Test: Pfeffermühlen Test 2020

Pfeffermühlen im Test : Für die richtige Würze

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Veröffentlicht 26.10.2020

Pfeffer ist der König im Gewürzregal: Das Aroma entfaltet sich dabei erst richtig im gemahlenen Zustand. So kann Pfeffer dafür verwendet werden, Gerichte und Saucen zu verfeinern. Für unterschiedliche Zwecke braucht man dabei auch verschiedenen Mahlstufen. Wir haben 15 Pfeffermühlen getestet.

Katarina Lukač
Katarina Lukač
ist freie Redakteurin und testet neben Küchengeräten auch Kosmetik- und Beauty-Produkte.

Pfeffer verleiht herzhaften Gerichten das gewisse Extra. Für Suppen oder Saucen braucht man dabei pulverfeinen Pfeffer, für Marinaden und Fleisch eher grobkörnigen. Pfeffermühlen sollten ihren Zweck nicht nur in der Küche erfüllen, sondern auch auf dem Tisch eine gute Figur machen. Es gibt sie schon günstig zu haben, die Hersteller bieten oft eine Garantie auf das Mahlwerk und sie sind umweltfreundlicher als Akrylmühlen, die schlussendlich im Mühl landen. Man kann unterscheiden zwischen handbetriebenen und elektrischen Mühlen, wobei letztere recht laut sind und nicht unbedingt besser mahlen. Wir haben 15 Pfeffermühlen getestet.

Langlebige Garantie: Peugeot Clermont

Langlebige Garantie

Peugeot Clermont

Test: Peugeot Clermont
Zuverlässig und elegant: Dieser Klassiker mahlt präzise auf unterschiedlichen Stufen und lässt sich intuitiv bedienen.

Die Peugeot Clermont mahlt zuverlässig auf verschiedenen Stufen. Das robuste Mahlwerk aus Stahl zerkleinert Pfeffer fünf unterschiedliche Körnungen. Auf der kleinsten Stufe ist der Pfeffer pulverfein und in der höchsten gleichmäßig stückig. Um den Mahlgrad einzustellen, wird die Schraube auf dem Kopf der Pfeffermühle gedreht. Die Stellschraube bleibt dabei fest auf dem Gewinde.

Um die Pfeffermühle zu befüllen, dreht man den Drehknopf heraus, entfernt den Kopf und füllt die Körner oben ein. Aufgrund der schlanken Form kann einiges danebengehen. Allerdings wiegt die Mühle auch lediglich 275 Gramm, ist handlich und lässt sich mit geringem Kraftaufwand benutzen. Die Füllmenge beträgt 40 Gramm.

Die Peugeot Clermont ist bruchfest und Flecken kann man ganz einfach mit einem feuchten Tuch entfernen. Auf das Mahlwerk gibt der Hersteller 25 Jahre Garantie, sowie eine Garantie von fünf Jahren auf das gesamte Produkt.

Design-Favorit: Ikea Intressant

Design-Favorit

Ikea Intressant

Test Für richtige Würze: Ikea Intressant
Viel Stil für wenig Geld: Unser Design-Favorit zieht am Tisch die Blicke auf sich und erfüllt seinen Job auf allen Mahlstufen.

Die Intressant von Ikea besteht aus Akazienholz. Das Keramik-Mahlwerk liefert feinen Pfeffer auf der kleinsten, und stückigen Pfeffer auf der größten Mahlstufe. Die kegelförmige Pfeffermühle ist minimalistisch, handlich und ist zu einem günstigen Preis zu haben. Minimalistisch ist aber auch die Bedienungsanleitung ausgefallen.

Zum Nachfüllen muss der Kopf mit einigem Kraftaufwand entfernt werden. Die Füllmenge beträgt 45 Gramm. Das Innenmaterial ist weniger hochwertig: Mahlwerk-Einsatz, sowie Drehknopf der Ikea Intressant sind aus Plastik. Der Drehknopf lässt sich ein wenig mühsam bewegen und fällt auf der höchsten Mahlstufe leicht heraus.

Klein & Solide: WMF Mini Gewürzmühle

Klein & Solide

WMF Mini Gewürzmühle

Für die richtige Würze Test: Wmf Mini Gewürzmühle E1598433816402
Die nur elf Zentimeter große Mühle mahlt solide, lässt sich leicht verstauen und sogar in der Hosentasche mitnehmen.

Die Mini Gewürzmühle von WMF mahlt sehr ergiebig, allerdings nur in feiner und mittelfeiner Stufe. In der gröbsten Mahlstufe fällt der Drehknopf aus Plastik unten an der Pfeffermühle ab. Es ist auch nicht klar, in welche Richtung gedreht werden muss. Die Mini-Mühle nimmt wenig Platz ein und passt auch in die Hosentasche. Einen Deckel hat sie allerdings nicht.

Die Mini Gewürzmühle besteht aus transparentem Akrylglas und Edelstahl. So kann man erkennen, wenn man Pfeffer nachfüllen muss. Das ist aufgrund der kleinen Größe etwas umständlich. Die Füllmenge ist 15 Gramm, sodass der Pfeffer in der Mühle sein Aroma nicht verliert. WMF gibt auf das Keramikmahlwerk zehn Jahre Garantie.

Was gibt es sonst noch?

Das Adhoc Pfeffer- und Salzmühlenset Twin MP125 fällt mit seinem hippen Design sofort ins Auge. Die Mühlen aus Kunststoff fassen 80 Gramm. In feiner bis mittelgrober Körnung lässt sich der Pfeffer mit wenig Kraftaufwand mahlen. Will man die gröbste Mahlstufe einstellen, fällt vorher der Drehknopf ab. Die Pfeffermühle ist mit einem Holzdeckel versehen, dadurch krümelt sie nicht.

Die Le Creuset Pfeffermühle überzeugt optisch in orangenrot. Auf unterschiedliche Körnungen muss man allerdings verzichten, der Pfeffer wird weder richtig fein, noch richtig stückig. Die Mühle lässt sich aber einfach bedienen und befüllen. Die lackierte Oberfläche lässt sich leicht abwischen. Auf das Mahlwerk aus Keramik gibt Le Creuset zehn Jahre Garantie.

Bei der Trend Pfeffermühle von WMF liegt das Mahlwerk aus Keramik im Kopf, dadurch werden Krümel vermieden. Durch den Glasbehälter kann man sehen, wann die Füllmenge von 60 Gramm aufgebraucht ist, er ist jedoch nicht bruchsicher. Über ein Plastik-Rädchen wird der Mahlgrad eingestellt. Allerdings mahlt die Mühle den Pfeffer nicht pulverfein und auch nicht richtig stückig. Der Plastikdeckel fungiert zusätzlich als Dosierhilfe und auf das Mahlwerk gibt es zehn Jahre Garantie.

In der Rummershof Salz-Pfeffer-Kombi bringt man Pfeffer und Salz in derselben Mühle unter. Diese besteht aus Akrylglas und Edelstahl. Über die Plastik-Drehschraube wird die Mahlstufe eingestellt. Das Ergebnis kann sich mit pulverfeinem und grob gemörsertem Pfeffer sehen lassen. Die Deckel auf beiden Seiten der Mühle sitzen recht locker. Die Füllmenge ist mit 25 Gramm gering, es können aber auch beide Seiten der Mühle mit Pfeffer befüllt werden.

Die Ikea 365+ Ihärdig ist die günstigste Pfeffermühle im Test. Obwohl der Pfeffer nicht wirklich pulverfein gemahlen wird, liefert die Mühle doch ein ordentliches Ergebnis. Der schwarze Plastikknopf sieht allerdings etwas klobig aus. Der transparente Glasbauch fasst 85 Gramm Pfeffer. Die Hülle des Plastikdeckels lässt sich zum Drehen der Mahlrad-Stellschraube abnehmen.

Wissenswertes über Pfeffermühlen

Pfeffermühlen gibt es in diversen Formen und Größen, zu unterschiedlichen Preisen und mit verschiedenen Mahlwerken. Das Kegelmahlwerk ist das Herzstück der Mühle. Am zuverlässigsten sind Mahlwerke aus Keramik oder Stahl. Reine Plastikmahlwerke sind nicht zu empfehlen. Stahl-Mahlwerke sind robust, eignen sich aber nur zum Mahlen von Pfeffer. Mit Mahlwerken aus Keramik können auch andere Gewürze wie zum Beispiel Salz gemahlen werden. Wer aber die Lebensdauer seiner Pfeffermühle verlängern möchte, sollte auch mit einem Keramik-Mahlwerk nur Pfeffer mahlen. Rosa Pfeffer sollte man lieber nicht pur mahlen, da die enthaltene Feuchtigkeit das Mahlwerk erodieren und verkleben kann.

Pfeffer sollte nicht direkt über dem Kochtopf gemahlen werden, da sonst Feuchtigkeit in die Mühle gerät. Das Mahlwerk sollte auch nie mit Wasser gespült und nicht in die Spülmaschine gesteckt werden. Ist das Mahlwerk einmal verklebt, kann man die Pfeffermühle mit Reis füllen, der die Feuchtigkeit bindet.

Pfeffer sollte übrigens nicht nur vor Feuchtigkeit, sondern auch vor Luft und Licht geschützt werden, damit kein Aroma verloren geht. Dafür bieten sich lichtundurchlässige Gehäuse an. Bei Mühlen aus Glas oder durchsichtigen Kunststoff kann man dagegen erkennen, wann nachgefüllt werden muss. Mühlen sollten nur mit so viel Pfeffer befüllt werden, wie innerhalb weniger Wochen verbraucht wird, damit die Pfefferqualität erhalten bleibt.

So haben wir getestet

Insgesamt wurden 15 Pfeffermühlen zwischen 5 und 70 Euro getestet. Davon hatten zwölf Pfeffermühlen ein Keramik- und drei ein Stahl-Mahlwerk. Das Hauptaugenmerk lag auf den Ergebnissen der unterschiedlichen Mahlstufen. Hier mahlten nicht alle Testmodelle den Pfeffer fein oder stückig. Die Pfeffermühlen wurden mehrere Wochen mit schwarzen Pfefferkörnern getestet. Neben dem Mahlergebnis waren auch Gewicht, Füllmenge, Handhabung, Optik und der Aufwand beim Nachfüllen entscheidend.

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