Zerkleinerer Test: Kenwood Ch580 Aufmacher Zerkleinerer

Zerkleinerer im Test : Kleine Kraftpakete

Update 28.07.2021

Gemüse kleinschneiden dauert lange und kann nerven, vor allem bei Zwiebeln geht es kaum ohne Tränen. Eine deutliche Erleichterung bieten daher Zerkleinerer, die die Arbeit schneller und vor allem gleichmäßig erledigen. Wir haben 41 Modelle getestet.

Update 28. Juli 2021

Wir haben zwölf weitere Zerkleinerer getestet. Der Arendo Chopper, der Rommelsbacher MZ 500, der Severin KM 3865 und der manuelle Gefu Speedwing sind neue Empfehlungen.

Doreen Menz
testet mit Leidenschaft Produkte aus den verschiedensten Bereichen. Als Hobbyköchin und Gamerin interessiert sie sich nicht nur für Computer und Küchengeräte, sondern auch für Haushaltsgeräte und Gesundheitsthemen.

Wer zum Gemüse-Schneiden keine Universal-Küchenmaschine benutzen möchte, sollte über einen Zerkleinerer nachdenken, denn die sind kleiner, kompakter und dabei auch schnell und einfach zusammenzubauen. Vor allem aber günstiger.

Unsere Testkandidaten hatten Preise zwischen 13 und 70 Euro, wir haben sowohl elektrische als auch manuelle Zerkleinerer getestet. Preislich gibt es da kaum Unterschiede, manuelle Zerkleinerer haben aber mit Käse eher ein Problem. Elektrische Geräte funktionieren besser, daher würden wir sie eher empfehlen.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Rundum gelungenGutes GesamtpaketLeise & schnellViel ZubehörOhne Strom
Test: Arendo ChopperTest  Zerkleinerer: Kenwood CH580Test: Rommelsbacher Mz 500Test: Severin Km 3865Test: Gefu 13600 Speedwing
Modell Arendo Chopper Kenwood CH580 Rommelsbacher MZ 500 Severin KM 3865 Gefu 13600 Speedwing
Pro
  • Große Messer
  • Glasschüssel
  • Langes Kabel
  • Große Füllmenge
  • Gute Ergebnisse
  • Guter Preis
  • Viel Power
  • Guter Preis
  • Gute Ergebnisse
  • Glasschüssel
  • Große Messer
  • Große Füllmenge
  • Langes Kabel
  • Leise
  • Viel Power
  • Viel Zubehör
  • Langes Kabel
  • Schnell
  • Feine Ergebnisse
  • Guter Preis
  • Schnell
  • Gute Ergebnisse
Contra
  • Kleine Füllmenge
  • Kleine Füllmenge
Bester Preis
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Rundum gelungen: Arendo Chopper

Rundum gelungen

Arendo Chopper

Test: Arendo Chopper
Der Arendo hat eine große Glasschüssel und zerkleinert alle Zutaten schnell und effektiv.

Der Arendo Chopper hat ein tolles Gesamtpaket zu einem guten Preis zu bieten: Die Zutaten werden sorgfältig und schnell in eine Glasschüssel zerkleinert. Über zwei Tasten auf der Motoreinheit können die beiden Geschwindigkeitsstufen ausgewählt werden. Auch der Bedienkomfort gefällt.

In die Glasschüssel passen ganze 1,5 Liter hinein. Die Lebensmittel werden hier mit vier großen Messern aus Edelstahl zerkleinert. Der Chopper ist zudem mit einem langen Stromkabel ausgestattet. Auch im Praxistest konnte der Zerkleinerer überzeugen: Auf der unteren Stufe wurde Zwiebeln verarbeitet, auf der hohen Möhren, Nüsse und Parmesan.

In drei Sekunden waren die Möhren zur vollsten Zufriedenheit klein gehackt. Die Nüsse waren in fünf Sekunden fein gemahlen, der Käse brauchte eine Sekunde weniger. Die Zwiebel waren nach drei Sekunden zwar teils nicht vollkommen gleichmäßig gehackt, trotzdem war das Ergebnis okay.

Insgesamt handelt es sich bei dem Arendo Chopper um einen tollen Zerkleinerer, der keinen Grund zur Kritik liefert. Zu einem guten Preis erhält man hier ein zuverlässigen Zerkleinerer mit großer Glasschüssel und einem langen Kabel.

Gutes Gesamtpaket: Kenwood CH580

Gutes Gesamtpaket

Kenwood CH580

Test  Zerkleinerer: Kenwood CH580
Hier passt alles: Bedienung, Leistung und Reinigungseigenschaften ergeben beim CH 580 ein stimmiges Gesamtbild. Zudem hat er viel Power.

Der Kenwood CH580 überzeugt uns vor allem mir der leichten Handhabung. 500 Watt reichen selbst für harte Zutaten, die werden dann gründlich und schnell zerkleinert. Mit 30 Euro kann sich der Preis auch sehen lassen. Wir sind begeistert.

Der Kenwood zeichnet sich optisch vor allem durch den Motorblock in weiß und grau aus, der wird auf Behälter und Messereinheit von oben aufgesetzt und ist angenehm schwer. Zum Zerkleinern drückt man die graue Taste, das geht leicht. Auch die beiden Leistungsstufen gefallen uns, wobei Stufe zwei einfach durch mehr Druck ausgewählt wird.

Auch die Reinigung geht einfach, denn die Messereinheit kann in zwei Teile getrennt werden, so bekommt man alles gut sauber. Der Deckel vom Behälter ist ebenfalls abnehmbar und auch der Gummiring für die Rutschfestigkeit kann entfernt werden. Dennoch sitzt er gut am Zerkleinerer.

Wir haben Zwiebeln, Haselnüsse, Karotten und Hartkäse zerkleinert, das hat gut geklappt. Für die Zwiebeln brauchte das Gerät drei Sekunden, sogar für die Haselnüsse nur vier, da merkt man die Leistung von 500 Watt. Hinein passt ein halber Liter, das sollte für fast alles ausreichend sein.

Bei den Karotten hat sich ein Stück verklemmt, das mussten wir dann erstmal lösen, passieren kann das aber bei jedem Gerät. Beim Hartkäse hat der Kenwood dank harter Stellen am Käserand kapituliert, das haben aber auch die anderen Testgeräte. Dennoch schaffte er den Käse besser als andere Geräte.

Wir finden ihn toll, denn er lässt sich leicht reinigen und bringt gute Leistung für wenig Geld. Er wirkt langlebig und schafft auch harte Lebensmittel.

Leise & schnell: Rommelsbacher MZ 500

Leise & schnell

Rommelsbacher MZ 500

Test: Rommelsbacher Mz 500
Der Rommelsbacher ist ein super Zerkleinerer, der schnell und vor allem vergleichsweise leise arbeitet.

Der Rommelsbacher MZ 500 arbeitet nicht nur vergleichsweise leise, sondern hat auch noch weitere Vorteile zu bieten. Der große Glasbehälter fasst 1,5 Liter, zudem gibt es vier große Edelstahlklingen und ein langes Stromkabel. Per Druck auf den Kopf des Motorblocks kann der Zerkleinerer einfach bedient werden.

Das Gerät arbeitet nicht nur leise, sondern mit seiner Leistung von 500 Watt auch schnell: Gerade mal drei Sekunden brauchte das Gerät für die Möhre, für die Nüsse fünf. Die Zwiebel waren sogar in nur zwei Sekunden fertig verarbeitet. Nur der Parmesan brauchte mit neun Sekunden ein bisschen länger.

Der Zerkleinerer von Rommelsbacher hat eine tolle Verarbeitung und eine einfache Bedienung. Dass es keine zwei Stufen gibt, finden wir nicht weiter schlimm. Das Gerät ist etwas teurer als die meisten Modelle, doch der Aufpreis lohnt sich.

Der MZ 500 ist ein qualitativer, toller Zerkleinerer mit langem Kabel und großem Glasbehälter, der schnell und vor allem leise arbeitet.

Viel Zubehör: Severin KM 3865

Viel Zubehör

Severin KM 3865

Test: Severin Km 3865
Der Severin ist wertig und bringt viel Zubehör mit. Außerdem kann man sehr schnell sehr feine Ergebnisse erzielen.

Der Severin KM 3865 bietet zwar nicht größte Füllmenge, er hackt die Zutaten dafür richtig fein und arbeitet dabei präzise und schnell. Zudem gibt es hier einiges an Zubehör zu bieten: Raspelaufsatz, -messer, -scheibe, einen Stopfer und eine Emulgierscheibe um beispielsweise Mayonnaise herzustellen.

Verglichen mit dem Mixbehälter ist die Motoreinheit recht massiv und der Severin dadurch recht schwer und klobig. Im Praxistest zerkleinerte er die Möhre in nur zwei Sekunden, was der Spitzenwert im Update 06/2021 ist. Auch bei den anderen Zutaten ist er der schnellste: Auch die Zwiebeln waren in zwei Sekunden fertig gehackt, die Nüsse in drei und der Parmesan in vier Sekunden.

Der Severin fasst zwar lediglich 500 Milliliter, bietet dafür aber besonders feine Ergebnisse. Das Modell hat ebenfalls eine langes Kabel zu bieten und ist mit üppigem Zubehör für einen sehr günstigen Preis zu haben.

Bei dem Severin KM 3865 handelt es sich um ein Gerät, dass sehr schnell besonders feine hackt und dazu noch viel Zubehör zu einem fairen Preis zu bieten hat.

Ohne Strom: Gefu 13600 Speedwing

Ohne Strom

Gefu 13600 Speedwing

Test: Gefu 13600 Speedwing
Der kleine manuelle Zerkleinerer von Gefu ist toll verarbeitet und verrichtet die Arbeit fix und gründlich.

Ein Zerkleinerer, der keinen Strom benötigt, ist der Gefu Speedwing. Er zerkleinert schnell und gründlich und hat zudem eine gute Verarbeitung.

An dem Gerät gibt es nicht wirklich viel zu kritisieren. Er arbeitet zwar recht laut, dass trifft aber auf fast alle manuellen Zerkleinerer zu. Das Zerkleinern geht dafür richtig schnell. Wer nur wenig Geld ausgeben möchte oder lieber einen manuelles Gerät haben möchte, ist bei dem Gefu an der richtigen Adresse.

Möhren und Haselnüsse wurden in rund acht Sekunden schön fein geraspelt. Nach rund 15 Sekunden war der Parmesan zwar noch etwas grob, aber in Ordnung. Die Zwiebeln hat der Gefu in fünf Sekunden zerkleinert.

Unterm Strich ist der Gefu Speedwing ein tolles manuelles Gerät, das günstig ist und seine Aufgabe sehr gut erledigt.

Was gibt es sonst noch?

Genau wie sein großer Bruder bringt der Rommelsbacher MZ 400 eine super Leistung mit. Das Fassungsvermögen ist hier allerdings ein wenig kleiner und die Lebensmittel werden einen Tick langsamer zerkleinert. Die Möhren waren in vier Sekunden, der Parmesan in zwölf Sekunden, die Nüsse in zehn und die Zwiebeln in drei Sekunden klein. Dabei erledigte der MZ 400 seine Aufgabe recht leise.

Liebhaber vom Retro-Look werden vom Kitchen Aid begeistert sein. Sowohl das Design, als auch die Qualität und die Leistung können sich sehen lassen. Das Gerät bietet nur 240 Watt, aber es schafft auch Nüsse und Käse problemlos. Hier gibt es ebenfalls zwei Geschwindigkeitsstufen und zwei Edelstahlklingen. Praktisch ist die Eintropfmulde, die sich z. B. für Öl eignet, wenn es gleichmäßig verteilt werden und mitverarbeitet werden soll. Kaffeebohnen sollen bei allen Geräten nicht zerkleinert werden, harte Gewürze ebenso wenig, das würde nur das Kunststoffgehäuse beschädigen. Einziger Kritikpunkt: das Kabel ist ein wenig zu kurz und mit 70 Euro macht man hier auch kein Schnäppchen.

Auf den ersten Blick wirkt der Bosch MMR08 klapprig und zu leicht, Zerkleinern kann er aber gut und flott. Der Aufsatz liegt gut in der Hand und es gibt eine Halterung für das Kabel. Die Lautstärke liegt im Mittelfeld. Der Behälter fasst 800 Milliliter und auch der Preis ist in Ordnung. Auch wenn die Zwiebel am Rand festklebt, die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Möhren waren ebenfalls kein Problem. Käse und Nüsse brauchen etwas länger, aber die wollten wir auch besonders fein. Auch hier gab es keine Probleme, allerdings erreichten wir bei der Lautstärke hier Werte bis zu 70 Dezibel.

Vier Edelstahlmesser und auch ein schönes Gehäuse aus Edelstahl plus Kunststoffbehälter, BPA-frei, liefert der Grundig 7680 Delisia. Eine Anti-Rutsch-Unterlage sorgt dafür, dass er auch an seinem Platz stehen bleibt, wenn es beim Zerkleinern etwas härter zugeht. Der Zerkleinerer verfügt über zwei Geschwindigkeitsstufen. Allerdings ist Stufe eins oft nicht stark genug und schafft keine harten Zutaten. Andere Geräte hacken die Zutaten bei Stufe zwei dann aber zu fein oder breiig, der Grundig nicht. Der Behälter fasst 500 Milliliter und das Gerät bietet 500 Watt Leistung, für kleinere Mengen reicht das Gerät damit aus, ansonsten muss man mehrmals zerkleinern.

Ein guter handbetriebener Zerkleinerer ist der Fissler Finecut. Der Behälter fasst 900 Milliliter, er ist hochwertig verarbeitet und auch die Messer wirken solide. Den Käse hätten wir uns etwas feiner gewünscht und auch die Nüsse waren teils recht grob. Bei einem handbetriebenen Gerät muss man einiges an Kraft aufbringen. Wen das nicht stört, der bekommt hier aber ein solides Produkt.

Wissenswertes über Zerkleinerer

Nüsse, Käse, Karotten oder Zwiebeln kann man natürlich auch per Hand mit einem scharfen Messer zerkleinern. Wer das aber nicht so gut drauf hat, kann sich dafür auch einen Zerkleinerer zulegen. Damit geht es schnell und man muss vor allem nicht selbst schneiden. Bei der Reinigung sollte man aber auf die Messer aufpassen.

Besonders bei größeren Mengen Gemüse spart man so Zeit und Arbeitsaufwand. Außerdem kann so ein Zerkleinerer auch Nüsse kleinschneiden und hat auch mit Parmesan kein Problem.

Universal-Küchenmaschinen können das alles auch, aber sie sind deutlich größer und teurer.

Ein Multi-Zerkleinerer arbeitet so ähnlich wie ein Food Processor, mit einem rotierenden Messer.

Bei der Anschaffung stellt sich die Frage: elektronisch oder manuell? Viele Zerkleinerer haben einen extrem starken Motor, so viel Power bräuchte man aber gar nicht, wie wir im Test festgestellt haben, Geräte mit weniger Leistung schafften auch alles. Auch manuelle Zerkleinerer konnten uns überzeugen.

Manuelle Zerkleinerer funktionieren entweder durch Zug an einer Schnur, durch Drehen einer Kurbel oder Drücken oben am Gerät, dadurch werden die Klingen in Bewegung gesetzt. Käse allerdings schaffen sie nicht so gut, der ist zu klebrig.

Allerdings sind manuelle Geräte vor allem anstrengend und auch nicht unbedingt billiger als die elektrische Variante. Wir empfehlen daher eher ein elektrisches Gerät.

So haben wir getestet

Mit jedem Zerkleinerer haben wir Zwiebeln, Haselnüsse, Karotten und Parmesan zerkleinert und damit verschiedene Härtegrade und unterschiedliche Konsistenzen getestet.

Außerdem haben wir uns die Verarbeitung und Handhabung angesehen.

Auch die Reinigung ist wichtig, denn sie soll einfach und schnell gehen. Auch das haben wir getestet und geschaut, ob die Geräte in den Geschirrspüler dürfen.

Ein weiteres Kriterium war der Preis – ist er angemessen für die gebotene Qualität und Leistung?

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