Test: Test Rasensprenger Homgif Sprinkler 04

Rasensprenger im Test : Perfekte Bewässerung für den Rasen

Veröffentlicht 23.06.2021

Besonders bei heißeren Temperaturen ist es wichtig, Rasen und Blumen im Garten mit ausreichend Wasser zu versorgen. Für eine gleichmäßige und effektive Bewässerung sollte man sich einen Rasensprenger zulegen. Wir haben 14 Modelle getestet.

Riccardo Düring
ist gelernter Handwerker und langjähriger Testredakteur. Er testet Produkte rund um Heimwerken, Haushalt und Technik.

Für ein gutes Wachstum benötigt Ihr Rasen zwei Dinge – Nährstoffe und Wasser. Da man auf die meteorologische Situation keinen Einfluss hat, muss man diese Aufgabe oft selber übernehmen. Dabei kommt es nicht nur auf die richtige Wassermenge an, sondern auch auf eine gleichmäßige und sinnvolle Verteilung.

Je nach Anforderung, gibt es diverse Typen von Rasensprengern, die unterschiedliche Rasenflächen beregnen können. Wir haben getestet, wie gleichmäßig die Rasensprenger das Wasser verteilen, wie die Modelle sich der eigenen Gartenfläche anpassen lassen und wie zuverlässig sie ihre Aufgabe erfüllen.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Futuristische OptikFür größere RasenflächenImpulsregnerRotierender Kreisregner
Test: Gardena Aquazoom Compact (18708 20)Test: Gardena Comfort Aquazoom 250/2 (1973 20)Test: Cellfast Ideal LineTest: Aiglam 3 Arm Sprinkler
Modell Gardena AquaZoom Compact Gardena Comfort AquaZoom 250/2 Cellfast Lux Ideal Aiglam 3-Arm Sprinkler
Pro
  • Viele Düsen
  • Düsen zweireihig
  • In der Breite verstellbar
  • Neigbare Düsen
  • Kleine Grundfläche
  • Hohe Reichweite
  • Gute Wasserverteilung
  • In der Breite verstellbar
  • Sicherer Stand
  • Düsen aus Gummi
  • Sehr große Wurfweite
  • Sektor- und Kreisbetrieb
  • Gute Wasserverteilung
  • Metallausführung
  • Mit Durchfluss
  • Gute Wasserverteilung
  • Kann fixiert werden
  • Mit Durchfluss
  • Inkl. Schnellkupplungen
Contra
  • Neigbare Düsen schwer verstellbar
  • Keine Wasserregulierung
  • Kein eingebauter Filter
  • Begrenzte Reichweite
Bester Preis
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Futuristische Optik: Gardena AquaZoom Compact

Futuristische Optik

Gardena AquaZoom Compact

Test: Gardena Aquazoom Compact (18708 20)
Der AquaZoom Compact begnügt sich mit einer geringen Grundfläche. Dennoch kann er große Flächen bewässern und ist in alle Richtungen einstellbar.

Der AquaZoom Compact von Gardena besitzt kleine Abmessungen und eine futuristische Optik. Die Düsen sind in zweireihig angeordnet. Das sorgt für eine optimalere Wasserverteilung und spart Platz.

Wir sind uns nicht sicher, welches Modell es zuerst gab: Den Viereck Versenkregner oder den AquaZoom Compact von Gardena. Ist im Grunde ja auch schnuppe. Bei der Neugestaltung der Gartenfläche wurden zwei solcher Versenkregner von uns installiert und der Gardena AquaZoom Compact ausgiebig unter die Lupe genommen. Die Beregnungseinheiten haben eine identische Bauform und überzeugen in beiden Spielarten.

Die kompakte Bauweise wird durch eine zweireihige Anordnung der Düsen ermöglicht. Diese Bauweise gefällt uns übrigens noch besser als die einreihige Variante. Die versenkte Anordnung positioniert die Düsen enger nebeneinander und sorgt für eine deutlich bessere Verteilung des Wassers auf sehr schmalem Streifen. So können auch kleinere Rasenflächen gut beregnet werden. Die Durchflussmenge lässt sich am AquaZoom Compact mit einem Hebel regulieren, damit das Wasser auch da ankommt, wo es hin soll.

Zur Beregnung einer größeren Rasenfläche kann der Neigungswinkel der Düsen eingestellt werden. Der Hersteller bietet auch hier innovative Technik. Alle Düsen werden mit einem kleinen seitlichen Schieber, der etwas schwierig einzustellen ist, geneigt. Die äußeren Düsen lassen sich dabei etwas stärker neigen als die inneren Düsen und das sogar getrennt für beide Hälften des Rasensprengers. Das geniale Konzept sorgt anhaltend für einen gleichbleibenden Abstand der Wasserstrahlen.

Die Herstellerangaben zur beregneten Fläche beziehen sich häufig auf einen Wasserdruck von 4 bar. Die angegebenen Werte werden aber nur selten erreicht, da Hauswasserwerke im Durchschnitt mit nur 3 bar Druck arbeiten. Gardena weist auf seiner Verpackung bereits auf die Reichweiten für 2 und für 4 bar hin. Wir können die realistischen Angaben voll und ganz nachvollziehen. Der Hersteller gibt für 2 bar eine maximale Reichweite von siebeneinhalb Metern und für 4 bar neun Meter an. In unserem Praxistest erreichten wir mit 3 bar etwa acht Meter.

Wollen Sie die Weite nicht komplett ausnutzen, drosseln Sie den Durchfluss und das Wasser plätschert nur aus den Wasserdüsen. Damit kann die beregnete Fläche noch kleiner als die vom Hersteller angegebenen zwei Quadratmeter ausfallen.

Die Schwenkbewegung ist etwas eingeschränkt. Sie kann zwar begrenzt werden, aber nur bis über die mittlere Position zur entgegengesetzten Seite. Möglich sind damit Schwenkbewegungen von circa 0 – 80° bis 75 – 80° möglich. Nicht weiter reduzieren lässt sich der obere Bereich bis 80°.

Werden mehrere Sprenger benötigt, da die Beregnungsfläche nicht ausreicht, sollte man diese in Reihenform anschließen. So erspart man es sich zwar mehrere Schläuche zu legen, dass geht aber auf Kosten der Reichweite. Vermeiden kann man das durch die Verwendung einer stärkeren Pumpe. Der AquaZoom Compact von Gardena bietet eine Erweiterungsmöglichkeit. Dazu muss die Abdeckung vom Anschluss des Schlauches entfernt und eine weitere Kupplung anstatt des Deckels aufgedreht werden. Leider liefert der Hersteller diese nicht mit. Schade!

Uns gefällt der AquaZoom Compact vor allem durch seine massive Bauform, die sich gegenüber breiten Rasensprengern nicht nachteilig auswirkt. Durch die zweireihige Formation der Düsen können sowohl große als auch kleine Bereiche beregnet werden. Die Verteilung des Wassers ist dabei wirksamer als bei in Reihe angeordneten Düsen.

Für größere Rasenflächen: Gardena Comfort AquaZoom M

Für größere Rasenflächen

Gardena Comfort AquaZoom 250/2

Test: Gardena Comfort Aquazoom 250/2 (1973 20)
Der Gardena Comfort AquaZoom trägt seinen Namen nicht grundlos. Er ist komfortabel einstellbar und bewässert zuverlässig große Flächen.

Sie besitzen eine größere Rasenfläche? Dann könnte der Comfort AquaZoom M von Gardena vielleicht eine passende Alternative für Sie sein. Er deckt eine Rasenfläche von circa 250 m² ab und spritzt das Wasser dabei bis zu neun Meter weit. Er kann in der Wurfbreite justiert werden und macht auf uns einen soliden Eindruck.

Wir haben den AquaZoom M nicht gesondert für unseren Test erworben, da er schon längere Zeit seine Arbeit bei uns verrichtet. Da er uns bisher noch nie enttäuscht hat, können wir ihm daher ebenfalls Zuverlässigkeit attestieren.

Die für den Hersteller typische Einstellung der Wurfbreite über diverse Düsen gefällt uns sehr gut. Verstellt man die Hebel rechts und links, werden alle Düsen seitlich geneigt – die inneren weniger und die äußeren mehr. So kann das Sprühbild der Wurfbreite angepasst und das Nass darüber hinaus gleichmäßig abgegeben werden.

Eine Durchflussregulierung ist nicht vorhanden, aber darauf kann getrost verzichtet werden, denn Gardena hat den AquaZoom M für größere Rasenflächen konzipiert. Möchten Sie die beregnete Fläche ein wenig verkleinern, drehen Sie einfach den Wasserhahn nicht voll auf: Das funktioniert wunderbar! Aufgrund der großen Durchflussmenge verwendet man vermutlich sowie nur einen Sprenger pro Wasserleitung.

Alternativ kann die Wurfweite auch über eine Anpassung des Schwenkbereiches justiert werden. Das funktioniert einfach über zwei sogenannte Begrenzer, wie man sie von vielen Schwenkregnern kennt. Damit kann auch nur eine Seite neben dem Sprenger beregnet werden.

Der Comfort AquaZoom von Gardena ist ein zuverlässiger und solider Viereckregner, der eine gleichmäßige Wasserverteilung bietet und in seiner Wurfbreite flexibel ist.

Impulsregner: Cellfast Lux Ideal

Impulsregner

Cellfast Lux Ideal

Test: Cellfast Ideal Line
Impulsregner trumpfen vor allem durch eine hohe Reichweite auf. Dem wird der Cellfast LUX zu 100% gerecht und glänzt nicht nur wörtlich in einer Ganzmetall-Ausführung.

Geht es um eine sehr große Reichweite, sind sogenannte Impulsregner perfekt geeignet. Wir hatten nur zwei dieser Modelle in unserem Test, da sie in einem typischen Kleingarten eher sporadisch zu finden sind. Empfehlen können wir den LUX Ideal von Cellfast.

Der Cellfast sieht auf den ersten Blick sehr kompliziert aus. Uns fehlte anfangs der Überblick, welche Funktionen die verschiedenen beweglichen Bauteile haben. Sämtliche Teile des Impulsregners sind aus Metall gefertigt, was für eine hohe Haltbarkeit und Lebensdauer spricht. Da für die schnellen Impulse bewegliche Teile benötigt werden, befürchteten wir anfangs, dass das Metallmodell reichlich Lärm produzieren könnte.

Kurioserweise war dem glücklicherweise aber nicht so, denn der Lux Ideal ist sogar sehr viel leiser als das vergleichbare Modell aus Kunststoff vom Konkurrenten Gardena. Bei der Leistung sind dagegen nur wenig Unterschiede bemerkbar. Die Verteilung des Wassers ist auf der gesamten Wurfweite hervorragend und die Wurfweite ist bei 3 bar mit elf Meter beachtlich. Hier besitzen Impulsregner gegenüber einfachen Kreisregnern eindeutig Vorteile. Der Impuls verändert sich mit der Drehrichtung und ist variabel.

Dreht sich das Gerät nach rechts, spritzt es in einem weiten, langen Strahl. Dreht sich der Rasensprenger wieder in die ursprüngliche Position zurück, wird der Wasserstrahl in kurzen schnellen Impulsen unterbrochen und das Nass verteilt sich auf kurze Distanz. Deaktiviert man die Schwenkbewegung, kann man einstellen, ob der Lux Ideal lieber eine kurze Wurfweite oder einen langen Strahl nutzt.

Außerdem hat man die Möglichkeit, den langen Wasserstrahl etwas zu verkürzen und auszubremsen: Über dem Auswurf befindet sich eine kleine Platte aus Blech, die nach unten gedreht die Höhe und hierdurch auch die Weite des ausgeworfenen Wassers beschränkt. Für eine große Beregnungsfläche ist der Cellfast Lux Ideal ideal geeignet. Mit einem Druck von drei bar besprüht er eine Fläche mit einem Durchmesser von 22 Metern und bleibt dabei erstaunlich leise. Dank der Metallausführung müssen Sie sich kaum Gedanken über die Haltbarkeit machen.

Rotierender Kreisregner: Aiglam 3-Arm Sprinkler

Rotierender Kreisregner

Aiglam 3-Arm Sprinkler

Test: Aiglam 3 Arm Sprinkler
Kleine Kreisregner sind in der Reichweite begrenzt und arbeiten meist sehr ungleichmäßig. Nicht so der Aiglam 3-Arm-Sprinkler, der obendrein noch schöne Wasserspiele zaubert.

In unserem Test haben wir festgestellt, dass Kreisregner leider nur teilweise überzeugen können. Der Beregnungsring beziehungsweise Beregnungskreis bleibt mit festen Düsen vordefiniert. Eine Einzeldüse ermöglicht es kaum, das versprühte Wasser direkt am Rasensprenger und ebenfalls mit größerer Wurfweite zu verteilen. Der 3-Arm Sprinkler von Aiglam kann das aber schon.

Die Mehrheit der Kreisregner verteilen das Wasser mittels einer Düse in einer Drehung. Die Düsenform variiert mitunter und einige der Düsenköpfe können geneigt werden. Allerdings muss man sich immer für einen größeren Beregnungsring oder einen kleinen Beregnungskreis entscheiden. Der 3-Arm Sprinkler von Aiglam vermeidet diese Problematik mit Rotationsarmen, die jeweils mit mehreren Düsen ausgestattet sind. So verteilt sich das Wasser gut in alle Richtungen.

Der Markenname des Gerätes ist dabei relativ unerheblich: Verschiedene identische Sprinkler sind unter mehreren Markennamen im Netz zu finden. Wir hatten das identische Homgif-Modell in unserem Test. Der Kreisregner ist also ein Produkt aus Fernost, das von etlichen Händlern schlicht und einfach umetikettiert wird. Das ist aber egal, denn in erster Linie geht es um das Produkt. Diese Variante des Kreisregners war faktisch die einzige im Test, die das kühle Nass aus dem Wasserhahn über die komplette Kreisfläche verteilte.

Trotz des günstigen Preises wirkt das Modell von Aiglam nicht billig und auch beim Zubehör hat sich der Hersteller nicht lumpen lassen: Eine Rolle Band aus Teflon, ein Kupplungsadapter sowie zwei Schnellkuppelungen sind mit dabei – auch wenn das Teflon-Band bei keiner der Verbindungen am Kreissprenger benötigt wird.

Jeder der drei Kreisregner-Arme besitzt einen eigenen drehbaren Kopf, der dem Nutzer die Auswahl zwischen drei, vier oder fünf Wasserdüsen lässt. Je geringer die Anzahl der Düsen ist, desto stärker erhöht sich der Wasserdruck und desto weiter wird das Wasser auf die Rasenfläche gesprüht. In unserem Test sind wir mit 3 bar auf eine maximale Reichweite von über 6 Metern gekommen.

Die sehr hohe Menge an Wasser, die durch den Wassersprenger transportiert wird, empfinden wir als problematisch. Bei 18,8 Litern pro Minute ist der Beregnungskreis rasch völlig durchnässt. Für eine gleichmäßige und langsame Beregnung ist der Aiglam 3-Arm Sprinkler nicht geeignet.

Keiner der Kreisregner konnte in unserem Test tatsächlich überzeugen. Zumindest hat es der 3-Arm Sprinkler von Aiglam aber geschafft, gleichmäßig den vollständigen Kreis zu bewässern. Wir fanden es toll, das Spiel des Wassers zu beobachten und als Attraktion für Hunde oder Kinder ist der Spaß-Regner allemal jeden Cent wert.

Was gibt es sonst noch?

Gardena steht schon seit Jahren für hochwertige und innovative Gartenprodukte. Das gilt ebenfalls für den AquaZoom S. Der Sprenger ist stabil und besitzt eine gleichmäßige Düsenverstellung, Wurfbreiteneinstellung und Mengenregulierung. Qualitativ können wir an der kleinen Variante des AquaZoom nichts bemängeln.

Die Wasserverteilung gefiel uns allerdings überhaupt nicht. Durchflussmenge und Wasserdruck werden durch eine winzige Öffnung so stark reduziert, dass der Sprenger nur eine Reichweite von viereinhalb Metern besitzt. Dabei plätschert das Wasser eher aus den Düsen als sich fein zu verteilen. Das mag wohl auch an der Durchflussmenge von bis zu 9,6 Litern pro Minute liegen, welche für einen Rasensprenger dieser Größe zu gering bemessen ist. Da der Kaufpreis gleich ist, sollten Sie lieber zum AquaZoom Compact von Gardena greifen.

Der Primavera 462 m² von Grüntek sah anfänglich gut aus und machte uns neugierig. Vor allem die Option, die äußeren Wasserdüsen separat zu aktivieren, die Durchflussregulierung und die Schwenkeinstellung mit einem Blindstopfen an einem Ende, mit dem die Düsen gereinigt werden können, gefiel uns. Nach unserem Praxistest waren wir von der übermäßigen Wurfbreite etwas enttäuscht. Selbst wenn die sechs Außendüsen nicht aktiviert werden, liegt die Reichweite bei 8,3 Metern und die Wurfbreite bei sieben Metern – wir haben diese Werte bei 3 bar Druck gemessen. Werden die Seitendüsen dazu noch zusätzlich aktiviert, wird die Breite noch einmal größer – bei verringerter Weite. Da die jeweiligen Wasserlinien zu weit voneinander entfernt sind, macht das aber nur wenig Sinn. Für eine optimalere Wasserverteilung würde eine geringere Wurfbreite bei höherer Reichweite sorgen.

Abzüge in unserer Bewertung hat sich das Modell auch mit gegensätzlichen Angaben eingehandelt: der Hersteller gibt eine maximale Weite von 18 mal 19 Metern und die beregnete Fläche mit 462 Quadratmetern an. Wir haben nachgerechnet: 18 mal 19 Meter ergeben laut unserer Rechnung eine Fläche von 342 Quadratmetern. Von diesem Wert waren wir bei 3 bar noch weit entfernt.

Der kleinere Modell Primavera 399 m² ist schlicht ausgestattet: Es gibt nur eine Schwenkeinstellung und eine Düsennadel mit Endstopfen. Das Modell wirkt außerdem simpel: Das Sprührohr ist einfach in einer zu großen Bohrung untergebracht. Die Angaben zur Beregnungsfläche, zur Reichweite sowie der äußerst breite Wasserauswurf sind widersprüchlich. Selbst bei einem Druck von 3 bar gibt es Bewässerungslücken. Bei höherem Wasserdruck würden sich diese außerdem noch verstärken.

Ein hervorragender Impulsregner ist der Comfort Impuls von Gardena und gleicht in seinen Funktionen dem Cellfast LUX Ideal. So lassen sich mehrere der Impulsregner miteinander verbinden und es gibt Höhenablenkung, Sektoreneinstellung und einen Kreisbetrieb. Der Comfort Impuls muss sich allerdings seinem Konkurrenten von Cellfast geschlagen geben. Die Lautstärke der Impulsgeräusche war beim Garden deutlich höher und trotz überschaubarer Mehrkosten besteht das Modell nur aus Plastik. Ansonsten müssen weder bei der Gleichmäßigkeit der Bewässerung noch bei der Reichweite Abstriche werden.

Der 3-Arm Sprinkler von Homgif ist absolut identisch mit dem empfehlenswerten Arm Sprinkler von Aiglam. Auch hier liegen neben dem praktisch überflüssigen Band aus Teflon, ein Anschlussadapter sowie zwei Schnellkupplungen bei. Im Lieferumfang finden sich außerdem noch zwei zusätzliche Aufsätze, die bei Bedarf gegen den 3-Arm Sprinkler gewechselt werden können. Einen wirklichen Sinn sehen wir in den beiden Aufsätzen allerdings nicht. Beide haben eine feinere Wasserverteilung, aber lediglich in einem kleineren Radius und mit einer unangenehmen Geräuschkulisse. Wir empfehlen Ihnen getrost darauf verzichten, denn Sie sparen den zugegeben geringen Mehrpreis und bekommen mit dem 3-Arm Sprinkler von Aiglam ein besseres Modell.

Erwähnenswert wäre noch, dass sich der Anschlussadapter des Homgif äußerst schwer aufdrehen ließ und das Gerät im Test gewaltig kippelte. Da der Homgif und der Aiglam aber augenscheinlich aus dem selben Hause kommen, gehen wir von einem Zufall aus, der bei den beiden Varianten jederzeit passieren könnte.

Wissenswertes über Rasensprenger

Während im Herbst und Frühjahr der Boden meist feucht genug ist, trocknet das Erdreich unter der Einstrahlung der Sommersonne rasch aus. Damit der Rasen Nährstoffe aufnehmen kann, benötigt er jedoch Feuchtigkeit. Mehrmaliges kurzes Rasensprenger hilf da nur wenig, da so der Boden nur oberhalb befeuchtet wird.

Rasensprenger Test: Test Rasensprenger 08
Genügend Wasser und Nährstoffe sorgen für einen grünen Rasen.

Da die Gräserwurzeln aber oft zehn bis 15 Zentimeter in den Erdboden reichen, macht eine feuchte Erdoberfläche daher nur wenig Sinn. Jeden zweiten Tag für eine ausgiebige Bewässerung zu sorgen, ist da deutlich effektiver. So kann das verteilte Wasser tief in das Erdreich eindringen, erreicht die Pflanzenwurzeln und kann nicht so schnell verdunsten.

Wann ist die ideale Bewässerungszeit?

Dass es sich nicht empfiehlt, den Rasen in der Sonne der Mittagszeit zu gießen, sollte jedem bekannt sein und hat vor allem zwei Gründe: Auf den Blättern und Grashalmen der Pflanzen bildet das Wasser winzige Tropfen, die buchstäblich wie kleine Lupen wirken. Unter starker Sonneneinstrahlung bilden sich unter den Lupen beziehungsweise Wassertropfen Brennpunkte mit äußerst hohen Temperaturen, die die Pflanzen buchstäblich verbrennen lassen. Außerdem wird durch Wärme und Sonne eine schnelle Wasserverdunstung begünstigt. Die Feuchte hat so keine Möglichkeit, tief genug in den Erdboden einzudringen.

Dieselben Faktoren sind abends ebenfalls als kritisch anzusehen. Der aufgeheizte Erdboden lässt die Nässe sehr viel schneller verfliegen und so dringt sie möglicherweise nicht tief genug in den Erdboden ein. Gießt man dafür zu viel, hat die Feuchtigkeit keine Chance nachts zu verdunsten, was zu Schimmelbildung führen kann. Wir empfehlen die Rasenfläche am frühen Morgen oder am Abend zu wässern – wobei der frühe Morgen die bessere Zeit ist. Der Boden ist über Nacht ausgekühlt und so verdunstet das frisch verteilte Nass nicht so schnell. Hat man zu viel gewässert, verdunstet das überschüssige Wasser in den warmen Temperaturen des Tages.

Auf die Menge kommt es an

Falsch ist es ebenfalls, die Rasenfläche sehr oft und dafür wenig zu beregnen. So kann das Wasser die tief liegenden Wurzeln nicht erreichen und die Pflanzen können die Feuchtigkeit schlechter aufnehmen. Allmählich wandern dann die Wurzeln der Pflanzen in obere Bodenschichten und reagieren dann noch sensibler, da der Boden oberhalb schneller austrocknet.

Rasensprenger Test: Test Rasensprenger 13
Rasensprengen: Lieber weniger, aber dafür länger.

Daher ist es wichtig, den Rasen ausgiebig zu bewässern. Sandige Böden sollten im Schnitt alle drei bis vier Tage mit zehn bis 15 Litern pro Quadratmeter bewässert werden. Lehmige Böden sollten mit 15 bis 20 Litern pro Quadratmeter bewässert werden. Da ein lehmiger Boden das Wasser deutlich besser speichern kann, reicht hier ein Bewässerungsintervall von sieben Tagen.

Möchte man überprüfen, ob der Rasen ausreichend gewässert wurde, können Sie mit einem Spaten etwas Erdreich ausheben und kontrollieren, wie tief die Feuchtigkeit in den Erdboden eingedrungen ist. Das ausgehobene Stück Rasen kann danach wieder eingebettet werden: Ein Schaden trägt der Rasen nicht davon.

Eine wesentlich einfachere und gute Alternative sind sogenannte Durchflussmengenzähler, die einfach am Wasserhahn vor dem Schlauch angeschlossen werden. Wenn man von einem sandigen Erdreich ausgeht, der zwischen zehn bis 15 l/qm benötigt und den AquaZoom M von Gardena nutzt, der circa 250 Quadratmeter besprüht, benötigt man folglich etwa zwischen 2.500 und 3.750 Liter Wasser, um die Rasenfläche genügend zu bewässern. Da der Gardena AquaZoom M eine Durchflussmenge von circa 13 l/min besitzt, müsste man ihn folglich zwischen 190 und 290 Minuten laufen lassen, um eine Fläche von 250 Quadratmeter mit genügend Wasser zu versorgen.

Eine günstigere Variante sind simpel aufgebaute Regenmesser, die während der Arbeit des Rasensprengers die verteilte Wassermenge messen. Die Maßangabe von Millimeter je Quadratmeter entspricht einem Liter je Quadratmeter.

Mit Boden-Feuchtigkeitsmessern lassen sich technisch genauere Werte ermitteln. Mit diesem Gerät lässt sich überprüfen, ob genug Feuchtigkeit in die tieferen Bodenschichten eingesickert ist und gleichzeitig prüfen, wann die nächste Bewässerung erfolgen muss.

Unterschiedliche Bauformen

Grundlegend wird die Form der Beregnungsfläche unterschieden. Es gibt Kreis- und Viereckregner. Kreisregner können auf sehr unterschiedliche Weise arbeiten und erreichen die gleichmäßige Bewässerung der gesamten Kreisfläche oft nur durch einen komplizierten Aufbau. Rotierende Rasensprinkler sind hier oft vorteilhaft, da sie über mehrere Arme mit mehreren Düsen verfügen.

Rasensprenger Test: Test Rasensprenger 07
Viereckregner arbeiten meist als Schwenkregner. Einige der Modelle können ebenfalls in der Breite angepasst werden.

Viele der Viereckregner sind oft sogenannte Schwenkregner, bei denen sich in Reihe angeordnete Düsen hin und her bewegen und somit eine rechteckige Fläche bewässern. Viele der Modelle können in der Schwenkbewegung eingestellt werden. Nur wenige Modelle erlauben ein Einstellen der Sprengbreite.

Eine Besonderheit unter den Kreisregnern sind sogenannte Segmentregner. Diese können zwar auch eine Kreisfläche besprühen, können aber ebenfalls seitlich begrenzt werden, sodass nur zuvor eingestellte Bereiche des Kreises bewässert werden. Damit können Segmentregner hervorragend in Ecken platziert werden. Viele solcher Segmentregner können beispielsweise sogar viereckigen Flächen sehr exakt besprühen.

Impulsregner gehören ebenfalls zu den Segmentregnern und den Kreisregnern. Sie zeichnen sich durch ihre teils aufwändige Technik und die damit verbundene enorme Reichweite aus. Da die komplette Menge des Wassers nur durch eine einzelne Düse verteilt wird, können die Impulsregner ohne Probleme Flächen von mehr als 500 Quadratmetern besprühen. Ein Strahltrenner sorgt für den notwendigen Impuls, der wiederholt den Strahl des Wassers unterbricht, durch den eine Schwenkbewegung ausgelöst und das Wasser auf der Fläche verteilt wird.

Rasensprenger, die weder über eine Schwenkfunktion oder eine Drehfunktion verfügen, werden als Sprüh- oder Vielflächenregner bezeichnet. Über unterschiedliche Düsen kann die zu beregnende Fläche eingestellt werden. Hierzu wird meist eine Abdeckung mit verschiedenen geformten Düsen – vergleichbar mit einer Handbrause – über den Wasserauswurf  gedreht.

Rasensprenger Test: Test Rasensprenger 05
Vielflächenregner können mit unterschiedliche Düsen angepasst werden. In unserem Test konnte keines der Modelle so richtig überzeugen.

Versenkregner sind sehr praktisch, wurden in unserem Testlauf aber nicht berücksichtigt. Diese Modelle werden dauerhaft im Erdboden installiert und werden erst durch Wasserdruck angehoben. Ohne anliegenden Wasserdruck senken sich die Geräte wieder automatisch. Auch hier wird gibt es Segment-, Kreis- und Viereckregner.

So haben wir getestet

Ob ein Sprinkler eckige oder runde Rasenflächen bewässert und somit zur Fläche des Gartens passt oder eben nicht, ist kein Merkmal von Qualität. Will heißen: Jeder muss das für sich passende Modell erwerben. Auch die größtmögliche Beregnungsfläche kann nur zu Teilen mit in die Bewertung aufgenommen werden. Jeder muss selber wissen, ob er einen Sprenger für kleine oder große Rasenflächen benötigt. Kann ein Modell jedoch für kleine und große Flächen genutzt werden, so ist das in jedem Falle ein Vorteil.

Rasensprenger Test: Test Rasensprenger 03
Wir haben 14 verschiedene Modelle getestet – manche begeisterten, andere nicht.

Entscheidend sind die augenscheinlichen Qualitätsmerkmale. Wie fällt die Verarbeitung aus? Wie kann der Rasensprenger angeschlossen werden. Halten die Schnellkupplungen sicher und sind dicht?

Wichtig ist gleichfalls, wie sich der Sprenger einstellen beziehungsweise bedienen lässt. Von Vorteil ist eine Reichweiten- und Schwenkeinstellung, eine Durchflussregulierung, sowie die Möglichkeit mehrere der Sprenger in Reihe anzuschließen. Das bieten bedauerlicherweise nur die wenigsten Modelle.

Rasensprenger Test: Test Rasensprenger 01
Mit einem Durchflussmesser konnten wir die Menge des verteilten Wassers exakt überprüfen. 21,1 Liter pro Minute wären im Test möglich gewesen.

Unser Rasensprenger-Test fand in einem Kleingarten statt, in dem bis vor kurzem noch größere Umbauarbeiten stattgefunden haben. Der Rasen war frisch ausgesät, wuchs langsam wieder und benötigte eine Menge Wasser. Für uns einwandfreie Bedingungen, um Sprinkler einem umfassenden Test zu unterziehen.

Den nötigen Wasserdruck von 3 bar lieferte ein Hauswasserwerk, dass sich in dieser Form in einer Vielzahl von Kleingärten finden lässt. Wir gehen davon aus, dass unsere jeweils gemessenen Reichweiten leider nicht mit den Angaben der verschiedenen Hersteller übereinstimmen. Außerdem geben nur wenige Hersteller überhaupt an, bei welchem Druck ihre angegebenen Messwerte erreicht werden können.

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