Bewässerungs­computer Test: Bewaesserung U072019 Gardenaselect

Bewässerungscomputer im Test : Automatisches Gießen

Update 23.08.2021

Im Sommer muss man oft gießen, damit die Pflanzen die Hitze überstehen. Meist bleibt nach der Arbeit kaum Zeit dazu – oder man macht Urlaub und keiner will sich darum kümmern. Da sind Bewässerungscomputer ein wahrer Segen, dank ihnen werden die Pflanzen automatisch mit frischem Wasser versorgt. Wir haben 25 Modelle getestet.

Update 23. August 2021

Wir haben fünf weitere Bewässerungscomputer getestet. Neue Empfehlungen sind der Kazeila und der Brandson 304257.

12. August 2020

Wir hatten elf weitere Bewässerungscomputer im Test. Neue Empfehlungen sind der Orbit B-hyve und der Esotec Water Drops.

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Sebastian Jentsch
ist Technik-Journalist, passionierter Heimwerker und Hobbykoch. Er schreibt unter anderem für Notebookjournal und Notebookcheck über mobile Technik und testet regelmäßig Küchen-, Haushalts- und Gartengeräte.

Wer würde nicht lieber im Biergarten sitzen, als den Garten zu gießen? Bewässerungscomputer übernehmen die Arbeit, wenn man selbst dazu keine Zeit hat, je nach Gartengröße und zu gießenden Pflanzen gibt es verschiedene Varianten.

Wir haben die Geräte, die zwischen nur 25 und 400 Euro lagen, ausgiebig im Garten getestet und haben dabei festgestellt, dass teuer nicht unbedingt gut sein muss, denn einer unserer Favoriten kostet weniger als 50 Euro. Worauf es beim Kauf sonst noch ankommt, erklären wir auch.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Einfache BedienungFlexible IntervalleRobustFür geringen DruckbedarfFür Kleingärtner
Test  Bewässerungs­computer: Gardena Select 1891-20Test: Kazeila BewässerungscomputerTest: Brandson BewässerungscomputerTest: Orbit Buddy IiTest: Esotec Water Drops 101100
Modell Gardena Select Kazeila Bewässerungscomputer Brandson 304257 Orbit Buddy II Esotec Water Drops 101100
Pro
  • Einfache Bedienung per Wählrad
  • Witterungs­beständig
  • Schneller Batterie­wechsel
  • Abnehmbares Bedienteil
  • Optional: Bodenfeuchte- und Regensensor
  • Drei Zeitpläne
  • Großes LCD
  • Robustes Gehäuse
  • Bis 300 Min
  • Flexible Intervalle – stündlich oder 1-15 Tage
  • Zeit bis Start Bewässerung
  • Manuelle Verzögerung (1-2 Intervalle)
  • Robustes Gehäuse
  • Alu-Gewinde und -Flügelmutter
  • Bis 240 Min
  • Mehrfachauswahl für Wochentage
  • Display abnehmbar
  • Zeit der nächsten Bewässerung
  • Sehr intuitives Drehwahl­prinzip
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Witterungsbeständig (wenn das Display geschützt ist)
  • Sehr gute Anleitung
  • Individuell aufgebaut
  • Starke DC-Membran­pumpe
  • Ideal für einzelne (Topf-)pflanzen
Contra
  • Display nicht geschützt
  • Display nicht geschützt
  • Display nicht geschützt
  • Nur 6 / 12 h Intervall innerhalb eines Tages
  • Keine manuelle Verzögerung
  • Mindert Durchfluss ein wenig (14%)
  • Abstand zwischen Pflanzen muss gering sein
  • Einfache Hartplastik, wahrscheinlich nicht farbstabil
  • Keine IP-Zertifizierung
Bester Preis

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Einfache Bedienung: Gardena Select

Einfache Bedienung

Gardena Select

Test  Bewässerungs­computer: Gardena Select 1891-20
Der Gardena Select weist kaum Druckverlust auf und ist für bis zu drei unterschiedliche Bewässerungszeiten einstellbar.

Mit dem Gardena Select bekommt man einen Bewässerungscomputer, der sich leicht bedienen lässt und der viele Einstellungsmöglichkeiten hat. Wir finden ihn vielseitig und toll.

Man kann das Gerät auch erweitern, etwa mit Regensensoren oder Bodenfeuchtesensoren. Der Wasserdruck wird durch den Bewässerungscomputer nur wenig gemindert und er kostet nicht so viel. Für den eigenen Garten ist er damit ideal.

Das Gehäuse ist kompakt und solide, wir denken, dass es lange halten wird. Das Bedienteil lässt sich abnehmen, das hilft vor allem, wenn der Wasserauslass an einem Ort ist, den man nicht so leicht erreichen kann oder der dunkel ist, so lässt der Computer sich trotzdem gut programmieren.

Abgefragt wird eine Systemzeit, gearbeitet wird dann mit Wochentags-Zyklus und Beregnungsdauer. So kann man Wochentage wählen oder abwählen, je nachdem, wann man bewässern möchte. Das geht für maximal drei Programme. So stellt man etwa den Sprüh-Regner für fünf Uhr morgens und 30 Minuten Dauer ein, nachmittags um 3 dann für 40 Minuten erneut und schließlich noch abends um 22 Uhr für weitere 30 Minuten. Höchstens drei Stunden kann die Bewässerungsdauer betragen.

 Bewässerungs­computer Test: Bewaesserung U072019 Gardenaselect
Leicht zu bedienen: Der Gardena Select.

Mehr als drei Zeitpläne sind nicht möglich, der Computer steckt ohnehin an einem Schlauch, da sind drei Optionen mehr als genug.

Man kann das Gerät auch mit dem Gardena 1188-20 mit Bodenfeuchtesensor oder mit dem Gardena 1189-20 mit einem Regensensor erweitern. Somit kann man dann je nach Bodenfeuchte bzw. bei Niederschlag Beregnungsintervalle überspringen.

Wie man ihn in Betrieb nimmt

Das Setup geht schnell und unkompliziert. Fünf Minuten dauert ist, dann ist die Uhr wo sie sein soll, der 9V-Block ist eingelegt und wir haben sogar schon Zeitintervalle gewählt. In der Anleitung wird die Zeiteinstellung ausführlich erklärt, für das Setup ist das aber nicht einmal nötig, denn das Drehrad lässt eine intuitive Menüführung zu, alles ist ziemlich selbsterklärend.

 Bewässerungs­computer Test: Bewaesserung U072019 Gardenaselect
Bei Gardena Select kann man Akku und Bedieneinheit abnehmen.

Mit dabei sind Adapter, somit kann man das Gerät an ¾-Zoll und ½-Zoll Auslaufventiele anschließen.

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger EasyControl arbeitet dieses Gerät mit Systemzeit, somit weiß es, welcher Wochentag ist. Das hat den Vorteil, dass man auch ohne festes Intervall die Bewässerung festlegen kann, so wählt man einfach einzelne Wochentage aus.

 Bewässerungs­computer Test: Bewaesserung U072019 Gardenaselect
Gardena Select lässt sich intuitiv bedienen.

Alle Bedienelemente lassen sich abnehmen, will man länger nachdenken, kann man sie zum Einrichten auch einfach mitnehmen und muss nicht neben der Zapfstelle sitzen bleiben. Das ist praktisch.

Hat man das Programm eingestellt, ist der Computer sehr zuverlässig, ebenso aber auch unsere anderen Testgeräte. Wir hatten keine Ausfälle und Fehlermeldungen.

Wie ist er verarbeitet?

Das Gehäuse ist stabil, solide und definitiv brauchbar, die Modelle von Gardena liegen im Test damit im Mittelfeld, das stabilste Gehäuse hatte der Buddy II.

In der prallen Sonne würden wir den Gardena-Computer nicht den ganzen Sommer stehen lassen, aber das gilt ebenso für den Rest. Denn Kunststoff kann spröde werden, ausbleichen und auch das LC-Display ist in der Mittagshitze womöglich nicht ablesbar. Wir empfehlen daher eine Abdeckung, sollte das Gerät wirklich in der Sonne angebracht sein.

Orbit Buddy II Duo: stabilstes Gehäuse im Test
Orbit Buddy II Duo bietet ein sehr stabiles Gehäuse.

Gibt es Nachteile?

Die Druckminderung ist hier sehr gering, aber dennoch vorhanden. Für einen kleineren Flächenregner reicht es, ebenso für einige Stränge Tropfbewässerung.

Da der Betriebsdruck fehlt, kann man dieses Gerät nicht mit einer Regentonne oder ähnlichem betreiben, andere Geräte können das aber auch nicht.

Flexible Intervalle: Kazeila Bewässerungscomputer

Flexible Intervalle

Kazeila Bewässerungscomputer

Test: Kazeila Bewässerungscomputer
Günstig, stabil und einfach zu bedienen – mit nur einer Zeiteinstellung ist der Computer für geringe Anforderungen dennoch alltagstauglich.

Keine Preise gefunden.

Der Bewässerungscomputer von Kazeila erledigt seine Aufgabe ohne viel Schnickschnack: man muss nur die Gießzeit, örtliche Uhrzeit und den Zyklus einstellen. Der Computer hat nur ein einzelnes Programm zu bieten. Die Bewässerung kann manuell per Tastendruck – mit jeweils eine separaten Taste – gestartet oder verzögert werden.

Zwar ist die Programmvielfalt sehr gering, es lassen sich beim Kazeila jedoch genaue Zyklen von stündlich bis alle 24 Stunden einstellen. Zudem kann täglich bis hin zu 15-tägig gewählt werden. Die maximale Dauer einer einzelnen Wässerung beträgt 300 Minuten. Es kann sogar auf Sekundenebene gewässert werden.

Die verbleibende Zeit bis zum Start wird stets auf dem Display angezeigt, das in englisch beschriftet ist. Die gewählten Einstellungen lassen auf dem Bildschirm auf den ersten Blick ablesen.

Der kompakte Computer besitzt ein stabiles Chassis aus Kunststoff. Der Bildschirm hat eine feste Scheibe, die großen, gummierten Tasten einen guten Druckpunkt. Das Batteriefach für zwei AA-Batterien auf der Rückseite ist wasserdicht. Wird 20 Sekunden lang nichts eingegeben, schaltet sich das LCD automatisch ab, was Energie spart. Es ist aber leider nicht vor Außeneinflüssen, beispielsweise der Sonne, geschützt.

Der Bewässerungscomputer von Kazeila ist empfehlenswert, wenn man einzelne Bewässerungszeiten übersichtlich einstellen möchte und ein robustes, kompaktes Modell bevorzugt.

Robust: Brandson 304257

Robust

Brandson 304257

Test: Brandson Bewässerungscomputer
Die simple Bedienung und das robuste Aluminiumgewinde haben uns überzeugt. Außerdem ist das Gerät nicht zu teuer.

Ein besonders robustes Gehäuse hat der Brandson 304257 zu bieten. Dabei fallen besonders das ¾-Zoll Gewinde aus Alu mit der Kunststoff-Flügelmutter auf. Bei Geräten mit Kunststoff-Innengewinde muss man das Gerät wegschmeißen, wenn das Gewinde beschädigt ist. Das kann beim Brandson nicht so schnell passieren.

Der Computer hat nur ein Programm zu bieten, das mit einem Zyklus von sechs oder zwölf Stunden noch eingeschränkter ist als bei anderen Modellen. Das Gerät kennt aber immerhin den aktuellen Wochentag und die Uhrzeit. Per Mehrfachauswahl kann die Bewässerung so auf jeden Dienstag und Samstag gelegt werden.

Die maximale Gießzeit beträgt hier 240 Minuten, eine Sekundenauswahl ist nicht möglich. Der gummierte Drehregler lässt sich angenehm bedienen, er dreht gebremst und klickt leise. Die anderen Tasten sind groß und haben einen guten Druckpunkt.

Das Bedienteil lässt sich abnehmen, das ist praktisch, wenn sich der Zapfhahn an einem schwer zugänglichen oder dunklen Ort befindet. Rückseitig befindet sich ein mit einem Gummistopfen abgedeckter, ungenutzter Port. Es könnte sich um einen Anschluss für einen Regenmesser handeln, die Anleitung gibt hierüber allerdings keine Auskunft. Trotzdem ist das deutsche Handbuch sehr ausführlich.

Das Display ist nicht vor Sonnenbestrahlung geschützt und zeigt nicht Restzeit bis zur nächsten Bewässerung an, sondern nur die Zeit. Eine Taste für ein manuelles Verzögern, beispielsweise wenn sich Regen ankündigt, gibt es nicht.

Insgesamt ist der Brandson 304257 ist ein robuster Bewässerungscomputer mit abnehmbarem Display und noch dazu günstig zu haben.

Für geringen Druckbedarf: Orbit Buddy II

Für geringen Druckbedarf

Orbit Buddy II

Test: Orbit Buddy Ii
Der Buddy II bietet eine intuitive Zeiteinstellung mit Drehwahlprinzip.

von 18 Lesern gekauft

Beim Orbit Buddy II Duo gefällt uns vor allem die Drehwahl, denn hier können wir alles einstellen, was wir möchten: Häufigkeit und Dauer der Bewässerung, Start und Uhrzeit. Da es hier zur Druckminderung kommt, empfehlen wir dieses Gerät für alle, die mit geringem Druckbedarf kein Problem haben.

Die Bedieneinheit kann hier nicht abgenommen werden, aber die Steuerung per Dreh-Menü gefällt uns. Damit stellt man die Startzeit, Uhrzeit, Dauer und Häufigkeit der Bewässerung ein. Und das für beide Ventile zeitgleich. Per Ventil-Taste kann man zwischen den Ventilen wechseln.

Hier finden wir auch das stabilste Gehäuse aller Testgeräte, eine metallische Verschraubung gibt es auch.

Aber hier gibt es eine ziemliche Druckminderung, für unsere große Fläche konnten wir den Rechteck-Regner damit nicht einsetzen. Muss man viel bewässern, empfehlen wir dieses Gerät eher nicht. Für Tropfbewässerung eventuell zusammen mit kleineren Sprinklern funktioniert es aber sicher. Das kann er und mit seiner guten Verarbeitung ist er sicher auch langlebig.

Für Kleingärtner: Esotec Water Drops 101100

Für Kleingärtner

Esotec Water Drops 101100

Test: Esotec Water Drops 101100
Der Esotec Water Drops kann tropfgenau zweimal täglich bis zu 15 Pflanzen bewässern. Dank Solarpanel und Akku ist dazu keine externe Stromversorgung nötig.

Wer nur wenige Pflanzen zu versorgen hat oder gar Topfpflanzen tropfgenau bewässern möchte, findet im Esotec Water Drops ein vielversprechendes Modell. Es kommt mit Tropfventilen für maximal 15 Pflanzen, die höchstens 30 Zentimeter voneinander entfernt stehen können. Allzu klein sollten sie aber nicht sein, denn smart ist das System nicht: Jeden Tag zu Sonnenauf- und -untergang springt die Pumpe für eine Mindestdauer von 30 Sekunden an – für kleinere Topfpflanzen ist das oft schon zu viel.

Zentrale Bedeutung kommt dabei dem Sonnenlicht zu, denn zum einen wird die Pumpe per Lichtsensor aktiviert, zum anderen bekommt sie den Strom von einem 10 Watt starken Solarpanel, das den Tag über den Akku auflädt. Somit arbeitet das System ohne weitere Batterien oder gar einen Stromanschluss. Auch ein Zugang zur Wasserleitung ist nicht nötig: Der Esotec holt sich die Flüssigkeit aus Eimer oder Regentonne, sofern der Schwimmerschalter registriert, dass er sich in Wasser befindet.

Weniger begeistert waren wir vom Gehäuse, das vollständig aus ABS-Kunststoff besteht, weshalb man das Gerät nicht dauerhaft der prallen Sonne aussetzen sollte. Außerdem fehlt dem Water Drops eine IP-Zertifizierung, man darf also nicht davon ausgehen, dass er wasserdicht ist.

Was gibt es sonst noch?

Der Smart-Home-Trend macht auch vor dem Garten nicht Halt. Richtig umgesetzt, kann die clevere Technik dabei helfen Wasser zu sparen. Dazu greift der Orbit B-hyve 94990 auf digitale Daten zurück: Standortbedingungen können bis ins kleinste Detail festgelegt werden, darunter Bodenart, Bewuchs und Beschattung. Hinzu kommen Wetterdaten, die der B-hyve selbstständig über WLAN aus dem Internet herunterlädt. Hat man ihn erst einmal eingerichtet, erledigt der Bewässerungscomputer seine Arbeit anschließend automatisch – und verzichtet auch mal auf das Bewässern, wenn es ohnehin regnet. Das funktioniert in der Praxis meistens sehr gut, eingreifen muss man nur, wenn die angekündigten Regenwolken am Grundstück vorbeiziehen, anstatt darüber abzuregnen.

Insgesamt 64 Wasserauslässe kann man mit dem Hub verbinden, die Kommunikation läuft über Bluetooth. Sollte der Hub einmal ausfallen, lassen sich die Endgeräte notfalls auch direkt über das Smartphone ansprechen. Die Magnetventile mindern die Durchflussmenge um 19 Prozent, das ist ein ordentlicher Wert. Außerdem ist ein Durchflussmesser eingebaut. Somit spricht nichts für einen Betrieb auch an begrenzten Wasserreservoirs. Die Verarbeitung des B-hyve 94990 ist sehr gut, allerdings ist er lediglich nach IP34-Standard gegen Sprühwasser geschützt und sollte deshalb nicht dauerhaft unter Wasser gesetzt werden.

Mit dem Rain Bird kann man acht Magnetventile steuern, wenn man will. Eine Alternative zu unseren anderem Empfehlungen ist dieser Bewässerungscomputer nicht, denn hier handelt es sich um ein Luxusgerät für alle, die sich auskennen. Die Vorbereitungen brauchen Zeit, aber das Ergebnis überzeugt dann definitiv. Herzstück des Geräts ist die Basis, die man programmieren kann. Eingestellt werden hier Zeit, Datum und Bewässerungszyklus. Die Bewässerungszeit lässt sich detailliert einstellen, etwa pro Zone maximal vier Zeiten jeden Tag. Wählen kann man für die Zeiten Wochentage oder alternativ ungerade/gerade Tage.

Die Einrichtung der Basis geht schnell, mit dabei sind zwei AA-Batterien, so geht bei Stromausfall nichts verloren. Zubehör wie zum Beispiel. einen RSD Regensensor gibt es auch. Auch der wird mit Kabel angebunden. Unter der Abdeckung stecke man das LNK WiFi Modu an den ESP-RZX an. So kann auch per Smartphone programmiert werden. Gerät wie auch Netzteil müssen an ihrem Standort vor Wetter geschützt sein, bis zum Ventilschaft müssen also je nach Standort Kabel verlegt werden, das könnte ein Nachteil sein. Ansonsten gefällt uns dieser Computer aber sehr gut.

Der Eve Aqua ist im Apple-Universum, besser gesagt im HomeKit zuhause. Denn der smarte Computer läuft ausschließlich mit einer HomeKit-Zentrale, beispielsweise einem HomePod oder einem AppleTV, richtig rund. Ansonsten kann lässt sich der Timer nicht verwenden und der Start kann nur manuell am Telefon erfolgen, wobei man vor Ort sein muss. Per Bluetooth spricht der Computer mit der Zentrale bzw. dem Smartphone.

Der Eve Aqua hat einen stabilen Aluminium-Korpus mit Kunststoff-Inlet, das zum Wechsel der Batterien herausgezogen wird. Da das Setting vollständig am Smartphone geschieht, braucht dieses Modell kein Display. Die einzig vorhandene Taste ist für den manuellen Start/Stopp. Die Bewässerung kann hier auch nach Wetter gewählt werden, dabei reguliert die Regenwahrscheinlichkeit am Standort das Gießen. Der hohe Preis für dieses Gerät ist aber nur gerechtfertigt, wenn man den Water-Timer zusammen mit anderen smarten Regeln und Komponenten nutzt.

Der Gardena Flex ist ein günstigeres Gerät, das sich für Einsteiger eignet. Wir finden das Gerät praktisch für alle, die Bewässerungssysteme erstmal ausprobieren wollen oder nicht so viele Einstellungsmöglichkeiten brauchen. Hier kann lediglich ein Intervall festgelegt werden, wählen kann man zwischen 72, 48, 24, 12, 6 und 4 Stunden, damit muss man nicht für jeden Wochentag einzeln einstellen. Die Flexibilität leidet darunter zwar etwas, aber für den kleinen Garten, den man nur ab und zu bewässern will, sollte es reichen.

Toll finden wir das Drehwahl-Rad, das ist schön groß und man kann damit schnell Bewässerungsdauer und Startzeit aussuchen oder zwischen den Einstellungen springen. Mit der Taste mit dem Häkchen wird die Einstellung dann bestätigt bzw. gewählt. Es gibt auch eine Taste mit Wasserhahn, hier erfolgt die sofortige Wassergabe. Alle Bedieneinheiten und die Batterien kann man vom Gerät abnehmen, das macht den Wechsel der Batterien leicht und die Bedienung ebenso, falls der Computer an einem schwer zugänglichen Ort angebracht ist.

Wissenswertes über Bewässerungscomputer

Wer den Garten nicht regelmäßig selbst gießen will, profitiert von einem Bewässerungscomputer. Man schließt sie an der Gartenwasser-Zapfstelle an, die Geräte sind Programmgesteuert und geben dann einige Zeit das Ventil frei, der Bewässerungsstrang, der angeschlossen ist, wird dann mit einem Regner, Sprinkler oder Tropfschlauch betrieben.

Für komplexere Systeme eignen sich Geräte mit zwei Anschlüssen, so etwa. wenn man drei Stränge vom Tropfschlauch und zudem einen Impulsregner automatisch betreiben will. Die Bewässerung geht dabei nur für einen Ausgang, nie gleichzeitig. Modelle, die zwei Anschlüsse haben, sind etwa Gardena MultiControl duo oder Kärcher SensoTimer ST6 Duo ecologic, der hat zwei Bodenfeuchtesensoren.

Testsieger EasyControl für die Feinabeit, Plant it für die grobe Fläche.
Verschiedene Computer angeschlossen.

Mechanisch dagegen sind Bewässerungsuhren, die funktionieren fast wie eine Küchenuhr beim Backen, denn hier zieht man eine bestimmte Zeit, etwa 60 Minuten auf, in dieser Zeit sorgt das Ventil für Wasser. Vergisst man gerne den Wasserhahn zu schließen, ist das praktisch. Nach eingestelltem Zeitplan kann man damit aber nicht bewässern. Wir haben daher nur Bewässerungscomputer getestet.

Profi-Modelle

Schafft es der Garten auf mehr als nur drei Bewässerungszonen, so reichen Dual- oder Single-Bewässerungscomputer nicht aus. Hier braucht man Profi-Lösungen wie den Rain Bird.

Wer Zeit dazu hat, einige Meter an Wasserleitungen zu vergraben, kann die Profi-Geräte natürlich auch als Laie verwenden, zusätzlich müssen noch Elektrokabel verlegt werden und Ventilboxen in Erdschächten versenkt werden. Hier dauert nämlich nicht das Programmieren des Geräts ewig, sondern das Einrichten von Bewässerungskreisläufen, Magnetventilen und der Verkabelung.

 Bewässerungs­computer Test: Bewaesserung U072019 Rainbird
Rain Bird mit Magnetventilen.

Verschiedene Rohrdurchmesser wie 1 Zoll, ¾ bis ½ Zoll können bedient werden. Per Adapter kann der Anschluss auch an jeder Wasserquelle und jedem Kreislauf erfolge. Meist ist die Wasserquelle ein Rohr mit 1 Zoll, bei den Endgeräten gibt es oft ein ½ oder ¾-Zoll Gewinde.

Die Magnetventile gibt es für 20 bis 25 Euro, kauft man ein Set, könnte es auch billiger sein. Dazu braucht man Verteiler, Ventilboxen, die sich in der Erde versenken lassen, eine Wasserzuleitung und Steuerungskabel, außerdem Rohrverbinder, Winkelstücke und ein Verlegerohr zur Wasserverteilung im gewünschten Gebiet.

Will man damit sechs bis acht Zonen mit Wasser versorgen, zahlt man schnell mehr als 1000 Euro. So kostet etwa eine Ventilbox mit Verteiler, fünf Magnetventilen und Zuleitung etwa 500 Euro. Ein Sprinklersystem-Verlegrohr mit 50 Metern Länge kostet 50 Euro.

Zonen können dann auch überlappend oder zeitgleich bewässert werden, denn jede Zone hat ein eigenes Magnetventil. Die sind verkabelt mit der Basis und der Computer steuert sie an. Die Basis, also der Computer ist ein eigenes Bauteil, einfachere Modelle haben eine Einheit aus Magnetventil und Computer.

Wissenswertes vor dem Kauf

Wie viele Timer man braucht, hängt von der Gartengröße oder der Fläche ab die beregnet werden soll. Sind noch keine Tropfschläuche oder kein Regner installiert, sollte man das zuerst tun, danach weiß man, welcher Computer der richtige ist und wie viele Geräte man braucht. Oder solle es besser eine professionelle Lösung sein, die multiple Magnetventile hat?

Komplexere Bewässerungssysteme mit etwa einem Impulsregner, vier Strängen Tropfschlauch und zwei Flächenregnern kann man nicht mit nur einem Gerät steuern. Denn wegen der Wasseruhr gibt es Druckverlust und auch die Aufteilung in die Leitungsstränge kann schnell zu viel sein. Dann sprüht der Flächenregner nur einige Meter und der Impulsregner schafft nicht mehr als einen Meter.

Impulsregner /Sektorenregner benötigen schon etwas mehr Druck
Sektoren- bzw. Impulsregner brauchen mehr Druck.

Viereck- oder Rechteck-Regner, Sektoren-Regner, Sprinkler oder Kreisregner brauchen genügend Druck, sie können nur einzeln betrieben werden, vor allem am Wassercomputer.

Kleine Kreisregner benötigen nicht viel Druck
Ein Kreisregner kommt auch ohne viel Druck aus.

Plätschert das Wasser dagegen nur langsam oder wird durch eine Membran gedrückt, geht es auch mit weniger Druck, etwa bei Schlauch-Regnern, Micro-Drips oder Perl- oder Tropfschläuchen.

Woher kommt das Wasser?

Zwischen 0,5 und 13 Bar sollte der Betriebsdruck liegen, so kann man die Regentonne also nicht nutzen, dafür gibt es stattdessen mechanische Wasseruhren oder die Plant it Bewässerungsuhr, bei der gibt es zudem einen Schmutzfilter.

Und im Winter?

Steuereinheit und Ventil samt Batterie muss man abbauen, bevor der Winter kommt, sie müssen sicher vor Frost sein. In der Anleitung gibt es Informationen dazu, man muss das ganze Gerät also wieder abbauen.

Die Leitungen und Schläuche können aber bleiben, wo sie sind, sie sollten jedoch leer sein, sonst können sie durch gefrierendes Wasser gesprengt werden.

So haben wir getestet

Unser günstigstes Testgerät kostete 25 Euro, unser teuerstes ganze 400, das Gardena Smart Sensor Control Set war teuer, hat uns aber dennoch nicht überzeugt, das günstigere Select dagegen schon.

Für kleinere Nutz-, Zier oder Mischgärten eignet sich unsere Testgeräte gut, will man große oder mittlere Gärten damit gießen, braucht man mehrere Computer und Zapfstellen. Denn bei nur einem Computer reicht der Wasserdruck dafür nicht aus.

Die Installation, drei Bewässerungscomputer an einer Verteilung, Betrieb zu unterschiedlichen Zeiten
Wir haben hier an einer Verteilung die Bewässerungscomputer und den Betrieb auf verschiedene Zeiten gestellt.

Getestet haben wir an einer Gartenwasser-Installation, hier kommt von der Hauswasser-Installation hoher Druck ohne Minderung an. Ein ¾-Zoll Schlauch (Geka) führte das Wasser an eine 5-fach Verteilung in ½-Zoll heran. Das erzeugte viel Druck, unsere Anschlüsse waren kurz vor dem Bersten.

 Bewässerungs­computer Test: Bewaesserungscomputer Alle Update
Aus dem Update 7/2019: vidaXL Bewässerungscomputer, Gardena Flex und Gardena Select.

Die Computer mussten ihr Können dann bei der Wasser-Verteilung unter Beweis stellen, alle haben das gut gemacht. Bei Kärcher und Orbit gab es beim Flächen-Regner aber trotz hohem Druck nur einen schwachen Strahl.

Select bietet die niedrigste Druckminderung, hier arbeitet der Regner auf etwa 60 Prozent jener Reichweite, welche er ohne den Computer geschafft hätte.

Wir haben immer eine Bewässerungsuhr betrieben und je mit einem Computer getestet.

Bei Gardena Smart Sensor Control war die Druckminderung größer, PlantIt zeigt, dass das nicht sein muss, hier kommt der Druck ungehindert zum Regner, damit büßt man keine Reichweite ein. Das liegt daran, dass das Ventil per Motor geöffnet wird, die anderen Geräte hatten lautlose Magnetventile.

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