Test: Handstaubsauger

Handstaubsauger im Test : Saugen in jeder Ritze

Update 02.02.2021

Große Staubsauger haben viele Vorteile, klein und flexibel sind sie aber nicht. Dafür gibt es Handstaubsauger, mit denen man auch in Ritzen kommt, die dem großen Modell verwehrt bleiben. Wir haben 26 Modelle getestet.

Update 2. Februar 2021

Wir haben vier neue Handstaubsauger getestet. Empfehlen können wir den Holife HM036E und den Black+Decker Dustbuster.

Riccardo Düring
ist gelernter Handwerker und langjähriger Testredakteur. Er testet Produkte rund um Heimwerken, Haushalt und Technik.

Wer will für ein paar Brotkrümel vom Frühstück, Tierhaare oder ein wenig Schmutz auf einer Stelle schon den großen Staubsauger holen? Das ist umständlich und dauert. Mit einem Handstaubsauger ist man da flexibler und schneller, aber schafft das kleine Gerät die Aufgaben auch zufriedenstellend?

Im Test hatten wir Geräte von günstigen 20 bis teuren 175 Euro dabei, wir wollten wissen, wie nützlich die kleinen Helfer sind und ob sie halten, was sie versprechen. Womöglich ist man mit Schaufel und Besen ja doch besser dran? Wir haben alle Geräte ausführlich getestet.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Spezielle FormMit externem AkkuFür FlüssigkeitenLuxusmodellTolles Saugergebnis
Test: Black + Decker Dustbuster Bhhv520jfTest: Einhell Te Vc 18 Li SoloTest: Holife Hm036eTest Akku-Handstaubsauger: Dyson V6 TriggerTest Akku-Handstaubsauger: Severin HV 7144
Modell Black+Decker Dustbuster BHHV520JF Einhell TE-VC 18 Li-Solo Holife HM036E Dyson V6 Trigger Severin HV 7144
Pro
  • Sehr gute Saugleistung
  • Mehrstufige Akkuanzeige
  • Einfaches Entleeren
  • Ausziehbare Fugendüse
  • Lange Akkulaufzeit
  • Beste Saugleistung
  • Auswechselbarer Akku
  • Sehr gute Akkulaufzeit
  • Sehr kurze Ladezeit
  • Mit Rohr und Bodendüse
  • Kurze Ladezeit
  • Sehr gute Akku-Laufzeit
  • Nasssauger
  • Angenehmer Ton beim Saugen
  • Ladestation
  • Sehr gute Saugergebnisse
  • Hochwertig gefertigt
  • Hohe Akkulaufzeit
  • Ergonomisch gebaut
  • Die besten Saugergebnisse nass und trocken
  • Gute Akkulaufzeit
  • Sehr günstig
  • Einfache Handhabung
Contra
  • Recht laut
  • Keine Ladestation
  • Recht laut
  • Schwerster Sauger
  • Sehr groß
  • Kopflastig
  • Sehr teuer
  • Saugt keine Flüssigkeiten
  • Mit Power-Taste verkürzt sich die Akkulaufzeit erheblich
  • Teilweise schlecht zu reinigen
  • Verarbeitungsqualität könnte besser sein
Bester Preis

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Spezielle Form: Black+Decker Dustbuster BHHV520JF

Spezielle Form

Black+Decker Dustbuster BHHV520JF

Test: Black + Decker Dustbuster Bhhv520jf
Der Dustbuster besitzt eine recht eigenwillige Form, dafür lässt sich kein Handstaubsauger so leicht entleeren. Dazu bietet er eine sehr gute Saugleistung, die auch reguliert werden kann.

Der Black+Decker Dustbuster saugt mit am kräftigsten im Test und lässt sich auch spielend leicht entleeren. Schon auf der ersten Saugstufe liefert das Modell bessere Ergebnisse als viele der anderen getesteten Geräte. Auf dieser Stufe liegt das Betriebsgeräusch bei rund 84 dB. Damit liegt der Staubsauger im guten Mittelfeld. Für höhere Ansprüche gibt es auch die Turbo-Stufe, die aber dann mit 90 dB auch recht laut ist.

Die Akkulaufzeit beträgt 22 Minuten. Da solche Staubsauger eher für kurze Einsätze gedacht sind, kann man dieses Modell ziemlich häufig benutzen, eher es wieder aufgeladen werden muss. Eine LED zeigt an, wenn die Staubbox voll ist – das bietet kein anderes Modell im Testfeld.

Ein großer Pluspunkt ist die dreistufige Akku-Anzeige. Auch die ausziehbare Fugendüse ist positiv hervorzuheben: Mit ihrem langen Arm reicht sie bis unter die Decke.

Die Form des Dustbusters ist eher untypisch für einen Handstaubsauger. Der Luftstrom läuft durch das Gerät und der Schmutz wird hinten in der Staubbox gesammelt. Die so entstehende Form ermöglicht, dass man die Staubbox mit einem Knopfdruck öffnen und den Schmutz einfach ausschütten kann. Bei allen anderen getesteten Modellen liegt die Staubbox an der Vorderseite des Geräts, sodass sie zum Entleeren abgenommen werden muss.

Mit externem Akku: Einhell TE-VC 18 Li-Solo

Mit externem Akku

Einhell TE-VC 18 Li-Solo

Test: Einhell Te Vc 18 Li Solo
Vielleicht eher ein Werkstatt-Sauger, doch mit seinem umfangreichen Zubehör und einer enormen Saugleistung schlägt er sich auch im Haushalt und sogar auf dem Fußboden sehr gut.

Der TE-VC 18 Li-Solo hat ein schlichtes Design und bietet viel Zubehör, das eine Bodendüse und ein Verlängerungsrohr beinhaltet. Das Modell hat genügend Power, um den Boden kleiner Räume oder Treppen zu saugen. Er ist zwar kein Ersatz für einen Bodenstaubsauger, doch kein anderes Modell im Test bietet eine ähnliche Saugleistung oder diesen Funktionsumfang. Diese Saugleistung bedeutet aber mit 88 dB eine höhere Lautstärke.

Der Einhell wirkt auf den ersten Blick sehr günstig, doch es handelt sich dabei lediglich um den Handsauger ohne Ladegerät oder Akku. Doch auch in der Kombination mit dem 3-Ah-Akku und Ladegerät muss man nicht über 80 Euro investieren.

Etwas nachteilig ist das Akku-System: Während es in einer Werkstatt sicher praktisch ist, den Akkus separat zu laden und bei Bedarf gegen andere Werkzeuge austauschen zu können, möchte man im Haushalt schnell zum Handsauger greifen ohne vorher den Akku aus der Ladestation nehmen und einsetzen zu müssen.

Doch das externe Ladegerät hat auch Vorzüge: Es kostet ein wenig mehr, bietet aber mehr Ladekomfort, sowie einen schnelleren Ladevorgang. Zudem kann man selbst über die Größe des Akkus entscheiden. So muss man nicht unbedingt einen 3-Ah-Akku wählen, mit dem der Handsauger ganze 1,5 Kilo wiegt.

Die Staubbox des TE-VC 18 Li-Solo ist anders aufgebaut als die anderer Modelle. Doch während der Großteil der Sauger im Testfeld auf Papierfilter oder Metall setzen, gibt es bei diesem Gerät einen Stoffsack, der bei vielen Werkstattsaugern üblich ist. Aufgrund der geringeren Oberfläche setzt sich der Staub schneller an, er lässt sich aber besser reinigen, da man ihn ausklopfen oder waschen kann.

Für Flüssigkeiten: Holife HM036E

Für Flüssigkeiten

Holife HM036E

Test: Holife Hm036e
Staubsaugen geht auch ohne Schmerzen im Ohr, wie der Holife HM036E im Test beweist. Auch die Akku-Leistung kann sich sehen lassen.

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Der Holife HM036E wirkt zunächst recht altmodisch. Der Nass-Trockensauger ist aber der beste Handstaubsauger im Testfeld, der trockenen und nassen Schmutz beseitigt. Somit eignet sich das Modell vor allem für den Gebrauch in Haushalt und Küche.

In der Ladestation beträgt die Ladezeit nur drei Stunden, danach ist der Sauger für maximal 22 Minuten einsatzbereit. Die Geräuschkulisse ist mit 87 dB nicht sonderlich leise, aber dennoch recht angenehm. Anders als bei vielen anderen Handstaubsaugern gibt es hier kein störendes Pfeifen, das durch kleine Motoren und hohen Drehzahlen entsteht.

Auf Teppich hat der Holife eine gute Saugleistung, verteilt dennoch etwas Grieß, weil die Saugöffnung schmaler ist als die Auflagefläche. Mit 13 Millimetern Abstand überzeugt das Modell aber hundertprozentig.

Besonders gut schlägt sich der Holife HM036E im Nass-Saug-Test: Durch die spezielle Düse wird jeder Tropfen aufgesaugt und auf der Arbeitsfläche bleibt nichts von der großen Pfütze zurück. Das Wasser verbleibt dann auch im Handsauger und läuft nicht aus.

Luxusmodell: Dyson V6 Trigger

Luxusmodell

Dyson V6 Trigger

Test Akku-Handstaubsauger: Dyson V6 Trigger
Stylischer Sauger mit sehr guter Leistung, aber auch sehr teuer.

Beim Dyson V6 Trigger gefällt uns das Design, für manchen kann es aber sehr futuristisch wirken und daher Geschmackssache. Auch seine Leistung im Test war gut, bis auf Wasser konnte er alles problemlos aufsaugen. Wir finden ihn gut und leistungsstark.

Mit der normalen Stufe schafft er alles ohne Probleme, außerdem gibt es eine Power-Taste, die klingt, wie wenn ein Düsenjet startet und hat definitiv viel Power. Die Saugkraft kann sich sehen lassen, denn hiermit saugt das Gerät auch hartnäckigen Schmutz im Handumdrehen weg.

Es gibt allerdings keinen Schalter, mit dem das Gerät dauerhaft läuft. Der Knopf muss daher im Betrieb immer gedrückt werden, sonst schaltet sich der Sauger aus. Uns hat das anfangs genervt, es hat aber durchaus Vorteile. Der Schwerpunkt des Saugers befindet sich nämlich weit hinten, so kann das Gerät leicht geführt werden und der Finger bleibt von selbst auf dem Bedienknopf. Beim Absaugen der Couch z. B. braucht man sich fast nicht zu bücken, das ist praktisch und schonend für den Rücken.

Nach 3,5 Stunden ist der Handsauger aufgeladen und der Akku hält etwa 20 Minuten im normalen Modus, der Power-Modus verbraucht viel mehr Akku.

Wir sehen hier zwar ein technisches Meisterstück, ob die 180 Euro dafür gerechtfertigt sind, muss aber jeder selbst entscheiden.

Tolles Saugergebnis: Severin HV 7144

Tolles Saugergebnis

Severin HV 7144

Test Akku-Handstaubsauger: Severin HV 7144
Lieferte insgesamt die besten Saugergebnisse, ist aber etwas klapprig verarbeitet.

Ein günstiger Handstaubsauger mit guter Saugleistung ist der Severin HV 7144. Trotz weniger Leistung als beim Dyson finden wir den Severin sehr gut.

Der Sauger kann sowohl nasses als auch trockenes saugen. Trotz weniger Leistung als mancher Konkurrent wird auch hier der Schmutz gut eingesogen und er schaffte sogar Flüssigkeit mit einem einzigen Saugvorgang komplett und ohne Schlieren oder Flecken. Wir sind begeistert.

Außerdem gefällt uns die Akkulaufzeit, nach etwas mehr als 20 Minuten schaltet sich das Gerät erst ab, davor lässt sie Leistung zumindest nicht allzu deutlich nach. Wird die Akkuladung schwächer, sieht man das an einer LED, die blinkt.

Warum wir ihn dennoch nicht besser finden als die anderen Empfehlungen? Er ist einfach schlechter verarbeitet. Der Kunststoff wird nicht so robust, außerdem dünn und nicht, als könnte man ihn jahrelang nutzen. Auch der Filter könnte hochwertiger sein, ebenso wie der Rest des Saugers.

Wir finden aber, dass er dennoch ein günstiger Handsauger mit guter Leistung ist.

Was gibt es sonst noch?

Nicht ganz günstig ist der Bissel 1987N Pet Hair. Zudem ist das Modell schon ein bisschen älter, was sich besonders am NiMh-Akku festmachen lässt. Dieser kann mit einer Ladezeit von fünf Stunden und einer Betriebszeit von nur 12 Minuten mit den Konkurrenzmodellen nicht mithalten. Als einziges Modell im Test gibt es hier eine Polsterdüse mit einer elektrisch angetriebenen Bürste. Auf Teppich ist das Saugergebnis dank der Bürste fast perfekt. Ohne die Bürste fällt das Ergebnis anders aus und auch bei einem Abstand von 13 Millimetern bleibt noch einiges liegen. Mit 85 dB ist der Bissel auch recht leise und angenehm.

Ein Handstaubsauger mit Kabel ist der Clatronic HS2631. Er hat die stärkste Leistung im Testfeld, mit fast 98 dB aber auch eine deutlich höhere Lautstärke. Entscheidet man sich für einen Modell mit Kabel, sollte man dafür besser etwas mehr Geld investieren. Diese Geräte bringen mehr Leistung, beim Clatronic zeigt sich der günstige Preis aber in allen Details: Die Düsen sitzen schlecht, der Saugschlauch ist sehr steif und wenn man das Gerät ausschaltet, fällt der eingesaugte Schmutz aus der Düse.

Der Philips ECO FC6148 ist stabil gebaut und saugt zuverlässig. Er kann zwar keine Flüssigkeiten einsaugen, dafür fasst der Staubbehälter mit 0,5 Litern relativ viel trockenen Schmutz. Die Akkulaufzeit ist mit neun Minuten sehr kurz, zudem wirkt das Modell etwas klobig. Dafür ist der hohe Preis nicht gerechtfertigt.

Mit das günstigste Testgerät ist der Cleanmaxx, begeistert waren wir von ihm nicht. Laufzeit und Handhabung sind in Ordnung. Reis schafft er bei mehrmaligem Drüberfahren, mit feinem Gries hatte er aber Probleme und schaffte ihn nicht komplett. Mit Kaffeebohnen tat er sich ebenfalls schwer und die Haare saugte er nicht auf. Die Wasserpfütze hat er aber geschafft.

Wissenswertes über Handstaubsauger

Wofür braucht man eigentlich zusätzlich noch einen Handstaubsauger? Vor allem, wenn es sich um eine kleine Menge Dreck handelt, der nicht in der ganzen Wohnung verteilt ist. Etwa verschütteter Reis. Bei Fliesen oder Parkett tun es aber auch Schaufel und Besen und ein Teppich lässt sich ausschütteln.

Ist aber die Wohnung ausgestattet mit richtigen Teppichböden, dann reichen Schaufel und Besen nicht aus, hier eignet sich ein Handstaubsauger.

Die meisten Handsauger sind Akku-Geräte, fürs Auto gibt es Ausnahmen die per KFZ-Adapter an den Zigarettenanzünder angeschlossen werden. Denn im Auto dauert es länger und man braucht mehr Power, das schaffen viele Akku-Geräte nicht.

Bei kabelgebundenen Geräten ist man dagegen weniger flexibel, wir haben sie daher nicht getestet.

Beim Akku-Gerät muss man vor allem erstmal laden, das dauert durchschnittlich vier bis acht Stunden, saugen kann man dann für maximal 30 Minuten durchgehend. Lang ist das nicht im Vergleich zur Ladezeit. Einige Sauger schaffen aber sogar nach zehn Minuten nicht mehr viel.

Wichtig ist daher vor allem die Saugleistung, bei manchen Geräten kann man sie regulieren, das spart Akku. Der Staubbehälter muss häufig geleert werden, aber solch ein Handstaubsauger eignet sich sowieso nur für wenig Schmutz und kurzes Saugen.

Wichtig ist auch die Lautstärke, auch bei kurzem Saugen kann Lärm nerven. Manche Modelle eignen sich auch für Flüssigkeit.

So haben wir getestet

Wir haben uns Handstaubsauger aller Preisklassen angesehen, um herauszufinden, ob die teuren Geräte wirklich besser sind.

Getestet haben wir mit verschiedenen Schmutzarten, Gries, Kaffeebohnen, Reis und Haare wollten eingesaugt werden. Die Haare waren allerdings blond und sind auf den Testfotos daher kaum zu erkennen. Sauger, die sich für Flüssigkeit eignen, mussten ebenfalls zeigen, was sie können.

Gemessen haben wir die Akkulaufzeit, die meisten Geräte bringen bis zum Ende volle Leistung. Manche lassen aber auch früher nach. Wir verstehen in der Tabelle unter Laufzeit den Zeitpunkt des Leistungsabfalls.

Die Herstellerangaben zur Laufzeit waren hier recht genau, nur bei einem Modell von HoLife wichen sie extrem ab. Der Sauger läuft aber trotz schwächerer Leistung weiter, somit sind die Angaben doch einigermaßen korrekt.

Auch die Lautstärke haben wir – subjektiv – beurteilt. Manche wurden ganz schön laut.

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