Laubbläser Test: Laubblaeser Allgemeintesting

Akku-Laubbläser im Test : Aufräumen mit Luftstrom

Update 22.10.2020

Will man Laub oder Schmutz bewegen, ohne zuvor Gegenstände aus dem Weg räumen zu müssen, bietet sich ein Laubbläser an, mit ihm geht das schnell und unkompliziert.  Mit einem Akku-Gerät ist man außerdem flexibel. Wir haben 17 Akku-Geräte getestet.

Update 22. Oktober 2020

Wir haben acht weitere Akku-Laubbläser getestet: Der Stihl BGA 57, der Husqvarna 120 iB, der Worx WG584E, der Ikra ICBV 2/20 und der Einhell GE-LB 36/210 Li E sind neue Empfehlungen.

Sebastian Jentsch
ist Technik-Journalist, passionierter Heimwerker und Hobbykoch. Er schreibt unter anderem für Notebookjournal und Notebookcheck über mobile Technik und testet regelmäßig Küchen-, Haushalts- und Gartengeräte.

Im Herbst ist Aufräumen angesagt, da wollen Haus, Garten und Gehweg von Laub, Sand, Spinnweben und mehr befreit werden. Das alles ist mit einem Akku-Laubbläser kein Problem und man macht sich damit nicht die Hände schmutzig. So teuer wie man denken würde sind sie auch nicht, für etwa 200 Euro bekommt man sie schon. Auch Einsteigermodelle werden angeboten, die kosten dann weniger als 100 Euro, wir empfehlen sie aber eher nicht. Im Test verraten wir Ihnen außerdem, worauf man beim Kauf achten sollte.

Stabil & Kraftvoll: Stihl BGA 57

Stabil & Kraftvoll

Stihl BGA 57

Test: Stihl Bga 57
Unser Favorit bietet eine stabile Verarbeitung, viel Kraft und gute Ergonomie.

Der BGA 57 von Stihl ist das Nachfolgermodell unserer früheren Empfehlung BGA 56. Der Laubbläser pustet kraftvoll neben Laub auch Sand, Spinnengewebe und Unrat von der Hausfassade oder aus unzulänglichen Ecken. Das Gebläse bewegt dabei sowohl trockenes als auch nasses Laub mühelos, selbst wenn das Gras etwas höher ist. Die Luftgeschwindigkeit lässt sich zwar nicht regulieren, meist arbeitet man aber sowieso mit der höchsten Stufe. Für eine Regulierung kann man sich einfach ein wenig weiter von dem Objekt entfernen oder man greift zur nächsthöheren Variante von Stihl.

Der AK.20-Akku (2,0 Ah) ist nach 20 Minuten Betrieb leer, allerdings hatte keines der getesteten Geräte eine längere Akkulaufzeit. Der Akku wird mit einem LA101 Standard-Lader aufgeladen und die Ladezeit beträgt etwas über zwei Stunden. Das bedeutet mitunter lange Leerlaufzeiten. Die Konstruktion des Laubbläsers ist stabil und durchdacht. Der BGA 57 besteht vollständig aus schlagfestem HDPE-Kunststoff. Somit ist er sehr viel leichter als ein Benzin-Laubbläser: Ohne den Akku wiegt er 2,3 Kilo, mit Akku nochmal 1,2 Kilo mehr.

Gegenüber dem Vorgängermodell wurde das Blasrohr verbessert: Die Fixierung ist dreistufig und lässt sich nun noch passgenauer einstellen. Im Zubehör findet sich eine Flachdüse. Ein Tragegurt ist dank des geringen Gewichts nicht notwendig. Das Gewicht ist zudem gut austariert: Wird das Gerät am Griff mit zwei Fingern gehalten, neigt es etwas nach vorn. Somit ruht das Gewicht auf den starken Zeige- und Mittelfinger und Ermüdungserscheinungen werden verhindert.

Der Stihl kann mit der am Gerät befindlichen Aufhänge-Öse an der Wand befestigt werden, ebenso wie das Ladegerät. Der BGA57 verfügt über zwei Kindersicherungen: Der am Griff befindliche Hebel muss nach vorne geschoben werden, damit der Taster betätigt werden kann. Außerdem gibt es eine zweistufige Akku-Arretierung: Zunächst rastet er ein, ohne dass die elektrischen Kontakte geschlossen werden. Erst wenn der Akku die finale Position hat, kann der Laubbläser angeschaltet werden. Er ist zudem etwas leiser als die anderen leistungsstarken Geräte im Test.

Gute Alternative: Husqvarna 120iB

Gute Alternative

Husqvarna 120iB

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Der Husqvarna 120iB bringt ebenfalls eine stabile Verarbeitung und viel Kraft mit. Er ist in drei Stufen regulierbar.

Keine Preise gefunden.

Die Luftgeschwindigkeit des 120iB von Husqvarna beträgt 46 m/s. Somit eignet er sich nicht nur, um nasses Laub zu beseitigen. Man kann mit ihm zudem auch Drainagestreifen von Unrat und Sand befreien. Das Blasrohr lässt sich nicht verlängern und auch nur schwer vom Gerät wieder abziehen.

Die dreistufige Regelung wird am Griff mit einem Taster betätigt. Eine Kindersicherung ist nicht vorhanden. Der 4,0-Ah-Akku hat bei Vollgas eine Laufzeit von 14 Minuten. Die Aufladezeit mit dem QC80-Lader beträgt 2:15 Stunden, was im Vergleich zur Laufzeit sehr lang ist. Ein Schnell-Lader kann hier helfen. Die Verarbeitung ist mit schlagfestem Kunststoff solide.

Nachteilig ist die Lautstärke des Husqvarna 120iB: Die Charakteristik des Geräuschpegels ist eher schrill und hochtönig. Das ist zwar kein No-Go, andere Laubbläser haben aber ein besser erträgliche Lautstärke.

Spartipp: Worx WG584E.9 40V

Spartipp

Worx WG584E.9

Test: Worx Wg584e 40v (ohne Akku)
Fast so viel Kraft wie der Testsieger, gute Ergonomie und ein absoluter Preis-Leistungs-Hit, wenn Sie bereits 20V-Worx-Akkus besitzen.

Besitzt man bereits Akkus von anderen Worx-Geräten, kann man mit dem WG584E.9 40V Geld sparen. Der Laubbläser hat eine etwas geringere Leistung, die aber für trockenes Laub auf dem Rasen oder der Terrasse ausreichend ist. Probleme gibt es nur, wenn der Rasen etwas höher ist.

Statt eines Tasters gibt es ein Drehwahlrädchen mit drei Stufen, welches auch der Ein- und Ausschalter ist. Außerdem gibt es eine über den Daumen zu bedienende Turbotaste. Diese aber konstant festzuhalten ist recht mühsam. Der Akku-Laubbläser hat zwei aufgesetzte Akkus und sieht so recht wuchtig aus. Mit 3,2 Kilo ist er aber nicht schwerer als die anderen getesteten Modelle. Das Gewicht ist zudem gut austariert, sodass auch hier auf einen Tragegurt verzichtet werden kann.

Leider lässt sich das Rohr nur schwer aufstecken und auch die Lautstärke ist recht hoch. Da das Geräusch aber eine dumpfe Charakteristik hat, ist es ganz erträglich. Der Worx WG584E.9 40V ist ohne Ladegerät und Akku sehr günstig erhältlich. Besitzt man also schon 20-Volt-Geräte des Herstellers, ist dieser Laubbläser ein richtiges Schnäppchen. Ansonsten sollte man auf Alternativen zurückgreifen.

Günstige Alternative: Einhell GE-LB 36/210 Li E

Günstige Alternative

Einhell GE-LB 36/210 Li E

Test: Einhell Ge Lb 36/210 Li E
Ordentlich Kraft, gute Ergonomie und ein weiterer Preis-Leistungs-Hit, wenn Sie bereits 18V-Einhell-Akkus besitzen.

Der Einhell GE-LB 36/210 Li E ist ein Modell mit Doppel-Akku. Er verfügt über eine Turbo-Taste sowie eine mehrstufige Drehzahl. Im Turbo-Modus mit 3,0-aH-Akku wurde eine maximale Laufzeit von 19 Minuten erreicht. Ohne die Turbo-Taste ist sie zwar länger, dafür pustet das Modell dann aber auch keine Steine mehr, sondern lediglich noch trockenes Laub.

Die Verarbeitung kann nicht ganz überzeugen, doch es gibt ein paar gute Details: So ist das Rohrende mit Blech verstärkt, die Rohrverlängerung lässt sich dreistufig einstellen und rastet zudem leicht ein. Der im Lieferumfang enthaltene Gurt kann an einer metallenen Öse befestigt werden, was langlebig wirkt. Mit 3,7 Kilogramm ist der Einhell aber nicht so schwer, dass der Gurt von jedem benötigt wird. Sein Vorhandensein ist aber ein Pluspunkt.

Der Bereich unter Hand sowie die restliche Griff-Umgebung sind komplett gummiert. Der Turbo- und der Totmann-Taster sind auf derselben Höhe, so kann man den Turbo bequem begleitend drücken. Im Test wurde die mehrstufige Drehzahl kaum genutzt: In den kleineren Gängen wird nicht viel Laub gepustet und so werden sie höchstens zum Ausfegen des Carports gebraucht.

Zum Verstauen kann der Einhell einfach auseinandergesteckt werden. Es gibt am Korpus aus Kunststoff zwar keine stabilen Füße, dafür kann das Gerät mit einer Öse an der Wand befestigt werden. Ebenso kann das Ladegerät an der Wand montieren werden.

Die Ladezeit mit dem Twin-Charger beträgt nur 58 Minuten. Man sollte immer Akkus mit einer gleichen Kapazität nutzen, da der kleinere Akku die Laufzeit bestimmt.

Nutzt man bereits das 18-Volt-System von Einhell, ist der GE-LB 36/210 Li E eine Überlegung wert.

Laubbläser mit Sauger: Ikra ICBV 2/20

Laubbläser mit Sauger

Ikra ICBV 2/20

Test Aufräumen mit Luftstrom: Ikra ICBV 2/20
Der gemütliche Laubsammler für kleinere Flächen mit guter Leistung und Tragekomfort.

Der Ikra ICBV 2/20 kombiniert Laubbläser und Sauger. Dieser häckselt das Material sofort und sammelt es in dem Fangsack. Im Garten funktioniert das gut, für eine größere Fläche ist das Modell eher nicht geeignet. Er hat zwar eine Luftgeschwindigkeit von 58 Metern pro Sekunde, dennoch kommt man mit diesem Laubbläser nur langsam voran, da nicht viel Material durch das schmale Blasrohr passt.

Die Kraft ist aber ausreichend, um mittelgroße Kieselsteine zu verschieben und um Sand aus dem Drainagestreifen zu entfernen. Man kann auf Saugen umschalten, ohne dafür das Gerät abzulegen oder auszuschalten. Wenn der Hebel umgeklappt wird, saugt das dicke, obere Rohr Blätter in den 45-Liter großen Fangsack ein. Das Laub wird dabei direkt zerkleinert. Bei nassen Laub funktioniert das allerdings nicht.

Mit dem Dual-Lader dauert das Laden der beiden 20-Volt-Akkus eine Stunde. Die ermittelte Laufzeit beträgt bei der Vollgas Stufe 5 allerdings nur 14 Minuten. Der Laubbläser muss immer mit zwei Akkus bedient werden, diese können aber verschiedene Kapazitäten haben. Dabei hängt die Laufzeit von dem Akku mit der geringeren Kapazität ab.

Im Test stellte sich der Drehschalter manchmal selbstständig von Null auf Eins und schaltete so den Ikra ICBV 2/20 ein. Das liegt vermutlich an einer schlechten Qualitätsprüfung oder an einem minderwertigen Schalter. Hätte der Laubbläser eine Kindersicherung, gäbe es dieses Problem nicht.

Was gibt es sonst noch?

Der Vorgänger des Stihl BGA 57 ist der BGA 56. In Sachen Aufbau und Motorisierung sind die beiden Modelle quasi identisch. Auch hier lässt sich die Luftgeschwindigkeit nicht regulieren und die Akkulaufzeit beträgt ebenfalls 20 Minuten. Der BGA 56 ist mit 2,1 Kilogramm ein wenig leichter, verfügt nicht über eine Kindersicherung und die dreistufige Fixierung des Blasrohrs ist nicht ganz ausgereift.

Bei dem Fuxtec E435C lässt sich die Drehzahl dreistufig variieren. Durch den Trageriemen ist der Laubbläser auch gut zu tragen. Ergonomisch angenehm ist auch der Dauer-Einschalter, sodass man nicht einen Taster dauerhaft gedrückt halten muss. Der Turbo schaltet sich selbst ab, eine Turbo-Taste findet man nicht, dafür gibt es in der dritten Stufe zehn Sekunden volle Power, dann wird automatisch reduziert.

Die Verarbeitung des Kunststoff-Chassis wirkt leider ziemlich billig, wird das Gerät unsanft abgelegt, könnte es zu einem Bruch kommen. Außerdem verfügt das Gehäuse nicht über stabile Füße und der Gurt wird an einer Plastiköse angehängt. Auch die macht keinen langlebigen Eindruck. Das Rohrende aus PEHD ist immerhin mit Blech verstärkt.

Das Schwestermodell des Worx WG584E ist der WG569E.9 40V. Die beiden Geräte sind in Sachen Leistung und Bedienelemente baugleich. Auch dieser Laubbläser ist vergleichsweise laut mit einer dumpfen Charakteristik. Er hat eine geringere Leistung als die Modelle von Husqvarna oder Stihl.

Die Geschwindigkeit kann an einem dreistufigen Dreh-Schalter eingestellt werden, der Turbo-Schalter wird auch hier mit dem Daumen bedient. Muss dies auf Dauer gemacht werden, wird es mühsam. Das Rohr lässt sich bei diesem Modell auch nur recht schwer aufstecken. Der Worx arbeitet mit zwei aufgesetzten Akkus, von denen einer im Test nicht funktionierte. Durch die Akkus wirkt der Sauger recht wuchtig und voluminös, er wiegt aber inklusive Akkus nur 3,2 Kilo. So kann das Gerät auch ohne Tragegurt ohne Ermüdungserscheinungen bedient werden.

Beim IKRA IAB 40-25 bekommt man viel Leistung, hiermit können sogar größere Kieselsteine weggeblasen werden. Die Luftgeschwindigkeit wird durch ein mehrstufiges Drehrad reduziert. Verarbeitet ist er einigermaßen gut, am Rohrende gibt es eine Blechverstärkung und das Blasrohr kann leicht abgenommen werden. Jedoch ist die Ansaugöffnung zum Bediener geneigt, so werden auch mal Hose oder Jacke angezogen. Und das Drehzahlrad ist vorne angebracht, zum Bedienen braucht man die andere Hand, auch das könnte besser gelöst werden.

Wissenswertes über Laubbläser

Den richtigen Laubbläser zu finden, ist gar nicht so einfach, denn es gibt eine Menge technischer Daten, das wird schnell unübersichtlich. Wir haben daher zusammengetragen was wichtig ist für den Kauf.

Akkukapazität, Volumenstrom und Luftgeschwindigkeit

Grundsätzlich sind die Geräte einfach konstruiert, innen gibt es ein Gebläse, das motorbetrieben ist, das erzeugt einen Luftstrom. Meist hat der Ansaugkanal eine große Öffnung und er befindet sich an der Außen- oder Rückseite. Vorne beim Rohr ist die Luftausstoßöffnung kleiner, damit wird die Geschwindigkeit, mit der Luft diese Enge passiert, erhöht, wie beim Turbinenprinzip.

Somit sind drei Kenndaten entscheidend. Das erste ist die Luftgeschwindigkeit, die zum Beispiel in der Sekunde 60 Meter beträgt, das zweite ist der Volumenstrom, etwa 700 Kubikmeter in der Stunde, das dritte ist die Akku-Kapazität, wie eine Amperestunden Angabe. Der Volumenstrom sagt aus, wie viel Luft in Kubikmetern in der Stunde durchs Gerät gezogen wird.

Die hohe Luftgeschwindigkeit ist wichtig, da vom Laubbläser auch feuchte Blätter weggeblasen werden sollen oder festhängendes Laub aus Buschwerk oder Gras.

Will man etwa einen großen Gehweg von Laub befreien, so ist auch genügend Akku-Kapazität entscheidend. Zwischen 1,5 und 5,0 Amperestunden ist hier alles drin, jedoch bedeuten große Kapazitäten auch höhere Preise, teils ist der Akku dann teurer als das Gerät selbst.

Laubbläser Test: Laubblaeser Allgemeintesting
Die Ladegeräte unserer Test-Modelle.

Dass die Laufzeit bei hoher Akku-Kapazität lang ist, ist jedoch nicht garantiert. So kommen etwa Fuxtec mit 4,0 Amperestunden und Stihl mit 2,0 Amperestunden bei Vollgas auf die gleiche Laufzeit.

Lautstärke und Gewicht

Wichtig ist auch, dass das Gewicht und die Dezibel-Zahl niedrig sind. Einen Tragegurt gibt es meist nicht, denn das Gewicht ist ohnehin niedrig.

Dezibel-Angaben findet man in den technischen Daten oder am Gerät als Lwa, das ist die garantierte Schallleistung, oder als Lpa, das ist der gemessene Schalldruckpegel. Die Lpa-Werte sind dabei an den Abstand zur Schallquelle gebunden. Beim Schalleistungspegel haben die Dezibel-Werte zum Abstand zur Schallquelle keine Beziehung. Sind sie also gleich für alle Entfernungen zur Schallquelle.

Meist wird Lwa angegeben, das definiert Schalldruckschwankungen in der Luft, die maximal vom Gerät erzeugt werden. Schalldruck ist entfernungsabhängige Wirkung.

Achten sollte man aber nicht nur auf die hohe Luftgeschwindigkeit, auch ein geringes Gewicht ist wichtig. So lässt sich der Laubbläser leicht tragen, ein Trageriemen ist da auch hilfreich.

Was bringen Laubbläser?

Mit einem Laubbläser kann man Pflanzenreste und Laub in großen Mengen auf einen Haufen bewegen, dann lässt sich alles leicht in Säcke stecken oder zum Kompost transportieren.

Man kann damit auch Laub aus Ecken bewegen, die schwer zugänglich sind, etwa Absätze, Drainage-Rinnen, Treppen oder Fahrrad-Abstellplätze.

Aber auch anderer Unrat wie Sand oder Spinnweben können entfernt werden. Das geht schneller als mit Rechen oder Besen, denn mit dem Laubbläser müssen Fahrräder, Geräte, Tische oder alles, was im Weg steht, nicht vorher weggeräumt werden. Alles wird einfach darunter durch geblasen und an einen zugänglicheren Ort transportiert.

Gerätevarianten

Akku-Geräte

Sie sind leiser als Modelle, die mit Benzin betrieben werden, außerdem stinken sie nicht. Zudem sind sie kabellos, womit diese Geräte flexibler sind, sie haben aber auch eine geringere Leistung als die Benzin-Geräte, die Arbeitszeit bleibt dadurch auch begrenzt und der Akku muss immer wieder geladen werden – das kostet Zeit.

Elektro-Geräte

Ein Elektro-Gerät braucht ein Kabel und dementsprechend eine Steckdose, flexibel und ortsunabhängig ist man damit nicht. Jedoch bekommt man dafür aber auch gleichbleibende Leistung und man kann mit diesen Geräten stundenlang arbeiten.

Benzin-Geräte

Benzin-Geräte sind viel kraftvoller als die Elektro-Variante. Auch nasses Laub kann man damit bewegen, jedoch sind diese Modelle auch schwerer, denn sie haben noch den Vier- oder Zweitakt-Motor verbaut und einen Benzintank. Meist gibt es sie daher mit speziellem Tragegurt.

Oft sind es auch Kombi-Geräte, saugen und blasen also. Wird Laub auch angesaugt, so gibt es häufig einen integrierten Häcksler, denn das zerkleinerte Laub nimmt im Sack weniger Platz weg.

Auch diese Geräte lassen sich ortsunabhängig nutzen, jedoch sind sie laut, die Ruhezeiten muss man hier unbedingt einhalten.

Diese Laubbläser sind aber eher für gewerblichen Einsatz geeignet, Kabel- und Akku-Geräte sind aber umweltfreundlicher.

Wie sinnvoll sind Kombi-Geräte?

Manche Akku-Laubbläser gibt es auch als Kombi-Geräte, die zusätzlich saugen können. Meist gibt es für das Saugen dann ein anderes Rohr mit größerer Öffnung, außerdem einen Fangsack. Das war z. B. bei unserem Testgerät von Black + Decker der Fall.

Laubbläser Test: Laubblaeser Blackdeckergwc3600
Das Kombi-Gerät von Black+Decker.

Verlockend klingt das schon, jedoch passt auch zerhäckselt nur wenig Laub in so einen Sack, ist es mehr, so muss der Sack dauernd geleert werden. Da ist man mit dem Rasenmäher oder dem Rechen schneller.

Somit empfehlen wir diese Kombi-Geräte nur dann, wenn die Fläche klein ist. Für einen großen Garten eignet sich das Ganze nicht.

Haben Laubbläser Nachteile?

Wenn man sie sinnvoll einsetzt, sind Laubbläser durchaus eine Erleichterung bei der Arbeit, vor allem, wenn es viele verwinkelte Stellen gibt auf dem Grundstück. Denn vor allem Sand lässt sich mit einem Besen oder Rechen kaum oder nur schwer entfernen, das geht mit dem Laubbläser deutlich schneller.

Vor allem sind die Geräte aber laut, eine Norm für die maximale Lautstärke gibt es nicht, aber an die Ruhezeiten sollte man sich dennoch halten, um die Nachbarn nicht zu verärgern. Denn Laubbläser gehören zur Maschinenlärmschutzverordnung. Die besagt, dass man die Geräte nur zwischen 9 und 13 und 15 und 17 Uhr nutzen darf.

So haben wir getestet

Wir haben uns insgesamt 17 Akku-Laubbläser angesehen von verschiedenen Herstellern. Konzentriert haben wir uns dabei auf Einsteiger-Geräte bis 250 Euro, jedoch fällt Stiga mit Ladegerät und Akku hier etwas aus dem Rahmen.

Laubbläser-Test im Herbst 2019
Unsere Testgeräte aus 2019 kamen von Fuxtec, Worx, Ryobi, Ikra, Stihl, Stiga, Black+Decker, Bosch und Einhell. Als Nachzügler gab es nochb ein Gerät von AL-KO.

Getestet haben wir 2019 im Oktober und November, hier war das halbe Laub der Bäume schon abgefallen, das Grundstück wollte also gereinigt werden.

Mit den Laubbläsern haben wir dann auch den Geräteschuppen, die Drainage-Steine und die Fassade und weiteres von Spinnweben und Sand befreit. Im Freigelände war das Laub nicht immer ganz trocken, einige Geräte bekamen hier Probleme.

Ergonomie und Verarbeitung haben wir uns ebenfalls angesehen und geprüft, wie solide das Chassis ist, welche Materialien verbaut wurden, ob sich das Saugrohr einfach oder schwer aufsetzen lässt. Hier gibt es teils große Unterschiede.

Auch die Ergonomie ist wichtig. Wird die Hand schon nach 15 Minuten Arbeit müde? Bei unserem teuersten Testmodell war das so. Geräte, die hecklastig sind dank schwerem Akku, muss man dauernd mit kleinem Finger und Ringfinger hochdrücken. Schon nach zehn Minuten war die Hand des Testers steif. Ein Tragegurt wäre da besser gewesen, den hatte das Gerät aber nicht.

Laubbläser Test: Laubblaeser Stigasab80ae
Der Stiga SAB 500 AE ist dank schwerem Akku hecklastig.

Wie einfach ist die Bedienung? Bei einigen gibt es einen Taster, den man dauernd drücken muss. Bei anderen einen An- und Ausschalter und für die Geschwindigkeit einen extra Regler. So kann das Luftvolumen mehrstufig oder stufenlos variiert werden. Feinjustierung braucht man eigentlich nur, wenn der Akku geschont werden soll oder man kleinere Steine oder etwa Blumenvasen nicht verschieben möchte.

Auch verstaut müssen sie werden, dazu sollte man das Gebläserohr abnehmen können und eine Öse für die Wand-Aufhängung wäre auch schön.

Laubbläser Test: Laubblaeser Fuxtece435c
Bei Fuxtec E435C kann man den Lader an der Wand befestigen.

Auch das Ladegerät haben wir genauer unter die Lupe genommen, manchmal kann man es an die Wand schrauben, dafür braucht es aber passende Bohrungen.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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