Müheloses Schneiden Test: Akku Heckenscheren Wolf Garten Lycos 40 500h 40v

Akku-Heckenscheren im Test : Müheloses Schneiden

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Update 28.08.2020

Wer einen Garten mit Hecke oder Büschen hat, braucht eine Heckenschere, denn das Schneiden per Hand ist mühevoll und dauert. Akku-Heckenscheren haben ihrer Konkurrenz gegenüber den Vorteil, dass man nicht am Kabel hängen bleibt oder es gar versehentlich in die Schere gelangen kann. Wir haben 22 Produkte getestet.

Update 28. August 2020

Wir hatten fünf weitere Akku-Heckenscheren im Test. Eine neue Empfehlung ist die Einhell Arcurra.

Sebastian Jentsch
Sebastian Jentsch
ist Technik-Journalist, passionierter Heimwerker und Hobbykoch. Er schreibt unter anderem für Notebookjournal und Notebookcheck über mobile Technik und testet regelmäßig Küchen-, Haushalts- und Gartengeräte.

Die Batterietechnik der Akku-Heckenscheren kann sich mittlerweile sehen lassen, zwischen 30 und 90 Minuten sind im Dauerbetrieb drin. An Kabel- oder Benzin-Geräte kommen sie bezüglich der Kraft zwar nicht heran, dafür ist man ohne Kabel aber beweglicher mit ihnen und sie sind deutlich leichter als Benzin-Heckenscheren, außerdem sind sie leise und stinken nicht.

Wir haben die Geräte einem ausführlichen Praxistest unterzogen und sagen Ihnen, worauf man beim Kauf achten sollte. Einige unserer Testgeräte können wir durchaus empfehlen.

Leise und hochwertig: Makita DUH523Z

Die Makita DUH523Z leistet gute Arbeit und das vor allem leise. Die Verarbeitung kann sich sehen lassen und die Heckenschere lässt sich leicht warten. Außerdem ist sie bei der Lieferung schon fertig montiert. Wir finden sie toll.

Leise und hochwertig

Makita DUH523Z

Test Akku-Heckenschere: Makita DUH523Z
Sehr leise, gute Laufzeit und Schnitt bis 15 Millimeter treffen auf Wartungsfreude und schwingungsarme Handhabung.

von 64 Lesern gekauft

Da dieses Gerät schon montiert ist, muss auch der Bügelgriff nicht mehr angebracht werden, man kann also gleich loslegen mit dem Heckenschneiden. Ein Ladegerät von Makita und einen Akku mit 3,0-Ah haben wir vorrätig.

Die Verarbeitung überzeugt uns, der Lauf ist vibrationsarm, da der Antrieb und das Schwert im Gehäuse durch Gummipuffer an Gehäuse festgemacht sind. So bekommen die Arme wenig Vibration ab und die Lautstärke wird auch gemindert.

Auch die Wartung finden wir toll. Wie bei Worx und Husqvarna muss man nur vom Getriebe den Deckel ablösen und schon kann man die Schmierung überprüfen und gegebenenfalls das Schwert demontieren.

Außerdem gibt es hier einen Entsperrriegel, das bieten nicht viele Geräte. Damit wird verhindert, dass etwa kleinere Kinder die Schere starten können. Außerdem schützt ein großer Schild die Hände vor Verletzungen durch das Messer, aber auch vor den zu schneidenden Ästen.

Die Heckenschere im Test

Geschnitten haben wir Sträucher, Liguster, Hainbuche, Mischhecke und Zierbäume, all das war für die Makita kein Problem. Angegeben werden 15 Millimeter Schnittstärke, das hat unser Praxistest bestätigt. Gefallen hat uns vor allem, dass das Gerät im Betrieb sehr leise ist, ein mechanisches, helles Surren nimmt man wahr, mehr nicht.

Wir kamen auf zwei Stunden Laufzeit, wobei wir im Test die Schere gelegentlich aus- und angeschaltet haben, wenn wir z. B. die Position gewechselt haben. Damit übertrifft sie die 70 Minuten des Leerlauf-Tests mit einem 3-Ah-Akku.

Mehr Akku-Kapazität gibt es aber auch zu kaufen, etwa mit 5-Ah. Den empfehlen wir für längere Arbeiten oder alternativ zwei der 3-Ah-Akkus. So hat man stets einen Akku griffbereit.

Leerlauf-Laufzeit: Husqvarna, Stihl und Metabo auf dem Prüfstand. Die Husqvarna rockt mit 92 Minuten, dafür braucht man aber einen 4,0-Ah-Akku, der allein über 250 Euro kostet!
Beim Leerlauf gibt es deutliche Unterschiede bei der Laufzeit.

Auch dicke Äste mit 15 oder 12 Millimetern schafft die Makita problemlos. Die Messer sind besonders scharf und schneiden flüssig und ohne viel Anstrengung. Andere Geräte können das nicht immer. 17 Millimeter schafft die Makita noch, alles darüber wird ihr aber zu viel, ordentlich sieht der Schnitt dann nicht mehr aus.

Die Schere wiegt 3,3 Kilo inklusive Akku. Will man damit auf Kopfhöhe schneiden, ist das dementsprechend anstrengend. Worx, Bosch, Einhell, Stihl und Ryobi sind da leichter. Der Antrieb ist bei Makita schwingend gelagert, dadurch werden die Arme aber wieder entlastet. Merken wird man diesen Unterschied vor allem, wenn man lange mit der Schere arbeitet. Der Griff lässt sich allerdings nicht neigen, uns störte das aber nicht. Man kann auch schräg in den Griff greifen, so lässt sich die Schere dennoch bequem halten.

Wir finden die Makita insgesamt gut, vor allem, da sie schön leise ist.

Kompakt und leistungsstark: Metabo AHS 36

Kompakt und leistungsstark

Metabo AHS 36

Test Akku-Heckenschere: Metabo AHS 36
Die kompakte Schere bietet eine solide Leistung – auch für den Rückschnitt.

Die Metabo AHS 36 haben wir gemeinsam mit einem Ladegerät und zwei Akkus mit je 1,5-Ah im Set gekauft, das hat dann stolze 320 Euro gekostet. Trotz des höheren Preises finden wir die Metabo dennoch gut. Die Bauform ist griffig und kompakt, ein bequemer Schnitt ist damit sowohl auf Brust- als auch auf Beckenhöhe möglich.

Die Schere wiegt trotz ihrer kompakten Maße zusammen mit dem Akku 3,9 Kilo und ist damit einer der schwersten Heckenscheren in unserem Test. Der Akku hält im Leerlauf (getestet zweimal 34 Minuten) 68 Minuten, das können andere deutlich besser.

Will man mehr Leistung, kann man auch nur das Gerät und zusätzlich Akkus mit 5,2-Ah-Kapazität erwerben. Satte 250 Euro kosten die Akkus pro Stück. Der teurere Preis ist leicht zu erklären, denn die Akkus für die Metabo sind nicht mit den Akkupacks der Konkurrenz zu verwechseln, die haben üblicherweise »nur« eine 18 Volt Spannung. Die Metabo-Akkus hingegen verfügen mit 36 Volt über die doppelte Spannung. Ein Ladegerät für die Heckenschere ist für etwa 45 Euro zu haben.

Ob man nun in Akkus investiert, hängt wohl vor allem davon ab, ob man noch mehr Gerät von Metabo besitzt. Mit 36 Volt werkelnde Geräte von Metabo gibt es z. B. in Form von Bohrhämmern, Winkelschleifern und Tischkreissägen.

Doch zurück zum eigentlichen Test und zum wichtigsten Aspekt – und zwar das Schneiden. Mit dieser Schere haben wir Äste bis 15 Millimeter schneiden können, je nachdem wie fest das Holz ist, sind auch bis zu 18 drin. Das entspricht den Herstellerangaben der Aststärke. Grundsätzlich ist dieses Gerät dank der doppelten Spannung ein wenig stärker als das von Makita.

Ebenfalls leistungsstark sind die Akku-Heckenscheren von Husqvarna und AL-KO, nur das Gerät von Ikra bietet mit 40 Volt noch mehr. Die Leistung hat sich aber hier nicht in der Aststärke widergespiegelt.

Eine Garantie über drei Jahre gibt es von Metabo, dazu muss man sich innerhalb von vier Wochen nachdem man sie gekauft hat beim Hersteller registrieren. Sehr gut, aber kein Alleinstellungsmerkmal, denn bei Makita bekommt man dieses Angebot auch.

Etwa 145 Euro zahlt man für die Metabo ohne Akku, je nachdem, wie viele Akkus man will, zahlt man nochmal deutlich mehr. Insgesamt finden wir diese Schere gut, aber mit den zusätzlichen Akkus teuer. Wer Wert auf diese Marke und deren Qualität legt, wird aber sicherlich zufrieden sein.

Lange Laufzeit: AL-KO HT 4055 Energyflex

Lange Laufzeit

AL-KO HT 4055 Energyflex

Test Akku-Heckenschere: AL-KO HT 4055
Das kräftigste Gerät im Test punktet mit hoher Schnittstärke und einer enormen Laufzeit.

Für die AL-KO HT 4055 werden mit dem Akku etwa 230 Euro fällig, dafür schafft sie aber auch ohne Probleme 15 Millimeter dicke Äste. Selbst 17 Milllimeter sind noch drin, das war in der ersten Testrunde das beste Ergebnis und damit ist sie immer noch eine Empfehlung unsererseits.

Allerdings merkt man die Leistung auch an der Lautstärke, Einhell oder Ikra sind zwar lauter, dennoch sind andere Geräte wie die von Bosch, Gardena oder Makita aber auch deutlich leiser.

Die Heckenschere wiegt 3,9 Kilo, will man auf Kopfhöhe schneiden, ist das merklich mühsamer als bei anderen Geräten. Der Akku mit 4,0-Ah-Kapazität ist schwer und macht die Schere rücklastig.

Es gibt auch einen Schwertköcher, den man an einer Wand montieren kann, das macht die Aufbewahrung einfach und gefällt uns.

Das Gerät selbst kostet 100 Euro, somit sind Lader und Akku teurer als die Schere, den Akku kann man dafür aber auch noch für weitere Energyflex-Geräte nutzen, sodass sich die Anschaffung dann wieder lohnt bzw. der Kaufpreis günstiger ist, wenn man nur in das Gerät investieren muss und schon einen Akku hat.

Solide: Einhell Arcurra

Solide

Einhell Arcurra

Test Müheloses Schneiden: Einhell Arcurra
Ergonomisch, leicht und ausreichend Kraft für den Formschnitt – und das alles zu einem guten Preis.

Die Einhell Arcurra überzeugt mit ordentlich Power und einem tollen ergonomischen und durchdachten Aufbau. Das Leichtgewicht bringt mit angestecktem Akku nur 2,85 Kilogramm auf die Waage. Obwohl das Schwert mit 55 Zentimetern recht lang ist, ist die Heckenschere sehr gut ausbalanciert, wozu vermutlich auch die unübliche Position des Akkus, direkt hinter dem vorderen Haltegriff, beiträgt. Diese Bauform ist beim Schneiden über Kopf durchaus hilfreich, da der hintere Griff viel schmaler ausfällt und wenig Gewicht hat. Der Taster ist dadurch sehr leicht zu erreichen und man muss sich nicht unangenehm verrenken.

Einen Sicherheitsschalter sucht man bei der Arcurra vergeblich. Hat man Kinder im Haus, muss man hier zusätzlich Acht geben, dass die nicht unbeaufsichtigt an das Gerät kommen. Auch eine Wartungsklappe ist nicht vorhanden und somit kann man das Getriebe nicht fetten und pflegen, das wirkt sich selbstverständlich negativ auf die Langlebigkeit der Maschine aus. Auch das simple Gehäuse aus Kunststoff erweckt keine großen Hoffnungen, dass die Heckenschere zum treuen Begleiter wird.

In unserem Leerlauf-Test hielt sie 54 Minuten durch, was für diese Preisklasse nicht schlecht ist. Getestet wurde sie mit einem 3,0-Ah-Akku.

Äste mit bis zu 13 Millimeter Durchmesser sind kein Problem und werden flüssig beseitigt, dickere Äste schafft sie nur sägend. Will man also der Hecke einen richtigen Rückschnitt verpassen, ist man mit der Einhell Arcurra falsch beraten. Sie eignet sich eher dafür, dass man die Hecke in Form hält und sie somit vielleicht zwei bis dreimal aus der Garage holt.

Wer bereits weitere Akku-Geräte von Einhell besitzt, der macht mit der Arcurra nichts verkehrt. Zum Lieferumfang gehört ebenso ein aufsteckbarer Rechen oder Schnittgutsammler, sowie eine Halterung, mit der sie an der Wand befestigt werden kann und dafür geht der Preis völlig in Ordnung.

Was gibt es sonst noch?

Die GTC18502PC stammt aus dem Hause Black + Decker und kommt mit einem ziemlich kleinen Preisschild, dennoch sind Laufzeit und Verarbeitung überzeugend und obendrein gibt es einen 2-Ah-Akku plus Ladegerät für 119 Euro dazu. Sie eignet sich bis zu einem Schnitt von 12 Millimetern und hat außerdem eine Anti-Jam-Funktion. Steckt das Messer mal fest, betätigt man diese Anti-Jam-Taste, dann verringert sich die Geschwindigkeit und die Blockade kann so in den meisten Fällen gelöst werden. Uns gefällt das solide Gerät.

Wir haben die Laufzeit im Leerlauf gemessen und kamen auf 54 Minuten, also genauso lang wie bei der Einhell Arcurra. Am soliden Korpus gibt es nichts zu bemängeln, der Akku findet dabei hinten am Griff Platz, womit das Gewicht schön gleichmäßig verteilt ist, eine sinnvolle Lösung.

Das Strauchwerk der Hainbuchenhecke hat sie gut bearbeitet, hier hat sie 12 Millimeter Äste ohne Probleme durchgeschnitten, 15 oder 17 Millimeter hat sie mit ein wenig Mühe auch geschafft, flüssig ist die Bewegung dabei dann aber nicht mehr gewesen.

Einen Entsperrriegel gibt es ebenfalls, der lässt sich jedoch nicht ganz so intuitiv bedienen, denn man muss ihn mit dem Daumen von oben runterschieben. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig und wurde von anderen Herstellern besser gelöst.

Die Bosch Advanced HedgeCut 36 hat uns in einigen Punkten überzeugt, zeigt aber auch deutliche und ausschlaggebende Schwächen. Das positive zuerst: Sie ist ergonomisch wirklich sehr gut konzipiert und vor allem beim Schneiden auf Kopfhöhe ist das Handling hervorragend. Das liegt auch an dem sehr langen Taster, der über die komplette Unterseite des Haltegriffs geht. Letzterer ist außerdem oben gut gummiert und hinten abgerundet.

Die effektive Schnittleistung ist jedoch miserabel, die Maschine von Bosch schafft gerade mal sechs Millimeter Äste. Bei 11 Millimeter blockiert sie und sägend ist bei 13 Millimeter bereits Schluss. Somit ist gerade so ein Formschnitt mit der Maschine möglich, für diesen Preis gibt es günstigere und leistungsstärkere Maschinen.

Ansonsten ist die Verarbeitung hochwertig und sie kommt mit einer Wartungsklappe. Auch in unserem Leerlauf-Test konnte sie mit 63 Minuten ziemlich gut abschneiden. Positiv ist ebenso aufgefallen, dass man kaum Schwingungen wahrnimmt und sie sehr leise arbeitet.

Mit der Stihl HSA 45 bekommt man ein Einsteigergerät, das merkt man auch beim einfachen Aufbau. Die Gehäusequalität ist aber gut. Der Akku ist leider integriert, zur Kapazität finden wir zudem keine Angaben. Grundsätzlich spricht nichts gegen den integrierten Akku, so kann man ihn aber bei Bedarf nicht für andere Stihl-Geräte nutzen. Ladeelektronik befindet sich im Gerät, so spart man sich das Ladekabel, somit ist auch nur ein Steckernetzteil im Lieferumfang.

Im Leerlauf hielt der Akku 48 Minuten, außerdem wiegt die Schere nur 2,3 Kilo und das Betriebsgeräusch ist angenehm leise. Das sind eigentlich klasse Eigenschaften.

Das geht allerdings auf Kosten der Schnittstärke und die Leistung konnte uns nicht überzeugen. Mit acht Millimeter soll das Gerät laut Herstellerangaben fertig werden. Das stimmt zwar und im Test stellten wir das auch so fest, flüssiges Durchschneiden klappte aber nur bis etwa sechs Millimeter. Das reicht vielleicht für einen Formschnitt, für mehr eher nicht.

Positiv bewertet haben wir die Sicherheitssperre. Dieser muss erst geschoben werden um den Hauptschalter zu betätigen, kleineren Kindern dürfte das nicht gelingen.

Bei der Stihl Heckenschere bekommt man wenig Leistung, aber für wenig Geld. Hat man nur dünne Äste zu schneiden, könnte sich die Investition durchaus lohnen, ein Allrounder ist diese Heckenschere aber nicht. Von Stihl gibt es aber auch leistungsstärkere Modelle wie der HSA 56, die schafft angeblich sogar 23 Millimeter.

Die Bosch AHS 50-20 LI hält im Leerlauf ganze 81 Minuten durch, die Lautstärke ist zudem angenehm gering. Verarbeitet ist diese Heckenschere gut, fertig zusammengebaut ist sie ebenfalls. Ein 2,5-Ah-Akku und Ladegerät sind im Lieferumfang enthalten.

Das größte Manko an der Bosch: Im Praxis-Test schafft diese Schere nichtmal 12 Millimeter, auch wenn mit mehr als das Doppelte geworben wird. Das finden wir regelrecht dreist. Somit reicht auch diese Heckenschere nur für dünnere Ästchen bis etwa zehn Millimeter, viel Spielraum beim Einsatz hat man damit nicht.

Für die Güde HS 18-201-05 zahlt man inklusive Akku mit 2,0-Ah und Ladegerät nur etwa 87 Euro. Wobei das Ladegerät eigentlich nur ein Stecker-Netzteil ist, welches man in den Akku steckt, somit ist die Elektronik zum Laden im Akku verbaut.

Die Schere ist ergonomisch mit gummiertem Griff, so kann man auch auf Kopfhöhe gut schneiden. Am Griff lassen sich 90 bzw. 45 Grad einstellen, das macht die Haltung beim Schneiden auf Kopf- oder Brusthöhe angenehmer.

Von der Leistung hingegen sind wir nicht begeistert, man schafft mit dieser Schere eine Aststärke bis 8 Millimeter, alles darüber geht nur stockend. Es gibt außerdem keine Wartungsöffnung, man könnte den Antrieb theoretisch schmieren, aber das würde einiges an Aufwand bedeuten und Ersatzteile sind ebenfalls keine verfügbar.

Bei der Einhell GE-CH 1846 Li bekommt man im Leerlauf 68 Minuten Laufzeit. Die Heckenschere wiegt 2,3 Kilo. Schneiden auf Kopfhöhe ist somit leichter als etwa bei Makita.

Dafür ist die Schere von Einhell aber sehr laut. Wenn die Leistung nur der Lautstärke entsprechen würde – Nur bis etwa 10 Millimeter gelingt noch ein flüssiges Schneiden, bei 12 wird es schwierig und 15 sind schon nicht mehr möglich. Verarbeitet ist diese Heckenschere außerdem schlechter als ihre Konkurrenten von Black+Decker, Makita und Bosch.

Die Wolf-Garten Lycos 40/500H 40V kommt mit dem Alleinstellungsmerkmal, dass sich der Haltegriff bis zu 90 Grad in beide Richtungen drehen lässt. Das bringt beim Schneiden tolle Vorteile, vor allem wenn man auf Kopfhöhe schneidet und die Oberseite der Hecke erreichen muss. Jedoch ist die Maschine mit 4 Kilogramm recht schwer, außerdem ist der schwere 2,5-Ah-Akku unterhalb des Haltegriffs angesteckt, wodurch das meiste Gewicht auch hier liegt. Somit kippt die Maschine nach hinten und ist insgesamt nicht gut austariert. Bei unserem Leerlauf-Test hielt sie immerhin 63 Minuten durch.

Die Leistung beim Schneiden ist jedoch ziemlich schlecht, bereits Äste mit 6 Millimetern kann sie nur sägend aus dem Weg schaffen. Das ist viel zu wenig für einen echten Rückschnitt, aber auch für einen Formschnitt ist es eine schwache Performance, die das Arbeiten zeitintensiv und anstrengend macht. Immerhin verfügt sie über eine Wartungsklappe, so dass man den Antrieb pflegen kann.

Von Gardena gibt es die EasyCut 42 (8872-20), womit man bis zu 10 Millimeter schneiden. Laut Hersteller sollten es 16 sein – wir finden, die Leistung ist dafür aber nicht stark genug. Dafür ist sie aber recht leise. Im Leerlauf hält sie 57 Minuten durch, als Akku gibt es einen mit 1,6-Ah, mehr Kapazität wird nicht angeboten.

De Ergonomie und das Gewicht gefallen uns, die Schere wiegt nur 2,6 Kilo mit Akku, so kann man auf Kopf- oder Brusthöhe noch problemlos arbeiten.

Der Schild ist aber recht klein, die Makita etwa macht das besser. Auch eine Sicherheitsentsperrung fehlt hier und die Verarbeitung finden wir lediglich ausreichend.

Von Ryobi kommt die RHT1851R25F  und auch diese Schere ist ergonomisch, zudem kann man den Griff frei in unterschiedliche Positionen verstellen. Das sorgt für ein bequemes Schneiden. Die Heckenschere wiegt zudem nur 2,8 Kilo, auch das macht die Arbeit leichter. Die Ikra ist das einzige andere Testgerät, das solch einen verstellbaren Griff bietet.

Der Griff ist aber kein Muss, andere Modelle ohne verstellbaren Griff funktionieren im Einsatz auch ohne Problem. Hält man die Schere schräg, kann man bei normalen Griffen auch einfach seitlich hineingreifen.

Die Heckenschere von Ryobi wird schon vormontiert geliefert. Mit dabei ist außerdem ein Schild, den man seitlich aufs Schwert der Schere schiebt, damit soll herunterfallen des Schnittguts erleichtert werden.

Schneiden kann man damit Äste bis 12 Millimeter Stärke, 15 oder 17 macht sie nicht mehr mit, auch wenn vom Hersteller 22 versprochen werden.

Die Laufzeit mit lediglich 38 Minuten im Leerlauf auch viel zu wenig, mit dem 2,5-Ah-Akku wird man nicht froh. Für 20 Minuten sollte das beim Schneiden reichen, aber nicht für eine ganze Hecke.Der Messerköcher ist nur für den Transport gedacht, Schutz bietet er keinen.

Die IKRA IAHS 40-5425 hat ein Schwert von 54 Zentimetern, beim Kauf bekommt man nur die Schere ohne Ladegerät oder Akku. Mit 2,5-Ah-Akku kommen wir im Leerlauf auf 83 Minuten Laufzeit, wir gehen davon aus, dass sie im tatsächlichen Gebrauch mindestens zweieinhalb Stunden durchhält.

Den Winkel des Griffs kann man verstellen, aber auch hier finden wir, dass das nicht unbedingt nötig ist, womöglich wird das Verstellen sogar lästig.

Wie die meisten Hersteller hat auch Ikra einen Sicherheitsriegel verbaut. Das Schneiden klappt bis zu 12 Millimeter problemlos, auch 15 oder 17 Millimeter sind noch möglich, aber merklich anstrengender. Angegeben wird eine Schnittstärke von 18 Millimetern.

Die Heckenschere ist recht laut, lauter als fast alle anderen und gleichauf mit dem Einhell-Gerät.

Wissenswertes über Akku-Heckenscheren

Mit Akku-Heckenscheren lassen sich kleiner Bäume, Büsche und Hecken schneiden. Im Gegensatz zu manuellen Heckenscheren kann man mit wenig Aufwand viel schneiden.

1-2 mal im Jahr muss die Heckenscheren ran
Hecken wollen geschnitten werden, teils auch mehrmals pro Jahr.

Geeignet sind Akku-Heckenscheren für Gärten, die mittelgroß oder klein sind, wenn im Jahr zwei- oder dreimal geschnitten werden muss.

Beim Schnitt gibt es zwei verschiedene Arten: Den Formschnitt und den Rückschnitt. Beim Formschnitt werden nur die Spitzen geschnitten, hier sind Akku-Heckenscheren gut geeignet, wenn die Astdicke zwischen 5 und 15 Millimetern beträgt.

Beim Rückschnitt dagegen können es bis zu 25 Millimeter Astdicke werden, das überfordert die allermeisten Akku-Heckenscheren. Den Scheren fehlt hier einfach die Leistung reicht aus und/oder die Schnittbreite der Messer ist zu gering.

Für hohe Hecken eignen sich Langstielscheren, also solche mit Teleskopstiel. Griff und Akku sind bei solchen Geräten am unteren Ende verbaut, Motor und Schwert am anderen. Wobei das Schwert an einem Gelenk höngt, so lässt sich der Schnittwinkel einstellen.

Bosch UniversalHedgePole 18: Beschneiden von hohen Hecken
Mit der Bosch UniversalHedgePole 18 kann man auch hohe Hecken einfach schneiden.

Will man damit schneiden, bedarf es aber einiger Kraft und Übung. Meist ist ein Gurt dabei, um eine sichere Position und Halt zu ermöglichen.

Für welche Aststärke sind Akku-Heckenscheren geeignet?

Angegeben werden von den Herstellern Schnittstärken von 15 bis zu 25 Millimeter, praktisch schaffen das unsere Test-Scheren außer der Makita und Stihl aber nicht. Selbst dann funktioniert das aber nicht unbedingt flüssig.

Daher haben wir im Test Wert auf die effektive Schnittleistung gelegt, damit meinen wir das flüssige Schneiden in einem Rutsch.

Kabel- oder Akku-Heckenschere?

Kabel- oder Benzingeräte habe bezüglich der Leistung noch immer die Nase vorne, denn die Akku-Modelle schneiden dicke Äste nicht oder nicht besonders gut.

Für dickere Äste raten wir daher Kabel- oder Benzin-Modelle. Mit Akku-Heckenscheren schafft man eher 17 Millimeter, flüssig geht es meise nur bis acht oder 12 Millimeter.

Der Akku

Aufgrund des Akku laufen diese Heckenscheren natürlich nicht unbegrenzt lange. Die Laufzeit im Leerlauf lag im Test bei 40 bis 130 Minuten und hängt von der Aststärke und der Akkukapazität ab. Bei dicken Ästen wird mehr Leistung benötigt als bei dünnen Ästen oder gar im Leerlauf und das verbraucht dementsprechend mehr Energie.

Leerlauf-Laufzeiten von 60-80 Minuten sind typisch, die AL-KO HT 4055 mit 132 Minuten ist eine Ausnahme (4 Ah Akku!)
AL-KO HT 4055 schafft mit 132 Minuten und 4-Ah -Akku die längste Laufzeit im Test.

Häufig gibt es eine Akku-Kapazität von 2,0-Ah, das reichte meist für 60 bis zu 80 Minuten im Leerlauf. Theoretisch, denn man wird die Schere sicherlich auch zwischendurch ausschalten, so kann die Laufzeit dann in der Praxis auch länger sein, abhängig von der Aststärke aber auch kürzer.

Haben Sie bereits einen Akku eines Herstellers zuhause? Falls ja, lohnt sich die Anschaffung der Schere aus dem selben Haus, denn die Akkus passen nur zu Geräten des jeweiligen Herstellers.

Meist kauft man Akku-Heckenscheren daher ohne Akku und Ladegerät, dann sind sie auch viel günstiger zu haben. Klingt der Preis zu niedrig, sollte man also zuerst darauf achten, ob der Akku und das Ladegerät dabei sind.

Die Wartung

Motorbetriebene Heckenscheren wollen gewartet werden, die Messer muss man ölen. Hierzu gibt es Klingenpflege, Heckenscherenpflegeöl und Pflegesprays zu kaufen. Auch die Gelenkwelle will gelegentlich gefettet werden, das braucht Schmierung.

Die abgekapselte Mechanik sollte ebenfalls ab und zu überprüft werden, das erhöht die Lebensdauer. Von unseren Test-Scheren ließen sich aber nur drei leicht fetten, Worx, Husqvarna und Makita. Hier kann man einfach vom Getriebe den Deckel abschrauben und nutzt dann ein Wälzlagerfett oder Kugelfett.

Sind die Messer stumpf, mindert das die Leistung, der Schnitt wird fransig. Ist die Schere stumpf, muss nicht unbedingt ein Fachmann ran, auch als Laie geht das Schärfen. Ein gewisses Maß an Sorgfalt und Übung bedarf es aber schon. Fehlt Ihnen dazu die Zeit oder trauen Sie sich das nicht zu, bringen Sie die Heckenschere lieber zum Schleifservice.

Das Schwert muss zum Schleifen demontiert werden, bei Modellen ohne Wartungsklappe ist das aber nicht vorgesehen und hier muss man das ganze Gehäuse zerlegen. Aus diesem Grund empfehlen wir, Geräte mit Wartungsöffnung zu kaufen.

Von Stihl (mit Video) gibt es eine Anleitung, wie man selbst schleifen kann. Beim Heckenscheren-Testportal gibt es ebenfalls eine, aber auch bei YouTube findet man Anleitungen.

Sicherheit

Mit einer Heckenschere kann man sich ernsthaft verletzen, daher sollte man stets Handschuhe und eine Schutzbrille tragen. Von den Herstellern gibt es außerdem Sicherheitsvorkehrungen. So lassen sich manche Scheren nur benutzen, wenn die Taster an Griff und Bügel mit beiden Händen betätigt werden. Lässt man mit einer Hand los, geht die Heckenschere aus. Das ist praktisch, sollte die Schere mal aus der Hand rutschen und nennt sich Totmannschalter.

Bei ein paar Modellen gibt es außerdem einen Entsperrriegel, der auf die Seite geschoben werden muss, bevor man die Taste am Griff benutzen kann. So können etwa Kinder das Gerät erst gar nicht starten.

Vor dem Bügelgriff gibt es bei jeder Heckenschere noch einen Kunststoff-Schild, der je nach Hersteller größer oder kleiner ausfällt. So werden die Hände vor den Ästen geschützt und ebenso vor dem Messer selber. Vor den scharfen Klingen der Schere schützt im ausgeschalteten Zustand ein Kunststoffköcher.

So haben wir getestet

Wir haben für unseren Test Leihgeräte der Hersteller bekommen und einige gekauft.

Alle Akku-Heckenscheren im Test
Die Heckenscheren aus der ersten Testrunde.

Getestet wurde an Hecken, Buschwerken und Bäumen, sowie an Flieder, Weide, Liguster und Hainbuche.

Update 10/2018: (von rechts nach links) Husqvarna 115iHD45, Metabo AHS 36, Stihl HSA 45
Unser Update aus dem November 2018 mit Husqvarna, Metabo und Stihl.

Um die Laufzeit festzustellen, haben wir die Geräte zuvor im Leerlauf getestet, bis sie von alleine ausgegangen sind. Diese Zeit entspricht aber wie angemerkt nicht der tatsächlichen Laufzeit in der Praxis, da der Motor nicht belastet wird. Die reale Laufzeit kann im Einsatz auch um die Hälfte kürzer sein, dennoch lässt sich davon auf die tatsächliche Laufzeit schließen.

Akku-Heckenscheren im Update 6/2019: (von links nach rechts) Grizzly AHS 2420 Lion, Güde 93999 GHS 690, Bosch EasyHedgeCut 18-45
Das Update aus 06/2019 mit Grizzly, Güde und Bosch.

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