Laubbläser Test: Laubblaeser Allgemeintesting

Laubbläser und Laubsauger im Test : Aufräumen mit Luftstrom

Update 22.11.2021

Rund um Haus und Garage sammelt sich übers Jahr hinweg eine Menge Schmutz an, und im Herbst kommt noch Laub dazu. Höchste Zeit also zum Großreinemachen – am besten und einfachsten mit einem Laubbläser oder Laubsauger. Wir haben 30 Geräte aus beiden Kategorien getestet.

Update 22. November 2021

Wir haben zwölf neue Modelle getestet, darunter erstmals kabelgebundene Laubsauger. Davon können wir den Bosch UniversalGardenTidy, den Einhell GC-EL 3000 E, den Atika LSH 2600 und den Kärcher BLV 36-240 Battery empfehlen.

Bei den Laubbläsern ist der Cub Cadet LH5 B60 – 60 V eine neue Empfehlung.

22. Oktober 2020

Wir haben acht weitere Akku-Laubbläser getestet: Der Stihl BGA 57, der Husqvarna 120 iB, der Worx WG584E, der Ikra ICBV 2/20 und der Einhell GE-LB 36/210 Li E sind neue Empfehlungen.

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Sebastian Jentsch
ist Technik-Journalist, passionierter Heimwerker und Hobbykoch. Er schreibt unter anderem für Notebookjournal und Notebookcheck über mobile Technik und testet regelmäßig Küchen-, Haushalts- und Gartengeräte.

Im Herbst ist Aufräumen angesagt, da wollen Haus, Garten und Gehweg von Laub, Sand, Spinnweben und mehr befreit werden. Das alles ist mit einem Akku-Laubbläser bzw. Laubsauger kein Problem und man macht sich damit nicht die Hände schmutzig. So teuer wie man denken würde sind sie auch nicht, für etwa 200 Euro bekommt man sie schon. Auch Einsteigermodelle werden angeboten, die kosten dann weniger als 100 Euro, wir empfehlen sie aber eher nicht. Im Test verraten wir Ihnen außerdem, worauf man beim Kauf achten sollte.

Laubbläser im Test

Laubbläser sind in erster Linie für das kraftvolle Wegblasen von Laub konzipiert, sie werden mittlerweile überwiegend als Akku-Modelle angeboten. Sie sind besonders dann praktisch, wenn große Mengen an Laub auf großen Grundstücken entfernt werden müssen. Laub einsammeln kann mit diesen Geräten allerdings nicht.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Stabil & KraftvollGute AlternativeSpartippGünstige AlternativeHoher Bedienkomfort
Test  Aufräumen mit Luftstrom: Stihl BGA 57Test: Bildschirmfoto 2020 10 13 Um 14.06.50Test: Worx Wg584e 40v (ohne Akku)Test  Aufräumen mit Luftstrom: Einhell GE-LB 36/210 Li ETest: Cub Cadet Lh5 B60
Modell Stihl BGA 57 Husqvarna 120iB Worx WG584E.9 Einhell GE-LB 36/210 Li E Cub Cadet LH5 B60
Pro
  • Viel Leistung, schiebt selbst Steine
  • Lautstärke: moderat, hochtönig, aber angemessen
  • Blasrohr verlängerbar, Einrastung klappt gut
  • Kindersicherung
  • Zweistufige Akku-Einrastung
  • Viel Leistung, schiebt selbst Steine
  • 3 Stufen Regelung am Taster
  • Gute Leistung
  • 3 Drehzahlstufen + Turbo
  • Einfaches Rohrabstecken
  • Gute Laufzeit, Akku aufladen in einer Stunde
  • Dauer-On ohne Taster
  • Viel Leistung, schiebt Steine
  • Mehrstufige Drehzahl + Turbo
  • Einfaches Auseinanderstecken
  • Gute Laufzeit bei Vollgas
  • Verarbeitungsdetails
  • Hohe Leistung, auch nasses Laub
  • Ergonomie, handlich
  • Power-Taster regelt Geschwindigkeit, optional fix einstellbar
Contra
  • Ohne Drehzahlregler
  • Akku Laden 2:15 Stunden
  • Blasrohr nicht verlängerbar
  • Rohrabstecken ist sehr schwer
  • Kurze Laufzeit bei Vollgas
  • Lautstärke eher schrill
  • Akku lädt langsam (2:15 Stunden)
  • Dauerhaftes Turbo-Drücken
  • ist mühsam
  • Hohe Lautstärke
Bester Preis
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Stabil & Kraftvoll: Stihl BGA 57

Stabil & Kraftvoll

Stihl BGA 57

Test  Aufräumen mit Luftstrom: Stihl BGA 57
Unser Favorit bietet eine stabile Verarbeitung, viel Kraft und gute Ergonomie.

Der BGA 57 von Stihl ist das Nachfolgermodell unserer früheren Empfehlung BGA 56. Der Laubbläser pustet kraftvoll neben Laub auch Sand, Spinnengewebe und Unrat von der Hausfassade oder aus unzulänglichen Ecken. Das Gebläse bewegt dabei sowohl trockenes als auch nasses Laub mühelos, selbst wenn das Gras etwas höher ist. Die Luftgeschwindigkeit lässt sich zwar nicht regulieren, meist arbeitet man aber sowieso mit der höchsten Stufe. Für eine Regulierung kann man sich einfach ein wenig weiter von dem Objekt entfernen oder man greift zur nächsthöheren Variante von Stihl.

Der AK.20-Akku (2,0 Ah) ist nach 20 Minuten Betrieb leer, allerdings hatte keines der getesteten Geräte eine längere Akkulaufzeit. Der Akku wird mit einem LA101 Standard-Lader aufgeladen und die Ladezeit beträgt etwas über zwei Stunden. Das bedeutet mitunter lange Leerlaufzeiten. Die Konstruktion des Laubbläsers ist stabil und durchdacht. Der BGA 57 besteht vollständig aus schlagfestem HDPE-Kunststoff. Somit ist er sehr viel leichter als ein Benzin-Laubbläser: Ohne den Akku wiegt er 2,3 Kilo, mit Akku nochmal 1,2 Kilo mehr.

Gegenüber dem Vorgängermodell wurde das Blasrohr verbessert: Die Fixierung ist dreistufig und lässt sich nun noch passgenauer einstellen. Im Zubehör findet sich eine Flachdüse. Ein Tragegurt ist dank des geringen Gewichts nicht notwendig. Das Gewicht ist zudem gut austariert: Wird das Gerät am Griff mit zwei Fingern gehalten, neigt es etwas nach vorn. Somit ruht das Gewicht auf den starken Zeige- und Mittelfinger und Ermüdungserscheinungen werden verhindert.

Der Stihl kann mit der am Gerät befindlichen Aufhänge-Öse an der Wand befestigt werden, ebenso wie das Ladegerät. Der BGA57 verfügt über zwei Kindersicherungen: Der am Griff befindliche Hebel muss nach vorne geschoben werden, damit der Taster betätigt werden kann. Außerdem gibt es eine zweistufige Akku-Arretierung: Zunächst rastet er ein, ohne dass die elektrischen Kontakte geschlossen werden. Erst wenn der Akku die finale Position hat, kann der Laubbläser angeschaltet werden. Er ist zudem etwas leiser als die anderen leistungsstarken Geräte im Test.

Gute Alternative: Husqvarna 120iB

Gute Alternative

Husqvarna 120iB

Test: Bildschirmfoto 2020 10 13 Um 14.06.50
Der Husqvarna 120iB bringt ebenfalls eine stabile Verarbeitung und viel Kraft mit. Er ist in drei Stufen regulierbar.

Die Luftgeschwindigkeit des 120iB von Husqvarna beträgt 46 m/s. Somit eignet er sich nicht nur, um nasses Laub zu beseitigen. Man kann mit ihm zudem auch Drainagestreifen von Unrat und Sand befreien. Das Blasrohr lässt sich nicht verlängern und auch nur schwer vom Gerät wieder abziehen.

Die dreistufige Regelung wird am Griff mit einem Taster betätigt. Eine Kindersicherung ist nicht vorhanden. Der 4,0-Ah-Akku hat bei Vollgas eine Laufzeit von 14 Minuten. Die Aufladezeit mit dem QC80-Lader beträgt 2:15 Stunden, was im Vergleich zur Laufzeit sehr lang ist. Ein Schnell-Lader kann hier helfen. Die Verarbeitung ist mit schlagfestem Kunststoff solide.

Nachteilig ist die Lautstärke des Husqvarna 120iB: Die Charakteristik des Geräuschpegels ist eher schrill und hochtönig. Das ist zwar kein No-Go, andere Laubbläser haben aber ein besser erträgliche Lautstärke.

Spartipp: Worx WG584E.9 40V

Spartipp

Worx WG584E.9

Test: Worx Wg584e 40v (ohne Akku)
Fast so viel Kraft wie der Testsieger, gute Ergonomie und ein absoluter Preis-Leistungs-Hit, wenn Sie bereits 20V-Worx-Akkus besitzen.

Besitzt man bereits Akkus von anderen Worx-Geräten, kann man mit dem WG584E.9 40V Geld sparen. Der Laubbläser hat eine etwas geringere Leistung, die aber für trockenes Laub auf dem Rasen oder der Terrasse ausreichend ist. Probleme gibt es nur, wenn der Rasen etwas höher ist.

Statt eines Tasters gibt es ein Drehwahlrädchen mit drei Stufen, welches auch der Ein- und Ausschalter ist. Außerdem gibt es eine über den Daumen zu bedienende Turbotaste. Diese aber konstant festzuhalten ist recht mühsam. Der Akku-Laubbläser hat zwei aufgesetzte Akkus und sieht so recht wuchtig aus. Mit 3,2 Kilo ist er aber nicht schwerer als die anderen getesteten Modelle. Das Gewicht ist zudem gut austariert, sodass auch hier auf einen Tragegurt verzichtet werden kann.

Leider lässt sich das Rohr nur schwer aufstecken und auch die Lautstärke ist recht hoch. Da das Geräusch aber eine dumpfe Charakteristik hat, ist es ganz erträglich. Der Worx WG584E.9 40V ist ohne Ladegerät und Akku sehr günstig erhältlich. Besitzt man also schon 20-Volt-Geräte des Herstellers, ist dieses Modell ein richtiges Schnäppchen. Ansonsten sollte man auf Alternativen zurückgreifen.

Günstige Alternative: Einhell GE-LB 36/210 Li E

Günstige Alternative

Einhell GE-LB 36/210 Li E

Test  Aufräumen mit Luftstrom: Einhell GE-LB 36/210 Li E
Ordentlich Kraft, gute Ergonomie und ein weiterer Preis-Leistungs-Hit, wenn Sie bereits 18V-Einhell-Akkus besitzen.

Der GE-LB 36/210 Li E von Einhell ist ein Modell mit Doppel-Akku. Er verfügt über eine Turbo-Taste sowie eine mehrstufige Drehzahl. Im Turbo-Modus mit 3,0-aH-Akku wurde eine maximale Laufzeit von 19 Minuten erreicht. Ohne die Turbo-Taste ist sie zwar länger, dafür pustet das Modell dann aber auch keine Steine mehr, sondern lediglich noch trockenes Blattwerk.

Die Verarbeitung kann nicht ganz überzeugen, doch es gibt ein paar gute Details: So ist das Rohrende mit Blech verstärkt, die Rohrverlängerung lässt sich dreistufig einstellen und rastet zudem leicht ein. Der im Lieferumfang enthaltene Gurt kann an einer metallenen Öse befestigt werden, was langlebig wirkt. Mit 3,7 Kilo ist der Einhell aber nicht so schwer, dass der Gurt von jedem benötigt wird. Sein Vorhandensein ist aber ein Pluspunkt.

Der Bereich unter Hand sowie die restliche Griff-Umgebung sind komplett gummiert. Der Turbo- und der Totmann-Taster sind auf derselben Höhe, so kann man den Turbo bequem begleitend drücken. Im Test wurde die mehrstufige Drehzahl kaum genutzt: In den kleineren Gängen wird nicht viel Laub gepustet und so werden sie höchstens zum Ausfegen des Carports gebraucht.

Zum Verstauen kann der Einhell einfach auseinandergesteckt werden. Es gibt am Korpus aus Kunststoff zwar keine stabilen Füße, dafür kann das Gerät mit einer Öse an der Wand befestigt werden. Ebenso kann das Ladegerät an der Wand montieren werden.

Die Ladezeit mit dem Twin-Charger beträgt nur 58 Minuten. Man sollte stets Akkus mit einer gleichen Kapazität nutzen, da der kleinere Akku die Laufzeit bestimmt.

Nutzt man bereits das 18-Volt-System von Einhell, ist der GE-LB 36/210 Li E eine gute Wahl.

Hoher Bedienkomfort: Cub Cadet LH5 B60

Hoher Bedienkomfort

Cub Cadet LH5 B60

Test: Cub Cadet Lh5 B60
Der Cub Cadet bietet viel Bedienkomfort durch einen fix einstellbaren Gasgriff.

Der Cub Cadet LH5 B60 ist das Luxusmodell des amerikanischen Herstellers. Mit seiner Leistung des 60-Volt-Akkus pustet er alles weg, egal ob nasses Blattwerk, Rinde, Hölzer oder auch kleine Steine. Mit 1080 m³/h ist der Volumenstrom der größte im Testfeld, der nächstbeste Wert beträgt 816 m³/h. Mit seinen 4,7 Kilo ist der Laubsauger nicht gerade leicht, er ist aber wertiger und solider gebaut als der Großteil der getesteten Konkurrenzmodelle. Die Karosserie ist im Grunde mit Husqvarna oder Stihl vergleichbar, ist jedoch noch etwas wertiger.

Auch der Bedienkomfort überzeugt: Der Griff ist gummiert und das Gewicht gut austariert. Der Gasgriff ist fixierbar: Mit mehr oder weniger starkes Durchdrücken des Tasters am Griff kann man den Luftdurchsatz einstellen. Über den blauen Schieber kann man aber auch stufenlos eine fixe Leistung wählen. Dann muss man den blauen Taster gar nicht mehr halten, das Gerät läuft dann auch im abgestellten Zustand. So lässt sich der Cub Cadet auch als kleines Standgebläse verwenden.

Diese Wahloption ist einzigartig im Testfeld. Leider ist der Cub Cadet mit 103 dB recht laut, da sollte man einen Gehörschutz zur Schutzbrille tragen.

Durch die hohe Leistung liegt die Laufzeit im maximalen Modus bei lediglich 23 Minuten. Allerdings wird der maximale Volumenstrom in der Praxis meist nicht benötigt, 60 bis 70 Prozent sind vollkommen ausreichend für die meisten Einsatzzwecke. Dadurch wird die Laufzeit auf 30 bis 45 Minuten erhöht.

Was gibt es sonst noch?

Vieles richtig macht der Wolf Garten LYCOS 40/740, er kann aber letztendlich nicht vollkommen überzeugen: Die Leistung von 740 m³/h sind für ein Batteriegerät ordentlich. Der Laubbläser hat eine Düse für nass sowie eine für trocken, die sich am besten für die Reinigung eines Steingartens eignet. Stellenweise wirkt die Verarbeitung lieblos und minderwertig, das fällt besonders am Chassis auf. Dank abnehmbarer Rohre lässt sich das Modell platzsparend verstauen.

Handlich, einfach verstaubar und mit zwei Leistungsstufen ausgestattet ist der Kärcher LBL 4 Battery 36V. Mitgeliefert wird eine aufsteckbare Kopfdüse, die den Luftstrom für Steinchen und Sand optimiert. Das ist kräftig genug für den Traufstreifen, da die Flächenleitung aber gering ist, braucht man sehr lange. Der Akku hält allerdings maximal nur 20 Minuten durch. Nasses Laub wird suboptimal bewegt, das Gerät ist eher für den trockenen Betrieb gedacht.

Das Schwestermodell des Worx WG584E ist der WG569E.9 40V. Die beiden Geräte sind in Sachen Leistung und Bedienelemente baugleich. Auch dieser Laubbläser ist vergleichsweise laut mit einer dumpfen Charakteristik. Er hat eine geringere Leistung als die Modelle von Husqvarna oder Stihl.

Die Geschwindigkeit kann an einem dreistufigen Dreh-Schalter eingestellt werden, der Turbo-Schalter wird auch hier mit dem Daumen bedient. Muss dies auf Dauer gemacht werden, wird es mühsam. Das Rohr lässt sich bei diesem Modell auch nur recht schwer aufstecken. Der Worx arbeitet mit zwei aufgesetzten Akkus, von denen einer im Test nicht funktionierte. Durch die Akkus wirkt der Sauger recht wuchtig und voluminös, er wiegt aber inklusive Akkus nur 3,2 Kilo. So kann das Gerät auch ohne Tragegurt ohne Ermüdungserscheinungen bedient werden.

Bei dem Fuxtec E435C lässt sich die Drehzahl dreistufig variieren. Durch den Trageriemen ist der Laubbläser auch gut zu tragen. Ergonomisch angenehm ist auch der Dauer-Einschalter, sodass man nicht einen Taster dauerhaft gedrückt halten muss. Der Turbo schaltet sich selbst ab, eine Turbo-Taste findet man nicht, dafür gibt es in der dritten Stufe zehn Sekunden volle Power, dann wird automatisch reduziert.

Die Verarbeitung des Kunststoff-Chassis wirkt leider ziemlich billig, wird das Gerät unsanft abgelegt, könnte es zu einem Bruch kommen. Außerdem verfügt das Gehäuse nicht über stabile Füße und der Gurt wird an einer Plastiköse angehängt. Auch die macht keinen langlebigen Eindruck. Das Rohrende aus PEHD ist immerhin mit Blech verstärkt.

Beim IKRA IAB 40-25 bekommt man viel Leistung, hiermit können sogar größere Kieselsteine weggeblasen werden. Die Luftgeschwindigkeit wird durch ein mehrstufiges Drehrad reduziert. Verarbeitet ist er einigermaßen gut, am Rohrende gibt es eine Blechverstärkung und das Blasrohr kann leicht abgenommen werden. Jedoch ist die Ansaugöffnung zum Bediener geneigt, so werden auch mal Hose oder Jacke angezogen. Und das Drehzahlrad ist vorne angebracht, zum Bedienen braucht man die andere Hand, auch das könnte besser gelöst werden.

Laubsauger im Test

Der Begriff »Laubsauger« bezeichnet Kombi-Geräte, die Laub auch wegblasen können. Das eingesaugte Laub können sie gleich häckseln, weswegen sie auch oft als »Laubhäcksler« bezeichnet werden. Sie brauchen deutlich mehr Power als reine Laubbläser, sind in der Regel auf ein Stromkabel angewiesen und daher eher für kleine Grundstücke geeignet.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Top verarbeitetKraftvollGuter AllrounderFür kleine FlächenGute Saugleistung
Test: Bosch Universalgardentidy 2300Test: Einhell Gc El 3000 ETest: Atika Lsh 2600Test: Grafner 4in1Test  Aufräumen mit Luftstrom: Kärcher BLV 36-240 Battery
Modell Bosch Universal GardenTidy 2300 Einhell GC-EL 3000 E Atika LSH 2600 Grafner ‎LS10776 Kärcher BLV 36-240 Battery
Pro
  • Gelungene Verarbeitung bis in die Details
  • Kompakt verstaubar
  • Leistungsregelung und Bedienung ohne Taster
  • Sicherheitsschalter
  • Kraftvoll
  • Laubsack 3-Punkt-Befestigung
  • Sicherheitsschalter
  • Kompakt verstaubar
  • Gute Leistung
  • Brauchbare Verarbeitung
  • Optimal für den Senioren-Einsatz
  • Sehr hohe Leistung
  • Schnelles Lösen und Anstecken des Fangsacks
  • Ausführliche Anleitung
  • Gute Saugleistung, auch nass und große Blätter
  • Solides Chassis, Details
  • Schnell umgebaut bzw. zerlegt
  • Akku zeigt Restlaufzeit an
  • Ohne lästige Verstopfungen
Contra
  • Umbau auf Bläser nötig
  • Selbstabschaltung bei Überhitzung
  • Sehr Laut
  • Blasrohr nicht stabil
  • Laut
  • Verstopfungen
  • Suboptimal für Traufstreifen-Reinigung
  • Länge: Nicht kompakt verstaubar
  • Nur für einfaches Gelände, Laub-Aufnahme nicht optimal für Unrat
  • Suboptimal für Traufstreifen-Reinigung
  • Nur 15-20 Minuten Laufzeit bei maximaler Leistung
  • Hohe Lautstärke
Bester Preis

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Top verarbeitet: Bosch Universal GardenTidy 2300

Top verarbeitet

Bosch Universal GardenTidy 2300

Test: Bosch Universalgardentidy 2300
Bosch bietet eine hohe Leistung sowohl beim Saugen als auch beim Blasen. Die Verarbeitung ist hervorragend, die Ergonomie sogar die beste im Test.

In Sachen Motorisierung ist der Bosch Universal GardenTidy 2300 nicht das stärkste Gerät im Test, da die Leistung aber gut umgesetzt wird, überzeugt er trotzdem. Beim Saugen und Blasen wird das nasse Laub ebenso umhergeschoben wie der Schmutz aus Traufstreifen herausgepustet wird. Das Modell ist außerdem deutlich besser verarbeitet als die anderen getesteten Kombi-Geräte.

Der Bosch kann entweder als Laubsauger oder Laubbläser genutzt werden, beides in einem Arbeitsschritt ist nicht möglich. Wer sich am Umbau auf Bläser bzw. Sauger nicht stört, der bekommt eine hohe Bläserleistung, die man derart bei einem Kombi-Gerät mit Blas- und Saugrohr an einem Strang nicht findet.

 Akku-Laubbläser Test: Laubbläsersauger Update0921 Bosch Universalgardentidy
Es gibt keinen Taster, der konstant gehalten werden muss. Die Geschwindigkeit wird fix eingestellt und dann läuft er.

Zudem ist der Wechsel zwischen zwei Saugmodalitäten für die Anwendung und die Leistungsentfaltung die bessere Konstruktion, da es kein störendes Saugrohr im Bläser-Aufbau gibt. So kommt von der Leistung mit 2.300 Watt mehr auf der Fläche an als bei günstigeren Low-End-Modellen wie dem Grafner mit 3.500 Watt.

In puncto Verarbeitung lässt das Bosch-Modell alle anderen getesteten Modelle hinter sich: Der Korpus ist wertiger, das Blasrohr ist aus einem steiferen, stabileren Material. Darüber hinaus hat das Gerät Details wie genietete Fangsackhalterungen und einen Klick-Fix-Mechanismus zur Abnahme des Fangsacks bzw. der Rohre zu bieten.

Um das Saugrohr zu montieren, muss vorher eine Haube über der Turbine entfernt werden. Ein Sicherheitsschalter sorgt dafür, dass der Laubsauger im offenen Zustand nicht läuft. Mit der Haube kann man Verstopfungen restlos und leicht entfernen, was bei geschlossen Kombi-Modellen mit Doppelrohr nicht möglich ist.

Der Bosch wird über einen Drehschalter bedient, der wird auf eine Leistungsstufe eingestellt. Einen Taster, der konstant gehalten werden muss, gibt es hier nicht. So kann man mit dem Laubsauger viel variabler hantieren. Einen Nachteil hat dieser Drehschalter mit »Standgas«: Setzt bei Überhitzung die Selbstabschaltung ein, so geht der Bosch nach Abkühlung von allein wieder an – sofern man die Abschaltung vergisst.

Kraftvoll: Einhell GC-EL 3000 E

Kraftvoll

Einhell GC-EL 3000 E

Der GC-EL 3000 E von Einhell kann kräftig Saugen und Blasen, sogar nasses Laub. Auch hier muss für den Blasmodus der Saughäcksler manuell umgebaut werden. Die Leistung beträgt 3000 Watt, der Luftstrom von 840 m³/h übertrifft die meisten anderen getesteten Laubsauger. Die Stärke kann über einen sechsstufigen Regler reguliert werden. Bei diesem Laubsauger muss konstant ein Taster gehalten werden.

Leider wirkt das Blasrohr nicht sonderlich stabil, vor allem wenn man häufig in Drainagestreifen oder zwischen Fugen und Ritzen herumstochert. Eine metallische Umfassung wäre hier gut. Dafür hat der Laubsack eine 3-Punkt-Befestigung.

 Akku-Laubbläser Test: Laubbläsersauger Update0921 Einhell Gc El3000e
Der EL3000E hat genug Power für die Steine im Drainagestreifen.

Während des Umbaus zum Sauger verhindert ein Sicherheitsschalter, dass das geöffnete Gerät eingeschaltet wird. Zwar gefallen kleine Details wie der vibrationsarme Griff, grundsätzlich ist das Einhell-Gerät jedoch nicht so hochwertig wie Modelle von Husqvarna, Cub Cadet oder Stihl.

Da das Rohr konstruktionsbedingt abgenommen werden kann, ist das Packmaß kompakt. So lässt sich der Einhell im Winter in einem kleinen Regal verstauen. Die Lautstärke ist recht hoch, rangiert im Test aber im Mittelfeld.

Der Einhell ist für alle geeignet, die eine optimale Praxistauglichkeit suchen, aber den Preis eines Bosch nicht zahlen möchten.

Guter Allrounder: Atika LSH 2600

Guter Allrounder

Atika LSH 2600

Test: Atika Lsh 2600
Beim LSH 2600 ist die Leistung stufenlos einstellbar, was ihn zu einem gutem Allrounder macht.

Der Atika LSH 2600 ist simpel aufgebaut und bedienbar, günstig, leistungsstark und laut. Die Leistung von 2.600 Watt lässt sich stufenlos einstellen, für den Einsatz als Laubbläser muss das Gerät nicht umgebaut werden. Allerdings eignet sich der Bläser für Traufstreifen und ähnliches vergleichsweise weniger.

Material und Verarbeitung sind bestenfalls brauchbar, allerdings ist der Atika für einen häufigen Einsatz nicht geeignet. Das erkennt man an den Steckverbindungen des Sacks, seiner Aufhängung sowie dem Gurt. Das ist alles sehr günstig aufgemacht und wird hunderte Betriebsstunden nicht überleben.

 Akku-Laubbläser Test: Laubbläsersauger Update0921 Atika Lsh2600
Verstopfungen sind teilweise der Konstruktion geschuldet.

Der Atika ist aber dennoch empfehlenswert, da er ein guter und schnell einsetzbarer Allrounder für kleines Geld ist. Nachteilig ist, dass die Verengung am Auslass zu Verstopfungen führt. Sie wurde aus Sicherheitsgründen eingebaut, damit die Hand nicht in die laufende Turbine greifen kann. Man könnte die Verengung entfernen, um weniger Havarien zu haben, allerdings entfernt man so auch ein Sicherheitsmerkmal. Zudem ist das Kombi-Rohr nicht abnehmbar, wodurch sich der Laubsauger aufgrund der Länge nicht so gut verstauen lässt.

Wir empfehlen den Atika allen, die für wenig Geld ein schnell einsetzbares Gerät für den eher seltenen Einsatz haben möchten.

Für kleine Flächen: Grafner ‎LS10776

Für kleine Flächen

Grafner ‎LS10776

Test: Grafner 4in1
Der Grafner eignet sich nur für den bedächtigen Einsatz auf einfachen Flächen mit wenig Laub – dafür aber recht gut.

Keine Preise gefunden.

Der Grafner LS10776 ist optimal für kleine und übersichtliche Grundstücke. Aufgrund seiner Konstruktion kann das Gerät nur für Laub eingesetzt werden. Es wiegt wenig und der Fangsack kann schnell dank Bügelgriff entnommen werden. Die Verarbeitung ist brauchbar, mehr nicht.

 Akku-Laubbläser Test: Laubbläsersauger Update0921 Grafnerin1
Das gebogene Blasrohr beschränkt ist die Blas-Wirkung auf ebene Flächen.

Ein Nachteil ist die gebogene Öffnung des Blasrohrs, denn sie mindert die Kraft und verhindert gewisse Anwendungszwecke wie das Entfernen von Sand aus dem Drainagestreifen.

Mit seiner Leistung und der ovalen Saugöffnung kann der Grafner auch nasses Laub aufnehmen, aber jeweils immer nur ein Blatt. Für größere Laubmengen ist das Gerät untauglich. Langstil-Material und Ästchen verkanten sich bereits vor der Saugöffnung. Eine künstliche Verengung hinter der Häckselturbine, die auch als Sicherheitsmerkmal dient, sorgt für Havarien, vor allem bei nassem Blattwerk oder Langstielblättern wie beispielsweise Nussbaum.

Der Grafner eignet sich für alle, die kleine Grundstücke oder wenig Blattwerk haben und denen es auch nichts ausmacht, wenn die Arbeit mit dem Laubsauger etwas länger dauert.

Gute Saugleistung: Kärcher BLV 36-240 Battery

Gute Saugleistung

Kärcher BLV 36-240 Battery

Test  Aufräumen mit Luftstrom: Kärcher BLV 36-240 Battery
Der Laubhäcksler mit Akku ist stark beim Blasen und bietet beim Saugen Qualität und Tragekomfort.

Der BLV 36-240 von Kärcher ist mit einem 36-Volt-Akku ausgerüstet. Bei maximaler Last liegt die Laufzeit zwar nur bei 15 bis 20 Minuten, die Leistung kommt aber fast an ein Kabel-Modell heran. Mit einer Luftgeschwindigkeit von maximal 66 m/s entfernt der Kärcher Sand, Spinnenweben und Laub. Kabel-Geräte haben zwar eine höhere Luftgeschwindigkeit, dafür überzeugt der Kärcher mit seinem kabelfreien Betrieb.

Der Kärcher hat einen stabilen Kunststoffkorpus mit einem durchdachten Aufbau. Der wuchtige Griff ist gummiert und bietet so auch bei großen Händen einen sicheren Halt. Gurt und Bügelgriff sorgen für bequemes Handling. Robuste Details wie der Karabiner des Gurts und der Öse zeigen die Hochwertigkeit des Kärcher-Modells.

Laubsauger und Laubbläser Test: Laubbläser Update102021 Kärcher Blv36
Mit dem Standgashebel wird die Motorleistung fixiert, den Griff muss man nicht dauerhaft halten.

Dank des Hebels für Standgas muss man den Taster nicht dauerhaft gedrückt halten. So kann man das Gerät auch im Betrieb ablegen, um per Hand Laub zuzuführen. Bei größeren Blättern ist das auch notwendig, die verkanten sich gerne mal an der Saugöffnung. Die Leistung ist generell auch für nasses Laub ausreichend, bei sperrigem Blattwerk reicht sie jedoch nicht immer.

Der Antrieb arbeitet stufenlos über einen Grifftaster, der sich wie ein Gaspedal bedienen lässt. Möchte man den Kärcher konstant auf einer Stufe halten, fixiert der Standgashebel den Luftdurchsatz auf dem gewünschten Niveau.

Kärcher hat sein Modell mit weiteren Komfortdetails ausgestattet: So kann das Saugrohr abgenommen werden, dadurch kann man mit einem leichteren Bläser arbeiten. Dafür muss man nur entriegeln und einen Schnappverschluss lösen. Dann schließt sich über der Häckselturbine eine Klappe mit Sicherheitsverschraubung. Der Motor startet erst dann, wenn diese Schraube eingedreht ist.

Der 45-Liter-Fangsack lässt sich leicht und schnell entfernen und abziehen. Die 45-Grad-Einfüllöffnung ragt in den Fangsack hinein, im Test kam es nicht zu Verstopfungen. Das liegt daran, dass bei diesem Modell keine Handsperre im Auswurfkanal notwendig ist. Derartige Sicherheitsmerkmale sorgen bei anderen Geräten wiederholt für leidige Verstopfungen.

Laubsauger und Laubbläser Test: Laubbläser Update102021 Kärcher Blv36
Der Fangsack lässt sich leicht befestigen und abnehmen, zu Verstopfungen kommt es nicht.

Ein weiteres Sicherheits-Feature ist die thermische Abschaltung des Akkus: Der erwärmt sich bei maximaler Leistung, in unserem Test schaltete er sich jedoch nicht ab. Im Betrieb zeigt der Akku die Zeit an, die bei gleicher Leistung verbleibt. Nachteile beim Kärcher sind die hohe Lautstärke und die geringe Laufzeit von höchstens 20 Minuten bei maximaler Leistung.

Der Kärcher BLV 36-240 ist eine Empfehlung für alle, die ohne Kabel arbeiten möchte und dafür auch bereit sind, Ladezeit in Kauf zu nehmen. Nutzt man bereits einen 36-Volt-Akku des Herstellers, muss man nur noch das Gerät selbst kaufen, das für seine gebotene Qualität auch nicht übertrieben teuer ist.

Was gibt es sonst noch?

Der Ikra ICBV 2/20 funktioniert gut im Garten, für eine größere Fläche ist das Modell eher nicht geeignet. Er hat zwar eine Luftgeschwindigkeit von 58 Metern pro Sekunde, dennoch kommt man mit diesem Laubbläser nur langsam voran, da nicht viel Material durch das schmale Blasrohr passt. Die Kraft ist aber ausreichend, um mittelgroße Kieselsteine zu verschieben und um Sand aus dem Drainagestreifen zu entfernen. Man kann auf Saugen umschalten, ohne dafür das Gerät abzulegen oder auszuschalten. Wenn der Hebel umgeklappt wird, saugt das dicke, obere Rohr Blätter in den 45-Liter großen Fangsack ein. Das Laub wird dabei direkt zerkleinert. Bei nassen Laub funktioniert das allerdings nicht.

Der Laubbläser muss immer mit zwei Akkus bedient werden, diese können aber verschiedene Kapazitäten haben. Dabei hängt die Laufzeit von dem Akku mit der geringeren Kapazität ab. Im Test stellte sich der Drehschalter manchmal selbstständig von Null auf Eins und schaltete so das Gerät ein. Hätte der Laubbläser eine Kindersicherung, gäbe es dieses Problem nicht.

Die Ergonomie des Grizzly EL 2800 ist gut, die Verarbeitung ist allerdings mangelhaft. Das erkennt man sowohl am dünnen Material des Fangsacks, als auch an der Plastikaufhängung des Sackes. Die Leistung ist jedoch hoch und ist auch für nasses Laub ausreichend. Die Bedienung des Tasters am Griff ist erschwert, sodass der Finger schnell ermüdet. Das Rohr lässt sich nicht abnehmen.

Entgegen der Aufschrift auf dem Fangsack ist der Wolfgang Laubsauger bei Weitem kein Profi-Gerät. Gemessen am Preis ist die Verarbeitung okay, allerdings sind ein paar mögliche Bruchstellen wie die einzelne Öse für den Auffangsack und das Laufrad erkennbar. Die Leistung kann nicht reguliert werden. Dank guter Ergonomie, hoher Leistung sowie geringem Gewicht lässt sich mit dem Laubsauger ganz gut arbeiten, auch mit nassem Laub. In Steingärten ist die Arbeit konstruktionsbedingt suboptimal, denn das Rohr kann nicht abgenommen werden.

Günstig aufgemacht kommt der Einhell GC-EL 2500 E daher: Die einfache Qualität erkennt man deutlich am Radanbau, am Saugrohr und am Fangsack und seiner Steckbefestigung. Möchte man das Gerät nur gelegentlich nutzen, ist das ausreichend, für das Entfernen von Sand aus dem Traufstreifen dagegen nicht. Zudem sollte man nur trockenes Laub saugen, da Ästchen und Hölzer immer wieder den Durchgang blockieren. Das geringe Gewicht trägt zur guten Ergonomie bei. Da man das Rohr nicht demontieren kann, ist der Einhell nicht kompakt verstaubar.

Wissenswertes über Laubbläser und Laubsauger

Laubsauger eignet sich, um kleineren Mengen Laub oder trockenes Gras in einem Arbeitsschritt aufzunehmen und zu zerkleinern. Sie zerhäckseln das aufgenommene Laub und füllen es in einen Sack. Da sich der Fangsack schnellt füllt, sind diese Modelle nicht für große Mengen gedacht. Bei diesen Geräten handelt es sich immer um Kombi-Modelle, daher können sie auch auf Laubblasen umgestellt oder umgebaut werden. Mit der Blasfunktion kann man punktuell Laub aus schwer zugänglichen Ecken herauspusten, um es dann auf der Fläche aufzunehmen. Da Laubsauger fast immer ein Stromkabel benötigen, sind sie eher für kleine Fläche geeignet.

Mit einem Laubbläser kann man größeren Mengen Laub oder Pflanzenreste auf einen Haufen bewegen, um es danach händisch in einen Sack oder eine Schubkarre zu sammeln. Man kann das Laub auch schwierigen Positionen wie Treppen, Drainagerinnen oder Absätzen auf die Rasenfläche pusten und dann von dort mit dem Laubsauger oder Rasenmäher aufnehmen.

Auch Unrat, Sand oder Spinnweben können mit dem Laubbläser entfernt werden. Das geht schneller als mit dem Besen oder mit dem Rechen, da Hindernisse wie Fahrräder oder Tische nicht erst weggeräumt werden müssen. Einen Auffangsack gibt es bei Laubbläsern nicht, sie werden meist per Akku betrieben und können Laub und anderen Unrat wirklich nur wegpusten.

Nachteile von Kombi-Laubsaugern

Fürs Saugen und Zerkleinern muss ein Kombi-Laubsauger über eine hohe Leistung verfügen, die getesteten Modelle haben zwischen 2000 und 3500 Watt. Aus diesem Grund gibt es fürs Saugen kaum Akku-Modelle, sodass man mit dem Stromkabel vorliebnehmen muss.

Kombi-Modelle eignen sich nicht optimal zum Laubblasen: obwohl die Leistung hoch ist, ist das Herauspusten von Sand aus dem Traufstreifen mühsam. Das liegt zum einen daran, dass das Blasrohr hier direkt unter dem größeren Saugrohr sitzt. Dadurch gelangt man nicht in enge Spalten oder zwischen die Kiesel im Traufstreifen. Zum andern sind die zerkleinernden Turbinen anders geformt, als die, die nur einen Luftstrom erzeugen. Daher erzeugen die Kombi-Geräte nicht so einen starken Luftstrom wie reine Laubbläser.

Kombi-Laubsauger: Welche Gerätevarianten gibt es?

Die meisten Kombi-Modelle haben zwei Rohre, das obere und größere zum Saugen, das untere zum Blasen. Über eine einfache Klappe kann man dann zwischen Saugen und Blasen umschalten.

Bei anderen Modellen muss man das Gerät für die verschiedenen Arbeitsschritte umbauen: Erst nutzt man es als Bläser, um das Laub zusammenzutragen, dann baut man das Gerät zum Sauger um und nimmt das Laub in den Fangsack auf. Der Aufwand des Umbauens word mit einer besseren Blasleistung belohnt. Die kommt zwar wegen der Häcksel-Turbine immer noch nicht an reine Laubbläser heran, genügt aber fürs Abfegen der Fassade oder die Reinigung des Traufstreifens.

Akkukapazität, Volumenstrom und Luftgeschwindigkeit

Grundsätzlich sind die Geräte einfach konstruiert, innen gibt es ein Gebläse, das motorbetrieben ist, das erzeugt einen Luftstrom. Meist hat der Ansaugkanal eine große Öffnung und er befindet sich an der Außen- oder Rückseite. Vorne beim Rohr ist die Luftausstoßöffnung kleiner, damit wird die Geschwindigkeit, mit der Luft diese Enge passiert, erhöht, wie beim Turbinenprinzip.

Somit sind drei Kenndaten entscheidend. Das erste ist die Luftgeschwindigkeit, die zum Beispiel in der Sekunde 60 Meter beträgt, das zweite ist der Volumenstrom, etwa 700 Kubikmeter in der Stunde, das dritte ist die Akku-Kapazität, wie eine Amperestunden Angabe. Der Volumenstrom sagt aus, wie viel Luft in Kubikmetern in der Stunde durchs Gerät gezogen wird.

Die hohe Luftgeschwindigkeit ist wichtig, da vom Laubbläser auch feuchte Blätter weggeblasen werden sollen oder festhängendes Laub aus Buschwerk oder Gras.

Will man etwa einen großen Gehweg von Laub befreien, so ist auch genügend Akku-Kapazität entscheidend. Zwischen 1,5 und 5,0 Amperestunden ist hier alles drin, jedoch bedeuten große Kapazitäten auch höhere Preise, teils ist der Akku dann teurer als das Gerät selbst.

Laubbläser Test: Laubblaeser Allgemeintesting
Die Ladegeräte unserer Test-Modelle.

Dass die Laufzeit bei hoher Akku-Kapazität lang ist, ist jedoch nicht garantiert. So kommen etwa Fuxtec mit 4,0 Amperestunden und Stihl mit 2,0 Amperestunden bei Vollgas auf die gleiche Laufzeit.

Lautstärke und Gewicht

Wichtig ist auch, dass das Gewicht und die Dezibel-Zahl niedrig sind. Einen Tragegurt gibt es meist nicht, denn das Gewicht ist ohnehin niedrig.

Dezibel-Angaben findet man in den technischen Daten oder am Gerät als Lwa, das ist die garantierte Schallleistung, oder als Lpa, das ist der gemessene Schalldruckpegel. Die Lpa-Werte sind dabei an den Abstand zur Schallquelle gebunden. Beim Schalleistungspegel haben die Dezibel-Werte zum Abstand zur Schallquelle keine Beziehung. Sind sie also gleich für alle Entfernungen zur Schallquelle.

Meist wird Lwa angegeben, das definiert Schalldruckschwankungen in der Luft, die maximal vom Gerät erzeugt werden. Schalldruck ist entfernungsabhängige Wirkung.

Achten sollte man aber nicht nur auf die hohe Luftgeschwindigkeit, auch ein geringes Gewicht ist wichtig. So lässt sich der Laubbläser leicht tragen, ein Trageriemen ist da auch hilfreich.

Was bringen Laubbläser?

Mit einem Laubbläser kann man Pflanzenreste und Laub in großen Mengen auf einen Haufen bewegen, dann lässt sich alles leicht in Säcke stecken oder zum Kompost transportieren.

Man kann damit auch Laub aus Ecken bewegen, die schwer zugänglich sind, etwa Absätze, Drainage-Rinnen, Treppen oder Fahrrad-Abstellplätze.

Aber auch anderer Unrat wie Sand oder Spinnweben können entfernt werden. Das geht schneller als mit Rechen oder Besen, denn mit dem Laubbläser müssen Fahrräder, Geräte, Tische oder alles, was im Weg steht, nicht vorher weggeräumt werden. Alles wird einfach darunter durch geblasen und an einen zugänglicheren Ort transportiert.

Gerätevarianten

Akku-Geräte

Sie sind leiser als Modelle, die mit Benzin betrieben werden, außerdem stinken sie nicht. Zudem sind sie kabellos, womit diese Geräte flexibler sind, sie haben aber auch eine geringere Leistung als die Benzin-Geräte, die Arbeitszeit bleibt dadurch auch begrenzt und der Akku muss immer wieder geladen werden – das kostet Zeit.

Elektro-Geräte

Ein Elektro-Gerät braucht ein Kabel und dementsprechend eine Steckdose, flexibel und ortsunabhängig ist man damit nicht. Jedoch bekommt man dafür aber auch gleichbleibende Leistung und man kann mit diesen Geräten stundenlang arbeiten.

Benzin-Geräte

Benzin-Geräte sind viel kraftvoller als die Elektro-Variante. Auch nasses Laub kann man damit bewegen, jedoch sind diese Modelle auch schwerer, denn sie haben noch den Vier- oder Zweitakt-Motor verbaut und einen Benzintank. Meist gibt es sie daher mit speziellem Tragegurt.

Oft sind es auch Kombi-Geräte, saugen und blasen also. Wird Laub auch angesaugt, so gibt es häufig einen integrierten Häcksler, denn das zerkleinerte Laub nimmt im Sack weniger Platz weg.

Auch diese Geräte lassen sich ortsunabhängig nutzen, jedoch sind sie laut, die Ruhezeiten muss man hier unbedingt einhalten.

Diese Laubbläser sind aber eher für gewerblichen Einsatz geeignet, Kabel- und Akku-Geräte sind aber umweltfreundlicher.

Haben Laubbläser Nachteile?

Wenn man sie sinnvoll einsetzt, sind Laubbläser durchaus eine Erleichterung bei der Arbeit, vor allem, wenn es viele verwinkelte Stellen gibt auf dem Grundstück. Denn vor allem Sand lässt sich mit einem Besen oder Rechen kaum oder nur schwer entfernen, das geht mit dem Laubbläser deutlich schneller.

Vor allem sind die Geräte aber laut, eine Norm für die maximale Lautstärke gibt es nicht, aber an die Ruhezeiten sollte man sich dennoch halten, um die Nachbarn nicht zu verärgern. Denn Laubbläser gehören zur Maschinenlärmschutzverordnung. Die besagt, dass man die Geräte nur zwischen 9 und 13 und 15 und 17 Uhr nutzen darf.

So haben wir getestet

Wir haben uns insgesamt 30 Akku-Laubbläser angesehen von verschiedenen Herstellern. Konzentriert haben wir uns dabei auf Einsteiger-Geräte bis 250 Euro, jedoch fällt Stiga mit Ladegerät und Akku hier etwas aus dem Rahmen.

Mit den Laubbläsern haben wir dann auch den Geräteschuppen, die Drainage-Steine und die Fassade und weiteres von Spinnweben und Sand befreit. Im Freigelände war das Laub nicht immer ganz trocken, einige Geräte bekamen hier Probleme.

Ergonomie und Verarbeitung haben wir uns ebenfalls angesehen und geprüft, wie solide das Chassis ist, welche Materialien verbaut wurden, ob sich das Saugrohr einfach oder schwer aufsetzen lässt. Hier gibt es teils große Unterschiede.

Auch die Ergonomie ist wichtig. Wird die Hand schon nach 15 Minuten Arbeit müde? Bei unserem teuersten Testmodell war das so. Geräte, die hecklastig sind dank schwerem Akku, muss man dauernd mit kleinem Finger und Ringfinger hochdrücken. Schon nach zehn Minuten war die Hand des Testers steif. Ein Tragegurt wäre da besser gewesen, den hatte das Gerät aber nicht.

Laubbläser Test: Laubblaeser Stigasab80ae
Der Stiga SAB 500 AE ist dank schwerem Akku hecklastig.

Wie einfach ist die Bedienung? Bei einigen gibt es einen Taster, den man dauernd drücken muss. Bei anderen einen An- und Ausschalter und für die Geschwindigkeit einen extra Regler. So kann das Luftvolumen mehrstufig oder stufenlos variiert werden. Feinjustierung braucht man eigentlich nur, wenn der Akku geschont werden soll oder man kleinere Steine oder etwa Blumenvasen nicht verschieben möchte.

Auch verstaut müssen sie werden, dazu sollte man das Gebläserohr abnehmen können und eine Öse für die Wand-Aufhängung wäre auch schön.

Laubbläser Test: Laubblaeser Fuxtece435c
Bei Fuxtec E435C kann man den Lader an der Wand befestigen.

Auch das Ladegerät haben wir genauer unter die Lupe genommen, manchmal kann man es an die Wand schrauben, dafür braucht es aber passende Bohrungen.

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