Kleine Wischhelfer Test: Wischroboter

Wischroboter im Test : Kleine Wischhelfer

Update 09.06.2021

Für den Wohnungsputz gibt es Saugroboter, doch Staubsaugen alleine reicht nicht, bei glatten Böden sollte auch gelegentlich gewischt werden. Wir haben daher 23 Wischroboter getestet.

Update 9. Juni 2021

Wir haben drei weitere Wischroboter getestet: Der Proscenic 850T und der Zaco A10 sind neue Empfehlungen.

7. Januar 2021

Wir haben fünf weitere Wischroboter getestet. Für den Ecovacs Deebot Ozmo T8 AIVI und den Yeedi 2 Hybrid können wir eine Empfehlung aussprechen.

7. Oktober 2020

Wir haben acht weitere Wischroboter getestet. Empfehlen können wir den iRobot Braava Jet M6 und den Prosenic M6 Pro.

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Sebastian Jentsch
ist Technik-Journalist, passionierter Heimwerker und Hobbykoch. Er schreibt unter anderem für Notebookjournal und Notebookcheck über mobile Technik und testet regelmäßig Küchen-, Haushalts- und Gartengeräte.

Neben Saugrobotern gibt es immer mehr Roboter, die auch wischen können oder sich auf das Feuchtwischen komplett spezialisiert haben.

Unsere Testgeräte lagen dabei zwischen 250 und 450 Euro, günstig ist das nicht unbedingt. Alle waren im Test mehr oder weniger gut, einzig unsere erste Empfehlung konnte vollkommen überzeugen.

Was man vor dem Kauf wissen sollte und welche ungeahnten Probleme einen mit dem Wischroboter erwarten können, erfahren Sie im ausführlichen Test.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Mit viel ZubehörGute HinderniserkennungGründlichPerfektes MappingFlach
Test: Irobot Braava Jet M6Test: Ecovacs Deebot Ozmo T8Test: Zaco A10Test: Yeedi 2 HybridTest: Proscenic 850t
Modell iRobot Braava Jet M6 Ecovacs Deebot Ozmo T8 Zaco A10 Yeedi 2 Hybrid Proscenic 850T
Pro
  • Sehr geringe Lautstärke
  • Sehr gründlich
  • Fortsetzungsmodus
  • Unterstützt Alexa und Google Assistant
  • Sehr gute Planung
  • Sehr gründlich, selbst bei Flecken
  • Objekterkennung
  • Fortsetzungsmodus
  • Anpassbarer Wasserdurchfluss & Saugstärke
  • Mehrgeschosskarten und No-Go-Areale
  • Fährt bei Dunkelheit
  • Saugen und Wischen gleichzeitig
  • Oszillierende Wisch­platte
  • Gute Handhabung des Schmutztanks
  • Mehrgeschosskarten und No-Go-Areale
  • Alternative Haupt­bürsten
  • Gründlich und Ausdauernd
  • Mapping: Räume & No-Go-Areale
  • Sehr leise
  • Flaches Gerät ohne Turm
  • Anpassbarer Wasser­durch­fluss
  • 90 Prozent gründlich im Test
  • Saugen und Wischen gleichzeitig
  • Flaches Gerät ohne Turm
  • Leise
Contra
  • Lange Reinigungszeit beim Nass­wischen
  • Zubehör vglw. teuer
  • Reibedruck für trockene Flecken zu gering
  • Seltener Reifen­spuren
  • Dunkelheit verlängert Arbeitszeit deutlich
  • Wartung der Bürsten­walzen
  • Staubtank nicht auslaufsicher
  • Filtersäuberung mühsam
  • Video-Manager funktionierte im Test nicht
  • Zu leichte Basis
  • Keine Schrubb-Muster
  • Hantieren mit 2 Tanks
  • Hohes Gerät mit Turm
  • Filtersäuberung mühsam
  • Lange Reinigungs­zeit
  • Geringe Wischwirkung
  • Wartung der Bürsten­walzen
  • Beseitigt Flecken (Fett, Zucker) nicht
  • Keine Raumplanung/ No-Go-Zonen
  • Geringe Wisch­wirkung
  • Hantieren mit 2 Tanks
  • Tank ohne Rück­schlag­klappe
Bester Preis

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Mit viel Zubehör: iRobot Braava Jet M6

Mit viel Zubehör

iRobot Braava Jet M6

Test: Irobot Braava Jet M6
Der Braava reinigt gründlich, hat einen großen Wassertank und putzt dank Zeitsteuerung, Raumplanung und No-Go-Zonen weitgehend selbstständig.

Mit neun Zentimetern Höhe passt der iRobot Braava Jet M6 unter viele Betten, Schränke und Kommoden. Im schnellen Reinigungsmodus, der mit weniger Flüssigkeit sowie geringer Überlappung arbeitet, genügt der Wassertank für rund 60 Quadratmeter. Dagegen reicht es im Maximalmodus nur für 30 Quadratmeter. Dieser Modus ist übrigens nicht zu empfehlen für unversiegelte Holzfußböden. Erwähnenswert ist der Lernmodus: Hier legt der Wischroboter automatisch Karten seiner Umgebung an. Auch No-Go-Zonen können darin festgelegt werden.

Man kann für diesen Wischroboter auch eine feingliedrige Planung anlegen, wann und wie oft welcher Raum gesäubert werden soll. Im Fortsetzungsmodus kann der Braava Jet M6 zwischenzeitlich nachladen und danach weitermachen. Alle Vorgänge werden auf Deutsch kommentiert. Bis auf die Räder hat der iRobot keine weiteren beweglichen Teile und bleibt so nicht an Kabeln oder Schnürsenkeln hängen. Die Ladestation hat eine Grundplatte, sodass der Wischroboter nicht mit dem nassen Tuch direkt auf dem Holz steht. Der Braava arbeitet außerdem sehr leise.

Der iRobot Braava Jet M6 ist mit Kameras ausgestattet, anhand derer er sich orientiert. Bei Dunkelheit funktioniert das allerdings nicht mehr so gut: Für dieselbe Fläche braucht der Roboter dann 1,5 Stunden statt 30 Minuten. Bei Licht funktioniert die Navigation dagegen sehr gut. Der Wischroboter findet sich hervorragend im Zimmer zurecht und umfährt Hindernisse, anstatt sie anzustoßen. Wasser wird nur gesprüht, wenn die Fläche vor der Düse frei ist. Zum Sprühen setzt der Braava außerdem nochmal einen halben Meter zurück.

Für die Reinigung sind im Lieferumfang einige Dinge enthalten: Die eigene Hartboden-Reinigungslösung des Herstellers, die für Fliesen und andere unempfindliche und glatte Beläge gedacht ist. Laut Hersteller soll der Braava Jet M6 nur mit dieser Lösung oder Wasser betrieben werden. Auch destilliertes oder entkalktes Wasser sollte nicht verwendet werden. Dadurch könnten metallische Kontakte korrodieren oder Düsen verkalken. Außerdem werden ein wiederverwendbares und zwei Einweg-Feuchtwischtücher, sowie Tücher zur Trockenreinigung in der gleichen Menge mitgeliefert.

Der iRobot Braava Jet M6 ist robust verarbeitet: Der solide Wassertank tropft ein wenig, das Wasser wird aber in der Mulde des Tanks aufgefangen. Der Tank wird mit einem Klappgriff fixiert, sodass er nicht herausfallen kann. Er fasst 475 Milliliter und sollte auch beim Trockenwischen gefüllt sein, damit er ein höheres Gewicht auf das Tuch ausübt. Der umlaufende Bumper vorne am Wischroboters reagiert auf Hindernisse. Hier ist auch die Wasserspritzdüse integriert.

Oben findet man drei Bedientasten für Start/Stopp, Spotcleaning und die Rückkehr zur Ladestation. Der Wischroboter kann sowohl mit Einweg-, als auch mit Mehrweg-Wischlappen verwendet werden. Diese können in der Waschmaschine oder mit der Hand gereinigt werden. Über die Auswurftaste an der Front können Einwegtücher direkt im Müll entsorgt werden. Teppiche werden von dem Roboter automatisch erkannt und zuverlässig umfahren.

Verkrustete Essensreste oder schmierige Fettflecken kann der Braava mit seiner mechanischen Kraft nicht entfernen. Loser Schmutz sowie Staub wird beseitigt und alles strahlt nachher angenehm matt. Mit einem Trockenwischtuch nimmt der Wischroboter Staub und Haare auf. Allerdings sollte man vorher mit einem Staubsauger vorarbeiten. Mit einem Nasswischtuch und klarem Wasser entfernt der Roboter Staub von Vinylböden, Laminat, Fliesen oder Dielen. Einfache Flecken werden von dem Braava Jet M6 entfernt, größere Verschmutzungen sollten manuell entfernt werden.

Gute Hinderniserkennung: Ecovacs Deebot Ozmo T8 AIVI

Gute Hinderniserkennung

Ecovacs Deebot Ozmo T8

Test: Ecovacs Deebot Ozmo T8
Endlich keine Havarien mehr: Dank Hinderniserkennung geht der Ozmo T8 Schuhen, Kabeln und Co. aus dem Weg.

Der Deebot Ozmo T8 AIVI vereint Home-Monitoring, Wischroboter und Staubsauger in einem Gerät. Das soll auch den etwas höheren Preis rechtfertigen. Dank eines oszillierenden Mopps gibt es eine bessere Wischleistung als bei Geräten, die nur mit einem feuchten Tuch arbeiten. Über die Frontkamera werden Objekte wie Socken oder Schnürsenkel erkannt und umfahren. Zudem werden auch Bodenbeläge erkannt: So wird bei Textil oder Teppich die höchste Saugstufe abgerufen und Fliesen intensiver bearbeitet als Holzdielen. Im Wischmodus wird der Teppich nicht überfahren.

Nasswischen und Trockensaugen funktionieren separat: Die Ansaugeinheit und der Staubtank sind fest im Roboter integriert und arbeiten auch mit angestecktem Wischtank. Somit kann man immer Saugen oder Saugwischen, aber niemals nur Nasswischen. Im Lieferumfang befinden sich zwei Wischtanks: Ein 200-Milliliter-fassender Tank mit einer oszillierenden Platte und ein 250-Milliliter-großer mit Trägerplatte und einfacher Pumpe. Für eine oberflächliche, schnelle Reinigung eignet sich der 250-Milliliter-Tank – die Wischleistung ist hier nicht sonderlich hoch.

Anders sieht es bei dem oszillierendem Wassertank aus: Dieser ruckelt und entfernt zusammen mit zwei verschiedenen Wischmustern (gründliche versus schnelle Reinigung) sowie vier Wasserdurchflussstufen sogar fettigen, hartnäckigen Schmutz. Klebrige Flecken kann der Deebot Ozmo T8 allerdings nicht entfernen.

Über das Mapping in der App weist der Wischroboter auf Hindernisse hin, zeigt sie grafisch an und bietet nach dem Beseitigen der Hindernisse einen Nachreinigung an. Zusätzlich bietet das Mapping Mehrgeschoss-Karten und No-Go-Zonen. Der Roboter ordnet mithilfe der Raumstruktur die jeweilige Karte zu und arbeitet mit Räumen und No-Go-Bereichen.

Theoretisch kann die Kamera auch als bewegliche Wohnzimmerkamera genutzt werden, im Test ließ sich der Video-Manager in der App allerdings nicht öffnen. Andere Reviews berichten, dass der Roboter gesteuert über Pfeiltasten durch die Räume fahren kann, Video wird auf Knopfdruck aufgezeichnet. Ob es auch die Möglichkeit für geplante Überwachungsfahrten gibt, ließ sich nicht herausfinden. Außerhalb des Video-Managers gibt es hierfür keine entsprechende Optionen.

Der Deebot Ozmo T8 reinigte im Test 20 von 26 schmutzigen Stellen vollständig und ist somit ausreichend gründlich. Bei den verbliebenen sechs Schmutzstellen blieb entweder etwas liegen oder wurde über die Seitenbürsten verteilt. Das Gerät fährt Positionen nicht mehrmals an, dadurch war im Test das Erdgeschoss im Wischsaugen bereits nach 31 Minuten fertig gereinigt. Das Modell verfügt aber auch über einen Fortsetzungsmodus, in die Reinigung dem nach dem Aufladen einfach an der Abbruchposition fortgesetzt wird.

Die Lautstärke variiert je nachdem welche der vier Saugstärken eingestellt ist. Im Normalmodus war die Lautstärke moderat, nur durch den Teppich-Turbo steigt sie deutlich an. Der Staubtank lässt sich auf Knopfdruck entleeren, sodass man sich die Finger nur beim Ausschütteln des Filters schmutzig macht. Optional kann man in das Bundle investieren, in dem Wischroboter und Selbstentleerungsstation zusammen angeboten werden.

Nachteilig ist, dass die Bürsten-Lamellen-Walze kleine Schnüre und Haare aufwickelt. Diese müssen mit einem Cutter-Tool entfernt werden. Zudem ist der Staubtank nicht auslaufsicher, das Modell verfügt zudem nicht über einen Griff, der anzeigt, wie der Roboter gehoben werden sollte. Dadurch rieselt bei falscher Handhabung der Sand aus der Saugöffnung. Dies könnte durch eine kleine Rückschlagklappe verhindert werden.

Der Deebot Ozmo T8 von Ecovacs hat alltagstaugliche Oberflächen, die Räder, Tanks und Chassis scheinen solide. Das Gewicht der Basis schwer genug, dass sie rutschfest steht, das dicke Netzkabel lässt sich durch Aufwicklung kürzen.

Gründlich: Zaco A10

Gründlich

Zaco A10

Test: Zaco A10
Leises und effizientes Wischen – beim Zaco sind außerdem viele Mehrweg-Wischtücher anbei, außerdem gibt es Mapping-Optionen bis ins Detail.

Mit dem Zaco A10 erhält man eine interessante Wisch-Saug-Kombination, die in beiden Einsatzbereichen gute Ergebnisse und viel Komfort liefert.

Gewischt wird hier effizient mittels Mehrweg-Wischlappen, die an eine oszillierende Wischplatte montiert werden. Die Vibration sorgt für eine bessere mechanische Wirkung als bei Wischplatten, die lediglich unter dem Roboter über den Boden schleifen. Im Lieferumfang finden sich ganze fünf Mehrweg-Wischtücher, so viele wie bei kaum einem anderen Hersteller.

 Wischroboter Test: Saugroboter Update042021 Zaco A10
Die vibrierende Wischplatte erhöht die mechanische Wirkung auf den Boden.

Spezielle Schrubb-Muster hätten die Reinigungswirkung zusätzlich erhöht. Wischen und Saugen kann separat mit eingesetztem Staubtank oder gleichzeitig mit dem Wischtank inklusive kleinem Staubreservoir erfolgen.

Den Wischtank erkennt der A10 automatisch, sodass man die App oft gar nicht bemühen muss: Einfach den Tank anstecken, schon fängt der Roboter an leise zu wischen. Er ist zwar nicht komplett lautlos, aber schon bei minimaler Saugkraft verschlingt er Staub und Flusen.

Das Erdgeschoss wurde im Test innerhalb von 68 Minuten gewischt, das Saugen dauerte geringfügig länger. Der A10 verfügt über einen Fortsetzungsmodus, sodass er bei großen Flächen für eine Zwischenladung unterbricht. Die Basis ist leider so leicht, dass sie vom Roboter gerne mal beim Start verschoben wird, auch dann, wenn die Feuchtschutzplatte dransteckt.

 Wischroboter Test: Saugroboter Update042021 Zaco A10
Der Kammerfilter verschmutzt nicht so schnell.

Im Mapping kann sich die Software bis zu drei Etagen merken, zudem können Räume und No-Go-Bereiche eingetragen werden. Auch detaillierte Planungen sind möglich: So kann man einstellen, dass der Flur jeden Tag um 9 Uhr, das Arbeitszimmer hingegen nur mittwochs und samstags gereinigt werden soll.

Das Saugergebnis des Zaco ist solide, aber nicht perfekt: Um auch tiefe Fugen sauber zu bekommen, muss die maximale Saugstärke eingestellt werden, was auch mit einer entsprechenden Lautstärke einhergeht. Die Seitenbürsten verteilen den Schmutz auch eher, als dass er aufgesaugt wird.

Die Entleerung und Wartung des 450 Milliliter fassenden Staubtanks ist hingegen gelungen: Der Kammerfilter benötigt keinen Vorfilter und verschmutzt zudem langsamer als normale Z-Filter. Das bedeutet einen geringeren Wartungsaufwand. Laut Hersteller ist der Filter besonders für Allergiker geeignet, da hier angeblich mehr Staub zurückgehalten wird.

Wasserdurchfluss und Saugkraft lassen sich über die Fernbedienung oder per App regulieren. Außerdem kann die Geschwindigkeit der Seitenbürsten feinjustiert werden. Der A10 verfügt über zwei Bürsten: Für Hartböden und (Tier-)Haare ist die Gummi-Lamellenbürste geeignet, bei Textilbelägen nutzt man die Hybrid-Borstenbürste.

Kritisch könnte die Bauhöhe des Zaco A10 sein: Mit Laser-Turm beträgt diese 9,2 Zentimeter. Damit sollte der Wischroboter aber noch unter die meisten Schränke passen. Der Laser macht zudem Nachtfahrten möglich, kameragesteuerte Roboter können das nicht.

Perfektes Mapping: Yeedi 2 Hybrid

Perfektes Mapping

Yeedi 2 Hybrid

Test: Yeedi 2 Hybrid
Der Yeedi reinigt gründlich und findet sich schon nach kurzer Zeit bestens in der Wohnung zurecht.

Der Kombi-Wischsauger Yeedi 2 Hybrid bietet beim Trockensaugen hervorragende Ergebnisse, beim Nasswischen sind sie brauchbar. Für ein besseres Ergebnis fehlen hier die Musterbewegungen bzw. der mechanische Druck. Für einen oberflächlichen Glanz genügt die Leistung allerdings.

Dafür kann das Modell mit seiner Gründlichkeit überzeugen: Im Test fuhr es alle 26 Schmutzstellen an, viele Bereiche sogar mehrfach, sodass nichts liegenbleibt. Für das Erdgeschoss im Test benötigte der Roboter zum Wischsaugen insgesamt 105 Minuten. Danach war der Boden auch vollständig schmutzfrei.

Die Lautstärke unterscheidet sich je nach gewählter Stufe: Die Saugkraft kann dreistufig, die Wischnässe vierstufig eingestellt werden. Die normale Saugkraft ist recht angenehm, in der leiseren Stufe kann man auch nebenher ein Buch lesen. Bei tiefen Fugen oder textilen Belägen ist die Saugkraft dann aber nicht mehr so gut.

Eine Fernbedienung gibt es bei diesem Modell nicht, alle Einstellungen werden in der App vorgenommen. Die Einrichtung geht schnell, außerdem kann man mit der App genau planen: Nach den ersten Fahrten wird ein detaillierter Grundriss erstellt. Dann schlägt die App Räume vor, die getrennt gereinigt werden können – so kann beispielsweise der Flur mehrmals täglich, das Wohnzimmer dafür nicht gesaugt werden. Zudem kann man No-Go-Bereiche festlegen.

Wischen und Staubsaugen funktioniert separat: Der Staubtank ist fix im Gerät integriert, zum Wischen wird der Wassertank mit Trägerplatte auf der Rückseite aufgesteckt. Wenn der Roboter wischen soll, klickt man den befüllten Wassertank ein. Nach dem Betrieb muss die Wischplatte entfernt werden, da sonst beispielsweise die Holzdielen geschädigt werden könnten. Daher ist die Ladebasis auch besser auf Fliesen aufgehoben. Zudem wird vom Hersteller empfohlen, den Wassertank nach der Nutzung zu entleeren.

Der Staubtank ist nahezu auslaufsicher, somit kann der Roboter angehoben und in allen Positionen gehalten werden. Größtenteils verhindert eine kleine Rückschlagklappe, dass Sand herausrieselt. Um die Bürsten-Lamellen-Walze wickeln sich zügig kleine Schnüre und Haare auf, die mit einem Cutter-Tool entfernt werden müssen. Dafür kann die Walze ganz leicht entnommen werden.

Tanks, Räder, Chassis und Bumper machen einen soliden und alltagstauglichen Eindruck. Die Basis ist zwar zu leicht, steht aber dank sehr guter Gummierung sicher auf glatten Unterböden. Das Kabel kann durch Aufwickelung aufgeräumt werden. Die mattweiße Oberfläche des Yeedi 2 Hybrid gefällt weniger: Diese ist schnell verschmutzt und sie vergilbt je nach Sonneneinstrahlung.

Flach: Proscenic 850T

Flach

Proscenic 850T

Test: Proscenic 850t
Der 850T arbeitet sehr gründlich, kann Saugen und Wischen gleichzeitig und ist dabei erfreulich leise.

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Mit seinen 7,3 Zentimetern Bauhöhe passt der Proscenic 850T unter viele Schränke. Dank des Kombi-Tanks kann gleichzeitig gesaugt und gewischt werden und wenn nicht gerade die volle Saugkraft notwendig ist, ist das Modell auch leise.

Leider hat der 850T kein gutes Mapping zu bieten: Die vom Roboter gezeichnete Karte dient lediglich als Beleg für die Reinigungsfahrt und hilft, den Roboter wieder aufzufinden, sollte er einmal verschollen sein. No-Go-Bereiche und Raumplanung steht nicht zur Verfügung. Das einzige Hilfsmittel für die Einschränkung des Bewegungsradius ist der beigelegte Magnetstreifen mit dem bestimmte Bereich abgesperrt werden können.

Die Arbeitsfläche wird vom Proscenic zweimal befahren, sodass er im Test für 55 Quadratmeter eine Stunde benötigte. Da die Seitenbürsten sich nicht auf Höchstgeschwindigkeit drehen, verteilen sie den Schmutz nicht. Beim Transport des Wischroboters muss man allerdings aufpassen: Bei einer falschen Haltung des Roboters kann Schmutz und Sand aufgrund der fehlenden Rückschlagklappe in beiden Tanks herausrieseln.

 Wischroboter Test: Wischroboter Update032021 Proscenic M8prot
Ein Tank zum Saugen und einer zum Saugwischen.

Da der Roboter den nassen Wischmopp nur unter sich her schiebt, ist die Nasswisch-Wirkung begrenzt. Er entfernt den gröbsten Staub, bei angetrockneten Flecken stößt der 850T aber an seine Grenzen. Die Fläche sollte vor dem Wischvorgang einmal trocken gesaugt werden, damit beim Wischen nicht allzu viel Sand im Tuch landet und anschließend über die Fläche gezogen wird. Über Läufer und Teppiche zieht der Proscenic den Wischmopp einfach hinweg, wenn diese Beläge nicht grundsätzlich zu hoch sind.

Beim Wischen sollte die Ladebasis auf Fliesen abgestellt werden, da der Wischtank auch beim abgestellten Gerät nässt. Die kleine Ladebasis ist leicht und verfügt über eine dünnes Netzteil-Kabel, sodass sie gerne mal vom Roboter verschoben wird. Im Lieferumfang findet sich für diesen Fall ein doppelseitiges Klebe-Pad, das zwar nicht elegant, aber zweckdienlich ist.

Mit seiner geringen Bauhöhe passt das Gerät unter die meisten Schränke und Betten, zudem gibt es hier keinen Laser-Turm, der mit Möbeln kollidieren könnte. Die Glasoberfläche könnte jedoch unter Umständen empfindlich sein und mit der Zeit zerkratzen. Bei einem anderen Roboter mit einer ähnlichen Hochglanz-Top-Oberfläche war diese nach einem Treppensturz ein zersplitterter Totalschaden. Die Fläche lässt sich abwischen, es gibt keine mechanischen Tasten. Über die Fernbedienung lassen sich der Auto-Betrieb sowie die Punkt- oder Randreinigung starten. Nässegrad und Saugstärke lassen sich hiermit aber nicht justieren.

Der Proscenic 850T ist eine Empfehlung für diejenigen, die einen günstigen Kombi-Saugwischer suchen. Er eignet sich für eine überschaubare Etage, die in einem Durchgang mehrmals gereinigt werden soll und das Hauptaugenmerk auf dem Trockensaugen liegt.

Was gibt es sonst noch?

Der Wischroboter MD 18379 von Medion hat eine Laufzeit von 87 Minuten, Schlieren gibt es keine und der Reinigungseffekt ist dank Frisch-/Schmutzwassertank auch groß. Seine Bedienung ist einfach: Man wählt aus zwischen Punktreinigung, dem Flächenmodus und der Automatik- oder Wandreinigung. Eine Fernbedienung ist auch dabei, bei der gibt es die Fahrtmodi und eine manuelle Steuerung mit Richtungstasten.

Egal ob Automatik- oder Flächenmodus – wie bei den Saugrobotern kommen hier Ecken und Ränder zu kurz. Nach der Flächenreinigung müssen mit dem passenden Modus die Wände abgefahren werden. In den Ecken kann dieses Gerät nicht reinigen, bei Hindernissen reinigt er mit 7 Zentimetern Abstand. Gut fanden wir seine Zuverlässigkeit, er ist immer an seinen Ausgangspunkt zurückgekehrt.

Mit dem MD 18379 bekommt man ein stabiles Gerät mit 3,6 Kilo. Die Tanks für Frisch- und Schmutzwasser sitzen nicht im Korpus, sie sind ein eigener Teil. Das Tankkabel wird vom Roboter abgeklappt. So kann man sich beim Entleeren, Reinigen und Befüllen um die Tankeinheit kümmern.

Mit dem Proscenic M6 PRO kann man sowohl saugen als auch wischen. Für das Trockensaugen steht ein 400 Milliliter großer Solo-Staubtank bereit, der Kombi-Tank für Wischen und Saugen fasst 300 Milliliter Staub und 200 Milliliter Wasser. Es können maximal fünf Karten für die gezielte und planmäßige Reinigung von Räumen, Wohnungen und Etagen angelegt werden. Der Proscenic erreicht in puncto Reinigungsleistung und Gründlichkeit ein passables Ergebnis. Für eine gründlichere Reinigung kann man die zweimalige Reinigung aktivieren. Die Wassermenge lässt sich per App in drei Stufen einstellen.

Die Basisstation hat zwei Ladekontakte, Kabelwickel sowie rutschhemmende Füße. Eine feuchtigkeitsresistente Grundplatte gibt es leider nicht, sodass der Roboter mit Kombi-Tank immer auf Fliesen abgestellt werden sollte. Die Laser-Navigation des Proscenic M6 PRO arbeitet exakt, sodass der Wischroboter nur sehr selten an Möbel oder andere Hindernisse stößt. Mit 9,4 Zentimeter Höhe passt das Gerät aber nicht unter alle Möbelstücke. Hindernisse, die sich nur wenige Millimeter über dem Laser-Turm befinden, werden nicht erkannt. Auch im leisen Modus ist der Roboter beim Saugwischen noch deutlich zu hören.

Der ZACO A9s bietet zwei Tanksysteme: Mit dem Saugtank kann man trocken aufsaugen, mit dem Kombi-Tank nass wischen und saugen. Der Saugtank kann 600 Milliliter an Staub und Schmutz aufnehmen, der Kombi-Tank hat durch die 300-Milliliter-Wasserfüllung dafür etwas weniger Volumen zur Verfügung. Mit 7,5 Zentimetern passt der Wischroboter unter fast jedes Bett und jeden Schrank. Der oszillierende Wischmopp bringt zwar etwas mehr mechanische Kraft auf die Fläche, eine gründliche Fleckenreinigung erreicht man aber nicht. Ein Mapping mit Raumplanung und No-Go-Zonen ist nicht möglich, die Wasserabgabe kann in drei Stufen verändert werden. Die Reinigungsleistung ist leider auch in der höchsten Saugstufe nicht sehr gründlich. Mit der mitgelieferten Gummi-Lamellenwalze kann das Gerät auch auf textilen Bodenbelägen verwendet werden.

Der Ecovacs Robotics Deebot Ozmo 610 ist eigentlich ein Saugroboter, kann mit seinem zusätzlichen Wassertank und der Pumpe aber auch wischen. Sogar Saugen und Wischen gleichzeitig. Möchte man nur Saugen, so lässt man das Gerät erst ohne Tank fahren, nur zum Saugen. In den Tank passen 300 Milliliter hinein, rückseitig schiebt man ihn in den Sauger. Jedoch ist der Staubbehälter mit 380 Millilitern eher klein und beim Saugen ist die Gründlichkeit auch nicht perfekt, wenn es um eine ganze Etage geht. Klebt der Schmutz, kapituliert das Gerät, schließlich zieht er auch nur einen Wischmopp hinter sich her.

Der Eufy RoboVac L70 Hybrid besitzt nur einen Kombi-Tank für Wasser und Schmutz: Der Schmutztank fasst 450 Milliliter, die Wassermenge beträgt 120 Milliliter. Zum Wischen muss also nur noch die Wischplatte mit Tuch unter das Gerät geklickt werden. Das Wasser wird eigenständig vom Roboter darauf gepumpt. Die Wassermenge kann nach Bedarf reguliert werden. Über das Mapping können No-Go-Zonen eingerichtet werden, oder das Erdgeschoss in zwei Zonen aufteilen und den Wischroboter zielgerichtet in den verschiedenen Zonen arbeiten lassen. Das Wisch-Ergebnis ist aber etwas schwach und mit der Bauhöhe von 10 Zentimetern kann das Gerät auch nicht unter allen Möbeln wischen.

Wissenswertes über Wischroboter

Unter Wischrobotern versteht man meist Saugroboter, die zusätzlich eine Wischfunktion haben. Es sind aber reine Wischroboter erhältlich. Bei Kombi-Geräten ist zusätzlich ein Wassertank und ein Wisch-Unterbau angebracht. Das ist im Grunde nur ein flaches Brett mit einem Putzlappen. Aus dem Wassertank strömt das Wasser selbstständig heraus, alternativ wird es mit einer Pumpe auf den Lappen tropfenweise aufgebracht.

Medion MD18379: durch diese Düsen gelangt das Frischwasser auf den Fußboden
Medion MD 18379: Über die Düsen gelangt das Frischwasser auf den Boden.

Eine weitere Möglichkeit ist das Auftragen von Wasser über Sprühdüsen. Die spritzen dann in regelmäßigen Abständen Wasser auf den Boden und der Lappen verteilt es oder es wird von der Putzrolle aufgenommen.

Meist kann man den Tank entnehmen und dann einfach am Waschbecken nachfüllen. Eher selten ist er fest ins Gerät integriert.

Medion MD18379: der Wischroboter besteht aus zwei Teilen, den Tanks und dem Roboter.
Medion MD 18379: zwei Teile – Tanks und Roboter.

Wie ist das Reinigungsergebnis?

Wischroboter sind für die Oberfläche zuständig. Feuchtes Wischen beseitigt den letzten Staub, sodass die Oberflächen sauber werden und glänzen.

Aber mehr sollte man von so einem Gerät nicht erwarten. Trockene oder fettige Flecken kann weder Wischroboter noch Kombi-Gerät.

Medion MD18379: hinter der Reinigungsrolle zieht eine Wischlippe das Wasser ab
Medion MD 18379: eine Wischlippe beseitigt das Wasser.

Soll heißen, für den tägliche Gebrauch sind die Geräte geeignet, für die richtige Grundreinigung ist der Wischmopp aber doch unverzichtbar.

Und Teppich?

Manche Wischroboter können über Teppich fahren, andere nicht. Das liegt an der Konstruktion. Beim Braava liegt das gesamte Gewicht auf dem Putzlappen, dadurch ist die Reinigungswirkung besser.

Kombi-Geräte können aber meist zumindest über flache Bodenbeläge fahren. Je nach Bodenbelag sollte man vor der Kaufentscheidung aber überprüfen, was das Gerät kann.

Wartung, Verbrauchsmaterial und Bodenschäden

Gereinigt wird mit Reinigungsrollen oder Nasswisch-Mikrofasertüchern. Die Rollen oder Tücher lassen sich in der Maschine oder per Hand waschen und man kann sie mehrere Wochen verwenden.

Für ein 3er-Set zahlt man zwischen 13 und 20 Euro. Werden sie stark gebraucht, kommt man auf mindestens 15 Stück pro Jahr.

Außerdem wollen noch HEPA-Filter, Seitenbürsten und Walzenbürste gewechselt werden.

Walzenbürste und Seitenbürsten wollen zudem regelmäßig von Haaren befreit werden. Auch den Wassertank sollte man etwa alle drei Monate mithilfe einer Reinigungsflüssigkeit oder mit Essig saubermachen.

In den Tank passen meist zwischen 120 und 850 Milliliter. Die Wohnung überschwemmen kann das Gerät damit nicht.

Wenn es blöd läuft und sich der Roboter verheddert, kann er dennoch liegenbleiben und mit ihm das nasse Tuch. Bei Echtholzparkett oder Holzdielen kann es dabei zu Flecken und bleibenden Schäden kommen. Das Gleiche kann passieren, wenn das Gerät nach der Arbeit einfach stehen bleibt oder mit dem feuchten Tuch in die Basisstation fährt.

Um das auszuschließen, sollte die Ladestation auf Fliesen stehen oder man nimmt eine wasserunempfindliche Unterlage. Für den Fall einer Störung sollte man auch in der Nähe sein.

Aufgrund dieses Nässeproblems gibt es auch Hersteller, die auf festlegbare Arbeitszeiten verzichten. Diese Roboter kann man so nur manuell starten.

 

Medion MD18379: fährt nicht in die Ladestation hinein, er muss manuell eingesetzt werden.
Den Medion MD 18379 muss man in die Ladestation einsetzen.

So haben wir getestet

Wir haben in mehreren Etappen Wischroboter getestet. Wichtig war dabei vor allem die Relation von Kosten und Nutzen. Ist man mit einem Wischmopp schneller und gründlicher?

Wir haben uns die Geräte genau angesehen und im eigenen Haushalt getestet. Einige Fragen waren dabei besonders wichtig.

Interessiert hat uns, wie aufwändig die Bedienung ist. Als Beispiel: mit einem Wischmopp ist das Erdgeschoss in 30 Minuten sauber, dazu gehört das Befüllen des Eimers, sowie das Wegräumen. Beim Roboter dauert das länger und so gründlich ist er auch nicht. Das Gerät erreicht nicht jede Ecke und damit alles gereinigt werden kann, müssten sämtliche Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. Beim Wischmopp muss man da nicht ganz so konsequent sein.

Für die Fahrt muss man den Roboter in Position bringen und danach wieder einsammeln, außer wenn er von der Ladestation losfährt.

Die Programme kann man entweder direkt am Gerät per Taste oder per App oder Fernbedienung wählen. Wir fanden Fernbedienung und Tasten für die Praxis besser, das Smartphone beim Putzen stört eher. Zumindest eine Punktreinigung und ein Flächenmodus sollte vorhanden sein, außerdem Eck- und Randfahrt.

Wichtige Punkte sind auch, wie oft man das Wasser nachfüllen muss, denn teils sind die Tanks winzig. Die Reinigung des Tanks braucht auch etwas Zeit, ebenso die der Wischtücher. Nutzt man nur Frischwasser, dann will der Wassertank alle paar Monate mit Essig oder Reinigungsmittel saubergemacht werden.

Sofern ein Schmutzwassertank vorhanden ist, sollte dieser auch nach zwei bis drei Wochen mit Reinigungsmittel gespült werden. Per Hand kann man meist die Wischtücher spülen und teils dürfen sie auch in die Waschmaschine.

Getestet wurde auf Parkett und Fliesen. Auf den Fliesen haben wir auch die punktuelle Reinigung ausprobiert und hierfür auf den Boden einmal Quark und einmal Schokolade verschmiert. Wir wollten sehen, ob fettige und eingetrocknete Reste beseitigt werden können.

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