Mühelos sauber Test: Roboter

Saugroboter im Test : Mühelos sauber

Update 09.06.2021

Staubsaugen ist sicher keine Beschäftigung, der die meisten gerne nachgehen. Wenn es schon Roboter gibt, die das Rasenmähen für einen übernehmen, warum dann nicht auch einen fürs Staubsaugen kaufen? Wir haben 37 Saugroboter ausführlich getestet.

Update 9. Juni 2021

Wir haben drei neue Saugroboter getestet. Der Proscenic M8 Pro ist eine neue Empfehlung.

29. März 2021

Wir haben zwei neue Saugroboter getestet, Rowenta X-Plorer Series 75 RR7687 und iRobot Roomba i3+ (i3552). Beide Modelle sind neue Empfehlungen.

21. Dezember 2020

Sechs weitere Saugroboter haben wir getestet. Neue Empfehlungen sind nun der Yeedi K650 und der Xiaomi Roborock S6.

2. Oktober 2020

Nach dem Test drei neuer Saugroboter gibt es eine neue Empfehlung: Den Eufy Robovac 11S Max.

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Sebastian Jentsch
ist Technik-Journalist, passionierter Heimwerker und Hobbykoch. Er schreibt unter anderem für Notebookjournal und Notebookcheck über mobile Technik und testet regelmäßig Küchen-, Haushalts- und Gartengeräte.

Regelmäßige Grundreinigung durch einen Roboter: Wir haben das getestet und uns 37 Staubsaugerroboter angesehen.

Modelle mit und ohne rotierende Bürste waren dabei, die ideale Bauart hängt aber von der jeweiligen Ausstattung der Wohnung oder des Hauses ab. Gibt es größtenteils glatte Oberflächen oder Fliesen? Dann eignen sich Saugroboter ohne eine rollende Bürste, bei Teppichen dagegen geht ohne Bürste fast nichts. Auch bei glatten Flächen sind Geräte mit Bürste aber im Vorteil, so wird etwas mehr Schmutz gelöst.

Aber glatte Flächen haben auch ein paar Problemzonen, etwa schmale Fugen. Die werden nicht gründlich gereinigt und alle paar Wochen muss man per Hand nachhelfen. Hat man Teppiche, so eignen sich die Saugroboter nur für Beläge mit niedrigem Flor, bei Langflorteppichen bleiben sie dagegen stecken. Dafür eignet sich dann ein Gerät mit zwei Walzenbürsten, die gegenläufig rotieren. Aber auch diese Geräte können Probleme mit Läufern oder Teppichen bekommen, die einzeln liegen und lange Quasten haben. Die Quasten werden von den Walzen gerne aufgewickelt.

Einige Roboter können zudem auch wischen, für die haben wir aber einen separaten Test zu Wischrobotern gemacht.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Hohe RaumabdeckungWeniger ArbeitFürs ganze HausTolles Mapping Für ein kleines Budget
Test  Staubsauger-Roboter: iRobot Roomba e5Test: Proscenic M8 ProTest  Saugroboter: Neato Robotics Botvac D7 ConnectedTest: Rowenta X Plorer Series 75 Rr7687Test: Yeedi K651g
Modell iRobot Roomba e5 Proscenic M8 Pro Neato Robotics Botvac D7 Connected Rowenta X-Plorer Series 75 RR7687 Yeedi K650
Pro
  • Ausdauernd (78 Minuten)
  • Gründliche Reinigung
  • Vglw. bequeme Entleerung des Staubbehälters
  • Keine verfilzten Bürsten
  • Automatische Entleerung
  • Mapping mit Räumen, No-Go-Zonen
  • Teppicherkennung
  • Nasswisch-Funktion (300 ml)
  • Fernbedienung
  • Schmutzerkennung
  • Laden und Weiterfahren
  • Vier Saugstufen 0-3 Lautlos bis Max
  • Lautlos Wischen - nur Seitenbürste bleibt aktiv
  • Starke Laufzeit, bis 100 Minuten
  • No-Go-Linien
  • Zonen für punktgenaue Reinigung
  • Mehrere Grundrisse (Stockwerke merken)
  • Großer Staubbehälter
  • Einfache Entleerung und Reinigung
  • 100% gründlich, befährt doppelt
  • Teppich-Boost
  • No Go Zonen
  • Raum- und Etagenplanung
  • Lautstärke in 4 Stufen
  • Wartungsarme Gummiwalze (Tierhaushalte), alternative Bürstenwalze anbei
  • Tank fast auslaufsicher
  • Leise – je nach Einstellung
  • Wisch-Option
Contra
  • Schwierigkeiten bei breiten Fliesenfugen
  • Zeitplanung nur via App
  • Bauhöhe mit Laserturm 9,8 cm
  • Fugen unsauber
  • Schmutz verstreut
  • Keine Schrubb-Muster beim Wischen
  • Geringe Wisch-Wirkung
  • Laut & Leise Wechsel
  • Zeitplanung nur via App
  • Gründlichkeit vglw. gering
  • Kommt nicht unter jeden Schrank
  • Betriebsgeräusch
  • Hohe jährliche Kosten
  • Helles Sirren bei Standard- & Max
  • Bauhöhe mit Laser-Turm: 9,5 cm
  • Wisch-Unterbau (100 ml) mit wenig Wirkung
  • Basis zu leicht
  • Nur brauchbare Gründlichkeit
  • Basis nicht standsicher, dünnes Kabel
  • WiFi-Verbindung gescheitert
  • Filter-Reinigung vglw. mühsam
  • Keine selektive Raum­reinigung oder Sperrbereiche
Bester Preis
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Hohe Raumabdeckung: iRobot Roomba e5

Hohe Raumabdeckung

iRobot Roomba e5

Test  Staubsauger-Roboter: iRobot Roomba e5
Hohe Raumabdeckung und sehr gründlich – speziell auf Teppich: Der Roomba bietet einiges fürs Geld.

Beim iRobot Roomba e5 gibt es viele Vorteile: Die Reinigungswalze verfilzt nicht, da sie keine Bürsten hat, sondern Gummi und Lamellen. Damit lassen sich textile Bodenbeläge bei niedrigem bis mittlerem Flor gut behandeln. Wird dabei Staub aufgewirbelt, wird dieser aufgesaugt. Weitere Vorteile sind die Batterielaufzeit von 78 Minuten und die Gründlichkeit. Auch für eine große Etage eignet sich dieses Modell, nach der Zwischenladung setzt es die Arbeit wieder fort.

Wir konnten nicht genau nachvollziehen, ob die Schmutzerkennung Dirt Detect funktioniert. Zumindest verlangsamt das Gerät gelegentlich seine Fahrt und widmet sich einem Bereich dann intensiv. Jedoch macht er das auch dort, wo kein offensichtlich erkennbarer Schmutz liegt.

Die Gründlichkeit im Test lag bei 64 Prozent, das ist ein guter Wert. Die Raumabdeckung lag hier bei 92 Prozent, andere Roboter können das jedoch auch, bei 90 Prozent lag der Durchschnitt im Test.

In der App kann man für eine sieben-Tage-Woche Zeitpläne festlegen. Der Roboter ist ebenfalls mit einer Mapping-Funktion ausgestattet, aufgezeichnet wird aber kein Grundriss und es können auch keine Bereiche ausgeschlossen werden.

Der Staubbehälter lässt sich angenehm leicht ausleeren: Einfach aus der Rückseite herausziehen und dann entleeren. Man kann den Filter ebenso leicht abnehmen und ausklopfen.

Hinein passen 0,6 Liter, so muss man die Box auch nicht jeden Tag ausleeren. Die Gefahr beim Tragen ist allgemein, dass Staub herausrieselt, hier gibt es immerhin einen Tragegriff, der ausgeklappt werden kann.

Die Kosten für Verbrauchsmaterial pro Jahr belaufen sich beim Roomba e5 auf etwa 25 Euro, das ist recht wenig. Mit dabei ist eine virtuelle Wand, die sichert entweder einen Umkreis von einem Meter ab (Leuchtturm-System) oder sperrt mit der Lichtschranke einen Teil des Raumes. Die WLAN-fähigen Modelle sind zudem kompatibel mit Alexa.

Weniger Arbeit: Proscenic M8 Pro

Weniger Arbeit

Proscenic M8 Pro

Test: Proscenic M8 Pro
Weniger Arbeit: Der Proscenic entleert sich selbständig in der Station, außerdem gibt es Kartierung mit Räumen und No-Go-Zonen.

Das ständige Entleeren des kleinen Staubtanks nervt Sie? Sie wollen über andere Dinge nachdenken als Schmutz und HEPA-Filter? Hier ist die Lösung:

Die Absaug-Basis des M8 Pro von Proscenic sorgt für Komfort, den man von einem Saugroboter erwartetet. Er entsorgt den Schmutz von allein! Der kleine Roboter wirft ihn zwar nicht in eine Mülltonne, bringt den Kehricht aber tatsächlich zu dem dafür vorgesehenen 4,3-Liter großen Behälter der Absaugstation und macht weiter mit seiner Arbeit. Das bedeutet definitiv weniger Arbeit für uns. In einen Einwegbeutel der Station sollten laut Hersteller etwa 30 Entleerungen passen. Drei Beutel sind im Lieferumfang enthalten.

Komplett ohne sich um den Sauger zu kümmern, geht es natürlich nicht. Der Staub-Filter verschmutzt nach den bereits üblichen fünf bis acht Fahrten. Sollte die Reinigungsleistung nachlassen, könnte das ein Grund sein.

 Saugroboter Test: Saugroboter Update042021 Ultenic T10
Ein Einweg-Staubbeutel befindet sich in der Station – hier die baugleiche, weiße Basis des Ultenic T10.

Der Kombi-Tank hat Platz für 300 Milliliter Wischwasser und einen kleinen Staubtank mit einem Fassungsvermögen von 280 Millilitern. Im Verhältnis ist das ziemlich wenig. Wir meinen das nicht negativ – funktionieren tut es ja immerhin, weil es automatisch abgesaugt wird – aber mit dem Roboter wird dann ständig Wischwasser durch die Gegend gefahren, was uns irgendwie irritiert. Gefühlt schickt man so einen Helfer ja zum größeren Teil eher zum Saugen los.

Sperriger Schmutz wie Pappe, Draht oder Holzsplitter wurden bei unserem Test vom Roboter leider nicht eingesaugt, sondern mit dem Wischwasser aufgenommen. Der Proscenic erkannte unseren ausgelegten Unrat nicht von selbst, was uns auch erst beim Nachfüllen von Wasser aufgefallen ist.

 Saugroboter Test: Saugroboter Update042021 Proscenic M8 Pro
Bis zu 30 Befüllungen passen in den Einwegbeutel, der sich in der Basis befindet.

Das Wischen ist ein Mehrwert, der für Glanz sorgen sollte, die Wirkung ist hier aber eher gering: Letztendlich schleppt das Gerät nur ein Wischtuch unter sich her. Die Wasser-Abgabe kann mit der App auf Fließen- und Holzböden angepasst werden. Besondere Wischbewegungen macht das Gerät nicht. Es lassen sich auch keine einstellen. Dafür ist aber lautloses Wischen möglich, indem die Saugkraft einfach auf Null gedrosselt wird. Dann sorgt nur noch die Seitenbürste für hörbare Geräusche.

Beim Mapping liefert der M8 Pro gute Ergebnisse, er schafft bis zu fünf Wohnungen oder Etagen. In den Maps können No-Go-Zonen oder Räume eingezeichnet werden. Für einzelne Zimmer oder Kombinationen von verschiedenen Räumen können unterschiedliche Reinigungszeiten eingegeben werden – so muss detailliertes Mapping aussehen. Die App hat allerdings Optimierungspotenzial in puncto Benutzerfreundlichkeit.

Der Roboter erkennt Flecken und Teppiche, wobei dann sofort die Saugkraft erhöht wird. Dieses Ansteigen und Abflauen der Lautstärke haben wir auch beim Einsatz auf Hartböden erlebt: Wiederholt wird das leise Saugen deutlich kräftiger – und das auch, obwohl sich der Bodenbelag nicht ändert. Liegt das an der Schmutzerkennung oder an der Untergrundfarbe? Wir haben nicht wirklich einen Grund dafür gefunden. Auch in der App lässt sich diese Gegebenheit nicht abstellen. Übrigens: Der T10 von Ultenic ist baugleich und arbeitet mit einer identischen Smartphone-App: Er besitzt aber dieses Auf und Ab der Lautstärke beim Saugen nicht.

In unserem Test fand der Proscenic M8 Pro alle gesetzten Schmutz-Markierungen, aber nur 50 Prozent der Punkte waren gründlich gesäubert. Die Seitenbürste hat den Schmutz eher verteilt als aufgenommen. Auf die Justage der Saugkraft kann kein Einfluss genommen werden, dafür aber auf die Fugen-Reinigung: Wählt man die normale Saugstärke bleibt in regelmäßigen Abständen immer mal wieder etwas liegen. Es kann aus vier Saugstufen gewählt werden: Von null bis drei – das heißt lautlos bis maximal.

Die Bauhöhe von 9,8 Zentimetern mit Laserturm könnte in manchen Haushalten ein Nachteil sein. Der T10 von Ultenic ist baugleich mit dem Proscenic M8 Pro und daher von der Funktionalität gleichermaßen empfehlenswert.

Fürs ganze Haus: Neato Robotics Botvac D7 Connected

Fürs ganze Haus

Neato Robotics Botvac D7 Connected

Test  Saugroboter: Neato Robotics Botvac D7 Connected
Der Roboter fürs ganze Haus: Mit 100 Minuten Laufzeit und großem Staubbehälter ist der Botvac D7 auch für längere Einsätze gerüstet.

Der Neato Robotics Botvac D7 Connected kostet 600 Euro, ist pflegeleicht, robust und komfortabel. Mit diesem Gerät kann man das ganze Haus inklusive unterschiedlicher Etagen reinigen.

Botvac D7 App: Karte der Etage - Zonen und No-Go-Bereiche markiert
Botvac D7 App: Die Karte mit No-Go-Bereichen und Zonen.

Für jede der Etagen legt das Gerät dafür eine Karte an, in diese können Sie dann No-Go-Linien zeichnen, etwa da wo der Fressnapf des Haustieres steht. Zudem kann man Zonen markieren, zu denen das Gerät dann zielgerichtet hinfährt.

Für den Zeitplan bei den zeitgesteuerten Reinigungsfahrten sind die Zonen aber nicht aktiv. Die Fahrt in den Flur oder zum Esstisch kann man per App manuell starten, so muss das Gerät nicht getragen werden.

Im Test haben wir bei einer großen Etage eine durchgehende Laufzeit von 100 Minuten bekommen, beim Erdgeschoss mit 60 Quadratmetern und drei Zimmern brauchte er 50 Minuten, eine Fortsetzungsladung war nicht nötig.

Man kann dieses Gerät auch ohne die Ladestation in jede Etage setzen. Anhand der Raummerkmale erkennt es, auf welcher der Karten es ist und kann somit auch die No-Go-Linien beachten und die ausgewählten Zonen anfahren.

Neato Robotics Botvac D7 Connected: Hinter dem Filter sammeln sich Flusen, die nicht ausgeklopft werden können.
Neato Robotics Botvac D7 Connected: Flusen hinterm Filter, ausklopfen kann man sie nicht.

In den Staubtank passen 0,7 Liter, er lässt sich leicht entleeren, aber dazu sollte man ihn gleich über einen Mülleimer halten, da sonst schnell etwas daneben geht.

Beim HEPA-Filter gibt es eine Abdeckung, man kann ihn ausklopfen. Jedoch sammeln sich hinter der Siebabdeckung Flusen, der Filter setzt sich zu und man muss ihn nach maximal zwei Monaten ersetzen. Für einen Zweier-Pack zahlt man 30 Euro.

Neato Robotics Botvac D7 Connected: Kombi-Bürste für Teppich und glatte Beläge
Neato Robotics Botvac D7 Connected: eine Kombi-Bürste.

Will man den D7 Connected ohne Planungsmöglichkeit per App lieber manuell starten, geht das per Knopfdruck. Am Gerät kann man manuell Punktreinigung oder Flächenmodus (für die Etage) wählen.

Alle Neato-Geräte im Test hatten aber eine geringe Sauberkeitsquote: Von 25 werden durchschnittlich 10 Schmutzpunkte überhaupt nicht gereinigt, bei anderen sind Reste liegengeblieben. Bei der nächsten Fahrt wurden diese Stellen dann aber größtenteils gefunden und doch noch sauber. »Sofort sauber« war hier aber nichts.

Die Geräte von Neato saugen auch Schmutz aus breiten oder tiefen Fliesenfugen, in die Ecken gelangen sie wegen ihrer D-Form aber nicht richtig. Die Bauhöhe samt »Laser-Turm« mit 10 Zentimetern ist ein weiterer Nachteil, wenn das Gerät nicht mehr unter Möbel passt. Auch die Lautstärke ist nicht ganz angenehm, die Geräte rumpeln und quietschen eher.

Tolles Mapping: Rowenta X-Plorer Series 75 RR7687

Tolles Mapping

Rowenta X-Plorer Series 75 RR7687

Test: Rowenta X Plorer Series 75 Rr7687
Er zeichnet sich durch cleveres Mapping aus und fährt Räume zeitgesteuert unterschiedlich oft an. Die einfache Entleerung des Behälters überzeugt.

Der Rowenta X-Plorer Series 7.5 (RR7687) überzeugt besonders in drei Bereichen: Er bietet ein cleveres Mapping inklusive No-Go-Bereichen und Raumaufteilung, eine leichte Entleerung der großen Staubbox und eine sehr hohe Gründlichkeit. Der Saugroboter braucht ein bisschen für die Reinigung, er fährt Bereiche doppelt an und beseitigte im Test alle Schmutz-Markierungen.

Das Modell verfügt auch über eine Wischfunktion: Dafür wird der Wisch-Unterbau mit einem 100-Milliliter-Tank unter das Gerät geschoben, im Lieferumfang befinden sich einige Mehrwegtücher. Viel sollte man von dem Wischbrett aber nicht erwarten: Es handelt sich lediglich um einen feuchten Lappen, der von dem Saugroboter unter sich her geschleift wird. Zudem muss man aufpassen, dass die Station auf einem wasserfesten Untergrund und nicht auf Holzdielen steht.

Obwohl das Modell recht bullig und mit 5,86 Kilo recht schwer ist und eine Höhe von 10 Zentimetern aufweist, fasst der Staubbehälter nur 0,4 Liter. Dafür lässt sich der Container leicht öffnen und der Filter problemlos ausklopfen. Zudem verfügt der Container über eine Rückschlagklappe. Die Basis ist verglichen mit dem schweren Roboter ein Leichtgewicht, sodass die Station öfters vom Gerät verschoben wird und so teils nicht anfahrbereit ist. Mit dem Stecker-Netzteil ist sie lediglich über ein dünnes Kabel verbunden.

Der X-Plorer navigiert mit Hilfe einer Laser-Abstandsmessung. Zusätzlich gibt es am Boden Sensoren, die Teppich erkennen. Hier kommt dann der Teppich-Boost ins Spiel, sodass der Saugroboter mit ganzer Kraft saugt. Das bedeutet dann jedoch auch eine hohe Lautstärke mit einer sirrenden, nicht gerade angenehmen Charakteristik. Nur im Lautlos-Modus ist der Geräuschpegel moderat erträglich. Die Lautstärke lässt sich vierstufig modifizieren.

In der Rowenta-App vollzieht sich die Raumplanung intuitiv: Die automatisch erkannten Räume werden hier umbenannt, bei Bedarf verbunden und mit Aufgaben versehen. Eine Fernbedienung gibt es nicht.

Der X-Plorer Series 7.5 (RR7687) ist eine Überlegung wert für alle, die ihre Wohnung reinigen lassen möchten, wenn sie selbst nicht zu Hause sind, aber viel Wert auf eine Detailplanung mit Sperrbereichen und Räumen legen.

Für ein kleines Budget: Yeedi K650

Für ein kleines Budget

Yeedi K650

Test: Yeedi K651g
Leiser Betrieb ohne verfilzte Bürste – ideal für Tierhaare! Auf Wunsch kann der K650 zudem feuchtwischen. Dafür hat er einen auslaufsicheren Tank.

Eine brauchbare Gründlichkeit bietet der günstige Yeedi K650: Von den 26 getesteten Punkten wurden 19 zu 100 Prozent sauber, sechs wurden angefahren, doch blieben Reste liegen. Im Lieferumfang ist eine wartungsarme Gummiwalze sowie eine Kombi-Walze mit Lamellen und Bürsten enthalten. Die Gummiwalze ist besonders interessante für Tierbesitzer, da hier nichts verfilzen kann. Besonders in Fliesenfugen oder an Übergängen von Teppich zu Hartboden macht die reine Gummiwalze allerdings nicht gut sauber. Hier eignet sich die Kombi-Bürste besser.

Die Navigation des K650 erfolgt über Gyroskop und Infrarot, nicht per Kamera oder Laser. Der Roboter stößt mit dem Bumper öfter an niedrigere Objekte und lernt auch nicht dazu. In der App findet sich dementsprechend auch kein fortschrittliches Mapping. Hier gibt es nur Saugstärke, Reinigungszeiten und Wassermenge für den Wisch-Unterbau.

Der Tank ist nahezu auslaufsicher. Dank einer kleinen Rückschlag-Klappe rieselt kein Sand heraus. Die Kombination aus Schmutz- und Wassertank wird nach hinten angesteckt bzw. abgezogen, sodass man den Roboter selten anheben muss. Der Tank fasst 500 Milliliter, im 300 Milliliter großen Wassertank sitzt die Staub-Box und kann zum Entleeren entnommen werden. Es müssen immer Staubbox und Wassertank zusammen vorhanden sein, nur mit der Staubbox geht es nicht. Zum Trockensaugen kann aber die Wischmopp-Trägerplatte abgenommen werden.

Die Basis des K650 kann nicht überzeugen: Sie ist zu leicht und wird so vom Gerät oft verschoben. Zudem kann das dünne Kabel des Stecker-Netzteils nirgendwo aufgewickelt werden, so kann sich der Roboter daran festfahren. Der Filter muss bei fast jeder Entleerung gereinigt werden. Dies ist bei diesem Modell mühsam, da der dünne Vorfilter und der Hauptfilter richtig eingelegt werden müssen. Dies ist aber bei sehr vielen Geräten so der Fall, auch bei teureren.

Im Test ist die WLAN-Verbindung mit verschiedenen Netzwerken und Smartphones auch im vierten Versuch nicht geglückt. Daher konnte die App nicht eingesehen werden.

Der Yeedi K650 ist der richtige Saugroboter für Nutzer mit einem kleinen Budget, bei dem es trotzdem ohne viel Aufwand und leise zugehen soll.

Was gibt es sonst noch?

Der T10 von Ultenic verfügt ebenfalls über eine praktische Absaug-Station, die die Arbeit echt erleichtert. Der T10 ist baugleich mit dem M8 Pro von Proscenic. Das ist wenig überraschend, da Ultenic und Proscenic zur selben Firma gehören. Beide Modelle unterscheiden sich nur farblich, auch die Smartphone-App stammt aus dem gleichen Hause und ist funktionell wie optisch identisch.

Das Modell von Ultenic kann außerdem in der Farbe Weiß erworben werden. Ist Ihnen die Farbe egal, können Sie natürlich auch den Proscenic M8 Pro erwerben. Beide Modelle sind baugleich.

Der Roomba i3+ (i3552) bietet eine Absaugbasis für den kleinen Geldbeutel. Noch dazu ist er gründlich, alltagstauglich, fast verfilzungsfrei und zuverlässig. Zudem ist das Modell auch nicht so laut wie die anderen Modelle.

Das Gerät hat kein Mapping an Bord: Die App zeichnet ein Karte, die aber eher beim Auffinden des Saugroboters hilft. Raumplanung sowie No-Go-Zonen gibt es nicht. Der i3+ arbeitet nur nach einfachen Zeitplänen, wobei er stets die volle zugängliche Fläche bearbeitet. Zudem besitzt das Modell keine Kamera, sondern nutzt stattdessen Infrarot-Bodensensoren. Über diese Sensoren arbeitet sich der Roboter an der Struktur der Oberflächen und Wände entlang.

So funktioniert Dirt Detect sehr gut, da das Gerät plötzliche Veränderungen in der Struktur ansonsten homogener Oberflächen unterscheidet. Das spielt besonders bei Textilbelägen eine Rolle, auf Hartböden wird loser Schmutz sowieso restlos aufgenommen. Bei tiefen Fliesenfugen bleiben dagegen auch mal ein paar Krümel liegen.

Die App ist grundsätzlich identisch: So kann bei Pollenflug ein zusätzlicher Reinigungsdurchgang erstellt werden. Oder man kann den Roboter so programmieren, dass er beim Verlassen der Wohnung mit der Reinigung beginnt. Komfort-Features wie eine stufenweise Einstellung der Saugkraft, um die Lautstärke zu reduzieren, fehlt. So lässt sich die teils hohe Lautstärke nicht reduzieren. Jedoch ist der Roomba i3+ deutlich leiser als die Geräte der i- oder s-Serie, die teils einen leistungsstärkeren Motor haben.

Für mehr Sauberkeit bei hartnäckigen Verschmutzungen lassen sich die Reinigungsdurchgänge verdoppeln. Zudem beherrscht der i3+ den Fortsetzungsmodus. Auch die Laufzeit kann überzeugen: Für 60 Quadratmeter benötigt der Roboter im Test 103 Minuten, wobei er nach rund 90 Minuten auftanken musste und hier nur so viel lud, wie er für die Beendigung des Reinigungsvorgangs benötigt.

Ohne Laser-Turm beträgt die Bauhöhe inklusive dem kleinen Infrarot-Turm nicht besonders flache neun Zentimeter. Das stabile Gerät ist durch seine matten Oberflächen mit textilen Strukturen haushaltstauglich. Zudem lässt sich 0,4-Liter-fassende Staubbox leicht manuell auf Knopfdruck entleeren. Einmal pro Woche sollte der HEPA-Filter ausgeklopft werden, da dies nicht die Absaugfunktion macht. Dafür lässt sich der Filter einfach herausnehmen.

Der Roomba i3+ ist vor allem für Staub-Allergiker empfehlenswert, die eine Fläche in einem Rutsch säubern möchten und auf Mapping sowie No-Go-Zonen verzichten können. Möchte man nicht viel Geld investieren, kann man das Modell erst einmal ohne die Dirt-Disposal-Station erwerben und zu einem späteren Zeitpunkt nachrüsten.

Der Xiaomi Roborock S6 ist ein technisch ausgereifter Saugroboter, der mit einer erstklassigen Navigation ausgestattet ist. Über die App können im Mapping viele Details eingestellt werden: Es können No-Go-Bereiche festgelegt werden, das Gerät erkennt zudem einzelne Räume und kann diese per Zeitsteuerung unterschiedlich häufig anfahren. Außerdem können Reinigungszonen über die Räume gelegt werden, die der Roboter nacheinander abarbeitet.

Der Staubtank fasst 480 Milliliter und ist leicht zu leeren. Zudem ist die Verarbeitung solide und in der Rolle finden sich auch bei häufigem Gebrauch nur sehr wenige Haare. Die Gründlichkeit des Roboters von Xiaomi ist allerdings etwas unterdurchschnittlich. Die überwiegende Zahl der verschmutzten Stellen werden zwar von ihm gefunden, aber nicht vollständig gereinigt, sodass Reste liegen bleiben. Für die Reinigung von 60 Quadratmetern hat der Saugroboter durchschnittlich 30 Minuten gebraucht. Der Akku hält im Leise-Modus bis zu 142 Minuten durch. Das Gerät erkennt auch automatisch Teppiche und erhöht dann die Saugkraft.

Der iRobot Roomba i7+ hat eine Clean Base, die fungiert als Ladebasis und zugleich als Absaugstation, so muss man nicht dauernd mit dem Schmutztank hantieren. Wenn das Gerät in die Station fährt, kommt es zur lautstarken Entleerung. Das Gleiche passiert, wenn die Akkuladung für die ganze Etage nicht reicht und eine Zwischenladung nötig ist. Gelagert wird der Schmutz in der Clean Base, in einem geschlossenen Beutel. Da passt der Inhalt von etwa 30 Staubbehältern hinein. Natürlich muss man sich trotzdem noch um die Staubbox kümmern, denn der HEPA-Filter verschmutzt dennoch und man muss ihn einmal pro Woche ausklopfen.

Noch ein Pluspunkt sind die Gummiwalzen, die nicht verfilzen. Bei Fugen und Ritzen haben sie zwar gelegentlich Schwierigkeiten, aber dafür muss man nicht andauernd aufgewickelte Haare von ihnen entfernen. Durch die Seitenbürste wird der Schmutz auch mal zerstreut, nach der Reinigung kann also noch ein wenig übrig bleiben. Ohne Zwischenladungen kommt das Gerät auf 86 Minuten Saugarbeit im Normalmodus. Bei iRobot gibt es mit Imprint eine intelligente Kartierung. Nach zwei oder spätestens drei Reinigungsfahrten wird gemeldet, dass es nun von den Räumen eine vollständige Karte gibt. Dann können in der Smartphone-App Bereiche voneinander abgegrenzt werden und man kann sie benennen. Nun kann man die Räume in die Planung aufnehmen. So ist es dann möglich, jeden Tag Esszimmer und Flur reinigen zu lassen, aber das Büro nur alle drei Tage.

Der Dreame L10 Pro (Sub Brand von Xiaomi) kommt mit einem großen Staubtank von 570 Millilitern und einem einfachen Wischkonzept daher: Der Staubtank sitzt im Gerät, die Wischplatte mit Wischtank (300 ml) wird bei Bedarf einfach untergeschoben. Sie können den Wisch-Unterbau jederzeit unterschieben, sogar mitten im Betrieb. Der Tank hat einen aktive Pumpe, die Wassermenge kann über die App eingestellt werden. So oder so, die Wisch-Wirkung ist allerdings gering (kein Schrubbmuster).

Highlight ist die 3D-Hinderniserkennung, die Kamera dafür sitzt an der Frontseite. Damit soll der Roboter Hindernisse (Möbel, Schuhe, Socken etc.) intelligent umgehen und seltener steckenbleiben, so der Hersteller. In der Praxis konnten wir indes nicht feststellen, ob das wirksam ist oder nicht. Die Funktion war in der App aktiv geschaltet.

Das Mapping bietet die heutigen Premium-Standards wie raumbezogenes Reinigen, Etagenerkennung und No-Go-Bereiche. Die Gründlichkeit ist nicht die beste, einige Schmutzpunkte wurden im Test nicht gefunden und knapp die Hälfte der Positionen wurde nicht sauber, es blieben Reste liegen.

Auf der Haben-Seite steht die solide Basis aber auch das leichte Entleeren der Staubbox. Der Filter hat einen Plastikrahmung und kann daher leichter entnommen und ausgeklopft werden. Der Hersteller ist allerdings knauserig, es liegt kein Ersatz-Verbrauchsmaterial im Karton.

Den Connected D7 voN Neato haben wir erneut getestet. Optisch ist das Gerät unverändert. Auf die Smartphone-App waren wir besonders gespannt. Leider scheiterten wir wiederholt an der Online-Registrierung des Roboters. Selbst der Versuch mit anderen Netzwerken und Smartphones blieb ohne Erfolg: Trotz erfolgreicher WiFi-Verbindung konnten wir die App nicht nutzen. Da Vorteile, Nachteile und Qualitäten unverändert geblieben sind, bleibt das Gerät eine gute Wahl für mehretagige große, und mittlere Flächen.

Wissenswertes über Saugroboter

Saugroboter können sehr hilfreich bei der Grundreinigung sein, denn sie entfernen nicht nur Flusen und Staub zuverlässig, sondern auch lockeren Schmutz. Jedoch sind sie nie so gründlich wie die manuelle Reinigung oder die mit dem Bodenstaubsauger.

Sie haben eine geringere Saugleistung: Batteriesauger haben eine Leistung von 35 bis 40 Watt, ein normaler Haushaltsstaubsauger kommt auf 600 bis 1600 Watt.

Deebot 600 / 710: die Hauptbürste besteht aus Lamellen und Bürsten, dadurch eignet sie sich einerseits für Hartböden und andererseits für Teppich
Deebot 600 / 710: Hauptbürste mit Bürsten und Lamellen.

Dafür sind die Saugroboter aber fleißiger, vor allem Geräte, die sich für textile Beläge eignen, haben Vorteile gegenüber großen Staubsaugern, denn sie können aus den Läufern mehr Schmutz herausholen.

Eine »Tiefenreinigung« erzielt man damit nicht, mit den spindelförmigen Walzen, die mit Bürsten oder Gummi besetzt sind, werden die Oberflächen durchgeklopft und der Schmutz wird aufgesaugt, aber jeder Bodenstaubsauger ist dabei gründlicher.

Bei Fliesen oder Dielen fahren sie auch einfach über losen Schmutz hinweg, der bleibt in den Fugen dann liegen, auch Ecken werden zum Problem. So muss man trotz Saugroboter also gründlich nachreinigen.

Schwachstellen

Bei den heutigen Robotern ist die Sensorik ausgefeilt, auch günstige Modelle fahren nicht einfach herum und rumpeln gegen die Wand: Hindernisse werden erkannt, die Geräte merken sich Räume, bestimmte Reinigungsmuster werden gefahren und teils können sie auch Schmutz erkennen und diese Stellen dann sorgfältiger bearbeiten.

Das bringt jedoch nichts, wenn Dinge wie Schnürsenkel oder Lego-Steine im Weg sind. Diese Dinge können für die Sensorik zu klein sein und werden dann bestenfalls nur auf die Seite geschoben.

Wenn es blöd läuft – das passiert aber oft – dann fährt sich das Gerät an der Gardine fest oder die Seitenbürste rollt einen Schnürsenkel auf oder ein Teppich-Faden blockiert die Walze. Auch mobile Gegenstände versuchen die Geräte gelegentlich zu überfahren, dann sitzen sie darauf fest und bleiben stecken.

Bleibt der Sauger hängen und reißt Gegenstände vom Tisch, kann es sogar gefährlich werden, eine Lernphase ist also einzuplanen, denn die kleinen Sauger probieren alles aus. Nach einigen Tagen ist die Wohnung dann entsprechend optimiert und der Roboter kann ohne Störungen arbeiten.

Wenn es nur oder vor allem glatte Böden gibt, kann einem solch ein Gerät aber einiges an Arbeit abnehmen. Genau das sollte man von einem Saugroboter auch erwarten: Sich von ihm die Fahrten mit dem Staubsauger abnehmen lassen, bestenfalls während man nicht zuhause ist.

Ein Leser machte uns noch auf einen ärgerlichen Umstand aufmerksam: Sein Deebot-Saugroboter sammelte Staub, allerdings nicht wie geplant. Der Kunststoff war nicht antistatisch, so wurden Scan-Fenster und Sensoren vom Staub bedeckt, das kostete das Gerät an Orientierung.

Eine Akkuladung reicht für eine bestimmte Zeit aus, bei verwinkelten oder großen Etagen braucht es dann Zwischenladungen. Auch die einfachen Geräte reichen für 60 Quadratmeter in einer Tour, wenn es nicht zu verwinkelt ist.

Bei mehr Fläche und mehr als vier Räumen sollte man ein Modell wählen, dass eine Zwischenladung einlegen kann. Die Reinigung dann fortzusetzen, können aber erst Mittelklasse-Geräte.

Die Bereiche abgrenzen

Alle Bereiche, die das Gerät nicht abfahren soll, kann man bei einigen Modellen mit einer virtuellen Wand eingrenzen, das ist dann ein Magnetband oder eine Lichtschranke. Benötigt man das, sollte man sich vorher informieren, auch über das Zubehör, das extra Kosten verursacht.

Alternativ kann man einen Sauger kaufen, der einen Grundriss aufzeichnet, in dem man No-Go-Räume oder Linien vermerken kann.

Reinigungsdauer

Die Roboter sind eher gemächlich, sind die Räume verwinkelt und stehen Hindernisse herum, dauert es noch länger. Für drei Räume und 60 Quadratmeter muss man mit 60 bis 80 Minuten rechnen. Je mehr Hindernisse, umso länger die Zeit.

Bei den meisten Geräten wird der Raum nach einem bestimmten Muster abgefahren. Etwa erst der Rand, dann linienförmig. Oder ein Z-Muster oder Zufallsfahrten. Diese sind weniger effizient, hier wird einiges viel zu oft angefahren.

Für die größere Flächenleistung mit einer Akkuladung eignet sich die Fahrt nach Plan mehr. Dazu kartiert der Roboter die Fläche erst, etwa durch eine Fahrt am Rand entlang, das geschieht mit einer oder zwei Kameras oder auch einem Laser.

Typische Fahrmuster sind Zick-Zack-Modus, Geradeausfahrt, Spiralfahrt und Wandverfolgung. Bei Robotern mit Raumplanung wird auch noch in überlappenden Linien gefahren.

Will man eine schnelle Reinigung, sollten die Modelle eine geplante Reinigung können, also ein Raum nach dem anderen. Diese Geräte verfügen über eine Mapping-Funktion: Das Gerät erkennt, wo es bereits war und fährt die Flächen in Linien ab. Das ist schneller als die Zufallsfahrt.

Wenn der Sauger in Ihrer Abwesenheit saugen soll, sind Ladezeit, Lautstärke und Reinigungsdauer nicht so wichtig. Soll in der Nacht gesaugt werden, muss das Gerät aber leise sein. Hierfür eignen sich Lautstärken unter 65 Dezibel.

Die Treppen

Meist starten die Roboter zeitgesteuert oder ansonsten manuell von der Ladestation. Danach, oder wenn der Akku knapp wird, kehren sie wieder selbstständig zurück. Man muss das Gerät in andere Etagen tragen, eine Treppe kann es nicht überwinden. Dort reinigt es dann aber im gewünschten Modus weiter und bleibt dann wieder am Ausgangspunkt stehen.

Vorwerk Kobold VR200: Kletterhilfe am Rad
Vorwerk Kobold VR200: Er hat eine Kletterhilfe.

Wenn es geringe Höhenunterschiede oder Türschwellen gibt, eignen sich Roboter mit Steighilfe, die Geräte sollten dann einen bestimmten Höhenunterschied unbedingt überwinden können.

Abgründe oder Treppen bereiten keine Probleme, denn die Geräte haben eine Absturzsicherung. Trotzdem wird von den Herstellern empfohlen, dass man dort bei der ersten Reinigung dabei sein sollte. Denn nicht bei jedem Untergrund arbeiten die Sensoren zuverlässig, etwa bei stark spiegelndem oder glänzendem Boden. Unser Medion MD 16192 etwa ist in einem Jahr mindestens fünf Mal die Treppe runter gefallen.

Haustiere und Kinder

Gibt es viele Tierhaare zu saugen, sollte das Gerät eine Bürstenrolle haben anstatt nur einer Saugöffnung. Aber Haare wickeln sich auch dauernd im Seiten- und Hauptbürsten. Das nervt, denn man muss sie mindestens ein mal wöchentlich entfernen. Gummiwalzen bilden da eine Alternative.

iRobot Roomba i7+ (i7558): Vorteil der Gummiwalzen - keine aufgewickelt Haare!
iRobot Roomba i7+ (i7558): Bei Gummiwalzen gibt es keine aufgewickelten Haare.

Hat man kleine Kinder, so wird in der Wohnung eher Staub, Sand und Essenskrümel zu finden sein, daher muss der Staubbehälter mindestens einen halben Liter fassen. Das Chassis sollte außerdem robust sein, denn Kunststoff kann bei unsanftem Umgang schnell brechen.

Die Staubsaugerfürsorge

Will man den Beutel nicht jeden Tag leeren und den Filter ausklopfen, so sollte der Filter groß sein und der Behälter ein Volumen von mindestens einem halben Liter haben. Außerdem wollen die verfilzten Bürsten gereinigt und Haare müssen entfernt werden.

Auch den Boden muss man jeden Tag freiräumen, da sich das Gerät an vielem festfahren kann. Gegenstände, die leicht herunterfallen könnten, wollen auch in Sicherheit gebracht werden, denn der Roboter kann schonmal einen Gegenstand anrempeln.

Gelegentlich ist auch Wartung nötig, meist muss man etwa regelmäßig den HEPA-Filter, die kleinen Seitenbürsten und die Hauptbürste, sofern es eine gibt, wechseln. Bestenfalls schaut man sich die Kosten dafür vor dem Kauf an.

Wartung: Wenn die Seitenbürste so aussieht, ist ein Wechsel dringend fällig!
Wartung: So eine Seitenbürste will gewechselt werden!

Auch Saugroboter haben meist einen HEPA-Filter, durch den wird Feinstaub zurückgehalten, bei jedem mal Entleeren muss man den Filter reinigen. Außerdem auch mehrmals im Jahr austauschen. Für Allergiker kann das Ausklopfen und Reinigen ein Problem sein, einzig Vorwerk bietet hier einen Lösungsansatz.

So haben wir getestet

Getestet haben wir in einem Einfamilienhaus im Untergeschoss, Kinder gab es dort auch. Um die Gründlichkeit zu überprüfen, wurden Gewürze und Haferflocken verteilt auf bestimmte Stellen. Der Boden bestand aus Fliesen und Holzdielen.

Wettkampfplatz: 25 Schmutzpunkte in drei Räumen
Unsere Test-Etage mit 25 Schmutzpunkten.

Über mehrere Wochen waren alle Geräte täglich im Einsatz. Wir wollten sehen, wie sich die Roboter in den Haushaltsalltag der Familie integrieren. Außerdem wie groß der Zeitaufwand ist und wie die Ergebnisse aussehen.

Der Markt ist mittlerweile recht unübersichtlich geworden, wir haben daher vor allem bekannte Marken gewählt.

Wir haben uns Bestenlisten und Tests angesehen, Kundenbewertungen gelesen und Geräte zwischen 150 und 1000 Euro ausgesucht. Wissen wollten wir dabei, ob ein teures Gerät besser ist als ein günstiges. Festgestellt haben wir, dass das nicht unbedingt der Fall ist, auch günstige Roboter liefern mit einigen Abstrichen gute Ergebnisse.

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