Test: Wäschetrockner

Wäschetrockner im Vergleich : Für trockene Wäsche

Veröffentlicht 20.05.2021

Obwohl man Wäsche auch an der Luft trocknen kann, lohnt sich die Anschaffung eines Wäschetrockners. Vor allem wenn man viel Wäsche und keinen Platz zum Aufhängen hat. Auch im Winter ist ein Wäschetrockner eine große Hilfe.

Riccardo Düring
ist gelernter Handwerker und langjähriger Testredakteur. Er testet Produkte rund um Heimwerken, Haushalt und Technik.

Dieser Vergleich konzentriert sich auf Kondenstrockner. In einem weiteren Vergleich haben wir uns Wärmepumpentrockner angesehen. Weitere Informationen zu den unterschiedlichen Trockner-Technologien finden Sie in der Wissenswertes-Box.

Aus den vielen verschiedenen Wäschetrockner-Modellen auf dem Markt wurden zehn Geräte in die engere Wahl genommen und dann detailliert anhand ihrer technischen Daten und Eigenschaften verglichen. Da zwischen Theorie und Praxis häufig eine große Kluft herrscht, wurden zudem auch Fachleuchte, die alltäglich mit Wäschetrocknern zu tun haben, befragt.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Schnell & sparsamGünstigViele Funktionen
Test: Siemens Wt46g402 Iq500Test: Gorenje De 8bTest: Aeg T6db40370
Modell Siemens WT46G402 iQ500 Gorenje DE 8B AEG T6DB40370
Pro
  • Sehr leise
  • Sehr Sparsam
  • Arbeitet schnell
  • Innenbeleuchtung
  • Sparsam
  • Mit Reversion
  • Kindersicherung
  • Anzeige für Wasserbehälter und Flusensieb
  • Mit Reversion
  • Kindersicherung
  • Anzeige für Wasserbehälter, Flusensieb und Kondensator
  • Kurze Arbeitszeit
Contra
  • Keine Reversion
  • Keine Kindersicherung
  • Relativ laut
  • Mäßig schnell
  • Hoher Verbrauch
  • Relativ laut
Bester Preis
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Schnell & sparsam: Siemens WT46G402 iQ500

Schnell & sparsam

Siemens WT46G402 iQ500

Test: Siemens Wt46g402 Iq500
Der Siemens WT46G402 arbeitet extrem leise und schnell und gehört dennoch zu den sparsamsten Wäschetrocknern im Vergleich.

Der Siemens WT46G402 erscheint im schlichten Weiß und verfügt über ein schwarz abgesetztes Bullauge. Durch dieses »Fenster« hat man die Wäsche im Trockner immer im Blick. Das ist nicht bei vielen Modellen der Fall. Zudem fallen die verstärkten Seitenwände auf: Sie sollen für eine geringere Lärmbelästigung und mehr Stabilität sorgen. Leise ist das Modell definitiv, auch wenn man nicht sicher sagen kann, dass dies an den geprägten Seitenwänden liegt.

Der Wäschetrockner ist sehr sparsam und trocknet zudem auch sehr schnell: Im Standardprogramm liegt die Trocknungszeit bei 110 Minuten, der Durchschnitt anderer Modelle beträgt 135 Minuten. Dabei fasst der Siemens 9 Kilo Wäsche. Pro Kilo Fassungsvermögen hat das Modell einen Verbrauch von nur 68,4 kWh pro Jahr. Damit ist es eines der sparsamsten Modelle im Vergleich.

Der Wäschetrockner von Siemens verfügt über 15 Programme für jede Art von Wäsche: Schnellprogramm, Dessous, Wolle oder auch ein Outdoor-Pflegeprogramm. Das läuft bei niedrigen Temperaturen, wodurch die wasserabweisenden Gewebe sowie die geklebten Nähte geschont werden.

Zwei Programme sind Zeitprogramme zum Lüften und Trocknen. Obwohl die Restfeuchte sowieso durch Sensoren gemessen und dann die Programmdauer daran angepasst wird, sind diese Programme dennoch nützlich: Bei Federkissen kann die Feuchtigkeit nämlich durch den dichten Stoff nicht so schnell entweichen. Die Sensoren messen aber im Trockner trockene Luft, obwohl das Innere des Kissens feucht ist.

Den Behälter, in dem das Kondenswasser gesammelt wird, sollte man nach jeder Benutzung ausleeren. Der WT46G402 informiert auch darüber, wenn der Auffangbehälter voll ist. Alternativ kann man dank des integrierten Ablaufs das Kondenswasser ins Waschbecken oder in den Abfluss leiten. Die dafür benötigte Ablaufgarnitur wird mitgeliefert.

Günstig: Gorenje DE 8B

Günstig

Gorenje DE 8B

Test: Gorenje De 8b
Mit 65 dB ist der Gorenje DE 8B nicht gerade leise. Dafür ist er unschlagbar günstig und bietet dennoch eine tolle Ausstattung.

Einer der günstigsten Wäschetrockner im Vergleich ist der Gorenje DE 8B. Er bietet eine gehobene Ausstattung, ist mit 65 Dezibel aber auch recht laut. Das sollte aber weniger stören, wenn man den Trockner in der Waschküche oder im Keller stehen hat.

Das Modell bietet eine Reversion, die nicht jeder teurere Wäschetrockner zu bieten hat. Dank des Drehrichtungswechsel positioniert sich die Wäsche neu, wodurch sie aufgelockert wird und weniger Knitterfalten bekommt. Jedoch führt der Drehrichtungswechsel auch zu einer Lüftungsumkehr und in diesem kurzen Zeitraum trocknet die Wäsche nicht so effektiv, sodass der Gorenje ein wenig mehr Energie und Zeit benötigt als das Siemens-Modell.

Doch der Mehrverbrauch ist gering, zudem hat der Wäschetrockner als einziges Modell im Vergleich die Kondenseffizienzklasse A, was heißt, dass die aufgenommene Feuchtigkeit zu beinahe 100 Prozent in den Auffangbehälter gelangt und weniger als 500 Milliliter an die Umgebung abgegeben werden. Einige andere Modelle kommen hier fast auf den dreifachen Wert.

Der Gorenje DE 8B bietet 16 Programme, eine Restzeitanzeige, Kindersicherung, Startzeitvorwahl und man kann sogar Lieblingsprogramme speichern. Die Kindersicherung betrifft nur eine Tastensperre. Die Tür lässt sich weiterhin im laufenden Betrieb öffnen.

Viele Funktionen: AEG T6DB40370

Viele Funktionen

AEG T6DB40370

Test: Aeg T6db40370
Keiner bietet mehr an Funktionen als der AEG T6DB40370. Dabei bleibt er preislich im Rahmen, ist jedoch nicht gerade sparsam.

Der AEG T6DB40370 bietet die beste Ausstattung im Vergleich. So bietet der Wäschetrockner nicht nur viele Funktionen, sondern sogar auch eine elektronische Kontrolle der Verunreinigung des Kondensators. Zusätzlich gibt es eine Reversion, die die eingelegte Wäsche auflockert und der Türanschlag kann gewechselt werden.

Das Wasser kann auf zwei Arten entsorgt werden: Über den Wasserbehälter, der durch ein Signal auf einen vollen Zustand hinweist. Möchte man sich das Leeren des Behälters ersparen, kann man auch einen Abflussschlauch nutzen.

Insgesamt stehen hier 15 Programme von Bettwäsche über Daunen bis zu Jeans zur Verfügung. Die ProSense-Mengenautomatik passt dabei die Programmdauer und den Wärmebedarf der Wäsche an. Die Energieeinsparung, die dadurch entstehen soll, lässt sich nicht feststellen: Mit 72 kWh pro Jahr Verbrauch je Kilo Wäsche ist der AEG deutlich überdurchschnittlich und schafft gerade so die Energieeffizienzklasse B.

Dafür ist das Modell ein wenig schneller als andere Geräte: Mit 129 Minuten liegt der T6DB40370 etwas im oberen Mittelfeld. Anschließend sorgt bis zu 90 Minuten ein Knitterschutz für regelmäßige Bewegung, wodurch Liegefalten reduziert werden.

Was gibt es sonst noch?

Der zweite Kondenstrockner von Siemens im Vergleich ist der WT43N202 iQ300: Er hat ein Kilo weniger Fassungsvermögen, ist dafür aber etwas schneller als der WT46G402 und mit 104 Minuten im Standardprogramm alleiniger Spitzenreiter. Zudem ist mit 65 Dezibel kein anderes Modell im Vergleich so leise. Allerdings liegt der Stromverbrauch nur im Mittelfeld und eine Reversion gibt es nicht. Die Ausstattung kann sich mit Restzeitanzeige, Startzeitvorwahl und einem Outdoor-Programm ansonsten sehen lassen.

Ein etwas teureres Modell ist der Bosch WTN83202 Serie 4: In Sachen Verbrauch und Lautstärke ist der Wäschetrockner nur Mittelmaß. Allerdings bietet er die Möglichkeit, kleinere Mengen Wäsche in 20 Minuten zu trocknen. Das macht dann Sinn, wenn eine Ladung Wäsche aus Kleidungsstücken besteht, die teils in den Wäschetrockner dürfen und teils besser im Freien trocknen.

Als eines der wenigen Geräte weist der Beko DCU 7.330N darauf hin, wenn der Kondensator verschmutzt ist. Noch dazu trocknet er schnell und bietet ein mit Revers-Funktion, Startzeitvorwahl und Innenbeleuchtung eine gute Ausstattung. Allerdings verbraucht der Wäschetrockner auch viel Strom und erreicht so nur Energieeffizienzklasse B. Im Internet sprechen viele Bewertungen zudem über qualitative Defizite, die dem günstigen Preis geschuldet sein könnten.

Wissenswertes über Wäschetrockner

Prinzipiell braucht man nicht unbedingt einen Wäschetrockner, da die Wäsche auch im Freien getrocknet werden kann, was zudem umweltfreundlicher ist.

Doch oft mangelt es dafür an Platz und Zeit, gerade in größeren Familien, wo viel Wäsche gewaschen wird. Zudem sollte man Wäsche im Winter nicht in der Wohnung trocknen, da dadurch die Luftfeuchtigkeit im Raum und damit auch die Gefahr für Schimmelbildung steigt.

Ein Wäschetrockner bietet aber noch andere Vorteile: So sollte man Handtücher ohne Weichspüler waschen, da dieser sich negativ auf das Saugverhalten auswirkt. Allerdings werden sie dann kratzig und hart. Trocknet man die Handtücher im Wäschetrockner, sind sie auch ohne den Einsatz von Weichspüler flauschig und weich. Generell benötigt im Trockner getrocknete Wäsche keinen Weichspüler.

Der Geschäftsführer von De-Kundendienst und Haushaltsgeräte-Experte Ivica Dalic empfiehlt die Wäsche nur kurz im Trockner anzutrocknen und dann im Freien trocknen zu lassen. Dadurch wird viel Strom gespart und man hat dennoch weiche Wäsche.

Das Flusensieb ist ein weiterer Pluspunkt: Hier erkennt man was im Wäschetrockner an Fasern und Flusen aufgefangen wird. Die Kleidungsstücke würden diese Partikel auch ohne den Trockner verlieren, sie würden dann allerdings im Wohnraum umherfliegen. Durch den Wäschetrockner wird die Wäsche von losen Fasern sowie Flusen befreit, die im Sieb aufgefangen werden.

Wie funktioniert ein Wäschetrockner?

Insgesamt gibt es drei Begriffe für Wäschetrockner: Ablufttrockner, Kondenstrockner und Wärmepumpentrockner. Allerdings funktionieren Wäschetrockner nur auf zwei verschiedenen Arten: Dabei wird zwischen Abluft- und Kondenstrockner unterschieden, wobei Ablufttrockner deutliche Nachteile haben und daher mehr und mehr zu Auslaufmodellen werden.

Der Ablufttrockner hat ausgedient

Beim Ablufttrockner wird die warme Luft durch eine sich drehende Wäschetrommel und danach mit der dabei aufgenommenen Feuchtigkeit der Wäsche nach außen geleitet. Diese Funktionsweise ist nicht sonderlich energiesparend: Die Wärme wird an die Umgebung abgegeben und die nach draußen geleitete Luft muss im Raum durch frische Luft von außen ausgetauscht werden. So geht im Winter eine große Menge an Wärme verloren.

Man könnte zwar im Winter die Abluft auch im Raum belassen, doch das erhöht die Luftfeuchtigkeit drastisch. Um Schimmelbildung zu verhindern, muss dadurch öfter gelüftet werden, was den Heizeffekt der warmen Trocknerluft wieder zunichte gemacht.

Diese Nachteile sind der Grund, warum Ablufttrockner weniger werden und in der Zukunft völlig aus dem Angebot verschwinden werden. Dieser Vergleich beinhaltet nur einen einzigen Ablufttrockner: Der Beko DV8120N erreichte als einziges Modell im Vergleich die Energieeffizienz B nicht.

Kondenstrockner

Der Kondenstrockner hat eine ähnliche Arbeitsweise wie der Ablufttrockner: Erwärmte Luft durchdringt die nassen Wäschestücke und nimmt die Feuchtigkeit auf. Hier wird aber die warm-feuchte Luft aber nicht an die Umgebung abgegeben, sondern in einem Kondensator mithilfe kühlerer Raumluft abgekühlt. Da kühlere Luft eine geringere Menge an Wasser aufnehmen kann, setzt sich dieses in Form von Kondenswasser ab. Im Anschluss wird die Luft erneut erwärmt und durchströmt die Wäsche wieder. Somit arbeitet die Luft im Kondenstrockner in einem Kreislauf, sodass sie kaum die Möglichkeit hat, Feuchtigkeit an den Wohnraum abzugeben.

Die Luft, die zur Abkühlung verwendet wird, verlässt danach in Form von warmer Abluft das Gerät. Jedoch ist in dieser Luft nicht die Nässe der Wäsche enthalten und sie kann so problemlos den Raum beheizen.

Allerdings sollte der Raum groß genug sein, damit er sich nicht allzu stark aufheizt. Denn je wärmer die Luft im Raum ist, umso geringer fällt der Kontrast im Vergleich zur erhitzten Luft im Wäschetrockner aus und desto weniger effektiv arbeitet der Kondensator.

Wärmepumpentrockner

Im Grunde ist ein Wärmepumpentrockner ein Kondenstrockner, denn er arbeitet nach demselben Prinzip: Warme Luft durchdringt die Wäschestücke und nimmt dabei die Feuchtigkeit auf. Während des Abkühlens der Luft entsteht Kondenswasser, welches abgepumpt wird. Hier wird die erwärmte Luft aber nicht durch Raumluft heruntergekühlt, die sich dann im Wohnraum verteilt.

Diese Art Wäschetrockner arbeitet mit Hilfe einer Wärmepumpe: Sie kühlt die nasse Luft ab, sodass sich ein Kondensat bildet. Die entzogene Wärme wird dafür genutzt, die Luft dann erneut zu erwärmen. So wird fast keine Wärme in den Wohnraum abgegeben, sodass Wärmepumpentrockner äußerst sparsam sind.

Energieeffizienzklassen

Grob kann man festhalten, dass Abluftwäschetrockner eine Energieeffizienz von C, Kondenstrockner B, sowie Wärmepumpentrockner eine Energieeffizienz zwischen A und A++ erreichen. Jedoch fallen die Angaben trotzt gleicher Energieeffizienzklasse ziemlich unterschiedlich aus. Der Siemens WT46G402 iQ500 hat einen Verbrauch von 616 kWh pro Jahr, der Beko DCU 7.330 N einen Verbrauch von 504,2 kWh. Dennoch haben beide Modelle die Energieeffizienz B.

Wenn man genauer hinsieht, ist das Siemens-Modell sogar sparsamer. Das liegt am unterschiedlichen Fassungsvermögen: Wird der geschätzte Verbrauch pro Jahr durch das Fassungsvolumen geteilt, benötigt der Wäschetrockner von Siemens pro Kilo Wäsche 68,4 kWh pro Jahr, der Beko jedoch 72 kWh. Daher findet sich unter den technischen Daten auch der Wert »jährlicher Verbrauch je Kilogramm Wäsche«. Dadurch wird der Vergleich von Modellen mit unterschiedlichen Fassungsvermögen erleichtert.

Welche Funktionen sollte ein Wäschetrockner haben?

Die meisten Kondenstrockner haben einen Sensor für die Feuchtigkeitsmessung. Dadurch lässt sich feststellen, ob die Wäschestücke extratrocken, schranktrocken oder bügeltrocken ist. Die wenigsten Modelle bieten jedoch einen Beladungssensor. So lässt sich die Dauer, die die Wäsche braucht um den gewählten Trocknungsgrad zu erreichen kaum berechnen. Deshalb bieten einige Hersteller keine Restzeitanzeige, da diese meist nur einen grob geschätzten Wert angeben kann und sich erst korrigiert, wenn der Wäschetrockner schon eine Weile gelaufen ist.

Zudem bieten viele Modelle Kurzprogramme: Beim Siemens WT43N202 gibt es das »Super 40«-Programm, das ein Kilo Wäsche besonders schnell trocknet. Somit lassen sich auch kleine Mengen in kürzerer Zeit trocknen.

Der Kondenswasserbehälter, über den jeder Kondenstrockner verfügt, ist nicht in jedem Fall die optimale Lösung. Laut Fachmann Dalic ist es praktischer, das Gerät an das Abflusssystem anzuschließen. Hierbei muss man aber schon vor dem Kauf darauf acht geben, dass das mit dem gewünschten Modell auch möglich ist.

Manche Modelle bieten eine Reversion an: Um einen weiteren Motor und Energie einzusparen, werden Lüfter und Trommel parallel zueinander angetrieben. Damit also der Luftstrom in eine Richtung geht, muss sich die Trommel ebenfalls stets in nur eine Richtung drehen. Eine Umkehr ist nur kurzzeitig mit umgekehrtem Luftstrom oder technisch aufwändig möglich. Diese Reversion lockert aber die Wäschestücke auf, sie sorgt für geringere Knitterfalten und für eine verbesserte Trocknung. Trotzdem verfügen nur rund die Hälfte der erhältlichen Wäschetrockner über eine Reversion.

Kondenstrockner verfügen über verschiedene Wartungsanzeigen: Wasserstandssenor, Flusenkontrolle, sowie Kondensatorreinigung. Ein Wasserstandssenor ist notwendig, wenn der Wäschetrockner keinen Ablauf hat und das Kondenswasser in einem speziellen Behälter gesammelt wird.

Auch eine Kontrolle des Flusensiebs ist praktisch: Setzt sich dieses zu, wird die Luftzirkulation eingeschränkt und so die Wäsche wird schlechter getrocknet. Zudem können sich um den Kondensator Flusen sammeln. Allerdings verzichten viele Modelle auf eine dementsprechende Kontrollfunktion.

Das kann auch der Hausgeräte-Experte Dalic bestätigen: Der Kondensator werde häufig unterschätzt oder vergessen. Doch auch dieser könne verflusen und so die Arbeit des Trockners deutlich einschränken. Eine dementsprechende Anzeige am Gerät sei demnach hilfreich.

Tipps zum Aufstellen des Wäschetrockners

Verfügt man nicht über viel Platz, kann man den Wäschetrockner auf der Waschmaschine platzieren. Hierfür sollte aber stets ein originaler Verbindungssatz verwendet werden: Ansonsten sei das Risiko, dass das Gerät beim Schleudern der Waschmaschine herunter fällt sehr hoch, so Dalic.

Beim Aufstellen sollte man auch einige Dinge beachten. So erklärt Dalic, dass beim Ausrichten häufig der Fehler begangen würde, die Füße so weit herauszudrehen, bis das der Wäschetrockner absolut gerade steht. Dies sei aber gar nicht notwendig und sorge zudem für einen instabileren Stand. Daher solle man besser ein wenig Neigung hinnehmen und auf einen kippelfreien und stabilen Stand achten. Das Gleiche gilt auch bei den Fliesen: Die Füße sollten stets auf einer vollen Fliese zu stehen kommen und nicht auf der Fuge.

Von Gummi-Füßen zur Dämpfung oder Anti-Vibrationsmatten rät der Experte dagegen ab, da sie für die Waschmaschine oder den Wäschetrockner eher kontraproduktiv seien. Auf den weichen Unterlagen hätten die Modelle nicht mehr einen so sicheren Stand und die Lager, sowie die Stoßdämpfer hätten deutlich mehr Arbeit, was zu einem schnelleren Verschleiß führe.

So haben wir verglichen

Da ein Wäschetrockner nicht über so viele Funktionen verfügt wie eine Waschmaschine, sind die Unterschiede bei der Ausstattung oder beim Preis zwischen den Modellen nicht so groß. Dafür sind Aspekte wie Lautstärke, Verbrauch und Anschlussmöglichkeiten wichtiger.

In Sachen Verbrauch ähneln sich sämtliche Kondenstrockner relativ stark. Der Verbrauch pro Kilo Wäsche im Jahr liegt zwischen 68,4 kWh und 72 kWh, was für die Energieeffizienzklasse B genügt. Möchte man seine Wäsche sparsamer trocknen, sollte man auf einen Wärmepumpentrockner zurückgreifen.

Alle Kondenstrockner besitzen grundsätzlich einen Kondenswasserbehälter. Viele Modelle lassen sich jedoch auch ans Abwassersystem anschließen, sodass der Wasserbehälter nicht ständig geleert werden muss. Allerdings finden sich hierzu meist keine Angaben, sodass es ratsam ist, sich das Wunschmodell vor der Kaufentscheidung im Fachmarkt anzuschauen.

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