Mühelos sauber Test: Roboter

Saugroboter im Test : Mühelos sauber

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Veröffentlicht 27.04.2020

Staubsaugen ist sicher keine Beschäftigung, der die meisten gerne nachgehen. Wenn es schon Roboter gibt, die das Rasenmähen für einen übernehmen, warum dann nicht auch einen fürs Staubsaugen kaufen? Wir haben 23 Saugroboter ausführlich getestet.

Sebastian Jentsch
Sebastian Jentsch
ist Technik-Journalist, passionierter Heimwerker und Hobbykoch. Er schreibt unter anderem für Notebookjournal und Notebookcheck über mobile Technik und testet regelmäßig Küchen-, Haushalts- und Gartengeräte.

Regelmäßige Grundreinigung durch einen Roboter: wir haben das getestet und uns viele Staubsaugerroboter angesehen.

Modelle mit und ohne rotierende Bürste waren dabei, die Bauart hängt von der Ausstattung der Wohnung oder des Hauses ab. Gibt es größtenteils glatte Oberflächen oder Fliesen? Dann eignen sich Saugroboter ohne eine rollende Bürste, bei Teppichen dagegen geht ohne Bürste fast nichts. Auch bei glatten Flächen sind Geräte mit Bürste aber im Vorteil, etwas mehr Schmutz wird so gelöst.

Aber glatte Flächen haben auch ein paar Problemzonen, etwa schmale Fugen, die werden nicht gründlich gereinigt und alle paar Wochen muss man per Hand nachhelfen.

Hat man Teppiche, so eignen sich die Saugroboter nur für Beläge mit niedrigem Flor, bei Langflorteppichen dagegen bleiben sie stecken. Dafür eignet sich dann ein Gerät mit zwei Walzenbürsten, die gegenläufig rotieren. Aber auch diese Geräte können Probleme mit Läufern oder Teppichen bekommen, die einzeln liegen und lange Quasten haben. Die Quasten werden von den Walzen gerne aufgewickelt.

Einige Roboter können zudem auch wischen, für die haben wir aber einen separaten Test zu Wischrobotern gemacht.

Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Ecovacs Deebot 600

Der Ecovacs Deebot 600 überzeugt uns mit guter Leistung. Er kann gut mit der Konkurrenz mithalten, und ist dabei trotzdem aber recht günstig. Neben saugen, kann er sogar wischen mit dem optionalen DO3G-KTB Wisch Zubehör Set.

Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Ecovacs Deebot 600

Test Staubsauger-Roboter: Ecovacs Deebot 600
Unser Testsieger besticht durch ein exzellentes Preis-Leistungsverhältnis, einen niedrigen Geräuschpegel und überdurchschnittliche Sauberkeit.

Die Inbetriebnahme

All unsere Saugroboter ließen sich in Betrieb nehmen, ohne die Anleitung davor ausführlich zu lesen. Jedoch nur dann, wenn der Akku ganz aufgeladen wurde, das geschieht an der Basisstation. Seitenbürsten anstecken und Filter einlegen geht dank Schnellstarteranleitung recht zügig.

Die erste Testrunde fand immer ohne App-Steuerung statt, falls diese angeboten wurde. Hier braucht man nur einen Knopf drücken und schon kann es losgehen mit der automatischen Reinigung.

Die Bedienung

Es gibt mit »Einzelraum«, »Punkt«, »Automatik« und »Rand« unterschiedliche Fahrmodi. »Intensiv« ist eine Zusatzfunktion, mit der die Saugleistung gesteigert wird und das Gerät langsamer fährt, die kann man aber nur mit der App einstellen.

Hier gibt es, wie bei einigen anderen Saugrobotern auch, eine WLAN-Verbindung sowie eine App-Steuerung. Alle Apps haben einen ähnlichen Aufbau, der Bedienkomfort ist auch recht ähnlich. Den größten Unterschied stellt das Mapping-Feature dar, das zeichnet einen Grundriss von der Etage auf. Bestenfalls kann man dort No-Go-Linien einzeichnen, so werden Bereiche ausgeklammert vor der Reinigung.

Unser Testgerät kann solches Mapping jedoch nicht, das können nur Vorwerk Kobold VR300,  Neato Botvac D6 bzw. D4 und iRobot Roomba i7+. Beim Deebot 710 wird eine Karte für die Reinigung aufgezeichnet, die dient aber nur der Kontrolle, Sperrbereiche kann man dort nicht eintragen.

Viele Saugroboter haben kein Display, so auch hier. Störend finden wir das nicht, da man die Reinigungszeiten auch in der App einstellen kann.

Bei allen App-gesteuerten Saugrobotern kann pro Wochentag eine Reinigungszeit eingestellt werden oder viele verschiedene. Bei manchen gibt es direkt an der Dockingstation die Möglichkeit, eine Zeit festzulegen oder eine Programm-Taste damit das Gerät in 24 Stunden mit der Reinigung beginnt.

Den Deebot kann man auch per Taste direkt auf dem Gerät starten, alternativ per App oder Fernbedienung.

Bei der Voreinstellung, wenn man die Taste ein Mal drückt, fährt das Gerät im Zickzack-Reinigungsmuster. Für Teppiche ist das besser. Ansonsten gehen auch parallele Linien, also systematisches Fahren, das ist für harte Bodenbeläge besser geeignet. Dazu drückt man den Power-Button auf dem Roboter oder die Taste der Fernbedienung zweimal.

Das Ergebnis ist wichtig, so haben wir festgestellt, dass es hier keinen großen Unterschied macht, ob das Gerät einen zufälligen oder systematischen Weg wählt. Der einzige Unterschied mag die Reinigungsdauer sein, aber man kann den Saugroboter schließlich laufen lassen, wenn man nicht zuhause ist oder in der Nacht.

Der Saugroboter im Test

Getestet wurde im Erdgeschoss in einem Einfamilienhaus inklusive Flur, Wohnküche und Arbeitszimmer. Ausgehend von der Basis hat das Gerät die ganze Etage in etwa einer Stunde ohne Turbo gereinigt, danach ist er zielsicher zurück zur Basis gefahren.

Wettkampfplatz: 25 Schmutzpunkte in drei Räumen
Der Testplatz von 11/2018: in den drei Räumen gab es 25 Schmutzpunkte.

Dieses Gerät kann man für größere Etagen ebenfalls nutzen, wenn der Akku leer wird, macht er einfach Zwischenladungen.

Wie kommt er mit Höhenunterschieden zurecht?

Eine Steighilfe wie beim Vorwerk-Gerät gibt es hier nicht, aber dennoch schafft er Türschwellen und andere Hindernisse bis zu 14 Millimetern Höhe. Beim Kobold sind auch Schwellen bis 20 Millimeter drin sowie Teppichkanten bis zu 15 Millimeter.

Damit Schwellen überwunden werden können, ist das Gehäusedesign wichtig. Die Schwelle muss unter der Frontschürze liegen, berührt der Roboter die Schwelle, interpretiert er sie als ein Hindernis und dreht dann um.

All unsere Testgeräte haben zwischen vier und sechs Mal das Erdgeschoss gereinigt. Wichtig fanden wir dabei, ob der Roboter all unsere Schmutzpositionen mit Haferflocken findet – 25 an der Zahl. Und natürlich ob die Positionen ordentlich gereinigt werden.

Der Etagen-Test

88 Prozent von den Messpunkten wurden gefunden, das ist insgesamt nur Durchschnitt, alle Roboter haben das geschafft. Fast kein Gerät hat aber alle Schmutzstellen gefunden, abgesehen von den Medion-Geräten, die finden dank Zufallsfahrt viel, brauchen dafür aber auch etwa zwei Stunden.

Wie gründlich ist er?

Bei der Reinigung haben wir große Unterschiede festgestellt. Unser Test-Boden hatte Fließen mit normaler Fugenbreite bis hin zu breiten Fugen und der restliche Boden bestand aus Hausdielen mit Nut und Feder.

Der Deebot 600 schafft 60 Prozent unserer Messpunkte recht gründlich im Normalmodus, 40 Prozent blieben ungesaugt oder aber unsauber.

Die 60 Prozent klingen erstmal nicht besonders gut, jedoch schaffte der beste Saugroboter auch nur 79 Prozent, einige kamen sogar nur auf ca. 36 Prozent.

Wenig gründlich finden wir es dann, wenn die Haferflocken nur teilweise gesaugt werden oder aber in den Randbereich verteilt werden dank Seitenbürsten. Auch Schmutz in den Fugen oder an den Übergängen von Teppich und Fliesen finden wir nicht gut.

Die Lautstärke

Mit dem Deebot 600 bekommt man einen gemütlichen Saugroboter, er nähert sich vorsichtig an und bremst sogar schon vor den vermeintlichen Objekten ab.

Das Geräusch ist gleichförmig, er ist schön leise.

Der Staubbehälter

Es gibt einen Staubbehälter für 0,52 Liter laut Herstellerangabe. Im Internet finden wir dazu unterschiedliche Angaben. Nachgemessen haben wir mithilfe einer Plastiktüte, in die konnten wir etwa 0,6 Liter Wasser füllen, so viel Schmutz würde schon über die Saugöffnung rieseln, daher gehen wir bei den 0,52 Litern von einer praxistauglichen Größenordnung aus.

Für Allergiker und Haustiere

Bei allen Geräten gibt es HEPA-Feinstaubfilter. Die muss man bei jedem Mal Entleeren ausklopfen und/oder auch ausspülen. Für Allergiker bedeutet das meist eine Staubwolke beim Mülleimer, das ist schlecht.

Nur Dyson, iRobot und Vorwerk eignen sich für Allergiker. Beim Vorwerk-Gerät kann man die Staubbox mit einem Bodenstaubsauger absaugen, der Roomba i7+ wird von einer Clean Base entleert und Dyson hat getrennt eingebauten Staubfang und Filter, somit muss man den Filter nicht ausklopfen.

Die Walzen, die mit Bürsten bestückt sind, können recht schnell verfilzen, das bedeutet hohen Wartungsaufwand.

Was sind Roboterfallen?

Fast keines unserer Testgeräte war immun gegen Störungen, alle sind mal irgendwo hängen geblieben, sei es an Gardinen, Schnüren, flachen Gegenständen oder Kabeln.

Neato Botvac D4: eigentlich passt er nicht mehr drunter, doch das bemerkt der Laser nicht, so zerkratzt er sich den Aufbau und schiebt leichte Möbel auch manchmal durch die Gegend
Der Neato Botvac D4 ist zu hoch für die Kommode, aber der Laser bemerkt das nicht.

Egal wie gut der Roboter konstruiert ist, Bereiche mit Störquellen sollte man vorher beseitigen oder durch Magnetbänder, Lichtschranken oder via App ausschließen.

Die Wartung

In regelmäßigen Abständen sind neue Filter sowie Haupt- und Seitenbürsten gefragt. Wir rechnen mit mindestens vier der HEPA-Filter im Jahr. Etwa zwei Paar Seitenbürsten, sofern das Gerät überhaupt zwei hat.

Beim Deebot belaufen sich die zusätzlichen Kosten auf etwa 41 Euro pro Jahr, das ist Durchschnitt. iRobot und Medien kommen auf etwa 12 bis 25 Euro, sind damit günstiger bei der Wartung. Jedoch handelt es sich nur um Anhaltspunkte, die Tausch-Häufigkeit ist abhängig von Putzfrequenz und Art des Bodenbelags, Akku-Tausch wurde dabei noch nicht mitberechnet.

Die Verarbeitung

Zu den recht guten Konstruktionen in unserem Testfeld gehört der Deebot 600, ebenso seine Basisstation. Schwer ist sie nicht, hat aber rutschhemmende Füße. Das ist kein Standard, ansonsten stehen nur noch bei AEG, Vorwerk und Neato die Stationen fest am Platz und werden beim Putzen nicht vom Gerät verschoben.

Bei Deebot 600 gibt es ein Netzteil inklusive dünnem Kabel statt einem ordentlichen Stromkabel. Beim Deebot 710 dagegen gibt es an der Station ein dickes Netzteil.

Ecovacs Deebot 600: auf der Ladebasis liegt die Fernbedienung
Ecovacs Deebot 600: Fernbedienung auf der Ladebasis.

Das Zubehör

Das Gerät kommt mit viel Zubehör daher: Hauptbürste, Fernbedienung, Ersatzfeinstaubfilter, Reinigungswerkzeug, zwei Ersatzseitenbürsten und Ladestation sind dabei. So viel bietet die Konkurrenz nicht.

Gibt es Nachteile?

Den perfekten Saugroboter haben wir im Test nicht gefunden, bei allen gibt es Vor- und Nachteile. Hier könnte man etwa den großen, aber dennoch nicht größten Schmutztank bemängeln.

Bei der Staubbox kleckert es schonmal, denn einen Rücklaufschutz gibt es hier nicht. Somit sollte man das Gerät vorsichtig transportieren, vor allem, wenn man ihn länger nicht geleert hat. Andere Geräte haben das Problem aber auch. Eine Füllstandswarnung gibt es nicht, daher kann das Gerät auch einfach überlaufen. Der Schmutz wird dann wieder schön verteilt. Einige Geräte bieten daher Rücklaufklappen an im Staubbehälter.

Deebot 710: Sie müssen die Hauptbürste entnehmen, um solchen Filz zu entfernen
Die Hauptbürste muss zum Entfernen der Haare entnommen werden.

Die Hauptbürste verfilzt gerne mal mit Haaren, daher sollte man sie mindestens alle 14 Tage herausnehmen und reinigen. Andere Geräte, die eine Bürstenwalze haben, haben dieses Problem aber auch.

 Saugroboter Test: Staubsaugerrobo Update112019 Blaupunkt Bluebotxsmart
Blaupunkt Bluebot XSmart: hier muss man den Filter aus dem Schmutz ziehen.

Der HEPA-Filter muss häufig gereinigt werden, Allergiker dürfte das nicht freuen, auch hier teilen sich die meisten Geräte aber das Problem. Nur iRobot, Dyson und Vorwerk stechen da positiv heraus.

Hohe Raumabdeckung: iRobot Roomba e5

Hohe Raumabdeckung

iRobot Roomba e5

Test Staubsauger-Roboter: iRobot Roomba e5
Hohe Raumabdeckung und sehr gründlich – speziell auf Teppich: Der Roomba bietet einiges fürs Geld.

Beim iRobot Roomba e5 gib es vier Vorteile: die Reinigungswalze verfilzt nicht, da sie keine Bürsten hat, sondern Gummi und Lamellen. Damit lassen sich textile Bodenbeläge gut behandeln bei niedrigem bis mittlerem Flor, wird dabei Staub aufgewirbelt, so wird es aufgesaugt.

Weitere Vorteile sind die Batterielaufzeit von 78 Minuten und die Gründlichkeit. Auch für eine große Etage eignet er sich, nach der Zwischenladung setzt er die Arbeit wieder fort.

Wir konnten nicht genau nachvollziehen, ob die Schmutzerkennung Dirt Detect funktioniert, zumindest verlangsamt das Gerät gelegentlich seine Fahrt, widmet sich einem Bereich dann intensiv. Jedoch macht er das auch dort, wo kein offensichtlich erkennbarer Schmutz liegt.

Die Gründlichkeit im Test lag bei 64 Prozent. Der Wert ist gut.

Die Raumabdeckung lag hier bei 92 Prozent, andere Roboter können das jedoch auch, bei 90 Prozent lag der Durchschnitt im Test.

In der App kann man für eine sieben-Tage-Woche Zeitpläne festlegen. Dieser Roboter ist ebenfalls mit einer Mapping-Funktion ausgestattet, aufgezeichnet wird aber kein Grundriss und auch Bereiche können nicht ausgeschlossen werden.

Der Staubbehälter lässt sich angenehm leicht ausleeren, einfach aus der Rückseite herausziehen und dann den Behälter entleeren. Man kann den Filter ebenso leicht abnehmen und ausklopfen.

Hinein passen 0,6 Liter, so muss man die Box auch nicht jeden Tag ausleeren. Die Gefahr beim Tragen ist allgemein, dass Staub herausrieselt, hier gibt es immerhin einen Tragegriff, der ausgeklappt werden kann.

Die Kosten für Verbrauchsmaterial pro Jahr belaufen sich auf etwa 25 Euro, das ist recht wenig. Mit dabei ist eine virtuelle Wand, die sichert entweder einen Umkreis von einem Meter ab (Leuchtturm-System) oder sperrt mit der Lichtschranke einen Teil des Raumes. Die WLAN-fähige Modelle sind zudem kompatibel mit Alexa.

Fürs ganze Haus: Neato Robotics Botvac D7 Connected

Fürs ganze Haus

Neato Robotics Botvac D7 Connected

Test Saugroboter: Neato Robotics Botvac D7 Connected
Der Roboter fürs ganze Haus: Mit 100 Minuten Laufzeit und großem Staubbehälter ist der Botvac D7 auch für längere Einsätze gerüstet.

Der Neato Robotics Botvac D7 Connected kostet 600 Euro, ist pflegeleicht, robust und komfortabel. Mit diesem Gerät kann man das ganze Haus inklusive unterschiedlicher Etagen reinigen.

Botvac D7 App: Karte der Etage - Zonen und No-Go-Bereiche markiert
Botvac D7 App: Die Karte mit No-Go-Bereichen und Zonen.

Für jede der Etagen legt das Gerät dafür eine Karten an, in diese können Sie dann No-Go-Linien zeichnen, etwa da wo der Fressnapf des Haustieres steht. Zudem kann man Zonen markieren, wohin das Gerät dann zielgerichtet hinfährt.

Für den Zeitplan bei den zeitgesteuerten Reinigungsfahrten sind die Zonen aber nicht aktiv. Die Fahrt in den Flur oder zum Esstisch kann man per App manuell starten, so muss das Gerät nicht getragen werden.

Im Test haben wir bei einer großen Etage eine ununterbrochene Laufzeit von 100 Minuten bekommen, beim Erdgeschoss mit 60 Quadratmetern und drei Zimmern war er nach 50 Minuten fertig, eine Fortsetzungsladung war nicht nötig.

Man kann dieses Gerät auch abseits der Ladestation in jede Etage setzen, anhand der Raummerkmale erkennt er, auf welcher der Karten er ist und kann somit auch die No-Go-Linien beachten und die ausgewählten Zonen anfahren.

Neato Robotics Botvac D7 Connected: Hinter dem Filter sammeln sich Flusen, die nicht ausgeklopft werden können.
Neato Robotics Botvac D7 Connected: Flusen hinterm Filter, ausklopfen kann man sie nicht.

In den Staubtank passen 0,7 Liter, er lässt sich leicht entleeren, aber dazu sollte man ihn gleich über einen Mülleimer halten, da schnell etwas daneben geht.

Beim HEPA-Filter gibt es eine Abdeckung, man kann ihn ausklopfen. Jedoch sammeln sich hinter der Siebabdeckung Flusen, der Filter setzt sich zu und man muss ihn nach maximal zwei Monaten ersetzen. Für einen Zweier-Pack halt man 30 Euro.

Neato Robotics Botvac D7 Connected: Kombi-Bürste für Teppich und glatte Beläge
Neato Robotics Botvac D7 Connected: eine Kombi-Bürste.

Will man das Gerät ohne Planungsmöglichkeit per App lieber manuell starten, geht das per Knopfdruck. Am Gerät kann man manuell Punktreinigung oder Flächenmodus (für die Etage) wählen.

Alle Neato-Geräte im Test hatten aber eine geringe Sauberkeitsquote, von 25 werden durchschnittlich 10 Schmutzpunkte überhaupt nicht gereinigt, bei anderen sind Reste liegengeblieben. Bei der nächsten Fahrt wurden diese Stellen dann aber größtenteils gefunden und doch noch sauber. »Sofort sauber« war hier aber nichts.

Diese Geräte saugen auch Schmutz aus breiten oder tiefen Fliesenfugen, dank ihrer D-Form gelangen sie aber nicht richtig in die Ecken.

Die Bauhöhe samt »Laser-Turm« mit 10 Zentimetern ist ein Nachteil, wenn das Gerät nicht mehr unter Möbel passt. Auch die Lautstärke könnte ein Nachteil sein, die Geräte rumpeln und quietschen eher.

Luxusgerät: Vorwerk Kobold VR300

Luxusgerät

Vorwerk Kobold VR300

Staubsauger-Roboter Test: Staubsaugerrobos Vr300
Grundrissplanung mit No-Go-Linien, sehr gründlich, große Raumabdeckung und Entleeren ohne Staub – der Kobold VR300 überzeugt in vieler Hinsicht.

Der Vorwerk Kobold VR300 eignet sich vor allem für Allergiker, hier kann man die Staubbox einfach mit einem Bodenstaubsauger absaugen. So berührt man den Schmutz nicht direkt, jedenfalls nicht jedes Mal beim Entleeren.

Die Navigation finden wir clever, da die Räume bei der Reinigung durch einen Laser vermessen werden, für jede Etage legt das Gerät einen Grundriss an, dort kann man dann No-Go-Linien einzeichnen und so Bereiche ausgrenzen, die nicht gereinigt werden sollen. Lichtschranken, Magnetbänder und physische Barrieren spart man sich so.

Mit der App kann man noch mehr verändern, so ist eine Spot-Vergrößerung von 2×2 auf 4×4 Meter möglich, auch eine Intensivreinigung mit zwei Fahrten kann man einstellen. Und natürlich ist der Zeitplan für jeden einzelnen Wochentag obligatorisch.

Der Kobold VR300 ist was die Gründlichkeit angeht besser als der VR200. Die Fliesenfugen und zwischen den Dielen die Spalten werden nun sauberer. Im Test hat das Gerät eine Raumabdeckung von 95 Prozent erreicht, die Gründlichkeit lag bei 63 Prozent.

Auch für Etagen mit mehr als 60 Quadratmetern ist das Gerät geeignet, da er die Reinigung nach einer Akku-Zwischenladung fortsetzen kann. Er ist recht solide und robust gebaut, auch die große Basisstation ist standsicher.

Eine Fernbedienung gibt es nicht, dafür gibt es für den manuellen Start aber Tasten für Spot-Reinigung, Automatikreinigung und einen Eco-Modus, der leiser ist.

Als einziges Testgerät hat Vorwerk am Antriebsrad eine Kletterhilfe. Damit schafft er Türschwellen bis zu zwei Zentimetern und bis zu 1,5 Zentimeter Teppich.

Die Wartungskosten pro Jahr sind aber für Seitenbürsten, Walzen und Filter mit 50 Euro recht hoch. Dazu kommt noch die Lautstärke, die uns vor allem im Turbo-Modus stört, wir empfehlen daher, ihn in Abwesenheit laufen zu lassen.

Vor allem der Preis von 900 Euro kann abschrecken, kaufen kann man ihn selten in den Online-Shops, ansonsten direkt beim Hersteller Vorwerk.

Hoher Komfort: iRobot Roomba i7+ (i7558)

Hoher Komfort

iRobot Roomba i7+ (i7558)

iRobot Roomba i7+ (i7558): Die Absaugungstation bringt endlich den Komfort, den sich die meisten von einem Roboter wünschen.
Der Roomba bietet hohen Komfort durch Selbstentleerung, verfilzungsfreie Gummiwalzen und Raumkartierung.

Der iRobot Roomba i7+ hat eine Clean Base, die fungiert als Ladebasis und zugleich als Absaugstation, so muss man nicht dauernd mit dem Schmutztank hantieren. Wir finden vor allem den Komfort gut, den das Gerät bietet.

Wenn das Gerät in die Station fährt, kommt es zur lautstarken Entleerung, das Gleiche passiert, wenn die Akkuladung für die ganze Etage nicht reicht und eine Zwischenladung braucht. Gelagert wird der Schmutz in der Clean Base, in einem Beutel, der geschlossen ist, da passt der Inhalt von etwa 30 Staubbehältern hinein.

iRobot Roomba i7+ (i7558): Einmal-Beutel in der Station
iRobot Roomba i7+ (i7558): Einmal-Beutel in der Station.

Das sind aber Einweg-Staubsaugerbeutel und werden vollständig entsorgt. Drei davon kosten etwa 20 Euro.

Wir empfehlen, die Nutzung dieser Einweg-Staubsaugerbeutel zu verlängern, indem man etwa eine der Ecken einschneidet und sie nach dem Ausleeren mit einem Tüten-Clip verschließt.

Somit bekommen wir hier die komfortabelste Lösung, die kein anderes Gerät in unserem Test bietet. Natürlich muss man sich trotzdem noch um die Staubbox kümmern, denn der HEPA-Filter verschmutzt dennoch und man muss ihn einmal pro Woche ausklopfen. Größere Papierschnipsel oder anderes sperriges Material bleiben zudem gerne im Tank hängen, die muss man dann händisch entfernen. Dabei kann man den Tank dann auch noch mit Wasser ausspülen, nicht aber den Filter, der muss ausgeklopft werden.

iRobot Roomba i7+ (i7558): Fährt zielgenau und schnell zu seiner Station und lässt sich entleeren. Perfekt!
iRobot Roomba i7+ (i7558): Zielgenau fährt in in die Station, um sich entleeren zu lassen.

Noch ein Pluspunkt sind die Gummiwalzen, die nicht verfilzen, die haben bei Fugen und Ritzen zwar gelegentlich Schwierigkeiten, aber dafür muss man nicht andauernd aufgewickelte Haare von ihnen entfernen.

Durch die Seitenbürste wird der Schmutz auch mal zerstreut, nach der Reinigung kann also noch ein wenig übrig bleiben. Beim nächsten Durchgang sind diese Reste aber auch beseitigt.

Bei unserer Etage konnten war die Raumabdeckung gut, beinahe alle Schmutzpunkte hat er angefahren. Ohne Zwischenladungen kommt er auf 86 Minuten Saugarbeit im Normalmodus.

iRobot Roomba i7+ (i7558): kartiert ihre Räume, die dann in einzelne Zonen aufgeteilt und benannt werden. So kann der Roboter zielgenau einzelne Räume anfahren!
iRobot Roomba i7+ (i7558): er kartiert die Räume.

Bei iRobot gibt es mit Imprint eine intelligente Kartierung. Nach zwei oder spätestens drei Reinigungsfahrten wird gemeldet, dass es nun von den Räumen eine vollständige Karte gibt. Dann können in der Smartphone-App Bereiche voneinander abgegrenzt werden und man kann benennen, etwa Büro, Esszimmer und Wohnzimmer.

Nun kann man die Räume in die Planung aufnehmen. So ist es dann Möglich, jeden Tag Esszimmer und Flur reinigen zu lassen, aber das Büro nur alle drei Tage. Dieses Planungsniveau ist einzigartig im Test.

Was nun, wenn das Gerät in unterschiedlichen Etagen eingesetzt wird? Er überschreibt dann keine der Karten, sondern legt separate Karten an. Anhand von visuellen Fixpunkten unterscheidet er, wo er sich im Augenblick befindet.

Das Gerät beherrscht angeblich visuelle Lokalisierung. Dafür gibt es eine Kamera, iAdapt 3.0. Wir konnten durch reines Beobachten aber nicht erkennen, ob er wirklich visuelle Markierungspunkte erstellt.

Das Mapping über zwei Etagen funktionierte gut, eine Orientierungsfähigkeit trauen wir ihm also durchaus zu. Außerdem fährt er sehr zielgenau zur Station zurück, kaum eines der anderen Testgeräte schaffte das so schnell.

Was gibt es sonst noch?

Der AEG RX9-1 ist kompakt und eignet sich für jeden Bodenbelag. Mit 32 Zentimetern hat er einen eher geringen Durchmesser, die anderen liegen bei 34-35 Zentimetern. Die Höhe beträgt neun Zentimeter, flach ist das nicht unbedingt. Deshalb passt er auch nicht unter jedes Möbelstück. Mapping beherrscht er, es wird beim Reinigen also jedes Mal ein Grundriss von der Etage oder des Raumes angelegt. Hier haben wir es aber mit Kontroll-Mapping zu tun, virtuelle Grenzen kann man da nicht ziehen.

Wir finden den Staubbehälter mit 0,7 Litern angenehm groß, die Betriebsgeräusche sind moderat. Dieses Gerät arbeitet leiser als seine Konkurrenten von Vorwerk und Neato. Der Motor surrt aber in einer recht hohen Tonlage, nicht jeder wird das gut finden. Man kann den Behälter einfach herausnehmen und ihn über einem Mülleimer ausleeren, danach muss nur noch der Filter ausgeklopft werden.

Egal ob mit oder ohne App – das Gerät lässt sich auch manuell gut bedienen. Es gibt eine Starttaste, einen Eco-Modus und eine punktuelle Reinigung, die direkt am Gerät per Tasten gewählt werden können.

Die Gründlichkeit fanden wir nicht ganz so toll, da die Seitenbürsten den Schmutz verteilen und nicht zur Saugöffnung werfen. Unsere Haferflocken wurden häufig im Zimmer verteilt. Insgesamt kam das Gerät auf eine Raumabdeckung von 87 Prozent, die meisten Schmutzmarkierungen wurden erwischt, dafür bleiben aber Haferflocken liegen.

Bei Teppich wird seine Saugleistung gesteigert, wir empfehlen das Gerät insgesamt für mehrheitlich textile Bodenlandschaften. Auf Teppichen kann der Schmutz vom Seitenfilter nämlich nicht verteilt werden. Jährlich hat man etwa 40 Euro an Kosten. Mit dabei ist außer der Ladestation nur noch eine Ersatzseitenbürste.

Der Xiaomi Roborock S6 hätte es fast zur Empfehlung gebracht, wenn sein Antrieb nicht so quietschen würde. Technisch ausgereift ist er, die Navigation ist erstklassig. Saugen kann er besser als Wischen. Der Staubtank fasst 480 Milliliter und lässt sich leicht leeren, die Verarbeitung ist solide und nach einigen Wochen hatten sich nur wenige Haare in die Rolle gefilzt.

 Saugroboter Test: Staubsaugerrobo Update Roborock
Xiaomi Roborock S6: Wisch-Unterbau.

Gründlichkeit ist definitiv nicht seine Stärke, die meisten Schmutzstellen hat er zwar gefunden, diese aber nicht immer komplett gereinigt, zurückblieben Reste.

Für das Untergeschoss mit 60 Quadratmetern hat er 30 Minuten gebraucht, bis zu 142 Minuten schafft er Akku im Leise-Modus, daher sind für das Gerät auch 100 bis 150 Quadratmeter kein Problem. Zumindest, wenn er nicht dauernd den Turbo-Modus nutzen muss. Teppiche werden automatisch erkannt, die Saugkraft wird dann erhöht, das finden wir clever.

Die Navigation per App finden wir auch gelungen, beim Mapping werden sehr viele Fein-Einstellungen geboten. Man kann etwa No-Go-Bereiche festlegen, außerdem erkennt das Gerät einzelne Räume, die kann er in der Zeitsteuerung dann verschieden oft anfahren.

So kann man etwa jeden Tag den Flur, aber nur jeden zweiten Tag das Arbeitszimmer reinigen lassen. Man kann außerdem über die Räume Reinigungszonen legen, die werden bei der manuellen Reinigung dann nacheinander abgearbeitet. So kann man dem Gerät Reinigungsschwerpunkte nennen. Deutsch spricht er auch, jede andere Sprache kann aber auch eingestellt werden.

Ausgelegt ist die App auf ein Smart-Home-Universum mit Xiaomi-Geräten oder IFTT. Mehr Komponenten kann man integrieren und die durch Szenen und Regeln zusammenarbeiten lassen. So kann eingestellt werden, dass der Roboter etwa eine halbe Stunde nachdem eine Person durch den Bewegungssensor erkannt wurde, den Flur reinigen.

Die quietschenden Fahrgeräusche stören uns aber ziemlich, dabei hat es dezent angefangen und wurde nach mehreren Fahrten dann zu enormem Lärm. Sogar vor der Haustür hörten wir den Roboter im Flur noch fahren.

Wenn das Problem behoben wird, würden wir ihn definitiv empfehlen, aktuell raten wir vom Kauf aber ab.

Der Dyson 360 Eye ist teuer, dafür kann sich aber die Saugleistung sehen lassen, vor allem bei Teppichen schlägt er die meiste Konkurrenz. Da er eine kurze Reinigungszeit hat und häufige Zwischenladungen braucht, ist er für das schnelle Reinigen zwischendurch eher ungeeignet. Ist man den Tag über aber nicht zuhause, kann er auch 80 bis 100 Quadratmeter reinigen, sofern Hindernisse wie Wäscheständer oder Schnürsenkel nicht im Weg sind. In den Randbereichen, Ecken und unter den Möbeln ist das Ergebnis aber schlecht aufgrund der Bauhöhe. Geräte mit Seitenbürsten können da mehr.

Dyson App: Karte einer abgeschlossenen Reinigung (44 Minuten ohne Zwischenladung)
Dyson App: abgeschlossene Reinigung.

Das Gerät wird von Kunden kontrovers diskutiert, einige bemängeln die schlechte Orientierung im Raum, dass er zu teuer ist und auf einer freien Fläche ohne Grund liegen bleibt, auch die Reinigungszeiten, die durch häufiges Nachladen auf bis zu 12 Stunden kommen.

Teils können wir die Kritik bestätigen. Die Reinigung dauert länger als bei einigen anderen, das liegt am häufigeren Nachladen, da das Gerät im Turbo- und Leise-Modus nur 45 Minuten fährt. Zwei Stunden laden, dann geht es weiter.

Im Obergeschoss, das verwinkelt ist und vier Zimmer und Flur hat, dauerte es zwischen drei und fünf Stunden, je nachdem ob eine oder zwei Zwischenladungen notwendig waren. Für die schnelle Reinigung eignet er sich damit nicht. Andere Geräte sind da besser.

Ist man aber tagsüber viele Stunden arbeiten, macht die hohe Reinigungszeit sicher nichts aus und die Lautstärke beim Saugen auch nicht. Schon den Nachbarn zuliebe würden wir den Leise-Modus empfehlen. Die Reinigungsleistung ist ausreichend für Hartböden.

Vorteile hat er bei der Saugkraft, die heißt Zyklon-Technologie. Auf kleinstem Raum werden hohe Zentrifugalkräfte erzeugt, sodass auch aus textilen Belägen Schmutz aufgenommen werden kann.

Von der Bürstenwalze wird der Teppich aufgerüttelt, das lockert Schmutzpartikel.

Die Leistung ist sehr gut, dafür aber die Gründlichkeit nicht so sehr im Vergleich zum Großteil der Konkurrenz. Es gibt keine Seitenbürste, somit kommt er nicht in die Ecken und es bleibt an den Rändern einiges liegen.

Die Bauhöhe beträgt 12 Zentimeter, daher passt das Gerät nicht unter das Sofa oder Bett. Vor Schränken mit Sichtblende, die überstehen kann er auch nicht fahren.

Dafür kann aber der Behälter beinahe staubfrei entleert werden. Hier wird nicht wie bei der Konkurrenz beinahe täglich der Staubfilter ausgeklopft, sondern ausgekippt und die Flusen wollen von der Zyklon-Düse gewischt werden.

Die beiden Filter werden einzeln angebracht, somit verschmutzen sie weniger schnell und lassen sich, möglichst monatlich, auch per Hand auswaschen. Bei den anderen Robotern geht das nicht, jedenfalls wird das von den Herstellern nicht empfohlen. Somit muss nach etwa sechs oder acht Monaten Nachschub her, bei Dyson hat man als Folgekosten nur die Rollenbürste.

Ohne Grund liegengeblieben ist das Gerät bei uns nicht. Entweder war die Walze durch ein Band geblockt oder er hängte auf dem Fuß vom Wäscheständer. Im Gegensatz zu anderen Saugrobotern bleibt er aber eher selten liegen. Es gibt keine Seitenbürsten, somit können die sich im Stromkabel auch nicht verheddern.

Dank visueller Navigation ist es nicht möglich, dass dieser Roboter nachts fährt, schwache Beleuchtung im Haus ist aber kein Problem. Die Lautstärke dürfte aber sogar im Leise-Modus nachts zu viel sein.

Der Vorwerk Kobold VR200 ist solide, ebenso seine Basisstation. Es handelt sich um das Vorgängermodell des VR300 und der Aufbau ist ähnlich. Auch dieser Sauger eignet sich für Allergiker, denn der Staub kann per Bodenstaubsauger abgesaugt werden. Auch für große Flächen eignet er sich. Dafür sind die jährlichen Wartungskosten aber höher und das Sauggeräusch ist laut, zumal der Anschaffungspreis schon hoch ist.

Eines der stabilsten Modelle ist der Neatos Botvac D85. Aufgebaut ist er auch einfach, denn Deckel und Tank bilden eine Einheit. Diese einfach aufmachen, den Filter ausklicken und den Dreck ausschütten, fertig. Auf Teppich, vor allem mit mittlerem oder hohem Flor, reinigt er recht gut. Das hat mit dem durchzugsstarken Motor zu tun, aber auch mit der Kombi-Bürste und ihren Gummilamellen. Durch sie werden auf gesamter Arbeitsbreite die Fasern aufgeklopft, dabei wird der lose Schmutz aufgewirbelt und eingesaugt.

Je glatter dabei der Teppich ist, umso schlechter ist dann die Reinigungsleistung. Jedenfalls war das bei uns der Fall mit dem Schmutzfangläufer im Flur. Das liegt daran, dass sich die Bürstenwalze in einem Käfig befindet. Soll sie die Oberfläche berühren können, so muss es weichen Spielraum geben. Somit hat das Gerät ein Problem auf glatten Oberflächen. Hier wird der lose Schmutz nicht mehr aus Ritzen oder Fugen gesaugt, die Bürste oder die Lamellen berühren diese nicht mal. Das ist beim D6 und D4 anders, die Lamellen ragen dort etwas aus dem Käfig heraus.

Ansaugen per Saugwirkung klappt nicht, dafür ist der Abstand zu groß und auch durch die hohe Arbeitsbreite die Saugleistung zu gering punktuell.

Eine App gibt es hier nicht, bei den Connected-Modellen dagegen schon. Auch eine Fernbedienung ist nicht vorhanden. Auf dem Display kann man nur Arbeitszeiten und Zeit einstellen. Settings für die Reinigungsleistung wie Lese- oder Turbo-Modus gehen nicht.

Das Gerät ist recht laut und fährt rumpelig. Im anderen Geschoss haben wir ihn deutlich gehört. 60 Minuten Laufzeit sind in Ordnung, das geht aber auch besser. Man merkt hier den fehlenden Eco-Modus mit geringerer Saugleistung.

Zum Ausprobieren eignet sich der Medion MD 18500, er ist schon günstig zu haben und saugt gut. Schlau ist er aber nicht gerade, er vermisst die Zimmer nicht, sondern fährt einfach los und hört dann auf, wenn der Akku leer ist. So fuhr er in einem sehr kleinen Zimmer ganze zwei Stunden.

Meist klappt das sogar recht gut, effizient ist es aber nicht. Der Staubtank ist außerdem zu klein, hinein passen nur o,3 Liter, das Entleeren geht auch eher umständlich, ebenso das Reinigen. Hat man Haustiere, Kinder und eine mittelgroße Etage, so muss der Behälter jeden Tag geleert werden.

Wen das nicht stört und wer bei Wartung und Anschaffung Geld sparen möchte, der sollte dieses Gerät nehmen. Auch, weil er stabil ist und bei unserem Autor schon seit 2,5 Jahren zuverlässig ohne Verschleiß fährt.

Wissenswertes über Saugroboter

Saugroboter können sehr hilfreich bei der Grundreinigung sein, denn sie entfernen Flusen und Staub zuverlässig und auch lockeren Schmutz. Jedoch sind sie nie so gründlich wie die manuelle Reinigung oder die mit dem Bodenstaubsauger.

Sie haben eine geringere Saugleistung, Batteriesauger haben eine Leistung von 35 bis 40 Watt, ein normaler Haushaltsstaubsauger kommt auf 600 bis 1600 Watt.

Deebot 600 / 710: die Hauptbürste besteht aus Lamellen und Bürsten, dadurch eignet sie sich einerseits für Hartböden und andererseits für Teppich
Deebot 600 / 710: Hauptbürste mit Bürsten und Lamellen.

Dafür sind die Saugroboter aber fleißiger, vor allem Geräte, die sich für textile Beläge eignen, haben Vorteile gegenüber großen Staubsaugern, denn sie können aus den Läufern mehr Schmutz herausholen.

Eine »Tiefenreinigung« erzielt man damit nicht, mit den spindelförmigen Walzen, die mit Bürsten oder Gummi besetzt sind, werden die Oberflächen durchgeklopft und der Schmutz wird aufgesaugt, aber jeder Bodenstaubsauger ist dabei gründlicher.

Bei Fliesen oder Dielen fahren sie auch einfach über losen Schmutz hinweg, der bleibt in den Fugen dann liegen, auch Ecken werden zum Problem.

So muss man trotz Saugroboter also gründlich nachreinigen.

Schwachstellen

Bei den heutigen Robotern ist die Sensorik ausgefeilt, auch günstige Modelle fahren nicht einfach herum und rumpeln gegen die Wand, Hindernisse werden erkannt, die Geräte merken sich Räume, bestimmte Reinigungsmuster werden gefahren und teils können sie auch Schmutz erkennen und diese Stellen dann sorgfältiger bearbeiten.

Das bringt jedoch nichts, wenn Dinge wie Schnürsenkel oder Lego-Steine im Weg sind. Diese Dinge können für die Sensorik zu klein sein und werden dann bestenfalls nur auf die Seite geschoben.