Test: Stabmixer

Stabmixer im Test : Schnelles Pürieren

Update 01.02.2021

Fast jede Küche verfügt über einen Pürierstab, das ist praktisch, denn nicht für alles muss ein großer Mixer benutzt werden. Allerdings schaffen die Stäbe nicht alles und es gibt deutliche Unterschiede in der Leistung. Wir haben 28 Modelle getestet.

Update 1. Februar 2021

Wir haben acht weitere Stabmixer getestet. Der ESGE Zauberstab M122S ist eine neue Empfehlung.

1. Oktober 2020

Mit dem Test fünf neuer Stabmixer kamen auch zwei neue Empfehlungen: Der Bosch CleverMixx und der Viva HR2653/90 von Philips.

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Doreen Menz
testet mit Leidenschaft Produkte aus den verschiedensten Bereichen. Als Hobbyköchin und Gamerin interessiert sie sich nicht nur für Computer und Küchengeräte, sondern auch für Haushaltsgeräte und Gesundheitsthemen.

Nicht jeder möchte einen großen Mixer benutzen, wenn nur schnell ein paar Zutaten zerkleinert werden sollen. Für die schnelle Suppe oder einen Milchshake tut es auch ein Pürierstab bzw. Stabmixer und den bekommt man schon für wenig Geld. Doch nicht alle sind den verschiedenen Zutaten gewachsen, vor dem Kauf sollte man sich also gut informieren. Wir haben Geräte aller Preisklassen getestet, 22 unserer getesteten Mixer sind aktuell verfügbar.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Gute LeistungLeichte HandhabungLanglebigGünstig
Test: Bildschirmfoto 2020 11 18 Um 16.20.50Test  Stabmixer: Philips Viva HR2653/90Test: Esge Zauberstab M122sTest: Bosch Clevermixx
Modell Braun MultiQuick 9 Philips Viva HR2653/90 ESGE Zauberstab M122S Bosch CleverMixx
Pro
  • Sehr viel Leistung
  • Gut verarbeitet
  • Leistungsdosierung mit Druckschalter
  • Leichtes Auseinanderstecken
  • Wertig
  • Leistungsdosierung mit Druckschalter
  • Schöner To-Go-Becher
  • Gut verarbeitet
  • Langlebig
  • Vergleichsweise leise
  • Mit Wandhalterung
  • Verschiedene Klingen
  • Langes Kabel
  • Wertig
  • Sehr leicht
  • Guter Preis
Contra
  • Teuer
  • Aufsatz abnehmen könnte noch leichter sein
  • Teuer
  • Am Multimesser verfangen sich leicht Gemüsefasern
  • Kopf lässt sich nicht abschrauben
Bester Preis
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Gute Leistung: Braun Multiquick 9

Ein guter Mixer sollte vor allem einfach zu bedienen und zu reinigen sein, außerdem muss er natürlich gut pürieren. All das vereint der Braun MultiQuick 9.

Gute Leistung

Braun MultiQuick 9

Test: Bildschirmfoto 2020 11 18 Um 16.20.50
Mit dem MulitQuick 9 bekommen Sie alles klein – doch nicht immer braucht man so viel Leistung und Zubehör.

Das richtige Material beim Mixer ist ebenfalls wichtig. Hier wird Edelstahl verwendet, dadurch löst sich während dem Einsatz der Pürier-Funktion kein Plastik, wenn die Flüssigkeit mal heiß sein sollte. Bei Kunststoff dagegen kann das schon mal vorkommen. Edelstahl sieht zudem hochwertig aus und fügt sich mit der schlichten, aber eleganten Optik in alle Küchen. Der MultiQuick überzeugt außerdem mit 1000 Watt Leistung, das reicht auch für rohe Lebensmittel.

Trotz der tollen Optik – dieser Mixer ist schwer. Um den Mixer starten zu können, muss er erst entsichert werden. Das geht aber leider nur mit zwei Händen, denn die Taste zum Entsichern und die Bedientaste müssen gleichzeitig gedrückt werden, erst dann startet er.

Die Stärke bzw. Geschwindigkeit kann man über den Druck auf eine Taste steuern, je nach Stärke püriert er stärker oder schwächer. Hier hätten wir uns eher ein Stellrad für mehr Kontrolle gewünscht.

Dafür kann sich die Leistung aber sehen lassen, fast ohne Kraftaufwand wird alles schnell fein püriert. Im Praxistest hat der Mixer eine gute Figur gemacht, teilweise war es uns fast zu viel Power.

Unser Milchshake war nach wenigen Sekunden fertig und schön cremig, die Gemüsesuppe ebenfalls. Faserige Lebensmittel? Hitze? Kein Problem für den Multiquick. Beim Milchshake haben wir eineinhalb (reife) Bananen genommen und 200 Milliliter Milch hinzugegeben.

Wir haben damit außerdem Pesto gemacht, hier wurden die Pinienkerne ohne Probleme zerkleinert und auch Basilikum und Petersilie hat er locker geschafft.

Vor allem die einfache Handhabung gefällt uns beim MultiQuick. Eine ActiveBlade-Technologie sorgt dafür, dass Auf- und Abwärtsbewegungen das Schneiden erleichtern. Das soll für weniger Kraftaufwand und ein feineres Ergebnis sorgen. Im Test konnten wir feststellen, dass es tatsächlich funktioniert, wir mussten fast keine Kraft aufwenden.

Eine fertig pürierte Suppe in nur sechs Sekunden und das auch noch feiner als bei der Konkurrenz – wir sind überzeugt. Hier hat sogar die mittlere Stufe für eine cremige Suppe gereicht, fast ohne Kraftaufwand oder Spritzer.

Außerdem kann man mit diesem Mixer auch Teig rühren, hierfür gibt es einen Schneebesen-Aufsatz. Durch die Power des Geräts waren wir etwas skeptisch, doch die Stärke ließ sich gut regulieren und wir bekamen einen schönen Teig.

Der MultiQuick 9 von Braun ist damit ein gutes Multifunktionsgerät mit tadelloser Leistung und eignet sich somit für alle Ansprüche.

Leichte Handhabung: Philips Viva HR2653/90

Leichte Handhabung

Philips Viva HR2653/90

Test  Stabmixer: Philips Viva HR2653/90
Der wertige Philips überzeugt mit seiner angenehmen Handhabung und bringt einen schönen To-Go-Becher mit.

von 30 Lesern gekauft

Der Viva HR2653/90 von Philips ist durch seinen stufenlosen Druckknopf angenehm zu handhaben. Er reagiert dennoch nicht zu sensibel, sodass für eine höhere Leistungsstufe auch wirklich mehr zugedrückt werden muss. Auch wenn der Knopf aus Kunststoff ist, wirkt er solide und langlebig. Zudem ist er groß und damit noch besser zu bedienen.

Der Pürierstab besteht aus Edelstahl in Kombination mit Kunststoff und ist eines der schwereren Modelle. Mit den 800 Watt können wir im Test einen Bananenshake wie auch eine Gemüsesuppe flott und fein pürieren.

Nur wenn der Aufsatz abgenommen wird, benötigt es etwas Kraft und Koordination – schließlich hat man nur eine Hand, um den Aufsatz vom vollgekleckerten Stabmixer zu entfernen. Der Knopf ist zwar groß und stabil, aber schwer zu drücken.

Insgesamt kann der Philips Viva HR2653/90 aber definitiv empfohlen werden.

Langlebig: ESGE Zauberstab M122S

Langlebig

ESGE Zauberstab M122S

Der Zauberstab M122S von ESGE ist ein sehr guter Stabmixer mit unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten. Der Schweizer Hersteller produziert bereits seit mehr als 50 Jahren den Zauberstab. Dieser hat lediglich 140 Watt Leistung, doch schafft der Motor durch seine Übersetzung 14.000 Umdrehungen pro Minute und ist damit besser als so manch anderer Stabmixer.

Standardmäßig wird der Zauberstab nur mit einem Multimesser geliefert. Man kann aber zusätzlich andere Messer recht günstig kaufen – beispielsweise eine Schlafscheibe für das Rühren von Teig oder zum Sahneschlagen. Das Modell ist robust und solide gefertigt und ist somit sehr langlebig.

Im Test meisterte der Zauberstab alle Pürieraufgaben hervorragend: Die Suppe wurde wunderbar sämig und auch beim Milchshake gab es keine Probleme.

Bei dem Verrühren von Pfannkuchenteig spritzte nichts daneben und auch die Schlagscheibe machte ihre Sache gut. Einen richtigen Schneebesenaufsatz gibt es zwar nicht, dennoch war der Teig zügig verrührt und die Konsistenz ebenso gut wie bei Modellen mit einem normalen Schneebesen. Die Schlagscheibe fiel leider kurz vor Beendigung des Rührvorgangs ab und musste dann im Teig gesucht werden.

Für viele ist der Preis des Zauberstabs mit rund 100 Euro mehr als grenzwertig. Für alle, die bereit sind diese Summe zu investieren, ist der Stabmixer sehr zu empfehlen. Den Zauberstab M122S hält das ganze Leben und kann vielleicht sogar vererbt werden.

Günstig: Bosch CleverMixx MSM2410

Klein, aber fein: Der Bosch CleverMixx MSM2410 ist griffig und leicht, auch wenn dafür das Handstück aus Kunststoff besteht. Trotz wenigen 400 Watt hat er weder bei Bananenshake noch Gemüsesuppe ein Problem beim Zerkleinern. Vielleicht braucht er etwas länger als seine Konkurrenz, aber circa 30 Sekunden auf seinen Milchshake zu warten, finden wir in Ordnung. Zudem gibt’s noch einen Messbecher mit dazu.

Der Stabmixer kann nicht in den Turbo-Modus gestellt werden, dafür ist der Knopf schön zu drücken und man hat Spaß beim Pürieren. Im Edelstahlkopf sind zwei waagrechte und zwei vertikale Messer verbaut.

Der Aufsatz des Bosch CleverMixx MSM2410 lässt sich leicht entfernen und anbringen. Das Kabel ist angenehm lang und eine Markierung verrät, ob der Aufsatz auch richtig sitzt. Insgesamt ein gutes Gerät für kleines Geld!

Was gibt es sonst noch?

Der ErgoMixx von Bosch ist preiswert, bietet aber Qualität. Das Handstück ist angenehm zu greifen und der Edelstahlkopf ist schön gearbeitet und sehr solide. Milchshake und Gemüsesuppe wurden von dem Modell innerhalb von 30 Sekunden püriert, was absolut im Soll liegt. Der mitgelieferte Messbecher eignet sich trotz fehlendem Schnabel und fehlender gummierter Standfläche gut zum Pürieren. Zudem ist im Zubehör ein Deckel enthalten, sodass zubereitete Speisen gut im Kühlschrank aufbewahrt werden können.

Der ErgoMixx bietet zwei Stufen: Turbo und normal. Das Messer das Stabmixer heißt Quattroblade, da hier neben den beiden Edelstahlmessern seitlich zwei kleine Messer nach oben schauen. Durch große Öffnungen an den Seiten des Kopfs zirkuliert die pürierte Masse gut und große Stücke verfangen sich nicht so leicht. Die Leistung des Motors beträgt 600 Watt, der Mixfuß lässt sich abnehmen und in der Spülmaschine reinigen. Die kurze Gebrauchsanleitung liefert auch einige Rezeptideen. Wem viel Zubehör nicht so wichtig ist und auf der Suche nach einem qualitativen Gerät ist, liegt bei diesem Modell richtig.

Eine Alternative zu den ESGE Zauberstäben ist der HB 2200 Pro von Caso: Auch dieser Stabmixer besteht aus einem Stück und hat auswechselbare Messer. Das sorgt aber auch dafür, dass man den Kopf nicht entfernen kann und somit die Reinigung etwas umständlich ist. Mit nur 170 Watt bekommt der Caso alle Zutaten zügig klein, wobei er mit 81 Dezibel auch nicht übermäßig laut ist. Auch das lange Kabel überzeugt. Im Gegensatz zu dem Zauberstab gibt es bei diesem Gerät allerdings keine Wandhalterung. Es stellt sich auch die Frage, ob dieser Stabmixer ebenso langlebig ist wie die Geräte von ESGE. Ansonsten bekommt man hier ein sehr ähnliches Modell zu einem günstigeren Preis.

Der Braun Multiquick MQ 735 muss vor der Benutzung entriegelt werden, das stört bei der Benutzung, auch wenn Sicherheitsvorkehrungen grundsätzlich sinnvoll sind. Die Ergebnisse beim Pürieren sind aber gut. Für den recht hohen Preis sind ein Schneebesenaufsatz, ein Multizerkleinerer sowie ein Mess- und Pürierbecher enthalten. Auch dieser Pürierstab funktioniert mit stufenlos regulierbarer Stärke. Wen die Entriegelung nicht stört, der findet hier einen guten Mixer.

Ein schöner Stabmixer mit guter Leistung ist der Desire 24700-56 von Russell Hobbs. Für den Milchshake brauchte er 20 Sekunden und die Gemüsesuppe war ebenfalls fein püriert. Verarbeitung und akzeptabler Geräuschpegel überzeugen, dazu gibt es noch einiges an Zubehör und das alles zu einem guten Preis. Kunden berichten aber, dass er nicht besonders langlebig ist, deshalb können wir das Gerät nicht empfehlen.

Wissenswertes über Stabmixer

Wer schnell einige Lebensmittel zerkleinern will, sollte einen Pürierstab bzw. Stabmixer benutzen, denn damit geht es schnell und einfach. Doch ein Mixer kann nicht nur pürieren, einige kommen auch mit zusätzlichen Aufsätzen. Daher sollte man sich vor dem Kauf überlegen, wie viel Geld man investieren möchte und auf welche Funktionen man Wert legt.

Wie viel Kraft beim Mixen umgesetzt wird, zeigt die Motorstärke an. Eine höhere Wattzahl sorgt theoretisch für bessere Zerkleinerung auch harter Lebensmittel, daneben spielt aber auch die Umdrehungszahl eine Rolle, diese Angabe fehlt aber bei Stabmixern meist.

Schneebesen, Becher, Teighaken – einige Hersteller bieten viel Zubehör an, andere dagegen keines. Wer möglichst viel Verschiedenes mit dem Mixer machen möchte, sollte also auf genügend Zubehör achten. Der Stab kann einfach abgewaschen werden, manche lassen sich auch zerlegen und dürfen in die Spülmaschine.

Zwei Geschwindigkeitsstufen sollte er schon haben, außerdem wenn möglich eine Power- oder Turbo-Funktion. Ob Kabel oder Akku muss jeder selbst entscheiden, getestet haben wir nur Stäbe mit Kabel.

So haben wir getestet

Wir haben Pürierstäbe aller Preisklassen getestet, das Preisspektrum reichte von 10 bis 150 Euro. Teure Geräte sind nicht unbedingt besser.

Beim Bananen-Milchshake konnten wir keine großen Unterschiede feststelle, die Suppe trennte dann aber die Spreu vom Weizen.

Wir haben mit allen Stäben Gemüse für eine Suppe püriert und Milchshakes gemacht. Dabei haben wir überprüft, ob es während dem Pürieren spritzt und wie viel Power das Gerät hat, nicht alle haben auch die harten Zutaten fein püriert bekommen.

Beim Update haben wir außerdem die Zeit gemessen, bis der Milchshake fertig war, der Durchschnitt lag bei 20 bis 30 Sekunden. Gemüsesuppe mussten alle 30 Sekunden lang pürieren, dann haben wir uns das Ergebnis angesehen.

Bei verschiedenen Aufsätzen haben wir immer mit dem Standard-Multiaufsatz püriert. Außerdem haben wir uns Bedienfreundlichkeit, Zubehör und Verarbeitung angesehen.

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