Sprudelndes Trinkvergnügen Test: Wassersprudler

Wassersprudler im Test : Sprudelndes Trinkvergnügen

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Update 03.09.2020

Wasser ist gesund und enthält wichtige Mineralstoffe, doch viele Menschen mögen Wasser mit Kohlensäure lieber als normales Leitungswasser. Wer dabei keine Lust hat, die Flaschen nach Hause zu tragen und sein eigenes Sprudelwasser bequem selbst herstellen möchte, sollte sich einen Wassersprudler zulegen. Wir haben 18 Modelle getestet, günstige gibt es schon ab 40 Euro.

Update 3. September 2020

Wir hatten fünf weitere Wassersprudler im Test. Eine neue Empfehlung ist der SodaStream Power.

Doreen Menz
Doreen Menz
testet als passionierte Hobbyköchin nicht nur Küchen- und Haushaltsgeräte sondern interessiert sich auch für Gesundheitsthemen.

Die Wasserqualität in Deutschland ist hoch, Leitungswasser kann daher in allen Regionen bedenkenlos getrunken werden. Aber viele mögen den faden Geschmack nicht. Wassersprudler pumpen Kohlensäure ins Wasser und machen es damit spritziger. Wie sehr, das kann man individuell bestimmen.

Einen Nachteil haben die Soda-Maker aber: Die meisten funktionieren mit Plastik-Flaschen, nur SodaStream und wenige andere haben mittlerweile ein Modell mit Glaskaraffe auf den Markt gebracht. Wir haben alle wichtigen Modelle auf dem Markt getestet. Hier sind unsere Empfehlungen.

Einfache Bedienung: SodaStream Easy

SodaStream dürfte den meisten ein Begriff sein, wenn es um Wassersprudler geht, der Hersteller ist der klare Marktführer. Der SodaStream Easy gehört zu den günstigeren Modellen des Herstellers. Der Easy tut, was er soll, kostet nicht viel und überzeugt mit seiner einfachen Bedienung. Der SodaStream Easy überzeugt uns daher mit guter Verarbeitung und Leistung zu einem Preis, der sich im unteren Mittelfeld bewegt.

Einfache Bedienung

SodaStream Easy

Aufgrund des cleveren Aufbaus und des fairen Preises bietet der Sprudler des Marktführers das angenehmste Gesamtpaket. Wer sich nicht an der zweckmäßigen Optik stört greift zu.

Wie die meisten anderen Wassersprudler besteht auch der SodaStream Easy (fast) vollständig aus Plastik. Verarbeitet ist dieses Gerät dennoch gut und macht einen stabilen Eindruck. Negativ aufgefallen ist uns an der Verarbeitung nichts, keines der Teile neigt dazu, allzu schnell abzubrechen.

Zu einem Wassersprudler gehört natürlich ein CO2-Zylinder, der wird einfach in seine Halterung geschraubt und das Gehäuse dann wieder geschlossen. Großer Vorteil des SodaStream Easy ist der Haltemechanismus der Flasche: bei vielen Modellen muss man die Flasche umständlich einschrauben, hier funktioniert das Ganze deutlich einfacher mit einem Krallenverschluss, der die Flasche fest hält. Selbst die Bajonettverschlüsse anderer Modelle konnten uns nicht so sehr überzeugen wie die einfache Mechanik des SodaStream Easy.

Um die Flasche zu fixieren, muss sie schräg in die Halterung und wird dann inklusive Hebel nach hinten, also in Richtung des Geräts geklappt, dadurch halten die Krallen nun die Flasche sicher in Position und es kann losgesprudelt werden.

Das Sprudeln selbst könnte kaum einfacher sein: Taste oben am Gerät drücken und fertig ist das Wasser. Je nach Vorliebe kann das Wasser weniger stark oder mehr mit Kohlensäure versetzt werden, hierzu einfach länger drücken. Überdruck? Hier kein Problem, man muss ihn nicht ablassen, das passiert automatisch wenn man die Flasche entnimmt.

Was uns am SodaStream Easy überzeugt ist die im Gegensatz zu anderen Modellen sehr einfache Bedienung und natürlich auch der Preis. Es kann aber passieren, dass die Flasche beim Sprudeln überläuft, einen extra Auffangbehälter gibt es hierfür nicht aber der ansonsten soliden Leistung tut das keinen Abbruch. Für uns definitiv eine Empfehlung für alle, die einen praktischen, aber nicht zu extravaganten Sprudler wollen.

Mit Glaskaraffe: SodaStream Crystal 2.0

Mit Glaskaraffe

SodaStream Crystal 2.0

Test Wassersprudler: SodaStream Crystal 2.0
Der SodaStream Crystal 2.0 ist ein brauchbarer Wassersprudler für Glasflaschen – für viele ein unschlagbarer Vorteil.

Plastik oder Glas – diese Frage stellen sich immer mehr Menschen, vor allem wenn es um Lebensmittelkontakt der Materialien geht. SodaStream bietet hierfür mit dem SodaStream Crystal 2.0 ein hochwertiges Gerät mit Edelstahlelementen und einer Flasche aus Glas anstatt Plastik. Wer auf Weichmacher im Wasser verzichten möchte, sollte sich daher den Crystal 2.0 ansehen.

Glasflaschen gibt es ansonsten nur noch beim Vorgänger des Crystal 2.0 und beim MySodapop Sharon, der uns aber nicht überzeugen konnte.

Was uns ein wenig ärgert ist die Füllmenge, mit 600 Millilitern kommt man nicht besonders weit, was für eine Person reichen mag, ist für mehrere definitiv zu wenig. Die Karaffe lässt sich dafür aber im Geschirrspüler reinigen.

Klemmen oder Schrauben, damit die Flasche hält? Hier nicht. Der Crystal 2.0 bietet eine einfache Variante, hier wird die Flasche eingesetzt, nach hinten gekippt und der Aufsatz runter gedrückt – schon sitzt die Flasche fest, die Kammer ist verschlossen und es kann losgehen. Der Stutzen für CO2 wird dabei in die Flasche getaucht und per Knopfdruck lässt sich das Wasser aufsprudeln. Der Überdruck wird hier beim Öffnen des Verschlusses abgelassen, wenn die Kammer sich öffnet. Nun kann auch die Flasche wieder entnommen werden.

Problematisch ist, dass der Wassersprudler nicht mit einer Hand bedient werden kann. Der Hersteller gibt an, dass die Mechanik zum Öffnen und Schließen gegenüber dem Vorgängermodell verbessert wurde, davon konnten wir uns im kurzen Test noch kein Bild machen.

Das grundsätzlich simple und durchdachte Prinzip funktioniert im Test nicht immer einwandfrei, die Verriegelung kann haken und den Edelstahlbehälter kann man leider nicht abnehmen. Das macht das Reinigen schwer, vor allem, wenn Wasser überläuft und sich im Gefäß sammelt. Der Stutzen ist allerdings angenehm einfach zu reinigen.

Wer nur eine kleine Küche hat, sollte auch die Maße des Geräts bedenken, mit einer Höhe von 55 Zentimetern braucht der SodaStream in offenem Zustand einiges an Platz.

Wen das aber nicht stört, der bekommt mit dem Crystal 2.0 ein Gerät aus hochwertigen Materialien in schöner Optik.

Dreistufig: SodaStream Power

Dreistufig

SodaStream Power

Test: Sodastream Power
Der wertige SodaStream Power kann auf Knopfdruck leichtperliges, Medium- oder spritziges Wasser erzeugen. Leider braucht er ein Netzteil.

Der SodaStream Power braucht tatsächlich Power – in Form von Strom. Ein Exot unter den Wassersprudlern also. Aber warum? Hier können per Knopfdruck drei unterschiedliche Sprudelgrade erzeugt werden. Das Dosieren per Hand und nach Gefühl ist also Geschichte. Die drei Tasten leuchten außerdem auf, wenn das Gerät bereit für den Betrieb ist, bei der Nutzung wird dann der gewählte Modus angezeigt.

Er ist schön verarbeitet und hat einen edlen Look. Das Ganze hat aber auch seinen Preis. Auf ein Auffangbecken wird verzichtet, im Test ging einige Male etwas daneben und wir mussten zum Küchentuch greifen.

Angenehm: eine Krallenmechanik für die Flaschenhalterung. Die Vorrichtung wird nach vorne gekippt, dann hält man die PET-Flasche rein, kippt sie wieder zurück und fertig, ganz ohne Drehen, Einhaken oder Schrauben.

Das Gerät sprudelt etwa fünf Sekunden lang den ausgewählten Grad, zu vergleichen sind die Stufen etwa mit spritzigem Wasser, Medium oder leichtperligem Wasser. Besonders laut wird er auch nicht beim Sprudeln, mehr als 89 Dezibel haben wir während des Tests nicht gemessen und insgesamt ist die Geräuschkulisse hier in Ordnung. Mit dabei ist eine CO2-Kartusche sowie eine PET-Flasche und ein silberner Deckel.

Wir finden, hier bekommt man ein praktisches und wertiges Gerät, das sehr komfortabel ist. Nur ein Netzanschluss ist hier ein Muss.

Edle Optik: Aarke Carbonator II

Edle Optik

Aarke Carbonator II

Test Wassersprudler: Aarke AA01 Wassersprudler
Der schöne Sprudler zum stolzen Preis fügt sich perfekt in moderne Küchen ein, die deutlich sichtbaren Schrauben fallen jedoch unangenehm auf.

Noch edler geht es mit einen Gerät komplett aus Edelstahl. Der Aarke Carbonator II ist definitiv ein optisches Highlight in der Küche. Alternativ ist das Gerät auch noch in schwarz, weiß, gold und kupfer zu haben, das Gehäuse besteht aus verchromtem Edelstahl und macht einen sehr hochwertigen Eindruck.

Zunächst wird die Kartusche eingesteckt und verschraubt, über den kleinen Hebel rechts am Gerät kann das Wasser aufgesprudelt werden.

Zum Sprudeln wird die Flasche eingeschraubt, das fanden wir z. B. im Vergleich zu einem Bajonettverschluss recht umständlich. Ein weiterer Punkt, den wir schade finden: Das Gerät kommt mit Plastikflaschen. Der Grund hierfür ist, dass Glasflaschen unter zu hohem Druck natürlich platzen könnten, auch kleine Risse bemerkt man nicht immer sofort und die Gefahr durch splitterndes Glas beim Sprudeln möchte man sich lieber nicht vorstellen. Hier nimmt man daher mit Kunststoff vorlieb.

Die Optik macht einiges her und scheint auch anfällig für unschöne Fingerabdrücke zu sein, in der Praxis konnten wir das aber nicht feststellen. Mit knapp 150 Euro ist der Sprudler aber alles andere als billig und kommt leider auch nicht mit viel Zubehör daher, selbst die Kartusche ist im Lieferumfang nicht enthalten.

Was uns nicht gefällt, sind die sichtbaren Schrauben im Auffangbecken, die anfällig für Schmutz sein könnten, verdeckte Schrauben hätten wir ansprechender gefunden. Auch der Preis ist für das magere Zubehör zu hoch, wer jedoch vorwiegend Wert auf die Optik legt, wird mit dem Aarke-Sprudler sicher zufrieden sein.

Was gibt es sonst noch?

Die Verarbeitung des SodaStream Cool wirkt eher billig. In die Halterung kann man die Flaschen nicht so leicht einhängen wie bei der Konkurrenz und muss außerdem recht oft drücken, damit das Wasser auch wirklich spritzig gesprudelt ist. Er kostet zudem mehr als der SodaStream Easy. Letztendlich macht er zwar, was er soll, dennoch empfehlen wir eher andere Produkte.

Wer einen klassischen Wassersprudler ohne herausragende Optik zu einem günstigen Preis sucht, für den eignet sich der Soda Trend Classic. Er kann alles, was er soll und kommt mit praktischem Bajonettverschluss, wie die meisten Wassersprudler besteht er aus Plastik.

Auch hier öffnet man die Rückseite, um die Kartusche einzusetzen, hier wird sie aber nicht verschraubt, sondern eingehängt und per Klemmverschluss fixiert. Dafür muss aber noch ein kleiner Adapter dazwischengesteckt werden, warm erschließt sich uns nicht ganz. Unschlagbar ist aber der günstige Preis, passend also für alle, die einen einfachen Wassersprudler suchen.

 

Der mobile Wassersprudler der Firma Rosenstein & Söhne sieht ein wenig aus wie eine Pistole und funktioniert auch so ähnlich. Den CO2-Zylinder schraubt man auf besagte »Pistole« und befestigt die Flasche an der anderen Seite. Drückt man den Hebel, so kann man einfach sein Getränk aufsprudeln. Laut Hersteller auch z. B. Saft, in der Praxis schäumt hierbei aber alles über, davon raten wir also ab. Neben dem Gerät selbst sind zwei Flaschen enthalten, aber kein Zylinder. Für unterwegs eignet sich das Gerät sicherlich, zumal es recht kompakt ist, besonders einfach ist die Benutzung aber nicht und wir raten für zuhause eher zu einem Standgerät.

Wissenswertes über Wasser und Wassersprudler

Deutsche mögen Mineralwasser mit Kohlensäure, jeder von uns trinkt statistisch gesehen etwa 150 Liter Mineralwasser pro Jahr, davon 85 Prozent Sprudelwasser. Gesundheitliche Vorteile hat das prickelnde Wasser gegenüber seinem stillen Konkurrenten nicht, die meisten bevorzugen aber das Gefühl.

Bezüglich der Qualität scheiden sich die Geister, während viele Wasser aus der Flasche bevorzugen, hat Leitungswasser vielerorts mehr Magnesium, Natrium und weniger schädliche Inhaltsstoffe zu bieten, wie Stiftung Warentest zeigt.

Leitungswasser ist damit nicht nur günstiger, sondern auch gesünder als gekauftes. Wer dennoch nicht auf Kohlensäure verzichten möchte, ist mit einem Wassersprudler gut beraten. Damit kann der CO2-Gehalt nach Belieben selbst bestimmt werden.

Sprudelndes Trinkvergnügen Test: Wassersprudler
Alle Wassersprudler brauchen einen CO2-Zylinder.

Wie funktionieren nun Wassersprudler genau? Sie alle brauchen einen CO2-Zylinder, durch den Kohlensäure in eine Flasche Wasser gefüllt wird, das Ganze funktioniert mit Druck. Ein Überdruckventil sorgt dafür, dass keine Flaschen bersten, zur Not läuft nur das Wasser über.

Die Kohlensäure ist eigentlich gar keine, sondern Kohlenstoffdioxid (CO2). Das ist allerdings in dieser geringen Menge nicht schädlich.

Die Zylinder für den Wassersprudler kann man im Drogeriemarkt oder in vielen anderen Läden für wenige Euro nachfüllen lassen. Reservezylinder bekommt man nicht überall, er kann sich aber lohnen. Standard ist ein Zylinder mit 425 Gramm CO2, das reicht für etwa 60 Liter Wasser. Unangefochtener Marktführer auf dem Gebiet der Wassersprudler ist und bleibt SodaStream.

Zubehör bei den meisten Wassersprudlern sind eine oder mehrere Flaschen, die kein BPA enthalten. Standard ist ein Liter, damit das Wasser beim Sprudeln nicht überläuft darf die Flasche aber nur bis maximal 800 Milliliter aufgefüllt werden. Natürlich sollte die Düse dennoch ins Wasser reichen, also lieber auch nicht zu wenig einfüllen.

Leider sind Kunststoffflaschen nicht für den Geschirrspüler geeignet, Glasflaschen dagegen schon, könnten unter zu großem Druck aber möglicherweise reißen. Geräte für Glasflaschen bieten daher entweder geschlossene Behälter beim Aufsprudeln oder einen zusätzlichen Schutz in Form eines Netzes über der Flasche.

Sprudelndes Trinkvergnügen Test: Wassersprudler
Die PET-Flaschen haben ein Haltbarkeitsdatum.

Sind Wassersprudler auf Dauer billiger als gekaufte Wasserflaschen? Nicht unbedingt. Günstiges Sprudelwasser ist im Supermarkt schon für wenige Cent pro Liter zu haben, je nach Gerät kann ein Zylinder für weniger als 60 Liter reichen. Im Vergleich zu teurem Wasser empfiehlt sich ein Sprudler aber allemal.

Können Wassersprudler dreckig werden? Ja, vor allem die Düsen und alle Teile, die sich schwerer erreichen lassen sind ein potentieller Tummelplatz für Keime. Spülmittel eignet sich für die Reinigung eher nicht, zur Not lieber etwas Essigwasser benutzen. Die Flasche kann man direkt nach dem Gebrauch ausspülen, ist sie zerkratzt oder bekommt Risse, sollte sie ausgetauscht werden. Zusätzliche Flaschen kann man kopfüber ohne Deckel lagern und man sollte nicht direkt aus der Flasche trinken.

PET-Flaschen haben übrigens ein Haltbarkeitsdatum von maximal fünf Jahren, danach sollte man sie nicht mehr verwenden. Dass es auch sinnlos ist, abgestandenes Wasser aufzusprudeln, erklärt sich von selbst. Aufgesprudeltes Wasser kann allerdings im Kühlschrank aufbewahrt und später getrunken werden, die Kohlensäure hemmt Keime. Am Besten lässt man Leitungswasser – vor allem morgens – für einige Sekunden laufen, bevor man es in die Flasche füllt.

So haben wir getestet

Neben dem Marktführer SodaStream hatten wir auch Wassersprudler anderer Marken mit im Test. Sie alle mussten für uns Wasser aufsprudeln und dem Urteil unserer Tester standhalten. Hier ging es vor allem darum, ob das Wasser den Wünschen entsprechend sanft oder stark aufgesprudelt wurde.

Daneben spielt vor allem die Bedienung eine Rolle. Wie einfach lassen sich die Zylinder ein- und ausbauen, wie befestigt man die Flasche? Welche Materialien wurden verbaut und wie stabil ist das Gerät? Auch die Reinigung war uns im Test neben Verarbeitung und Leistung wichtig.

Sprudelndes Trinkvergnügen Test: Wassersprudler

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