Zerkleinerer Test: Kenwood Ch580 Aufmacher Zerkleinerer

Zerkleinerer im Test : Kleine Kraftpakete

Veröffentlicht 16.03.2020

Gemüse kleinschneiden dauert lange und kann nerven, vor allem bei Zwiebeln geht es kaum ohne Tränen. Eine deutliche Erleichterung bieten daher Zerkleinerer, die die Arbeit schneller und vor allem gleichmäßig erledigen. Wir haben 26 Modelle getestet.

Irene Wallner
ist Autorin aus München und schreibt über Beauty-Produkte, Haushaltsgeräte und Produkte für Babys und Kinder.

Wer zum Gemüse-Schneiden keine Universal-Küchenmaschine benutzen möchte, sollte über einen Zerkleinerer nachdenken, denn die sind kleiner, kompakter und dabei auch schnell und einfach zusammenzubauen. Vor allem aber günstiger.

Unsere Testkandidaten hatten Preise zwischen 13 und 70 Euro, wir haben sowohl elektrische als auch manuelle Zerkleinerer getestet. Preislich gibt es da kaum Unterschiede, manuelle Zerkleinerer haben aber mit Käse eher ein Problem. Elektrische Geräte funktionieren besser, daher würden wir sie eher empfehlen.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Gutes GesamtpaketGute LeistungRetro-DesignEinfache HandhabungSchnell
Test  Zerkleinerer: Kenwood CH580Test Zerkleinerer: Grundig 7680 DelisiaTest Zerkleinerer: Kitchen Aid Mini Food ProcessorTest  Zerkleinerer: Bosch MMR08A1Test  Zerkleinerer: Grundig MM 5150
Modell Kenwood CH580 Grundig CH 7680 Delisia Kitchen Aid Mini Food Processor Bosch MMR08 Grundig MM 5150 Multi-Cut Compact Duo
Pro
  • Wertig
  • Einfache Handhabung
  • Einfache Reinigung
  • Viel Power
  • Guter Preis
  • Sehr gute Qualität
  • Hohe Leistung
  • Sehr gute Ergebnisse
  • Guter Preis
  • Schönes Design
  • Sehr gute und schnelle Ergebnisse
  • Einfache Handhabung
  • Gute Qualität
  • Schnell
  • Angenehme Haptik
  • Kabelhalterung
  • Großes Fassungsvermögen
  • Mikrowellenfest
  • Sehr schnell
  • Super Ergebnis
  • Guter Preis
Contra
  • Eventuell etwas zu kleiner Behälter
  • Teuer
  • Wirkt etwas klapprig
  • Beim Start muss man gut festhalten, weil fast zu viel Power vorhanden ist
Bester Preis

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Gutes Gesamtpaket: Kenwood CH580

Der Kenwood CH580 überzeugt uns vor allem mir der leichten Handhabung. 500 Watt reichen selbst für harte Zutaten, die werden dann gründlich und schnell zerkleinert. Mit 30 Euro kann sich der Preis auch sehen lassen. Wir sind begeistert.

Gutes Gesamtpaket

Kenwood CH580

Der Kenwood zeichnet sich optisch vor allem durch den Motorblock in weiß und grau aus, der wird auf Behälter und Messereinheit von oben aufgesetzt und ist angenehm schwer. Zum Zerkleinern drückt man die graue Taste, das geht leicht. Auch die beiden Leistungsstufen gefallen uns, wobei Stufe zwei einfach durch mehr Druck ausgewählt wird.

Auch die Reinigung geht einfach, denn die Messereinheit kann in zwei Teile getrennt werden, so bekommt man alles gut sauber. Der Deckel vom Behälter ist ebenfalls abnehmbar und auch der Gummiring für die Rutschfestigkeit kann entfernt werden. Dennoch sitzt er gut am Zerkleinerer.

Wir haben Zweibeln, Haselnüsse, Karotten und Hartkäse zerkleinert, das hat gut geklappt. Für die Zweibeln brauchte das Gerät drei Sekunden, sogar für die Haselnüsse nur vier, da merkt man die Leistung von 500 Watt. Hinein passt ein halber Liter, das sollte für fast alles ausreichend sein.

Bei den Karotten hat sich ein Stück verklemmt, das mussten wir dann erstmal lösen, passieren kann das aber bei jedem Gerät. Beim Hartkäse hat der Kenwood dank harter Stellen am Käserand kapituliert, das haben aber auch die anderen Testgeräte. Dennoch schaffte er den Käse besser als andere Geräte.

Wir finden ihn toll, denn er lässt sich leicht reinigen und bringt gute Leistung für wenig Geld. Er wirkt langlebig und schafft auch harte Lebensmittel.

Gute Leistung: Grundig 7680 Delisia

Gute Leistung

Grundig CH 7680 Delisia

Test Zerkleinerer: Grundig 7680 Delisia
Tolles Design, gute Qualität und die besten Ergebnisse im Testfeld.

Keine Preise gefunden.

Vier Edelstahlmesser und auch ein schönes Gehäuse aus Edelstahl plus Kunststoffbehälter, BPA-frei, liefert der Grundig 7680 Delisia. Eine Anti-Rutsch-Unterlage sorgt dafür, dass er auch an seinem Platz stehen bleibt, wenn es beim Zerkleinern etwas härter zugeht.

Der Grundig-Zerkleinerer verfügt über zwei Geschwindigkeitsstufen. Das ist an sich nichts Neues, denn das bieten die meisten Geräte. Allerdings ist Stufe eins oft nicht stark genug und schafft keine harten Zutaten. Andere Geräte hacken die Zutaten bei Stufe zwei dann aber zu fein oder breiig, der Grundig nicht.

Bei Stufe eins wird hier alles eher grob zerkleinert, Stufe zwei ist feiner. Wer es noch feiner will, drückt den Knopf einfach länger.

Der Behälter fasst 500 Milliliter und das Gerät bietet 500 Watt Leistung, für kleinere Mengen reicht das Gerät damit aus, ansonsten muss man mehrmals zerkleinern.

Für Zwiebeln empfehlen wir Stufe eins, bei Stufe zwei wurde schnell alles zu breiig. Insgesamt reicht meist einmal kurz Drücken aus, um ein gutes Ergebnis zu bekommen.

Nüsse mahlen kann das Gerät ebenfalls, hier haben wir Stufe zwei benutzt.

Behälter und Zubehör darf in den Geschirrspüler, alternativ kann man natürlich alles per Hand spülen, dabei sollte man aber auf die scharfen Messer aufpassen.

Retro-Design: Kitchen Aid Mini Food Processor

Retro-Design

Kitchen Aid Mini Food Processor

Test Zerkleinerer: Kitchen Aid Mini Food Processor
Schönes Retro-Design zusammen mit einer sehr guten Leistung könnten dem Kitchen Aid fast den ersten Platz sichern – doch dafür ist er zu teuer.

Liebhaber vom Retro-Look werden vom Kitchen Aid begeistert sein. Sowohl das Design, als auch die Qualität und die Leistung können sich sehen lassen.

Das Gerät bietet nur 240 Watt, aber es schafft auch Nüsse und Käse problemlos. Hier gibt es ebenfalls zwei Geschwindigkeitsstufen und zwei Edelstahlklingen.

Praktisch ist die Eintropfmulde, die sich z. B. für Öl eignet, wenn es gleichmäßig verteilt werden und mitverarbeitet werden soll. Kaffeebohnen sollen bei allen Geräten nicht zerkleinert werden, harte Gewürze ebenso wenig, das würde nur das Kunststoffgehäuse beschädigen.

Einziger Kritikpunkt: das Kabel ist ein wenig zu kurz und mit 70 Euro macht man hier auch kein Schnäppchen.

Wer das Retro-Design mag und ein wenig mehr Geld für seinen Zerkleinerer ausgeben kann, bekommt hier aber ein gutes Gerät.

Einfache Handhabung: Bosch MMR08

Einfache Handhabung

Bosch MMR08

Auf den ersten Blick wirkt der Bosch MMR08 klapprig und zu leicht, Zerkleinern kann er aber gut und flott. Der Aufsatz liegt gut in der Hand und es gibt eine Halterung für das Kabel. Die Lautstärke liegt im Mittelfeld.

Zerkleinern kann der Bosch und zwar schnell. Auch wenn die Zwiebel am Rand festklebt, die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Möhren waren ebenfalls kein Problem. Käse und Nüsse brauchen etwas länger, aber die wollten wir auch besonders fein. Auch hier gab es keine Probleme, allerdings erreichten wir bei der Lautstärke hier Werte bis zu 70 Dezibel.

Der Behälter fasst 800 Milliliter und auch der Preis ist in Ordnung.

Das Gerät lässt ist kompakt und auch die niedliche Optik überzeugt. Wir können den Bosch-Zerkleinerer empfehlen.

Was gibt es sonst noch?

Der Grundig MM5150 ist schnell und bringt gute Leistung. Allerdings ist die so stark, dass wir den Zerkleinerer beim Anschalten festhalten mussten. Die Lautstärke liegt im mittleren Bereich und wir empfehlen ihn für alle, die ein Gerät mit viel Power suchen.

Die Ergebnisse haben überzeugt, nur bei den Karotten haben wir noch ein grobes Stück gefunden, das kann aber schonmal vorkommen, wenn es ungünstig liegt.

Das Gerät besteht aus Kunststoff, macht aber einen soliden Eindruck. Die Klingen können herausgenommen und gereinigt werden. Vorne am Aufsatz ist der Startknopf angebracht.

Die Füllmenge beträgt maximal 500 Milliliter, das sollte im Alltag aber ausreichen. Auch den Preis finden wir in Ordnung. Das Gerät hat viel Power und muss beim Zerkleinern daher festgehalten werden, wen das nicht stört, der bekommt hier einen guten Zerkleinerer.

Der WMF Kult X Edition zerkleinert die Zutaten gut und besteht aus Glas und Metall, dabei war er auch noch schnell. Der Nachteil? Den Aufsatz wieder auf die Basis zu bekommen ist nicht einfach und dauert lange, das nervt und kostet unnötig Zeit. Daher können wir das WMF-Gerät trotz guter Leistung nicht empfehlen.

Der La Moulinette DPA 130 zerkleinert alles schnell und kraftvoll, allerdings erwischt er dabei auch nur die Hälfte, sodass das Ergebnis extrem ungleichmäßig wurde. Außerdem nimmt das Gerät schnell die Farbe der Zutaten, vor allem unserer Karotten an, einfach wird das Reinigen da nicht. Käse und Nüsse kann der Zerkleinerer aber, nur für weiche Lebensmittel sollte man ihn nicht benutzen.

Der Krups Speedy GVA151 konnte uns nicht überzeugen. Der Aufbau ist schwierig und er lässt sich auch nicht leicht schließen. Das Auslösen ist ebenfalls nicht besonders angenehm und die Verarbeitung des Druckknopfes überzeugt uns nicht. Die Zwiebeln wurden nicht so fein, wie wir uns das gewünscht hätten und auch das kurze Kabel und die Lautstärke stören uns.

Ein guter handbetriebener Zerkleinerer ist der Fissler Finecut. Der Behälter fasst 900 Milliliter, er ist hochwertig verarbeitet und auch die Messer wirken solide. Den Käse hätten wir uns etwas feiner gewünscht und auch die Nüsse waren teils recht grob. Bei einem handbetriebenen Gerät muss man einiges an Kraft aufbringen. Wen das nicht stört, der bekommt hier aber ein solides Produkt.

Ebenfalls ein manueller Zerkleinerer ist der Turbo Chef von Tupperware. Die Ergebnisse sind gut, nur Nüsse mag er nicht, das hat er allerdings mit allen manuellen Geräten gemeinsam. Allerdings passen nur 300 Milliliter hinein und dafür ist er uns zu teuer.

Der Zyliss Zick-Zick Gemüsehacker funktioniert durch Drücken auf das Gerät, hier muss man an keiner Schnur ziehen. Allerdings ist diese Variante auch anstrengender und das gezackte Messer aus Edelstahl lieferte nicht so gute Ergebnisse. Wir empfehlen eher ein etwas teureres Gerät, das dafür bessere Ergebnisse liefert.

Wissenswertes über Zerkleinerer

Nüsse, Käse, Karotten oder Zwiebeln kann man natürlich auch per Hand mit einem scharfen Messer zerkleinern. Wer das aber nicht so gut drauf hat, kann sich dafür auch einen Zerkleinerer zulegen. Damit geht es schnell und man muss vor allem nicht selbst schneiden. Bei der Reinigung sollte man aber auf die Messer aufpassen.

Besonders bei größeren Mengen Gemüse spart man so Zeit und Arbeitsaufwand. Außerdem kann so ein Zerkleinerer auch Nüsse kleinschneiden und hat auch mit Parmesan kein Problem.

Universal-Küchenmaschinen können das alles auch, aber sie sind deutlich größer und teurer.

Ein Multi-Zerkleinerer arbeitet so ähnlich wie ein Food Processor, mit einem rotierenden Messer.

Bei der Anschaffung stellt sich die Frage: elektronisch oder manuell? Viele Zerkleinerer haben einen extrem starken Motor, so viel Power bräuchte man aber gar nicht, wie wir im Test festgestellt haben, Geräte mit weniger Leistung schafften auch alles. Auch manuelle Zerkleinerer konnten uns überzeugen.

Manuelle Zerkleinerer funktionieren entweder durch Zug an einer Schnur, durch Drehen einer Kurbel oder Drücken oben am Gerät, dadurch werden die Klingen in Bewegung gesetzt. Käse allerdings schaffen sie nicht so gut, der ist zu klebrig.

Allerdings sind manuelle Geräte vor allem anstrengend und auch nicht unbedingt billiger als die elektrische Variante. Wir empfehlen daher eher ein elektrisches Gerät.

So haben wir getestet

Mit jedem Zerkleinerer haben wir Zwiebeln, Haselnüsse, Karotten und Parmesan zerkleinert und damit verschiedene Härtegrade und unterschiedliche Konsistenzen getestet.

Außerdem haben wir uns die Verarbeitung und Handhabung angesehen.

Auch die Reinigung ist wichtig, denn sie soll einfach und schnell gehen. Auch das haben wir getestet und geschaut, ob die Geräte in den Geschirrspüler dürfen.

Ein weiteres Kriterium war der Preis – ist er angemessen für die gebotene Qualität und Leistung?

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