Nähvergnügen Test: Nähmaschine Aufmacher

Nähmaschinen im Test : Nähvergnügen

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Update 13.05.2020

Mittlerweile nähen auch jüngere Leute gerne, denn so lassen sich individuelle Vorstellungen perfekt umsetzen und man bekommt garantiert ein Unikat. Wir haben uns für alle Näh-Fans 20 Nähmaschinen angesehen und sie ausgiebig getestet.

Update 13. Mai 2020

Wir haben fünf weitere Nähmaschinen getestet, von denen es zwei in die Empfehlungen geschafft haben.

Lisa von Prondzinski
Lisa von Prondzinski
ist freie Redakteurin aus Köln. Sie schreibt und macht Hörfunk – unter anderem für den WDR und den Deutschlandfunk. Ihre Schwerpunkte sind Gesundheits- und Verbraucherthemen. Zum Ausgleich macht sie gerne Sport. Sie legt Wert auf Nachhaltigkeit, also: „Lieber reparieren als wegwerfen.“

Will man Kleidung individuell gestalten, geht das mit Nähmaschinen, mit denen man Freihandnähen kann. Dazu braucht man einen versenkbaren Transporteur – also das Ding mit den Zacken unter dem Nähfuß auf der Stichplatte – sowie einen extra Freihandnähfuß. Nähmaschinen mit Stoppfunktion können auch quilten, soll heißen drei Lagen aus Top, Wattierung und Rückseite zusammenfügen. Die Dicke des Materials hängt dabei von der Bauart der Nähmaschine ab. Ein Großprojekt muss es aber nicht unbedingt sein, auch einfache Änderungen oder Reparaturen gehen schnell, damit spart man auch Geld.

Wir haben fünf mechanische und neun computergesteuerte Nähmaschinen ausgiebig getestet, preislich lagen sie zwischen 50 und 1000 Euro. Moderne Computer-Geräte kosten dabei mehr als die traditionell mechanischen.

Günstig und gut: W6 Wertarbeit N 1235/61

Günstig und gut

W6 Wertarbeit N 1235/61

Test Nähmaschine: W6 W6 N 1235/61
Die W6 1235/61 liefert gute Qualität zum günstigen Preis und hat eine stattliche Garantiezeit von zehn Jahren.

Die W6 Wertarbeit N 1235/61 gefällt uns gut, auch wenn wir aufgrund des niedrigen Preises anfangs recht skeptisch waren. Diese Freiarmnähmaschine eignet sich auch für Anfänger und kann trotz des niedrigen Preises einiges. Auch Fortgeschrittene werden an Ihr Freude haben, wenn sie die Knopflöcher auch manuell nähen können und Verzierungen keine große Rolle spielen.

Wir empfehlen sie für alle, die eine günstige, aber gute Nähmaschine suchen.

Hier geht es ums Wesentliche, es gibt 23 Stiche, die sich am Handdrehrad, das griffig ist, einstellen lassen. Meist handelt es sich um Nutzstiche wie Zickzack- oder Gradstiche, aber auch ein elastischer Blindstich ist möglich oder ein Overlock. Stichbreite und – länge kann man einstellen. Bei der preislich vergleichbaren Singer Tradition 2250 geht das nicht für die Stichbreite.

Beim Overlockstich werden beim Zusammennähen die Stoffkanten versäubert, das hat bei elastischem Sweat- und Jeansstoff gut funktioniert. Unserer Meinung nach sollte eine Nähmaschine unbedingt den Overlock-Stich können, damit die Stoffe auch innen schön sind.

Die Verarbeitung ist auch gut, auf uns wirkt das Gehäuse aus Plastik hochwertig, wichtig Bestandteile wie Nähfußhalter bestehen aus Metall. Die Lautstärke ist auch in Ordnung für ein mechanisches Gerät. Einfädeln per Einfädler dauert etwas, bis wir es hinbekommen, aber das braucht bei jeder Maschine Übung.

Wichtig ist aber vor allem, dass das Gerät gut näht, hier überzeugt sie uns auch, mit solidem Stichbild und konstanter Stichlänge. Eine große Taste zum Rückwärtsnähen gibt es auch. Näht man über mehrere Lagen, so hört man den Motor deutlich, aber das ist bei anderen Geräten genauso.

Durch den Preis bedingt, kann sie manches nicht, so gibt es etwa keinen Fadenabschneider. Das störte uns nicht, näht man aber viel, könnte das nerven. Das Pedal ist recht klein, somit muss man Feingefühl beim Regulieren der Geschwindigkeit beweisen.

Alles fürs Nähen nötige bietet sie aber, der Preis dafür ist auch gut. Zehn Jahre Garantie gibt es zudem, nicht alle Hersteller bieten das. Wir finden sie daher für alle gut, die eine Maschine ohne viel Schnickschnack suchen.

Tolle Ergebnisse: Pfaff Select 3.2

Tolle Ergebnisse

Pfaff Select 3.2

Test Nähmaschine: Pfaff Select 3.2
Die wunderschöne Nähmaschine liefert herausragende Ergebnisse, ist aber nicht gerade günstig.

Die Pfaff Select 3.2 gefiel uns auf den ersten Blick, sie kommt in elegantem, schlichtem Design daher, die Formen sind klar, neben Anthrazit und Weiß gibt es lila Akzente. Uns gefallen vor allem die tollen Ergebnisse mit ihr.

Die Bedienung ist sehr einfach und das Gerät ist auf Langlebigkeit ausgelegt, bei den mechanischen Nähmaschinen war sie eine der größten. Die Stichwahl geht durch das feste Drücken der Tasten.

Neben den Tasten am Einstellrad wählt man seine bevorzugte Stichlänge. Für Oberfadenspannung und Nadelposition gibt es noch weitere Einstellräder.

Im Klappdeckel befindet sich auf Augenhöhe eine Übersicht der 27 Stiche, unelastische sowie elastische. Das Gerät ist standfest, das Nähen geht flüssig und kein Stich wurde im Test ausgelassen.

Geworben wird mit dem IDT-System, hier wird im Bedarfsfall an den Nähfuß ein Hebel, der fest installiert ist »angedockt« und auch wieder ausgerastet. Somit kann man Stoffe gleichzeitig von unten und oben transportieren und nichts verzieht sich oder verrutscht.

Der Wechsel auf einen Obertransporfuß ist dabei nicht nötig, das geht hier mit einem Griff. Obertransport bietet sich dann an, wenn man z. B. akkurat Streifen zusammennähen will oder aber elastische Stoffe glatt bleiben sollen. Im Test ließen sich damit Sweatstoff und elastische, dünne Seide gut nähen. Nichts zog sich zusammen. Sofort haben wir die besten Ergebnisse zwar nicht erzielt, doch mit ein wenig Übung sind die Ergebnisse toll.

Auch der Wechsel des Nähfußes geht leicht, so wählt man je nach Stoff und Aufgabe etwa einen Reißverschluss-, Blindstich- oder Standard-Fuß. Mit einem Handgriff rastet der Fuß aus, das Einsetzen ist auch einfach.

Etwas Besonderes ist auch, dass der Faden direkt durch die Nadel aufgespult werden kann, das spart Zeit, so muss das Garn zum Spulen nicht mehr ausgefädelt werden. Wir fanden aber, dass der Faden oben danach strammer als vorher war, manuell haben wir ihn gelockert.

Die Geschwindigkeit kann man auf das halbe Tempo regulieren, der Regler hierfür ist im Pedal, das ist eher umständlich. Das Pedal ist recht robust und auch groß, somit kann man die Geschwindigkeit schön kontrollieren.

Der Tragegriff ist breit, das gefällt uns ebenfalls, auch die Kofferhaube, die hart ist, so bietet sie guten Schutz.

Die Maschine ist auf Langlebigkeit ausgelegt und eignet sich für Vielnäher und Anfänger ohne große Ambitionen gleichermaßen.

Günstig: Dorina 323 by Gritzner

Günstig

Dorina by Gritzner 323

Test: Dorina By Gritzner 323
Zum kleinen Preis gibt es hier eine qualitative Nähmaschine, die gute Nähergebnisse erzielt.

Keine Preise gefunden.

Wer eine gute, aber auch günstige Nähmaschine sucht, sollte sich die Dorina 323 by Gritzner näher ansehen. Teurere Maschinen bieten natürlich mehr Stiche, aber als Anfänger weniger Zierstiche ausreichend sein.

Vor allem überzeugt uns hier – gerade auch für Anfänger – die Bedienungsanleitung, außerdem ist noch ein Buch mit Nähtipps mit dabei. Die Anleitung ist deshalb eine Erwähnung wert, weil sie heraussticht, und zwar positiv. Hier steht nicht nur drin, wie die Funktionsweise der Maschine ist, sondern man kann auch gleich kleinere Nähprojekte selbst ausprobieren.

Ganz leise ist sie aber natürlich nicht, die teureren Maschinen sind da natürlich besser. Jedoch testet man privat wohl kaum mehrere Nähmaschinen, daher dürfte der Unterschied bei der Lautstärke kaum ins Gewicht fallen ohne direkte Vergleichsmöglichkeiten. Es gab auch Testkandidaten, die hier schlechter waren.

Manuell kann die Nähgeschwindigkeit nicht eingestellt werden, hier braucht es Feingefühl im Fuß. Das Fußpedal gibt die Geschwindigkeit vor, das ist bei diese Preisklasse normal, manuelles Einstellen zählt eher zum Luxus.

Auch vom Ergebnis waren wir begeistert, neben dem Komfort. Alle getesteten Stoffe waren kein Problem, sie wurden ohne Probleme durchgezogen. Wer nicht gerade mehrere Lagen Jeans-Stoff verarbeitet, macht hier sicher nichts falsch, für den Hausgebracht sind die nötigen Stiche auf jeden Fall dabei.

Geworben wird bei Nähmaschinen oft mit vielen verschiedenen Zier- und Nutzstichen, hier sind es insgesamt 23, das ist definitiv ausreichend. Wählen kann man den Stich übers Drehrad, vorne auf der Maschine sind auch alle Stiche abgedruckt. An Zusatzmaterial gibt es Maschinenöl, Nähfüßchen und Ersatznadeln. Wir haben bei diesem günstigen Gesamptpaket nicht zu meckern.

Mittelpreisige Computernähmaschine: W6 Wertarbeit N 8000

Mittelpreisige Computernähmaschine

W6 Wertarbeit N8000

Test: W6 Wertarbeit N8000
Eine Nähmaschine, die nähen, sticken und quilten kann und das alles auch noch sehr leise macht.

Keine Preise gefunden.

Wer nicht nur Nähen, sondern auch Kleidung stopfen oder sticken möchte, dürfte sich über die W6 Wertarbeit N 8000 freuen. Sie liegt im Mittelfeld, was den Preis betrifft, gerechtfertigt ist das bei dieser Leistung definitiv.

Nähen geht damit problemlos, schnell und leise. Man kann die Nähgeschwindigkeit individuell einstellen und mit dem Fußpedal optimieren. Viel Zubehör ist auch mit dabei, das ist ordentlich angeordnet im Zubehörteil. Ein großer Anstelltisch ist auch dabei, das erleichtert die Arbeit beim Sticken oder Quilten.

Einziger Minuspunkt: Buchstaben sticken. Die Linien waren alle schön beim Sticken, sie gelingen leicht, von den Buchstaben waren wir aber nicht überzeugt. Besonders hübsch waren die meisten davon nicht, klar erkennen konnte man auch nicht alle, die Konkurrenz hat hier definitiv die Nase vorn.

Wenn man nicht zwingend Buchstaben nähen muss, wird mit der Stickfunktion ansonsten aber durchaus glücklich werden. Große Stickmotive gehen damit nicht, dafür braucht man dann eine eigene Stickmaschine, um (semi) professionelle Ergebnisse hinzubekommen.

Per Touchscreen kann man die Nähmaschine bedienen, auf leichten Druck reagiert sie gleich und alle Sticke können schnell und komfortabel ausgewählt werden. Das ist schon ein bisschen Luxus und ist recht angenehm. Diese Maschine näht leise und mit ihr arbeitet es sich definitiv angenehm.

Auch den automatischen Fadenabschneider empfinden wir als Luxus. Knopf drücken und man muss nie wieder manuell Fäden abschneiden. Einen altbekannten Fadenabschneider gibt es aber alternativ auch. Der Hersteller empfiehlt, einzig das W6 Garn zu nutzen. Wir haben aber festgestellt, dass das Stoff & Stil-Garn besser durch die Nadel geflossen ist, das Nähergebnis hat genauso überzeugt. Damit man aber gleich loslegen kann, ist Garn von W6 mit dabei.

Auch eine 10-Jahres-Garantie ist enthalten, das ist viel mehr als bei einigen anderen Herstellern, sticht daher positiv heraus. Wenn also nach dem Kauf ein Problem auftritt, kann man den Service kontaktieren.

Für diese Nähmaschine zahlt man etwa 600 Euro, daher empfehlen wir sie auch, denn mit ihr näht man nicht einfach nur, sie kann deutlich mehr.

Computer-Nähmaschine: Carina R-evolution 2020

Computer-Nähmaschine

Carina R-evolution 2020

Test Nähmaschine: Carina Carina R-Evolution
Übersichtlich, komfortabel und vielseitig: Die Carina R-evolution weiß zu begeistern.

Bei den Computer-Nähmaschinen liegt die Carina R-evolution 2020 für uns weit vorne. Vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis ist gut, denn die Leistung gefällt uns.

Dieses Gerät verfügt über 300 Zier- und Nutzprogramme, davon sind 90 schon voreingestellt. Mit einem Tastendruck wählt man sie aus, das Display ist kontrastreich, dort werden sie auch abgebildet. Per Taste kann man auch Stichlänge und -breit verändern. Es gibt elastische und einfache Nutzstiche, außerdem Quilt- und Zierstiche, daneben können auch Kombinationen aus Buchstaben und dekorativen Stichen gespeichert werden. Unterm Bedienfeld gibt es zudem eine Kurzübersicht der verfügbaren Stiche mit Nummern, die man herausziehen kann. So spart man sich langes Suchen.

Knopflöcher fertigen geht vollautomatisch. Zuvor klemmt man in die Knopflochplatte den Knopf, den man mit dem Gerät später annähen kann, die mit dabei ist, dann wird in einem Rutsch passend genäht bis zu einer maximalen Länge von drei Zentimetern. Dichte und Breite des Knopflochs kann man variieren. Genäht haben wir Knopflöcher mit einem Zentimeter Länge, Rundknopflöcher mit Querriegeln und auch Standardvarianten. Die Ergebnisse gefielen uns und waren genauso präzise wie bei Pfaff Expression 3.5 und Juki HZL- DX3, die teurer sind.

Das Greifersystem gefällt uns auch. Anstatt vertikal darunter wird die untere Garnrolle hier horizontal im Bereich der Sichtplatte eingelegt. Die Abdeckung und Spulenkapsel sind transparent, so weiß man immer, wie viel vom Unterfaden noch übrig ist. Das Einfädeln geht so auch leichter als bei dem vertikalen System, wo der Faden gelegentlich verklemmen kann und wo das Hantieren mit der Spulenkapsel auch mal lästig wird. Ölen muss man hier auch nicht mehr. Bei den meisten modernen Geräten gibt es mittlerweile das horizontale System.

Damit der Nähvorgang startet, kann man auf das Pedal treten oder die Start/Stopp-Taste mit dem Finger drücken. Bei dieser Variante verlangsamt und erhöht man die Geschwindigkeit dann per Schieberegler. Ist man das Pedal gewohnt, mag das etwas gewöhnungsbedürftig sein, aber diese Variante ist kein Muss. Für längere gerade Strecken stellt die Start/Stopp-Taste definitiv eine Erleichterung dar. Bei kürzeren Strecken hatten wir damit eher Probleme.

Auch dickere Stoffe sind kein Problem, denn der Nähfuß kann bis 1,9 Zentimeter verstellt werden, das reicht für vieles aus. Wir haben etwa mehrere Lagen vom Walkstoff darunter geschoben und alles klappte ohne Probleme. Zu viel Gas sollte man dabei aber nicht geben, sonst überfordert man den Motor und es kann zu Nadelbrüchen kommen. Beim elastischen Sweatstoff erzielten wir solide Stiche. Für den Transport von dehnbarem Stoff gibt es mit dem STS: Stretch Transport System ein spezielles System.

Die Bedienungsanleitung ist übersichtlich, auch das Einführungsvideo auf der DVD war hilfreich. So eine gute Einführung hätten wir uns bei allen Herstellern gewünscht. So wird auch visuell viel erklärt und man lernt das Gerät erst kennen.

Ein automatischer Fadenabschneider wird nicht geboten, den hätten wir uns gewünscht, ebenso eine stabile Kofferhaube für den Transport. Die Maße betragen 38 x 17,5 x 27,9 Zentimeter, der Stoffdurchgangsraum ist eher Durchschnitt, also der Arbeitsplatz rechts von der Nadel. Es macht aber dennoch großen Spaß mit dieser Maschine zu nähen und wir empfehlen sie für alle, die eine Computer-Nähmaschine suchen.

Luxusgerät: Juki HZL-DX3

Luxusgerät

Juki HZL-DX3

Test Nähmaschine: Juki HZL-DX3
Juki liefert mit der HZL-DX3 eine hervorragende Nähmaschine, lässt sich die hohe Qualität aber auch teuer bezahlen.

Der erste Eindruck der Juki HZL-DX3 überzeugt und bestätigt sich in der Praxis dann auch. Allerdings ist die Maschine mit 950 Euro auch kein Schnäppchen, dafür aber für gehobene Ansprüche geeignet und sehr vielseitig.

Es gibt 155 Stichmuster und drei unterschiedliche Alphabete zum Buchstaben schreiben, speichern kann man bis zu 70 Muster für später.

Das Design ist zurückhaltend und gefällt uns, auch dank hochwertigem Gehäuse. Bedienfeld und Display sind angenehm groß für die Wahl der Stiche und übersichtlich gehalten. Gut zu lesen sind dabei die Informationen über die Stichlänge und -breite und die Wahl des passenden Nähfußes.

Bei der Einfädelhilfe geht der Faden ohne Probleme durch die 60er-Nadel. Der Geschwindigkeitsregler ist stufenlos und so bekommt man auch ein schnelles Tempo hin, vor allem bei langen Strecken freut uns das, etwa für Vorhänge oder Gardinen. Über das Einstellrad kann man die Oberfadenspannung, die voreingestellt ist, auch ändern.

Der Motor hat auch mehrere Lagen vom Jeansstoff problemlos geschafft, dabei wurde rückwärts, vorwärts, langsam und schnell gut genäht. Rückwärts- und Vorwärtstaste, so kann man einstellen. Auch das Stichbild gefiel uns auf dünnen und auch dicken Stoffen. Ist der Motor überlastet, wird das durch ein Pop-Up angezeigt und es gibt eine Pause, dann geht kurzzeitig nichts mehr. Als wir mehrere Lagen Jeans vernäht haben, ist das passiert. Das tritt aber auch bei anderen Geräten auf, auch bei Husqvarna Viking Tribute 145C und Pfaff Expression 3.5 wird auf diese Weise vor Überlastung gewarnt.

Das Knopflochnähen fanden wir toll. Dazu wird einfach in den Knopflochfuß der Knopf eingelegt und es kann losgehen. Schnell und alleine näht die Maschine Knopflöcher, die auch immer gleich aussehen. Mehr als 16 Varianten gibt es für schwere und leichte Stoffe oder auch für dekorative Knopflöcher, welche aussehen wie handgenäht.

Eine spezielle Mechanik ist der Boxtransport, damit wird längerer Stoff-Kontakt für den Transporteur ermöglicht, nichts verrutscht hier oder verzieht sich, etwa wenn man Streifen oder Muster zusammennäht.

Nähen kann man ohne oder mit Pedal. Das Pedal ist stabil, es gibt fünf unterschiedliche Funktionen, etwa Rückwärtsnähen oder Faden-Abschneiden. Das ist definitiv ein Highlight. Näherfahrung schadet bei der Benutzung dieser Maschine somit nicht.

Bei diesem Gerät gibt es als einziges einen Kniehebel rechts, den man mit dem Knie bedient. So kann man den Nähfuß anheben oder senken und die Hände bleiben dabei für den Stoff frei. Das ist etwa beim Quilten oder beim Bearbeiten großer Stoffstücke angenehm.

Die Juki und die Paff sind sich hinsichtlich der Funktionen recht ähnlich, man muss somit nach Bauchgefühl entscheiden, welche einem besser gefällt. Wir finden die Juki etwas harmonischer und intuitiver in der Bedienung. Beim Nähen ist das Geräusch surrend und leise, recht angenehm. Vor allem für jene, die geräuschempfindlich sind.

Dafür wiegt sie mit 9,5 Kilo aber doch einiges, für den Transport ist das recht schwer, dafür gibt es aber einen Tragegriff, der breit ist und das Gerät bleibt mittig, nichts kippt.

Wer auf der Suche nach einem Luxusgerät ist, wird mit der Maschine von Juki sicher glücklich werden, sie eignet sich aber eher für Fortgeschrittene als für Anfänger.

Was gibt es sonst noch?

Die Bernette b38 kommt in Anthrazit und Weiß daher und ist recht stilvoll, mit 39 x 30 x 17 Zentimetern wirkt sie kompakter als manch andere Nähmaschine im Test. Es gibt 394 Stiche, davon 67 Zierstiche, 8 Knopflöcher, geboten wird also einiges. Mustereinstellungen kann man individuell speichern und das Nähen geht auch ohne Pedal und auch alles andere, was für eine Computer-Nähmaschine wichtig ist, ist da. Etwa der automatische Geschwindigkeitsregler.

Auch schnelleres Tempo ist kein Problem, sie bleibt standfest. Der Nähfußdruck ist sechsfach verstellbar, für dickere Stoffe stellt man ihn fester ein als für elastisches Material. Einen Obertransport ersetzt das zwar nicht, aber es hilft dem Transporteur dennoch dabei, den Stoff besser unten greifen zu können.

Gut finden wir auch, dass die Anordnung des Funktionsbereichs und Bedienfeldes aufgeräumt wirkt, ebenso das kontrastreiche Display. Hier haben wir eine Maschine, deren Bedienung schnell klar ist. Außer der Bedienungsanleitung gibt es auch noch auf der Homepage des Herstellers ein Tutorial.

Der Preis ist hoch, dafür kann sich die Verarbeitungsqualität aber sehen lassen. Es gibt eine hartschalige Kofferhaube, acht unterschiedliche Nähfüße und einen großen Anschiebtisch. Dafür würde man ansonsten 50 bis 100 Euro zahlen.

Die Bernina B 215 hat uns enttäuscht dafür, dass sie stolze 700 Euro kostet. Robust ist die Computer-Nähmaschine und sogar kleinere Teile wie etwa der Nähfußlifterhebel bestehen aus Metall. Bedienen lässt sie sich auch leicht. Elf Stichprogramme sind aber nicht besonders viel Auswahl, man wählt sie per Knopfdruck. Auf dem Display wird der ausgewählte Stich dann angezeigt, ebenso Stichbreite und -länge sowie ein empfohlenes Nähfußsymbol. Stichlänge und-breite kann man mit den Knopftasten verändern.

Die Bedienung funktioniert recht simpel, die überschaubare Stichauswahl finden wir aber nicht gut, einige Zierstiche hätten wir uns schon gewünscht. Einen Automatischen Fadenabschneider gibt es auch nicht und Knopflöcher müssen in vier Stufen manuell genäht werden. Für diesen Preis ist das nicht akzeptabel.

Bei der Singer Curvy 8763 geht das Einfädeln vom Oberfaden einfach, gerade hier kann es allgemein oft zu Problemen kommen und es kommt zu Fehlern. Diese computergesteuerte Nähmaschine macht ihre Sache aber gut, die Einfädeltechnik ist einfach, falsch kann man da nicht viel machen. Der Faden verläuft vom Kopf aus zur Nadel ohne Umwege, das eignet sich nicht nur für wenig geübte Näher. Auch den vereinfachten Gebrauch vom integrierten Nadeleinfädler finden wir gut: einfach das Garn einlegen, die Taste drücken, dann geht der Faden schon durchs Nadelöhr.

Die Bedienungsanleitung fanden wir dagegen eher unübersichtlich, einige Funktionen fehlen ganz, Nähen ohne das Pedal geht z. B. nicht, die Geschwindigkeit per Schieber zu regulieren auch nicht. Das Bedienfeld mit Musterwahltasten finden wir auch nicht mehr ganz zeitgemäß.

Unsere Test-Stoffe waren kein Problem für die Maschine, sie nähte auch ordentliche Knopflöcher und im Baumwoll-Sweatstoff war der Overlock-Stich auch in Ordnung. Bei dünner Seide hätten wir mit der Oberfadenspannung länger hantieren müssen, so waren die Zickzackstiche nicht wellenfrei. Ein Kritikpunkt ist das nicht, denn die Maschine kennenzulernen dauert. Wir finden sie aber allgemein ein wenig schwerfällig.

Die Toyota Oekaki 50 Renaissance fällt optisch definitiv auf, kaufen kann man sie in sechs unterschiedlichen Farben, so etwa Schwarz, Grün oder Türkis.

Von der normalen Bauweise weicht dieses Modell mit der organischen Form der Anstellbox vor dem Freiarm ab.

Der Kunststoff des Gehäuses ist aber nicht besonders hochwertig, das Material wirkt insgesamt billig und einen unangenehmen Geruch des Gehäuses nehmen wir auch wahr, zumindest wenn man nahheran geht.

Tragekomfort gibt es keinen, zum Tragen kann man nur die Aussparung am Gehäuse nutzen, komfortabel ist das nicht. Die Stichauswahl kann man nicht direkt wählen, zum jeweiligen Stich muss man sich durchklicken.

Bis zu zwölf Lagen Jeans soll man laut Hersteller damit nähen können, das konnten wir nicht bestätigen, sieben Lagen haben solide funktioniert. Bei der Nähqualität kann die Konkurrenz aber mehr.

Die Freihandstickfunktion haben wir nicht ausprobiert, womöglich liegt hier die besondere Stärke dieses Geräts.

Die Singer Tradition 2250 und die Uten Mini liegen preislich ca. 50 Euro auseinander, die Singer ist größer und schwerer mit sechs Kilo Gewicht, somit steht sie auf dem Tisch auch stabiler. Typisch für mechanische Nähmaschinen gibt es ein Handrad, damit kann man die Stiche auswählen. Dank Einfädelhilfe wird auch das Ziehen des Fadens durchs Nadelöhr nicht zur Geduldsprobe.

Man kann diese Maschine nutzen für Ausbesserungen, Änderungen und auch, um Kleidung zu nähen. Mit dem durchschnittlich großen Freiarm lassen sich auch Ärmel gut nähen und das Zubehör passt in die Anschiebebox.

Auch Sweat- und Jeansstoff konnte ohne Probleme genäht werden. Der Walkstoff stockte beim Transport manchmal und auch die dünne Seide schaffte sie nicht problemlos. Ganz wellenfrei wurde es nicht. Für die Verarbeitung von einfachen Stoffen reicht sie aber aus.

Was uns aber stört: die Stichbreite kann nicht eingestellt werden, Overlock-Stich gibt es auch keinen, so können Stoffteile nicht wirklich sauber vernäht werden. Andere Testgeräte konnten das.

Wissenswertes über Nähmaschinen

Heimnähmaschinen sind für alle daheim anfallenden Arbeiten da. Mechanische Modelle gibt es schon lange, die computergesteuerten und elektronischen sind neuer und werden immer beliebter. Die Arten unterscheiden sich vor allem durch Stichvarianz und Bedienung.

Das Freiarmmodell ist mittlerweile Standard, die Geräte sind also so gebaut, dass man auch enge Dinge wie Hosenbeine und Ärmel damit rund nähen kann.

Die mechanischen Nähmaschinen

Sie setzt man durch ein elektrisches Pedal in Gang, die Geschwindigkeit wird darüber reguliert. Die Qualität des Pedals ist damit entscheidend für die Kontrolle der Geschwindigkeit, zu leichte und kleine Pedale können unter dem Tisch schnell wegrutschen.

Nähmaschine Test: W6 N1235
W6, eine mechanische Nähmaschine.

Für mechanische Nähmaschinen ist charakteristisch, dass Sachen wie Stichbreite und -länge sowie Fadenspannung per Hand durch ein Rädchen oder einen Hebel eingestellt werden. Abhängig vom Stoff kann das zur Herausforderung werden, ist der Näher unerfahren, kann ihn das schnell überfordern.

Mit diesen Nähmaschinen lassen sich unterschiedliche Stoffe vernähen, Jersey und andere elastische, dünne Stoffe wie etwa Chiffon oder dickere wie etwa Walkstoff. 10 bis 35 Sticharten bieten sie meist, auch für Jacken und Kleider sind sie damit gut ausgerüstet. Es gibt Nutzstiche wie etwa Zickzack-, Grad-, Knopfloch- und Overlockstiche. Außerdem noch zum Verschönern Zierstiche. Im Gegensatz zu den Computermodellen ist die Stichauswahl aber eher klein.

Hobby-Nähern dürften 10 bis 15 Stiche aber durchaus reichen, mechanische Geräte kosten dafür meist weniger.

Die computergesteuerten Nähmaschinen

Bei den Computer-Nähmaschinen gibt es einige Extras, die das Nähen noch leichter machen sollen. Daher sind sie mittlerweile auch so beliebt. Ein Nachteil sind aber die vielen Zusatzfunktionen, die meist überflüssig sind.

Nähmaschine Test: Carina Revolution
Bei Computer-Nähmaschinen gibt es oft ein Display.

Für Näher mit wenig Erfahrung können sie hilfreich sein, denn automatisch werden hier viele Näheinstellungen ausgeführt. Einfach die Nummer des gewünschten Stichs per Knopfdruck oder per Display wählen, die Maschine pariert und stellt dann gleichzeitig die richtige Stichbreite und -länge ein, auch die Oberfaden-Spannung wird vorgegeben. Entscheidend dabei ist, dass man die Fadenspannung noch per Hand ändern kann, denn die Voreinstellung ist nicht immer ganz optimal.

Meist gibt es bei diesen modernen Geräten mehr als 100 oder bis 400 unterschiedliche Stichvarianten, das ist viel zu viel. Jedoch kann man so auch einfach spontan etwas Neues probieren. Mit dabei sind etwa Zierstiche wie Herzchen oder Blümchen, für Kinderkleidung eignen sich z. B. Autos oder Elefanten.

Kopflöcher hinzubekommen ist eine Kunst. Vor allem mit mechanischen Nähmaschinen. Dank Vollautomatik muss man sich bei den computergesteuerten Geräten dagegen um nichts kümmern, schöne und gleichmäßige Knopflöcher entstehen. Verfügen digitale Geräte über Alphabete, kann man auch Muster oder Namen sticken. Die Computer-Geräte haben dabei tendenziell eine höhere Arbeitsgeschwindigkeit, leise sind sie auch.

Ein besonderes Feature der computergesteuerten Geräte ist das Nähen ohne Pedal. Gestartet wird dabei per Knopfdruck und mit der Hand reguliert man die Geschwindigkeit. Dazu bedarf es aber einiger Übung, nicht jedem kommt diese Art zu nähen entgegen. Aber wer sich daran stört, kann einfach das Pedal nutzen.

Welche Vor- und Nachteile gibt es?

Die Wahl der Nähmaschine hängt von den Anforderungen und persönlichen Vorlieben ab. Wenn man etwa Wert auf aufwendige Verzierungen legt, eignet sich ein digitales Gerät. Ebenso kann moderne Technik unerfahrenen Nähern helfen. Beschäftigt man sich intensiv mit der Bedienung der Nähmaschine, so profitiert man schließlich von einer leichteren Handhabung.

Mechanische Maschinen dagegen sind günstiger und ihre Funktionsweise ist einfacher als die digitalen Geräte, die teils sehr komplex sind. Die Einarbeitung, bis man sie bedienen kann, ist kürzer.

Außerdem haben die mechanischen Nähmaschinen den Ruf, dass sie langlebiger und robuster sind. Geht etwas kaputt, kann man es womöglich auch selbst reparieren. Digitale Nähmaschinen dagegen sind eher störanfällig, bei Problemen muss man professionelle Hilfe suchen. Dazu sollte man sich am besten vorab beim Service erkundigen, wie das mit Ersatzteilen und Reparatur geht und wer die Kosten trägt.

Die Spezialmaschinen: Coverclock, Overlock und mehr

Bei Overlock-Maschinen werden in einem Arbeitsschritt drei Dinge gemacht: Stoff zusammennähen, versäubern und abschneiden, das sieht dann professionell und sauber aus. Damit gehen aber nur Arbeiten direkt am Stoffrand, nicht in der Mitte. Einen Ersatz für eine herkömmliche Nähmaschine stellt die Overlock-Maschine also nicht dar, als Zweitgerät ist sie aber toll.

Coverlock geht ähnlich. Damit lässt sich am Stoffrand, aber auch in der Stoffmitte nähen, Stoff abschneiden kann sie dafür aber nicht.

Will man seine Kinder ans Nähen heranführen, so gibt es auch kleinere, handliche Maschinen. Besonders daran ist, dass die Geschwindigkeit bei Kindernähmaschinen gedrosselt ist, somit arbeiten sie langsamer, sind außerdem leichter und es gibt Funktionen wie Fingerschutz, so wird das Verletzungsrisiko gemindert.

Außerdem gibt es natürlich auch Geräte für den professionellen Einsatz. Etwa in der Textilindustrie werden Industrienähmaschinen eingesetzt, etwa zur Lederverarbeitung und Schuhanfertigung. Diese Geräte sind robuster als die Heimnähmaschinen, der Motor ist stärker und sie können etwa auch schneller abbremsen und beschleunigen. Dank aufwendiger Technik kosten sie natürlich mehr. Mehrere tausend Euro sind da keine Seltenheit.

Tipps für den Nähmaschinenkauf

Wofür soll die Nähmaschine verwendet werden? Wie viel darf sie kosten? Diese Fragen sollte man möglichst vor der Anschaffung klären.

Das eigene Können ist auch wichtig, denn Anfänger haben anderen Ansprüche und Erwartungen als Fortgeschrittene. Unerfahrene Näher sollten eher zu einer leicht bedienbaren Nähmaschine greifen, sonst verlieren sie nur den Spaß und sind überfordert. Wer Viel- oder Hobbynäher ist, kann sicherlich auch Geräte leicht bedienen, die technisch anspruchsvoller sind.

Hat man vor, in ein paar Jahren mehr zu nähen, ist eine technisch hochwertigere Maschine mit Extras vielleicht sinnvoll. Eine günstige Maschine dagegen reicht aus, wenn man nur gelegentlich und auf einfachem Level näht.

Jede Nähmaschine sollte einige Funktionen aber mitbringen, andere Features dagegen sind optional. Tipps gibt es etwa bei Smilla.

Kennenlernen der Maschine

Bevor es ans Nähen geht, sollte man die Nähmaschine erstmal kennen lernen. Vor allem anfangs muss nicht immer alles rund laufen, der Faden kann reißen, der Stoff Wellen werfen oder vom Gerät »gefressen« werden etc. Treten Fehler auf, sollte man in die Bedienungsanleitung sehen, das empfiehlt sich ohnehin vor der ersten Benutzung und griffbereit sollte sie auch immer sein.

Bedienungs-DVDs sind zudem eine ziemliche Hilfe, ebenso Videos auf der Hersteller-Homepage.  Nicht von jedem Hersteller wird das aber angeboten. Teilweise kann man sich auch mit Tutorials aus dem Internet behelfen. Eine Visualisierung hilft vor allem bei Computer-Nähmaschinen ziemlich.

Nähmaschine Test: Stoffe 1

Nur eine gute Nähmaschine reicht aber auch nicht aus, alles am Arbeitsprozess beteiligte sollte harmonieren, also Maschine, Kurzwaren und Stoff aufeinander abstimmen. Sparen sollte man da nicht am falschen Ende, die Nadeln müssen zum Stoff passen und ihre Größe muss stimmen. Ist man da unsicher, kann man sich dazu beim Stoffkauf im Geschäft beraten lassen. Garn von guter Qualität sollte verwendet werden, es sollte dabei weder zu dick noch zu dünn sein.

Hat die Maschine keine automatische Einfädelhilfe und das Einfädeln ist mal wieder schwer, kann es helfen, den Faden schräg anzuschneiden. Wenn auch das nichts bringt, kann etwas Haarspray am Garnende helfen, so passt der Faden besser durchs Nadelöhr.

So haben wir getestet

Wir haben gründlich recherchiert und sowohl computergesteuerte als auch mechanische Nähmaschinen ausgewählt. All unsere Maschinen waren Freiarmgeräte, mit denen man auch schlauchartige Kleidungsstücke, also etwa Ärmel nähen kann. Preislich lagen die Geräte zwischen etwa 50 und 1000 Euro, wir haben auf eine breite Preisspanne geachtet. Natürlich gäbe es auch teurere Geräte, aber unsere getesteten bieten alles, was unerfahrene und erfahrene Nutzer benötigen.

Nähmaschine Test: Naehmaschinen Mechanisch
Unsere mechanischen Test-Modelle.

Das Ergebnis ist entscheidend, die Nähte müssen sitzen, das Stichbild muss präzise sein und Verzierungen sollten schön aussehen. Alles andere ist aber auch entscheidend, denn Nähen soll vor allem Spaß machen, egal ob Arbeit oder Hobby. Gefällt einem das Gerät nicht, wird man damit sicher ungern arbeiten.

Eine Nähmaschine ist teils Geschmackssache, ob rund oder kompakt und welches Material hängen auch von den Vorlieben des Nutzers ab.

All unsere Testgeräte hatten ein Gehäuse aus Plastik, mittlerweile Standard, doch dort gibt es auch Unterschiede. Daher haben wir auch die Verarbeitungsqualität beurteilt.

Nähmaschine Test: Naehmaschinen Computer
Die computergestützten Nähmaschinen aus unserem Test.

Zudem haben wir uns angesehen, wie einfach die Maschine in Betrieb genommen werden kann. Sind ihre Bedienknöpfe ausreichend groß? Wie arbeitet das Gerät bei dicken Stoffen? Näht es sauber? Ist die Nähmaschine standfest oder wandert sie beim Nähen eher? All das haben wir uns beim Testen gefragt und dabei auch den Preis berücksichtigt.

Wir wollten uns auch einen Eindruck von Nähqualität und-verhalten machen, daher haben wir mit vier unterschiedlichen Stoffen genäht. Beim Walkstoff aus Schurwolle wurden 90er-Nadeln benutzt, beim Jeansstoff aus Baumwolle 90er-Jeansnadeln, für den Baumwoll-Sweatstoff, der acht Prozent Elastan hatte, nutzten wir 80er-Jerseynadeln und für dünnen Seidensatin 60er-Universalnadeln.

Bei jedem Stoff haben wir Zierstiche und andere wie etwa Overlock und Zickzack ausprobiert und dabei gesehen, wie präzise das langsame und schnelle Nähen mit den Maschinen geht und wie laut sie sind. Auch mehrere Lagen Jeans mussten genäht werden, hier sollten sie ihre Power zeigen. Knopflöcher haben wir mit den Testgeräten ebenfalls genäht.

 Nähmaschine Test: Nähmaschinen Gruppenfoto
Update 4/2020.

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