Test: Kenwood Elite Chef B1 Landscape

Küchenmaschinen mit Kochfunktion im Test : Einfaches Kochen

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Veröffentlicht 08.04.2020

Kochen kann Spaß machen, sofern man Zeit dafür hat und ist sicherlich gesünder als Fertigprodukte mit vielen Zusatzstoffen. Doch nicht jeder hat die Zeit für aufwändige Gerichte, hier können Küchenmaschinen mit Kochfunktion helfen. Wir haben insgesamt 13 Geräte getestet.

Sebastian Jentsch
Sebastian Jentsch
ist Technik-Journalist, passionierter Heimwerker und Hobbykoch. Er schreibt unter anderem für Notebookjournal und Notebookcheck über mobile Technik und testet regelmäßig Küchen-, Haushalts- und Gartengeräte.

Küchenmaschinen zeichnen sich durch die Vielzahl an Funktionen aus, die sie übernehmen können. Dadurch spart man sich so manch anderes Küchengerät und vor allem manuelle Arbeit. Diese Universal-Küchenmaschinen werden von Küchenmaschinen mit Kochfunktion noch übertroffen, die übernehmen auch das Kochen oder Erwärmen.

Wir haben 13 Geräte bis zu 1300 Euro getestet, das günstigste Gerät lag bei 150 Euro. Von den getesteten Küchenmaschinen sind aktuell 10 Geräte verfügbar.

Viele Rezeptideen: Vorwerk Thermomix TM6

Der Vorwerk Thermomix TM6 überzeugt mit seinem Guided-Cooking-Konzept, hierbei werden die einzelnen Schritte eines Rezepts auf dem Display angezeigt. Profis können hier wahlweise Schritte abwandeln oder mehr Zwischenschritte einbauen. Auch die Leistung überzeugt, für uns daher ein gutes Gesamtpaket.

Wer im Kochbuch nicht fündig wird, kann auch bei Cookidoo Rezepte finden.

Viele Rezeptideen

Vorwerk Thermomix TM6

Küchen­maschine mit Koch­funktion Test: Kuechenmaschkf Vorwtm6 Solo
Guided Cooking bringt mehr Vielfalt auf dem Tisch, denn es nimmt viel Organisations- und Denkarbeit ab.

Die Drehzahl beim Motor kann feinjustiert werden, sodass man auch manuell tolle Ergebnisse bekommt. Außerdem können Zutaten direkt in der Maschine gewogen werden, damit spart man sich nicht nur Zeit, sondern auch das Abspülen eines zusätzlichen Gegenstandes. Ein Messer übernimmt hier alles, das ist praktisch bei der Reinigung, aber eher hinderlich beim Auskratzen.

Verarbeitung und Gewicht waren uns wichtig, denn wackeln sollte hier nichts. Beim Thermomix sorgt ein breiter Korpus dafür, dass er sicher steht, außerdem hat er eine schwingungsfreie Lagerung. Saugfüße gibt es nicht, aber er steht dennoch fest und sicher.

Der Deckel und der Topf werden mechanisch auf dem Gerät arretiert. Fast alle Hersteller nutzen Einrasthaken oder Fixierungsbolzen. Ist der Topf geschlossen und mechanisch verriegelt, so sagt ein Sensor dem Gerät, dass der Motor jetzt laufen darf.

Beim Vorwerk-Gerät wird der Topf durch gummierte Arme fixiert, die speziell auf die Form des Deckels abgestimmt sind. Wie man den Deckel auflegt, ist also egal.

 

Die Arme funktionieren vollautomatisch, dadurch bleibt alles in der richtigen Position. Die Zweipunktfixierung sorgt dafür, dass nur geringe Vibrationen entstehen, auch bei höheren Geschwindigkeiten.

Bedient wird per Touch-Display, außerdem ist ein Drehwahlknopf vorhanden und eine Taste für Start/Stop. Wir finden die Konstruktion gut.

Bedienung

Der Drehwahlknopf sorgt für eine schnelle Bedienung, außerdem ist eine gute Anleitung enthalten. Die wäre aber gar nicht nötig, denn der Vertreter erklärt nochmals ausführlich während der Vorführung.

Der Thermomix lässt sich intuitiv bedienen. Beim Rezept sind die passende Zeit, Drehzahl und Temperatur gespeichert, sodass die Komplexität gering bleibt.

Für alle, die auf die vorgegebenen Rezepte verzichten wollen, gibt es auch Möglichkeiten zur manuellen Einstellung. Hier gibt es Pürieren, Slow-Cooking und Vorspülen.

Der Thermomix kann fast alles: dünsten, pürieren bzw. mahlen, kochen, dämpfen und auch Teig herstellen. Sogar anbraten bis zu 160 Grad kann er.

Selbst Joghurt-Liebhaber kommen hier auf ihre Kosten, denn nun kann auch fermentiert werden. Außerdem gibt es eine Möglichkeit zum Slow-Cooking.

Besonders sind der Linkslauf und die Waage. Per Linkslauf kann man z. B. Gemüse rühren oder eine verhakte Karotte durch freies Drehen befreien. Die Waage ist im Gerät integriert, das spart zusätzliche Teller und Zeit.

Bei früheren Modellen gab es eine Melodie, die anzeigt, dass das Gerät fertig ist. Die konnte nicht verändert oder abgestellt werden und hörte erst mit einem Tastendruck auf. Mittlerweile kann die Melodie aber abgestellt werden, außerdem lassen sich Spielzeit und Lautstärke verändern.

Was ist alles dabei?

Eigentlich nicht viel: Schneebesen, Spatel, Dampfgaraufsatz und Kochbuch, neben Topf und Deckel natürlich.

Der Thermomix verbindet sich mit dem heimischen WLAN und kann sich dadurch Rezepte von Cookidoo holen. Das kostet 36 Euro pro Jahr.

Wer kein Internet nutzen möchte, für den sind die Rezepte aus dem Buch aber auch im Gerät gespeichert.

Ein abgekapseltes Heizelement erzeugt die Hitze direkt im Boden des Topfes. Dadurch darf der Topf auch in den Geschirrspüler. Am besten Messer herausnehmen und ebenfalls in den Geschirrspüler legen.

Einen Schalter für An/Aus gibt es nicht, dafür aber einen Standby-Modus. Der wird ebenso aktiviert, wenn man sich bei einem Rezept zu viel Zeit lässt. Das Rezept wird aber, wenn das Gerät erneut gestartet wird, an der gleichen Stelle fortgesetzt.

Thermomix TM5: Unterseite des Topfes.
Der Topf des Thermomix von unten.

Wir finden die Arretierung für Topf und Deckel praktisch, denn man kann hier den Topf oder Deckel nicht verkehrt einsetzen. Die Haltearme rasten sofort ein, wenn der Deckel richtig sitzt.

Wie wird er gereinigt?

Beim Vorwerk kann alles in den Geschirrspüler. Die Welle samt Messer kann einfach herausgenommen werden, dazu muss lediglich am Topfsockel gedreht werden.

Trotz kleinstem Deckel im Test treten weder Flüssigkeit noch Staub noch aus. Dennoch kann immer etwas tropfen. Unter die Maschine laufendes Wasser fließt durch einen Kanal ab, der Bereich lässt sich leicht reinigen, da es hier weder Kanten noch Ecken gibt.

Praxistest

Für unseren Test haben wir in das Gerät Suppe, Milchreis, Pilz- und Fleischpfanne, dampfgegartes Gemüse und Fleisch, Rohkostzubereitungen, Pizzakuchen, Hefezopf und vieles mehr zubereitet.

Sauerteig kann das Gerät auch und zwar sehr gut. Auch das Getreide-Mahlen (Schroten) und Kaffeebohnen klappt problemlos und dauerte maximal 15 Sekunden.

Andere Geräte machen das nicht so gut, hier waren teilweise noch ganze Körner vorhanden, während einige schon fein gemahlen waren. Der TM6 liefert hier gute, gleichmäßige Ergebnisse.

Damit nichts am Rand des Topfes kleben bleibt, braucht man einen Spatel. Dieser bietet einen Silikonkopf, wodurch die Reste sich noch besser entfernen lassen.

 Küchen­maschine mit Koch­funktion Test: Kuechenmaschkf Vorwtm6
Auch der Spatel ist noch praktischer geworden.

Nicht so schön: das Auskratzen wird durch drei Ausbuchtungen im Topf etwas behindert. Einen Workaround gibt es aber: Lässt man die Messer kurz schleudern, werden die Zutaten nach außen gedrückt. Dann wird das Rezept unterbrochen und im Anschluss an das Auskratzen kann das Rezept fortgesetzt werden.

Röstaromen?

Bei Fleisch wurden wir ein wenig enttäuscht, denn das Hackfleisch war noch zu blass und der Speck war nicht wirklich knusprig. Deshalb haben wir mit einem Infrarot-Thermometer nachgemessen. Am Topfboden waren es 120 Grad. Das ist weit von den versprochenen 160 entfernt, aber warum? Einfach, weil der Freestyle-Modus nur 120 Grad schafft, Rezepte mit Fleisch, Zwiebeln etc. hingegen erreichen höhere Temperaturen.

Einfach spontanes Anbraten ohne Rezept funktioniert also nicht gut. Auch mit Rezept wurden wir nicht ganz glücklich. Zwiebeln z. B. brauchen ein eigenes Rezept zum Anbraten und eine bestimmte Menge muss eingehalten werden. Zu wenig und das Gerät stoppt, das ist blöd, wenn man etwas weniger als im Rezept angegeben haben möchte.

Warum also kein Freestyle-Anbraten? Das Messer ist dafür allgemein nicht wirklich geeignet, denn es reicht nicht bis auf den Topfboden, dadurch brennt schnell alles an. Damit das nicht passiert, und man trotzdem Röstaromen bekommt, finden sich im Rezeptbuch nur empfohlene Zutaten, hier dürfen dann auch 120 Grad überschritten werden.

Außerdem ist das ganze eine Frage der Haftung. Angenommen, Fett spritzt, so kann das im Rezept als Warnung vermerkt werden und wer sich nicht daran hält, ist selbst schuld, der Hersteller muss hierfür also nicht haften. Dies ist zumindest die Erklärung von Vorwerk. Dadurch wird der Nutzer aber auch ein Stück weit entmündigt und kann nicht einfach kochen, was er möchte.

Uns gefällt diese Lösung nicht wirklich.

Was könnte besser sein?

Vor allem konstruktionsbedingt gibt es hier ein paar Nachteile. Da wäre zum einen das freistehende Messer, das beim Aufkratzen des Gefäßes einen höheren Aufwand verursacht und auch die bereits erwähnten drei Ausbuchtungen im Topf. Die sollen offenbar dafür sorgen, dass noch effektiver zerkleinert wird, stören uns aber beim Auskratzen.

Die Topfentleerung dauert uns etwas zu lange und die Lautstärke war uns beim Pürieren und Rühren definitiv zu laut.

Röstaromen bekommt man beim heißen Anbraten ab 120 Grad, das geht hier aber nur nach Rezept. Außerdem störte uns beim Rühren die Lautstärke etwas.

Wer mit diesen kleinen Nachteilen leben kann und bereit ist, viel Geld für ein hochwertiges Gerät auszugeben, der sollte den Vorwerk nehmen.

Für klassische Köche: Kenwood Cooking Chef Gourmet KCC9040S

Für klassische Köche

Kenwood Cooking Chef Gourmet KCC9040S

Wen es stört, durch Rezepte und Vorgaben fremdbestimmt zu werden, der sollte eher den Kenwood Cooking Chef Gourmet nehmen. Hier bestimmt man selbst, viel Führung gibt es nicht. So kann man die Temperatur, die Rührgeschwindigkeit und den Timer selbst vorgeben, wir empfinden die Drehwahlknöpfe als gut platziert und auf dem Display wird man über den aktuellen Stand – Zeit, Temperatur, Rührintervall – informiert. Es gibt aber auch Rezepte, sodass wir das Gerät für alle empfehlen, denen der Vorwerk zu viele Vorgaben macht und die etwas mehr selbst bestimmen möchten.

Für alle, die sich etwas mehr Vorgaben wünschen, gibt es Rezepte und vordefinierte Programme. Hierbei ist alles schon abgespeichert, so etwa die Kochschritte inklusive Einstellungen. Manuell muss hier nichts mehr gemacht werden. Das ist vor allem für die Ruhephasen bei Teig, verschiedene Temperaturphasen bei Creme, Risotto oder Ragout sinnvoll oder für Koch- und Dünstphasen bei Brühe. Tabellen dazu liefert das Handbuch.

Wer nun aber erstmal Gemüse zerkleinern will, der hat mit dem Zubehör schlechte Karten, Aufsätze können aber dazugekauft werden. So gibt es einen Food Processor oder einen Schnitzelwerkaufsatz. Aber das ist noch lange nicht alles, auch eine Beerenpresse, Getreidemühle, Fleischwohl oder einen Schneideaufsatz für Spaghetti gibt es.

Die Maschinen von Kenwood haben einen Anschluss für zwei verschiedene Geschwindigkeiten. Hochgeschwindigkeit z. B. für den Schnitzelwerk-Aufsatz, der andere für den Fleischwolf. Hier finden wir am ehesten so etwas wie eine Universal-Küchenmaschine.

Auch die Verarbeitungsqualität konnte uns überzeugen. Wir empfehlen dieses Gerät für alle, die sich einzelne Arbeitsschritte abnehmen lassen und dabei immer noch selbst über die Rezepte entscheiden möchten.

Viele Farben: Kitchen Aid Artisan Cook Processor

Viele Farben

Kitchen Aid Artisan Cook Processor

Test Küchenmaschine mit Kochfunktion: Kitchen Aid Cook Processor
Weniger Komfort aber Röstaromen und in vielen Farben erhältlich.

Ebenfalls ein Gerät für alle, die Wert auf das klassische Kochen legen, ist der Kitchen Aid Cook Processor. Es gibt hier 518 Rezepte im Portal, die kann man per App schrittweise abarbeiten und auch eine Einkaufsliste erstellen.

Vorwerks Cookidoo ist da aber besser organisiert, denn bei der App bzw. dem Web-Portal von Kitchen Aid fehlen in der Jetzt-Kochen-Ansicht die Mengenangaben, dann muss man jedes Mal zurückgehen und nachschauen.

 

Dafür gefällt uns aber die kleine Zerkleinerer-Funktion, das bietet nur dieses Gerät. Das ist praktisch, falls einem mitten beim Suppe-Kochen einfällt, dass man das Wurzelgemüse vergessen hat. Einfach das Messer oder Rührwerkzeug entnehmen, die Schüssel einsetzen und das Messer für den Mini-Pürierer reinstecken und schon kann zerkleinert werden, ohne den Topf zu entnehmen. Dafür muss aber das aktuelle Programm gestoppt und dann erneut gestartet werden.

Die Kitchen Aid ist eines der schwersten und solidesten Testgeräte und bleibt bei jeder Mahl- oder Püriergeschwindigkeit fest stehen. Optisch gefällt sie uns ebenfalls, denn sie kann in verschiedenen Farben gekauft werden.

Dank Temperaturen bis 140 Grad kann man hier auch wirklich – jedenfalls kleine Stücke – braten und bekommt schöne Röstaromen.

Außerdem gibt es verschiedene Rühraufsätze und Messer, die auch entfernt werden können, um den Topf zu entleeren. Dafür ist die Reinigung aber umständlicher als bei manch anderem Gerät, der Topf und die Welle der Messer müssen mit der Hand gespült werden.

Die mechanische Arretierung gefällt uns, die Geschwindigkeitsregelung und die Hebel zum Entriegeln des Topfes ebenfalls. Hier wird zwischen einem Drehknopf für Zeit und Temperatur und einem Hebel für Geschwindigkeit getrennt, das sorgt unserer Meinung nach für schnellere Handgriffe.

Außerdem gefällt uns der aufklappbare Deckel, so muss er beim Einfüllen nicht zur Seite gelegt und dann wieder aufgesetzt werden.

Mit dabei ist ein umfangreiches Kochbuch für Standard-Rezepte, leider nur Paperback, Vorwerk liefert hier ein Hardcover. Dafür ist der Kitchen Aid aber deutlich günstiger. Wer lieber improvisiert, ist mit dem Kitchen Aid besser dran als mit dem Vorwerk-Gerät.

Mahlen von Getreide und Kaffee funktioniert hier nicht besonders gut, das kann der Vorwerk besser.

Was wir nach einem Jahr sagen können

Der Tester nutzt den Cook Processor seit einem Jahr regelmäßig und ist vor allem von pürierter Cremesuppe und Eintopf begeistert. Praktisch ist vor allem, dass man während der Koch- und Rührphase weggehen kann, sogar nachdem alles fertig ist, wird das Gericht noch einige Zeit warmgehalten.

Für Rohkost wird die Häcksel-Funktion genutzt, vor allem für Salat oder Wurzelgemüse, das damit schnell zerkleinert wird.

Wir finden den Cook Processor auch im Langzeittest noch gut und uns gefällt die Zeitersparnis durch das Gerät. Vor allem kann er spontan bedient werden.

Kitchen Aid: Nach einem Jahr im Einsatz immer noch unser Favorit
Kitchen Aid überzeugt im Langzeittest.

Soweit zum Positiven, doch leider musste das Gerät auch dreimal repariert werden und das über mehrere Wochen. Seit einem halben Jahr läuft er nun fehlerfrei. Durch einen elektronischen Defekt dachte die Maschine immer, der Deckel sei offen und funktionierte deshalb nicht. Erst nach der dritten Reparatur-Runde war der Fehler schließlich behoben.

Außerdem schleift der Rühraufsatz nicht sauber am Topfboden, wodurch beim Anbraten schnell etwas anbrennt. Der Hersteller ratet zwar explizit davon ab, dennoch reinigen wir den Topf manchmal im Geschirrspüler. Die Nachfüllöffnung ist je nach Zutat etwas klein.

Insgesamt überzeugt uns das Gerät aber auch nach einem Jahr noch, vor allem, wenn Sie gerne Suppe essen und Wert auf individuelle Rezepte legen.

Für den kleinen Hunger: Kenwood kCook

Für den kleinen Hunger

Kenwood kCook

Ein kleiner Helfer neben dem großen Cooking Chef Gourmet ist der kCook von Kenwood. Er ist vor allem für Beilagen gedacht, die unter ständigem Rühren köcheln sollen oder um Soßen anzudicken. Er hat nur 1,5 Liter Fassungsvolumen und eignet sich damit vor allem für Beilagen.

Die Funktionen des Topfes sind dementsprechend simpel, er schafft maximal 100 Grad, hat drei feste Stufen von 65, 92 und 100 Grad und kann mit Gareinsatz auch etwas Gemüse dampfgaren.

Rühr- und Mixelement lassen sich entnehmen und der Topf lässt sich problemlos auskratzen. Hierfür wird ein Spatel mitgeliefert. Alles, inklusive Topf, darf in den Geschirrspüler. Das Bedienfeld besteht aus drucksensitiven Tasten und lässt sich einfach abwischen. Dazu ist es auch sehr intuitiv. Temperatur und Drehzahl können nicht nachjustiert werden.

Allerdings ist der Motor schwach, dicke Marmelade oder große Fruchtstücke können Probleme machen, hier bleibt der Rührhebel schonmal stecken. Wenn das passiert, muss man den Deckel öffnen und die Masse per Hand lockern. Auch das unruhige Rührgeräusch hat uns nicht gefallen.

Der kCook eignet sich daher vor allem für kleine Mengen oder Beilagen. Für konstantes Rühren bei schwacher Hitze ist er gut geeignet, wir finden ihn als Helfer sehr praktisch.

Der nicht so starke Motor ist ein Nachteil, aber nicht so schlimm, wir haben im Laufe der Zeit einfach keinen Griespudding oder kalten Reis mehr gemacht. Denn das Rührwerkzeug sitzt vor allem dann fest, wenn die Masse quillt und erkaltet und anschließend erwärmt werden soll. Für derlei Rezepte ist das Gerät nicht geeignet, für Beilagen und kleine Portionen gefällt er uns aber gut.

Wissenswertes über Küchenmaschinen mit Kochfunktion

Küchenmaschinen mit Kochfunktionen können nicht nur Zutaten zerkleinern, sie kochen sie gleich noch oder schwitzen sie an, dadurch braucht man nur das eine Gerät ein ganzes Gericht.

Routineaufgaben wie rühren, zerkleinern schneiden, dünsten oder kochen können von einer Maschine übernommen werden, finden wir. Das spart Zeit und Arbeitsaufwand.

Allerdings muss man sich an solch eine Maschine erst gewöhnen, dann können aber auch komplexe Gerichte relativ schnell hergestellt werden.

Verschiedene Küchenmaschinen haben unterschiedliche Funktionen und auch Preis und Zubehör unterscheiden sich. Modelle für Einsteiger kochen bis 120 Grad, dämpfen, dünsten, rühren und pürieren. Daneben gibt es Programme, teils auch manuelle Einstellungen. Wählen kann man die Zeit, Rührgeschwindigkeit und Temperatur.

Mit besseren Geräten kann man dann auch noch braten, kneten, turbo-pürieren und warmhalten. Und Getreide mahlen.

Die Spitzenklasse bietet zudem eine integrierte Waage, Schneidefunktion, Linkslauf fürs Rühren und eine automatische Arretierung für den Deckel. Das alles findet sich beim Thermomix TM6.

Die einzige Maschine, bei der Rühr- und Knetelemente von oben in den Topf ragen, ist der Cooking Chef Gourmet, dadurch hat er auch kein Loch im Boden. Das Rührelement hat hier Kontakt zum Topfboden, daher eignet er sich gut für Suppe, bei der einige Stückchen ganz bleiben sollen. Hier rührt nichts direkt durch die Suppe.

 Küchen­maschine mit Koch­funktion Test: Kuechenmaschkf U0919 Ikohschefbot
Ikohs Chefbot: Trotz Rührelement kann Essen anbrennen.

Die meisten Bestandteile dürfen in den Geschirrspüler, einige Hersteller empfehlen aber auch die Handwäsche – daran sollte man sich auch halten.

Küchenmaschinen mit Kochfunktion im Test: Klarstein Food Circus
Beim Klarstein Food Circus darf der Topf nicht in die Spülmaschine.

Wenn doch Wasser an die falschen Stellen kommt, gibt es schnell Probleme und schlimmstenfalls funktioniert die Maschine dann nicht mehr richtig.

Der Thermomix bietet nur ein vierfach-Messer, andere Geräte liefern verschiedene Aufsätze mit. Was ist nun besser?  Ein einzelnes Messer bedeutet weniger Aufwand beim Reinigen und keinen Aufwand bei der Bedienung. Allerdings lässt sich der Topf dadurch auch nicht so leicht auskratzen oder entleeren, da immer das Messer im Weg ist.

Aufsetzmesser dagegen haben den Vorteil, dass der Topf sich leichter auskratzen und reinigen lässt. Noch einfacher sind Modelle, bei denen die Messer von oben in den Topf ragen.

Spezielle Messer liefern nicht unbedingt bessere Ergebnisse und auch mit dem Anbrennen hat das wenig zu tun, wie wir festgestellt haben.

Mehrere Aufsätze heißt aber auch mehr Arbeit, bei der Leistung können wir keinen Unterschied zwischen dem Thermomix mit einem Messer und Geräten mit vielen Aufsätzen feststellen.

Die Küchenmaschine sollte möglichst einen festen Platz in der Küche bekommen. Daher sollte man sich vor der Anschaffung auch überlegen, wie die Optik sein soll. Außerdem muss die Maschine schwer sein oder Saugnäpfe haben, damit sie nicht herumwandert bei der Benutzung.

Eine Küchenmaschine und Improvisation, das erfordert erst einiges an Herantasten. Man muss ausprobieren, wie lange Zutaten zerkleinert werden müssen, ohne matschig zu werden. Wie hoch darf die Temperatur sein, damit die Hühnchenstücke nicht anbrennen? Erfahrung hilft hier, man muss sich an das Gerät gewöhnen.

Der Kitchen Aid Cook Processor und der Thermomix sind für alle geeignet, die Wert auf vorgegebene Rezepte legen. Andere Geräte eignen sich eher für alle, die gerne individuelle Gerichte kochen.

Außerdem getestet

Wer ein günstiges Einsteigergerät sucht, für den könnte der Chefbot Compact das richtige sein. Er benötigt nur wenig Stellfläche, das Bedienfeld ist intuitiv und er schafft Temperaturen bis 120 Grad. Leider gibt es aber auch einige Kritikpunkte, durch die wir ihn eher nicht empfehlen können.

Flexibel ist das Gerät, denn alle Werkzeuge werden aufgesteckt, hier kann man auch Gemüse schneiden oder raspeln.

 Küchen­maschine mit Koch­funktion Test: Kuechenmaschkf U0919 Ikohschefbot
Ikohs Chefbot: Raspeln und Schneiden geht auch.

Man kann damit auch Zwiebeln, Speck oder Hackfleisch anbraten, dennoch brennt hier aber auch schnell mal etwas an.

Im Rezeptbuch finden sich viele Desserts und Gerichte, die perfekt auf das Gerät abgestimmt sind und damit fast immer sehr gut gelingen.

Der Deckel lässt sich einfach abnehmen und sobald der Deckel wieder aufgesetzt wird, geht das Programm von selbst weiter. Der Topf lässt sich aber nur dann entnehmen, wenn vorher der Deckel abgenommen wurde.

Nicht so gut gefallen uns Material und Verarbeitung. Das weiße Plastik ist anfällig für Flecken von Karotten, Kurkuma oder ähnlichem. Außerdem hat sich die Alu-Abdeckung der Drehwahl-Knöpfe gelöst und der Topf darf nicht in den Geschirrspüler.

Schlecht finden wir auch die fehlenden akustischen Signale, wir werden hier nicht auf die einzelnen Schritte hingewiesen und wenn plötzlich das Pürieren beginnt, wenn wir nachfüllen, finden wir das nicht gelungen. Zwar zeigt das Display dies an, eine akustische Warnung wäre aber besser und sicherer.

James the Wondermachine von Severin, alias KM 3895, scheint ein Küchenhelfer zu sein, der ein Alleskönner ist. Leider stimmt das nicht, denn hier gibt es nur 37, 70, 100 und 120 Grad zur Auswahl. Bei der höchsten Stufe ist das Rühren deaktiviert, bei den niedrigeren Stufen ist es wiederum nicht möglich, das Rühren abzuschalten. Bis alles kocht, dauert es bei einem Liter Flüssigkeit ganze 15 Minuten.

Bedient wird hier per Drehrad, das sorgt für weniger Verwirrung. Ganz ohne Handbuch kann hier intuitiv bedient werden, wenn man etwas herumprobiert hat.

Leider wird alles Weiche einer Suppe aber zu matschig, Fleisch oder Schwarte bleibe davon unberührt, die Gemüsesuppe überzeugt aber nicht. Auch die Haferflockensuppe wurde zu breiig, ebenso weicher Reis. Bissfester Reis dagegen funktioniert.

Getreide mahlen kann das Gerät theoretisch, es dauert 20 Sekunden, dann erhalten wir einen homogenen Schrot und grobes Mehl nach weniger als einer Minute. Die Messer sind aber zu stumpf, um die Körner noch feiner zu mahlen. Wurzelgemüse wird aber gut und ordentlich zerkleinert.

Vom Arretierungsmechanismus waren wir nicht begeistert. Der in einer Mulde sitzende Topf wird samt Deckel von einem Riegel festgehalten. Das finden wir nicht besonders robust und glauben nicht an die Langlebigkeit. In den Geschirrspüler darf der Topf auch nicht.

Für Wurzelgemüse und Cremecuppe eignet sich das Gerät, sofern man keinen Wert auf spezielle Rezepte legt. Ab vier Personen sollte man aber eine andere Maschine wählen. Ebenso, wenn man Wert auf gute Verarbeitung legt.

Bei den mittelpreisigen Geräten ist die Krups Prep & Cook HP 5031 die günstigste Maschine. Wir finden sie aber nicht so gut. Das liegt zunächst an der Verarbeitung. Beim Gehäuse und Deckel finden wir vor allem Plastik. Deckel und Topf sind nur außerdem nicht leicht zu säubern. Das liegt an den Hohlräumen, Kanten, Ritzen, dem dreiteiligen Deckel und dem Verschluss.

Außerdem gibt es hier keinen Drehknopf. Einzig über die Plus/Minus-Taste kann die Drehzahl und Temperatur eingestellt werden, das dauert. Allerdings lässt sich die Fläche mit den Tasten leicht abwischen.

Keine Saugfüße und wenig Eigengewicht, das ist fast eine Garantie für eine herumwandernde Maschine. Und genau das passiert auch, vor allem beim Mahlen, Zerkleinern und bei hohen Umdrehungen. Wenn man nicht aufpasst, landet die Maschine schnell auf dem Boden.

Getreide und Kaffee mahlt sie schlecht, eine App für Rezepte gibt es nicht, aber dafür einen Web-Portal, in dem man sich seine Rezeptfavoriten merken kann.

Rosenstein & Söhne bieten den TKM-2015, der ist aber schlecht verarbeitet und die Bedienung gefällt uns auch nicht. Saugfüße, wuchtiger schwerer Korpus – das Gerät steht sicher. Dafür wackelt aber das Bedienfeld und auch die Tasten, der Schneebesen ist schlecht fixiert.

Der Topf kann 30 bis 120 Grad aufgeheizt werden, außerdem hat er mit 3000 bis 6000 Umdrehungen pro Minute einen starken Motor. Die Kraft kann aber nicht wirklich dosiert werden, Salat wird schnell zu klein geschnitten.

Dafür ist aber die Bedienung intuitiv, hier gibt es keine Programme, die Hitze, Zeit und Umdrehungen müssen manuell eingestellt werden.

Eine Waage ist integriert, allerdings befindet sich die auf dem »Buckel« des Geräts, ähnlich einer Beistellwaage und nicht im Topf, zusätzlichen Abwasch spart man sich hier nicht.

Wer gerne Speck oder Zwiebeln anbrät und nicht will, dass sie anbrennen, sollte sich die Profi Cook Küchenmaschine ansehen. Sie ist relativ günstig und bietet mit Dampfgareraufsatz, Rührbesenaufsatz und Spatel viel Zubehör, wir haben unser Modell regulär im Handel erworben und es fehlte der Rühraufsatz, Spatel und der Klingenschutz.

Hinein passen zwei Liter, somit relativ wenig. Dafür kann aber bis 120 Grad allerlei angebraten werden, ohne dass etwas am Boden anbrennt. Der Topfboden ist allerdings recht eng, das erschwert die Reinigung und das Entleeren. Zum Reinigen kann man das Messer entfernen.

Profi Cook: hier, in der Umrandung, wird die Hitze erzeugt
Beim Profi Cook wird der Topf von außen angeheizt.

Der Topf darf in den Geschirrspüler und die Hitzeentwicklung ist hier eine Besonderheit. Denn die Hitze kommt nicht aus dem Topfboden, sondern seitlich vom Topfrand. Deshalb brennt hier am Boden auch nichts an.

Eintöpfe gelingen gut, nichts wird hier zu klein geschnitten. Auf Stufe eins kann der Motor Intervallrühren, also drehen, Pause, weiterdrehen.

Die Maschine wiegt sechs Kilo und steht dank Saugfüßen gut. Allerdings hat sie auch eine schlechte Verarbeitung.

Vor allem der Deckel stört uns, er muss genau in die vorgesehene Position eingesteckt werden, dadurch lässt er sich schwer schließen und kostet zudem Zeit. Dort, wo der heiße Dampf herauskommt, wird auch der Deckel geöffnet und somit kommt uns immer Dampf entgegen.

Der Arretierungsmechanismus, der für sicheres Schließen des Deckels sorgen soll, funktioniert ebenfalls nicht immer. Auch bei diesem Gerät hatten wir ab und zu einen Decke-Offen-Fehler, der Topf muss dann mehrmals ein- und ausgerastet werden. Das alles dauert lange und stört daher den reibungslosen Ablauf.

Da der Motor eine Anlauf- und eine Nachlauf-Phase hat und zudem recht stark ist, ist es schwer die richtige Konsistenz der Zutaten beim Zerkleinern zu erreichen. So kann der Salat schonmal matschig werden. Die Kühlung des Motors läuft lange nach und ist vor allem beim Turbo ziemlich laut.