Test: Hartbodenreiniger

Hartbodenreiniger im Test : Wisch und weg!

Update 16.06.2021

Putzen – da kommen den meisten wohl schönere Tätigkeiten in den Sinn. Und doch muss es erledigt werden. Einmal über den Tisch wischen ist noch eine der dankbaren Aufgaben, die Böden zu wischen kostet da schon mehr Überwindung. Doch was, wenn es Geräte gibt, die das erleichtern? Wir haben 17 Hartbodenreiniger getestet.

Update 16. Juni 2021

Acht neue Wischsauger wurden von uns getestet. Überzeugt hat uns der Tineco Floor One S3, der eine neue Empfehlung ist.

Riccardo Düring
ist gelernter Handwerker und langjähriger Testredakteur. Er testet Produkte rund um Heimwerken, Haushalt und Technik.

In Deutschland wird geputzt, was das Zeug hält! Das ergab 2015 eine Studie von Kärcher und dem Meinungsforschungsinstitut Forsa. Bei durchschnittlichen 4,7 Putz-Stunden die Woche setzen fast alle auf elektrische Haushaltgeräte, um die ohnehin vielen Stunden ein wenig zu verkürzen und bessere Ergebnisse zu erzielen. Denn Spaß am Putzen mit Haushaltstechnik haben nur die wenigsten.

Wischen gehört zu den mühseligeren Aufgaben. Der Mopp zu nass, das Wasser schnell zu schmutzig, den Eimer von Raum zu Raum schieben zu anstrengend – da kann selbst einem Putzteufel die Lust vergehen. Hartbodenreiniger sind die elektrische Alternative zum Wischmopp und brauchen weder einen Eimer, noch verteilen sie bereits dreckiges Schmutzwasser auf dem Boden. Wir haben 17 Hartbodenreiniger getestet.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Perfektes GesamtpketMit AppDer GleiterBasic
Test: Bissell 3 In 1 Crosswave CordlessTest: Tineco Floor One S3Test Wisch und weg!: Kärcher FC7 Cordless (Premium)Test Wisch und weg!: Nilfisk Combi
Modell Bissell CrossWave Cordless 2582N Tineco Floor One S3 Kärcher FC7 Cordless (Premium) Nilfisk Combi
Pro
  • Mit Ladestation
  • Saugt enorm kraftvoll
  • Wischt sehr gleich­mäßig
  • Automatisches Reinigungs­programm
  • Leicht zu füllen
  • Wischfunktion manuell steuerbar
  • Sehr gut zu Navigieren
  • Tropfschale mit Ladefunktion
  • Sehr einfach zu bedienen
  • Umfangreiche Funktionsanzeige
  • Sprachausgabe
  • Arbeitet randnah
  • Gleitet sehr leicht über den Boden
  • Sehr leise
  • Gute Schmutz­aufnahme
  • Anzeigen für alle Wasserstände
  • Tropfschale mit Bürstenhalterung
  • Mit Staubfilter
  • Steht selbstständig
Contra
  • Kein randnahes Arbeiten
  • Selbstreinigungs­programm könnte besser sein
  • Aufwändig zu reinigen
  • Sehr teuer
  • Sehr laut
  • Muss beim Aufbau verschraubt werden
  • Lässt sich schlecht führen
  • Sehr schwer
Bester Preis
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Perfektes Gesamtpaket: Bissell CrossWave Cordless

Perfektes Gesamtpket

Bissell CrossWave Cordless 2582N

Der Bissell Crosswave Cordless hat alles, was das Wischerherz begehrt und das zeigt sich schon beim Aufbauen. Ein Handgriff reicht und der Hartbodenreiniger mit praktischem Einrastmechanismus steht. Statt mit Kabelsalat wird hier frei und kabellos gewischt. Die Anzahl an Extrafeatures ist bei Bissell zugegebenermaßen auf eines begrenzt, dafür gibt es aber einen Liter Reinigungskonzentrat – mehr als Kärcher selbst bei Premium-Geräten liefert.

Wie das Zusammenbauen funktionieren auch die anderen Mechanismen mit Stecken und Klicken. Der Wassertank wird zum Loslegen aufgesteckt, mithilfe einer Skala das Reinigungskonzentrat eingefüllt und nach dem Wischgang der Schmutzwassertank einfach ausgeklickt und ausgeleert.

Doch der Schmutzwassertank kann noch mehr: Anders als die meisten Konkurrenten besitzt der Crosswave Cordless einen waschbaren Staubfilter, der sich schnell und leicht herausnehmen lässt. Und auch damit endet die angenehme Handhabung noch nicht. Im Gegensatz zu den anderen Testgeräten wird der Hartbodenreiniger von Bissell nicht manuell geladen – das übernimmt eine Ladestation.

Der CrossWave Cordless rühmt sich mit einer ebenso guten Reinigung von Teppichen wie Hartböden. Das ist allerdings wohl eher der Saugfunktion zuzuordnen. Und wenn man es genau nimmt, kann jeder Hartbodenreiniger mit so einer Funktion und manueller Wasserzugabe einen Teppich saugen – selbst das günstige Modell Nilfisk Combi.

In der Leistung zeigen sich dennoch Unterschiede: Der Bissell saugt schon bei unserem Trocken-Test besser als so mancher Staubsauger und das obwohl er ein Kombigerät ohne Fokus auf das Saugen ist. Wieder ein Pluspunkt in der Handhabung ist das automatische Deaktivieren der Bürste, wenn der Bissell senkrecht steht.

Das Aufwischen von Ketchup schafft der Reiniger ohne Probleme. Aber hier ist auch die Konkurrenz nicht schlecht. Alle Testgeräte haben die Herausforderung bestanden – der Kärcher FC7 Cordless sogar mit Bravour.

Die Reinigung ist bei Bissell ebenfalls sehr komfortabel. Durch den mitgelieferten Messbecher lässt sich die richtige Menge Wasser ganz entspannt in den Standfuß füllen und per Tastendruck die Reinigung aktivieren. Nach kurzem Warten kann das Ergebnis durch Öffnen der Bürstenabdeckung kontrolliert werden: Außer einer leichten Rotfärbung durch den Ketchup (was normal ist), ist nichts zu sehen und zu riechen! Eine solche Reinigungsfunktion lässt keine Wünsche offen.

Der Schmutzwassertank kann zur Reinigung abgenommen werden. Der grobe Dreck wird von dem Siebeinsatz aufgefangen und kann im Mülleimer entsorgt werden. Das schmutzige Wasser unter dem Einsatz muss dann nur noch ausgeschüttet und der Wasserbehälter durchgespült werden. Für hartnäckigere Rückstände nutzt man eine Flaschenbürste.

Etwas umständlicher zu säubern ist der Einsatz des Filters. Das liegt mitunter aber an unserem Härtetest und der Kombination von trockenem Grieß, Wasser und Ketchup, aus der sich eine matschige Pampe ergibt und mit der alle Geräte ihre Probleme hatten. Glücklicherweise ist der Staubfilter waschbar.

Der Crosswave Cordless von Bissell ist das perfekte Gesamtpaket. Kinderleichte Bedienung, exzellente Reinigungsergebnisse und automatische Gerätesäuberung – was will man mehr.

Mit App: Tineco Floor One S3

Mit App

Tineco Floor One S3

Test: Tineco Floor One S3
Wasser leer? Schmutzwasser voll? Rohr verstopft? Selbstreinigung nötig? Der Tineco Floor One S3 sagt es Ihnen!

Die ausführlichen Anzeigen und der Bedienkomfort des Floor One S3 von Tineco haben uns absolut überzeugt. Sämtliche Informationen können sogar per Smartphone-App abgerufen werden.

Das schlanke Gerät besitzt ein modernes Design und wird mit einer Ladestation geliefert, die genug Raum bietet, um den Luftfilter und die Bürste zu trocknen. Alles ist hervorragend verstaut und trocknet nach der Reinigung gut. Außerdem bietet der Floor One S3 einen zusätzlichen Filter und eine zweite Bürste. Die Mehrheit der Hersteller gibt an, dass der gereinigte Filter mindestens 24 Stunden austrocknen muss. Mit dem zweiten Filter ist das kein Problem mehr.

Kleine Probleme können beim Arbeiten mit so einem Gerät immer mal wieder auftreten. Ein voller Schmutzbehälter oder ein leerer Wassertank wird von sehr vielen Geräten angezeigt. Der Tineco gibt einem zudem aber auch Meldung, wenn beispielsweise etwas die Bürste blockiert oder das Rohr verstopft ist. Und das passiert nicht ausschließlich per Anzeige: Eine sympathische Stimme weist auf den Fehler hin! Außerdem wird gleichzeitig die Drehzahl des Motors gesenkt, um die Verständlichkeit zu verbessern.

Die Dame ist aber noch um einiges gesprächiger: Stellt man den Tineco auf seine Ladestation, prüft die nette Helferin ob etwas gereinigt oder beispielsweise der Schmutzwasserbehälter geleert werden muss. Wirklich hilfreich und charmant. Wenn man mit dem Gerät arbeitet, könnte die Lautstärke allerdings etwas höher sein. Trotz gedrosselter Drehzahl des Motors konnten wir die Anweisungen ab und an nicht richtig verstehen.

Die Reinigungsleistung des Gerätes ist gut: Trockener Schmutz wird zuverlässig eingesaugt und selbst schmierige Ketchup-Reste werden problemlos vom Gerät aufgewischt.

Trotzdem ist ein wenig Nacharbeit vonnöten, denn eine Sauberkeit wie beim CrossWave Cordless von Bissell kann das Selbstreinigungsprogramm nicht erreichen. Die Bürste ist zwar gut gereinigt ohne Ketchup-Geruch, aber es finden sich noch optische Spuren vom Putzeinsatz.

Der Floor One S3 von Tineco besitzt nicht nur ein modernes Design, sondern auch fortschrittliche Technik mit App-Anbindung, Sprachausgabe und Schmutzerkennung. Außerdem kann der Tineco mit sehr guten Reinigungsergebnissen überzeugen. Nur das Selbstreinigungsprogramm und die eigene Reinlichkeit sind verbesserungswürdig.

Der Gleiter: Kärcher FC7 Cordless Premium

Der Gleiter

Kärcher FC7 Cordless (Premium)

Test Wisch und weg!: Kärcher FC7 Cordless (Premium)
Ohne Saugfunktion arbeitet er effektiv und deutlich leiser als seine Mitstreiter. Die Handhabung ist wirklich angenehm – er gleitet nur so über den Boden.

Der Kärcher FC 7 Cordless ist der Luxusschlitten von Kärcher und arbeitet ganz anders als seine Kollegen der Reihe. Statt mit einer Rolle fahren die Hartbodenreiniger von Kärcher standardmäßig mit zwei Rollen auf. Damit arbeiten sie absolut randlos. Beim FC7 Cordless wird das mit vier Bürsten noch übertroffen.

Die Rollen laufen in entgegengesetzte Richtungen. Weil sich die einen Rollen nach vorne und die anderen nach hinten bewegen möchten und beide die gleiche Antriebskraft besitzen, gleitet der Hartbodenreiniger wie über Eis. Er ist so leicht zu schieben wie ein Puck beim Air-Hockey.

Doch auch an anderen Stellen ist die Exklusivität des FC7 Cordless spürbar. Wasser leer? Sofort weist die Anzeige darauf hin. Schmutzwassertank voll? Die Anzeige gibt Bescheid. Akku leer? Naja, auch da blinkt zwar die Anzeige auf, aber mit einer ungeschlagenen Laufzeit von 45 Minuten passiert das wahrscheinlich nicht einmal dem gründlichsten Putzer.

Eine weitere Goldmedaille kann der FC7 Cordless in der Kategorie Lautstärke abstauben. Mit 72 Dezibel ist er der Flüsterer unter den Hartbodenreinigern. Das ist auch mit seiner fehlenden Saugfunktion zu begründen, ohne die er aber auch so ganz gut auskommt. Außer einige größere Stücke schafft es auch er, alle Verunreinigungen aufzunehmen.

Die glänzenden Seiten des Kärcher FC7 Cordless kennen Sie nun, kommen wir also zu den Kehrseiten. Selbstreinigung und manuelle Reinigung funktionieren bei dem FC7 nicht so reibungslos wie bei dem Modell von Bissell. Trotz gut durchdachtem System hat die Bauweise des Gerätes als Abstreifer seine Grenzen. Da der Schmutzwassertank zwischen den Rollen liegt und den Boden nicht berühren sollte, ist er von den Maßen auf die Höhe der Rollen und die Abstände zwischen den Rollenpaaren begrenzt. Weil das Volumen des Behälters so auf 200 Milliliter beschränkt ist und das Schmutzwasser nicht abgesaugt wird, muss das Gerät oft entleert werden. Außerdem muss Schmutz, der im Bürstenbereich landet, händisch entfernt werden.

Es gibt aber nicht nur Negatives hinsichtlich der Selbstsäuberung zu sagen. Wird eine der Entriegelungen betätigt, kann der FC7 entspannt angehoben werden und der Tank bleibt in einer Tropfschale zurück. Mit der anderen Sperre lassen sich die Bürstenabdeckungen öffnen, welche die Bürsten sehr gut vor aufgefangenen Haaren schützen.

Trotz häufiger Entleerung und intensiverer Nachreinigung, der Kärcher FC 7 Cordless bietet dennoch die leichteste Handhabung und sehr guten Komfort. Ohne Anstrengung gleitet er selbst mit ausgestrecktem Arm über den Fußboden und sammelt dabei jeden Schmutz ein.

Basic: Nilfisk Combi

Basic

Nilfisk Combi

Test Wisch und weg!: Nilfisk Combi
Der Nilfisk ist relativ laut und auch nicht ganz so leicht zu navigieren. Aber er ist in der Lage, super zu saugen und auch das Wischergebnis kann sich sehen lassen.

Statt zusammengesteckt zu werden, benötigt man für den Aufbau des Nilfisk Combi einen Schraubenzieher. Aber das ja auch nur einmal. Öfter wickelt man dafür das Kabel auf und ab. Zwar sind zwei ausklappbare Haken vorhanden, um die das Kabel geschlungen werden kann, allerdings muss man jedes Mal bis zum Schluss auf- oder abwickeln, da das Kabel nicht einfach von den Halterungen abgezogen werden kann. Für die 16 Wicklungen sollte man dementsprechend ein wenig Geduld mitbringen. Wir hätten uns die Halterungen zudem ein bisschen stabiler gewünscht.

Dank der zuschaltbaren Wasserversorgung kann der Combi saugen und wischen. Mit harten Borsten löst er auch sehr grobe Verschmutzungen.

Die Behälter-Verriegelung für Wasser sowie Schmutzwasser ist sehr gut gelöst. Löst man die Sperre, kippen beide Behälter ein Stück nach vorne, fallen dabei aber nicht komplett raus. Rausnehmen lassen sie sich erst durch einen leichten Zug, der aber einhändig ausgeführt werden kann.

Der Handhabung des Nilfisk Combi ist kein Preis zu verleihen. Er ist laut, schwer und lässt sich umständlich lenken. Aber seine Arbeit macht er gut. Er saugt den Schmutz gut ein und wischt die Böden sauber, auch wenn der Boden nicht komplett gleichmäßig befeuchtet wurde.

Ist der Putzgang beendet, wird für die Selbstreinigung Wasser in die Tropfschale gefüllt. Achtung: Auch wenn der Wassertank mit einer Markierung von 500 Milliliter versehen ist, werden für die Selbstreinigung nur etwa 50 Milliliter benötigt, für die es keinen Begrenzungsstrich gibt. Wofür die 500 Milliliter genutzt werden sollen, ist uns nicht klar geworden.

Aber abgesehen von der kurzen Verwirrung beim Abfüllen des Wassers, konnte die automatische Reinigung überzeugen. Alles ist sauber und sogar ohne manuelle Nacharbeit. Um die Bürste zu trocknen, steckt man sie einfach auf den vorgesehenen Platz in der Abtropfschale.

Der Nilfisk Combi hat zwar Macken, ist aber durch sein Preis-Leistungs-Verhältnis dennoch eine akzeptable Alternative zu den ersten beiden Testgeräten.

Was gibt es sonst noch?

Der Rowenta X-Force Flex 11.60 ist ein Akku-Staubsauger, der eine ordentliche Ausstattung bietet. Mit dem Wischaufsatz Aqua Head ZR009600, der gegen den Saugfuß ausgetauscht wird, verwandelt sich der Akku-Sauger in einen Saugwischer.

Auf den ersten Blick hat der Hersteller dieses Konzept hochwertig und sehr gut umgesetzt. Allerdings hat es auch seine Nachteile: Die Saugleistung mit dem Aufsatz ist nur mäßig. Problematisch ist, dass die Saugkraft hinter und vor dem Wischtuch aufgeteilt wird. Das Konzept ist zwar sinnvoll, verringert aber die Saugkraft an den Düsen um die Hälfte.

Der Aqua Head hat zudem Schwierigkeiten mit der Aufteilung des Wassers. Die beiden Tanks sind über einen tiefer liegenden Zugang miteinander verbunden. Möchten Sie den Wischfuß ganz füllen, muss zuerst eine Seite gefüllt, dann der Tank verschlossen und komplett auf die Seite gedreht werden. Ist das Wischwasser dann auf die gegenüberliegende Seite gelaufen, kann man weiter Wasser nachfüllen.

Der Aqua Head liefert als Wischer gute Ergebnisse, ist aber umständlich zu befüllen. Das die Wasserzugabe unterbrochen beziehungsweise gestoppt werden kann ist praktisch. Gesaugt wird hinter und vor dem Wischtuch, das ist sinnvoll, reduziert die Saugkraft aber erheblich.

Der Vorwerk VB100 mit dem Wischer SPB100 bietet dank bewegender Grundplatte mit Wischtuch eine höhere Reinigungsleistung als ein reines Wischtuch ohne eigenen Antrieb.

Das merkt man allerdings deutlich beim Gewicht, denn beide Geräte besitzen kombiniert ein fast doppelt so hohes Gewicht wie reine Saugwischer. Das senkt die Händelbarkeit des Vorwerks deutlich. Außerdem erschwert die schwabbelnde Platte die Arbeit mit dem Gerät zusätzlich. Auf glatten Fliesen spürt man davon nichts, auf Laminat mit rauer Oberfläche zieht der Saugwischer hingegen deutlich  nach rechts. Wischt man eine Linkskurve werden sogar beide Hände benötigt, damit das Gerät den vorgegebenen Weg einhält.

Dennoch hebt sich das Produkt von den Konkurrenten ab. Der Wasserdurchfluss lässt sich elektronisch in drei Stufen einstellen. Der Vorwerk arbeitet äußerst gleichmäßig und bietet trotz Saugfunktion einen angenehmen Lautstärkepegel. Wie der Aqua Head von Rowenta saugt das Gerät von Vorwerk hinter und vor dem Wischtuch. Damit bietet er aber leider nur eine halbe Saugleistung, was das Gerät im Test auch sehr klar zeigte.

Der Aufsatz Vorwerk SPB100 bietet technische Finesse und eine sehr gute Reinigungsleistung. Spaß macht die Arbeit aber nur auf gefliesten und großen Flächen, da der Vorwerk groß, sehr schwer und kräftezehrend ist.

Der Thomas Bionic Washstick bietet eine außergewöhnliche Art der Reinigung. Das Gerät verbindet die Funktionsweise eines Abstreifers mit denen von Absaugern. Gröbere Verschmutzungen werden von der Rolle abgebürstet und das schmutzige Wischwasser in einen separaten Wasserbehälter gesaugt. Das klappte in der Praxis gut, allerdings macht sich das Fehlen einer Saugfunktion bei der trockenen Reinigung deutlich bemerkbar. Feinerer Schmutz wird dagegen fast gar nicht aufgenommen.

Ohne Saugfunktion arbeitet das Gerät mit einer Lautstärke von 60 dB erfreulich leise. Der Akku hält bis zu acht Minuten durch. Das ist der beste Wert in unserem Test. Eine Polymer-Reinigungswalze soll für eine gleichmäßige und besondere Reinigung sorgen. Das hat jedoch eine gravierenden Nachteil: Die Rolle muss vor jeder Reinigung zehn Minuten in sauberem Wasser eingeweicht werden. Im trockenen Zustand ist sie bretthart, sodass nicht mit ihr gearbeitet werden kann. Für schnelle Wischdurchgänge eignet sich das Gerät also nicht.

Die Reinigung ist extrem umständlich: Zuerst muss die Fangschale für den Schmutz entfernt werden, damit Sie von unten die Walze entnehmen können. Das Gerät muss also jedes Mal erneut umgelegt werden. Das Selbstreinigungsprogramm besteht nur aus einem regulären Wischprogramm, das nur die Putzrolle säubert und auf der Ladestation des Gerätes durchgeführt wird. Soll die Polymer-Rolle trocknen, muss der Washstick erneut umgelegt und die Reinigungsrolle entnommen werden.

Der Saugwischer bietet eine sehr gute Leistung des Akkus bei cleverer Schmutztrennung und angenehmer Lautstärke. Der Arbeitsaufwand nach und vor der Arbeit ist hingegen immens.

Ein echter Saugwischer ist der Fakir Starky WDA 700 Wet & Dry.  Er bietet eine Saugfunktion und kommt mit einem Schmutz- und einem Frischwassertank. Er bietet nicht viel Ausstattung, ist dafür aber in der Anschaffung günstig. Es gibt einen Taster für Wischwasser und zwei Stufen.

Auf trockenen Hartböden ist die Saugleistung hervorragend. Nur größere Schmutzstücke verteilt das Gerät im Raum. Beim Test mit Ketchup-Flecken liefert der Fakir gute Ergebnisse. Die Bürste ist allerdings viel kleiner als der Fuß des Gerätes. So bleiben klebrige Ketchup-Reste in den Düsenrollen hängen und müssen hinterher per Hand entfernt werden.

Das Reinigungsprogramm enttäuscht mit geringer Gründlichkeit. Die Bürste wird zwar befeuchtet und abgesaugt, wodurch sie optisch sauber erscheint. Die Nasenprobe bringt aber ein anderes Ergebnis: Sie riecht immer noch deutlich nach Ketchup. Der Fußbereich sieht nach der Selbstreinigung praktisch unverändert aus.

Der Saugwischer leistet gute Arbeit zu einem günstigen Preis. Beim Reinigungsprogramm und der Saugleistung müssen aber Abstriche hingenommen werden.

Mit dem Clean & Steam Revolution von Rowenta testen wir den ersten Dampfreiniger. Er wischt und saugt mit Wasserdampf, was vom Prinzip her Saugwischern ähnelt. Der Dampf desinfiziert den Boden aber zusätzlich.

Da der Wasserdampf aber in die Fugen des Laminats eindringt, sollte man auf dieser Bodenart sehr vorsichtig damit sein, da man das Laminat damit ruinieren kann. Von Vorteil ist, dass Dampf-Sauger-Kombinationen weniger Wasserdampf als reine Dampfreiniger abgeben. Auf der kleinsten Stufe können sie so auf Laminatböden eingesetzt werden.

Wir fragen uns, ob diese Kombination so noch sinnvoll ist. Insgesamt bleibt das Gerät ein Saugwischer, der mit einem Lappen wischt und saugt. Beim Saugen müssen Abstriche gemacht werden. Das Kabel sowie die hohe Leistungsaufnahme sind ebenfalls Nachteile. Die Kombi aus den beiden Geräten überzeugt leider nicht.

Rowenta bietet quasi einen saugenden Dampfreiniger: Technische Umsetzung und Qualität gehen in Ordnung. Allerdings überzeugen uns die eingeschränkte Leistung und hohe Lautstärke der Saugfunktion nicht. Vom Hersteller mitgelieferten Duft-Pads waren in unserem Test wirkungslos.

Wissenswertes über Hartbodenreiniger

Die Funktionsweise von Hartbodenreinigern ist kein Hexenwerk. Bürstenrollen werden von oben befeuchtet, rotieren und putzen so den Boden. Das schmutzige Wasser wird in einem Behälter aufgefangen.

Hartbodenreiniger Test: Hartbodenreiniger
Hartbodenreiniger wischen stets mit sauberem Wasser.

So simpel und doch so unterschiedlich: Die Umsetzung der einzelnen Hersteller variiert sehr stark. Alle erreichen zwar das gewünschte Ziel: Den Boden säubern. Aber das Befeuchten, die Schmutzwassertrennung, Lautstärke sowie Zusatzfunktionen und Selbstreinigung des Geräts sind je nach Modell anders.

Die Arbeitsweise: Sauger oder Abstreifer?

Es gibt zwei Varianten der Arbeitsweise: Abstreifer und Absauger.

Bei Abstreifern wird die verschmutzte, nasse Bürste – wie der Name bereits verrät – durch Abstreifen von Schmutzwasser und Schmutz befreit. Im Test hatten nur die Modelle von Kärcher diese Bauform. In puncto Wischleistung gab es keine Nachteile zu verzeichnen und von der geringen Lautstärke profitiert der Nutzer sogar. Für das Saugen des Heims können sie aber weniger verwendet werden, da grober Schmutz schlecht aufgenommen wird. Bei der Reinigung des Geräts muss zudem Schmutz aus dem Auffangbehälter entfernt werden, da dieser nicht abgesaugt wird.

 Test: Test Hartbodenreiniger Kaercher Fc3 Cordless
Der Schmutz wird an einem Rand abgestreift und gelangt so in den dafür vorgesehen Auffangbehälter.

Die Sauger sind dagegen zwar lauter, saugen dafür aber Schmutz von den Rollen und auch vom Boden ein. Ob der Hartbodenreiniger den Staubsauger ersetzen kann, ist vom Modell abhängig. Die Kärcher Geräte FC3 Cordless, FC5 und FC5 Cordless haben keinen richtigen Fuß und saugen daher nur die Rollen ab. Dafür sind sie sehr schmal.

Wie viele Bürsten?

Die Bürsten im Gerät müssen angetrieben und gehalten werden. Daher ist der Fuß stets breiter als die Rollen. Kärcher hat hier mit zwei bis vier Bürsten die Nase vorn.

Bei den anderen Herstellern werden die Bürsten links und rechts eingehakt, weshalb der Fuß breiter als die Rollen ist und nicht randnah gewischt werden kann. Bei Kärcher werden die Bürsten mittig gehalten und gehen so über den Fuß hinaus. So wird wirklich jede Kante erreicht, auch wenn der Streifen in der Mitte bei den Kärcher-Modellen nochmal nachgewischt werden muss.

 Test: Test Hartbodenreiniger Kaercher Fc3 Cordless
Mit zwei Bürsten kommt man bis zum Rand, aber beim Wischen bleibt ein Streifen in der Mitte.

Durchschnittlich bleiben bei allen Geräten rechts und links knapp zwei Zentimeter schmutzig, da der Fuß im Schnitt circa 55 Millimeter breiter ist.

So haben wir getestet

Oft soll laut Herstellern der Kauf eines Hartbodenreinigers die Anschaffung eines Staubsaugers ersetzen. Das haben wir natürlich überprüft und wirklich: Der Bissell CrossWave Cordless hat uns mit seiner Saugkraft beeindruckt. Er konnte sogar mit seinem Bruder aus der Reihe der Akku-Sauger, dem Icon Pet 25V, mithalten.

 Test: Test Hartbodenreiniger Test1
Der Trockentest simulierte einen Küchenunfall: Kuchendeko und Grieß sollten die Testgeräte vom Boden entfernen.

Mal eben durchwischen ist zwar gut, aber Hartbodenreiniger sollen auch bei Missgeschicken Hilfe leisten. Daher bestand für alle Testgeräte die Aufgabe darin, Ketchup aufzuwischen. Alle außer der Vileda JetClean, der den Ketchup nur weiterschob, erledigten das zu unserer Zufriedenheit.

Wir haben nicht nur die Arbeitskraft, sondern auch die Einsatzgeschwindigkeit getestet, also wie schnell die Bürste der Reiniger befeuchtet und damit ein gleichmäßiges Wischergebnis erreicht wird. Trotz einiger Unterschiede waren alle Zeiten im Rahmen.

Bei Nilfisk, Leifheit, und Vileda ergab sich bis zum Schluss kein gleichmäßiges Wischbild, auch wenn das Wasser bei allen Geräten ähnlich gut abgegeben wurde.

 Test: Test Hartbodenreiniger Test3
Die Lautstärke war im technischen Datensatz selten angegeben.

Die Lautstärke und wie das Gerät zu führen ist, steht leider nicht in der Gerätebeschreibung und muss ausprobiert werden. Kärchers Geräte, der FC3 Cordless, der FC5 und der FC5 Cordless, sind zwar ohne richtigen Fuß handlich, aber schwer und anstrengend zu führen.

Manche Geräte haben eine manuelle Wasserzuschaltung und werden so zu einem echten Kombigerät, mit dem gesaugt und gewischt werden kann.

Ob mit Akku oder Kabel angetrieben, spielt in den Testergebnissen keine Rolle, da die Leistung genau die gleiche ist. Letztendlich ist es reine Geschmackssache, ob man bereit ist, für die kabellose Variante etwas mehr auszugeben.

Staubsauger mit Wischfunktion oder Dampf

Im Update 04/2021 wurden von uns Dampfbesen, die saugen können, sowie Staubsauger mit optionaler Wischfunktion getestet. Überzeugt haben uns beide Varianten nicht.

Bei Staubsaugern, die mit einer Wischfunktion ausgestattet sind, wird entweder der komplette Saugfuß durch einen Wischfuß ersetzt oder das Gerät um eine Wischaufsatz erweitert. Problematisch ist dabei, dass zwar feucht gewischt wird, der Schmutz aber im Lappen hängen bleibt und somit kaum aufgenommen und nur verteilt wird. Wischt man den Boden von Hand, wird der Waschlappen schließlich auch mehrere Male ausgewaschen.

Ebenso fehlt die Möglichkeit, die Menge des Wassers gezielt einzustellen. Am Akku-Sauger fehlt eine entsprechende Bedienung des angesteckten Wassertanks. Allein Vorwerk bietet mit seinem Wischfuß SPB100 diese Möglichkeit. Allerdings ist der Preis für den Fuß allein schon höher als für Saugwischer-Modelle mit Schmutzwasseraufnahme.

Wischsauger Test: Hartbodenreiniger Update
In der neuen Testrunde waren zwei Dampfreiniger mit Saugfunktion und drei Akku-Sauger mit Wischfunktion dabei.

Die gleiche Problematik weisen Dampfreiniger mit Saugfunktion auf. Auch bei diesen Geräten wird der Lappen nicht automatisch ausgetauscht oder gereinigt. Im Gegensatz dazu lässt sich die Dampfmenge bei diesen Geräten aber regulieren. Da man Laminatböden nicht mit Dampfbesen reinigen sollte, ist das essentiell wichtig. Die Kombigeräte aus Staubsauger und Dampf bieten einen geringeren Dampfausstoß als reine Dampfbesen. Reduziert man diesen, bleibt auch das Laminat intakt.

Ein weiterer Nachteil dieser Geräte ist der Platzmangel. Sobald zwei Funktionen in einem Gerät integriert werden, müssen leider Abstriche gemacht werden. Bei den beiden von uns getesteten Geräten vor allem beim Lautstärkepegel. Bis zu 86 Dezibel sind schon ziemlich laut und konnten nicht reguliert werden.

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