Kabelloses Saugen Test: Akku Staubsauger

Akku-Staubsauger im Test : Kabelloses Saugen

Update 17.01.2022

Stielstaubsauger gibt es entweder mit Kabel oder Akku, wobei der Akku die häufigere Variante ist. Neben Staubsauger-Tests mit anderen Staubsauger-Arten haben wir uns hier speziell Stielstaubsauger mit Akku angesehen und insgesamt 46 Modelle getestet.

Update 17. Januar 2022

Wir haben zehn neue Akku-Staubsauger getestet. Von ihnen haben es der Tineco Pure One S11 und der Dyson V15 Detect neu in unsere Empfehlungen geschafft.

16. Juni 2021

Wir haben vier weitere Akku-Sauger getestet. Der Tineco S12 PRO EX verdrängt den Vorwerk Kobold VB 100, den wir erneut getestet haben, aus den Empfehlungen.

6. Oktober 2020

Wir haben gleich elf neue Akku-Staubsauger getestet, darunter auch drei neue Empfehlungen: Der Rowenta Air Force Flex 460, der Bissell Icon Pet 25V 2602D und der Bosch Zoo’o ProAnimal BCH6Zooo.

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Thomas Johannsen
hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 20 Jahren ist er Test­redakteur. Er schreibt unter anderem für Fachzeitschriften wie AV-Magazin, Heimkino und Digital Home.

Akku-Staubsauger eignen sich vor allem für kleinere Wohnungen oder allen Orte, an denen man nicht unbedingt eine Steckdose in der Nähe hat.

Will man damit aber ein Haus saugen, dürfte es schwierig werden, denn so viel schafft der Akku meist nicht. Da er kein Kabel hat, muss der Staubsauger auch irgendwie geladen werden. Wir haben verschiedene Modelle getestet und können einige davon durchaus empfehlen. Auch Tipps zu Kaufkriterien finden Sie im Test.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Hervorragender BedienkomfortHaar-SpezialistTolle SaugleistungFür Teppiche
Test: Tineco Pure One S11Test: Dyson V15 Detect AbsolluteTest: Tineco S12 Pro ExTest: Bosch Zoo O Proanimal
Modell Tineco Pure One S11 Dyson V15 Detect Absolute Tineco S12 Pro EX Bosch Zoo'o ProAnimal BCH6ZOOO
Pro
  • Sehr gute Saugleistung auf Teppichböden
  • Sehr angenehme Lautstärke
  • Automatische Saugkraftregulierung
  • App für volle Kontrolle
  • Wandhalterung mit Ladestation
  • Gute Akku-Laufzeit
  • Automatische Leistungsanpassung
  • Restzeitanzeige
  • Perfekt für Haare
  • Gute Saugleistung auf Teppich
  • Zwei Bodendüsen
  • Passt Saugleistung dem Schmutz an
  • Leise
  • Sehr gute Saugleistung
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Sehr gute Bürsten­leistung
  • Mit Tragegurt und Schlauch
  • Kann flach saugen
  • Bürste sehr leicht abnehmbar
  • Akku-Zustands­anzeige
Contra
  • Hebel für Dauerbetrieb
  • Etwas zu laut
  • Staubbox umständlich zu handhaben
  • Mäßige LED-Beleuchtung
  • Arbeitet nicht ganz randnah
  • Keine Ladestation oder Wandhalterung
  • Brummt auf Laminat
Bester Preis
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Hervorragender Bedienkomfort: Tineco Pure One S11

Hervorragender Bedienkomfort

Tineco Pure One S11

Test: Tineco Pure One S11
Die automatische Saugkraftregulierung passt sich der Verschmutzung an. Das schont den Akku und die Ohren.

Man kommt in der Regel auch durch den Tag, ohne bei allem durchzublicken und die Funktionsweisen von allen Dingen zu kennen. Beim Anblick dieser Technik bekommt man jedoch den Eindruck, in der Zukunft gelandet zu sein. Denn wie bei anderen Modellen von Tineco ist auch beim Pure One S11 sein Innenleben von außen sichtbar, da Tineco seine Akku-Staubsauger mit transparenten Aussenwänden ausstattet. Sogar noch mehr Einsicht bietet die App nach Verknüpfung mit dem Staubsauger.

Für uns trifft Tineco exakt die goldene Mitte zwischen zu wenig und zu viel Zubehör. Absolut notwendig sind eine motorbetriebene Polsterbürste und eine Fugendüse für schwer erreichbare Orte. Beides ist selbstverständlich dabei. Darüber hinaus wird auch eine Staubdüse beigelegt, welche nicht nur breiter, sondern dank ihrer langen Borsten auch schonender für Holzmöbel ist. Eine rundum überzeugende Kollektion. Im ersten Moment komisch wirkt ein zusätzlicher Aufsatz, in dem man den Luftfilter reinigen kann. Wir kehren später dazu zurück.

Eine Wandhalterung mit eingebauter Ladestation vermeidet, dass das Zubehör für Unordnung sorgt, und ermöglicht einfaches Aufladen des Akku-Staubsaugers. Zwar können nur drei von den insgesamt vier Zubehörteilen daran angebracht werden, doch nutzt man in der Regel auch nicht alles zu jeder Zeit.

Die Wandhalterung verfügt sogar über noch mehr Funktionen. Wenn man den Deckel oben öffnet, kann noch ein zusätzlicher Akku aufgeladen werden. Obwohl beim Pure One S11 ein einzelner Akku miteingeschlossen ist, der im Staubsauger selbst geladen werden kann, sind ein paar Ausstattungsvarianten verfügbar und Akkus kann man auch separat kaufen.

Ein bekanntes Problem: Oft hat man den Eindruck, die Saugkraft sei nicht stark genug, und stellt dann den Staubsauger auf die höchste Stufe. Das ist nicht nur Gift für die Ohren, sondern auch für den Akku – die allermeisten Akku-Staubsauger halten das keine 15 Minuten durch.

Zu solchen Szenarien lässt es der Tineco gar nicht erst kommen. Der S11 übernimmt alle Einstellungen selbstständig, nur einschalten und durch den Raum führen muss man ihn noch. Bei normaler Leistung beträgt seine Lautstärke 65 dB. Ist mehr Leistung nötig, erhöht sich die Drehzahl des Motors automatisch. Sogar dann erreicht der Tineco gerade einmal 72 dB, was man bei einigen anderen Geräten nur im Sparmodus misst.

Besonders auffällig ist dieses Verhalten bei unserer größeren Fussmatte im Eingangsbereich. Durch den roten Ring ist erkennbar, dass die ersten Züge mit voller Motorleistung unterstützt werden. Mit steigender Wiederholungszahl sinkt die Leistung fortlaufend. Folglich berücksichtigt der Tineco nicht nur den Untergrund allein, sondern auch die vorhandene Schmutzmenge.

Insgesamt überzeugt das Saugresultat auf Teppich und Auslegware komplett; allein an zwei Punkten wird Schmutz mit der Düse hergeschoben, anderswo wird aber bei einmaligem Rüberfahren bereits fast alles Gestreute aufgenommen. Nur in den Ecken leistet sich die Bodendüse kleine Schwächen: Zwar reinigt sie vorne sehr gründlich, an den seitlichen Enden lässt das Ergebnis aber noch zu wünschen übrig.

Einmal eingesogen muss der Schmutz natürlich auch wieder aus dem Auffangbehälter raus – am besten ohne dass die Hand dreckig wird. Besonders erfreulich ist es deshalb, dass der Boden des Behälters sich in einem Stück simpel entfernen lässt. Jedoch gehören Staubbox und Saugeinheit beim Tineco zusammen, weshalb das Rohr des Akku-Staubsaugers herausgenommen werden muss, wenn man den Auffangbehälter abnehmen möchte.

Der Rest ist aber denkbar einfach: Man öffnet den Deckel, lässt den Schmutz heraus gleiten und verschliesst den Behälter wieder. Bleiben hartnäckige Haare zurück, entfernt man die Staubbox, indem man sie ein wenig dreht, und putzt dann den Behälter.

Bim S11 ist es sogar möglich, den Staubfilter zu reinigen, ohne den Auffangbehälter öffnen zu müssen. Dazu entfernt man den Filter einfach unterhalb; an herausfallenden Staub muss man also keine Gedanken verschwenden. Der verschmutzte Filter wird daraufhin durch den Ersatzfilter ausgewechselt, und auf dem Akku-Staubsauger wird der Filterreinigungsaufsatz angebracht. In diesem kann der dreckige Filter platziert werden.

Nun stellt man den Staubsauger am besten in den Turbo-Modus und dreht den Filter im Aufsatz herum. Das Reinigungsprinzip ist zwar nicht perfekt, aber trotzdem bemerkenswert. Höchst wahrscheinlich landet aber ein grosser Teil des Staubs im Ersatzfilter. Nichtsdestotrotz ist diese Art der Reinigung viel praktischer, als wenn man den Filter durch Auswaschen putzt.

Obwohl eine App für den Staubsauger zuerst einmal unsinnig erscheint, sollte man ihr durchaus Beachtung schenken. Man kann dort nicht nur die Saugstärke einstellen, sondern auch Informationen zum Saugverhalten einsehen: Wie viel Schmutz wurde aufgesammelt? Wie viel Energie steckt noch im Akku drin? Wie lange geht es noch, bis der Akku komplett geladen ist?

Bei Problemen steht einem die App besonders hilfreich zur Seite, da man mit ihr FAQs durchforsten, direkt den Support erreichen oder auf Social Media Dienste zugreifen kann. Zusätzlich lässt sich eine Erinnerung an den Filterwechsel speichern.

Der einzige Nachteil beim Pure One S11 bleibt die Tatsache, dass lange Haare aufgewickelt werden – wobei dieses Problem bei fast allen Akku-Staubsaugern auftritt.

Haar-Spezialist: Dyson V15 Detect

Haar-Spezialist

Dyson V15 Detect Absolute

Test: Dyson V15 Detect Absollute
Der Dyson beindruckt mit einem riesen Zubehörpaket und einer imposanten Saugleistung. Wie er mit Haaren umgeht ist faszinierend.

Dyson ist wohl eine Marke, um die Sparfüchse in der Regel einen weiten Bogen spannen. Doch für seinen Preis bietet der Dyson V15 Detect auch enorm viel, denn er verfügt über eine beeindruckende Saugleistung und revolutionäre Technologie. Hervorzuheben ist, dass er mit einem gängigen Problem von Akku-Staubsaugern sehr gut fertig wird: lange Haare.

Besonders ins Auge sticht das umfangreiche Zubehör – unter anderem werden drei motorbetriebene Bürsten mitgeliefert. Das klingt zuerst vielleicht übertrieben, aber jede Bürste hat ihren spezifischen Anwendungsbereich, für den sie perfekt geeignet ist.

Beispielsweise gibt es eine Bodendüse, welche bei Teppichen sowie Auslegware eingesetzt wird. Mithilfe immensen Unterdrucks bremst die Bürste, bis sie am Teppich festklebt. Die Bodendüse kann jedoch für Nebenluft sorgen, wodurch die Saugleistung nicht beeinträchtigt wird, obwohl der Unterdruck gesenkt wird. Zusätzlich gibt es eine Hartbodenbürste mit eingebautem Laserlicht, welche das Erkennen von Schmutzteilchen vereinfachen soll. Leider hält diese Funktion nicht, was sie verspricht. Das Laserlicht wird nicht ebenmäßig verteilt und ausserdem ist das Licht sowieso nur schwer sichtbar. Ein klarer Pluspunkt der Hartbodendüse ist aber ihre Größe, denn sie ist vergleichsweise klein, obwohl die Bürste angetrieben wird. Damit kommt man an alle Orte und das Steuern gestaltet sich sehr einfach. Die Polsterbürste schneidet sehr gut ab und entfernt Tierhaare zuverlässig.

Mit modernster Technik ist der Dyson auf jeden Fall ausgestattet. Sensoren messen eingesaugte Schmutzpartikel sehr genau und verändern die Saugleistung je nach Bedarf. Minimal besser schneidet hier nur der Tineco Akku-Staubsauger ab, der die Einstellungen nicht nur schneller, sondern auch genauer anpasst.

Der Dyson V15 wartet mit ausgezeichneter Saugkraft auf. Dabei lässt er hier und da auf Teppich kleine Partikel liegen, aber nach einer Wiederholung ist alles weg. Gerade auf Teppich wird die leichte Fortbewegung durch die Saugkraft nicht beeinträchtigt, was durchaus die wenigsten Akku-Staubsauger schaffen.

Besonders beeindruckend geht der Dyson mit Haaren um. Zuerst wickelt er sie um eine Bürste in der Teppichdüse, dann entfernen die »Haarabstreifer« die Haare schliesslich. Saugt man also wie gewohnt weiter, kommen die Haare nach kurzer Zeit im Auffangbehälter an. Sogar noch faszinierender läuft dieser Vorgang bei der Polster- und der Tierhaarbürste ab. Dort kann man das Aufwickeln und Abstreifen nämlich mit eigenem Auge beobachten, was sogar richtig unterhaltsam ist.

Ein wenig eigenartig ist beim Dyson, dass beim Benutzen das Drücken des Einschaltknopfes notwendig ist. Zudem ist der Dyson 1.9 Kilo schwer, und das sorgt gerade bei längerem Saugen für eine müde Hand. Bezüglich Akkulaufzeit gibt Dyson im Normalmodus 60 Minuten Laufzeit an – das deckt sich mit unseren Ergebnissen. Bei Höchstleistung mit Hartbodendüse reicht der Akku aber nur 16 Minuten, verwendet man die Universaldüse, läuft der Saft noch schneller aus.

Auch das Säubern der Bürsten und des Auffangbehälters gestaltet sich etwas umständlich. Zum einen muss das Saugrohr herausgenommen werden, wobei der Behälter am Gerät bleibt. Zum anderen verbirgt sich der Auffangbehälter hinter mehreren Riegeln. Zuerst kann man mit einem kleinen Hebel der Vorfilter abgenommen werden. Darauf gibt es eine letzte Sperre, bevor man den Behälter richtig putzen kann. Das Leeren geht beim V15 Detect zwar einfach, aber eine gründliche Reinigung ist sehr kompliziert.

Tolle Saugleistung: Tineco S12 PRO EX

Tolle Saugleistung

Tineco S12 Pro EX

Test: Tineco S12 Pro Ex
Der Tineco S12 Pro EX zeichnet sich vor allem durch eine perfekte Saugleistung auf Teppichböden aus, die er sogar selbstständig anpasst.

Tineco gehört nicht gerade zu den bekannten Marken, doch der S12 PRO EX hat allerhand zu bieten, vor allem in Sachen Zubehör. Mit dem Knick-Gelenk lassen sich auch Lampen entstauben. Daneben ist eine Fugendüse vorhanden, eine angetriebene Polsterbürste, sowie ein Aufsatz, mit dem sich der Filter der Staubbox automatisch reinigen lässt.

Besonders positiv hervorzuheben sind die Bodendüsen für weiche und harte Böden. Bei anderen Modellen muss die Bürste gewechselt werden, hier liegen zwei Düsen mit verschiedenen Bürsten bei. Die Bodendüsen wurden ebenfalls den verschiedenen Anforderungen angepasst: So ist die Düse für Hartböden offener, damit ein möglichst großer Luftstrom ermöglicht wird, die Düse für Teppiche ist geschlossen, sodass auf Teppichen ein höherer Unterdruck erzeugt wird.

Einfach, wenn auch gewöhnungsbedürftig ist die Bedienung: Um den Staubsauger einzuschalten, muss der Taster auf Dauer gedrückt oder der kleine Hebel umgelegt werden, sodass er den Taster gedrückt hält. Der längere Gebrauch wird zeigen, ob dieser Hebel irgendwann abbricht. Nach dem Einschalten saugt das Gerät im Automatik-Modus. Hierbei handelt es sich eine automatische Leistungsregulierung, welche den Luftstrom gleichmäßig hält, sowie bei höherem Widerstand die Motor-Drehzahl erhöht. Der S12 passt zudem die Saugleistung an den Schmutz an. So konnte der Tineco im Praxistest nicht mit einer abgesenkten Leistung getestet werden: Registrierte der Staubsauger den eingesaugten Grieß als Schmutz, erhöhte sich die Motor-Drehzahl und alles wurde gründlich eingesaugt. Dann tourte der S12 automatisch wieder herunter.

In Ecken ist das Modell aber nicht ganz so gründlich. Die Vorderkante wird nahezu perfekt sauber, seitlich bleibt allerdings ein kleiner Streifen ungereinigt. Auf Teppichen ist der Akku-Staubsauger dagegen super und reinigt sehr gründlich. Die Saugleistung lässt sich auch manuell verstellen: Hierfür gibt es einen Streifen, auf dem man lediglich mit dem Finger wischen muss, um die Saugleistung stufenlos zu verschieben.

Der Tineco besitzt nicht nur einen Feinstaubfilter. In der Staubbox befindet sich ein zusätzlicher Filter, der mit einem extra Aufsatz ausgesaugt werden kann. Bei allen anderen getesteten Saugern ließen sich die Filter nur mithilfe von Druckluft reinigen oder sie mussten ausgewaschen werden. Der Filter wird in den Aufsatz gesteckt und dann der Sauger eingeschaltet. Der Filter wird so im Aufsatz gesaugt und währenddessen automatisch gedreht. Dabei wechselt die Drehrichtung, sodass die eingebauten Bürsten beidseitig arbeiten. So ist der Filter schnell wieder einsatzbereit.

Weniger überzeugend ist die Staubbox-Entnahme: Es muss zunächst das Saugrohr abgenommen werden, außerdem ist die Verriegelung ein wenig am Griff versteckt. Die Staubbox lässt sich auch direkt öffnen und entleeren, dann muss man aber den ganzen Staubsauger zum Eimer tragen oder den Eimer unter den Sauger halten.

Der Tineco S12 PRO EX begeistert mit reichhaltigem Zubehör, Innovationen und einer sehr guten Saugleistung auf Teppichen.

Für Teppiche: Bosch Zoo’o ProAnimal BCH6ZOOO

Für Teppiche

Bosch Zoo'o ProAnimal BCH6ZOOO

Der ProAnimal von Bosch bietet eine Filterkontrolle und eine LED-Anzeige gibt Auskunft über den Zustand des Akkus. Eine Wandhalterung oder Ladestation ist nicht vorhanden, der Akku-Sauger muss von Hand geladen werden. Einschalten und Regulierung erfolgt über einen Schiebeschalter. So kann man direkt die passende Saugleistung auswählen.

Über einen Tragegurt kann man den Akku-Staubsauger auch mobil einsetzen. Dafür tauscht man das Griffstück mit einem kleineren mit Riemenhalterung, die Bodendüse mit einem Schlauch aus. Allerdings ist der Riemen nicht gepolstert und verrutscht leicht. Treppen oder Polstermöbel können so aber trotzdem gut gereinigt werden.

Die voluminöse Bauart des Saugers ist etwas hinderlich, unter Schränken kann man mit ihm nicht saugen und man kann das Gerät auch nicht flach ablegen. Für Leute, die vor allem Teppiche saugen wollen, ist der ProAnimal dennoch zu empfehlen. Er bietet eine gute Bürstenleistung kombiniert mit einer beträchtlichen Saugkraft und somit eine beeindruckende Reinigungsleistung. Auf harten Bodenbelägen vibriert der Staubsauger auch in der kleinsten Stufe recht stark.

Der Bosch Zoo’o ProAnimal steht selbstständig, sodass die Staubbox einhändig entnommen werden kann. Die Box weist ein Volumen von 900 Millilitern auf. Um die Box zu leeren, müssen nur die beiden Filter entnommen werden. Alle Teile lassen sich auch auswaschen.

Was gibt es sonst noch?

Der Rowenta Air Force Flex Flex 460 überzeugt vor allem durch sein knickbares Saugrohr. Mit diesem unkonventionellen Feature bleibt keine Oberfläche staubig, denn sogar unter Schränken und kleineren Bettern sowie auf höheren Regalen kann man so ohne Aufwand saugen. Mit drei Stunden ist die Ladezeit des Akkus sehr niedrig. Darüber hinaus lässt sich der Rowenta sehr exzellent führen – unabhängig von der Oberfläche: Teppiche werden sehr rein, auf glatten Oberflächen rattert er nicht wegdriften kommt auch fast nicht vor.

Der Bissell Icon Pet 25V 2602D bietet eine einzigartige Beleuchtung, was ihn von der Konkurrenz absetzt. Mit ihr werden auch Staubartikel in den dunkelsten Ecken sichtbar. Darüber hinaus ist seine Staubbox sehr gut. Man kann sie entleeren, ohne mit dem Inhalt in Berührung zu kommen. Die Düsen auszutauschen funktioniert sehr einfach, wobei die Aufsätze trotzdem bombenfest sitzen. Am besten geeignet ist der Bissell für Hartboden.

Mit dem Dyson V11 Absolute bekommt man das Nachfolgermodell des V10. Beim neuen Modell ist vieles besser, in der höchsten Einstellung hält der Akku nun 15 Minuten. Außerdem gibt es eine Eco-Stufe, mit der hält er mindestens eine Stunde durch. Damit man alles besser im Blick hat, gibt es ein Display, das die Arbeitsstufe und die restliche Akku-Zeit anzeigt. Bis zur vollen Akku-Ladung braucht der Staubsauger vier Stunden.

Der AEG CX7-2-45AN ist ähnlich konstruiert wie der Kobold von Vorwerk, denn bei beiden Modellen befindet sich der Motor nicht im Griff. Hier lässt sich etwa die Saugeinheit per Knopfdruck leicht vom Korpus lösen, damit bekommt man schnell einen Handstaubsauger und kann damit z. B. das Auto saugen. Mit dabei ist eine Ladestation als Dock: Staubsauger einhängen, dreieinhalb Stunden laden lassen und es kann losgehen. Am Griff lassen sich die zwei Betriebsstufen einstellen. Es gibt ein per Fußschalter zuschaltbares Messer. Damit werden störende Haare und Flusen einfach zerschnitten.

Mit dem VC 5 Cordless Premium gibt es nun von Kärcher auch ein Gerät fürs Wohnzimmer. Mit dabei sind insgesamt vier Aufsätze. Der Teleskopstiel ist schon fest am Gerät und die Arbeitshöhe kann zwischen 120 und 60 Zentimeter eingestellt werden. Am Handgriff ver- bzw. entriegelt man den Stiel und schaltet das Gerät ein oder aus, auch können die drei Stufen hier ausgewählt werden. Auf der ersten Stufe hält er beinahe eine Stunde durch. Die zweite Stufe bietet mehr Leistung und der Akku hält ca. 30 Minuten, in Stufe drei hält der Akku nur 15 Minuten.

Der VB100 ist der erste Akku-Sauger aus dem Hause Vorwerk. Er bietet eine gute Leistung und die schier unverwüstliche Vorwerk-Qualität. Vor allem der Motor überzeugt mit seiner Stärke, die niedrigste Stufe hier schlägt beinahe die höchste mancher Konkurrenten. Bei tiefem Teppich hat er ein paar Probleme, Bürsten-Stufe zwei schafft aber Abhilfe. Mit Bürste und mittlerer Saugstufe hält der Akku 40 Minuten, bei Stufe eins sogar eine Stunde bei glatten, kaum dreckigen Böden. Auch an empfindliche Böden wurde gedacht mit einem Slider, der eine Gummilippe am Bürstenkopf ausfährt. Was fehlt, ist das Handgerät für Polstermöbel oder Auto. Auch der Preis mag abschrecken, aber solch ein Staubsauger hält auch ewig.

Beim Leifheit 11925 Regulus PowerVac gibt es ein abnehmbares Handteil und einen austauschbaren Akku. Vor allem fürs Auto ist dieser Staubsauger praktisch, denn der Akku hält bei höchster Stufe 20 Minuten. Der an der Motoreinheit angedockte Akku kann leicht ausgetauscht werden. Etwas über drei Stunden muss insgesamt geladen werden. Sechs LEDs leuchten den zu saugenden Bereich aus, durch die Bauart kann er aber dennoch nicht unter alle Möbel. Zwei Stufen können eingestellt werden, wobei die Bürste mit konstanter Geschwindigkeit rotiert und nicht abgeschaltet werden kann.

Wissenswertes über Akku-Staubsauger

Akku-Staubsauger unterscheiden sich von ihren Kollegen durch das fehlende Kabel, vor allem bei Stielstaubsaugern ist das sehr sinnvoll, denn es macht sie kompakter und leichter. Vor allem hat man so aber mehr Reichweite und ist nicht auf eine Steckdose in der Nähe oder auf die Kabellänge angewiesen.

Auch das Kabel als Stolperfalle fällt weg und der aufgeladene Staubsauger ist sehr schnell einsatzbereit. Außerdem gibt es bei Akku-Geräten sehr häufig eine rotierende Bürste, Geräte mit Kabel haben die fast nicht mehr.

Bei manchen unserer Testgeräte kann man das Handteil abnehmen, so lassen sich auch Polster zwischendurch saugen. Das Ganze nennt sich 2-in-1-Staubsauger. Vor allem Autobesitzer dürften sich darüber freuen. Im Test haben wir uns daher auch die kleinen Handsauger angesehen und ihre Power getestet. Ein guter Handsauger erspart einem die Fahrt zur Tankstelle.

So haben wir getestet

Wir haben uns bei allen Testgeräten angesehen, wie lange die Akkulaufzeit ist. Dazu haben wir bei allen Saugern gemessen, sie lange sie auf höchster Stufe mit Bürste saugen können.

Vier der neu getesteten Sauger sollen ohne Max- oder Boost-Stufe auskommen, hier haben wir die Akku-Angaben hinzugefügt und auch hier die Saugleistung miteinander verglichen. Als Erstes haben wir die Mindestlaufzeit ermittelt und uns auch die Ladezeit angesehen.

Getestet haben wir auf glattem Boden mit Fliesen uns Laminat und auf Teppich. Ecken und Kanten mussten die Staubsauger auch bewältigen.

Will man unter Möbeln saugen, so braucht das Gerät einen möglichst flachen Kopf. Hier haben Stielsatubsauger gegenüber Schlitten-Modellen meist einen Nachteil. Durch die Gelenkkonstruktion des Bürstenkopfes kommt man nicht überall hin und auch der große Korpus behindert beim Saugen. DirtDevil und Dyson schaffen es aber gut, hier ist der Motor oben angebracht.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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