Schnell und streifenfrei Test: Fenstersauger Ikohs

Fenstersauger im Test : Schnell und streifenfrei

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Veröffentlicht 29.04.2020

Fenster putzen gehört nicht gerade zur Lieblingsbeschäftigung der meisten und wenn dann nach dem ganzen Aufwand noch Streifen zu sehen sind, kann das schnell frustrieren. Fenstersauger schaffen da Abhilfe. Ob das in der Praxis wirklich so gut funktioniert, haben wir mit 12 Fenstersaugern getestet.

Irene Wallner
Irene Wallner
ist Autorin aus München und schreibt über Beauty-Produkte, Haushaltsgeräte und Produkte für Babys und Kinder.

Fenstersauger sollen die Arbeit vereinfachen, vor allem beim Frühjahrsputz können sie eine große Hilfe sein, denn sie versprechen streifenfreie Scheiben. Außerdem spart man sich tropfende Lappen. Wir haben Geräte zwischen 26 und 250 Euro getestet und sind diesem Versprechen auf den Grund gegangen. Die meisten unserer Empfehlungen kann sich fast jeder leisten, aber auch ein Luxusmodell ist mit dabei.

Gute Saugleistung: Kärcher WV2 Premium

Mit dem Kärcher WV2 haben wir fast schon gerne Fenster geputzt. Er ist nicht nur leicht, sondern auch hochwertig und liegt angenehm in der Hand. Vor allem die Saugleistung finden wir aber toll, ebenso das Zubehör. Für uns daher ein empfehlenswertes Gesamtpaket.

Gute Saugleistung

Kärcher WV2 Premium

Test Fenstersauger: Kärcher WV2 Premium
Sehr gute Saugleistung und solide Verarbeitung zu einem guten Preis zeichnen den Testsieger von Kärcher aus.

Zunächst möchte der Fenstersauger geladen werden, das dauert zum Glück nur zwei Stunden, dann kann es losgehen. Die Geräte von Kärcher waren bei diesem Kriterium die schnellsten.

Auch zusammengebaut ist er schnell, einfach die Saugdüse aufstecken, in die Sprühflasche Wasser und Reinigungsmittel füllen und dann den Wischaufsatz aufstecken, schon ist er einsatzbereit.

Der Kärcher im Test

Wir finden den Wischaufsatz hochwertig, denn er ist weich, dick und verrutscht nicht. Selbst dann nicht, wenn wir fester aufdrücken. Unter dem Wischer ist die Sprühflasche angebracht, aus der kommt genügend Flüssigkeit und die wird auch dorthin gesprüht, so sie benötigt wird, nicht daneben. Der Wischer macht seine Sache gut, man erreicht jede Ecke und die Reinigung geht schnell.

Zum Abziehen nutzt man nun den Sauger, das ist hier – ebenso wie bei vielen anderen Modellen – ein eigenes Gerät. Kombigeräte machen zwar auf den ersten Blick mehr Sinn, hier konnte uns bei zwei Testgeräten aber nur der Cleanmaxx überzeugen.

Beim Kärcher saugt man mit dem zweiten Gerät ab, dazu betätigt man den Knopf, der sich am Handgriff befindet und das hört sich dann an wie ein Föhn. Auch die Lautstärke entspricht dem in etwa. Power braucht man aber zum Saugen, daher sind nur wenige Geräte leise.

Zu schnell darf man nicht übers Glas ziehen, am normalen Fensterabzieher kann sich hier nicht orientieren, denn sonst gibt es Schlieren. Der Sauger muss das Wasser immerhin erst einsaugen. Der Kärcher ist aber dennoch zügig, es macht auch keinen Unterschied, ob horizontal oder von oben nach unten gezogen wird. Wir hatten keine Schlieren oder Streifen und getropft hat auch nichts. Das gefällt uns.

Das dreckige Wasser wird zunächst im Auffangbehälter gesammelt, später kann man es dann ausleeren. Hinein passen 100 Milliliter, das klingt nach wenig, aber so viel Wasser befindet sich auf einer Fensterscheibe nun auch nicht. Der Behälter ist definitiv ausreichend groß.

Der Akku hält 25 Minuten, das reicht laut Hersteller für etwa 25 Fenster, wir finden, man schafft eher noch mehr.

Fenstersauger Test: Testsieger Kärcher WV2 Premium.
Rechts sieht man das neuere Kärcher-Modell, links das alte.

Mit dabei ist auch noch ein kleiner Beutel Fensterreiniger als Extra, den fanden wir aber auch nicht anders als normale Fensterreiniger. Hier kann man auch jede beliebige andere Marke verwenden, finden wir.

Was aber fanden wir nicht so gut? Gravierende Nachteile gab es nicht, am Fensterrand blieben Tröpfchen zurück, das konnte die Konkurrenz aber nicht besser. Einige könnten die 55 Euro abschrecken, die für das Gerät verlangt werden, aber bei Kärcher bekommt man dafür auch ein qualitativ hochwertiges Produkt mit tollem Zubehör und guter Saugleistung.

Lange Akkulaufzeit:  AEG WX7 90

Der AEG WX7 90  hat eine Akkulaufzeit von 90 Minuten, damit kann man eine ganze Menge Fenster putzen. Mit dabei ist auch einiges an Zubehör, uns gefällt er.

Lange Akkulaufzeit

AEG WX7 90

Test Fenstersauger: AEG WX7 90
Der AEG protzt mit sehr langer Akkulaufzeit, was den höheren Preis rechtfertigt. Außerdem ist er sehr leise.

Über die lange Akkulaufzeit sind wir erstaunt und positiv überrascht, denn der Sauger ist sehr kompakt und nur minimal schwerer als das Kärcher-Gerät.

Mit dabei ist eine Sprühflasche, die stabil wirkt, ein Wischbezug aus Mikrofaser inklusive Aufsatz, außerdem 20 Milliliter einer Reinigungsflüssigkeit und eine zweite Saugdüse, die etwas kleiner ist. Dafür kostet er aber auch 76 Euro.

Fenstersauger Test: Testsieger Kärcher WV2 Premium.
Auch der AEG WX7 90 überzeugt im Test.

Das Wischgerät und der Sauger tun beide das, was sie sollen, sie sind einfach zu bedienen und stabil. Außerdem ist das Gerät schön leise.

Beim Absaugen des Wassers bleiben keine Streifen zurück, nur die Tropfen am Fensterrand, die wir überall hatten. Einfach mit dem Tuch dort nachwischen und schon hat man perfekt geputzte Fenster.

Vor allem für große Fensterflächen oder viele Fenster eignet sich dieses Gerät dank langer Akkulaufzeit, da kann man auch über den Preis hinwegsehen.

Alles in einem: Cleanmaxx 03429

Ein gutes Kombimodell ist der Cleanmaxx, hier muss man nicht zwischen Sauger und Wischer wechseln. Dabei sind Sauger und Wischer als ein Gerät sowie eine Sprühflasche. Wir finden ihn praktisch.

Alles in einem

Cleanmaxx 03429

Fenstersauger Test: Cleanmaxx
Der Cleanmaxx vereint Sprühen, Wischen und Saugen buchstäblich im Handumdrehen in einem Gerät.

Keine Preise gefunden.

Nach dem Sprühen und Wischen kann das Gerät einfach umgedreht werden, dann kann man damit das Fenster auch trockensaugen.

Mit nur etwa 30 Euro bekommt man hier trotz anfänglicher Zweifel ein gutes Gerät. So hochwertig wie andere ist er nicht, aber wir hatten auch Testgeräte, die noch schlechter verarbeitet waren. Optisch finden wir ihn auch ganz gut.

Das Problem mit der Kombifunktion ist aber, dass während dem Wischen das Kombi-Gerät am Behälter festgehalten werden muss – ergonomisch geht anders. Mit kleinen Händen kann man hier durchaus Probleme bekommen. Beim Saugen mussten wir außerdem darauf achten, dass wir mit dem Wischtuch, das noch feucht ist, nicht das Fenster zu berühren. Gesaugt hat er aber gut.

Für kleine Fensterflächen eignet er sich aber sicher gut und man muss nicht hin und her wechseln.

Luxusmodell: Vorwerk Kobold VG100

Luxusmodell

Vorwerk Kobold VG100

Fenstersauger Test: Vorwerk Kobold VG100
Der Kobold VG100 ist hochwertig, macht einen sehr guten Job und sieht schick aus - leider ist er sehr teuer.

Ein wahrer Luxus-Fenstersauger ist der Kobold VG100 von Vorwerk. Wie immer bei Vorwerk bekommt man hier hohe Qualität zu einem ebenfalls hohen Preis, in diesem Fall sind es 250 Euro. Wer auf Vorwerk setzt und auch seinen Fenstersauger dort kaufen möchte, dürfte sich am Preis aber nicht stören.

Zunächst hat uns die klobige Optik etwas abgeschreckt. Dafür liefert er aber ein gutes Ergebnis beim Putzen und Saugen, ist hochwertig, leicht zu bedienen und der Akku hält über 40 Minuten. Was will man mehr?

Zum Zubehör des Vorwerk Kobold VG100 zählen eine Abtropfschale, zwei Microfaser-Reinigungstücher und eine Flasche Reinigungsmittel.
Beim Kobold ist alles dabei, was man braucht.

Das Konzept ist hier etwas anders als bei den meisten Produkten. Mit dabei ist eine Abtropfschale, die stabil ist sowie zwei Reinigungstücher aus Mikrofaser. Auf die Schale das Reinigungstuch legen, Gerät draufsetzen und das Tuch wird am Sauger per Klettverschluss befestigen. Damit die Ansauglippe nicht blockiert wird, sollte die Lippe, wenn der Sauger aufgesetzt wird, in die Ausbuchtung gelegt werden, die extra dafür da ist. Dann läuft alles problemlos.

Der Vorwerk Kobold VG100 hat seinen Job gut gemacht. Hier tropft nichts.
Hier liegen die Gummilippen wo sie sollen. So klappt das Reinigen.

Dann etwas des Glasreinigers, der mitgeliefert wird, in den Frischwasserbehälter füllen und bis zur Markierung mit Wasser füllen. Das Reinigungsmittel von Vorwerk wird für ein perfektes Ergebnis empfohlen, das kostet für einen halben Liter aber sieben Euro, wir empfehlen daher, erstmal das gewohnte Mittel zu verwenden. Wenn das nicht geht, kann man immer noch zu dem von Vorwerk greifen.

Sitzt der Tank richtig, gibt es ein Klickgeräusch, dann wird das Gerät auf die Abtropfschale gestellt und man wartet 15 Sekunden. Danach ist der Inhalt des Tanks vom Tuch aufgesaugt und man kann Fensterflächen bis zu 20 Quadratmeter damit putzen, ehe das Tuch gewechselt und der Sauger neu gefüllt werden muss.

Wenn es losgeht, merkt man das auch akustisch, denn leise ist dieses Gerät nicht, viele andere Marken sind da aber nicht besser. Der Sauger liegt sehr handlich, uns gefällt die einfache Handhabung. Wenn man das Gerät vertikal führt, wird die Glasfläche gereinigt und gleichzeitig wird das Wasser aufgesaugt, damit spart man sich einen Arbeitsschritt.

Die hohe Saugleistung sorgt dafür, dass keine Schlieren zurückbleiben und alles funktioniert ohne Probleme.

Dennoch ist unserer Meinung nach der hohe Preis nicht ganz gerechtfertigt, wenn es nur um eine kleine Wohnung oder ein kleines Haus geht. Bei großer Glasfront lohnt sich der Vorwerk schon eher.

Was gibt es sonst noch?

Auch die Reinigung per Lappen ist möglich, dazu empfehlen wir dann das Absauggerät Vileda Windomatic Power. Hier hat man neben dem Ladegerät kein zusätzliches Zubehör, aber einen Saugkopf, der freie beweglich ist. Die Saugleistung ist gut. Wir empfehlen dennoch eher Geräte, die alles können.

Der Kärcher WV50 ähnelt unserer Empfehlung derselben Marke, allerdings ist unsere Empfehlung leichter und kürzer. Dieses ältere Modell hier überzeugt aber dennoch, preislich gibt es aber fast keinen Unterschied, die Akkulaufzeit beim WV50 ist aber kürzer, daher empfehlen wir eher das neue Modell.

Der Leifheit Dry & Clean ist recht klobig und schwerer als manch anderes Gerät. Hier gibt es keine Sprühflasche mit Wischaufsatz. Man kann das Gerät aber mit unterschiedlichem Zubehör kaufen, mit oder ohne Einwascher mit Stil oder mit schmaler Saugdüse. Bei unserem getesteten Gerät funktionierte der Akku in weniger als fünf Minuten nicht mehr, war offenbar defekt. Wir empfehlen ihn deshalb nicht.

Der Bort BSS-36-Li kostete uns Nerven, denn der zur Sprühflasche gehörige Schlauch steckte in einem kleinen Gefäß und wir bekamen ihn nur schwer raus und aufgesteckt. Das Saugen war mittelmäßig, es hat ein wenig getropft und von der Verarbeitung sind wir auch nicht wirklich überzeugt. Hier lohnt sich unserer Ansicht nach die Anschaffung trotz des günstigen Preises nicht.

Wissenswertes über Fenstersauger

Wer denkt, ein Fenstersauger würde einem das Putzen abnehmen oder zum Vergnügen machen, der irrt. Lästige Arbeiten übernimmt er aber, denn hier müssen die Fenster nicht mehr per Hand getrocknet werden. Beim klassischen Abzieher tropft alles auf die Fensterbank oder den Boden, auch nicht gut. Da hilft auch ein Handtuch nur bedingt.

Fenstersauger dagegen saugen die Flüssigkeit beim Abziehen hinter einer Gummilippe ein, dafür muss man aber langsam vorgehen, sonst gibt es Schlieren.

Mit ein wenig Übung geht es aber schnell ohne Probleme und dann ist auch das Fensterputzen um einiges leichter als ohne Helfer.

Worauf achtet man aber beim Kauf eines Fenstersaugers?

Alleine Kärcher hat viele Geräte im Angebot und auch die Konkurrenz schläft nicht, was ist also wichtig? Vor allem die Verarbeitungsqualität, sonst geht der Sauger schnell kaputt. Achten sollte man daher auf Spalten zwischen den Teilen, darauf, ob sich die Teile gut voneinander lösen lassen und wie problemlos die Schalter funktionieren.

Der nächste Punkt ist die Akkulaufzeit, die liegt meist zwischen 20 und 30 Minuten. Man braucht den Sauger natürlich nur, wenn man wirklich Fenster absaugt, daher reicht solch eine Akkuladung meist für die ganze Wohnung oder das ganze Haus.

Alle Wischaufsätze der Fenstersauger im Test
Links die Wischaufsätze von Leifheit, Bort, Cleanmaxx, MVPower Fensterreiniger  und rechts Kärcher WV2 Premium und WV50, AEG und Comag Fenstersauger. Vorne mittig Dirt Devil.

Bei größeren Häusern oder großen oder vielen Fenstern sollte man aber lieber ein Gerät mit langer Akkulaufzeit nehmen oder einen Wechselakku kaufen. Die Akkus laden meist für mehrere Stunden, eine Unterbrechung bedeutet also, dass man nicht einfach bald weitermachen kann.

Wichtig ist ebenso das Gewicht, denn der Sauger sollte gut in der Hand liegen und nicht zu schwer sein.

So haben wir getestet

Wir haben die Fenster für den Test nicht extra schmutzig gemacht, denn das waren sie nach dem Winter ohnehin schon, daher hatten es alle Sauger gleich schwer. Bei Geräten mit Zubehör wie Sprühflasche mit Wischaufsatz haben wir auch das ausprobiert.

Wir wollten der Werbung entsprechend Fenster ohne Streifen und mit Glanz. Trockene Hände wollten wir dabei auch behalten, denn tropfen sollte hier nichts mehr. Die meisten Sauger haben das geschafft.

Alle 10 Fenstersauger im Test
Alle Sauger aus unserer ersten Testrunde.

Außerdem haben wir auf Handhabung, Lautstärke, Akkulaufzeit und Preis-Leistungs-Verhältnis geachtet. Wir haben aus dem gesamten Preisspektrum Geräte gewählt, um alle Optionen abzudecken.

Unser Neuzugang: Der Vorwerk Kobold VG100.
Neu dabei war in Runde zwei der Kobold von Vorwerk.

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