Roboter an der Scheibe Test: Fensterputzroboter Sichler Pr 040

Fensterputzroboter im Test : Roboter an der Scheibe

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Update 02.10.2020

Fensterputzen kann nerven. Was wäre da besser als ein kleiner Helfer, der das ganz alleine erledigt? Wir haben 9 Fensterputzroboter getestet.

Update 2. Oktober 2020

Wir haben drei neue Modelle getestet und eine neue Empfehlung: Den Sichler PR-040.

Lars Schönewerk
Lars Schönewerk
testet als Technik-Redakteur vorwiegend Elektrokleingeräte und Fahrrad-Zubehör.

Autonome Geräte in Haus und Garten sind auf dem Vormarsch, kein Wunder also, dass auch Fensterputzroboter beliebt sind. Aber sind die auch wirklich so hilfreich, wie man sich das wünscht?

Festgestellt haben wir: nein, nicht wirklich, denn dafür sind sie zu wenig selbstständig. Wer bestimmte Ansprüche hat, könnte mit ihnen glücklich werden. Wir erklären im Test daher, auf was man beim Kauf achten muss und für wen sich die kleinen Helfer eignen.

Gründlich und leise: Sichler PR-040

Gründlich und leise

Sichler PR-040

Test: Sichler Pr 040
Gute Bedienbarkeit, gründliche Reinigung und leises Betriebsgeräusch: Der Sichler PR-040 macht fast alles richtig.

Durchdacht und funktional: Der Sichler PR-040 konzentriert sich mit Erfolg auf das Wesentliche und liefert so die beste Gesamtperformance mit einem verhältnismäßig guten Preis.

Im Paket mit dabei sind neben dem Roboter ein Netzteil mit Kabelverlängerung, eine Anleitung, eine Fernbedienung mit Batterien, ein Sicherungsseil sowie Reinigungstücher für Nass- und Trockenreinigung. Der PR-040 funktioniert klassisch mit permanenter Stromversorgung. Durch das dünne Kabel lässt sich das Fenster zwar schließen, allerdings könnte dabei das Kabel brechen.

Die Reinigung von einer Fensterhälfte dauerte achteinhalb Minuten und damit ähnlich lang wie bei den übrigen Testmodellen. Die Lautstärke von 72 Dezibel war dabei aber die niedrigste im Test.

Wir waren beim PR-040 nicht einmal gezwungen, einzugreifen. Der Fensterputzer weiß, wo er noch nicht geputzt hat und erkennt gut die Kanten. Nach einer Bahn fährt er noch einmal so weit wie möglich in die Ecken. Auch Abgründe und Fenster ohne Rahmen sind für ihn kein Problem. Ränder erkennt er sofort und dreht um. Anschließend macht er seine Arbeit weiter – das können nur wenige.

Die Fernbedienung ist kein Meisterwerk, macht aber, was sie soll. Wirklich zufriedenstellend war allerdings ohnehin keine der Fernbedienungen. Der Roboter lässt sich aber auch mit einer App steuern. Hier zeigt sich deutlich die Verwandtschaft des Sichler zum Mamibot: Die App ist genau die gleiche und heißt »iGlassbot«.

Hat man erst einmal via Bluetooth gekoppelt, lassen sich die gleichen Knöpfe wie auch auf der Fernbedienung auswählen. Zusatzfunktionen gibt es nicht. Die App ist wohl eher für den Fall, dass man die Fernbedienung verlegt, keine Batterien hat oder ein Marketing-Gag.

Der Sichler PR-040 reinigt nicht nur gut, er fokussiert sich zudem nicht auf teils nervenaufreibende Spielereien, sondern tut das, was man will: Fenster putzen – und das zu einem verhältnismäßig günstigen Preis.

Wir haben nur in einem Punkt Bedenken: In dem offenen Griff können sich Sicherungsschur und Stromkabel leicht verheddern. Ist zwar in unserem Test nicht passiert, aber er wäre damit nicht der erste Putzroboter für Fenster, der in seinen eigenen Kabeln hängenbleibt.

Es lohnt sich außerdem, den Preis zu beobachten. Mal ist der Sichler PR-040 , mal der Mamibot iGlassbot W120-T günstiger zu haben. Da es das baugleiche Modell ist, kann ruhig nach dem Preis entschieden werden.

Komfortabel: Sichler PR-041 V4

Komfortabel

Sichler PR-041 V4

Fensterputzroboter Test: Image
Komfortabel: Der Sichler PR-041 V4 kommt mit Putzmitteltank und sprüht selbstständig.

Keine Preise gefunden.

Der Sichler PR-041 V4 kann schnell verwirren, da es den Vorgänger noch zu kaufen gibt und auf der Verpackung zusätzlich zum Kürzel auch noch »Hobot 298« und die Produktnummer NX-6057-919 stehen. Aber egal wie man ihn bezeichnet, der Putzroboter ist definitiv gut und hochwertig verarbeitet.

Die Bedienung ist hier selbsterklärend, die nötigen Tasten erreicht man alle gut. Besonders ist der kleine Tank für Glasreiniger oder Wasser samt Düse, hier werden gelegentlich automatische Sprühstöße auf die Scheibe abgegeben. Das ist praktisch, denn so muss das Reinigungsvlies vorher nicht befeuchtet werden und zu wenig oder zu viel Reiniger kann auch nicht aufgetragen werden. Wir finden die Düse gut. Einmal hat sich das Gerät verschätzt und gegen den Rahmen des Fensters gesprüht, ansonsten hat es aber gut gekappt.

Die Tank-Befestigung ist ein bisschen unverständlich. Abnehmen kann man ihn, aber dafür muss erst eine Schraube gelöst werden. Dahinter verbirgt sich dann ein filigranes Stromkabel samt winziger Steckverbindung, das muss man vom Tank abziehen. Das Kabel macht einen empfindlichen Eindruck und insgesamt wirkt die Konstruktion auf uns nicht so, als sei der Tank darauf ausgelegt, dass man ihn häufiger abnimmt. Wir hätten eine Klemm- oder Steckverbindung mit Metallkontakten besser gefunden.

Man kann den Tank aber auch am Gerät füllen, die Sprühdüsen von gewöhnlichen Glasreinigerflaschen passen problemlos in die kreisrunde Öffnung. Das Füllen geht also sehr einfach.

Eine Flasche Glasreiniger ist im Lieferumfang enthalten. Angegeben wird vom Hersteller, dass der Roboter entweder damit oder aber mit klarem Wasser benutzt werden sollte. Mit anderen Glasreinigern gibt es keine Probleme, nur bezüglich der Garantie könnte man diesen Tausch bemerken.

Die Fernbedienung reicht aus, aber toll finden wir sie nicht unbedingt. Man kann das Gerät auch per App steuern, da gibt es dann aber keine Extra-Funktionen. Mit Android-Smartphone kam es außerdem zu Problemen. Die Kopplung via Bluetooth hat auf Anhieb geklappt, das Gerät reagierte auf die Eingabe aber nicht. Das ist scheinbar kein Einzelfall, andere Nutzer beschweren sich bei Google Play ebenfalls über die Verbindungsprobleme.

Hat man randlose Fenster, ist das Gerät nicht geeignet, für das Putzen von ebenen Flächen wie Tischen eignet es sich auch nicht. Der Abgrund wird dabei zwar erkannt, der Roboter fällt also nicht runter, aber danach fährt er nicht wieder weiter, er dreht sich nur noch im Kreis, bis er abgeschaltet wird oder man ihm einen anderen Befehl gibt. Anfangs mag das lustig aussehen, am Ende nervt es nur noch.

Bei normalen Fenstern ist die Reinigung streifenfrei und gründlich, bei unserer ersten Empfehlung ist der Abstand zum Rahmen etwas geringer, aber der Unterschied ist minimal. Es bleiben also recht schmale ungeputzte Streifen zurück.

Für ein Fenster hat der Roboter etwa zehn Minuten gebraucht, das ist Durchschnitt. 80 Dezibel sind dagegen schon ein etwas höherer Wert, bis auf Einzelfälle haben sich die Geräte da aber nicht besonders voneinander unterschieden.

Die Leistung des Sichler PR-041 v4 gefällt uns insgesamt, er ist aber recht teuer und laut.

Was gibt es sonst noch?

Der Mamibot iGlassbot W120-T ist das exakt baugleiche Modell wie der Sichler PR-040, sogar die App ist gleich. Nur ist der Mamibot teilweise vergriffen und etwas teurer als der PR-040. Wer aber den Mamibot im Angebot findet, soll gerne zugreifen – nur nicht mit dem Modell W120 verwechseln, das ist nicht das gleiche!

Vom Winbot X von Ecovacs Robotics waren wir enttäuscht, aber zunächst zum Positiven: verarbeitet ist er gut und die Haptik ist auch angenehm. Auch mit Fenstern ohne Rand kommt er klar. Er stürzt dort nicht ab und setzt die Arbeit auch fort, nachdem er den Abgrund registriert hat. Hier haben wir das einzige Gerät mit Akku. Das ist an sich praktisch, denn hier kann sich kein Stromkabel mit Sicherungsschnüren verhaken und man kann die Fenster währenddessen normal schließen.

Aber er fährt eben wirklich nur mit Akku, wenn man ein Stromkabel einsteckt, weigert er sich weiterzumachen. Ist der Akku leer, gibt es eine Pause. Abhängig von der Anzahl der Fenster kann also ein Großputz länger als nur einen Nachmittag dauern. Die Seitensensoren stehen an den Ecken mehr hervor als bei den anderen Testgeräten, das sorgt für recht breite Ränder, die ungeputzt bleiben. Ansonsten wurde die Scheibe aber sauber, es bliebt kaum Schmutz stehen und auch Schlieren haben wir nicht gefunden.

Allerdings stört uns die Sturzsicherung. Das ist hier keine Schnur, sondern ein überdimensionierter Saugnapf. Der hat extra Batterien und erkennt den Ansaugdruck und die Verbindung zum Gerät elektronisch. Wenn eines davon nicht passt, weigert sich das Gerät, weiterzuarbeiten und bleibt stehen und piepst. Ohne die Sicherung kann man ihn nicht fahren lassen. Leider schlägt der Saugnapf aber andauernd falschen Alarm. Wenn es nebenan kein weiteres Fenster gibt, muss der Saugnapf außerdem auf dem zu putzenden Fenster angebracht werden.

Der HAIT 795-695 heißt laut Sticker eigentlich »WS-600«, einen Hersteller konnten wir nicht finden, das verwundert aber nicht, man bekommt das Gerät von unterschiedlichen Herstellern. Viele Firmen vertreiben das Gerät unter der Modellnummer.

Das alleine macht keinen schlechten Roboter. Auf der Scheibe hält er gut und ist fleißig beim Putzen, wenn auch nicht besonders schnell. Jedoch fährt er dabei einfach den vorgegebenen Weg ab, nochmal drübergehen ist hier nicht vorgesehen. Der meiste Schmutz wird dabei erwischt, manche Stellen lässt er aber auch aus. Einmal ist er auch von der Scheibe gefallen und wurde dann von seiner Sicherungsschnur aufgefangen. Randlose Fenster kann er nicht putzen oder umgehen, da bleibt er mit einem Rad dann in der Luft hängen und stehen.

Das größte Problem ist aber die Bauform, zwei große Wischteller verhindern, dass er in die Ecken kommen könnte, dort bleibt also viel Schmutz zurück. Ganz sauber wird die Scheibe also nicht. Die Anleitung ist nur Chinesisch und der Druck färbt ab. Wir sind insgesamt nicht begeistert.

Der Eco-De Absolut Carbon Winclean Eco-996 wollte erstmal keinen Ton von sich geben, anscheinend lag das am defekten Netzteil unseres Testgeräts. Das Netzteil vom HAIT hat hier aber gepasst, die Geräte sind mehr oder weniger baugleich. Nur die Farbgestaltung ist anders, ebenso die Form von Fernbedienung und Griff.

So kommt also auch dieses Gerät nicht in die Ecken und kommt mit Fenstern ohne Rahmen nicht klar, eher absturzgefährdet ist es auch. Die Fernbedienung wirkt auch nicht hochwertig, immerhin ist aber der Roboter an sich recht gut verarbeitet. Sprühdüse, App oder Akku gibt es hier aber nicht.

Ob im Gehäuse wirklich Carbon enthalten ist, können wir nicht sagen. Da er aber recht klein ist, dürfte das egal sein. Fürs Marketing mag es aber gut klingen.

Wissenswertes über Fensterputzroboter

Kennt man schon Saugroboter, so weiß man, was einen bei Fensterputzrobotern erwartet. Oder doch nicht? Genau genommen unterscheiden sich diese beiden Kategorien sogar ziemlich voneinander, auch wenn sie optisch vielleicht ähnlich wirken. Anwendung und Technik sind doch ziemlich verschieden.

Beide können saugen und sauber machen. Beim Saugroboter sorgt aber der Luftstrom für die Reinigungsleistung, bei den Fensterputzrobotern ist das anders. Hier sorgt der Luftstrom dafür, dass der Roboter nicht von der Scheibe fällt. Unterdruck braucht man hier, damit sich das Gerät an senkrechten, glatten Scheiben bewegen kann. Die Roboter saugen sich also am Glas fest, solange die Stromversorgung gegeben ist.

Die Reinigung selbst passiert dann durch die Bewegung des Geräts, der Roboter zieht dabei das Reinigungsvlies übers Glas. Aber die Lautstärke sollte man auch beachten, etwa 80 Dezibel haben sie im Schnitt, das entspricht etwa einem Bodenstaubsauger.

Fensterputzroboter Test: Mamibot Iglassbot W120 T
Bei fast allen gibt es eine Verlängerung fürs Stromkabel.

Damit aber nicht alles bei einem Stromausfall herunterfällt, sind in den meisten Geräten auch Akkus. Auch in denen, die nur mit eingestecktem Stromkabel gestartet werden können. Besonders hoch ist die Akkukapazität aber nicht, meist sind es nur Notfall-Akkus, die so lange halten, bis man das Gerät in Sicherheit gebracht hat. Beim Stromausfall piepsen die Geräte daher schrill und laut.

Bezüglich der Autonomie liegen aber Saugroboter viel weiter vorne als Fensterputzroboter. Denn Saugroboter können die Arbeit fast automatisch verrichten, nachdem man sie eingerichtet hat. Daher können sie auch dann saugen, wenn der Besitzer gerade außer Haus ist.

Fensterputzroboter dagegen können ihren Arbeitsplatz nicht selbstständig erreichen, man muss sie auf die Scheibe setzen und damit sie nicht abstürzen, wollen sie mit einem Seil gesichert werden. Zur Befestigung gibt es entweder Saugnäpfe oder Karabiner, beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Für die Befestigung von Karabinern braucht man ein Objekt, bei Saugnäpfen wird ein Teil der Glasfläche versperrt. Karabiner haben uns besser gefallen, da man den Haken auch am Heizkörper anbringen und das Sicherungsseil dann über den Fensterrahmen legen kann.

Fensterputzroboter Test: Ecovacs Robotics Winbot X
Die Roboter wollen zuerst vor dem Absturz gesichert werden.

Wenn man nicht nur trocken reinigen will, muss auf das Vlies erstmal das Reinigungsmittel aufgetragen werden. Wenn man von dem zu wenig nimmt, wird auch die Scheibe nicht ganz sauber, nimmt man aber zu viel, dann rutscht das Gerät auf der Scheibe ab. Dieses Problem hatten wir im Test zwar nicht, wollen aber dennoch darauf hinweisen.

Nur der Sichler hatte von unseren Testgeräten Düse und Tank, er kann das Mittel also selbstständig aufs Glas sprühen.

Das Stromkabel ist unverzichtbar und bleibt während der gesamten Betriebsdauer am Gerät. Nur der Winbot setzt ganz auf Akku.

Wenn man alles vorbereitet hat, schaltet man das Gerät an und setzt es an die Scheibe, dort saugt es sich fest und das ziemlich stark. Die meisten Geräte kann man während des Betriebs nicht einfach so vom Fenster nehmen, nicht mal mit entsprechendem Kraftaufwand.

Per Tasten auf der Fernbedienung setzt sich der Roboter in Bewegung und macht seine Arbeit. Meist im N- oder Z-Muster, die Reinigungsmuster werden hier durch Buchstaben visualisiert. Für hohe Fenster eignet sich das N-Programm, das Z-Muster eher für breitere.

Fensterputzroboter Test: Fensterputzroboter Fernbedienungen
Die Fernbedienungen unserer Testgeräte.

Wenn das Gerät mit der Fensterscheibe fertig ist, fährt es zur Ausgangsposition zurück, dort bleibt es stehen und piepst. So weiß der Besitzer, dass er das Gerät wieder abnehmen muss. Kein Roboter kann von selbst die Scheibe wechseln oder die Fensterrahmen reinigen. Somit muss der Roboter wieder runter, das Vlies will ausgewaschen und mit Reiniger eingesprüht werden, dann trägt man das Gerät zum nächsten Fenster. Dort das Sicherungsseil neu verlegen und das Programm wählen. Vollautomatisch ist hier gar nichts.

Ob sich ein Fensterputzroboter nun lohnt, hängt auch mit der Fenstergröße zusammen. Hat man nur kleine Sprossenfenster, versagt er sowieso, auch Altbau-Fenster machen keinen Spaß mit ihm, denn da muss er andauernd zum nächsten getragen werden. Für Panorama-Fenster dagegen eignet er sich, hat man davon einige, so könnte sich die Anschaffung durchaus lohnen.

Aber auch dann kann man das Gerät nicht so einfach alleine machen lassen, laut Anleitung darf man die Geräte nicht aus den Augen lassen. Vor dem Absturz sind sie meist gesichert, können aber dennoch die Orientierung verlieren und stehenbleiben oder sich im Kreis drehen, alternativ auch dauernd gegen den Fensterrahmen fahren.

Fensterputzroboter Test: Mamibot Iglassbot W120 T
Durch die Konstruktion der Roboter bleibt ein schmaler Streifen ungeputzt, hier sieht man eines der besten Ergebnisse.

Mit Rahmen wird es ohnehin schwierig, vor allem dann, wenn sie nicht vorhanden sind. Wenn es für die Kontaktsensoren an den Seiten kein Hindernis gibt, braucht es andere Sensoren, damit das Gerät nicht herunterfällt. Im Test war das zwar kein Problem, aber dennoch haben es dann nur zwei Geräte geschafft, wieder weiterzufahren.

Ein Problem ist auch, dass an den Ecken die Sensoren weiter herausstehen als das Vlies zum Reinigen. Neben dem Rahmen bleibt also ein ungeputzter Streifen zurück.

Fensterputzroboter Test: Eco De Seitenkante
Kreisende Wischteller kommen nicht in die Ecken und nur schlecht in die Kanten.

Hierfür gibt es aber auch Geräte, die einen quadratischen Grundriss haben. Kreisrunde Teller machen dieses Problem nur schlimmer, denn sie erreichen die Ecken nie.

Für wen eignen sich Fensterputzroboter?

Wer sich erhofft, mit einem Fensterputzroboter keine Hausarbeit mehr machen zu müssen, der irrt sich. Alleine lassen kann man die Roboter nicht lange und so gründlich wie per Hand wird es auch nicht, vor allem dauert es auch länger. Auch für Menschen, die aufgrund von Alter oder Behinderungen die Fenster nicht mehr selbst putzen können, eignet sich das Gerät schon alleine dadurch nicht, dass erst die Sicherheitsschnur angebracht werden muss, auch das Abnehmen des Roboters kann sich als schwieriger als gedacht erweisen.

Hat man viele große Fenster, dann lohnt es sich vielleicht, ebenso für hohe Fensterfronten. Schneller geht es dank Roboter zwar nicht, aber man muss immerhin zum Fensterputzen nicht mehr auf Leitern klettern.

Für Technik-Fans eignet sich solch ein Roboter natürlich auch, der Gadget-Faktor ist hoch und Spaß beim Zusehen hat man auch.

So haben wir getestet

Wir haben schon vor dem eigentlichen Test Vorbereitungen getroffen und einfach unsere Fenster eine Weile nicht geputzt. Unsere Redaktion liegt an einer stark befahrenen Straße in der Münchner Innenstadt, so sah man auf unseren Fenstern deutliche Ablagerungen von Wasser und Staub.

Fensterputzroboter Test: Schmutzige Glasscheibe
Unsere Scheiben vor dem Test mit deutlich sichtbarem Schmutz.

Wir haben uns dann insgesamt 9 Fensterputzroboter angesehen und unsere Fenster von allen reinigen lassen. All unsere Fenster hatten die gleiche Größe und Form. Unsere zweiflügeligen Doppelfenster hatten 70 x 126 Zentimeter Fläche, also pro Scheibe 0,882 Quadratmeter, pro Fenster sind das 1,76 Quadratmeter. Jeder der Testroboter bekam ein eigenes Fenster und musste diese über zwei Wochen hinweg immer wieder säubern. Dabei haben wir auch die Zeit gestoppt. Als Reinigungsmittel haben wir überall denselben Glasreiniger benutzt.

Fensterputzroboter Test: Fensterputzroboter Gruppe Fenster
Unsere Test-Roboter.

Um dann noch zu schauen, was die Geräte bei ebenen Flächen und randlosen Untergründen machen, durften sie auch unsere Tische putzen. Probiert haben wir es zumindest, denn nicht alle Geräte konnten das. Problematisch war nicht die horizontale Ausrichtung, sondern die Orientierungsfähigkeit der Geräte.

Bewertet haben wir zudem Bedienung und Verarbeitung. Die Verarbeitung war bei allen gut und hochwertig, die Bedienbarkeit unterschied sich je nach Gerät ziemlich. Zudem angesehen haben wir uns die Ausstattung, Zusatzfunktionen und besondere Eigenschaften.

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