Flexible Schlitten-Staubsauger Test: Staubsauger

Staubsauger im Test : Flexible Schlitten-Staubsauger

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Update 26.08.2020

Staub gesaugt werden muss oft, da darf ein mehr oder weniger kleiner Haushaltshelfer in Form eines Staubsaugers nicht fehlen. Die Standard-Variante sind dabei Boden- oder auch Schlitten-Staubsauger. Wir haben 26 Produkte getestet.

Update 26. August 2020

Wir hatten sieben weitere Staubsauger im Test. Neue Empfehlungen sind der AEG VX9-2-Öko, der Bissel SmartClean PET und der Rowenta R04825.

Riccardo Düring
Riccardo Düring
ist gelernter Handwerker und langjähriger Testredakteur. Er testet Produkte rund um Heimwerken, Haushalt und Technik.

Das Staubsaugen ist ohne Frage eine der häufigsten Aufgaben im Haushalt. Beim Staubsaugerkauf hat man die Qual der Wahl – soll es ein Stielstaubsauger sein oder lieber ein Bodenstaubsauger? Mit Akku oder Kabel?

Bodenstaubsauger sind aufgrund ihrer starken Saugleistung nach wie vor mehr als beliebt. Allerdings haben sie auch Nachteile, etwa ihre Größe oder ihr Gewicht.

Wir hatten 26 Geräte im Test und haben mit großer Sorgfalt gesaugt. Aktuell sind noch 18 der getesteten Modelle erhältlich.

Flüsterleise und saugstark: AEG VX9-2-Öko

Flüsterleise und saugstark

AEG VX9-2-ÖKO

Test: Aeg Vx9 2 Öko
Der AEG VX9-2-ÖKO ist nicht nur der leiseste und komfortabelste Sauger im Test, er bietet dabei auch die beste Saugleistung.

Auch wenn viele des Begriffs »Öko« müde sind, lohnt sich trotzdem ein genauer Blick auf den Staubsauger von AEG. Der AEG VX9-2-Öko trägt seinen Namen zu Recht, da das Gerät zu etwa 70 Prozent aus wiederaufbereitetem Kunstoff besteht. Es ist ohne PVC verarbeitet worden und kann zu über 90 Prozent recycelt werden. So kann man beim Kauf mit diesem Staubsauger etwas Gutes für die Natur tun. Die Staubbeutel-Halterung aus Kunststoff haben wir aber nicht nachvollziehen können.

Auf Laminat glänzt der AEG. Die exzellente Saugkraft ist so kraftvoll, dass die Stufe für Polstermöbel (Stufe zwei von fünf) mehr als ausreichend ist. Die eingesaugte Luft verursacht einen höheren Geräuschpegel als der Staubsaugermotor. Die Bodendüse liegt einwandfrei auf dem Fußboden auf und ermöglicht die akkurate Führung durch Drehung des Griffstückes. Viele Modelle schlittern eher über glatte Bodenoberflächen und sind dadurch praktisch kaum lenkbar.

Ein flexibler Saugschlauch verbessert die angenehm leichte Führung der Düse zusätzlich. Nach Einrasten des Schlauchs am Sauger ist dieser drehbar. Er bietet ebenfalls einen Anschluss am Griffstück, der schwenkbar ist. Im Test konnte das kein anderes Modell bieten.

Das Zubehör des AEG-Saugers konnte in unserem Test nicht gänzlich begeistern. So verfügt der AEG über eine extra Hartbodendüse, die wir aber eigentlich überflüssig finden. Die zusätzliche 3 in 1-Multifunktionsdüse überzeugte uns im Test leider nicht.

Das Verstaumöglichkeit im Gehäuse ist praktisch, dort wird auch die Verwendung 3 in 1-Düse gezeigt. Im Kerngehäuse ist auch ein Filterpaket untergebracht, welches für saubere Luft sorgt. Hier war der Hersteller nicht geizig, die Saugleistung ist trotz Filter hervorragend. Die Fugendüse kann man aufklappen und umdrehen. So kann man sie als Polsterdüse verwenden. Die Idee gefällt uns sehr gut, allerdings hat sie in zusammengeklappter Form einen sehr geringen Luftdurchlass. So meldete der Sauger ständig den Wechsel des vollen Staubbeutels. Die kleine Fugendüse ist so auch fast zu kurz für kleinen Zwischenräume.

Auf Teppichboden lässt sich der Sauger nur noch unter großer Anstrengung bewegen. Rückwärts saugend wurde der komplette Test-Teppich angehoben, da wird die Leistung des VX9-2-Öko beim Saugen zum Verhängnis.

Wird Saugkraft von »Teppich« auf »Polstermöbel« gestellt und dazu noch die Öffnung für den Lufteinlass am Griff geöffnet, funktioniert es dann aber doch gut. Denn selbst in gedrosseltem Modus hält der Sauger mit seinen Konkurrenten mit. Diese Einstellung haben wir während des Tests für das Saugen von Teppichen und Ecken beibehalten. Die Saugleistung in den Ecken begeisterte uns zwar nicht vollends, war aber dennoch die beste im Test.

Die Kombination von Saugleistung und Lautstärke begeisterte uns am AEG VX9-2-Öko. Wer ein Haustier besitzt und täglich die Wohnung saugen muss, wird sich über die angenehm leise Arbeitsweise freuen.

Groß und stark: Bissel SmartClean PET

Groß und stark

Bissel SmartClean PET

Test: Bissel Smartclean Pet
Schweres Gerät für schwere Arbeit. Der Bissel SmartClean PET ist nicht gerade leicht, dafür saugt er extrem stark und passt die Saugleistung sogar selbstständig an.

Der Sauger SmartClean PET von Bissel ist stark, groß und bringt so einiges an technischem Beiwerk mit. Dass die Bodendüse so schwer ist, hat uns beim Auspacken einen kleinen Schreck eingejagt. Laut Waage wiegt sie knapp zwei Kilogramm. Unter den Saugern im Test ist sie damit der Spitzenreiter. Und wirklich klein kann man sie ebenfalls nicht nennen. Die angetriebene Bürste und die integrierte LED-Beleuchtung brauchen einfach Platz. Bei Kabelsaugern ist das nicht üblich.

Unser Test-Teppich wurde augenfällig durchgebürstet und sah frischer aus. Schmutz, der tief im Gewebe sitzt, wird so gelöst und leicht eingesaugt. Das Abnehmen der Bürste zur Reinigung ist etwas umständlich, das ist aber nicht so schlimm. Denn laut Hersteller-Versprechen können sich keine Haare in der Bürste aufwickeln.

Ein Schlauchanschluss, der schwenkbar ist, erleichtert die Arbeit. Die Bodendüse ist abschaltbar, das ist einmalig unter den getesteten Modellen.  Schade, dass sich die parallel laufende Beleuchtung dann ebenfalls abschaltet. Durch eine kleine Bodenöffnung am Gerät kann man den Saugkanal bei Bedarf gut reinigen.

Der Bissel ist von der Lautstärke nicht gerade leise, vom Ton aber recht wohlklingend. Es gibt deutlich leisere Sauger, die im Test aber als unangenehmer von uns empfunden wurden. Nervtötend wurde es aber auch bei längerem Saugen nicht.

Im Test fiel uns sofort der Auto-Schalter auf. Bissel hat dafür die Bezeichnungen »SmartClean Technologie« sowie »automatische Bodenerkennung«. Entsteht ein geringerer Unterdruck, weil zum Beispiel ein Hartboden gereinigt wird, schaltet das Gerät eine Stufe herunter. Geht es wieder über ein Stück Auslegware, steigt der Druck und es wird eine Stufe hochgeschaltet. Ob der Boden wirklich erkannt wird, sei jetzt mal dahingestellt, praktisch ist die Funktion auf jeden Fall. Auf Hartböden genügt weniger Saugleistung. Lärmbelästigung und Stromverbrauch sinken dadurch auf jeden Fall. Selbständiges Eingreifen ist durch die automatische Funktion nicht nötig.

Selbst auf dem Teppichboden wird die stärkste Saugstufe nicht benötigt. In Verbindung mit der Bürste erzielt der SmartClean PET ein exzellentes Ergebnis. In Ecken das Beste im Test. Beim ersten Saugzug wird noch ein wenig Grieß vor der Düse hergeschoben, beim nächsten Saugzug ist dann alles weg. Auch seitlich liegender Schmutz an der Bodendüse wird dabei aufgenommen..

Die Funktion der verwicklungsfreien Bodendüse konnte im Test ebenfalls bestätigt werden. Bei mehreren Saugdurchgängen im kompletten Haus mit drei langhaarigen Damen hatte sich kein einziges Haar um die Rolle der Bodenbürste gewickelt. Da ein Akku-Sauger vom Hersteller mit selbiger Bürste seit mehreren Monaten im Langzeittest in Gebrauch ist, kann diese tolle Funktion bestätigt werden.

Langlebig und zuverlässig: Vorwerk Kobold VT300

Langlebig und zuverlässig

Vorwerk Kobold VT300

Der Vorwerk verfügt über eine rotierende Bürste, ist hervorragend verarbeitet, hat jedoch auch seinen Preis.

Der Kobold VT300 von Vorwerk ist vor allem für Teppichboden toll, dafür aber auch teuer. Wer die Marke kennt, wird die Qualität und Langlebigkeit aber zu schätzen wissen.

Auch die Arbeitsleistung ist nach Jahren noch nahezu gleich wie am Anfang. Nicht nur die Saugkraft trägt dazu bei, sondern auch der Bürstenkopf. Hier gibt es eine Bürste, die rotiert, so saugt es sich auf beinahe allen Böden gut und viel besser als mit bürstenlosen Saugern. Der Kopf hat eine Bauhöhe von acht Zentimetern, das ist recht schlank und passt unter den Großteil der Möbel.

Wer einen Staubsauger für viele Jahre sucht, ist beim Vorwerk goldrichtig.

Für unterschiedliche Böden: Sebo Felix 4 Kombi

Für unterschiedliche Böden

Sebo Felix 4 Kombi

Test: Sebo Felix 4 Kombi
Ein sehr guter Allrounder, der für einen sehr guten Preis überall zufriedenstellende Ergebnisse liefert.

Keine Preise gefunden.

Der Sebo Felix 4 ist dank der Kombi-Düse für Teppiche und harte Böden geeignet. Die Düse des Saugers läuft auf großen, robusten Rollen. Damit lässt er sich leichtfüßig über jeden Boden bewegen. Der Kopf liegt wegen der sehr großen Rollen ziemlich hoch, ganze acht Zentimeter. Dadurch kann man ihn nicht unter jedes Möbelstück schieben. Ein Teil der Saugleistung verpufft, weil die Bürste des Felix 4 nicht wirklich gut mit dem Boden abschließt. Das kostet Saugleistung. Dieses Manko gleicht das Gerät aber mit seiner außerordentlichen Saugkraft wieder aus. Diese Bodenfreiheit wird auch genutzt, um Schmutz gut aus Kanten zwischen Wand und Boden aufzusaugen.

Der integrierte Schlauch erweist sich beim Saugen der Zimmerecken oder gepolsterten Möbel als origineller Problemlöser. Nach Bestückung mit dem richtigen Aufsatz wird er einfach aus der Befestigung genommen, und schon kann man diese Problemzonen ebenfalls vom Staub säubern. Ein Vorteil, den sonst nur Bodensauger haben.

Der Sauger kann leider nicht von allein frei stehen. Man muss immer mit einer Hand das Gerät halten, da der Kopf nicht in einer senkrechten Stellung einrastet.

Auf gemischten Böden lässt sich dank Kombi-Kopf bequem saugen. Die großen Rollen bringen ausreichenden Abstandshöhe zum Teppich, so dass der Felix sich nicht festsaugt. Die Saugstärke kann bequem oben am Griffstück stufenlos eingestellt werden.

Der Beutelwechsel geht umkompliziert. Aufgrund seines großen Volumens ist das beim Sebo aber nicht oft nötig. Die Verriegelung wird gelöst, der Deckel angehoben, alter Beutel raus, der neue Beutel eingepasst, zugedrückt, einrasten und weiter saugen.

Noch ein Vorteil ist, dass die Achsen einzeln ausgewechselt werden können. Sollten die Kunststoffachsen doch einmal brechen, kommt man bei einer Reparatur günstig weg. Mit dem aufwändigen Filtersystem ist der Sauger für Allergiker geeignet.

Das Gewicht des Sebo ist mit 5 Kilo kein Pappenstiel. Das spielt allerdings nur beim Transport eine Rolle. Beim Saugen saugt er sich nicht am Teppich fest und läuft leicht auf seinen Rollen. Das macht das Arbeiten mit dem Felix 4 deutlich leichter.

Günstig und leise: Rowenta RO4825

Günstig und leise

Rowenta RO4825

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Der Rowenta RO4825 zeichnet sich durch eine kompakte Bauform bei angenehmer Lautstärke und guter Saugleistung aus.

Keine Preise gefunden.

Preiswert und trotzdem nicht billig ist der Rowenta RO4825. Es sollte aber klar sein, dass ein Sauger, der etwa nur die Hälfte unseres Testsiegers kostet, nicht den gleichen Bedienkomfort oder Funktionsumfang bieten kann. Man muss aber weder auf Leistung beim Saugen noch auf eine leise und angenehme Lautstärke beim Arbeiten verzichten. Im getesteten Bereich Lautstärke schafft der Rowenta gar Platz zwei.

Wie das funktioniert, bleibt wohl das Betriebsgeheimnis von Rowenta. Da das Gerät leicht und kompakt ist, kann es nicht an einem sehr gut gedämmten Gehäuse liegen.

Verzichtet wurde auf ein Rastsystem in der Mitte von Saugrohr und Schlauch. Hier wird die Klemmvariante benutzt, die gut funktioniert, dafür aber nicht so bequem ist. Am Griffstück sitzt die Rundbürste in ausgezogenem Zustand jedenfalls sehr gut.

Nicht so gut sind Lenkrolle und Räder konstruiert. Diese haben viel Spielraum, wodurch die Lenkrolle nicht jedes Mal auf Lenkbewegungen reagiert und manches Mal auch seitlich rutscht.

Sehr gut gefallen hat uns das Staubaufnahme-Konzept. Unter den Zyklonsaugern besitzt der Rowenta mit 2,5 Litern den mit Abstand größten Staubbehälter. Dieser ist technisch interessant umgesetzt. Wo die Konkurrenz auf komplizierte Verwirbelungstechnik setzt, glänzt der Sauger mit erstaunlicher Einfachheit. Reinigung und Entleeren werden dadurch erleichtert. Trotzdem funktioniert die Trennung des Staubs genauso gut.

Der Rowenta muss sich bei der Saugleistung ebenfalls nicht verstecken. In den Ecken liefert er sogar eines der besten Ergebnisse. Auf Teppich und Laminat ist er genauso gut. Die Wandung des Staubbehälters bleibt sauberer als bei Philips-Geräten. Außerdem gibt es kaum eine statische Aufladung der Bodendüse.

Leise, leicht, klein und mit genug Kraft – was will man mehr vom Rowenta RO4825?

Was gibt es sonst noch?

Der Deik VC 1507 kommt ohne Beutel aus, ist kompakt und günstig. Mit großen Füßen kann man bei den Schaltern Probleme bekommen, denn dann ist das Gehäuse im Weg. Im Griff kann per Ausgleichsöffnung die Saugleistung dosiert werden, das klappt gut. Eine Halterung für die Stange fehlt, so kann er nicht so platzsparend abgestellt werden.

Der Miele Complete C3 Excellence EcoLine besitzt eine Stoßkante um den Schlitten, die leider nicht jeder Kandidat im Test bieten kann. Dank zweier Vorrichtungen zum Einhängen des Saugrohrs lässt er sich in aufrechter Position gut durch das Treppenhaus tragen. Wenn der EcoLine auf seinen Rädern steht, kann eine zweite Klemmvorrichtung das Saugrohr halten. Das ist äußerst angenehm, denn bei vielen Bodensaugern landet das Saugrohr dann auf dem Boden und man muss sich bücken, um es wieder aufzuheben. Auf festem Teppichboden und glatten Böden ist der EcoLine in seinem Element. Er besitzt eine sehr gute Wendigkeit, um Möbel locker und bequem zu umfahren. Mit Hilfe der Düsen lässt lässt er sich leicht in einen Polstersauger umstellen. Mit der passenden Düse und sehr sanft eingestellter Saugleistung ist so auch das Saugen von Übergardinen problemlos möglich.

Ein großartiger Sauger ist der Miele S 8340 PowerLine, der sich bei uns im Test keinen wirklichen Schnitzer leistete. Alle Anforderungen wurden gut bis sehr gut erfüllt. Uns gefiel sein Extrafach im Gehäuse des Gerätes, in dem zusätzliche Düsen Platz finden. Außerdem bietet das Gerät mit einem klickbaren Schlauchsystem, einer Saugstärkenregelung und seinen vier lenkbaren Rollen einen großen Aktionsradius sowie großen Bedienkomfort. Das bieten aber auch andere Testkandidaten. Es sind kleine Feinheiten, die dem Miele den Zutritt zum Siegertreppchen verwehren. Der Miele S8340 PowerLine ist im Test der teuerste Testkandidat, außerdem auch der schwerste, größte und lauteste. Er macht seinen Aufgabe schon gut, allerdings erwartet man für diesen Preis einfach mehr.

Die Saugleistung von Siemens VSZ7330 Z7.0 und Miele S 8340 PowerLine ist weitestgehend gleich. Der Siemens ist allerdings ein ganzes Stück günstiger. In Ausstattung und Handhabung muss er sich aber dem Miele geschlagen geben. Die Saugkraft wird durch Bücken am Korpus eingestellt, genauso wie beim Nachfolger. Wer also keine Rückenbeschwerden hat und nur wenige oder keine flauschigen Teppiche besitzt, ist mit dem VSZ7330 Z7.0 gut bedient.

Ohne Werkzeug lässt sich der Stielsauger Miele Swing H1 leicht zusammenbauen. Seine Saugleistung ist auf glatten Böden exzellent. Nur auf Teppichböden neigt er dazu, sich festzusaugen. Durch Reduzierung der Saugleistung kann man dem entgegenwirken. Da die Bedienelemente am Korpus angebracht sind, ist dieser Griff umständlich. Sinnvoller wäre hier ein ergonomische Bedienung direkt am Griff gewesen. Das Saugen des Teppichbodens funktioniert so ja dann auch. Wenn der Flor tiefer und weicher ist, saugt sich der Swing gerne fest. Hat man hauptsächlich harte, glatte Böden in der Wohnung, ist man mit dem Miele Swing H1 aber gut beraten. Er saugt den Schmutz genauso gut wie der Sebo auf, ist aber etwas günstiger.

Wissenswertes über Staubsauger

Bei Bodenstaubsaugern ist das Saugrohr per Schlauch mit dem Gerät verbunden, diese Bauform ist in Deutschland am verbreitetsten. Außerdem gibt es noch Stab- oder Stielstaubsauger, hier sind Staubbeutel und Motor mit am Saugrohr befestigt.

Die Bauform muss zum Einsatzzweck passen. Bei Reihenhäusern etwa haben Treppen für mehrere Etagen mit viel Raum bei geringer Grundfläche. Hier erkennt man schnell, dass Bodenstaubsauger nicht ganz so einfach zu transportieren sind – Schlauch, Kopf und Rohr sind sperrig. Auch mit eingehaktem Kopf kann man schnell hängenbleiben.

Bei einigen Saugern gibt es zum Einhängen des Kopfes zwei Möglichkeiten, die zweite bietet sich vor allem während der Benutzung an. Beim Fakir-Gerät ist hier sogar der Ein- und Ausschalter damit verbunden, so geht der Sauger in so etwas wie einen Standby-Modus, wenn man das Rohr einhakt.

Sogar einzelne Stufen werden zum Problem, wenn der Schlitten hinterhergezogen wird. Hier können Stiel- oder Stabstaubsauger besser sein. Bei denen muss aber mehr Gewicht geschoben werden, das ist anstrengender.

Hat man in der Wohnung keine Stufen, raten wir zum Bodenstaubsauger.

Braucht er eine Bürste?

Rotierende Bürste im Saugkopf, oder nicht? Bei Teppichen wird dadurch die Saugleistung ziemlich erhöht, für Parkett und glatten Boden reicht ein Sauger ohne Bürste. Rotierende Bürsten gibt es vor allem bei Stielstaubsaugern, einige Bodenstaubsauger wie der Vorwerk haben sie aber auch.

Beutellos oder nicht?

Braucht man einen Beutel oder nicht? Hier sind die Produkte vom Hersteller gerne mal teurer als Beutel von Zweitherstellern. Mit einem Zyklon-Staubsauger hat man das Problem nicht, denn hier gibt es nur einen Staubbehälter, das spart die Kosten für die Staubbeutel. Allergiker haben damit aber wahrscheinlich ein Problem.

Wir hatten vier Zyklon-Geräte im Test, zwei davon konnten überzeugen was die Handhabung der Staubbox angeht.

Wie wendig ist er?

Bodenstaubsauger zieht man am Schlauch hinter sich her, sie müssen daher leichtgängig sein und das Kabel rollt sich bestenfalls von selbst ab. Bei hakendem Kabel muss man sonst das Saugen unterbrechen oder den störrischen Sauger in die richtige Richtung ziehen. Möbel sollte er umfahren können, eine Stoßkante schützt hier die Einrichtung und die Wände.

Ecken können schnell zum Feind der Staubsauger werden. So etwa der Stoß zwischen Wand und Boden. Perfekte Sauger können daher auch seitlich saugen, so wird der Dreck beim Fahren parallel entlang der Wand eingesaugt. Wirkliche Ecken sind dennoch ein Problem, hier kann man dann den Kopf vom Rohr lösen und nur mit dem Rohr saugen. Wir finden hier Verriegelungen am einfachsten, so lässt sich alles leicht trennen und wieder zusammenstecken.

So haben wir getestet

Bodenstaubsauger gibt es unter 100 Euro, man kann aber auch ein halbes Vermögen dafür ausgeben. Getestet haben wir Geräte zwischen 80 und 1000 Euro, die meisten lagen aber zwischen 150 und 200.

Unterschiede stellt man vor allem bei Teppichboden fest, hier lohnt sich ein teures Gerät. Wer nur Parkett oder Fliesen hat, wird aber auch mit einem günstigeren Gerät zufrieden sein.

Der Kobold von Vorwerk ist mit seinen 1000 Euro klar eine Ausnahme, er hat aber auch eine rotierende Bürste, die sich dem Untergrund von selbst anpasst und ist überaus langlebig. Mehr als 20 Jahre sind für Vorwerk-Geräte meist kein Problem.

Testen konnten wir das natürlich nicht, geprüft haben wir bei allen Geräten aber auf Fliesen- und Parkettböden sowie auf Teppichböden und Teppichen die Saugleistung. Dazu haben wir die Universaldüse benutzt und uns die Anpassung an die Böden angesehen.

Zudem haben wir kritische Zonen wie Ecken, Kanten oder Polstermöbel gesaugt. Hier will man ein schnelles und effizientes Gerät.

Auch die Handhabung ist entscheidend, so auch die von Staubbehälter, Staubfilter und Beutel.

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