Brot wie vom Bäcker Test: Brotbackautomat

Brotbackautomaten im Test : Brot wie vom Bäcker

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Update 11.05.2020

Wer keine Lust hat, sein Brot täglich frisch vom Bäcker zu holen, kann es auch zuhause selbst backen. Entweder im Ofen oder – wenn es etwas komfortabler sein soll – mit einem Brotbackautomaten. Die sind schon relativ günstig zu haben und wir haben 13 Modelle getestet.

Update 11. Mai 2020

Unser Testsieger ist nicht mehr erhältlich. Wir werden den Testbericht demnächst mit neuen Modellen aktualisieren.

Sebastian Jentsch
Sebastian Jentsch
ist Technik-Journalist, passionierter Heimwerker und Hobbykoch. Er schreibt unter anderem für Notebookjournal und Notebookcheck über mobile Technik und testet regelmäßig Küchen-, Haushalts- und Gartengeräte.

Dass Brotbackautomaten dem Namen entsprechend nur Backen können, stimmt nicht ganz, denn der Teig kann damit auch geknetet werden. Je nach Teigart gibt es dafür das passende Programm, das spart Zeit und Nerven. Die Automaten eignen sich damit für alle, die gerne und regelmäßig selbst Brot backen. Es gibt aber auch einige Tücken bei bestimmten Automaten, auf die weisen wir im Test hin.

Mit 13 Geräten (12 davon sind aktuell verfügbar) haben wir getestet, welche Automaten überzeugen können.

Vielfältig: Moulinex OW 6101

Ein Automat, der im Test voll überzeugen konnte, ist der Moulinex OW 6101. Brote aus der Backmischung gelingen perfekt. Sogar mit dicker Kruste, wenn man das möchte. Uns überzeugt neben der guten Leistung auch die Verarbeitung.

Vielfältig

Moulinex MAC.PANE

Test: Brotbackautomat – Testsieger Moulinex MAC.PANE MOULINEX OW 6101
Auch spezielle Brotwünsche können hier erfüllt werden – und schmecken sehr gut.

Keine Preise gefunden.

Daneben bietet er eine Warmhaltefunktion und eine Funktion für Stromausfälle. 16 Programme dürften jeden zufriedenstellen, neben dem reinen Brotbacken kann er etwa auch Marmelade kochen, Nudel- oder Pizzateig, Hefeteig oder Brot ohne Salz.

Optik und Verarbeitungsqualität

Er ist kein optisches Highlight, passt aber dafür mit seiner weißen Farbe in jede Küche.

Die Spaltmaße passen, es gibt keine scharfen Kanten und auch die Scharniere sind stabil und robust. Zum Reinigen kann man außerdem den Deckel abnehmen.

Da die Tasten keine Zwischenräume haben, kann das Bedienfeld ganz einfach gereinigt werden. Da stören uns auch die mechanischen Tasten nicht, denn durch die Abdeckung sind sie weich und angenehm zu drücken.

Eine gleichmäßige Hitzeentwicklung bekommt man hier durch zwei Heizelemente, vor allem bei Baguettes ist das sehr praktisch. Dafür fehlt aber die Umluft.

Wie wird er bedient?

Die Tasten sind übersichtlich und durch die Bilder gut verständlich. Ein Display zeigt, welches Programm man ausgewählt hat und außerdem Markierungen für den Bräunungsgrad und die Brotgröße.

Wenn man lieber eine andere Sprache möchte, so kann man einfach Aufkleber verwenden, die dem Gerät beiliegen.

Ein Timer erleichtert die Bedienung außerdem. Hier kann eingestellt werden, wann das Brot fertig sein soll, das kann z. B. in 10 Stunden sein, dann berechnet der Automat die Zeit, die das Programm braucht und daraus ergibt sich eine Startzeit, z. B. nach sieben Stunden. Beim Moulinex gibt es einen Timer für bis zu 15 Stunden, das sind zwei mehr als beim Durchschnitt der getesteten Automaten.

Außerdem bietet der Brotbackautomat von Moulinex eine Memory-Funktion, die ist vor allem, praktisch wenn der Strom ausfällt oder man versehentlich den Stecker zieht. Bis zu sieben Minuten merkt sich das Gerät dann das Programm sowie den bisherigen Fortschritt und macht an genau der Stelle weiter, wo es aufgehört hatte. Wir finden das sehr durchdacht.

Wenn in der letzten Phase des Knetens noch Zutaten hinzugefügt werden sollen, gibt das Gerät ein akustisches Signal. Deckel auf, Zutaten einfügen und schon kann es dann mit dem Backen weitergehen.

Insgesamt verfügt das Gerät über 16 Programme für Brot, Marmelade oder Teig. Hier gibt es neben den Standard-Varianten, die alle Automaten können – Vollkorn und Weißbrot – auch salzfreies Brot oder welches, das reich an Omega-3 ist. Auch glutenfrei kann der Automat, außerdem kann er auch noch Nudelteig machen. Dafür gibt es je nach Rezept spezielle Ruhephasen, Knetphasen, eine bestimmte Backdauer und natürlich Temperatur.

Moulinex: Backform für bis zu 1500 Gramm Brote
Moulinex: Brote bis 1500 Gramm können hier gebacken werden.

Vor allem, wenn man häufig und viel Brot isst, eignet sich der Moulinex, denn er schafft bis zu 1500 Gramm Brot auf einmal, andere Geräte bieten da etwas weniger.

Wie alle Küchenmaschinen ist auch ein Brotbackautomat nie ganz leise, der Geräuschpegel bewegte sich im Mittelfeld und störte uns nicht wirklich. Das Quietschen der Maschine hörte nach dem dritten Backvorgang außerdem auf.

Ausstattung und Energieverbrauch

Der Brotbackautomat kommt mit einer Backform und zwei Knethaken, darüber hinaus gibt es einen Baguette-Einsatz, einen Messbecher und zusätzlich einen Silikonpinsel und einen Schaber. Auch ein umfangreiches Rezeptbuch ist enthalten.

Moulinex: Den Baguette-Einsatz gibt es nur hier.
Moulinex: Baguettes kann man damit auch machen.

So schön das Rezeptbuch auch ist, Deutsch und Englisch suchen wir hier vergeblich, für uns ist es daher durchgefallen.

Wie viel Energie verbraucht das Gerät im Standby-Modus noch? Einen richtigen Netzschalter gibt es bei keinem Testgerät, der Moulinex-Automat verbraucht im Ruhezustand 0,4 Watt, das ist in Ordnung.

Was uns nicht so gefallen hat

Zunächst waren wir begeistert: ein Brotbackautomat, der auch Baguettes backen kann! Doch genau hier enttäuscht uns der Moulinex.

Um Baguettes zu machen, muss zunächst der Teig hergestellt werden. Der wird dann per Hand in Form gebracht und in die dafür vorgesehenen Formen gelegt, ehe es mit dem Backen losgehen kann.

Der Nachteil an dieser Methode ist, dass man erst beim Formen merkt, ob die Mengen der einzelnen Zutaten gestimmt haben. Im Test hatten wir schnell einen zu nassen Teig, der dann erst per Hand neu geknetet werden und dann nochmal gehen muss.

Hier sehen wir gegenüber dem Backofen wirklich keinen Vorteil, denn darin kann man in der gleichen Zeit oder schneller deutlich mehr Baguettes backen.

Umluft bietet der Automat nicht, daher hatten unsere Baguettes eine zu dicke Kruste, nur die Bräunung war schön.

Beim Sauerteig versagte der Automat ebenfalls.

Warum wir ihn dennoch gut finden? Sauerteig können die wenigsten Automaten, und wir haben den Teig hier nur mit zwei verschiedenen Programmen hinbekommen. Das führt daher nicht zum Punktabzug, zumal die Standard-Funktionen überzeugen und der Automat noch eine ganze Reihe weiterer Funktionen bietet. Für uns daher ein Gerät mit guter Verarbeitung und Leistung, solange man keinen großen Wert auf Baguettes aus dem Automaten legt.

Gute Verarbeitung: Morphy Richards Premium Plus 48319

Gute Verarbeitung

Morphy Richards Premium Plus

Test Brotbackautomat: Morphy Richards Premium Plus 48319
Beste Verarbeitung, hoher Bedienkomfort, mit Beleuchtung und Nussspender.

Keine Preise gefunden.

Touch-Tasten, beleuchtete Anzeige, gute Verarbeitung – was will man mehr? Bedienkomfort steht beim Morphy Richards im Vordergrund. Die Anzeige zeigt an, wie viel Zeit verbleibt und wie der Ablauf gerade ist. Für uns daher vor allem empfehlenswert, wenn man wirklich jeden einzelnen Schritt immer im Blick haben möchte.

Mit seiner Größe dürfte er allerdings nicht in jede Küche passen, dabei passen allerdings nur 900 Gramm in den Automaten. Die kann man dank Innenraumbeleuchtung aber immer im Auge behalten. Hier gibt es sogar 19 Programme, aus denen man wählen kann. Auch für eigene Rezepte ist hier bei »Hausgemacht 1+2« Platz, zwei eigene Rezepte können so programmiert werden. Daneben gibt es noch einen praktischen Nussspender, der Zutaten automatisch hinzufügt. Fünf Bräunungsgrade dürften beinahe jeden zufriedenstellen.

Das hat nur Morphy Richards - automatische Einfüllöffnung (programmgesteuerter Einwurf)
Bei Morphy Richards gibt es einen Nussspender.

Die Brote werden hier zwar kleiner als beim Moulinex, dafür ist die Fortschrittsanzeige aber sinnvoll. Beim Betrieb ist dieser Automat etwas lauter und auch das Zubehör nicht so üppig, uns gefällt aber vor allem der Bedienkomfort.

Mit Sauerteighaken: Panasonic SD-ZB2512

Mit Sauerteighaken

Panasonic SD-ZB2512

Test Brotbackautomat: Panasonic SD-ZB2512
Irre viele Programme und Möglichkeiten, spezieller Sauerteig-Haken, Nuss- und Hefe-Spender

Für Sauerteig hat sich Panasonic mit dem SD-ZB2512 etwas einfallen lassen. Hier wird ein Haken für Sauerteig mitgeliefert, samt Rezept. Für alle Sauerteig-Fans daher interessant, aber auch darüber hinaus bietet dieser Automat viele tolle Zusatzfunktionen.

Hier gibt es z. B. einen Rosinen- bzw. Nussspender, hiermit werden trockene Zutaten während des Knetens genau zum richtigen Zeitpunkt vom Gerät in den Teig geworfen.

Außerdem bietet der Panasonic einen Hefeverteiler, der, wie auch der Nussspender, Hefe im Teig verteilt. Das funktioniert mit trockener, aber auch mit in Wasser eingeweichter Hefe.

Eine Anleitung gibt Aufschluss darüber, wie man Sauerteig herstellt, vom Vorteig bis zum fertigen Brot. Für den Vorteig hat der Hersteller extra zwei Messbecher beigelegt. Auch ein spezieller Haken für Sauerteig findet sich im Zubehör. Das funktioniert gut, dennoch muss auch hier das Mehl am oberen Rand noch per Hand in den Teig gerührt werden, das war aber bei allen Geräten der Fall.

Panasonic SD-ZB2512: Nuss-Spender und Hefe-Verteiler von unten, sie werden zur passenden Zeit im Programm in den Teig eingeworfen.
Panasonic SD-ZB2512: hier gibt es einen Nussspender und einen Hefeverteiler.

Für die Gärzeit des Sauerteigs hat der Automat 13 Stunden eingeplant, erst dann startet das Backen. Das ist auch nötig, damit der Laib aufgehen kann. Die Kruste unseres fertigen Sauerteig-Brotes war in Ordnung, die Form ebenso – nur etwa einen Zentimeter war es eingefallen – aber das Brot war uns etwas zu blass.

Noch mehr Programme, ganze 33, bietet der Panasonic. Darunter finden sich 18 reine Brotbackprogramme. Das ist viel und kann auch schnell überfordern. Das Menü ist dennoch übersichtlich gehalten, auch wenn man für Programm Nummer 30 wirklich 30 Mal die Taste drücken muss.

Die Programmtabelle gibt Aufschluss darüber, was die Programme machen und wie lange. Bräunungsgrad und Größe der Brote können ebenfalls über die Programme geregelt werden. Im Test wurden alle Brote mit dem stärksten Bräunungsgrad gebacken.

Test Sauerteig: Panasonic SD-ZB2512
Sauerteig mit dem Panasonic SD-ZB2512.

Das Handbuch liefert Informationen zu Mehlsorten, den Zutaten und auch zu Vollwertkost. Für alle, die mit Vollkornmehl backen wollen, ist der Panasonic daher ideal.

Für einfache Hefebrote gibt es ein Schnellprogramm, ansonsten wurde eine Zeitverzögerung von 30 Minuten eingebaut, in der die Temperatur der Zutaten angeglichen wird. So macht es keinen Unterschied, ob die Zutaten aus dem Kühlschrank kommen. Für alle, bei denen es schnell gehen muss, eignet sich das aber eher nicht.

Auch dieser Automat bietet eine Lösung für Stromausfälle. Sofern der Strom nur kurz ausfällt, macht das Gerät einfach danach dort weiter, wo es unterbrochen wurde.

Auch die Materialien überzeugen uns, Kunststoff und Aluminium machen einen robusten und hochwertigen Eindruck. Auch das Gelenk des Deckels wirkt solide.

Eine Diamant-Fluor-Antihaftbeschichtung sorgt dafür, dass sich das Brot nach dem Backen ganz einfach aus der Form löst, Einfetten kann man sich somit sparen. Der Knethaken hat etwas Spiel und löst sich damit leichter wieder, wenn das Backen zu Ende ist. Normalerweise sollte man ihn aber ohnehin nach dem Kneten entfernen, das erspart Ärger und so bekommt man auch kein löchriges Brot.

Uns überzeugt vor allem die Sauerteig-Funktion, das können andere Geräte nicht so gut. Die Bedienung ist einfach und die Verarbeitung hochwertig. Für alle, die gerne Sauerteig-Brote essen oder eine große Programmauswahl suchen, ist er daher die beste Wahl.

Was gibt es sonst noch?

Ein edel wirkendes Gerät ist der Unold Backmeister Edel 550 W. Brot backen kann er auch gut, dazu verbraucht er im Standby-Modus nur wenig Energie, die Lautstärke beim Backen hält sich in Grenzen und auch die geringen Emissionen gefallen uns. Für Sauerteig gibt es hier – wie auch bei einigen anderen Geräten – kein eigenes Programm, daher haben wir versucht, das nachzustellen. Das Ergebnis war optisch gut, wir bekamen eine schöne Kruste, innen allerdings befand sich ein Hohlraum und das Brot ist beim Backen zusammengefallen. Für normales Brotbacken reicht es allerdings und optisch macht sich der Unold definitiv gut in der Küche. Die einfache Bedienung spricht auch für sich.

Ein Brotbackautomat für Einsteiger – zumindest preislich – ist der Clatronic BBA 3505. Das merkt man allerdings auch bei der Verarbeitung, die teils zu schlecht ist, hier ist einiges wackelig und die Spaltmaße sind nicht genau. Dafür sind die Tasten auf Deutsch beschriftet. Eine Information darüber, wo im Programm man sich befindet, liefert das Display nicht. Sauerteig funktionierte hier überhaupt nicht, normale Mischbrote aber dafür gut. 0,66 Watt werden verbraucht, wenn das Gerät gerade kein Brot backt, das ist uns zu hoch. Insgesamt empfehlen wir den Clatronic trotz des niedrigen Preises nicht, auch nicht für Einsteiger.

Dass Sauerteig nur die wenigsten Automaten können, haben wir im Test mehrfach festgestellt. Der TZS First Austria 1250g glänzt in dieser Disziplin aber. Alle anderen Brote backt er gut, aber nicht überragend. Sauerteig-Brot mit Natursauer-Ansetzgut kann er aber definitiv und ist dabei auch noch leise. Das Menü ist gut aufgebaut, es gibt einen Timer, eine Warmhaltefunktion und sogar eine Memory-Funktion. Eine Gewürzöffnung sorgt dafür, dass vergessene Würzmittel einfach nachgefüllt werden können. Hier kann man Brote bis zu 1250 Gramm backen. Nur die Verarbeitung ist im Vergleich zum Moulinex schlechter und weniger Auswahl bei den Programmen hat man hier auch, zudem ist der Bildschirm sehr klein. Für Sauerteig aber definitiv empfehlenswert.

Der Medion Micromaxx (MD 14752) ist ein relativ günstiges Gerät, das alle Standard-Funktionen mitbringt, die man braucht. Die Verarbeitung ist gut, das Bedienfeld lässt sich leicht reinigen und normale Brote kann er ebenfalls. Zusätzlich macht er auch Pastateig. Dafür allerdings auch nur Brote bis 1000 Gramm. Für Anfänger und alle, die gelegentlich Brot backen wollen definitiv empfehlenswert.

Wer gleichzeitig zwei verschiedene Brote mit 750 Gramm backen möchte, kann das mit dem Unold Backmeister Extra 68511. Insgesamt gehen in die Backform sogar 1800 Gramm. Dafür lässt aber die Verarbeitung zu wünschen übrig, die Grate sind unsauber, das Bedienfeld lässt sich von der Seite fast nicht ablesen und die Scharniere wackeln. Auch das Menü empfanden wir als umständlich und einfach nur Backen – ohne vorherige Teigherstellung – geht hier auch nicht. Brot backen kann er aber definitiv. Wir empfehlen ihn nicht unbedingt, außer Sie möchten extra große Brote backen.

Wissenswertes über Brot und Brotbackautomaten

Brotbacken funktioniert grundsätzlich auch im Ofen, dafür muss der Teig aber erst in der Küchenmaschine geknetet werden, einfacher geht das mit einem Automaten, in dem gleich alle Vorgänge ablaufen können.

Die Automaten können darüber hinaus auch nur sehr geringe oder mittlere Temperaturen erzeugen und eignen sich somit hervorragend für die Aufgehphase des Teigs.

Bräunungsgrad, wie groß das Brot werden soll und Teig- oder Brotart müssen eingestellt werden, ansonsten gibt es für die meisten Sorgen fertige Programme, die den Rest alleine machen.

Wer das Brot nicht sofort backen möchte, bereitet einfach alles vor und stellt dann den Timer, der funktioniert mit einer Zielzeit, zu der das Brot fertig sein soll.

Backmischung: wir wiegen gleich mit in der Backform.
Hier kann in der Form gewogen werden.

Selbst zum Wiegen kann man die Form benutzen, einfach auf eine Waage stellen und die Zutaten einfügen, das spart Zeit beim Reinigen. Und auch Geld kann man mit fertigen Backmischungen sparen, diese sind schon für einen Euro zu haben und man bekommt damit 750 Gramm Brot, deutlich günstiger als beim Bäcker.

Moulinex: Die große Backform für Familien.
Moulinex: Das Brot reicht auch für Familien aus.

Ankleben kann beim Backen nichts, dafür sorgen Teflon oder Keramik als Beschichtung in der Form. Das Brot löst sich so ganz einfach. Stören könnten maximal die Löcher im Brot. Diese entstehen, weil die Automaten auch Knethaken integriert haben und die müssen irgendwo befestigt sein.

Aufschnitt: Die Hefe-Backmischung absolvierten alle Automaten gut oder sehr gut.
Hefe-Backmischungen konnten alle Geräte gut.

Die meisten Automaten bieten aber weit mehr als nur Brot, so können einige auch Marmelade kochen und Paste- oder Pizzateig zubereiten.

Nur TZS First austria fährt im Nur Backen Programm die benötige hohe Temperatur für ein Ausbacken und eine schöne Kruste.
Unsere Sauerteig-Ergebnisse.

Der Knethaken hat keine so praktische Beschichtung wie die Form, dadurch bleibt der Teig hier leichter kleben. Abhilfe schafft etwas Butter oder Öl, mit dem die Haken zuvor eingerieben werden.

Das Backen kann gerne einige Stunden dauern, das liegt daran, dass die Teige lange Ruhe- und Aufgehphasen haben, das sorgt aber auch für leckere Brote. Kümmern muss man sich darum bei einem Automaten nicht, er macht alles von alleine.

Die Temperatur kann man hier nicht selbst einstellen und auch nicht einsehen, das liegt daran, dass der Automat das selbst regelt. Lediglich den Bräunungsgrad gibt man vor, alles andere läuft von selbst.

Vor allem für Fertigmischungen eignen sich die Automaten. Wenn man die Zutaten selbst zusammenstellt, muss man bei den Mengenangaben ganz genau sein, denn sonst hat der Teig schnell die falsche Konsistenz und anders als beim Kneten per Hand, bemerkt man das nicht immer.

Der Timer eignet sich nur für Brote, die nicht mit schnell verderblichen Lebensmitteln wie Milch zubereitet werden, Vollkornmehl kann während der Wartezeit klumpig werden uns ist hier ebenfalls nicht geeignet.

Daher ist es wichtig, vor dem Kauf einige Kriterien festzulegen. Wie groß soll das Brot maximal sein, dass man backen möchte? Denn nicht jeder Automat kann große Brote backen, maximal waren bei unseren Testgeräten 1800 Gramm möglich.

So stehen die Doppel-Kneter ideal.
Doppelkneter.

Für große Teigmengen eignen sich besonders Doppelkneter und natürlich eine große Backform.

Viele Programme bieten eine Menge Auswahl für alle, die nicht einfach irgend ein Brot wollen. Wichtig ist daher, dass die Anzeige gut zu lesen ist und das Menü einfach bedient werden kann.

Alle Brotbackautomaten im Test - kleine und große Geräte
Die Brotbackautomaten aus der ersten Testrunde.alle Geräte aus dem Update 03/2019: (von links nach rechts) Panasonic Croustina, Clatronic BBA 3505, Panasonic SD-ZB2512, Unold 550 W, Gastroback 42823

Und aus dem Update 03/2019.Je nach Küchengröße sollte man sich auch überlegen, ob ein kleineres Gerät ausreichend ist, denn Backautomaten für größere Brotmengen nehmen auch einiges an Platz weg.

Schwer sind die Geräte außerdem, bis zu zehn Kilogramm können sie wiegen, daher sollte man sich überlegen, wo der Automat gut steht und ihn dann auch dort stehen lassen.

Durch die Beschichtung eignen sich die Backformen nicht für die Spülmaschine und müssen manuell gereinigt werden. Ein Stahlschwamm ist ebenfalls ungeeignet, ebenso wie zu scharfe Spülmittel. Nach dem Reinigen sollte die Form mit etwas Öl – Sonnenblumen- oder Rapsöl – eingerieben werden.

Einzelne Bestandteile wie Knethaken kann man nachkaufen, eine Wartung gibt es hier nicht. Auch eine Reparatur kann teuer werden, dafür ist der Gerätepreis meist nicht hoch genug, hier lieber Ersatz kaufen.

So haben wir getestet

Wir haben uns Automaten angesehen, die zwischen 900 und 1800 Gramm schwere Brote backen können, mit einer Ausnahme, die nur 750 Gramm schafft. Die Preise lagen zwischen etwas über fünfzig und 230 Euro.

Um die gleichen Bedingungen bei allen Geräten zu haben, haben, haben wir mit Mischungen für Vollkornbrot gebacken und uns an Sauerteig versucht. Außerdem wurde natürlich die Verarbeitungsqualität beurteilt und getestet, wie gut die Automaten sich nach der Benutzung reinigen lassen.

Klarstein: Beleuchtung - unüblich in der Preisklasse
Klarstein bietet sogar eine Beleuchtung.

Auch die Funktionen und die Bedienung haben wir unter die Lupe genommen. Mancher Automat bietet eine praktische Innenraumbeleuchtung, viele Geräte verfügen über eine Memory-Funktion. Außerdem haben wir geschaut, ob es einen Timer und eine Warmhaltefunktion gibt und vor allem, wie gut ablesbar und wie groß das Display ist.

Die Menüführung sollte einfach sein und das Gerät während des Betriebs nicht zu laut. Der Energieverbrauch sollte dabei möglichst gering bleiben, vor allem im Standby-Modus.

Die Automaten mussten alle Vollkornbrote backen. Dafür haben wir 250 Gramm Mehl und 175 Milliliter Wasser bei einem Knethaken genommen, bei zwei Haken 500 Gramm Mehl und 350 Milliliter Wasser.

Die meisten Automaten haben hier gute Ergebnisse abgeliefert.

Sauerteig dagegen war für alle eine Herausforderung. Nur wenige Geräte bieten dafür ein eigenes Programm, denn der Teig muss sehr lange ruhen und dann bei genügend hoher Temperatur gebacken werden.

Wo es kein Programm gab, haben wir das Kneten und Backen separat gemacht, Ruhe- und Aufgehphasen kamen hinzu. Das funktionierte aber nicht gut.

Wenn das Gerät nicht für Sauerteig-Brote ausgelegt ist, werden sie schnell zu nass oder nicht durch.

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