenzungen und schneidet sogar vertikal an Zäunen durchwachsendes Gras.

Den SGT 500 AE Kit von Stiga können wir als Multitalent bezeichnen: Er besitzt genug Leistungspotential für die Rasenfläche, eine angemessene Laufzeit (31 Minuten Arbeitszeit in unserem Test) und der Mähkopf kann auch lotrecht aufgestellt werden. Damit ist der Schnitt von Gras und Hecken im Zaun, aber auch von Rasenkanten möglich. Gegenüber anderen Modellen, die über einen geneigten Kopf verfügen, leidet die Stabilität beim Stiga nicht darunter. Der Trimmerkopf ist nicht schwammig und solide fixiert. Möchte man den Mähkopf umstellen, muss man diesen dazu in die Hand nehmen.

Ein Rad befindet sich am Schild des Trimmers. Während der Mähfaden schneidet, rollt man damit an der Rasenkante entlang. Leider verfügt der Stiga über keinen Eco-Modus. Damit mäht sich der Trimmer durch hohes, dichtes Gras. Nasses Gras sollte man vermeiden. Die Verarbeitungsqualität ist generell sehr gut bis gut, kommt an Cub Cadet oder Stiehl aber nicht heran. Erstere haben am Schild des Mähkopfes statt Polypropylen (PP) ABS-Kunststoff verwendet. Das lange, sperrige Griffstück mit dem am hinteren Teil angebrachten Akku wirkt in manchen Situationen etwas störend. Der Stiga kann zur Aufbewahrung zerlegt werden. Das Gerät ist aus zwei Teilstücken gefertigt und wird mit einem Kabel im Inneren verbunden.

Weil die Griff-Akkufach-Verbindung vom Gewicht des Akkus überfordert ist, schwingt die Konstruktion ein wenig. Im schlimmsten Fall, sollte die Stiga umkippen und auf den Boden aufschlagen, könnte an dieser Stelle gegebenenfalls der Kunststoff brechen.

Lange Laufzeit: Husqvarna 115iL

Lange Laufzeit

Husqvarna 115iL

Test: Husqvarna 115il
Starke Laufzeit, die sich im Eco-Mode noch einmal spürbar verlängert. Der Teleskop-Holm ist sehr robust.

Mit seiner starken Gesamtlaufzeit von langen 56 Minuten (BLi20) im Praxistest – 84 Minuten im Leerlauf ohne den Eco Mode – qualifiziert sich der 115iL von Husqvarna für große und mittelgroße Gärten. Besitzt man noch einen zusätzlichen Akku, kann praktisch nichts mehr schiefgehen. Das Gerät besitzt einen torsionsfesten, teleskopierbaren Holm, der keine runde sondern eine eckige Form besitzt. Das beschert dem Nutzer ein gutes Gefühl beim Arbeiten sowie eine feste Verbindung zum Trimmerkopf.

Die Fadenverlängerung arbeitet halbautomatisch und durch eine Aufschlag-Taste. Uns gefällt das gut und es funktioniert tadellos. Die Fadenspule kann problemlos nachgefüllt werden.

Das großbemessene Fach für den Akku sitzt leider etwas schwammig am hinteren Ende des Husqvarna 115iL. Das kann zwar in engen Arbeitsbereichen stören, sorgt aber für einen guten Schwerpunkt. Die Verbindung zwischen über den dünnen Griff aus Kunststoff ist biegsam. Bei einem Sturz kann diese Konstruktion allerdings brechen.

Tolle Verarbeitung: Stihl FSA 57

Tolle Verarbeitung

Stihl FSA 57 Set

Test: Stihl Fsa 57
Der Stihl ist leicht und kraftvoll und dennoch leise. Er hat eine stabile Konstruktion und man kann variabel ein Faden- oder Nylon-Messer verwenden.

Der FSA 57 von Stiehl ist der Nachfolger unserer früheren Empfehlung Stiehl FSA 56. Die Verarbeitungsqualität befindet sich auch hier auf einem sehr guten Niveau und ist damit deutlich höher als bei vielen Konkurrenzmodellen. Weder der Griff noch der Sensenkopf wackeln, das Gestänge ist ebenfalls solide. Der Schneidkopf kann weder gedreht noch geneigt werden. Für das Arbeiten unter Büschen und Bänken sowie an Steigungen ist das von Nachteil. Der Stabilität kommt das allerdings zugute. Die fehlende Neigung des Kopfes nervte im Praxistest schnell.

Um 20 Zentimeter kann der Holm teleskopartig verkürzt werden. Kleineren Menschen sollte das zugute kommen, denn mit einer Gesamtlänge von 153 Zentimetern ist der Trimmer sehr lang. Das ist von Vorteil, wenn auf freien Rasenflächen wie mit einem Freischneider gemäht wird. Das gehört zu den Stärken des FSA 57 von Stiehl, denn der relativ kleine Motor liefert trotz der geringen Lautstärke eine Menge Leistung. Dichtes, hohes Gras kann mit einer Fadenspule, wie mit der Handsense abgemäht werden. Natürlich ist das weniger effizient als mit einer reinen Motorsense. Trotzdem ist die Menge des Schnittguts ganz ordentlich.

Das verkleinerte Schnittbild ist für dichte Grasflächen von Vorteil. Halbkreisförmige, große Schilder geraten häufig in dichterem Gras ins Stocken. Die Schnittbewegung fällt  dann auch nicht mehr so flüssig aus. Mit dem Stiehl passiert das nicht. Das klein bemessene Schild des Rasentrimmers hat allerdings einen Nachteil: Gestein und Sand werden verstärkt in die Richtung des Nutzers aufgewirbelt. Schön: Eine Schutzbrille liefert der Hersteller gleich mit.

Störend ist die kurze Arbeitszeit mit dem 2,0 Ah-AK10-Akku. Der ermöglichte im Test nur magere 17 Minuten Arbeitszeit (Trimmen beziehungsweise Mähen). Im Leerlauf schaffte das Gerät von Stiehl 36 Minuten. Hier raten wir dringend zu einem Akkumulator mit mehr Kapazität. Stiehl bietet ebenfalls einen AK 30-Akku (5,2 Ah) an. Damit soll das Gerät laut Angabe des Herstellers rund eine Stunde laufen.

Gute Motorsense: Cub Cadet LH5 T60

Gute Motorsense

Cub Cadet LH5 T60

Test: Bildschirmfoto 2021 06 11 Um 17.13.36
Das Arbeitstier für die Fläche, weniger für feine Kanten.

Aufgrund ihrer kraftvollen Leistung (60 Volt) kann die LH5 T60 von Cub Cadet als Motorsense und als Trimmer eingesetzt werden. Für Ränder oder schwachen Bewuchs wählt man die niedrigere Leistungsstufe und wird dann mit weniger Lärm sowie einer verlängerten Laufzeit belohnt.

In unserem Test machte der Rasentrimmer eine Menge Lärm und gehört zu den Geräten mit der lautesten Geräuschkulisse. Für vertikale Schnitte an der Kante des Rasen ist das Gerät aufgrund seines nicht neigbaren Mähkopfes ungeeignet.

Für die Wertigkeit und Stabilität ist das aber kein Manko, denn der kleine Motor sitzt stramm am Holm. Der LH5 T60 kann platzsparend zur Aufbewahrung in zwei Teilstücke auseinandergenommen werden, zwischen denen ein Kabel läuft. Eine Schlauch-Tülle schützt das Kabel beim Zusammenstecken vor Beschädigung.

Einen beständigen Eindruck macht das Schild aus schlagfestem ABS-Kunststoff. Das Akku-Fach am Ende des langen Gerätes von Cub Cadet erweckte keinen soliden Eindruck. Bei verlängertem Holm sorgt das für eine ausgezeichnete Verteilung des Gewichts, kann aber möglicherweise bei einem ungünstigen Sturz brechen. Die relativ dünne Verbindung scheint vom Gewicht des Akkumulators etwas überfordert zu sein. In unserem Test kamen die Tester auf eine 41-minütige Laufzeit (2,5Ah, 60 Volt). Im Leerlauf lag die Laufzeit bei guten 54 Minuten Betriebsdauer. Die einfache Wicklung der Spule ermöglicht ein gutes und bequemes Nachfüllen.

Was gibt es sonst noch?

Der FSA 60R von Stiehl ist ein solides Gerät. Mit einem Schnittkreis von 35 Zentimetern eignet sich der Rasentrimmer für größere Rasenflächen. Vorausgesetzt er wird als Motorsense eingesetzt. Da die Mähkopf-Neigung nicht angepasst werden kann, ist der Stiehl für vertikale Arbeiten eher unpraktisch. Die Gesamtlaufzeit mit dem AK20-Akku lag im Test bei mageren 37 Minuten. Die Verarbeitung gefällt da schon besser. Der Hersteller verwendet beim Schild ABS-Kunststoff und die Verbindung von Akkufach und Griff verwindet sich nicht unter dem Gewicht des Akkus. Die Griff-Ergonomie sagte den Testern ebenfalls zu: Von den beiden Tastern muss während des Trimmens nur einer dauerhaft gehalten werden.

Der Energy Flex 113608 von AL-KO glänzt im praktischen Einsatz mit einer Laufzeit von enormen 50 Minuten. Die wird vom gewichtigen 5,0-Ah-Akku ermöglicht. Am besten tragen Sie den am Hüftgurt. Das Gerät ist zwar nicht sonderlich günstig, überzeugt dafür aber bei Akkulaufzeit und Komfort. Im dichten Wiesengras bleibt die Fadenspule stecken, da ist der Trimmer nicht so gut. Die kurze Bauform verhindert einen Einsatz als Motorsense. Der Kopf des Trimmers kann nicht gedreht, dafür aber in fünf Stufen geneigt werden. Praktisch: Der Handgriff kann per Fingerzug abgenommen und anders positioniert werden.

Die teleskopierbare Stange kann variabel in der Länge verstellt werden. Möchte man die Energy Flex platzsparend verstauen, fährt man die Stange ein. Dann hat die Konstruktion eine Gesamtlänge von 102 Zentimeter. Die vielen Optionen an Schneidkopf und Griff gefallen, allerdings leidet die Wertigkeit und Stabilität des Gerätes darunter. Wir hätten uns die Konstruktion ein wenig solider und straffer gewünscht: Der Handgriff und der Schneidkopf wackeln ein wenig. Die Arbeit wird davon kaum behindert, allerdings mindert das die Wahrnehmung der Wertigkeit. Der Hersteller bietet optional auch einen Gürtel für den Akku (Energy-Flex Akku-Adapter und EF AL-KO BBA 40) an. Gut so, denn das 5-Ah Modell bringt stolze 1.400 Gramm auf die Waage. Der Rasentrimmer wird dann über einen Kabeladapter mit der aufladbaren Batterie verbunden. Im praktischen Einsatz schaffte der Energy Flex 5-Ah-Akku eine gute Akkulaufzeit von 50 Minuten. Im Leerlauf werden sogar 85 Minuten erreicht. Die zusätzliche Laufzeit lässt sich der Hersteller allerdings teuer bezahlen: Die 5-Ah-Variante kostet circa 150 Euro. Und es gibt noch einen Nachteil: Die gute Leistung wird leider von einer lauten Geräuschkulisse (96 Dezibel) begleitet.

Der IAT 40-3025 Li von Ikra eignet sich für alle, die einen Rasentrimmer brauchen, der auch mit dichtem Gras kein Problem hat und dabei noch viel Fläche schafft. 30 Zentimeter in der Breite können damit gemäht werden, das Gerät hat zwei Fäden und ist ähnlich durchzugsstark wie sein Konkurrent von Makita. Mit dem Gerät von Ikra geht die Arbeit schnell und es schafft auch dichten und harten Bewuchs problemlos. Wir kamen mit unserem Akku (mit 2,5 Ah) auf eine Laufzeit von 33 Minuten, im Vergleich zu Makita ist das sparsamer.

Die Verarbeitung geht in Ordnung, das Gerät ist stabil, das Ladegerät kann man auch an der Wand befestigen und Griffneigung und -höhe kann man flexibel einstellen. Allerdings ist die Anbringung der Akku-Box nicht ganz optimal, sie ist am Griff nach oben befestigt. Somit stößt man mit dem Unterarm gegen die Box, man hätte sie auch einfach unten anbringen können. Ladegerät und Akku muss man zusätzlich kaufen, insgesamt kommt man dann auf 168 Euro, wenn man einen Akku mit 2,5 Ah wählt. Dabei kann es auch wichtig sein, ob man bereits Geräte vom Hersteller hat oder noch nutzen will.

Der solide verarbeitete GE-CT 36/30 Li E von Einhell legt seinen Fokus auf die wesentlichen Punkte: Ein steifer, solider Holm aus Aluminium im Stecksystem, auf einen neig- und drehbaren Mähkopf wurde verzichtet. Zum Verstauen macht sich das Gerät klein. Dann kommt es auf weniger als 100 Zentimeter Länge. Der Mähkopf mit einem Faden reicht für Flächen mit leichtem Bewuchs und Rasenkanten im Test haben wir eine praxistaugliche Arbeitszeit von circa 40 Minuten gemessen. Die mittelmäßige Leistung ist für mittleren Bewuchs in Ordnung, bei Hartgräsern oder hohen, dichten Gras begeistert das Gerät nur wenig. An senkrechten Rasenkanten sowie unter Bänken und Büschen mäht der Einhell aufgrund des fehlenden dreh- und neigbaren Mähkopfes nur schlecht. Die GE-CT 36/30 Li E gibt sich sehr solide. Der Motor des Trimmers sitzt straff am Holm: Hier wackelte nichts. Aus zwei Teilstücken wird der Holm zusammengesteckt, im Inneren befindet sich das Kabel. Der Holm des Gerätes kann nicht zusammengeschoben oder verlängert werden. Möchten man das Gerät aufbewahren, zieht man die beiden Stangen einfach auseinander. Die beiden Teile haben dann eine Länge von jeweils einem knappen Meter.

Im arbeitsbereiten Zustand kommt der Rasentrimmer auf circa 180 Zentimeter. Damit eignet er sich gut für große und mittelgroße Personen. Nützlich: Ein Gurt liefert Unterstützung beim Tragen des Gerätes samt der zwei 18-Volt-Akkus (3,0 Ah). Die Gurtschnalle klemmt an einer Öse aus Kunststoff und kann eventuell irgendwann brechen. Der Haltegriff in U-Form und der Fixpunkt des Haltegurtes können an die Körpergröße angepasst werden. Im Praxistest beim Mähen lag die Arbeitszeit bei soliden 41 Minuten. Wir haben einen Doppellader verwendet, das heißt beide Akkus müssen in das Ladegerät eingelegt werden. In etwa einer Stunde sind die Akkus wieder voll. Werden einzelne Halme geschnitten, kann die Drehzahl in zwei Stufen mittels eines Tasters durch vollständiges oder halbes Drücken angepasst werden. Leider ermüdet man durch das ständige Drücken des Tasters schnell, 30 Minuten sind aber locker drin. Die Lautstärke von 96 Dezibel ist vergleichsweise hoch, aber erträglich.

Für Einsätze auf verwinkelten, kleinen Flächen ist der EasyCut Li-18/23 von Gardena gemacht. Sein Mähkopf kann horizontal und vertikal in jede Richtung geneigt und gedreht werden. Die Einstellung erfolgt aufgrund des Kugelkopfes einfach und schnell. Der Gardena eignet sich also perfekt für das Mähen unter Büschen, Steigungen, Kanten sowie lotrecht. Ein Nylonmesser sorgt für den Schnitt, kompliziertes Nachfüllen des Fadens oder um einen Fadenstau muss man sich hier nicht sorgen. Die Motoreinheit ist im direkten Vergleich zu den anderen Testmodellen mit Nylonmesser stark: Größere Bereiche gestalten sich mühsam, kleine Bereiche sind aber problemlos möglich. Das Gerät ist mit 88 Dezibel leiser als viele Konkurrenzgeräte.

Schwächen finden sich in der 22-minütigen Laufzeit (2,6 Ah) und der Verarbeitung. Das der Sensenkopf relativ wacklig am Holm hängt ist konstruktionsbedingt. Trotz Teleskop-Holm ist das Gerät relativ kurz und ist eher für mittelgroße und kleine Nutzer geeignet. Die Länge des Holms kann um 20 Zentimeter variiert werden. Schiebt man den Holm zusammen, besitzt der Trimmer eine Gesamtlänge von einem Meter. Das Aufsteck-Ladegerät benötigt circa zwei Stunden bis der Akku wieder voll aufgeladen ist.

Wissenswertes über Rasentrimmer

Ein Rasentrimmer wird mit Benzin oder elektrisch betrieben, der Motor sitzt am Führungsholm und treibt Messer oder Fadenspule an. Durch die schnelle Rotationsbewegung von Faden oder Messern werden dann die Gräser geschnitten.

Dabei besteht allerdings Verletzungsgefahr, sodass der Schnittkreis mit einem Schutzschild abgedeckt ist, entweder halb- oder viertelseitig. So werden keine Steine zum Bediener geschleudert und der Auswurf des Rasen-Schnittguts wird gesteuert.

Freischneider und Motorsensen sind leistungsstark und grenzen sich von den Rasentrimmern ab. Meist sind sie benzinbetrieben, der Schnittkreis ist größer und gemäht wird mit zwei bis drei Messern oder zwei Fäden. Diese Geräte finden aber eher in gewerblichen Bereichen ihren Einsatz, sie sind für große Rasenflächen und Unterholz sowie Hartgräser geeignet.

Für private Gärten, die klein bis mittelgroß sind, bieten sich dagegen Trimmer an. Damit kann man Kanten und alles andere mähen, wo der Rasenmäher nicht hinkommt. Theoretisch gehen auch ebene Rasenflächen, die würden danach aber weder schön noch glatt aussehen.

Der Kopf kann im Winkel verstellt werden und teils kann man ihn auch seitlich neigen. Somit lässt sich damit auch an schwer zugänglichen Stellen mähen wie unter Büschen und Bänken.

Mit oder ohne Akku?

Akku-Geräte haben einen Vorteil, denn man muss hier kein Kabel hinter sich her ziehen. Mit Akku wiegt das Gerät zwar mehr als mit einem Kabel, aber der Unterschied ist nicht so groß, Benzin-Geräte sind da deutlich schwerer, lauter und der Geruch ist auch nicht gerade angenehm.

Die Akkus unserer Testgeräte können auch für weitere Geräte desselben Herstellers benutzt werden, nicht unbedingt aber für alle Werkzeuge.

Dafür haben Akku-Geräte eine geringere Laufzeit, die meist zwischen 30 und 45 Minuten beträgt. Abhängig ist das von der Akkuleistung, die kann 2,0, 4,0 oder mehr Amperestunden betragen und die Laufzeit hängt auch davon ab, wie stark der Bewuchs ist.

Eine kleine Wiese von 100 Quadratmetern mit ein paar Büschen kann man damit bearbeiten, ist die Fläche aber komplexer oder größer, sieht das schon wieder ganz anders aus und Ersatzakkus oder stärkere Akkus müssen her. Hier lohnen sich Schnelladegeräte, die muss man aber fast immer dazukaufen.

Getestet haben wir auf einem eher verwilderten Grundstück mit ca. 1.200 Quadratmetern mit größtenteils unversiegelten Flächen, Sträuchern, Rasenbereich, Bäumen, einer Hecke von 60 Metern und Radweg inklusive Straßengraben und einer Böschung.

Nur mit dem Rasentrimmer kommt man da nicht weit, dafür würden sich dann eher Benzin-Motorsensen eignen.

Messer oder Spule?

Meist haben Rasentrimmer eine Fadenspule, wenn der Mähfaden aufgebraucht ist, nimmt man eine Ersatzspule, die man kaufen kann, oder man wickelt den geeigneten Faden selbst auf. Das spart Geld und geht bei nur einem Faden auch sehr einfach. Die Spulen sind Verschleißteile, man muss sie nach einiger Zeit austauschen.

Mit Kunststoffmessern bekommt man auch keinen besseren Schnitt, aber sie lassen sich einfacher wechseln und hier muss man keinen Faden nachziehen oder Blockaden lösen.

Der Nachkauf von Messern bringt vor allem den Herstellern etwas, bei Spulen dagegen können auch No-Name-Fäden genutzt werden.

Die Sicherheit

Ein Trimmer, so harmlos er aussehen mag, kann durchaus gefährlich werden, auch wenn man mit dem Faden keinen Finger abschneiden kann. Dennoch können Steine weggeschleudert werden, so ist ein Abstand von zehn Metern für umstehende Personen empfehlenswert, das gilt vor allem für den Bereich vor dem Rasentrimmer. Andere fragile Flächen sollten aber auch nicht in der Nähe sein wie Fenster oder das Auto.

Makita DUR181Z: mit Brille und Tragegurt
Makita DUR181Z wird mit Tragegurt und Brille geliefert.

Zum Bedienen trägt man am besten eine Schutzbrille und das Gerät sollte auf die Körpergröße des Nutzers eingestellt sein. Ist ein Gurt dabei, so sollte man ihn richtig einstellen.

Ersatzteile, Wartung und Reinigung

Spule, Akku, Faden und Messer sind Verschleißteile, daher muss man sie ab und zu nachkaufen. Über die Preise sollte man sich vorher informieren, denn vor allem die Akkus können je nach Kapazität und Hersteller teuer werden.

Meist zahlt man für Ladegerät und Akku so viel wie für den Trimmer selbst oder sogar noch mehr.

Was die Wartung angeht, so muss man den Rasenschnitt gelegentlich vom Schutzschild entfernen, im Gegensatz zu Motorsensen mit einem Verbrennungsmotor hält sich der Wartungsaufwand also in Grenzen.

Für die Überwinterung sollte man sich die Maße vorher ansehen, manche Geräte kann man sehr knapp zusammenfalten, andere dagegen bieten das nicht und nehmen dementsprechend mehr Platz weg.

So haben wir getestet

Viele Akku-Rasentrimmer werden nicht angeboten, wir haben uns für Geräte mit einer Schnittbreite von mindestens 23 Zentimetern entschieden, ansonsten müht man sich auch bei kleineren Flächen nur unnötig ab. Insgesamt haben wir 28 Geräte ausprobiert.

Unser günstigstes Testgerät kostete 100 Euro inklusive Ladegerät und Akku, das teuerste kostete 500 Euro, mit Schnellladegerät und Akku. Auch mittelpreisige Rasentrimmer hatten wir dabei.

Wir haben auf einem 1.200 Quadratmeter Grundstück im Frühling getestet. Böschungen, Rasenkanten, Straßengraben, Zaunstreifen und auch Büsche wollten von hohem Grasbewuchs befreit werden. Das war ein schwieriges Testumfeld, denn es gab hohe Hartgräser, Grasstauden, die buschartig wuchsen und bis zu 30 Zentimeter hoch waren. Alle Geräte mussten ihr Können hier unter Beweis stellen.

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