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Smoothie-Maker im Test : Für den schnellen Vitaminkick

von
Veröffentlicht 10.04.2020

Smoothies kann man fertig im Supermarkt kaufen, wer sie allerdings lieber zuhause zubereiten möchte, braucht einen Smoothie-Maker. Wir haben 16 Geräte getestet.

Doreen Menz
Doreen Menz
testet als passionierte Hobbyköchin nicht nur Küchen- und Haushaltsgeräte sondern interessiert sich auch für Gesundheitsthemen.

Smoothies sind beliebt und gesund, Ingwer z. B. lässt sich aber zuhause nicht so einfach zerkleinern, wenn man kein passendes Gerät dafür hat. Dafür braucht man dann einen Smoothie-Maker oder Hochleistungsmixer, denn die haben hohe Drehzahlen und zerkleinern die Zutaten so schnell. Mittlerweile gibt es die Geräte schon relativ günstig. Wir haben eine Auswahl von 16 Mixern getroffen, von unseren 16 getesteten Geräten sind aktuell 14 verfügbar.

Qualität und Power: Bosch Vitaboost

Der Bosch Vitaboost gefällt uns nicht nur optisch, auch die Programme und die Leistung können sich sehen lassen.

Qualität und Power

Bosch Vitaboost

Test Smoothie-Maker: Bosch MMBH6P6BDE
Er hat Power, ist von hoher Qualität und einfach zu bedienen. Sechs Automatikprogramme runden die Funktionalität ab.

Ob Shake, Ice Cream, Smoothie, Soup, Souce oder Cleaning – der Vitaboost bietet sechs Automatikprogramme, eine Pulse-Funktion, außerdem kann die Geschwindigkeit stufenlos verändert werden. Auch die Leistung kann sich mit 30.000 Umdrehungen in der Minute und 1600 Watt sehen lassen, der Vitaboost schafft sogar ganze Äpfel. Daher ist das Gerät mit 90 Dezibel etwas lauter als die Konkurrenz.

In den Kunststoffbehälter passen zwei Liter. Wer sich fragt, ob Glas nicht die bessere Alternative wäre: nein, denn Kunststoff ist deutlich stabiler. Um die gleiche Stabilität zu erreichen, müsste das Glas deutlich dicker und damit schwerer sein.

Die Reinigung des Vitaboost geht einfach und uns gefällt das klare Design. Er wiegt bei einer Höhe von 45,8 Zentimetern 5,2 Kilo und ist dadurch sehr standfest. Rutschen kann hier außerdem nichts, denn das Gerät hat gummierte Füße.

Sechs Klingen aus rostfreiem Edelstahl zerkleinern die Zutaten, sind teils gezackt und können nachgekauft werden. Außerdem ist ein stabiler Stößel dabei, der Verschluss und der Stößeleingang sind dicht. Zusätzlich gibt es noch eine kleine Sammlung mit 30 Rezepten und vielen Ernährungstipps dazu. Unter www.vitabar-app.com findet man außerdem speziell auf die Bosch-Geräte zugeschnittene Rezepte plus Anleitung.

Wir haben einen grünen Smoothie gemacht und waren vom Geschmack und der cremigen Konsistenz begeistert. Wir konnten keine störenden Fasern feststellen, trotz Karotten, Salat und Sellerie. Birnen und Äpfel schafft das Gerät samt Kerngehäuse – die Kerne liefern Nährstoffe.

Auch für Sorbet eignet sich das Gerät, dafür einfach gefrorene Zutaten hineingeben und die Eiscrème-Funktion benutzen. Man kann mit dem Gerät auch Nussmus oder Nussmilch herstellen.

Wir sind von der Verarbeitung zum günstigen Preis und vom Ergebnis überzeugt, selbst teure Modelle können da nicht mithalten.

Vielseitig: Bianca di Puro Panda

Vielseitig

Bianca di Puro Panda

Test Smoothie-Mixer: Bianca di Puro Panda
Preislich noch im Rahmen und Power genug, um auch harte Zutaten klein zu bekommen

Ebenfalls 30.000 Umdrehungen pro Minute, aber bei 1400 Watt schafft der Bianco di Puro Panda. Hier bekommt man drei automatische Programme zur Auswahl für grüne Smoothies, Suppen und Fruchtsmoothies. Außerdem gibt es noch einen manuellen Modus.

Die Klingen rotieren bei den Automatikprogrammen in verschiedenen Geschwindigkeiten und Dauer. Für eine 42 Grad heiße Suppe nutzt man das Suppenprogramm, das dauert 4:20 Minuten und damit am längsten.

Die Temperatur haben wir nicht zusätzlich gemessen, hier ist im Stößel ein Thermometer integriert. So merkt man auch schnell, wie viel Wärme bei hoher Drehzahl entstanden ist, vor allem grüne Smoothies sollten eher nicht zu warm werden. Für die passende Temperatur kann man einfach Eiswürfel hinzufügen.

Mit dem Mixer lässt sich ebenfalls Nussmilch herstellen, aber auch Mus, Dressings, Eis und Pudding.

Über ein Stellrad wird das Gerät bedient, auch hier gibt es eine Pulse-Funktion.

Der Smoothie-Maker wiegt 4,5 Kilo, hat einen festen Stand und vibriert während der Benutzung auch nicht. Der Behälter kann einfach ausgespült werden und das Gerät selbst ist schnell mit einem nassen Lappen gereinigt.

Für uns daher ein Gerät mit angenehmer Bedienung und sehr empfehlenswert.

Volle Power: WMF Kult Pro Power

Volle Power

WMF Kult pro Power

Test Smoothie-Mixer: WMF Kult pro Power
Der WMF Kult pro Power ist nicht nur hübsch – er kann auch einiges.

Wie immer bei WMF wird beim Kult Pro Power  Cromargan verarbeitet und auch der markentypische Look macht einiges her. Bei diesem Smoothie-Maker bekommt man 1600 Watt und 33.000 Umdrehungen in der Minute. Uns überzeugen Qualität und Leistung.

In den Kunststoff-Krug passen zwei Liter und er dürfte theoretisch in den Geschirrspüler, der Hersteller rät aber eher zum Spülen per Hand. Der stylische Griff war früher anfällig für Schmutz im Inneren, mittlerweile kann er aber zerlegt und innen gereinigt werden, womit das Problem nicht mehr besteht.

Bedient wird das Gerät über einen Schalter für An/Aus, einen für die Pulse-Funktion und ein Rad für die Geschwindigkeit, die manuell eingestellt werden kann. Darüber hinaus gibt es noch Tasten für insgesamt drei Automatikprogramme. Diese sind Smoothie, Eiscreme und Sauce, letztere bietet eine Temperatur bis zu 60 Grad.

Im Test brauchte der Smoothie-Maker für alles maximal 120 Sekunden. Die Leistung überzeugt uns, zudem ist er etwas günstiger zu haben als das Modell von Bosch.

Günstig: Ultratec Power Mixer

Günstig

Ultratec Power Mixer

Test Smoothie-Mixer: Ultratec Power Mixer
Das günstigste Modell im Test - die Ergebnisse liessen keine Wünsche offen.

Der günstigste Smoothie-Maker in unserem Test ist der UltraTec Power Mixer, dabei ist es auch ein sehr leistungsstarkes Gerät mit 32.000 Umdrehungen in der Minute und 1500 Watt. Eine Empfehlung für alle, die nicht so viel Geld ausgeben wollen.

Hier ist kein Automatikprogramm vorhanden und auch das Bedienfeld ist mit Pulse-Taste, An/Aus und Rad zum Einstellen der Geschwindigkeit angenehm übersichtlich.

Neue Geräte riechen manchmal etwas unangenehm, das war auch hier der Fall. Wann und ob der Geruch nachlässt, konnten wir leider nicht feststellen.

Ein optisches Highlight in der Küche wird der Ultratec nicht, er besteht zum Großteil aus Plastik, teils auch aus Metall.

Für alle, die so ein Gerät erstmal ausprobieren möchten, empfehlen wir ihn aber. Kundenbewertungen weisen jedoch darauf hin, dass Langlebigkeit keine Stärke des Ultratec ist, für dauerhaften Gebrauch eignet er sich damit eher nicht.

Was gibt es sonst noch?

Über acht Programme verfügt der Profi-Standmixer von Rosenstein & Söhne zu einem angemessenen Preis. Das Gerät ist gut verarbeitet und bietet einen Behälter für 1,75 Liter aus Glas. Kleingeschnittene Stücke schafft der Mixer ohne Probleme, bei größeren Stücken muss etwas nachgeholfen werden, hierfür ist auch ein Stößel dabei. Die Leistung kann sich mit 1500 Watt sehen lassen und wir empfehlen ihn.

Das teuerste Gerät im Test mit über 800 Euro ist der Ascent A3500i von Vitamix. Für den Preis kann man schon eine Garantie erwarten, die beträgt hier 10 Jahre. Außerdem ist im Deckel eine Sicherheitsverriegelung eingebaut samt Self-Detect-Technologie , die Behältergrößen erkennen kann. Möchte man andere Behälter benutzen, muss man die aber extra kaufen. Timer und fünf Automatikprogramme sind die Funktionen des Geräts. Wenn man den Stößel benutzen will, ist die Öffnung dafür etwas schwergängig und wenn zu viel im Gerät ist, schwappt auch schnell etwas über. Der Kunststoffbehälter überzeugt uns nicht, denn ähnlich wie bei WMF kann hier Flüssigkeit in den Handgriff laufen. Die Leistung ist akzeptabel aber kein Highlight, nachhelfen mussten wir trotzdem und auch dann war nicht alles so fein, wie es sein sollte. Wir empfinden das Gerät als völlig überteuert.

Beim Philips HR3655/00 wurde der Stößel vergessen, dafür bekommt man einen Schaber. Der hilft uns aber nur beim Ausgießen. Dafür steht das Gerät dank Saugnäpfen stabil und der Behälter ist aus Glas. Neben Pulse gibt es auch eine Ice Crusher-Funktion und eine für Smothies. Solange die Lebensmittel weich sind, werden die Smoothies gut, harte Zutaten mag das Gerät nicht und kann hier nicht überzeugen.

AEG hat sich beim Gourmet 7 Standmixer etwas Besonderes ausgedacht: Er ist leicht geneigt, dadurch ist er einfacher zu benutzen. Aber auch dieses Gerät tut sich schwer mit härteren Lebensmitteln, er bietet allerdings auch nur 900 Watt. Fasern haben wir nach dem Mixen noch immer im Smooothie gefunden und der Kunststoffbehälter überzeugt uns nicht ganz. Es gibt bessere Geräte.

Ebenfalls faserig waren unsere Smothies beim AEG Gourmet 7 Kompaktmixer. Er eignet sich nur für kleinere Mengen, ist aber ordentlich verarbeitet und steht dank Saugnäpfen fest auf dem Tisch. Allerdings werden auch hier nur 900 Watt geboten. Gestört hat uns vor allem, dass das Kabel sehr kurz ist.

Wer es knallig bunt mag, sollt sich den TurboTronic ansehen, er kommt wahlweise in Pink, Orange, Grün oder Schwarz, bietet aber nur 800 Watt Leistung und die kleinen Messer überzeugen uns nicht. Für weiche Zutaten ist er in Ordnung, alles andere dürfte das Gerät überfordern. Die Füllmenge beträgt maixmal 1,5 Liter, dann erwischen die Messer aber nicht alle Zutaten, also lieber weniger einfüllen. Auch hier gibt es Saugnäpfe, aber keinen Stößel. Dafür darf man das Gerät alternativ auch zum Mahlen von Kaffee oder als Ice Crusher verwenden.

Wissenswertes über Smoothie-Maker

Smoothie-Maker oder Mixer? Der Unterschied ist vor allem, dass normale Mixer nicht dafür gedacht sind, mehrere Minuten durchgehend benutzt zu werden, außerdem werden die Zutaten hier trotzt aller Bemühungen nie so fein wie bei einem Smoothie-Maker.

Rein für Obst genügt ein normaler Mixer durchaus oder alternativ eine Küchenmaschine, für mehr, faserige oder harte Zutaten sollte in der Küche der Smoothie-Maker aber nicht fehlen.

 Smoothie-Maker Test: Aeg Gourmet 7 Standmixer Tb7 1 8mtm

Natürlich kann man vor dem Kauf erstmal mit dem eigenen normalen Mixer testen, ob man Smoothies überhaupt mag und täglich trinken möchte. Für die regelmäßige Nutzung empfehlen wir aber doch einen Hochleistungsmixer, denn der hat sehr hohe Drehzahlen und wird auch mit Fasern und harten Lebensmitteln fertig. Wer nicht gerne Faserreste im Mund hat, wird den Vorteil zu schätzen wissen.

Angeblich werden Nährstoffe freigesetzt, da beim Mixen mit Smoothie-Makern die Zellwände der Pflanzen aufgebrochen werden. Diese vermeintlich verborgenen Nährstoffe werden dabei aber leider nicht wirklich freigesetzt, denn es gibt dafür keine wissenschaftlichen Belege.

Unser Darm kann die Zellwände auch ganz ohne Mixer aufbrechen. Dennoch sind grüne Smoothies natürlich gesund, denn so nimmt man eine große Menge Obst und Gemüse zu sich. Außerdem sind fein pürierte Zutaten leicht verdaulich und so ein Smoothie-Maker eignet sich nicht nur für Smoothies, sondern auch für Fruchtaufstriche, Nussmilch und vieles weitere.

Neben kalten Flüssigkeiten, kann so ein Smoothie-Maker aber auch warme Suppen oder Saucen, das liegt an der hohen Drehzahl. So spart man sich langes Kochen auf dem Herd.

So haben wir getestet

Wir haben alle Smoothie-Maker auf Herz und Nieren geprüft. Dafür haben wir faserige und weiche Lebensmittel wie Rhabarber, Mango, Kiwi, Äpfel, Birnen, Salat, Kräuter und Avocado benutzt.

Die Ergebnisse haben uns meist überzeugt, nur die Zubereitungsdauer war jeweils unterschiedlich.

Die Behälter bestehen meist aus Kunststoff, BPA-frei, sind aber nicht alle gleich groß und auch die Form unterscheidet sich.

Damit auch alles püriert wird, sollte der Wirbel durch die Form des Bechers beeinflusst werden, im Test machte die Form für das Ergebnis aber keinen Unterschied.

Ein Zahnrad unter dem Behälter verbindet sich mit der Übersetzung des Motorblocks, wenn der Behälter eingesetzt wird, das gelang überall problemlos. Nur wenn der Behälter eingesetzt ist, funktioniert das Gerät, diese Sicherheitsfunktion gibt es überall. Sobald das Gefäß abgenommen wird, stoppt das Gerät.

Die meisten Behälter dürfen allerdings nicht in den Geschirrspüler, lassen sich aber direkt nach dem Gebrauch einfach säubern. Alternativ kann der Behälter auch mit Wasser gefüllt nochmal laufen.

Die Klingen sind bei allen Geräten fest verbaut im Behälter und man kann sie auch zum Reinigen nicht herausnehmen, es sind entweder vier oder sechs Klingen.

Die meisten Geräte haben ein Kunststoffgehäuse, einige bieten auch Metall oder Cromargan. Und auch die Leistung ist bei fast allen Testgeräten ähnlich, zwischen 1000 und 1600 Watt. Das Gewicht beläuft sich meist auf vier Kilo oder mehr, dafür stehen sie bei der Benutzung aber auch fest auf dem Tisch und wandern nicht umher.

 Smoothie-Maker Test: Rosenstein & Söhne Br 1850w
Die Lautstärke haben wir gemessen.

Beim Test haben wir die Lautstärke im Leerbetrieb gemessen, alle Geräte lagen bei ca. 90 Dezibel, mit Inhalt wird der Smoothie-Maker aber leiser.

Unser Test-Smoothie bestand aus einem Apfel und einer halben Birne mit Kernen, einer Banane, drei Selleriestangen oder alternativ Rhabarber, einer Karotte, Chinakohl, Ingwer und Minze, dazu ein Drittel Wasser. Eine Minute haben wir das Ganze gemixt und dabei den Stößel verwendet, dann wurde das Ergebnis beurteilt.

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