Mühelos sauber Test: Roboter

Saugroboter im Test : Mühelos sauber

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Update 02.10.2020

Staubsaugen ist sicher keine Beschäftigung, der die meisten gerne nachgehen. Wenn es schon Roboter gibt, die das Rasenmähen für einen übernehmen, warum dann nicht auch einen fürs Staubsaugen kaufen? Wir haben 26 Saugroboter ausführlich getestet.

Update 2. Oktober 2020

Nach dem Test drei neuer Saugroboter gibt es eine neue Empfehlung: Den Eufy Robovac 11S Max.

Sebastian Jentsch
Sebastian Jentsch
ist Technik-Journalist, passionierter Heimwerker und Hobbykoch. Er schreibt unter anderem für Notebookjournal und Notebookcheck über mobile Technik und testet regelmäßig Küchen-, Haushalts- und Gartengeräte.

Regelmäßige Grundreinigung durch einen Roboter: wir haben das getestet und uns viele Staubsaugerroboter angesehen.

Modelle mit und ohne rotierende Bürste waren dabei, die Bauart hängt von der Ausstattung der Wohnung oder des Hauses ab. Gibt es größtenteils glatte Oberflächen oder Fliesen? Dann eignen sich Saugroboter ohne eine rollende Bürste, bei Teppichen dagegen geht ohne Bürste fast nichts. Auch bei glatten Flächen sind Geräte mit Bürste aber im Vorteil, etwas mehr Schmutz wird so gelöst.

Aber glatte Flächen haben auch ein paar Problemzonen, etwa schmale Fugen, die werden nicht gründlich gereinigt und alle paar Wochen muss man per Hand nachhelfen.

Hat man Teppiche, so eignen sich die Saugroboter nur für Beläge mit niedrigem Flor, bei Langflorteppichen dagegen bleiben sie stecken. Dafür eignet sich dann ein Gerät mit zwei Walzenbürsten, die gegenläufig rotieren. Aber auch diese Geräte können Probleme mit Läufern oder Teppichen bekommen, die einzeln liegen und lange Quasten haben. Die Quasten werden von den Walzen gerne aufgewickelt.

Einige Roboter können zudem auch wischen, für die haben wir aber einen separaten Test zu Wischrobotern gemacht.

Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Ecovacs Deebot 600

Der Ecovacs Deebot 600 überzeugt uns mit guter Leistung. Er kann gut mit der Konkurrenz mithalten, und ist dabei trotzdem aber recht günstig. Neben saugen, kann er sogar wischen mit dem optionalen DO3G-KTB Wisch Zubehör Set.

Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Ecovacs Deebot 600

Test Staubsauger-Roboter: Ecovacs Deebot 600
Unser Testsieger besticht durch ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis, einen niedrigen Geräuschpegel und überdurchschnittliche Sauberkeit.

Die Inbetriebnahme

All unsere Saugroboter ließen sich in Betrieb nehmen, ohne die Anleitung davor ausführlich zu lesen. Jedoch nur dann, wenn der Akku ganz aufgeladen wurde, das geschieht an der Basisstation. Seitenbürsten anstecken und Filter einlegen geht dank Schnellstarteranleitung recht zügig.

Die erste Testrunde fand immer ohne App-Steuerung statt, falls diese angeboten wurde. Hier braucht man nur einen Knopf drücken und schon kann es losgehen mit der automatischen Reinigung.

Die Bedienung

Es gibt mit »Einzelraum«, »Punkt«, »Automatik« und »Rand« unterschiedliche Fahrmodi. »Intensiv« ist eine Zusatzfunktion, mit der die Saugleistung gesteigert wird und das Gerät langsamer fährt, die kann man aber nur mit der App einstellen.

Hier gibt es, wie bei einigen anderen Saugrobotern auch, eine WLAN-Verbindung sowie eine App-Steuerung. Alle Apps haben einen ähnlichen Aufbau, der Bedienkomfort ist auch recht ähnlich. Den größten Unterschied stellt das Mapping-Feature dar, das zeichnet einen Grundriss von der Etage auf. Bestenfalls kann man dort No-Go-Linien einzeichnen, so werden Bereiche ausgeklammert vor der Reinigung.

Unser Testgerät kann solches Mapping jedoch nicht, das können nur Vorwerk Kobold VR300,  Neato Botvac D6 bzw. D4 und iRobot Roomba i7+. Beim Deebot 710 wird eine Karte für die Reinigung aufgezeichnet, die dient aber nur der Kontrolle, Sperrbereiche kann man dort nicht eintragen.

Viele Saugroboter haben kein Display, so auch hier. Störend finden wir das nicht, da man die Reinigungszeiten auch in der App einstellen kann.

Bei allen App-gesteuerten Saugrobotern kann pro Wochentag eine Reinigungszeit eingestellt werden oder viele verschiedene. Bei manchen gibt es direkt an der Dockingstation die Möglichkeit, eine Zeit festzulegen oder eine Programm-Taste damit das Gerät in 24 Stunden mit der Reinigung beginnt.

Den Deebot kann man auch per Taste direkt auf dem Gerät starten, alternativ per App oder Fernbedienung.

Bei der Voreinstellung, wenn man die Taste ein Mal drückt, fährt das Gerät im Zickzack-Reinigungsmuster. Für Teppiche ist das besser. Ansonsten gehen auch parallele Linien, also systematisches Fahren, das ist für harte Bodenbeläge besser geeignet. Dazu drückt man den Power-Button auf dem Roboter oder die Taste der Fernbedienung zweimal.

Das Ergebnis ist wichtig, so haben wir festgestellt, dass es hier keinen großen Unterschied macht, ob das Gerät einen zufälligen oder systematischen Weg wählt. Der einzige Unterschied mag die Reinigungsdauer sein, aber man kann den Saugroboter schließlich laufen lassen, wenn man nicht zuhause ist oder in der Nacht.

Der Saugroboter im Test

Getestet wurde im Erdgeschoss in einem Einfamilienhaus inklusive Flur, Wohnküche und Arbeitszimmer. Ausgehend von der Basis hat das Gerät die ganze Etage in etwa einer Stunde ohne Turbo gereinigt, danach ist er zielsicher zurück zur Basis gefahren.

Wettkampfplatz: 25 Schmutzpunkte in drei Räumen
Der Testplatz von 11/2018: in den drei Räumen gab es 25 Schmutzpunkte.

Dieses Gerät kann man für größere Etagen ebenfalls nutzen, wenn der Akku leer wird, macht er einfach Zwischenladungen.

Wie kommt er mit Höhenunterschieden zurecht?

Eine Steighilfe wie beim Vorwerk-Gerät gibt es hier nicht, aber dennoch schafft er Türschwellen und andere Hindernisse bis zu 14 Millimetern Höhe. Beim Kobold sind auch Schwellen bis 20 Millimeter drin sowie Teppichkanten bis zu 15 Millimeter.

Damit Schwellen überwunden werden können, ist das Gehäusedesign wichtig. Die Schwelle muss unter der Frontschürze liegen, berührt der Roboter die Schwelle, interpretiert er sie als ein Hindernis und dreht dann um.

All unsere Testgeräte haben zwischen vier und sechs Mal das Erdgeschoss gereinigt. Wichtig fanden wir dabei, ob der Roboter all unsere Schmutzpositionen mit Haferflocken findet – 25 an der Zahl. Und natürlich ob die Positionen ordentlich gereinigt werden.

Der Etagen-Test

88 Prozent von den Messpunkten wurden gefunden, das ist insgesamt nur Durchschnitt, alle Roboter haben das geschafft. Fast kein Gerät hat aber alle Schmutzstellen gefunden, abgesehen von den Medion-Geräten, die finden dank Zufallsfahrt viel, brauchen dafür aber auch etwa zwei Stunden.

Wie gründlich ist er?

Bei der Reinigung haben wir große Unterschiede festgestellt. Unser Test-Boden hatte Fließen mit normaler Fugenbreite bis hin zu breiten Fugen und der restliche Boden bestand aus Hausdielen mit Nut und Feder.

Der Deebot 600 schafft 60 Prozent unserer Messpunkte recht gründlich im Normalmodus, 40 Prozent blieben ungesaugt oder aber unsauber.

Die 60 Prozent klingen erstmal nicht besonders gut, jedoch schaffte der beste Saugroboter auch nur 79 Prozent, einige kamen sogar nur auf ca. 36 Prozent.

Wenig gründlich finden wir es dann, wenn die Haferflocken nur teilweise gesaugt werden oder aber in den Randbereich verteilt werden dank Seitenbürsten. Auch Schmutz in den Fugen oder an den Übergängen von Teppich und Fliesen finden wir nicht gut.

Die Lautstärke

Mit dem Deebot 600 bekommt man einen gemütlichen Saugroboter, er nähert sich vorsichtig an und bremst sogar schon vor den vermeintlichen Objekten ab.

Das Geräusch ist gleichförmig, er ist schön leise.

Der Staubbehälter

Es gibt einen Staubbehälter für 0,52 Liter laut Herstellerangabe. Im Internet finden wir dazu unterschiedliche Angaben. Nachgemessen haben wir mithilfe einer Plastiktüte, in die konnten wir etwa 0,6 Liter Wasser füllen, so viel Schmutz würde schon über die Saugöffnung rieseln, daher gehen wir bei den 0,52 Litern von einer praxistauglichen Größenordnung aus.

Für Allergiker und Haustiere

Bei allen Geräten gibt es HEPA-Feinstaubfilter. Die muss man bei jedem Mal Entleeren ausklopfen und/oder auch ausspülen. Für Allergiker bedeutet das meist eine Staubwolke beim Mülleimer, das ist schlecht.

Nur Dyson, iRobot und Vorwerk eignen sich für Allergiker. Beim Vorwerk-Gerät kann man die Staubbox mit einem Bodenstaubsauger absaugen, der Roomba i7+ wird von einer Clean Base entleert und Dyson hat getrennt eingebauten Staubfang und Filter, somit muss man den Filter nicht ausklopfen.

Die Walzen, die mit Bürsten bestückt sind, können recht schnell verfilzen, das bedeutet hohen Wartungsaufwand.

Was sind Roboterfallen?

Fast keines unserer Testgeräte war immun gegen Störungen, alle sind mal irgendwo hängen geblieben, sei es an Gardinen, Schnüren, flachen Gegenständen oder Kabeln.

Neato Botvac D4: eigentlich passt er nicht mehr drunter, doch das bemerkt der Laser nicht, so zerkratzt er sich den Aufbau und schiebt leichte Möbel auch manchmal durch die Gegend
Der Neato Botvac D4 ist zu hoch für die Kommode, aber der Laser bemerkt das nicht.

Egal wie gut der Roboter konstruiert ist, Bereiche mit Störquellen sollte man vorher beseitigen oder durch Magnetbänder, Lichtschranken oder via App ausschließen.

Die Wartung

In regelmäßigen Abständen sind neue Filter sowie Haupt- und Seitenbürsten gefragt. Wir rechnen mit mindestens vier der HEPA-Filter im Jahr. Etwa zwei Paar Seitenbürsten, sofern das Gerät überhaupt zwei hat.

Beim Deebot belaufen sich die zusätzlichen Kosten auf etwa 41 Euro pro Jahr, das ist Durchschnitt. iRobot und Medien kommen auf etwa 12 bis 25 Euro, sind damit günstiger bei der Wartung. Jedoch handelt es sich nur um Anhaltspunkte, die Tausch-Häufigkeit ist abhängig von Putzfrequenz und Art des Bodenbelags, Akku-Tausch wurde dabei noch nicht mitberechnet.

Die Verarbeitung

Zu den recht guten Konstruktionen in unserem Testfeld gehört der Deebot 600, ebenso seine Basisstation. Schwer ist sie nicht, hat aber rutschhemmende Füße. Das ist kein Standard, ansonsten stehen nur noch bei AEG, Vorwerk und Neato die Stationen fest am Platz und werden beim Putzen nicht vom Gerät verschoben.

Bei Deebot 600 gibt es ein Netzteil inklusive dünnem Kabel statt einem ordentlichen Stromkabel. Beim Deebot 710 dagegen gibt es an der Station ein dickes Netzteil.

Ecovacs Deebot 600: auf der Ladebasis liegt die Fernbedienung
Ecovacs Deebot 600: Fernbedienung auf der Ladebasis.

Das Zubehör

Das Gerät kommt mit viel Zubehör daher: Hauptbürste, Fernbedienung, Ersatzfeinstaubfilter, Reinigungswerkzeug, zwei Ersatzseitenbürsten und Ladestation sind dabei. So viel bietet die Konkurrenz nicht.

Gibt es Nachteile?

Den perfekten Saugroboter haben wir im Test nicht gefunden, bei allen gibt es Vor- und Nachteile. Hier könnte man etwa den großen, aber dennoch nicht größten Schmutztank bemängeln.

Bei der Staubbox kleckert es schonmal, denn einen Rücklaufschutz gibt es hier nicht. Somit sollte man das Gerät vorsichtig transportieren, vor allem, wenn man ihn länger nicht geleert hat. Andere Geräte haben das Problem aber auch. Eine Füllstandswarnung gibt es nicht, daher kann das Gerät auch einfach überlaufen. Der Schmutz wird dann wieder schön verteilt. Einige Geräte bieten daher Rücklaufklappen an im Staubbehälter.

Deebot 710: Sie müssen die Hauptbürste entnehmen, um solchen Filz zu entfernen
Die Hauptbürste muss zum Entfernen der Haare entnommen werden.

Die Hauptbürste verfilzt gerne mal mit Haaren, daher sollte man sie mindestens alle 14 Tage herausnehmen und reinigen. Andere Geräte, die eine Bürstenwalze haben, haben dieses Problem aber auch.

 Saugroboter Test: Staubsaugerrobo Update112019 Blaupunkt Bluebotxsmart
Blaupunkt Bluebot XSmart: hier muss man den Filter aus dem Schmutz ziehen.

Der HEPA-Filter muss häufig gereinigt werden, Allergiker dürfte das nicht freuen, auch hier teilen sich die meisten Geräte aber das Problem. Nur iRobot, Dyson und Vorwerk stechen da positiv heraus.

Hohe Raumabdeckung: iRobot Roomba e5

Hohe Raumabdeckung

iRobot Roomba e5

Test Staubsauger-Roboter: iRobot Roomba e5
Hohe Raumabdeckung und sehr gründlich – speziell auf Teppich: Der Roomba bietet einiges fürs Geld.

Beim iRobot Roomba e5 gib es vier Vorteile: die Reinigungswalze verfilzt nicht, da sie keine Bürsten hat, sondern Gummi und Lamellen. Damit lassen sich textile Bodenbeläge gut behandeln bei niedrigem bis mittlerem Flor, wird dabei Staub aufgewirbelt, so wird es aufgesaugt.

Weitere Vorteile sind die Batterielaufzeit von 78 Minuten und die Gründlichkeit. Auch für eine große Etage eignet er sich, nach der Zwischenladung setzt er die Arbeit wieder fort.

Wir konnten nicht genau nachvollziehen, ob die Schmutzerkennung Dirt Detect funktioniert, zumindest verlangsamt das Gerät gelegentlich seine Fahrt, widmet sich einem Bereich dann intensiv. Jedoch macht er das auch dort, wo kein offensichtlich erkennbarer Schmutz liegt.

Die Gründlichkeit im Test lag bei 64 Prozent. Der Wert ist gut.

Die Raumabdeckung lag hier bei 92 Prozent, andere Roboter können das jedoch auch, bei 90 Prozent lag der Durchschnitt im Test.

In der App kann man für eine sieben-Tage-Woche Zeitpläne festlegen. Dieser Roboter ist ebenfalls mit einer Mapping-Funktion ausgestattet, aufgezeichnet wird aber kein Grundriss und auch Bereiche können nicht ausgeschlossen werden.

Der Staubbehälter lässt sich angenehm leicht ausleeren, einfach aus der Rückseite herausziehen und dann den Behälter entleeren. Man kann den Filter ebenso leicht abnehmen und ausklopfen.

Hinein passen 0,6 Liter, so muss man die Box auch nicht jeden Tag ausleeren. Die Gefahr beim Tragen ist allgemein, dass Staub herausrieselt, hier gibt es immerhin einen Tragegriff, der ausgeklappt werden kann.

Die Kosten für Verbrauchsmaterial pro Jahr belaufen sich auf etwa 25 Euro, das ist recht wenig. Mit dabei ist eine virtuelle Wand, die sichert entweder einen Umkreis von einem Meter ab (Leuchtturm-System) oder sperrt mit der Lichtschranke einen Teil des Raumes. Die WLAN-fähige Modelle sind zudem kompatibel mit Alexa.

Fürs ganze Haus: Neato Robotics Botvac D7 Connected

Fürs ganze Haus

Neato Robotics Botvac D7 Connected

Test Saugroboter: Neato Robotics Botvac D7 Connected
Der Roboter fürs ganze Haus: Mit 100 Minuten Laufzeit und großem Staubbehälter ist der Botvac D7 auch für längere Einsätze gerüstet.

Der Neato Robotics Botvac D7 Connected kostet 600 Euro, ist pflegeleicht, robust und komfortabel. Mit diesem Gerät kann man das ganze Haus inklusive unterschiedlicher Etagen reinigen.

Botvac D7 App: Karte der Etage - Zonen und No-Go-Bereiche markiert
Botvac D7 App: Die Karte mit No-Go-Bereichen und Zonen.

Für jede der Etagen legt das Gerät dafür eine Karten an, in diese können Sie dann No-Go-Linien zeichnen, etwa da wo der Fressnapf des Haustieres steht. Zudem kann man Zonen markieren, wohin das Gerät dann zielgerichtet hinfährt.

Für den Zeitplan bei den zeitgesteuerten Reinigungsfahrten sind die Zonen aber nicht aktiv. Die Fahrt in den Flur oder zum Esstisch kann man per App manuell starten, so muss das Gerät nicht getragen werden.

Im Test haben wir bei einer großen Etage eine ununterbrochene Laufzeit von 100 Minuten bekommen, beim Erdgeschoss mit 60 Quadratmetern und drei Zimmern war er nach 50 Minuten fertig, eine Fortsetzungsladung war nicht nötig.

Man kann dieses Gerät auch abseits der Ladestation in jede Etage setzen, anhand der Raummerkmale erkennt er, auf welcher der Karten er ist und kann somit auch die No-Go-Linien beachten und die ausgewählten Zonen anfahren.

Neato Robotics Botvac D7 Connected: Hinter dem Filter sammeln sich Flusen, die nicht ausgeklopft werden können.
Neato Robotics Botvac D7 Connected: Flusen hinterm Filter, ausklopfen kann man sie nicht.

In den Staubtank passen 0,7 Liter, er lässt sich leicht entleeren, aber dazu sollte man ihn gleich über einen Mülleimer halten, da schnell etwas daneben geht.

Beim HEPA-Filter gibt es eine Abdeckung, man kann ihn ausklopfen. Jedoch sammeln sich hinter der Siebabdeckung Flusen, der Filter setzt sich zu und man muss ihn nach maximal zwei Monaten ersetzen. Für einen Zweier-Pack halt man 30 Euro.

Neato Robotics Botvac D7 Connected: Kombi-Bürste für Teppich und glatte Beläge
Neato Robotics Botvac D7 Connected: eine Kombi-Bürste.

Will man das Gerät ohne Planungsmöglichkeit per App lieber manuell starten, geht das per Knopfdruck. Am Gerät kann man manuell Punktreinigung oder Flächenmodus (für die Etage) wählen.

Alle Neato-Geräte im Test hatten aber eine geringe Sauberkeitsquote, von 25 werden durchschnittlich 10 Schmutzpunkte überhaupt nicht gereinigt, bei anderen sind Reste liegengeblieben. Bei der nächsten Fahrt wurden diese Stellen dann aber größtenteils gefunden und doch noch sauber. »Sofort sauber« war hier aber nichts.

Diese Geräte saugen auch Schmutz aus breiten oder tiefen Fliesenfugen, dank ihrer D-Form gelangen sie aber nicht richtig in die Ecken.

Die Bauhöhe samt »Laser-Turm« mit 10 Zentimetern ist ein Nachteil, wenn das Gerät nicht mehr unter Möbel passt. Auch die Lautstärke könnte ein Nachteil sein, die Geräte rumpeln und quietschen eher.

Solide und saugstark: Eufy Robovac 11S Max

Solide und saugstark

Eufy Robovac 11S Max

Test: Eufy Robovac 11s Max
Ein Sauger ohne App und Schnickschnack mit einfacher Entleerung und waschbarem Filter.

Ohne viel Tamtam gibt es den Eufy Robovac 11S Max. Er eignet sich für alle, die schnell ein sauberes Heim wollen und dafür keine App brauchen.

Der Staubtank von 0,6-Liter lässt sich sehr zügig in drei Schritten leeren. Im vierten Schritt wird der Filter ausgespült – selten, dass das vom Hersteller ausdrücklich erlaubt ist.

 Saugroboter Test: Saugroboter Update Eufyrobovac11smax
Schmutzbox auf und Schmutz auskippen.

Der Eufy ist kein Super-Slim-Saugroboter, hat aber keinen Laser-Turm und schafft es so unter die meisten Betten oder Schränke. Im automatischen Betrieb ist die Gründlichkeit nicht perfekt, vereinzelt bleiben Krümel liegen.

Bei stärkster Saugkraft und Max-Modus werden aber sogar die breiten Fliesenfugen unserer Küche gesäubert – was für eine Leistung! Im Auto-Betrieb und bei der Fahrt mit Zeitsteuerung ist der Max-Modus allerdings leider nicht einstellbar.

Die Ladebasis lässt keine Wünsche offen: Sie steht fest und wird vom Roboter nicht verschoben. Für die Fernbedienung ist eine Mulde eingebaut und es gibt ein Kabelfach. Zwar haben wir die Fernbedienung nicht getestet, aber sie gehört zur Grundausstattung des Eufy Robovac 11S Max. Man kann mit ihr eine tägliche Reinigungszeit festlegen, mehr geht damit aber auch nicht.

Hoher Komfort: iRobot Roomba i7+ (i7558)

Hoher Komfort

iRobot Roomba i7+ (i7558)

iRobot Roomba i7+ (i7558): Die Absaugungstation bringt endlich den Komfort, den sich die meisten von einem Roboter wünschen.
Der Roomba bietet hohen Komfort durch Selbstentleerung, verfilzungsfreie Gummiwalzen und Raumkartierung.

Der iRobot Roomba i7+ hat eine Clean Base, die fungiert als Ladebasis und zugleich als Absaugstation, so muss man nicht dauernd mit dem Schmutztank hantieren. Wir finden vor allem den Komfort gut, den das Gerät bietet.

Wenn das Gerät in die Station fährt, kommt es zur lautstarken Entleerung, das Gleiche passiert, wenn die Akkuladung für die ganze Etage nicht reicht und eine Zwischenladung braucht. Gelagert wird der Schmutz in der Clean Base, in einem Beutel, der geschlossen ist, da passt der Inhalt von etwa 30 Staubbehältern hinein.

iRobot Roomba i7+ (i7558): Einmal-Beutel in der Station
iRobot Roomba i7+ (i7558): Einmal-Beutel in der Station.

Das sind aber Einweg-Staubsaugerbeutel und werden vollständig entsorgt. Drei davon kosten etwa 20 Euro.

Wir empfehlen, die Nutzung dieser Einweg-Staubsaugerbeutel zu verlängern, indem man etwa eine der Ecken einschneidet und sie nach dem Ausleeren mit einem Tüten-Clip verschließt.

Somit bekommen wir hier die komfortabelste Lösung, die kein anderes Gerät in unserem Test bietet. Natürlich muss man sich trotzdem noch um die Staubbox kümmern, denn der HEPA-Filter verschmutzt dennoch und man muss ihn einmal pro Woche ausklopfen. Größere Papierschnipsel oder anderes sperriges Material bleiben zudem gerne im Tank hängen, die muss man dann händisch entfernen. Dabei kann man den Tank dann auch noch mit Wasser ausspülen, nicht aber den Filter, der muss ausgeklopft werden.

iRobot Roomba i7+ (i7558): Fährt zielgenau und schnell zu seiner Station und lässt sich entleeren. Perfekt!
iRobot Roomba i7+ (i7558): Zielgenau fährt in in die Station, um sich entleeren zu lassen.

Noch ein Pluspunkt sind die Gummiwalzen, die nicht verfilzen, die haben bei Fugen und Ritzen zwar gelegentlich Schwierigkeiten, aber dafür muss man nicht andauernd aufgewickelte Haare von ihnen entfernen.

Durch die Seitenbürste wird der Schmutz auch mal zerstreut, nach der Reinigung kann also noch ein wenig übrig bleiben. Beim nächsten Durchgang sind diese Reste aber auch beseitigt.

Bei unserer Etage konnten war die Raumabdeckung gut, beinahe alle Schmutzpunkte hat er angefahren. Ohne Zwischenladungen kommt er auf 86 Minuten Saugarbeit im Normalmodus.

iRobot Roomba i7+ (i7558): kartiert ihre Räume, die dann in einzelne Zonen aufgeteilt und benannt werden. So kann der Roboter zielgenau einzelne Räume anfahren!
iRobot Roomba i7+ (i7558): er kartiert die Räume.

Bei iRobot gibt es mit Imprint eine intelligente Kartierung. Nach zwei oder spätestens drei Reinigungsfahrten wird gemeldet, dass es nun von den Räumen eine vollständige Karte gibt. Dann können in der Smartphone-App Bereiche voneinander abgegrenzt werden und man kann benennen, etwa Büro, Esszimmer und Wohnzimmer.

Nun kann man die Räume in die Planung aufnehmen. So ist es dann Möglich, jeden Tag Esszimmer und Flur reinigen zu lassen, aber das Büro nur alle drei Tage. Dieses Planungsniveau ist einzigartig im Test.

Was nun, wenn das Gerät in unterschiedlichen Etagen eingesetzt wird? Er überschreibt dann keine der Karten, sondern legt separate Karten an. Anhand von visuellen Fixpunkten unterscheidet er, wo er sich im Augenblick befindet.

Das Gerät beherrscht angeblich visuelle Lokalisierung. Dafür gibt es eine Kamera, iAdapt 3.0. Wir konnten durch reines Beobachten aber nicht erkennen, ob er wirklich visuelle Markierungspunkte erstellt.

Das Mapping über zwei Etagen funktionierte gut, eine Orientierungsfähigkeit trauen wir ihm also durchaus zu. Außerdem fährt er sehr zielgenau zur Station zurück, kaum eines der anderen Testgeräte schaffte das so schnell.

Was gibt es sonst noch?

Der Medion MD19511 ist das neue Basismodell des Herstellers. Der Aufbau ist gleich, nur dass das Gerät jetzt in Bahnen und nicht mehr im Zickzack fährt. Im automatischen Betrieb kommen erst die Ränder, dann die Flächen und das gründlich. Der Saugroboter fährt bis zum letzten Akkurest und beseitigt somit fast jeden Schmutz – auch in Fliesenfugen. Statt mit Bürsten läuft er mit Ansaugung und das 132 Minuten, ideal also für 60 bis 70 Quadratmeter. Leider ist aber die Entleerung mühsam  und der Staubbehälter sehr klein. Außerdem ist die Basis zu leicht, wird dadurch verschoben und durch den kleinen Ladekontakt wird das Aufladen des Gerät zu einer fummeligen Angelegenheit.

Der Kyvol Cybovac E30 ist ein flaches Gerät, fährt in Bahnen und hat einen Durchflusssensor – bei den Fliesenfugen half der allerdings nicht, auch im Max-Modus blieb Schmutz liegen. Dafür hat er einen großen Tank und kann einfach entleert werden. Im Lieferumfang ist zudem ein Magnetband zum Absperren einiger Bereiche mit dabei. Mithilfe der Fernbedienung kann man eine Reinigungszeit vorprogrammieren. Die App, die sicher noch mehr kann, konnten wir allerdings nicht nutzen: Wegen einem Bug konnten wir uns nicht registrieren.

Gut für Allergiker: Die Staubbox des Vorwerk Kobold VR300 kann mit einem Bodenstaubsauger abgesaugt und so der Kontakt mit dem Schmutz vermieden werden. Die Navigation des Geräts ist sehr spannend: Der Roboter legt Grundrisse jeder Etage an, in denen auch Gebiete ausgegrenzt werden können und das ganz ohne Magnetband, physische Barriere oder Lichtschranke. Es können auch Spots vergrößert, eine Intensivreinigung eingestellt oder eine Zeit festgelegt werden. Der Kobold VR300 ist robust und auch für große Flächen geeignet, da er bei niedrigem Akku zwischenlädt. Zudem besitzt er eine Kletterhilfe und kann bis zu zwei Zentimeter überwinden. Allerdings ist das Gerät sowie auch die Wartung teuer und der Sauger recht laut.

Der AEG RX9-1 ist kompakt und eignet sich für jeden Bodenbelag, flach ist er aber nicht unbedingt. Deshalb passt er auch nicht unter jedes Möbelstück. Mapping beherrscht er, es wird beim Reinigen also jedes Mal ein Grundriss von der Etage oder des Raumes angelegt. Hier haben wir es aber mit Kontroll-Mapping zu tun, virtuelle Grenzen kann man da nicht ziehen. Der Staubbehälter ist angenehm groß, die Betriebsgeräusche sind moderat. Man kann den Behälter einfach herausnehmen und ihn über einem Mülleimer ausleeren, danach muss nur noch der Filter ausgeklopft werden. Egal ob mit oder ohne App – das Gerät lässt sich auch manuell gut bedienen. Die Gründlichkeit fanden wir nicht ganz so toll, da die Seitenbürsten den Schmutz verteilen und nicht zur Saugöffnung werfen. Bei Teppich wird seine Saugleistung gesteigert, wir empfehlen das Gerät insgesamt für mehrheitlich textile Bodenlandschaften.

Der Xiaomi Roborock S6 hätte es fast zur Empfehlung gebracht, wenn sein Antrieb nicht so quietschen würde. Technisch ausgereift ist er, die Navigation ist erstklassig. Saugen kann er besser als Wischen. Der Staubtank fasst 480 Milliliter und lässt sich leicht leeren, die Verarbeitung ist solide und nach einigen Wochen hatten sich nur wenige Haare in die Rolle gefilzt. Gründlichkeit ist definitiv nicht seine Stärke, die meisten Schmutzstellen hat er zwar gefunden, diese aber nicht immer komplett gereinigt.

Für das Gerät sind auch 100 bis 150 Quadratmeter kein Problem. Teppiche werden automatisch erkannt, die Saugkraft wird dann erhöht. Die Navigation per App finden wir auch gelungen, beim Mapping werden sehr viele Fein-Einstellungen geboten. Man kann etwa No-Go-Bereiche festlegen, außerdem erkennt das Gerät einzelne Räume, die kann er in der Zeitsteuerung dann verschieden oft anfahren. Deutsch spricht er auch, jede andere Sprache kann aber auch eingestellt werden. Die quietschenden Fahrgeräusche stören uns aber ziemlich, dabei hat es dezent angefangen und wurde nach mehreren Fahrten dann zu enormem Lärm. Wenn das Problem behoben wird, würden wir ihn definitiv empfehlen, aktuell raten wir vom Kauf aber ab.

Der Dyson 360 Eye ist teuer, dafür kann sich aber die Saugleistung sehen lassen, vor allem bei Teppichen schlägt er die meiste Konkurrenz. Da er eine kurze Reinigungszeit hat und häufige Zwischenladungen braucht, ist er für das schnelle Reinigen zwischendurch eher ungeeignet. Ist man aber tagsüber viele Stunden arbeiten, macht die hohe Reinigungszeit sicher nichts aus und die Lautstärke beim Saugen auch nicht. Die Reinigungsleistung ist ausreichend für Hartböden. Er kann auch 80 bis 100 Quadratmeter reinigen, sofern Hindernisse wie Wäscheständer oder Schnürsenkel nicht im Weg sind. In den Randbereichen, Ecken und unter den Möbeln ist das Ergebnis aber schlecht aufgrund der Bauhöhe. Geräte mit Seitenbürsten können da mehr.

Vorteile hat er bei der Saugkraft, der Zyklon-Technologie. Auf kleinstem Raum werden hohe Zentrifugalkräfte erzeugt, sodass auch aus textilen Belägen Schmutz aufgenommen werden kann. Von der Bürstenwalze wird der Teppich aufgerüttelt, das lockert Schmutzpartikel. Der Behälter kann beinahe staubfrei entleert werden. Hier wird nicht wie bei der Konkurrenz der Staubfilter ausgeklopft, sondern ausgekippt und ausgewischt. Die beiden Filter werden einzeln angebracht, somit verschmutzen sie weniger schnell und lassen sich auch per Hand auswaschen. Bei den meisten anderen Robotern geht das nicht, jedenfalls wird das von den Herstellern nicht empfohlen. Somit muss nach etwa sechs oder acht Monaten Nachschub her, bei Dyson hat man als Folgekosten nur die Rollenbürste.

Wissenswertes über Saugroboter

Saugroboter können sehr hilfreich bei der Grundreinigung sein, denn sie entfernen Flusen und Staub zuverlässig und auch lockeren Schmutz. Jedoch sind sie nie so gründlich wie die manuelle Reinigung oder die mit dem Bodenstaubsauger.

Sie haben eine geringere Saugleistung, Batteriesauger haben eine Leistung von 35 bis 40 Watt, ein normaler Haushaltsstaubsauger kommt auf 600 bis 1600 Watt.

Deebot 600 / 710: die Hauptbürste besteht aus Lamellen und Bürsten, dadurch eignet sie sich einerseits für Hartböden und andererseits für Teppich
Deebot 600 / 710: Hauptbürste mit Bürsten und Lamellen.

Dafür sind die Saugroboter aber fleißiger, vor allem Geräte, die sich für textile Beläge eignen, haben Vorteile gegenüber großen Staubsaugern, denn sie können aus den Läufern mehr Schmutz herausholen.

Eine »Tiefenreinigung« erzielt man damit nicht, mit den spindelförmigen Walzen, die mit Bürsten oder Gummi besetzt sind, werden die Oberflächen durchgeklopft und der Schmutz wird aufgesaugt, aber jeder Bodenstaubsauger ist dabei gründlicher.

Bei Fliesen oder Dielen fahren sie auch einfach über losen Schmutz hinweg, der bleibt in den Fugen dann liegen, auch Ecken werden zum Problem.

So muss man trotz Saugroboter also gründlich nachreinigen.

Schwachstellen

Bei den heutigen Robotern ist die Sensorik ausgefeilt, auch günstige Modelle fahren nicht einfach herum und rumpeln gegen die Wand, Hindernisse werden erkannt, die Geräte merken sich Räume, bestimmte Reinigungsmuster werden gefahren und teils können sie auch Schmutz erkennen und diese Stellen dann sorgfältiger bearbeiten.

Das bringt jedoch nichts, wenn Dinge wie Schnürsenkel oder Lego-Steine im Weg sind. Diese Dinge können für die Sensorik zu klein sein und werden dann bestenfalls nur auf die Seite geschoben.

Wenn es blöd läuft – das passiert aber oft – dann fährt sich das Gerät an der Gardine fest oder die Seitenbürste rollt einen Schnürsenkel auf oder ein Teppich-Faden blockiert die Walze. Auch mobile Gegenstände versuchen die Geräte gelegentlich zu überfahren, dann sitzen sie darauf fest und bleiben stecken.

Bleibt der Sauger hängen und reißt Gegenstände vom Tisch, kann es sogar gefährlich werden, eine Lernphase ist also einzuplanen, denn die kleinen Sauger probieren alles aus. Nach einigen Tagen ist die Wohnung dann entsprechend optimiert und der Roboter kann ohne Störungen arbeiten.

Wenn es nur oder vor allem glatte Böden gibt, kann einem solch ein Gerät aber einiges an Arbeit abnehmen. Genau das sollte man von einem Saugroboter auch erwarten: sich von ihm die Fahrten mit dem Staubsauger abnehmen lassen, bestenfalls während man nicht zuhause ist.

Ein Leser machte uns noch auf einen ärgerlichen Umstand aufmerksam: sein Deebot-Saugroboter sammelte Staub, allerdings nicht wie geplant. Der Kunststoff war nicht antistatisch, so wurden Scan-Fenster und Sensoren vom Staub bedeckt, das kostete das Gerät an Orientierung.

Eine Akkuladung reicht für eine bestimmte Zeit aus, bei verwinkelten oder großen Etagen braucht es dann Zwischenladungen. Auch die einfachen Geräte reichen für 60 Quadratmeter in einer Tour, wenn es nicht zu verwinkelt ist.

Bei mehr Fläche und mehr als vier Räumen sollte man ein Modell wählen, dass eine Zwischenladung einlegen kann. Die Reinigung dann fortzusetzen können aber erst Mittelklasse-Geräte.

Die Bereiche abgrenzen

Alle Bereiche, die das Gerät nicht abfahren soll, kann man bei einigen mit einer virtuellen Wand eingrenzen, das ist dann ein Magnetband oder eine Lichtschranke. Benötigt man das, sollte man sich vorher informieren, auch über das Zubehör, das extra Kosten verursacht.

Alternativ kann man einen Sauger kaufen, der einen Grundriss aufzeichnet, in dem man No-Go-Räume oder Linien vermerken kann.

Reinigungsdauer

Die Roboter sind eher gemächlich, sind die Räume verwinkelt und stehen Hindernisse herum, dauert es noch länger. Für drei Räume und 60 Quadratmeter muss man mit 60 bis 80 Minuten rechnen, je mehr Hindernisse, umso länger die Zeit.

Bei den meisten Geräten wird der Raum nach einem bestimmten Muster abgefahren. Etwa erst Rand, dann linienförmig. Oder ein Z-Muster oder Zufallsfahrten. Diese sind weniger effizient, hier wird einiges viel zu oft angefahren.

Für die größere Flächenleistung mit einer Akkuladung eignet sich die Fahrt nach Plan mehr. Dazu kartiert der Roboter die Fläche erst, etwa durch eine Fahrt am Rand entlang, das geschieht mit einer oder zwei Kameras oder auch einem Laser.

Typische Fahrmuster sind Zick-Zack-Modus, Geradeausfahrt, Spiralfahrt und Wandverfolgung. Bei Robotern mit Raumplanung wird auch noch in überlappenden Linien gefahren.

Will man eine schnelle Reinigung, sollten die Modelle eine geplante Reinigung, also ein Raum nach dem anderen, können. Diese Geräte verfügen über eine Mapping-Funktion: das Gerät erkennt, wo es bereits war und fährt die Flächen in Linien ab. Das ist schneller als die Zufallsfahrt.

Wenn der Sauger in Ihrer Abwesenheit saugen soll, sind Ladezeit, Lautstärke und Reinigungsdauer nicht so wichtig. Soll in der Nacht gesaugt werden, muss das Gerät aber leise sein. Hierfür eignen sich Lautstärken unter 65 Dezibel.

Die Treppen

Meist starten die Roboter zeitgesteuert oder ansonsten manuell von der Ladestation. Danach, oder wenn der Akku knapp wird, kehren sie wieder selbstständig zurück. Man muss das Gerät in andere Etagen tragen, eine Treppe können sie nicht überwinden. Dort reinigt er dann aber im gewünschten Modus weiter und bleibt dann wieder am Ausgangspunkt stehen.

Vorwerk Kobold VR200: Kletterhilfe am Rad
Vorwerk Kobold VR200: er hat eine Kletterhilfe.

Wenn es geringe Höhenunterschiede oder Türschwellen gibt, eignen sich Roboter mit Steighilfe, die Geräte sollten dann einen bestimmten Höhenunterschied unbedingt überwinden können.

Abgründe oder Treppen bereiten keine Probleme, denn die Geräte haben eine Absturzsicherung. Trotzdem wird von den Herstellern empfohlen, dass man dort bei der ersten Reinigung dabei sein sollte. Denn nicht bei jedem Untergrund arbeiten die Sensoren zuverlässig, etwa bei stark spiegelndem oder glänzendem Boden. Unser Medion MD 16192 etwa ist in einem Jahr mindestens fünf Mal die Treppe runter gefallen.

Haustiere und Kinder

Gibt es viele Tierhaare zu saugen, dann sollte das Gerät eine Bürstenrolle haben anstatt nur einer Saugöffnung. Aber Haare wickeln sich auch dauernd im Seiten- und Hauptbürsten. Das nervt, denn man muss sie mindestens ein mal wöchentlich entfernen. Gummiwalzen bilden da eine Alternative.

iRobot Roomba i7+ (i7558): Vorteil der Gummiwalzen - keine aufgewickelt Haare!
iRobot Roomba i7+ (i7558): bei Gummiwalzen gibt es keine aufgewickelten Haare.

Hat man kleine Kinder, so wird in der Wohnung eher Staub, Sand und Essenskrümel zu finden sein, daher muss der Staubbehälter mindestens einen halben Liter fassen. Das Chassis sollte außerdem robust sein, denn Kunststoff kann bei unsanftem Umgang schnell brechen.

Die Staubsaugerfürsorge

Will man den Beutel nicht jeden Tag leeren und den Filter ausklopfen, so sollte der Filter groß sein und der Behälter ein Volumen von mindestens einem halben Liter haben. Außerdem wollen die verfilzten Bürsten gereinigt werden und Haare müssen entfernt werden.

Auch den Boden muss man jeden Tag freiräumen, da sich das Gerät an vielem festfahren kann. Gegenstände, die leicht herunterfallen könnten, wollen auch in Sicherheit gebracht werden, denn der Roboter kann schonmal einen Gegenstand anrempeln.

Gelegentlich ist auch Wartung nötig, meist muss man etwa regelmäßig den HEPA-Filter, die kleinen Seitenbürsten und die Hauptbürste, sofern es eine gibt, wechseln. Bestenfalls schaut man sich die Kosten dafür vor dem Kauf an.

Wartung: Wenn die Seitenbürste so aussieht, ist ein Wechsel dringend fällig!
Wartung: So eine Seitenbürste will gewechselt werden!

Auch Saugroboter haben meist einen HEPA-Filter, durch den wird Feinstaub zurückgehalten, bei jedem mal Entleeren muss man den Filter reinigen. Außerdem auch mehrmals im Jahr austauschen. Für Allergiker kann das Ausklopfen und Reinigen ein Problem sein, einzig Vorwerk bietet hier einen Lösungsansatz.

So haben wir getestet

Getestet haben wir in einem Einfamilienhaus im Untergeschoss, Kinder gab es dort auch. Um die Gründlichkeit zu überprüfen, wurden Gewürze und Haferflocken verteilt auf bestimmte Stellen. Der Boden bestand aus Fliesen und Holzdielen.

Wettkampfplatz: 25 Schmutzpunkte in drei Räumen
Unsere Test-Etage mit 25 Schmutzpunkten.

Über mehrere Wochen waren alle Geräte täglich im Einsatz. Wir wollten sehen, die die Roboter sich in den Haushaltsalltag der Familie integrieren. Außerdem wie groß der Zeitaufwand ist und wie die Ergebnisse aussehen.

Der Markt ist mittlerweile recht unübersichtlich geworden, wir haben daher vor allem bekannte Marken gewählt.