Test: Princess Master Juicer 201851

Zitruspressen im Test : Gesund und lecker

Veröffentlicht 03.09.2021

Frisch gepresster Orangensaft schmeckt nicht nur gut zum Frühstück. Er ist gesünder und enthält mehr Vitamine als der abgepackte Saft aus dem Supermarkt. Gerade wer viel Saft selbst pressen möchte, sollte über die Anschaffung einer Zitruspresse nachdenken. Wir haben 9 Modelle getestet.

Yvonne Fink
ist studierte Wirtschaftsjournalistin und schreibt am liebsten über Lifestyle-Themen, Familie und Kulinarik. Die fleißige Hobby-Köchin und Mama einer kleinen Tochter testet mit Feuereifer Küchengeräte und alles rund ums Thema Baby.

Eine Zitruspresse gehört vielleicht nicht zur Grundausstattung in der Küche, der Trend geht jedoch in die Richtung. Denn der Wunsch nach wenig Zusatzstoffen und mehr Transparenz bei Speisen und Getränken wird immer größer. Daher wächst die Anzahl an unterschiedlichsten Produkten für die verschiedensten Bedürfnisse. So kann man selbst entscheiden, was in den Saft hineinkommt.

Im Testfeld finden sich Modelle von günstigen 18 Euro bis hin zu Fast-Profi-Geräten für 70 Euro.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Tolles GesamtpaketHohes FassungsvolumenSchlicht & gutLuxusmodell
Test: Princess Master Juicer 201851Test: Arendo Edelstahl Zitruspresse ElektrischTest: Braun Braun Tribute Collection Cj 3000 ZitruspresseTest: Caso Cp330 Pro
Modell Princess Master Juicer 201851 Arendo Zitruspresse Braun ‎CJ 3000 Caso CP330 Pro
Pro
  • Aus rostfreiem Edelstahl
  • Fester Stand dank Saugnäpfe
  • Sehr hohe Saftausbeute
  • Großer Auffangbehälter
  • Platzsparend
  • Großer Auffangbehälter
  • Kabelaufwicklung
  • Einstellbarer Fruchtfleischanteil
  • Sehr günstig
  • Hochwertige Optik
  • Guter Stand
  • Leichte Bedienbarkeit
Contra
  • Frucht verrutscht beim Pressen etwas
  • Leicht und klapprig
  • Kein guter Stand
  • Komplett aus Kunststoff
  • Ziemlich laut
  • Orangen können beim Pressen verrutschen
  • Sehr groß
  • Teuer
Bester Preis
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Tolles Gesamtpaket: Princess Master Juicer 201851

Tolles Gesamtpaket

Princess Master Juicer 201851

Test: Princess Master Juicer 201851
Der Master Juicer von Princess hat fast Profi-Qualität, eine sehr hohe Saftausbeute und die Reinigung geht einfach und schnell.

Der Princess Master Juicer hat eine hohe Saftausbeute, ist aus langlebigem und robustem Material und hat eine ausgezeichnete Standfestigkeit. Die Zitruspresse ist einfach zu reinigen und zudem auch für die Spülmaschine geeignet. Außerdem ist sie recht günstig zu haben.

Der Hebelarm der Zitruspresse wackelt nicht, ist leicht bedienbar und sehr solide. Der Presskegel ist für große und kleine Früchte geeignet. Dass sich der Master Juicer zudem sehr leicht auseinander bauen lässt, erleichtert die Reinigung. Unter dem Motor-Sockel sorgen die Saugnäpfe für eine sehr gute Standfestigkeit.

Zitruspresse Test: Princess Master Juicer 201851
Der Master Juicer hat eine tolle Verarbeitung und presst sehr viel Saft.

Dank des leistungsstarken Motors presst dieses Modell mit 300 Millilitern den meisten Saft im Test. Zwar brauchte das Gerät dafür 80 Sekunden und somit etwas länger, das lag jedoch daran, dass durch die Kraft der Maschine die Orangenhälften ein wenig verrutscht sind. Dann lag die Lautstärke bei 73 Dezibel, ansonsten arbeitet die Zitruspresse sehr leise.

Der Princess Master Juicer ist eine Empfehlung für alle, die oft und viel frisch gepressten Zitrussaft trinken und ein Modell suchen, dass sich schön ins Küchenbild integriert. Anfangs war es zwar etwas schwierig, die Fruchthälfte auf dem Presskopf zu fixieren, aber man hat den Dreh schnell raus.

Hohes Fassungsvolumen: Arendo Zitruspresse

Hohes Fassungsvolumen

Arendo Zitruspresse

Test: Arendo Edelstahl Zitruspresse Elektrisch
Die Zitruspresse von Arendo überzeugt mit besonders großem Saftauffangbehälter.

Der 1,2 Liter große Auffangbehälter der Arendo Zitruspresse ist der mit Abstand größte im Test. Somit ist das Modell vor allem für Familien geeignet.

Die Zitruspresse ähnelt ein wenig einem modernen Wasserkocher. Sie besteht aus Kunststoff, nur der Fuß ist aus Edelstahl. Dadurch ist das Modell leichter und ein wenig wackliger als der Master Juicer. Der Stand der Arendo ist dennoch gut und solide und es lassen sich problemlos und in kurzer Zeit viele Orange auf einmal verarbeiten. Geschmeidig dreht sich der Presskegel in beide Richtungen, sodass das Fruchtfleisch besonders gut ausgepresst wird.

Im Lieferumfang der Arendo Zitruspresse findet sich ein Kunststoffdeckel. Damit kann man den Presskegel bis man ihn reinigen möchte abdecken, sodass die Reste aus Kernen und Fruchtfleisch nicht allzu sehr festtrocknet. Dieser Staubschutz hilft ebenfalls im Stand-by-Modus, denn durch das tägliche Kochen setzen sich fix mal Staub und Fettpartikel an den Lamellen aus Kunststoff fest.

Schlicht & gut: Braun ‎CJ 3000

Schlicht & gut

Braun ‎CJ 3000

Test: Braun Braun Tribute Collection Cj 3000 Zitruspresse
Die Braun CJ3000 ist kompakt, sehr einfach zu bedienen und überzeugt mit dem günstigen Preis.

In unserem Test 06/2021 war die CJ 3000 von Braun die preiswerteste Zitruspresse. Hier findet sich kein Edelstahl oder sonstiger Schnickschnack. Auch der Motor ist mit 20 Watt nicht sonderlich leistungsstark. Trotzdem presst das Gerät 240 Milliliter in 48 Sekunden schnell und solide. Es hat zudem einen Regulator für den Fruchtfleischanteil zu bieten. Der Presskegel dreht sich in beide Richtungen und sorgt so für eine maximale Saftausbeute. Hier startet bei jedem Aufsetzen einer Fruchthälfte der Presskegel in die je andere Drehrichtung.

Auch die Regulierung des Fruchtfleischanteils ist toll gelöst: Hierfür dreht man einfach den Aufsatz auf die gewünschte Einstellung – 1 steht für wenig Fruchtfleisch, 5 für viel. Die Messskala des Auffangbehälters ist nicht transparent, sondern schwarz gedruckt. Dadurch kann man immer sehen, wie viel Saft man bereits gepresst hat.

Die Braun CJ 3000 ist handlich und schnell gereinigt und somit ideal für alle, die nur ab und zu Zitrussaft pressen möchten.

Luxusmodell: Caso CP330 Pro

Luxusmodell

Caso CP330 Pro

Test: Caso Cp330 Pro
Die Caso CP330 Pro ist der Ferrari unter den Zitruspressen: sehr hochwertig, sehr leistungsstark und hochpreisig.

Das teuerste Modell im Testfeld ist die Caso CP330 Pro. Doch der hohe Preis hat seine Berechtigung: Die Zitruspresse aus gebürstetem Edelstahl hat einen eleganten Hebelarm zu bieten, mit dem das Arbeiten so leicht ist, dass quasi kein Druck ausgeübt werden muss. Zum exquisiten Gesamtbild trägt auch der Universalpresskopf bei.

Das Gerät von Caso presst Orangensaft schnell und im Akkord. Mit 160 Watt und 81 Dezibel ist sie zwar am lautesten, das stört aber nicht weiter. Zwar verrutschte auch hier die erste Fruchthälfte durch die Kraft des Motors, allerdings lernt man schnell, wie die Frucht fixiert wird. Durch den geschmeidigen Hebelarm und den surrenden Motor wird die ganze Frucht restlos ausgepresst, sodass nur noch eine leere Schale übrig bleibt.

Als einziges Modell im Testfeld besitzt diese Zitruspresse einen hochwertigen Edelstahl-Presskopf. Das sogar nicht nur für eine schöne Optik, der Presskegel lässt sich so auch leichter reinigen. Auch das Auffangsieb ist aus Edelstahl und fängt das Fruchtfleisch und die Kerne komplett auf. Unter dem Sockel sorgen die Saugnäpfe für einen sicheren Stand.

Alles in allem ist die luxuriöse Caso CP330 Pro eine tolle Zitruspresse für Hobby-Köche mit höheren Ansprüchen.

Was gibt es sonst noch?

Die Lebenlang LB389 ist kompakt und ähnlich in ihrer Bedienung wie die Empfehlung von Arendo. Das Fassungsvolumen ist mit 700 Millilitern allerdings nur halb so groß. Das Modell ist sehr leicht bedienbar, zu reinigen und verstauen. Im Zubehör finden sich zwei verschieden große Presskegel, mit denen diverse Zitrusfrüchte verarbeitet werden können. Die Saftausbeute beträgt 275 Milliliter, mit dem Henkelgriff lässt sich der Saft auch sehr gut servieren. Das Material gefällt dagegen nicht so gut: Der leichte Kunststoff ist nicht besonders robust.

In puncto Luxus ist die Stelio von WMF recht ähnlich zur Caso CP330 Pro. Auch diese Zitruspresse ist aus hochwertigem Edelstahl, hat einen sehr guten Stand und eine super Optik. Der Preis von rund 40 Euro ist zwar ordentlich, hat jedoch auch hier seine Berechtigung: Der 85 Watt starke Motor, der Edelstahlsiebeinsatz und die beiden Presskegelgrößen machen echt etwas her. Allerdings ist hier für 250 Milliliter Saft schon ein wenig Kraftanstrengung nötig. Auch bei der Lautstärke liegt die WMF mit 79 Dezibel im oberen Bereich.

Die Russell Hobbs 22760-56 ähnelt der WMF Stelio in Optik, Größe und Gewicht, hier überzeugt jedoch auch der Preis. Zwar presst sie aus drei Orangen lediglich 250 Milliliter, sie ist dafür aber auch rund zehn Dezibel leiser. Im Lieferumfang finden sich zwei unterschiedlich große Presskegel für verschiedene Zitrusfrüchte. Insgesamt handelt es sich hier um ein solides Modell mit Luxus-Optik für den täglichen Gebrauch.

Die mit Abstand leiseste Zitruspresse im Test war die Philips HR2752/90 mit 60 Dezibel. In einer guten Geschwindigkeit presst sie geschmeidig ganze 300 Milliliter. Das Design ist allerdings gewöhnungsbedürftig, zudem nimmt das ausladende Presswerk unnötig viel Raum ein und fügt sich auch optisch nicht so gut in die Küche.

Wissenswertes über Zitruspressen

Frisch gepresster Orangen-, Zitronen- oder Limettensaft schmeckt besser als abgepackter, gekaufter Saft und er ist zudem gesünder. Denn die Vitamine werden, sobald sie mit Sonnenlicht und Sauerstoff in Berührung kommen, sehr schnell abgebaut. So enthält ein abgepackter Saft aus dem Supermarkt nach einiger Zeit nicht mehr die gleiche Menge an Vitaminen wie ein frisch gepresster Saft.

Benötigt man nur ab und zu etwas Zitronen- oder Orangensaft zum Backen, für ein Salatdressing oder eine Nudelsoße, reicht eine manuelle Zitruspresse vollkommen aus. Möchte man aber öfter oder viel Saft pressen, lohnt sich die Anschaffung einer elektrischen Zitruspresse.

Zitruspresse Test: Zitruspresse
Frisch gepresst schmeckt besser und ist gesünder!

Ein elektrisch betriebenes Modell produziert schnell große Mengen an Saft. Es schont zudem sowohl Handgelenk als auch Geldbeutel, da man hier deutlich mehr Saft aus einer Orange bekommt als bei einem manuellen Modell. Zudem ist es beim Großteil der strombetriebenen Zitruspressen möglich, den Fruchtfleischanteil selbst festzulegen – von völlig stückfrei bis zur maximalen Ausbeute.

Die verschiedenen Arten an Zitruspressen

Zitruspressen arbeiten mit zwei unterschiedlichen Mechanismen: Die Fruchthälfte wird entweder per Hand auf den Presskopf gepresst, sodass dieser automatisch zu rotieren anfängt. Bei anderen Modellen wird die halbierte Frucht mit einem Hebel auf den Presskegel gedrückt, der dreht sich ebenfalls automatisch.

Beide Arbeitsweisen funktionieren sehr gut, bei der Version ohne Hebel hat man allerdings ein wenig mehr Halt. Dafür ist hier der benötigte Kraftaufwand größer und die Hände können leichter verkrampfen. Bei den Pressen mit Hebelarm sind im Test die Orangenhälften des Öfteren ein wenig verrutscht, sodass für eine maximale Saftausbeute nachjustiert werden musste.

Manche Zitruspressen haben eine praktische Sonderausstattung zu bieten: So findet sich im Zubehör ein zusätzlicher Presskegel für kleine Zitrusfrüchte. Auf diese Weise kann man schnell und ohne Umbaumaßnahmen auch Zitronen, Limetten und Co. verarbeiten.

Die Wechselrotation sorgt für eine optimale Saftausbeute: Hierbei dreht sich der Pressekegel zunächst in die eine, danach in die entgegengesetzte Richtung. Das Fruchtfleisch, auch das im Auffangsieb, wird so besonders gründlich ausgequetscht.

Direkt in das Glas pressen oder den Saft erstmal sammeln? Bei manchen Zitruspressen kann man zwischen beiden Varianten wählen. Der Saft sammelt sich durch einen Ausguss der sich hochklappen lässt in der Auffangschale. Deren Volumen variiert von Presse zu Presse ein wenig. Nach dem Pressen wird der Ausguss herunter geklappt und der Saft in den jeweiligen Behälter gegossen.

Andere Modelle haben einen Auffangbehälter, in dem der gepresste Saft erst einmal gesammelt wird. So muss nur das Presswerk abgenommen werden und der Behälter kann einfach als Karaffe auf dem Tisch stehen.

Alle Teile der Zitruspresse, die mit dem Saft in Kontakt gekommen sind, können in die Spülmaschine. Allerdings sollte man sie nach der Benutzung sehr zeitnah erst unter Wasser abspülen, da besonders die feinen Fruchtfleisch-Membranen sonst hartnäckig kleben bleiben können.

So haben wir getestet

Die 9 Zitruspressen im Testfeld wurden mit je drei Saftorangen derselben Größe und einem Gewicht von je rund 570 Gramm getestet. Dabei stand natürlich besonders die Saftausbeute im Vordergrund. Die lag bei allen Modellen bei 240 bis 300 Millilitern.

Die Lautstärke wurde ebenfalls gemessen: Hierfür wurde ein Dezibel-Messer in einer Entfernung von 30 Zentimetern vor das jeweilige Gerät gehalten und festgestellt, dass alle Zitruspressen ziemlich leise sind. Beim Saftpressen war auch wichtig zu sehen, wie standfest das Gerät ist.

Zitruspresse Test: Gruppenfoto
Alle Modelle aus dem Test 06/2021 (hinten links die H.Koenig AGR86, die defekt geliefert und daher nicht getestet wurde).

Außerdem wurde überprüft, ob die Kerne sauber vom Saft getrennt werden und wie gut das Fruchtfleisch aufgefangen wird. Für eine gute Vergleichbarkeit wurde bei Zitruspressen, bei denen der Fruchtfleischanteil individuell eingestellt werden kann, die Einstellung »ohne Fruchtfleisch« gewählt.

Beim Pressen wurde zudem die Zeit gemessen, um zu schauen, wie lange es dauert, bis die drei Orangen verarbeitet und der Saft im Glas bzw. Behälter ist. Dabei gab es tatsächlich große Unterschiede.

Zu guter Letzt wurde auch die Reinigung bewertet: Alle Pressen bzw. die Press-Aufsätze sind spülmaschinengeeignet. Es macht jedoch meist mehr Sinn, sie direkt von Hand zu reinigen, so wie wir es auch im Test getan haben. Alle Zitruspressen konnten ohne Probleme unter fließendem Wasser abgespült werden.

Weitere Kriterien waren die Handhabung, die Wertigkeit des Materials, die Optik und das Preis-Leistungs-Verhältnis.

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