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Eismaschinen ohne Kompressor im Test

Eismaschinen ohne Kompressor

Ohne Kompressor muss die Eismaschine vorgekühlt werden, denn die Kälte wird nicht durch das Gerät selbst erzeugt, dadurch dauert alles länger und ist auch um einiges aufwändiger als bei Maschinen mit Kompressor. Der Gefrierbehälter muss außerdem unbedingt in den eigenen Gefrierschrank passen, das sollte man vor der Kaufentscheidung ausmessen.

12 bis 24 Stunden muss der Eisbehälter ins Gefrierfach, dabei ist im Behälter Flüssigkeit eingelagert, die durch das Gefrieren wie ein Kältepack funktioniert.

Fertig für die Eisherstellung ist der Behälter, sobald kein Wasser mehr schwappt, wenn man ihn schüttelt.

Schnell und einfach: Krups Venise GVS241

Schnell und einfach

Krups Venise GVS241

Test  Eismaschine: Krups GVS241 Perfect Mix 9000
Die Krups GVS241 Perfect Mix 9000 ist mit einem geräumigen Kühlbehälter ausgestattet, arbeitet schnell und ist einfach zu bedienen.

Die Konsistenz des Eises ist davon abhängig, wie lange es gerührt wird. Ein gutes Gesamtpaket bei den Maschinen ohne Kompressor bekommt man mit der Krups Venise GVS241. Auch wenn die Maschine aus Kunststoff besteht, wirkt sie dennoch stabil und hochwertig.

Hier ist nicht alles in einem Stück, man bekommt Gefrierbehälter, Ringe, Motorblock und Rührarm. Für mindestens 24 Stunden sollte der Eisbehälter in die Gefriertruhe, mit 13,5 x 21 Zentimeter sollte das aber kein Problem sein.

Bevor es losgehen kann, muss das Gerät zusammengebaut werden: Dazu zunächst die beiden Befestigungsringe am Behälter anbringen. Den Motorblock in der Vertiefung im Deckel befestigen und den Rührarm einstecken sowie den Deckel samt Motorblock auf dem Behälter platzieren. Im Uhrzeigersinn drehen und verriegeln – fertig. Klingt schwierig, ist es aber nicht.

Danach einstecken, das Gerät per Knopf einschalten und Eismasse per Öffnung einfüllen. Hinein passen theoretisch 1,6 Liter, da sich das Ganze aber ausdehnt, darf maximal ein Liter eingefüllt werden. Zusätze können jederzeit hinzugemischt werden, so z. B. Schokoraspel.

Besonders laut ist der Motor nicht und damit nichts überhitzt oder der Motor überlastet wird, ändert sich die Rotationsrichtung bei großer Belastung von selbst.

Per Anzeige wird man darauf hingewiesen, dass das Eis gerade produziert wird, wenn es fertig ist, piept das Gerät, das war schon nach 20 Minuten der Fall. Die Konsistenz gefiel uns gut.

Bewahrt man das Eis dauerhaft im Krups-Behälter auf, wird es recht hart.

Damit man den Deckel abnehmen kann, hebt man den Motorblock an und dreht ihn gegen den Uhrzeigersinn. Am Rührarm bleibt einiges an Eis haften, das kann man mithilfe des Schabers entfernen. Auch der Schaber selbst kann leicht entfernt werden.

Wenn das Eis nicht sofort gegessen wird, kann es samt Behälter ins Gefrierfach, dazu liegt ein Plastikdeckel bei. Nur dauerhaft sollte das Eis in diesem Behälter nicht aufbewahrt werden. Das liegt daran, dass es extrem hart wird, daher lieber in einen anderen Behälter umfüllen.

Der Deckel, Rührarm und der Eisschaber dürfen in die Spülmaschine. Da sich die Krups Venise problemlos zerlegen lässt, geht das schnell. Der aufgetaute Behälter kann mit einem weichen Tuch und lauwarmem Wasser sauber gemacht werden. Durch die Ringe klebt auch kein Eis, wo es nicht hin soll.

Außerdem im Lieferumfang ist ein Rezeptheft mit Sorten wie salziges Karamelleis oder Quarksorbet mit grünem Spargel. Für uns die perfekte Maschine für Experimentierfreudige, die keinen Kompressor brauchen.

Für Ungeduldige: WMF Küchenminis Eismaschine 3-in-1

Für Ungeduldige

WMF Küchenminis 3in1

Test  Eismaschine: WMF Küchenminis 3in1
So schnell wie die WMF Küchenminis 3in1 bereitet keine andere Maschine leckeres Eis zu.

Noch schneller geht es mit der WMF Küchenminis Eismaschine 3-in-1, hier war das Eis nach nur 15 Minuten fertig und hatte eine gute Konsistenz. Der kleine Eisbehälter mit 300 Milliliter ist unter anderem für die Schnelligkeit verantwortlich.

Mit 22 x 38 x 20 Zentimetern passt das Gerät gut in den Gefrierschrank, die Oberfläche besteht aus Cromargan, da lassen sich Fingerabdrücke nicht verhindern. Auch ein Deckel für den Behälter ist dabei.

Stracciatella-Eis war mit der WMF Küchenminis in 15 Minuten fertig.

Hier verschraubt man den aus Kunststoff bestehenden Deckel und die Zutaten werden über eine Öffnung eingefüllt. Die Zeit für die Zubereitung kann durch Tasten vorne am Gerät bis maximal 30 Minuten eingestellt werden, ansonsten kann man das Gerät noch ein- und ausschalten. Gereinigt wird es mit einem feuchten Lappen.

Wir empfehlen die WMF-Eismaschine für alle, die ein eher kleines Gerät suchen.

Was gibt es sonst noch?

Kurt, seines Zeichens Eismaschine der Firma Rommelsbacher, braucht für 500 Milliliter Eis 40 Minuten, dafür ist seine Verarbeitung aber nicht so hochwertig. Die Klappe zum Einfüllen besteht aus Plastik und ist schwierig zu reinigen, außerdem recht klein. Hier gibt es einen Timer, der von 20 bis 40 Minuten eingestellt werden kann. Mit im Lieferumfang sind Eisportionierer und ein Rezeptbuch.

Baugleich zu der Kurt ist die Gino Gelati GG-12W, allerdings liegt hier kein Zubehör bei und die Angaben des Herstellers im Internet sind fehlerhaft. Hier ist angegeben, dass man mit der Maschine 1,5 Liter Speiseeis herstellen kann. Doch nur weil 1,5 Liter in die Eismaschine eingefüllt werden können, entsteht daraus nicht die gleiche Menge an Speiseeis. Die maximale Füllmenge ist dann auch 500 Milliliter. Amazon-Kunden, die einen Liter eingefüllt haben, mussten feststellen, dass daraus ein »gut unterkühlter Milkshake mit Eisansatz« entstand.

Bei der SveBake SVICM-1 handelt es sich um eine klassische Eismaschine ohne Kompressor, das heißt hier gibt es eine einfache Bedienung und eine recht langsame Zubereitung. Die Verarbeitung lässt zu wünschen übrig: Am Boden des Geräts bildet sich eine dickere Eisschicht, der Großteil der Masse blieb aber recht weich. Es passen 0,8 Liter in die Eismaschine, man sollte aber je nur 300 Milliliter Flüssigkeit einfüllen. 500 Milliliter waren im Test auch nach 50 Minuten nicht ausreichend fest.

Mia IC 9963 ist nicht das beste Gerät im Test, aber das lauteste. Der nicht flüssig laufende Eisschaber und Kundenbeschwerden, dass die Sechskantbuchse überdreht, überzeugen uns nicht. Mit festerem Eis scheint die Maschine Probleme zu haben. Im Test dauerte es 30 Minuten, bis unser Eis fertig war, in die Maschine passen 1,2 Liter.

Wissenswertes über Eismaschinen

Eismaschine mit oder ohne Kompressor? Diese Frage sollte man sich vor dem Kauf stellen. Geräte mit Kompressor kühlen selbst, die anderen funktionieren mit einer Art Kühlakku, müssen also zuerst ins Gefrierfach.

Geräte ohne Kompressor sind in der Anschaffung günstiger, dafür muss der Akku aber 12 bis 24 Stunden ins Gefrierfach und hierfür muss ausreichend Platz vorhanden sein.

Da der Akku während des Betriebs wieder wärmer wird und nicht mehr so gut kühlt, sollte auch die Eismasse kalt bzw. angefrostet sein. Eis ohne Kompressor zu machen, ist daher schwieriger.

Dafür sind Geräte mit Kompressor deutlich teurer und nehmen auch viel mehr Platz weg, die Konsistenz des Eises wird aber damit besser und die Herstellung geht einfacher.

Vor dem Kauf sollte man sich überlegen, ob die Maschine gut gereinigt werden kann und wie einfach die Bedienung funktioniert, auch, ob das Eis leicht aus dem Behälter entnommen werden kann.

Von einem Timer raten wir eher ab, da Eis nicht auf die Minute genau fertig wird und man so schnell unfertiges Eis entnimmt. Die Begrenzung einiger Timer auf 60 Minuten erschließt sich uns nicht wirklich.

So haben wir getestet

Wir haben uns im Test Geschwindigkeit, Fassungsvermögen, Verarbeitung und Reinigung angesehen. Neben einem Knopf zu Einschalten haben die meisten Eismaschinen nicht viel zu bieten, bei manchen kann noch die Betriebsdauer bestimmt werden.

Geräte ohne Kompressor haben wir mit Behältern getestet, die 24 Stunden im Gefrierfach waren. Benutzt wurde ein Eispulver von Dr. Oetker, das wir in Kombination mit je 300 Millilitern kalter Milch getestet haben.

Das Eis wurde gerührt, bis das Gerät von selbst abgeschaltet hat, oder die Konsistenz cremig-fest war.

Beim Einfüllen der Eismasse sollte man darauf achten, dass der Rührstab bereits rotiert, so bildet sich an der Innenwand nicht sofort eine Eisschicht.

Bei den Kompressor-Geräten haben wir die Masse abkühlen lassen, bevor der Gefriervorgang gestartet wurde. Nach einer Stunde hatten wir im Schnitt fertiges Eis.

Der Geräuschpegel bewegt sich irgendwo zwischen normalen Küchengeräten und Handrührern.

Alle Kühlbehälter unserer sechs Eismaschinen ließen sich ohne Probleme im Gefrierschrank verstauen. Links ist der Behälter der Krups G VS2 41 Perfect Mix 9000 zu sehen, rechts das Gefäß der Mia IC 9963.
Die Kühlbehälter sollten in den Gefrierschrank passen.

Wer lieber auf frische Zutaten zurückgreift, braucht etwas mehr Zeit, die Masse sollte möglichst kalt in die Maschine gefüllt werden oder direkt mit dem Behälter kühlgestellt werden. So ist der Kühlaufwand deutlich niedriger.

Die Maschinen machen so ziemlich alles alleine, wir haben uns daher angesehen, wie einfach sie zusammengebaut werden können, wie die Verarbeitung ist und wie man sie reinigen kann, teils haben wir auch den Schalldruck gemessen.

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