Auf das Gramm genau Test: Küchenwaage

Küchenwaagen im Test : Auf das Gramm genau

Update 01.07.2021

Wir haben 38 Küchenwaagen getestet. Unsere Empfehlungen sind leicht, solide gebaut und konnten mit guten Ergebnissen beim Wiegen überzeugen. Ob schlicht oder modern, schon für einen kleinen Preis finden sich qualitativ hochwertige Produkte.

Update 1. Juli 2021

Wir haben weitere Küchenwaagen getestet. Eine neue Empfehlung ist die Jooheli- Küchenwaage.

2. Oktober 2020

Der Test acht neuer Küchenwaagen brachte uns eine neue Empfehlung: Die Mommed V2019.

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Ibrahim Altiparmak
hat als Technik-Redakteur unter anderem für das Computermagazin CHIP geschrieben. Er schreibt vor bevorzugt über die Themen PC, Smartphone, Tablet und Smart Home.

Die Küchenwaage ist ein grundlegendes Küchenutensil und darf in keiner Küche fehlen. Dank ihr kann jede Zutat präzise abgewogen werden. Das ist nicht nur für Rezepte hilfreich: Wenn Sie sich sportlich betätigen oder weniger Kalorien zu sich nehmen möchten, ist es gut zu wissen, was das exakte Gewicht einer Zutat oder eines Gerichts ist.

Ein Gramm Mehl oder Zucker mehr oder weniger ist beim Backen oder Kochen zwar recht unwichtig, trotzdem war es natürlich einer unserer Testkriterien, wie genau die Küchenwaagen sind. Dazu haben wir alle Produkte mit Eichgewichten überprüft.

Küchenwaagen gibt es in allen Preisklassen. Wir haben 38 Waagen getestet und es hat sich gezeigt, dass die teureren Geräte nicht immer die Besten sind.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
ÜberzeugendAllrounderAls Paketwaage geeignetDuale StromversorgungÜberraschend gut
Test Küchenwaage: WETech Digitale KüchenwaageTest  Küchenwaage: Mommed KüchenwaageTest  Küchenwaage: Söhnle Page ProfiTest: Jooheli Digitale KüchenwaageTest  Küchenwaage: Chwares Digital Küchenwaage
Modell Adoric Küchenwaage Mommed Küchenwaage V2019 Soehnle Page Profi Jooheli Digitale Küchenwaage CHwares Digital Küchenwaage
Pro
  • Zeitloses Design
  • Gute Ergebnisse beim Wiegen
  • Sehr guter Preis
  • Sehr schnelle Reaktionszeit
  • Schnelle Reaktionszeit
  • Hohe Wiegekapazität
  • Leicht zu reinigen
  • Schönes Design
  • Hohe Wiegkapazität
  • Solide verarbeitet
  • Sehr große Stellfläche
  • Funktioniert mit Batterien und Akku
  • Wasserdicht
  • Touch-Bedienung
  • Akku-betrieben
  • Wiegt sehr präzise
  • Kann Kleinstmengen im Zehntelgramm-Bereich wiegen
  • Passt selbst in eine Jackentasche
Contra
  • Tastenbeschriftung nur bei gutem Licht lesbar
  • Etwas teurer
  • Anleitung schlecht übersetzt
  • Recht teuer
  • Als reine Küchenwaage etwas groß
  • Schwer
  • Plastik an der Unterseite nicht besonders hochwertig
  • Wirkt nicht hochwertig
  • Anleitung nur in Englisch und Chinesisch
  • Als reine Küchenwaage zu klein
Bester Preis
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Überzeugend: Adoric Küchenwaage

Überzeugend

Adoric Küchenwaage

Test Küchenwaage: WETech Digitale Küchenwaage
Eine günstige Waage, an der wir fast nichts auszusetzen hatten.

von 974 Lesern gekauft

Die Adoric Küchenwaage kann rundherum überzeugen. Die Verarbeitung ist gut, die Reaktionszeit schnell und die Messergebnisse genau. Wie schnell die Adoric-Waage wiegen und zuverlässig Ergebnisse anzeigen kann, hat uns im Test sehr beeindruckt. Außerdem ist sie schön handlich, bietet aber auch genügend Fläche zum Wiegen.

Das schlichte Design und die Edelstahloberfläche finden wir ansprechend und anders als andere getestete Waagen war das Gerät von Adoric kein Magnet für unschöne Fingerabdrücke. Die Verarbeitung gefiel uns, die Waage ist leicht, die Knöpfe haben einen guten Druckpunkt und reagieren flott. Die gummierten Standfüße erlauben den Einsatz auf allen Oberflächen.

Unsere Testsiegerin sieht schick aus und hat ein gut ablesbares und beleuchtetes Display.
Die Adoric ist schlicht, leicht und hat sogar ein beleuchtetes Display zu bieten.

Das Display der Adoric-Waage hat eine Hintergrundbeleuchtung, was uns sehr gefällt. Selbst deutlich teurere Waagen verzichten oft auf eine Beleuchtung. Die Anzeige ist ausreichend groß und die Ergebnisse sind gut lesbar. Zur Bedienung gibt es rechts und links vom Display zwei Knöpfe, eine Ein- und Aus-Taste mit Tara-Funktion und einen Schalter zur Umstellung der Einheiten.

Lediglich die Tastenbeschriftung hat uns nicht überzeugt, wir hätten uns eine Beleuchtung oder größere Beschriftung gewünscht. Denn bei wenig Licht kann man sie teilweise nicht lesen. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau, man merkt sich nach einer Weile die Tasten sowieso.

Unser kleinstes Testgewicht (1 Gramm) zu wiegen, schaffte die ansonsten gute Adoric-Waage nicht. Daran sind jedoch fast alle von uns getesteten Geräte gescheitert. Die meisten Waagen zeigen Gewichte ab fünf Gramm an, das ist in der Regel genau genug. Bis zu einem halben Kilo war die Adoric Küchenwaage dafür stets auf das Gramm genau.

Allrounder: Mommed Küchenwaage

Allrounder

Mommed Küchenwaage V2019

Test  Küchenwaage: Mommed Küchenwaage
Ein durchdachtes Gerät, das keine Schwächen aufweist, aber etwas mehr kostet.

Die Mommed-Küchenwaage hat ebenfalls überzeugt. Sie ist ein kompakter Allrounder mit präzisen Messergebnissen und schafft es, ein Gewicht bis zu 15 Kilogramm zu wiegen – das ist für eine Waage dieser Größe extrem selten. Einzig ihr verhältnismäßig hoher Preis ist zu bemängeln.

Die Messergebnisse weichen maximal um ein oder zwei Gramm ab und werden schnell angezeigt. Die Waage ist gut und robust verarbeitet und nichts klappert.

Das Gerät ist durch die vor der Wiegefläche platzierten Knöpfe gut zu bedienen. Vier Gummifüße halten die Waage an Ort und Stelle und die Knöpfe haben einen guten Druckpunkt. Das Display ist beleuchtet und schön groß – leider noch immer kein Standard bei den Herstellern.

Die Glas-Oberfläche der Mommed-Küchenwaage wirkt schick, ist wenig anfällig für Kratzer und schnell zu reinigen. Schmutz kann kaum ins Gehäuse dringen, da der Abstand zwischen Gehäuse und Wiegefläche sehr gering gehalten ist und die Glas-Oberfläche die ganze obere Fläche bedeckt.

Was wir zu bemängeln haben, ist die Anleitung: Sie ist schlecht übersetzt und liefert wenig sinnvolle Informationen. Allerdings lassen sich Küchenwaagen recht intuitiv und auch ohne Anleitung bedienen.

Als Paketwaage geeignet: Soehnle Page Profi

Als Paketwaage geeignet

Soehnle Page Profi

Test  Küchenwaage: Söhnle Page Profi
Wenn Sie hin und wieder auch Pakete oder mehr als 5 Kilo wiegen möchten, ist die Soehnle genau das Richtige.

Sie möchten eine Küchenwaage haben, aber die Waage auch von Zeit zu Zeit als Paketwaage nutzen? Der richtige Kandidat dafür ist der Page Profi von Soehnle mit seiner Tragkraft von bis zu 15 Kilogramm. Die Verarbeitung ist hochwertig, auch die Ergebnisse beim Wiegen sind gut. Anzumerken ist, dass die Waage von Soehnle nicht gerade klein ist. Doch das ergibt Sinn, wenn sie auch als Paketwaage eingesetzt wird.

Die Soehnle Page Profi ist gut verarbeitet und hat ein schönes Design. Soehnle-typisch gibt es rechts und links Touch-Buttons neben dem Display. Das Display ist gut, aber leider nicht beleuchtet. Ungewöhnlich finden wir die Platzierung des Knopfs zum Auswählen der Maßeinheit. Den finden Sie auf der Gehäuse-Rückseite. Die Messergebnisse waren in unserem Test ebenfalls zufriedenstellend, die Reaktionszeit hätte aber etwas besser sein können.

Die Söhnle 67080 ist groß, dafür wiegt sie bis zu 15 Kilogramm.
Die Page Profi von Soehnle ist nicht die kleinste Waage, dafür kann sie aber schwerere Gewichte wiegen als die Konkurrenz.

Interessant und durchdacht ist die Hold-Funktion der Soehnle Page Profi: Große Pakete können leicht die Anzeige verdecken. Damit Sie aber das Messergebnis trotzdem ablesen können, betätigen Sie den Hold-Button. Anschließend kann das Paket runtergenommen werden, ohne dass das Messergebnis verschwindet.

Der Vorteil der Küchenwaage ist aber auch sein Nachteil. Mit 26 mal 20 Zentimetern ist die Waage nicht gerade kompakt und mit fast einem Kilogramm zudem relativ schwer. Wer eine kleine schicke Waage sucht, sollte lieber zu einer der anderen Empfehlungen greifen.

Duale Stromversorgung: Jooheli Digitale Küchenwaage

Duale Stromversorgung

Jooheli Digitale Küchenwaage

Test: Jooheli Digitale Küchenwaage
Die Jooheli Küchenwaage bezieht ihren Strom entweder aus Batterien, oder aus dem internen Akku, der via USB aufgeladen wird.

Die Jooheli- Küchenwaage ist zwar nicht besonders leicht, dafür überzeugt sie aber mit ihrem ausgeklügelten Stromkonzept, einer gelungenen Handhabung und sehr präzisen Messwerten.

Zugegeben, beim Hochfahren ist die Jooheli-Küchenwaage nicht die Schnellste. Dann aber gefällt sie mit ihrem guten Gesamtpaket bestehend aus einem Display, das man hervorragend ablesen kann, sehr genauen Messergebnissen und Touch-Bedienflächen, wie man sie sich besser nicht wünschen kann. Sie reagieren nämlich extrem präzise und schnell – so, wie berührungsempfindliche Oberflächen eben reagieren sollten.

Das kontrastreiche Display der Waage gefällt zudem aufgrund seiner übersichtlichen und aufgeräumten Art der Zahlendarstellung, selbst seitlich betrachtet kann man so noch gut ablesen.

Ihren Strom bezieht die Küchenwaage aus zwei unterschiedlichen Quellen, denn neben der »klassischen« Stromversorgung durch Batterien ist mit dem internen Akku auch eine nachhaltige Alternative mit an Bord, die man einfach aufladen kann. Das passende Ladekabel ist im Lieferumfang enthalten.

Weil die Jooheli-Küchenwaage wegen ihrer glatten Oberfläche auch recht leicht zu reinigen ist, macht sie wohl in so ziemlich jeder Küche eine gute Figur.

Überraschend gut: CHwares Digital-Küchenwaage

Überraschend gut

CHwares Digital Küchenwaage

Test  Küchenwaage: Chwares Digital Küchenwaage
Wer hin und wieder geringe Mengen messen möchte, wird mit dieser kompakten Waage glücklich.

Die zweite batterielose Waage in unserem Test ist die Digital-Küchenwaage von CHwares. Das Gerät besitzt kein Dynamo oder Ähnliches, sondern einen Akku, der mithilfe eines Micro-USB-Kabels aufgeladen werden kann. Die leichte Küchenwaage ist ein gutes Beispiel dafür, weshalb man ein Produkt testen und nicht gleich nach dem ersten Eindruck urteilen sollte.

Nachdem wir die CHwares-Waage ausgepackt haben, waren wir überrascht. Das Produkt wird zwar als Küchenwaage beworben, dem äußeren Anschein nach zu urteilen, handelt es sich aber eher um eine Feinwaage. Außerdem wirkte sie nicht sonderlich hochwertig. Wir dachten also tatsächlich darüber nach, ob diese Waage überhaupt in unsere Testreihe passt.

Die Verpackung oder die Bedienungsanleitung ermutigten uns auch nicht gerade, die kleine Waage zu testen. Die Wiegeoberfläche selber ist zwar aus Edelstahl, doch die restliche Oberfläche besteht aus gewöhnlichem Plastik. Eine Anleitung auf Deutsch gibt es nicht, nur Chinesisch und Englisch stehen zur Auswahl. Die Anleitung ist, genau wie das Gerät selber, winzig.

Wir waren dann aber doch neugierig und fragten uns, ob die Waage denn überhaupt funktioniert – zum Glück. Denn die kleine Waage schaffte wirklich alle beworbenen Funktionen.

Die Digitalwaage ist die genaueste Waage im Test und kann Mengen bis auf das Zehntelgramm genau anzeigen. Sie reagiert flott und die Anzeige ist beleuchtet. Eine Tara-Funktion hat sie ebenfalls und als einzige Waage im Test besitzt sie eine Funktion zur Stückzahl-Ermittlung. Gut: Sie können die Waage neu kalibrieren, wenn sie nicht mehr so genau ist. Das Gerät kann trotz des Fokus auf Kleinstmengen bis zu 3 kg abwiegen und eignet sich in dieser Hinsicht als vollwertige Küchenwaage.

Mit ihren kompakten Abmessungen eignet sich die Digital-Küchenwaage auch als Taschenwaage und ist ein echter Allrounder. Wer hin und wieder kleinere Mengen und gelegentlich auch größere Mengen wiegen möchte, sollte hier zugreifen.

Was gibt es sonst noch?

Caso setzt mit seiner Energy Design Küchenwaage auf ein innovatives Design und das verdient Lob: die Waage kommt komplett ohne Batterien aus und wird mit einem Dynamo betrieben. Dieser ist mit einem Drehknopf rechts vom Display angebracht. Möchten Sie eine Zutat wiegen, drehen Sie den Knopf und schon wird das Gerät mit Energie versorgt. Durch den Wegfall des An- und Ausschalters gibt es nur einen kleinen Knopf zum Tarieren. Das verleiht der Caso-Waage ein schickes und sauberes Äußeres. Dass das Display nicht beleuchtet ist, können wir nachvollziehen. Worüber wir nicht hinwegsehen können, ist die Verarbeitung. Die ist eigentlich ziemlich gut, aber nicht überall. Der Drehknopf wurde zu wackelig implementiert.

Mit Eichgewichten haben wir die Messgenauigkeit aller Waagen überprüft.
Die Messgenauigkeit haben wir mithilfe von geeichten Gewichten ermittelt.

Neuer heißt nicht immer besser. Der Nachfolger unserer Empfehlung, die Adoric V2019, ist zwar nicht schlechter als ihr Vorgänger, aber eben auch nicht besser. Das Gehäuse ist lediglich flacher und es gibt ein Loch zum Aufhängen. Auf der Wiegefläche sind bei diesem Modell mehr Abdrücke zu sehen und kratzfest ist sie auch nicht.

Der Breuer KS 34 ist die Abstammung von einem Markenhersteller sofort anzumerken: Sie hat eine schicke Glasoberfläche mit schwarzem Gehäuse und das Display ist im ausgeschalteten Zustand nicht zu sehen. Mit bis zu fünf Gramm hatte sie aber Probleme und die Taste zur Wahl der Einheit auf der Unterseite fanden wir auch nicht ganz schlüssig.

Die Salter 1035 hat eine gute Verarbeitung, wird aber leider mit Knopfzellen-Batterie betrieben, was nicht gerade praktisch ist. Dafür ist die Waage sehr flach. Das Display ist nicht beleuchtet, was wir für den etwas höheren Preis erwartet hätten. Sie liefert aber dennoch präzise Angaben.

Die Soehnle Löffelwaage fanden wir ein interessantes Konzept, das uns aber in der Praxis überhaupt nicht überzeugte. Zwar war sie die einzige Waage neben der CHwares Digitalwaage im Test, die sogar Zehntel-Gramm anzeigte. Da das Gerät eine Handwaage ist, ergibt das Konzept jedoch keinen Sinn. Je nach Winkel und Handhabung ändert sich Ergebnis. Wenn wir die Waage jedoch stationär betreiben müssen, um konsistente Ergebnisse zu erhalten, gibt es bessere Alternativen.

Wissenswertes über Küchenwaagen

Die Messgenauigkeit sollte Ihre Kaufentscheidung nicht sonderlich beeinflussen, wenn Sie nur kochen oder backen möchten. Wie unser Test gezeigt hat, unterscheidet sich die Genauigkeit nur marginal. Es gibt aber andere Punkte, auf die Sie achten sollten. Eine Aspekt ist etwa, ob und mit welchen Batterien die Waagen betrieben werden. Günstigere und ältere Geräte werden mit Knopfzellen betrieben. Diese Batterien sind nicht lange haltbar, schwerer zu beschaffen und liefern weniger Laufzeit. Ein anderer Punkt ist, ob die Waage sich gut reinigen lässt. Oft gibt es einen Spalt zwischen Gehäuse und Wiegeteller oder bei den Knöpfen, worin sich Schmutz ansammeln kann, den man dann nur sehr schwer wieder entfernt bekommt.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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